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Geht nicht gibts nicht! Wie wir wachsen wollen - CEVA Logistics

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triangle
CEVA Logistics GmbH
Rotfeder-Ring 5
60327 Frankfurt am Main
T +49.(0)69.489 83-0
F +49.(0)69.489 83-1360
bd.germany@cevalogistics.com
Das Unternehmensmagazin von CEVA Logistics CE | 1.2011
Wie wir
wachsen wollen
Coen van der Maarel über
globale Strategien und Ziele
Lust auf mehr
Informationen?
Kontaktieren
Sie uns!
www.de.cevalogistics.com
Geht nicht
gibt’s nicht!
CEVA Charter Services
Inhalt
Inhalt
Inhalt
04Editorial
05ausgezeichnet
CEVA gewinnt „Planet Award of Excellence“
CEVA verleiht erstmals globalen Zuliefererpreis
06Fünf Prioritäten, ein Ziel
Coen van der Maarel über Strategien und Ziele
Kunden & Kontrakte
11Erfolgreiche Kooperation ausgeweitet
CEVA Schweiz übernimmt die Kontraktlogistik für Samsung
12Innovative Logistik­lösungen für Healthcare-Produkte
Ein Bericht über das neue CEVA-Logistikzentrum in Leipzig
14 LEICA Microsystems besichtigt Standort Leipzig
6 | TITELSTORY
0
Coen van der Maarel über Strategien und Ziele
2 | neues LOGISTIK-ZENTRUM
1
IN LEIPZIG
Innovative Lösungen
8|M
1
ehrwert
Prozessabläufe werden sichtbar mithilfe
der RFID-Technik
15Wie das T-Shirt vom Star zum Fan kommt
EMI weitet Kooperation auf Merchandisingartikel aus
15Von Hamburg nach New York in elf Tagen
CEVA erweitert kontinuierlich sein Angebot an LCL-Lösungen
16die hohe Kunst der Staplersteuerung
Fahrzeugnavigation: von der Anlieferspitze zur logistischen Spitzenleistung
Innovative Solutions & Support
18der konkrete Mehrwert ist entscheidend
Ein gezielter Einsatz der RFID-Technik kann die Gestaltung logistischer Prozesse deutlich verbessern
excellence & quality
20 CEVA in Österreich ist AEO-zertifiziert
Vielfältige Vorteile für Kunden
21Bis zum kleinsten Arbeitsschritt
Erfolgreiches LEAN Management am FRAport
1 | lean management
2
FRAport nimmt am internationalen Zertifizierungsprozess teil
4 | Supply Chain Solutions
2
Experten und Know-how in einer Organisationseinheit
30 | Ceva Charter Services
Punktgenaue Lösungen für alle Branchen
Ceva global
22Century account program
CEVA sieht Wachstumspotenzial bei seinen Top-100-Kunden
24 Volle Transparenz in der globalen Lieferkette
Exzellentes Know-how und bewährte Best-Practice-Lösungen
Freight Management
27Roll-on, Roll-off, Take-off!
Ein Helikopter-Transport der besonderen Art
27 CEVA hat den Bogen raus
Neues Lager in Chicago mit FTZ-Genehmigung
Impressum:
Eigentümer, Herausgeber und Verleger:
CEVA Logistics GmbH, Rotfeder-Ring 5,
60327 Frankfurt am Main:
V. i. s. d. P.: CEVA Logistics GmbH
2 | Social Responsibility
3
CEVA beteiligt sich an Hilfsprojekt im Senegal
5 | das volle potenzial entfalten
3
Mitarbeiterförderung
27 Musik (f)liegt in der Luft
Logistische Premiere von Wien nach Tokio
28„freight management ist ein Netzwerk-thema“
Interview mit Stefan Fallet
30Geht nicht gibt’s nicht!
CEVA Charter Services überzeugt international operierende Kunden mit
maßgeschneiderten Lösungen
Verantwortung & Engagement
32 Helfen macht Schule
Wie ein CEVA-Mitarbeiter ein Hilfsprojekt im Senegal startete, das inzwischen weite Kreise zieht
34 Mein Papa liest vor
CEVA engagiert sich in einem Projekt zur Leseförderung
35 Mitarbeiterförderung
Vielfalt und Einbeziehung ist die Erfolgsbasis
02 | CEVA Logistics CE
CEVA Logistics CE | 03
Automotive
Editoria
Ausgezeichnet
Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Drei ist eine besondere Zahl: Sie steht unter anderem für Schöpferkraft, Wachstum und
auch für die vorwärtsgerichtete Bewegung, die die Dualität überwindet. Das grafische
Symbol dafür ist das Dreieck, das Sie ja auch in unserem Firmenlogo finden. Dreieck heißt
auf Englisch „triangle“.
Entdecken Sie in dieser Ausgabe unserer „triangle“, was wir weltweit in der logistischen
„Trinität“ zu Wasser, zu Lande und in der Luft alles bewegen. Aber auch was uns bewegt,
nämlich unsere Ziele, Prioritäten und Vorhaben. Dabei richten wir uns immer an unseren
drei (!) Markenpfeilern aus: „Unity“, „Growth“ und „Excellence“.
Nachdem ich CEVA seit 2008 sehr gut kennengelernt habe, gilt es für mich gemeinsam mit
meinem Team, diese Markenpfeiler verstärkt ins Bewusstsein unserer Mitarbeiter und Kunden
zu bringen. Sie finden sich auch in den Beiträgen dieses Heftes wieder: etwa im Bericht über
das neue Logistikzentrum in Leipzig, von dem wir uns einen starken Wachstumsimpuls für
den Sektor Healthcare versprechen; oder in der Reportage über unsere Charter Services, die
für jede Herausforderung eine passende Lösung finden – über alle Ländergrenzen hinweg;
erfahren Sie aus den Berichten über automatische Staplersteuerung oder LEAN-ManagementZertifzierung am Frankfurter Flughafen, dass Excellence kein Status ist, sondern ein Prozess:
Es geht immer noch ein bisschen besser.
„Unity“ bedeutet Einheit. Weniger im Sinne von Geschäftseinheit, operativen Einheiten oder
logistischen Einheiten. Das sind alles zählbare Einheiten. Die Einheit, die aber wirklich zählt
und die „Unity“ bedeutet, ist diejenige, die wir in unserer täglichen Arbeit erleben und ständig
neu herstellen: indem wir als Mitarbeiter für unsere Kunden auf der ganzen (!) Welt Waren
von einem Ort zum anderen bewegen. Das sind die drei Eckpfeiler, ohne die es unseren Job
nicht gäbe. Ein toller Job – wir freuen uns, ihn für Sie tun zu dürfen!
Herzlichst Ihr
Coen van der Maarel
Executive Vice President
04 | CEVA Logistics CE
CEVA
gewinnt
„Planet
Award of
Excellence“
____ Die Zusammenarbeit von
CEVA Logistics und Lufthansa
Cargo im Jahr 2010 basierte
auf einer hervorragenden
Partnerschaft. Zusammen
haben wir ein deutliches
Wachstum der Tonnage.
Lufthansa hat ihren erfolgreichsten Großkunden des Jahres 2010 ausgezeichnet.
Der „Planet Award of Excellence“ ist der bedeutendste Preis der Luftfrachtindustrie und wird jedes Jahr von
Lufthansa Cargo überreicht. Am 17. Juni 2011 bekam CEVA Logistics die begehrte Auszeichnung auf der
griechischen Insel Santorini überreicht.
Gewürdigt wurden damit die herausragenden Leistungen bei der weltweiten Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, die sich vor allem in der gemeinsamen Wachstumsstrategie der beiden Unternehmen zeigt.
