close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Download - Berlin-Chemie AG

EinbettenHerunterladen
Berlin-Chemie Newsletter vom 11.11.2013
Wechselfieber – Highnoon im Koalitionspoker
Weiterhin Zwangsrabatt und Preismoratorium – Bestandsmarkt dafür unberührt
Bitte lesen Sie weiter
Führungswechsel – wie ein Verband zerfasert wird
Bundesverband der Freien Berufe steht vorm Aus – Ärzte als Auslöser und potentielle Retter
Bitte lesen Sie weiter
Geldwechsel beim Arzneiverordnungsvolumen
6,6 Prozent Plus in 2014 / KBV und GKV-SV einigen sich
Bitte lesen Sie weiter
Strategiewechsel beim Marburger Bund
Ärztegewerkschaft erweitert Vertretungsradius / Majorisiert der MB die KV-Strukturen?
Bitte lesen Sie weiter
Stimmungswechsel zur Stressbewältigung
TK Studie 2013 / Frauen leiden stärker unter Dreifachbelastung
Bitte lesen Sie weiter
Wortwechsel zum Versorgungswettbewerb
Neue Vertragsformen auf dem Prüfstand / Hausärztliche Versorgung und IV
Bitte lesen Sie weiter
Perspektivenwechsel in der Pharmaindustrie
Wichtiger Wirtschaftsfaktor für Berlin / Fast zehn Prozent mehr Investitionen
Bitte lesen Sie weiter
Wechselfieber – Highnoon im Koalitionspoker
Schneller als erwartet scheinen sich die künftigen Koalitionspartner Union und SPD beim Thema
Gesundheit näher zu kommen. Dabei soll zunächst, wenn auch moderater als bisher, der
Zwangsrabatt auf patentgeschützte Arzneimittel verlängert werden. Dagegen will man sich eine
Bewertung des Bestandsmarktes sparen. Weitere große Themen: Krankenhausfinanzierung und
Pflegereform.
Dass die angehenden Koalitionäre eine Neuregelung zum laut Gesetz am 1.1.2014 auslaufenden
Zwangsrabatt und dem Preismoratorium für patentgeschützte Arzneimittel beschließen würden,
war zu erwarten. Zu laut spekulierten bereits die Auguren über angeblich hinter den Kulissen
vorbereitete Gesetzentwürfe, die den Kassen weiterhin zusätzliche Milliarden aus dem
Pharmamarkt einbringen sollen. Nur – so leicht wie mancher Politiker oder Funktionäre sich das
vorstellte, war es am Ende wohl doch nicht. Grund: Rechtliche Bedenken. Die MilliardenÜberschüsse der Kassen stehen den Argumenten für eine Zwangsabgabe entgegen, die ja
seinerzeit geschaffen wurde, um potentielle Finanzierungslücken der GKV zu schließen. So wurde
es am Ende dann „nur“ eine 1-prozentige Erhöhung des früheren „Großkundenrabatts“, die
entgangene Einnahmen aus dem bereits laufenden Bestandsmarktaufruf ausgleichen sollen. Das
Preismoratorium soll möglicherweise auf dem Stand von 2010 festgeschrieben werden. Experten
halten das allerdings nicht nur für rechtlich bedenklich sondern auch für nicht zu rechtfertigen, da
weitere gesetzliche Regelungen und fehlender Inflationsausgleich den Herstellern schon höhere
Lasten auflegten, als ursprünglich Intention des Gesetzgebers gewesen sei.
Noch im Dezember soll die Neuregelung möglicherweise über ein Vorschaltgesetz verabschiedet
werden. Insider spekulieren allerdings auch über eine Gleitklausel, die es ermöglichen könnte, den
Zwangsrabatt bei schlechter werdender Finanzlage der Kassen zu erhöhen. Diese Situation könnte
bereits eintreten, wenn die Überschüsse im Gesundheitsfonds für andere Projekte verwendet
werden (Pflege, Prävention, Vernetzung?) oder der Finanzminister die Steuerzuschüsse ins
Gesundheitssystem kürzt oder streicht.
