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Fruchtfolgen im Ökolandbau im Mitteldeutschen Trockengebiet - LLFG

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DLG Feldtage 2012
Fruchtfolgen im Ökolandbau –
welche sind zukünftig wirtschaftlich?
20. Juni 2012 in Bernburg
UPDA
DE
im Jul
i 2012
Fruchtfolgen im Ökolandbau
im Mitteldeutschen Trockengebiet
–
Wie sehen sie aus und
was leisten sie wirtschaftlich?
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
Standort Bernburg
Lage
Südrand der
Magdeburger Börde
nordöstlicher
Regenschatten
des Harzes
80 m NN
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
Standort Bernburg
Boden
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Bodenart: Schluffiger Lehm
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Bodentyp: Löß-Schwarzerde
Humus:
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
2,5 - 3 %
Gesamt-N: 0,16 %
W. Koch
R. Richter
C/N-Verhältnis: 10 : 1
nutzbare Feldkapazität: 21 Vol%
Forum 2
Stand K21
> 7,0
Ackerzahl: 85 – 96
Foto: Dr. Joachim Bischoff (2011)
pH-Wert:
DLG-Feldtage 2012
Foto: Kuratorium Boden des Jahres
20. Juni 2012
Bernburg
Standort Bernburg
Klima im mitteldeutsches Trockengebiet
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Klimatische Wasserbilanz im mitteldeutschen Trockenraum
mm
80
Jahresniederschlagssumme: 469 mm
800
50
10
0
10
20
27
15
25
13
30
9
7
21
39
M
A
16
400
20
200
14
0
100
200
100
72
74
71
M
J
J
18
300
400
real. Verd.
= 457 mm
60
80
LJM = 9,1 °C
-23
40
F
34
34
-2
-8
-22
12
24
J
600
300
50
60
70
20
37
500
600
700
800
A
S
O
N
D
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
700
500
37
-3
12
30
40
Jahresdurchschnittstemperatur: 9,1 °C
31
LJM = 469 mm
48
50
40
60
56
60
20
Temperatur [°C]
mm
70
30
15
Niederschlag minus reale Verdunstung
Klimastation Bernburg
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
10
5
20. Juni 2012
Bernburg
0
-5
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Fruchtfolge 1
Kartoffel – Winterroggen – Winterweizen – Sommergerste
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Ertrag [dt/ha; absolut trocken], vierjährig (n = 64)
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
80
Gesamtmittel 40,3 dt/ha
60
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
52,3
38,2
40
42,2
W. Koch
R. Richter
28,5
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20
20. Juni 2012
Bernburg
0
Kartoffel
Winterroggen Winterweizen Sommergerste
Fruchtfolge 2
Ackerbohne – Winterroggen – Kartoffel - Winterweizen
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Ertrag [dt/ha; absolut trocken], vierjährig (n = 64)
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
80
Gesamtmittel 42,3 dt/ha
68,6
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
60
W. Koch
R. Richter
38,8
40
32,5
29,2
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20
20. Juni 2012
Bernburg
0
Ackerbohne
Winterroggen
Kartoffel
Winterweizen
Fruchtfolge 1 vs. 2
1 Kartoffel – Winterroggen – Winterweizen – Sommergerste
2 Ackerbohne – Winterroggen – Kartoffel – Winterweizen
Ertrag [dt/ha; absolut trocken], vierjährig (n = 64)
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
200
150
100
28,5
52,3
29,2
68,6
Sommergerste
Ackerbohne
Kartoffel
50
38,2
42,2
Fruchtfolge 1
Winterroggen
32,5
Winterweizen
Fruchtfolge 2
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
38,8
0
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
20. Juni 2012
Bernburg
Fruchtfolge 1 vs. 2
1 Kartoffel – Winterroggen – Winterweizen – Sommergerste
2 Ackerbohne – Winterroggen – Kartoffel – Winterweizen
Corg-Gehalt [M.-%] 0 - 25 cm tief, vierjährig (n = 64)
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
2,0
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
1,5
W. Koch
R. Richter
1,0
0,5
1,26
1,43
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
0,0
Fruchtfolge 1
Fruchtfolge 2
Fruchtfolge 1 vs. 2
1 Kartoffel – Winterroggen – Winterweizen – Sommergerste
2 Ackerbohne – Winterroggen – Kartoffel – Winterweizen
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Stickstoff- und Humusbilanz, vierjährig
Änderung
Boden-NVorrat
Fruchtfolge
Cross
Compliance
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
erweiterte
Humusbilanz 1)
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
[kg N/ha/a] [kg C/ha/a]
[%]
DLG-Feldtage 2012
1
-30
-121
42
2
-11
-5
76
1) Im erweiterten Modus erfolgt die Angabe als Humusversorgungsgrad in %.