„Wir freuen uns sehr, einen solch renommierten Preis von einem unserer wichtigsten Geschäftspartner zu
erhalten“, sagt Bruno Sidler, Chief Operating Officer von CEVA. „Die gute Zusammenarbeit mit Lufthansa
Cargo haben wir immer geschätzt und das Tonnagewachstum im Jahr 2010 ist Beleg dafür, wie beide
Unternehmen von dieser Partnerschaft profitieren.“
Im Bild v. l. n. r.: Karl Ulrich Garnadt – Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo; David Lara – Vice President
Global Airfreight Procurement, CEVA; Bruno Sidler – Chief Operating Officer, CEVA; Dr. Andreas Otto –
Vorstand Produkt und Vertrieb Lufthansa Cargo/Board Member Product and Sales Lufthansa Cargo
Karl Ulrich Garnadt,
Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo
And the winner is...
CEVA verleiht erstmals
globalen Zuliefererpreis
„Wir sind stolz auf die einwandfreie Belieferung unserer Kunden und ich freue mich sehr,
Zulieferer würdigen zu können, die CEVA dieselbe hohe Lieferqualität bieten.“ Mit diesen
Worten sprach John Pattullo, CEO von CEVA,
den Gewinnern der ersten CEVA „Supplier
Awards“ seine Wertschätzung und Dank für
die gute Zusammenarbeit aus.
Am 14. Juli 2011 wurden in Stradella (Italien)
von CEVA zum ersten Mal die Zuliefererpreise
verliehen, und zwar in sieben Kategorien. Bewertungskriterien waren vor allem die Leistungen im
Jahr 2010 und die Unternehmensspezifika. Als
Gewinner des „Supplier of the Year Award“ ging
Office Depot Inc. daraus hervor. CEVA erkennt
damit das Bestreben des britischen Unternehmens an, Dienstleistungen kontinuierlich zu optimieren und Innovation in einen margenschwachen Markt zu bringen.
Den Erfolg feiern: Kollegen und Zulieferer von
CEVA feiern die Vergabe der ersten Supplier
Awards.
Gewinner der „Supplier Awards“:
• Luftfracht: Lufthansa Cargo
• Seefracht: Safmarine Container Line NV
• Straße: Mercer Transportation Company Inc
• Nordeuropa: Office Depot Inc.
• Nord- und Südamerika: CB Richard Ellis Inc.
• Südeuropa,
Mittlerer Osten und Afrika: AKNO Business Parks S.p.A.
• Asien-Pazifik-Raum: APS Group (Holdings) Pty Ltd
John Pattullo überreicht den Preis. Im Bild v. l.
n. r.: Luca Borroni, Regional Vice President – Southern Europe, Office Depot; John Pattullo, CEO,
CEVA; Stuart Derbyshire, Head of International
Business – UK, Office Depot; Darren Barber,
International Business Manager, Office Depot.
CEVA Logistics CE | 05
Titelstory
Titelstory
„Wir wollen das beste
und renommierteste
Unternehmen in der
Supply Chain werden“
Coen van der Maarel ist seit Jahresbeginn 2011 neuer Managing Director für Central/Eastern
Europe bei CEVA. Die triangle-Redaktion sprach mit ihm über die globalen Strategien und Ziele
und über die spezifischen Herausforderungen in den Regionen und einzelnen Kundensegmenten.
Daraus entstand der folgende Bericht, der einen Blick in die nahe Zukunft des Unternehmens wirft.
Die Strategie: fünf Prioritäten, ein Ziel
CEVA hat für die nächsten drei Jahre fünf strategische, globale Prioritäten gesetzt: drei Wachstums­
prioritäten und zwei organisatorische Prioritäten.
Wachstumsprioritäten:
† Wachstum im Seefrachtbereich
† Steigerung des Marktanteils in China
†d
er Ausbau des sogenannten „Century Account
Program“, unseres TOP-100-Kunden-Geschäfts
Organisatorische Prioritäten:
† dezidierte Förderprogramme für die Mitarbeiter, gleichzeitig die Bindung neuer Mitarbeiter
an das Unternehmen
† das Programm UNO, das die Standardisierung
der Prozesse im See- und Luftfrachtbereich
zum Ziel hat
06 | CEVA Logistics CE
Diese fünf strategischen Prioritäten verfolgt
CEVA konsequent im Sinne einer „Impeccable
Execution“, wie van der Maarel sie beschreibt:
„Wir wollen sie zielgerichtet und fehlerlos umsetzen, um das große Ziel zu erreichen: der renommierteste Anbieter im Supply Chain Business zu
werden.“
Wie wir wachsen wollen
„Unsere Ambition ist nicht, das größte, sondern
das renommierteste Unternehmen zu sein.“ Dieser Anspruch steht natürlich nicht nur auf dem
Papier, wie van der Maarel betont: „Wir haben
dafür zu sorgen, dass diese Mentalität jeden
Tag praktiziert wird. Hier in unserer Zentrale in
Frankfurt sind wir beispielsweise täglich damit
beschäftigt, unsere Standorte auf optimale Art
und Weise zu unterstützen, damit diese unseren
Kunden Operations Excellence anbieten können.“
Kein Wachstum ohne Qualität
Den Anspruch, das renommierteste Unternehmen sein zu wollen, bezieht van der Maarel
ebenso auf die Kunden wie auch die Mitarbeiter.
Dabei müsse immer die Qualität der Dienstleistung im Vordergrund stehen: „Denn unsere Kunden sourcen nur dann aus, wenn sie Vertrauen in
uns haben und sie glauben, dass wir ihre Supply
Chains weiter optimieren können. Und uns ist
das so wichtig, weil wir der Ansicht sind, dass unsere Branche das nicht immer ausreichend beherzigt hat.“
CEVA Logistics CE | 07
Titelstory
Titelstory
Coen van der Maarel (*1964)
ist seit 25 Jahren in der Logistikbranche tätig. Im März 2008 kam er zu CEVA. Hier war er zunächst als Global Director Consumer & Retail für
den Ausbau des Sektors Consumer & Retail und für die Betreuung der
Global Key Accounts innerhalb des Sektors zuständig. Im Jahr 2009
wechselte er ins Executive Board und war dort in seiner Funktion als
Chief Business Development Officer für den Bereich Global Business Development verantwortlich.
Seit Beginn des Jahres 2011 leitet Coen van der Maarel in der neu
geschaffenen Position als Executive Vice President den Geschäfts­
bereich Zentral- und Osteuropa. Die Aufgaben seiner neuen Funk­
tion nimmt er von der Zentrale des Geschäftsbereiches Zentraleuropa
in Frankfurt am Main wahr. Coen van der Maarel besitzt eine fast
25-jährige Expertise im Logistikbereich, die er im Rahmen verschiedener Management­positionen bei führenden Supply Chain-Unternehmen erwarb.
Coen van der Maarel ist verheiratet und hat drei Kinder.
Für viele Kunden reiche es längst nicht mehr aus,
nur auf Container-Ebene zu erfahren, wann die
Ware eintreffen wird, sie wollten dies auch auf der
Purchase-Order-Ebene nachverfolgen: So könnten
sie schließlich auch spät im Warenfluss noch Veränderungen vornehmen. Diese informationelle
Dienstleistung werde neben der physischen immer
mehr nachgefragt – und hat wie alles auch ihren
Preis. Doch da ist sich van der Maarel sicher: „Natürlich muss auch der Preis stimmen, aber nur mit
zufriedenen Kunden kann man einen zufriedenstellenden Preis durchsetzen. Die Qualität steht an
erster Stelle. Diese erreicht man, wenn die Prozesse
stimmen, die IT funktioniert und, am wichtigsten,
die richtigen Menschen sich darum kümmern.“
Wo wir wachsen wollen
Das Seefrachtgeschäft ausbauen
In der Luftfrachtspedition ist CEVA weltweit derzeit Nummer fünf und damit ein starker Anbieter,
in der Seefracht hingegen nur die Nummer 15.