Komplizierter dürfte es bei der Frage der Krankenhausfinanzierung werden. Unstrittig ist, dass dies
das erste große gesundheitspolitische Thema der künftigen Regierung wird, in das intensiv auch die
Bundesländer eingebunden sind. Dabei geht es nicht nur darum, dass die gesetzlich festgelegte
duale Finanzierung von Investitionen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der Länder seit Jahren
nicht mehr funktioniert. Im Kern möchte man den Krankenhausmarkt zusammenschrumpfen.
Experten sehen einen Kliniküberschuss von fast einem Drittel der Einrichtungen. Die Kassen wollen
künftig am liebsten nur noch Selektivverträge mit von ihnen ausgewählten Kliniken machen.
Bezahlt werden soll – darüber scheint politisch Einigkeit zu herrschen - künftig überwiegend für
Qualität. Wer nicht den gewünschten Standard liefert, muss mit Abschlägen rechnen. Offen ist,
wer die misst und festlegt. Der soeben veröffentlichte Bericht des G-BA, erstellt vom AQUAInstitut, beruht ja auch weiterhin auf freiwilligen Angaben und deckt nur einen Teil der
Kliniklandschaft und Indikationen ab. Schlägt die Stunde von Bewertungsportalen? Oder wird der
G-BA eine ganz neue Abteilung für stationäre Versorgung einrichten? G-BA-Chef Hecken schwärmt
ja ohnehin schon länger von einem neuen Unterausschuss stationäre Bedarfsplanung. Freuen
dürfen sich offenbar die Uniklinika. Es scheint klar zu sein, dass für Häuser der Maximalversorgung
künftig mehr Geld zur Verfügung stehen soll. Wohl auch um die Medizinerausbildung zu forcieren.
Auch Fachärzte müssen künftig an neu planen. Nach dem Willen der Koalitionäre soll es künftig
Pflicht werden, spätestens innerhalb von vier Wochen jedem Patienten, der dies begehrt, einen
Termin zu geben. Wie das geregelt werden soll ist unklar. Gesprochen wurde aber laut Insidern
auch bereits darüber, die Terminvergabe möglicherweise über die Kassenärztlichen Vereinigungen
zu organisieren, falls dies nicht anders möglich sei.
Eine erneute Pflegereform wird weiteres Top-Thema der neuen Legislaturperiode. Das heißt auch
hier mehr Geld. Ob die Pflegeversicherung völlig neu justiert wird oder ein künftiges
Pflegestrukturgesetz geplant wird ist offen. Viel mag auch davon abhängen, wo die einzelnen
Bereiche der Pflege künftig angesiedelt werden. Werden Soziales und Gesundheit möglicherweise
wieder zusammengefasst? Wird die erwartete Reduzierung der Rentenversicherungsbeiträge (0,6
Beitragssatzpunkte = ca. 6 Milliarden Euro) möglicherweise der Neuausrichtung der
Pflegeversorgung zu Gute kommen? Man darf gespannt sein.
↑
Führungswechsel – wie ein Verband zerfasert wird
Die Krise des Bundesverbandes der Freien Berufe gärt schon länger. Nun sind aber
Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung definitiv zum 31.12. ausgetreten. Und
das werden wohl auch die Rechtsanwälte tun – wirksam allerdings erst zum 31.12 2014. Ist die
einst so mächtige Vertretung der Freiberufler noch zu retten?
Dass es im Bundesverband der Freien Berufe kriselt, ist bereits seit gut eineinhalb Jahren bekannt.