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
Fruchtfolge 3
mit unterschiedlichem Management
Management 1
Management 2
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Stroh
N [kg/ha]
Stroh
N [kg/ha] 1)
1 Ackerbohne
+
0
+
0
2 Winterweizen
+
0
+
40
3 Sommergerste
-
0
+
40
4 Kartoffel
+
0
+
60
5 Winterweizen
-
0
+
60
6 Erbse
+
0
+
0
DLG-Feldtage 2012
7 Winterroggen
-
0
+
0
Forum 2
Stand K21
8 Sommerhafer
-
0
+
40
+ Das Koppelprodukt verbleibt auf dem Feld.
- Das Koppelprodukt verlässt den Betrieb.
1) Produkte pflanzlichen Ursprungs für Düngezwecke
gem. EG-Öko-VO Nr. 889/2008, Anhang I
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
20. Juni 2012
Bernburg
Fruchtfolge 3 – Management 1
AB
WW1
SG
Ka
WW2
Er
WR
Ha
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Ertrag [dt/ha; absolut trocken], 1994 - 2011 (n = 54)
80
67,3
Gesamtmittel 39,6 dt/ha
60
45,7
40
28,6
40,8
40,0
40,6
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
30,0
24,2
Forum 2
Stand K21
20
20. Juni 2012
Bernburg
0
Ackerbohne WWeizen
SGerste
Kartoffel
WWeizen
Erbse
WRoggen
SHafer
Fruchtfolge 3 – Management 2
AB
WW1
SG
Ka
WW2
Er
WR
Ha
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Ertrag [dt/ha; absolut trocken], 1994 - 2011 (n = 54)
80
78,9
Gesamtmittel 44,6 dt/ha
60
51,5
49,6
42,1
36,8
40
42,6
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
29,3
25,7
Forum 2
Stand K21
20
20. Juni 2012
Bernburg
0
Ackerbohne WWeizen
SGerste
Kartoffel
WWeizen
Erbse
WRoggen
SHafer
Fruchtfolge 3.1 vs. 3.2
AB
WW1
SG
Ka
WW2
Er
WR
Ha
Stickstoff- und Humusbilanz, 1994 - 2009
Änderung
Boden-NVorrat
Fruchtfolge
Cross
Compliance
[kg N/ha/a] [kg C/ha/a]
erweiterte
Humusbilanz 1)
[%]
3.1
-22
-125
40
3.2
-2
233
97
1) Im erweiterten Modus erfolgt die Angabe als Humusversorgungsgrad in %.
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
Direkt- und Arbeitskostenfreie Leistung
nach DLG
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Leistung von 4 Fruchtfolgen [€/ha]
1500
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
1309
1241
1045
1016
1000
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
500
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
0
FF 1
FF 2
FF 3.1
FF 3.2
Fruchtfolge 3 – Was der Weizen bringt
AB
WW1
SG
Ka
WW2
Er
WR
Ha
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Ertrag Winterweizen [dt/ha; 86% TS], 1994 - 2009 (n = 48)
Management 1
(ohne N-Düngung; 4 von 5 Strohernten verlassen den Betrieb.)
nach AB
56,3
nach Ka
49,9
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Management 2
(30 kg/ha N im Betriebsmittel; Stroh bleibt auf den Feldern.)
40 kg N/ha
nach AB
62,9
60 kg N/ha
nach Ka
60,7
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
Zusammenfassung
Beachte: Der grundsätzlich einzufordernde Anbau von Untersaaten und
Zwischenfrüchten erfolgte in den hier vorgestellten Versuchen nicht.
In der Fruchtfolge 1 (ohne Körnerleguminosen) ging der CorgGehalt zurück; in Fruchtfolge 2 (mit 25% Körnerleguminosen in
Hauptfruchtstellung) stieg der Corg-Gehalt. Doch sind beide
Fruchtfolgen in der Humusbilanz defizitär; auch Fruchtfolge 3.1.
In der Fruchtfolge 3.2 wurde mithilfe von Strohverbleib und
Zufuhr von organischem Düngemittel (30 kg N/ha und Jahr)
. der Corg-Gehalt langjährig gesteigert,
. Stickstoff- und Humusbilanzen ausgeglichen und
. ein Ertragszuwachs von 3,3 dt Getreideeinheiten/ha/a erzielt.
Um nachhaltig und dauerhaft erfolgreich zu arbeiten, brauchen
ökologisch wirtschaftende Ackerbaubetrieben breit aufgestellte
Fruchtfolgen mit angepasstem Management sowie ausreichend
Augenmaß für Boden und Kontenbewegungen!
Landesanstalt für
Landwirtschaft,
Forsten und
Gartenbau
Zentrum für Ackerund Pflanzenbau
Fruchtfolgen
im Ökolandbau
im Mitteldeutschen
Trockengebiet – wie
sehen sie aus und
was leisten sie
wirtschaftlich?
W. Koch
R. Richter
DLG-Feldtage 2012
Forum 2
Stand K21
20. Juni 2012
Bernburg
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