Van der Maarel: „Hier müssen wir stärker werden.
08 | CEVA Logistics CE
____ Unsere Kunden sourcen
nur dann aus, wenn sie
Vertrauen in uns haben und
glauben, dass wir ihre Supply
Chains weiter optimieren
können.
Unser Ziel: beim Gesamtvolumen bis 2013 weltweit unter die Top Fünf zu kommen und bei den
von uns direkt kontrollierten Mengen unter die Top
Ten.“ Das Gleiche gelte im Übrigen auch für das
Seefrachtgeschäft in Deutschland. Große Hoffnungen setzt van der Maarel zum einen natürlich
auf Asien/Europa, aber auch auf die Verkehre von
und nach Nordamerika und Brasilien. „Außerdem
wächst das Geschäft mit dem Mittleren Osten
sehr stark und das Intra-Asien-Geschäft boomt.
Wir können dabei von allen profitieren, da wir in allen Großregionen – anders als viele unserer Wettbewerber – in etwa gleich stark vertreten sind.“
China als weltweiter Umsatzbringer
China ist für CEVA von zentraler Bedeutung, und
zwar nicht nur als Region, sondern als weltweiter
Wachstumsbringer. Dabei profitiert CEVA von
den noch immer wachsenden Exportverkehren
wie auch von der zunehmenden Konsumnachfrage in China. Darauf ist man hier gut vorbereitet, denn in der Automobillogistik beispielsweise
ist CEVA im Reich der Mitte Marktführer und verfügt über ein flächendeckendes Distributionsnetz, um das Konsumgütergeschäft voranzutreiben. Van der Maarels ehrgeiziges Ziel: „In den
kommenden drei Jahren möchten wir unseren
China-Umsatz verdoppeln und einen Marktanteil von 5% erreichen.“
Globale Supply Chain Management-Lösungen
stehen im Mittelpunkt des „Century Account
Program“ für die weltweit 100 größten Kunden
von CEVA, für die man bereits in mindestens zwei
von unseren vier weltweiten Regionen tätig ist.
In dieser Kundengruppe sieht van der Maarel
____ In den kommenden
drei Jahren möchten wir
unseren China-Umsatz verdoppeln und einen Marktanteil von 5% erreichen.
noch ein sehr großes Wachstumspotenzial: „In
allen Ländern, in denen wir für sie tätig sind,
wollen wir sicherstellen, dass Leistungsumfang
und Qualität gleich und die Auftraggeber folglich zufrieden sind.“
Zentral- und Osteuropa:
Global denken, regional handeln
Als neuer Managing Director für Central/Eastern
Europe bei CEVA definiert van der Maarel seinen
Verantwortungsbereich wie folgt: „Zentraleuropa sind für uns die deutschsprachigen Länder,
was Osteuropa angeht, sind wir derzeit in den
fünf Ländern Polen, Ungarn, Rumänien, Tsche-
chische Republik und Slowakei tätig. In diesen
Ländern rechnet CEVA mit einem gesunden
Wachstum, zumal sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bessern. Für Osteuropa hat
van der Maarel einen direkten Verantwortlichen
eingestellt: Piotr Zborowski ist seit mehr als 15
Jahren in der Logistik in der Region aktiv und arbeitet schon seit drei Jahren für CEVA in Polen.
Von Automotive bis Healthcare –
stark und innovativ in ausgewählten Sektoren
Neben den länder- und regionsspezifischen
Aspekten spielen für CEVA natürlich auch die
Entwicklungen in den verschiedenen Kundensegmenten eine wichtige Rolle: „Hier sind die
Bereiche Consumer & Retail, Industrial, Automotive und Healthcare für uns von besonderem
Interesse. In diesem Kundenkreis muss unser
Name bekannt sein“, betont van der Maarel.
Besonders stark ist CEVA im Segment Automotive & Tyres: Hier arbeitet CEVA mit 19 der Top
20 Zulieferer und 14 der Top 15 OEMs zusammen. Der Bereich Automotive läuft zurzeit sehr
gut, weil die Mengen bei den Kunden angezogen
haben. CEVA ist stark in der Reifenlogistik, in der
Sequenzlogistik für die Produktion und in der
Gebietsspedition, aber weltweit auch in anderen
Teilsegmenten wie der Ersatzteilbelieferung. Ein
Ziel ist, mehr Dienstleistungen in diesem Bereich
zu realisieren. So kann etwa die Erfahrung in
Automotive mit Inbound-Logistik übergreifend
dazu verhelfen, dieses Konzept in anderen Branchen erfolgreich zu implementieren.
In Zentraleuropa ist im Frühjahr 2011 jetzt auch
das zukunftsträchtige Geschäft im Segment
Healthcare angelaufen: mit einem neuen Distributionszentrum in Leipzig für den Kunden Medtronic (s. auch den Artikel dazu auf S. 12 –13).
Coen van der Maarel beschreibt die besondere
Herausforderung in diesem Sektor: „Bei Healthcare geht es um Menschen. Jedes Paket, das da
rausgeht, hat unmittelbar mit der Gesund-
CEVA Logistics CE | 09
Titelstory
>>>
heit von Menschen zu tun. Projekte wie diese
zwingen uns dazu, noch akkurater und besser
in unseren Prozessen zu werden und unserem
Anspruch einer fehlerlosen Umsetzung gerecht
zu werden.“ Dies lasse sich anschließend auf
andere Bereiche übertragen. Außerdem gibt es
hier viele Zusatzleistungen wie Verpacken oder
Prüfen von Retouren. Van der Maarel ist überzeugt: „Healthcare in Leipzig und in Zentral- und
Osteuropa wird wachsen.“
Gute Perspektiven auch in Deutschland
„Wir haben in Deutschland noch viel Potenzial,
da wir hier noch nicht zu den führenden Unter-
____ Die Qualität steht an
erster Stelle. Diese erreicht
man, wenn die Prozesse
stimmen, die IT funktioniert
und, am wichtigsten, die
richtigen Menschen sich
darum kümmern.
Kunden & Kontrakte
nehmen zählen, während wir weltweit zu den
Top Fünf gehören. Das heißt, wir können viel von
dem, was wir weltweit für unsere Kunden tun,
auch stärker in Deutschland anbieten. Deshalb
möchte ich unseren Mitarbeitern in Zentraleuropa bewusst machen, dass sie für ein weltweit
führendes Logistikunternehmen arbeiten.“
Dabei konzentriert sich CEVA in Deutschland
auf die bereits genannten vier Branchen, wobei
van der Maarel jeweils unterschiedliche Ziele
ausmacht: „Bei Automotive sind wir bereits
stark und wollen das Geschäft weiter ausbauen.
Und im Zuge der anhaltenden Konsolidierung
sehen wir auch einen starken Bedarf an Logistikdienstleistungen im Industriesektor. Drittens
wollen wir im Bereich Consumer & Retail stärker
werden. Referenzkunden aus den anderen Regionen helfen uns dabei, auch hierzulande neue
Projekte in diesem Bereich zu verwirklichen. Und
viertens ist der Healthcare-Sektor sehr interessant, wobei wir dort mit unserem Ende März
eröffneten Distributionszentrum in Leipzig für
den Medizintechnikhersteller Medtronic schon
einen großen Schritt in die richtige Richtung
gemacht haben.“
____ Healthcare in Leipzig
und in Zentraleuropa wird
wachsen.