Damals erklärten Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
ihren Austritt zum 31.12.2013. Lange sah es so aus, als ob unter dem neuen Vorsitzenden Dr. Rolf
Koschorrek das Ruder noch herumzureißen wäre und die organisierte Ärzteschaft – wie wohl auch
angekündigt – ihre Mitgliedschaft verlängern würde. Das ist nun definitiv nicht der Fall. Während
BÄK-Montgomery davon träumt, einen eigenen Heilberufe-BFB ins Leben zu rufen, heißt es im
Hintergrund, dass der BÄK-Austritt wohl eher der finanziellen Misere der Kammer zuzuschreiben
sei. Bei der KBV ist die Gemengelage da anders. Dort tobt inzwischen der Zwist zwischen Haus- und
Fachärzten, angeführt von der streitbaren Hausärztevertreterin Feldmann. Gut möglich, dass die
Freie-Berufe-Idee auch zwischen diesen Polen zerrieben wird. Unterdessen besinnen sich allerdings
viele ärztliche Verbände auf die Bedeutung einer starken freiberuflichen Vertretung. Allen voran
den Bundesverband Deutscher Pathologen, der demonstrativ seinen Beitritt im BFB beantragte.
Schon jetzt ist klar, dass mehrere Fachverbände dem folgen würden. Auch aus der Gemeinschaft
Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) hört man Signale, ebenso wie vom Bundesverband
niedergelassener Fachärzte (BNFV). Ziel ist es dabei nicht, die freiberufliche Vertretung aus den
Händen der verfassten Ärzteschaft auf die Ebene der Fachverbände zu verlagern. Vielmehr möchte
man die völlige Implosion des BFB verhindern bis die ärztlichen Spitzenorganisationen sowie die
Kammern der Rechtsanwälte und Architekten sich wieder der Bedeutung der einheitlichen
Vertretung bewusst werden. Einzig die Bundeszahnärztekammer und die Zahnärztekammern der
Länder stehen offenbar zurzeit fest zum BFB. Hauptargument der Getreuen: Im Gerangel um
innere und äußere Positionierung des BFB werde völlig außer Acht gelassen, dass der BFB in
zahlreichen Gremien, Beiräten und Institutionen auf Bundes-, Landes und auch auf europäischer
Ebene vertreten sei. Die Vertretung freiberuflicher Interessen sowohl bei deutschen
Entscheidungen aber auch bei der drohenden Übernahme manch europäischer Regelungen, sei
besonders bedeutend, um die hierzulande bewährten Strukturen der Freiberuflichkeit nicht zu
gefährden, betonen die Befürworter. Gleichzeitig geht man davon aus, dass ein eigener und zudem
schwacher Heilberufe-BFB wohl mehr der Umsetzung persönlicher Positionierungen dienen könnte
als den Interessen der ärztlichen Freiberuflichkeit.
↑
Geldwechsel beim Arzneiverordnungsvolumen
Geänderte Rahmenvorgaben mit höherem Apothekenabschlag und möglicherweise auslaufendem
Preismoratorium.
Um knapp zwei Milliarden Euro steigen die Arzneimittelausgaben laut gemeinsamer Prognose der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des GKV-SV in 2014. Das sind immerhin 6,6 Prozent
mehr und damit der Anstieg fast doppelt so hoch wie in 2013. Der Hintergrund dafür ist zum einen
das auslaufende Preismoratorium (wird trotz anderer Nachrichten aus der Koalitionsrunde noch
immer als Kassen-Argument genutzt) und der Rückgang des Herstellerabschlags für
patentgeschützte Arzneimittel zum 1.1.2014, wenn er von 16 wieder auf die vorherigen sechs
Prozent zurückfällt (die in den Koalitionsverhandlungen geeinigten neuen sieben Prozent
Herstellerabschlag müssen erst noch Gesetz werden).
Mit Mehrausgaben ist auch aufgrund des höheren Apothekenabschlags zu rechnen. Die
Fortsetzung des Herstellerrabatts, den die pharmazeutischen Unternehmen auch in Zukunft an die
Krankenkassen abführen sollen, sorgt bei den Apothekern durch das Inkasso für viel Bürokratie und
ein Haftungsrisiko, so die Klage. Die Krankenkassen kürzen die Rechnungen der Apotheken um den
Herstellerrabatt, den die Apotheken wiederum über den Großhandel bei den Herstellern in Abzug
bringen müssen. Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Während
die Krankenkassen mehrere 100 Millionen Euro pro Jahr sparen sollen, müssen die Apotheken den
Aufwand und das Risiko schultern“.