Ein großer Verantwortungsbereich, viele Projekte
und Ziele sowie der ständige Anspruch an exzel­
lente Dienstleistungen: Da könnte man denken,
dass dies alles auch den besten Manager irgend­
wann erdrückt. Van der Maarel sieht das jedoch
gelassen: „Was die Unternehmenskultur angeht,
ist CEVA von ausgesprochen wenig Bürokratie
geprägt. Das macht sehr viel Spaß.“
Die Absprungbasis für die nächsten drei Jahre: CEVA in Zahlen 2011
Die überzeugenden Zahlen des ersten Quartals haben gezeigt,
dass die Umstrukturierungsmaßnahmen 2010 der richtige Weg
waren. Sie haben CEVA eine hervorragende Grundlage geschaffen für die weitere Entwicklung.
Ergebnisse erstes Halbjahr 2011 und
zweites Quartal zum 30. Juni 2011:
• EBITDA von € 81 Mio. im zweiten Quartal – Anstieg von 25%
im Vergleich zum Vorjahr
• Umsatz von € 1,7 Mrd. im zweiten Quartal
• Anstieg des Neugeschäfts im 1. Halbjahr 2011 auf € 1,0 Mrd.
10 | CEVA Logistics CE
CEVA CEO John Pattullo:
„Unsere Ergebnisse im zweiten Quartal zeigen, dass sich die
positiven Entwicklungen über das letzte Jahr solide fortgesetzt
haben. Trotz branchenweit abgeschwächter Fracht­volumina
konnten wir das Frachtmanagement-Geschäft mit unseren
globalen Kunden weiter ausbauen und im KontraktlogistikGeschäft in allen Regionen Zuwächse verzeichnen. Die Erträge
aus Neugeschäft, das von wesentlichen Vertragsgewinnen
und -verlängerungen getragen wurde, waren in diesem Zeitraum hervorragend.“
CEVA-Lager Samsung, Schweiz
CEVA Schweiz
übernimmt die
Kontraktlogistik
für Samsung
CEVA Schweiz hat den ersten Kontraktlogistikauftrag von der
Firma Samsung erhalten. Es werden Samsung-Elektrogeräte
von Händlern aus der gesamten Schweiz abgeholt und ins
CEVA-Logistikzentrum Arlesheim gebracht.
Anfang April 2011 hat CEVA für den Elektronik­spezialisten Samsung die Kontraktlogistik übernommen,
und zwar vorerst für ein Jahr. Pro Woche holt CEVA rund 100 bis 120 Elektrogeräte ab, die von den
Samsung-Servicepartnern wie Media Markt, Fust, Conforama etc. retourniert werden und bringt diese
zum CEVA-Logistikstandort Arlesheim bei Basel. Die Geräte u. a. Flatscreens, Rekorder, Kühlschränke,
Drucker, Monitore für PCs und Fernsteuerungen, werden nun von speziell dafür geschulten CEVA-Mitarbeitern auf ihre Funktionstüchtigkeit und den Zustand überprüft und dann in der 500 Quadratmeter
großen Lagerhalle zwischengelagert. Dort warten sie als „Secondhandartikel“ auf ihren weltweiten
Wiederverkauf und die Abholung durch Samsung.
Strategischer Standort mit Entwicklungspotenzial
Der Standort in Arlesheim mit Anbindung an den Verkehrsknotenpunkt Basel ist von CEVA strategisch
gut gewählt. „Von diesem zentralen Standort nahe Basel sind wir innerhalb einer Stunde bei den Verteilzentren Zürich, Bern, Luzern und Schwyz. Damit können wir Samsung eine zeitgerechte und zuver­
lässige Logistiklösung bieten“, erklärt Beat Högger, Leiter der Geschäftsführung bei CEVA Logistics
Schweiz. Er sieht hier gute Entwicklungschancen: „Wir möchten gerne noch expandieren und unsere
Präsenz im Kontraktlogistik­markt in der Schweiz weiter ausbauen. In Arles­heim sind noch Kapazitäten
frei, die von neuen Kunden genutzt werden können.“
Erfolgreiche Kooperation ausgeweitet
Nachdem CEVA Österreich bereits seit über einem Jahr sehr erfolgreich für Samsung in Österreich und
Slowenien tätig war, wurde deshalb der Vertrag auch für die Schweiz abgeschlossen. Die globale und regionale Zusammenarbeit mit dem Elektronikkonzern hat sich als durchaus erfolgreich erwiesen. Die
Schweizer CEVA-Mitarbeiter wurden von den erfahrenen österreichischen Kollegen ausgebildet
und in den neuen Auftrag eingeführt – inklusive
des Weblagersystems für die QualitätskontKontakt
rolle. Florian Leitenbauer, Logistikspezialist von
CEVA Logistics Switzerland GmbH
Samsung, lobt seinen Geschäftspartner CEVA
Oberfeldstraße 14
Logistics: „Samsung hat einen perfekten Partner
CH-8302 Kloten/Schweiz
für diesen Bereich gefunden, der uns hohe QuaT +41.(0)43.25540-00
lität und größte Zuverlässigkeit zusichert und
F +41.(0)43.25540-04
das alles in perfektem zeitlichem Rahmen.“
CEVA Logistics CE | 11
Kunden & Kontrakte
Kunden & Kontrakte
Innovative Logistiklösungen
für Healthcare-Produkte
CEVA hat im April 2011 für das Unternehmen Medtronic in Leipzig ein Logistikzentrum für den
Vertrieb in Deutschland und Osteuropa eingerichtet.
Das US-Unternehmen Medtronic ist ein international führender Hersteller von Medizintechnik.
CEVA hat das neue Logistikcenter ganz auf die
speziellen Anforderungen des Sektors Medizintechnik ein- und ausgerichtet. Dabei wurden am
Standort 65 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit
dem neuen Distributionscenter und Warenlager
reagierte Medtronic auf die steigende Nachfrage
deutscher Kunden nach Medizintechnikprodukten
wie Herzschrittmachern und Geräten zur Behandlung von Parkinson, Diabetes und Rückenleiden.
Zusätzlich bietet das Zentrum Kapazitätsreserven
für Medtronics wachsenden osteuropäischen
Markt, indem das Warenlager von jetzt 8.000 qm
erweiterbar ist auf bis zu 24.000 qm. CEVA hat
außerdem die Option, auf demselben Areal ein
zweites Gebäude gleicher Größe zu errichten.
Coen van der Maarel, CEVA-Geschäftsführer für
die Region Zentral- und Osteuropa, skizziert die
Eckpfeiler der Zusammenarbeit mit einem der führenden Unternehmen der Gesundheitsbranche:
„Die Kooperation mit Medtronic wird sicherlich
profitieren von unserer internationalen Expertise,
die wir im Healthcare-Sektor entwickelt haben.
Auf Basis innovativer Logistiklösungen und fundierter Kenntnisse der regulatorischen und gesetzlichen Standards im Gesundheitssektor gewährleisten unsere Mitarbeiter in Leipzig ein ebenso
schnelles wie präzises Prozessmanagement ohne
Sicherheits- und Dokumentationslücken entlang
der gesamten Logistikkette.“ Das neue Logistikcenter in Leipzig ist für CEVA eine hervorragende
Chance, seine Präsenz im Healthcare-Sektor weiter auszubauen. In dieser Branche arbeitet CEVA
bereits mit führenden Unternehmen aus ganz
Europa in den Bereichen Medizintechnik, Optik,
Pharma und Biotechnologie zusammen.
Vorsprung durch Professionalität
und Schnelligkeit
„Bestellungen deutscher Kliniken gelangen vom
Versandzentrum in der Regel binnen 24 Stunden
zum Arzt und damit auch zum Patienten. Im Medizintechniksektor kann das oft über Leben und
Tod entscheiden“, erklärt Medtronic-Chef Christian
Weinrank. „Wir haben CEVA als Logistikpartner
ausgewählt, weil das Unternehmen über weitreichende Erfahrung im Gesundheitssektor verfügt.
Außerdem steht CEVA für Werte, die auch für uns
wichtig sind: Professionalität, Verlässlichkeit und
Schnelligkeit“, fügt Weinrank hinzu. Der sächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Transport,
Sven Morlok, erklärte den Bau des Logistikcenters
direkt am Flughafen Schkeuditz zu einem bedeutenden Schritt: „Für CEVAs Standortentscheidung
waren das hervorragende Straßennetz und die
Nähe des Leipzig-Halle-Airports ausschlaggebende
Faktoren. Ein weiterer Schritt für Leipzig auf dem
Weg hin zu einem logistischen Knotenpunkt in
Deutschland und Europa.“
Kontakt
Holger Klatt
Director Business Development
Consumer & Retail
Eröffneten das neue CEVA-Distributionszentrum in Leipzig (v. l. n. r.): Leipzigs Oberbürgermeister Burkhardt
Jung, CEVA-Geschäftsführer Coen van der Maarel, der sächsische Staatsminister Sven Morlok sowie Sandra
Hildebrandt und Sikko Zoer von Medtronic.
12 | CEVA Logistics CE
T +49.(0)69.48983-7900
M +49.(0)174.1980-304
holger.klatt@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 13
Kunden & Kontrakte
Kunden & Kontrakte
Wie das T-Shirt vom
Star zum Fan kommt
LEICA Microsystems
besichtigt Standort Leipzig
Vertreter von LEICA Microsystems, einer weltweit führenden Marke für Mikroskope und
wissenschaftliche Instrumente, waren im Juni
2011 zu Gast im Distributionszentrum Leipzig.
Im Rahmen ihrer halbjährlich stattfindenden
Benchmarking-Tour konnten die Verantwort­
lichen für Logistik, Produktion und Materialplanung Einsicht gewinnen in die Lagerprozesse
am Standort Leipzig. Insbesondere die Projektplanung von der grünen Wiese bis zum fertig
Das CEVA-Logistikzentrum im Livebetrieb
konnte die LEICA-Delegation anschaulich
erleben: Vom Wareneingang über die Palettierung bis zur Aufnahme eingehender
Bestellungen und der Kommissionierung
der Ware am Regal.
eingerichteten Lager und das anschließende
Befüllen waren für die Besucher beeindruckend. Aber auch die im Rahmen des LEANManagements organisierten Projekte und Verbesserungsvorschläge fanden ihren Anklang.
Mit einer anschließenden Präsentation von
CEVA ging der Besuchsnachmittag zu Ende.
„Wir bedanken uns für die sehr interessante
Führung und das Veranschaulichen Ihrer Prozesse in Leipzig. Es ist ein sehr gutes Beispiel
In diesen Tagen erscheint das neue Coldplay-Album bei EMI. Die weltweit viertgrößte Plattenfirma und CEVA sorgen dafür, dass die vorbestellten Scheiben schnellstmöglich bei den
Fans ankommen. Und nicht nur das, denn beide Partner haben jetzt ihre Zusammenarbeit
ausgeweitet. Seit Februar 2011 übernimmt CEVA auch die Distribution von Werbemitteln und
Merchandising-Artikeln wie Kapuzen- und T-Shirts, Tassen und Gürteln.
für material- und zeitsensitive Prozesse“, so die
Einschätzung von Josef Horstmann, Director
Global Materials Management & Logistics.
Bisher war CEVA bereits für die Distribution von CDs und DVDs an den Einzelhandel wie Media
Markt und Saturn in Zentraleuropa, Benelux, Frankreich und England sowie der Versorgung weiterer
Läger weltweit zuständig. Dreh- und Angelpunkt sind die Lager in Eppertshausen und Pohlheim mit
einer Fläche von 18.000 Quadratmetern. Hier werden die Produkte in Empfang genommen und
in das Warehouse-Management-System eingepflegt. Sind dort Coldplay, Herbert Grönemeyer und
David Guetta auf ihrem vorbestimmten Platz angekommen, wird eine automatische Benachrichtigung an EMI geschickt, und die wissen dann Bescheid: Die neue Coldplay-Scheibe liegt bereit zu
einer weiteren Entnahme.
Kontakt
Dr. Christopher Stoller
Director Global Sales CE
T +49.(0)69.48983-6800
christopher.stoller@cevalogistics.com
Von
Hamburg
nach
New York
in elf
Tagen
CEVA erweitert
kontinuierlich sein
Angebot an
LCL-Lösungen
14 | CEVA Logistics CE
CEVA erweitert sein Less-than-Container-Load
(LCL) Angebot durch einen neuen Service von
Hamburg nach New York. Diese erste von mehr als
55 geplanten LCL-Lösungen, die ab Oktober 2011
sukzessive eingeführt werden sollen, ermöglicht
eine schnellere Verfügbarkeit der Fracht und senkt
das Risiko von Verzögerungen bei der Zollabfertigung in den USA und damit verbundene Kosten.
Der neue LCL-Service bietet feste Nachlaufverbindungen zu 77 Standorten in den USA, während
Door-to-door-Lieferungen durch ein eigenes flächendeckendes Stückgutnetzwerk auf der Straße
durchgeführt werden können. Greg Scott, Global
LCL Director von CEVA: „Damit verkürzen wir nicht
nur die Transportzeiten von Deutschland in die
USA, sondern können unseren Kunden die beste
und kostengünstigste Frachtlösung anbieten,
während eine erhöhte Flexibilität und Kontrolle
die Synchronizität der Lieferkette unserer Kunden
erhöht.“ Das Ergebnis: Eine Lieferung von Hamburg nach New York braucht nur elf Tage.
siung (China) nach Chicago (USA) zeigen, wie
gut der Service funktioniert. Für CEVA ist er ein
wichtiger Baustein auf dem Weg, seinen Kunden,
aufbauend auf Fachwissen und einem globalen
Netzwerk, noch größeren Nutzen zu bieten –
und zu dem Ziel, bis 2013 zu den Top Fünf der
Seefracht­spediteure weltweit zu gehören.
Kontakt
Stefan Fallet
Vice President Freight Management CE
Die aus Kundenbedarf entwickelten und bereits
eingeführten LCL-Konsolidierungen von Busan
(Südkorea) nach Toronto (Kanada) und von Kaoh­
T +41.(0)44.269-6466
M +41.(0)79.355-5299
stefan.fallet@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 15
Kunden & Kontrakte
Kunden & Kontrakte
Die hohe Kunst
der Staplersteuerung
Fahrzeugnavigation: von der Anlieferspitze zur logistischen Spitzenleistung.
Sobald ein Projekt implementiert ist, arbeitet
CEVA stetig an der Steigerung der Qualität und
Effizienz der Prozesse. Dazu zählt die konsequente
Anwendung der LEAN-Kultur: Mangelnde Flexibilität und Ressourcenverschwendung bei CEVA
konsequent aufdecken, Prozesse optimieren und
diese durch standardisierte Arbeitsabläufe nachhaltig absichern. Solch ein Optimierungskonzept
wurde in 2010 mit dem KAIZEN-Award ausgezeichnet: eine gemeinsam mit dem Flurförderzeughersteller Jungheinrich realisierte Lösung zur
transpondergestützten Fahrzeugnavigation, mit
deren Hilfe Stellplätze im Lager auf Basis einer
Geodatensteuerung zielgenau angefahren werden können.