↑
Strategiewechsel beim Marburger Bund
Angestellte Ärzte in den niedergelassenen Praxen rücken künftig in den Fokus der
Arbeitnehmervertreter. Die Mehrheitsverhältnisse in den Körperschaften könnten kippen.
Mit Sorge betrachten die alten Berufsverbände der Fachärzte und der Hausärzteverband die
Entwicklung beim Marburger Bund (MB). Dort plant man eine Offensive im ambulanten Sektor.
Ausweislich der aktuellen Mitgliederstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung arbeiten
bereits fast 8.000 der rund 120.000 Vertragsärzte im Angestelltenverhältnis. Binnen Jahresfrist gab
es eine Zunahme von über 14 Prozent. Und um diese Gruppe will sich der MB nun verstärkt
kümmern und sich hierzu innerhalb der Körperschaften eigens formieren. Denn diese angestellten
Ärzte, insbesondere als Weiterbildungsassistenten, seien „der Willkür der Praxisinhaber
ausgesetzt“, so argumentiert Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des MB. Hier fehlt aus seiner Sicht
ein Tarifvertrag. Wer allerdings die Arbeitgeberseite vertreten soll oder kann, ist nicht geklärt.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Köhler, winkt jedenfalls
unter Hinweis auf den Körperschaftsstatus ab: „Die KBV wird nicht die Rolle des
Arbeitgebervertreters übernehmen.“ Umgekehrt habe aber auch der MB aus Sicht des KBV-Chefs
keinerlei Erfahrung in der Interessensvertretung außerhalb der Krankenhausstrukturen. Zwischen
allen Stühlen sitzen insoweit jedenfalls die Berufsverbände der Fachärzte. Deren Mitglieder
rekrutieren sich fachbezogen; vertikal aus Klinikärzten und Niedergelassenen und horizontal
gleichgültig, ob abhängig oder selbständig beschäftigt.
↑
Stimmungswechsel zur Stressbewältigung
Infas-Befragung legt Daten zur psychischen Gesundheit vor. Der Druck auf die Sandwich-Generation
steigt.
Männer trinken, Frauen gehen spazieren und Ärzte sollten mit ihren Patienten mehr sprechen. Die
kleinen Helfer zur Verarbeitung sind gendertypisch unterschiedlich. Eindeutig ist: Jeder zweite
Deutsche empfindet sein Leben als stressig. Jeder fünfte fühlt sich unter Dauerdruck. Stress macht
unglücklich und zwar besonders die Menschen, die andere glücklich machen w/sollen. Die aktuelle
Infas-Stressstudie der Techniker Krankenkasse beklagt das Helfersyndrom, das gerade die
Sandwich-Generation im Alter zwischen 36 und 45 Jahren und hier nochmals verstärkt Frauen
besonders anfällig macht. Gefangen in der Trias von Familie, Beruf und der eigenen hohen
Erwartungshaltung nimmt der Stress die Gesundheit gefährdende Formen an. Diese wurden in der
Vergangenheit oft rein somatisch behandelt von Ärzten, die auf Apparatetechnik setzen, statt
zuzuhören. TK-Vorstand Jens Baas plädiert deshalb für eine bessere Vergütung der sprechenden
Medizin gegenüber Labordiagnosen. Er warnt vor einer Behandlung „im 3-Minutentakt“.
↑
Wortwechsel zum Versorgungswettbewerb
GWQ-Symposium diskutiert mit Gesundheitswissenschaftler und Praktikern.