Für den Automobilzulieferer MANN+HUMMEL
betreibt CEVA in Niederaichbach ein zentrales
Lager für den sogenannten Aftermarket (s. den
Bericht in triangle 2/2010). Dort stehen für ins-
gesamt 3.500 Lagerartikel etwa 38.000 Palettenstellplätze zur Verfügung, die täglich gezielt von
den Staplerfahrern angesteuert werden.
Die Anzahl der Fahrzeuge, die wir besitzen, hätte
nicht mehr ausgereicht, um diesen Ansturm zu
bewerkstelligen.“
Prozessverlauf auf dem Prüfstand
Bei der Betrachtung von Prozessabläufen wurde
vor allem der Prozess der Palettenanlieferung
genauer analysiert. Dabei konnten Optimierungspotenziale ermittelt werden. Die Herausforderung beschreibt der operativ verantwortliche CEVA-Manager Robert Gruber so: „Es
findet keine lineare Anlieferung von Paletten
statt, was einen gleichmäßigen Prozessverlauf
ermöglichen würde. Anlieferspitzen konnten
bisher nur durch Mehrarbeit erledigt werden.
„Da der Gesamtprozess nicht veränderbar war,
musste die Technik als Hilfe hinzugezogen werden.
Die Gesamtlösung haben wir gemeinsam mit unserem Fahrzeuglieferant Jungheinrich erarbeitet“, so
Gruber, der zusammen mit Projektleiter Gregor
Buder, dem IT-Spezialisten Christian Seidl und dem
EKX-Staplerfahrer Marcus Höffner das Kaizen-Projektteam bildete. Gruber über die Vorgehensweise
des Teams: „Das Verbesserungspotenzial wird erst
sichtbar in der genauen Betrachtung jedes einzelnen Prozesses. In diesem Fall stellte ich fest, dass
es beim Fahren mit den Staplern Unterschiede in
der Handhabung, aber auch im Fahrverhalten gab.
Es musste ein Weg gefunden werden, wie man alle
auf ein gleiches Niveau bringt.“
Eine optimierte Fahrzeugnavigation
Die Lösung lag in der Fahrzeugnavigation: Das
Fahrzeug übernimmt im Schmalgang die Regie.
Durch das Programmieren einer idealen Anfahrtskurve fahren alle EKX-Staplerfahrer mit der maxi­
malen Geschwindigkeit an den richtigen Paletten­
platz. Es gibt dann keinen „guten oder weniger
guten“ Fahrer mehr. Auch aus der Sicht der professionellen Lagerhaltung können Verwechslungen nicht mehr passieren. Bereits in der Testphase
konnte hierdurch eine signifikante Produktivitätssteigerung erzielt werden.
Gruber freut sich über den Erfolg, schaut aber –
wie wahrscheinlich jeder Berufsoptimierer –
schon auf die nächsten Herausforderungen: „Die
liegen darin, weiterhin gezielt nach prozessunterstützenden Hilfsmitteln zu suchen.“
Kontakt
Frank Erhardt
Senior Vice President Contract Logistics Germany
T +49.(0)5308.695-200
M +49.(0)174.1980-200
frank.erhardt@cevalogistics.com
MANN+HUMMEL Filter-Produkte
16 | CEVA Logistics CE
CEVA Logistics CE | 17
Innovative Solutions & Support
Strategie
Der konkrete Mehrwert
ist entscheidend
Die globale Erfassung von Ladungsträgerdaten ist die Voraussetzung für ein weltweites
Tracking & Tracing.
Ein gezielter Einsatz der RFID-Technik kann die Gestaltung logistischer Prozesse deutlich verbessern.
Neben dem Behältermanagement setzt CEVA die
RFID-Technik in Zukunft verstärkt zur Produktidentifizierung ein. Vor allem im Bereich der Medizintechnik oder in der Elektronikbranche gibt es eine
Reihe von Anwendungsmöglichkeiten.
„Immer dort, wo es um die Logistik für preislich
hochwertige Produkte oder auch das Thema Rückverfolgbarkeit geht, ergeben sich große Vorteile in
den Prozessabläufen, wenn die Produkte die be­
nötigten Informationen direkt mit sich führen“,
sagt Jürgen Vogel, als Director IS&S Central Europe
bei CEVA zuständig für das Thema RFID. „Allerdings müssen sich die Investitionen in RFID auch
rechnen und einen konkreten Mehrwert mit sich
bringen.“
Im Vordergrund stünden in erster Linie die Auto­
matisierung des Identifizierungsprozesses, die Erfassung von Artikel- und Bewegungsdaten sowie
die Material-und Palettenverfolgung entlang der
ge­­samten logistischen Prozesskette. Aber auch The­
men des übergreifenden Einsatzes von RFID mittels
webbasierter Kommunikationstechnik sind Themen, für die die CEVA-interne IT-Entwicklung praxistaugliche Lösungen zur Verfügung stellen kann.
18 | CEVA Logistics CE
Lückenlose Dokumentation
von Palettenbewegungen
Zahlreiche Praxisbeispiele belegen, wie durch den
gezielten Einsatz von RFID die Gestaltung logistischer Prozesse deutlich verbessert werden kann.
Erfolgreich umgesetzt hat CEVA bereits zahlreiche
Projekte in geschlossenen Kreisläufen der Automobilindustrie oder in der Energiebranche. So hat
man zum Beispiel für den Reifenhersteller Pirelli
mithilfe der RFID-Technik ein Behältermanagementsystem installiert, bei dem eine Datenerfassung bei jeder einzelnen Palettenbewegung erfolgt. Somit sind die Bewegungszahlen lückenlos
dokumentiert und auch gegenüber den Logistikpartnern eindeutig kommuniziert und nachweisbar. Darüber hinaus ist der aktuelle Bestand und
Standort sämtlicher Gestelle bekannt sowie Bewegungen zwischen den Lieferanten oder Verluste
der Gestelle klar auswertbar und darstellbar. Das
Verlustrisiko konnte außerdem deutlich reduziert
werden.
Für den Energie- und Transportkonzern Alstom
hat CEVA mit RFID die Palettenbewegungen in
einem globalen Umfeld aufgezeichnet. Die große
Herausforderung lag dabei in der Vielfalt der ein-
gesetzten Ladungsträger und damit verbunden
der unterschiedlichen Anbringung der RFIDChips. „Hier haben wir eine zentrale Datenplattform entwickelt, auf die die Daten sämtlicher
Standorte und Lieferanten mithilfe mobiler Endgeräte aufgespielt werden können“, erklärt Vogel.
„Durch die Verwendung des Internets und einer
Web-Applikation ist die Voraussetzung für ein
globales Tracking & Tracing geschaffen.“ Geringe
Kommunikationskosten, eine gute Stabilität und
der geringe Supportaufwand sind weitere Vorteile dieser Lösung.
Wechselwirkung mit anderen Techniken
„Bei der RFID-Technik geht es heute vor allem um
ein sinnvolles Miteinander der verschiedenen
Techniken und um das Suchen nach Mehrwerten
im Einsatz der Identifizierung mittels Datenfunk“,
so Vogel. „Aus meiner Sicht gibt es noch sehr große Potenziale, was den Einsatz der RFID-Technik
angeht – es fehlen allerdings nach wie vor die großen ganzheitlichen Umsetzungen entlang der gesamten Supply Chain.“ Die RFID-Technik bilde als
Bestandteil eines logistischen Gesamtkonzeptes
eine innovative Komponente in der Lagerlogistik
und im Transportbereich.
Auf eine zentrale Datenplattform können die Daten sämtlicher Standorte und Lieferanten
mithilfe mobiler Endgeräte aufgespielt werden.
Was bedeutet RFID?
RFID (Radio Frequency Identification) bezeichnet eine Funk-FrequenzIdentifizierung oder auch Identifizierung per Funksignal. Das Herzstück
der RFID-Technik ist ein winziger Computerchip mit Antenne. Dieser
wird in ein Trägerobjekt integriert, zum Beispiel in ein Etikett. Mit dem
auf dem Chip gespeicherten Nummerncode erhält jeder Gegenstand
eine unverwechselbare Identität.
(Quelle: RFID Konsortium GmbH, Soest)
CEVA Logistics CE | 19
Excellence & Quality
Excellence & Quality
Bis zum kleinsten
Arbeitsschritt
CEVA in Österreich
ist AEO-zertifiziert
LEAN Management ist ein laufender Prozess: „Einmal gestartet, gibt es kein Zurück mehr, dafür aber
ein stetiges Vorwärts für alle Beteiligten“, weiß Andy Glessner, Projektmanager und LEAN-Experte
Zentraleuropa vom CEVA Freight Management am Frankfurter Flughafen. Er hat auch den „Startknopf“ gedrückt für den Zertifizierungsprozess der ca. 50 Mitarbeiter in der Station und im Gateway.
Erleichterungen bei sicherheitsrelevanten Zollkontrollen
bringen vielfältige Vorteile auch für die Kunden.
Die CEVA Freight Austria GmbH ist als AEO
(Authorised Economic Operator = zugelassener
Wirtschaftsbeteiligter) in den Bereichen Zoll und
Sicherheit zertifiziert. Der Inhaber eines AEOS
(S steht für Sicherheit) oder AEOF (F steht für
Zoll + Sicherheit) erhält eine niedrigere Risikoeinstufung als andere Wirtschaftsbeteiligte. Somit
kann CEVA in Österreich mit Erleichterungen bei
sicherheitsrelevanten Zollkontrollen rechnen.
Die Vorteile der AEO-Zertifizierung sind:
• weniger Kontrollen und Dokumentenprüfungen
• vorrangig zu behandelnde Kontrollen von der
Zollbehörde im Falle einer Zollkontrolle
• Möglichkeit der Zollkontrolle an einem für den
AEO günstig gelegenen Ort
Neben diesen Zollvorteilen können durch auf Sicher­
heitsüberlegungen basierende Investitionen weitere „kollaterale“ Vorteile erzielt werden wie:
• geringere Diebstahls- und Verlustraten
• geringere Verzögerungen beim Versand
• bessere Planung und besseres Verständnis der Betriebsabläufe
• Kundenbindung
20 | CEVA Logistics CE
• Engagement der Mitarbeiter
• weniger Zwischenfälle im Bereich der Arbeitnehmersicherheit
• Prävention von Kriminalität und Vandalismus
• frühzeitige Problemerkennung durch die Mitarbeiter
• höhere Sicherheit und bessere Kommunikation
zwischen den Partnern der Lieferkette
Vor allem in Handelsregionen, die seit 9/11 ein besonders hohes Sicherheitsbewusstsein entwickelt
haben und die ihrerseits heimische Unternehmen
dazu angehalten haben, nur auf verlässliche
Handelspartner zurückzugreifen, kann das AEOSoder AEOF-Zertifikat insbesondere für europäische
Exporteure und Dienstleister einen erleichterten
Zugang zu neuen Aufträgen bedeuten.
Kontakt
Christian Vogt
Country Manager Austria
T +43.(0)2236.8006-100
F +43.(0)2236.8006-401
christian.vogt@cevalogistics.com
Der FRAport ist eine von vielen größeren CEVAStationen, die an einem internen Zerti­fizie­rungs­­
prozess („Developing to Basic“) teil­nehmen. Sie
müssen dabei bis 2012 ein „Basic“-Level er­
reichen, das erste von vier Levels, die insgesamt
35 sogenannte Metrics (Messeinheiten) beinhalten.
____ Gerade bei uns am
Flughafen in Wien ist es
für uns eminent wichtig,
mit vereinfachten Zollver­
fahren arbeiten zu können,
da dieser Standort gerade
für Importe wie auch Ex­-
porte von und nach Asia/
Pacific von überregionaler
Bedeutung ist. Ich bin
stolz darauf, dass wir hier
einer der ersten Logistiker
sind, die dieses geschafft
haben.
Christian Vogt, Geschäftsführer CEVA Freight Austria GmbH
Nachdem Andy Glessner das erste Assessment
im Sommer 2011 vorbereitet hatte, sorgten
Stationsleiter Julien Pelesic und Operations
Specialist Manuel Layunta für die komplette
Umsetzung der ersten Einheit mit sechs Basic
Metrics. Hier wurden bereits diverse Organisationsbereiche und -abläufe „durchleuchtet“ und
auf ihre Effektivität geprüft: Arbeitsanweisungen wurden in kleinste Schritte unterteilt, Managementprozesse und Ablagestrukturen der
Arbeitsplätze standardisiert, sodass jeder Mitarbeiter jeden anderen problemlos vertreten
kann. Auch die Effektivität der täglichen Meetings und die Sicherheitsvorschriften wurden
unter die Lupe genommen.
Bis zum Erreichen des vierten Levels als Vorbildstation, der sogenannten „show case site“,
ist es zwar noch ein langer Weg, aber die Ergebnisse des ersten Laufs in Frankfurt waren
mehr als ermutigend: „Während eine Station
normalerweise diese erste Phase mit einem
Score zwischen 9 und 18 % abschließt, haben
unsere Leute einen Score von 28 % erzielt“, be­
richtet Glessner stolz. Dabei verlieren sie das
eigentliche Ziel nie aus den Augen: die spür­bare
Steigerung der operationalen Effektivität – zum
Vorteil nicht nur der Station, sondern vor allem
der Kunden.
Kontakt
Andy Glessner
Project Manager
T 49.(0)69.48983-8000
M +49.(0)177.6501236
andy.glessner@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 21
Ceva Global
Ceva Global
Zweistelliges Wachstum
zusammen mit
unseren Global Players
CEVA sieht Wachstumspotenzial bei seinen Top-100-Kunden.
Zu den fünf globalen strategischen Zielen
von CEVA für die nächsten drei Jahre gehört
der weitere Ausbau des „Century Account Program“ für mehr als 100 ausgewählte Schlüsselkunden. Bei ihnen handelt es sich in der Regel
um große, weltweit agierende Produktionsoder Handelsunternehmen. Für das Geschäftsjahr 2010 zusammengenommen machten sie
mehr als die Hälfte des weltweiten CEVA-Umsatzes aus und stellen über Länder- und Produktgrenzen hinweg ein erstklassiges Wachstumspotenzial dar.
Für diese Top-100-Kunden werden mit einem
erstklassigen Kundenmanagement globale in­
tegrierte Supply Chain-Lösungen entwickelt,
umgesetzt und kontinuierlich optimiert. Das
Ziel: Den Anteil CEVAs an ihren Logistikkunden und somit den eigenen weltweiten Umsatz zu erhöhen. Zurzeit ist mehr als die Hälfte
des Umsatzes aus den Century Accounts zu
verzeichnen. Diesen Anteil möchte CEVA mit
dem Programm bis 2013 zweistellig steigern.
Voraussetzung dafür ist, dass der Leistungs-
22 | CEVA Logistics CE
umfang und die Qualität in allen Ländern, in
denen CEVA für diese Kunden tätig ist, gleich
stark sind.