Einen harten Schlagabtausch liefern sich Gesundheitswissenschaftler und Ärztevertreter zum
Wettbewerb in der Versorgung. So kocht die Integrierte Versorgung, nach dem durch die
Anschubfinanzierung bis 2008 angefachten Strohfeuer, immer noch auf kleiner Flamme. So sind
kaum sektorenübergreifende Verträge zustande gekommen. Die Reichweite ist beschränkt und
entgegen der ursprünglichen Erwartung gibt es zu wenige Einschreibungen von Chronikern. Auf
den Prüfstand gestellt von Professor Dr. Dr. Thomas Gerlinger, fällt der Leiter der Arbeitsgruppe
„Gesundheitssysteme, Gesundheitspolitik und Gesundheitssoziologie an der Fakultät für
Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld beim 4. Berliner Symposium der Gesellschaft
für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen ein vernichtendes Urteil. Es gibt demnach
keine validen Aussagen über die Wirksamkeit. Es fehlt an belastbaren Daten, die eine positive
Evaluation durch die Krankenkassen zulassen würden. Diese seien als „hybride Organisationen“ im
Spagat zwischen dem Auftrag einer Gesundheitsförderung und der Forderung nach
Kosteneinsparung gefangen. Kaum besser beurteilt Professor Dr. Volker Ulrich, Inhaber des
Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre III-Finanzwissenschaft von der Universität Bayreuth, die
Chancen und Risiken des Vertragswettbewerbs. Er sieht dort die „Tendenz zum Marktversagen“,
denn: „Die Kosten fallen sofort an und der Nutzen kommt später.“
Ein wesentlich positiveres Bild zeichnet dagegen Professor Dr. Volker E. Amelung vom Institut für
Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der medizinischen Hochschule
Hannover. Statt eines „kleinlichen Zählens von Einzelverträgen" verweist er auf die Strahlwirkung
von IV-Verträgen in Richtung Kollektivvertrag. Ebenso zeigen sich Ulrich Weigeldt als
Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes und der Vorstand des BKK Dachverbandes Franz
Knieps in der anschließenden Podiumsdiskussion davon überzeugt, dass „spürbare Qualität als
wirksamer Anreiz für ein Kundenbindungsprogramm“ den Erfolg verstetige.
↑
Perspektivenwechsel in der Pharmaindustrie
Auslandumsatz steigert sich um17 Prozent. Frauen profitieren von hochwertigem
Arbeitsplatzangebot.
Berlin tickt anders! Allen Eingriffen zum Trotz: die Pharmaindustrie in der Hauptstadt wächst. So ist
die Hauptstadt der viertgrößte Pharmastandort Deutschlands was die Beschäftigung betrifft und
steht an dritter Stelle beim Umsatz. Fast jeder dritte Euro der industriellen F&E-Aufwendungen
kommt aus der Pharmaindustrie, was deutlich gegen die vielbeklagten Abwanderungstendenzen
ins Ausland spricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Verband der forschenden
Arzneimittelhersteller beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Auftrag gegeben hat. Unter
den in der Hauptstadt vertretenen Spitzentechnologien tragen die meist mittelständischen
Arzneimittelhersteller sogar 43 Prozent zum Auslandsumsatz bei. Die Investitionen wachsen dabei
um fast 10 Prozent. Die Stadt steht auch bei den klinischen Studien dank guter Vernetzung mit der
Gesundheitswirtschaft und Krankenhäusern an der Spitze. Der Umsatz wächst im
Vorjahresvergleich um insgesamt 7,7 Prozent, wobei der Auslandsumsatz sich doppelt so
dynamisch mit 17 Prozent entwickelt hat. Jeder 12. Pharmabeschäftigte Deutschlands arbeitet in
Berlin. Jeder 7. Euro wird hier erwirtschaftet. Auch der Anteil am Auslandumsatz des
verarbeitenden Gewerbes beträgt beachtliche vierzig Prozent. Mit 650.000 Euro Umsatz pro
Mitarbeiter rangiert der Bereich weit vor den übrigen Industriesektoren.
↑
Herausgeber: Berlin Chemie AG, Abteilung Gesundheitsmanagement
Glienicker Weg 125 | 12489 Berlin | fon: +49(0)30-6707-2112
fax: +49(0)30-6707-2103| einblick@berlin-chemie.de
Redaktion: Susanne Eble (V.i.S.d.P.), Leiterin Gesundheitsmanagement; Pia Maier, Referentin
Strategisches Gesundheitsmanagement; Kristin Müller, Sachbearbeiterin
Realisation: Thomas Grünert (Vincentz Network Berlin)
© 2013 Berlin-Chemie AG
Newsletter abbestellen: einblick@berlin-chemie.de
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
4
Dateigröße
176 KB
Tags
1/--Seiten
melden