Die Hauptelemente des „Century Account Program“ sind neben einem integrierten Ansatz
für die Bereiche Kontraktlogistik und Frachtmanagement weltweit aufgestellte Kundenteams. Gemeinsam mit den opera­tiven Ein­
heiten vor Ort sind sie für Service auf höchstem
Niveau, die Umsetzung von Mehrwertlösungen
und des CEVA-eigenen LEAN-Ansatzes verantwortlich. Getreu der CEVA-Philosophie einer
flachen Hierarchie und einer besonderen Kundennähe sind dedizierte Key Account Manager
mit globaler Verantwortlichkeit für diese TopKunden im Einsatz. Jeweils mit dem Kunden
durchzuführende Quartalsbesprech­un­gen, um
sicherzustellen, dass CEVA die Kunden­erwar­­
tungen kontinuierlich erfüllt oder übertrifft,
gehören hier zur Aufgabe. Sponsoren aus dem
höheren CEVA-Management fungieren auf
höchster Ebene als Ratgeber und unterstützen
sie hierbei.
Die neu aufgelegte Kundenbetreuung wird global gesteuert und unter Berücksichtigung regionaler Strukturen umgesetzt. Für Zentraleuropa
zeichnet Dr. Christopher Stoller, Director Global
Sales, mit Sitz in Frankfurt, verantwortlich für diesen wichtigen Baustein in der Erfolgshierarchie
von CEVA. Er beschreibt die konkrete Auswirkung
für die Top-Kunden: „Wir stellen speziell für sie
ein engagiertes Team zusammen, das sich voll
und ganz darauf konzentriert, die weltweiten Geschäfte der Kunden zu verstehen, und sie dann,
auf diesem Verständnis basierend, darin unter­
stützt, bei all ihren Supply Chain-Aktivitäten
höchst effizient zu sein.“ Für das Selbstverständnis von CEVA ist hierbei wichtig, dass sowohl regional als auch lokal die Kunden mit derselben
Zielrichtung betreut werden.
Dr. Christopher Stoller
ist seit Anfang 2010 bei CEVA als Director Global Sales für Zentraleuropa
tätig. Vom Standort Frankfurt aus nimmt er im Bereich Business Develop­­
ment unter anderem die Betreuung und Akquisition von Schlüsselkunden
wahr. CEVA sieht er als Global Player mit dem Potenzial, sich im größten
europäischen Logistikmarkt weiterhin zu behaupten und zu wachsen,
indem es von seinen internationalen Netzwerken profitiert.
Kontakt
Dr. Christopher Stoller
Director Global Sales CE
T +49.(0)69.48983-6800
christopher.stoller@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 23
Ceva Global
Strategie
Vorbei sind die Zeiten, als Container noch eine Art
Black­box waren. Heute erwarten die Kunden zu Recht
ein Maximum an Transparenz und Visibility. CEVA sorgt
mit seiner global präsenten Organisationseinheit SCS
dafür, dass den Kunden alle wichtigen Dokumente und
Informationen zum Status eines Transports schnellstens
online zur Verfügung stehen – Tag und Nacht.
Volle Transparenz
in der globalen
Lieferkette
Exzellentes Know-how und bewährte Best-Practice-Lösungen
sollen Kunden weltweit zur Verfügung stehen – dieser Anspruch
war für CEVA ein Grund mehr, die Organisationseinheit Supply
Chain Solutions (SCS) zu schaffen.
Mit SCS werden vor allem interkontinentale und
multimodale Lieferketten transparenter und
effizienter. „Früher war ein Container mit Mate­
rial während des Seetransports häufig eine Art
Blackbox“, erinnert sich Jan Martin Witbreuk,
der als Executive Vice President SCS leitet. „Der
Kunde wusste nicht, wo sich der Container ge­
rade befindet und was er enthält. Mithilfe von
SCS beantworten wir heute alle diese Fragen.
Der Kunde kann exakt feststellen, welches Produkt in welchem Container liegt und wo sich die
Box befindet. So schaffen wir ein Maximum an
Transparenz und erhöhen die sogenannte Visibility. Auf diese Weise kann er die Ware bei Bedarf schnell umdisponieren.“ Alle Daten, die der
Kunde für eine fundierte Entscheidung benötigt,
erhält er von CEVA. Der Wert dieser Informationen lässt sich häufig in Euro und Cent bemessen:
Vermeidet der Kunde durch rechtzeitiges und er-
24 | CEVA Logistics CE
folgreiches Umsteuern einen Lufttransport oder
gar den Stillstand der Produktion, spart er eine
Menge Geld.
CEVA Control Tower weltweit
Herzstück von SCS sind zwölf sogenannte Control
Tower mit insgesamt 200 Logistikexperten, die
durch das IT-System „Matrix™“ verbunden sind.
CEVA hat die Standorte so über den Globus und
seine Zeitzonen verteilt, dass SCS Warenströme
rund um die Uhr beobachten und steuern kann.
Auf diese Weise realisiert CEVA ein Plus an Visibility und verbessert das Management von Beständen, Lieferanten und Dienstleistern entlang der
Supply Chain. Vor- und Nachlauf des Seetransports lassen sich ebenfalls optimieren: „Erhalten
wir den Auftrag, Ware bei einer Fabrik in China
einzusammeln, können wir die Abholung so legen, dass die Güter noch das nächste Schiff
CEVA Logistics CE | 025
Ceva Global
Freight Management
Weg zum Informationsaustausch
in Echtzeit.
Jan Martin Witbreuk leitet als Executive Vice President die neue
CEVA-Organisationseinheit Supply Chain Solutions ( SCS).
Aktuelle Statusinformationen online
Durch die nahtlose Integration in die Systeme
des Kunden stellt CEVA alle wichtigen Dokumente und Informationen zum Status eines
Transports schnellstens online zur Verfügung.
Mit „Matrix™“ verfügt das Unternehmen über
eine leistungsfähige technische Plattform. „Wir
sind im IT-Sektor auf dem Weg zum Informationsaustausch in Echtzeit“, meint Witbreuk. „In
Zukunft werden Dokumente wie Bestellungen,
Buchungen und Bestätigungen innerhalb kürzester Zeit online abrufbar sein. Dasselbe gilt
26 | CEVA Logistics CE
CEVA
Musik
hat den
(f)liegt in
Bogen raus der Luft
Ein Helikopter-Transport der besonderen Art
Die manroland AG ist ein führender Hersteller von Drucksystemen und Weltmarktführer
im Rollenoffset. Im Geschäftsbereich Bogendruckmaschinen unterhält manroland Inc. in
den USA ein Lager für Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien. Seit April 2011 betreibt
CEVA für die manroland AG ein neues zusätzliches Lager in Chicago – mit der FTZ-Genehmigung für den Status als Freihandelszone.
Einen Hubschrauber von Amerika nach Deutsch­
land per Schiff zu transportieren, ist keine logistische Herausforderung. Ganz anders sieht das
schon aus, wenn der Empfänger gleich nach
Empfang des Helikopters im Ankunfts­hafen mit
seiner Neuerwerbung abheben möchte ...
____ Wir sind im IT-Sektor auf dem
nach Europa erreichen“, erklärt Witbreuk. „Das
spart Zeit und senkt die Kosten.“ Mehr Transparenz und Zuverlässigkeit verringern den Bedarf für
Pufferbestände und reduzieren das gebundene
Kapital. Nicht zuletzt kann der interkontinentale
Warenfluss in stärkerem Maße umweltfreundlich
und kostengünstig per Seefracht abgewickelt
werden. Der schnelle, aber teure Lufttransport
wird vielfach überflüssig.
Roll-on,
Roll-off,
Take-off!
für Statusmeldungen von sämtlichen Stationen
entlang der Logistikkette.“ SCS wird damit noch
stärker zur zentralen Anlauf- und Auskunftsstelle
für den Kunden.
Best Practice für alle Kunden
Entstanden ist SCS durch eine interne Umstrukturierung. Mitarbeiter, Prozesse und Technik waren längst vorhanden, denn die einzelnen Aufgaben übernimmt CEVA bereits seit vielen Jahren.
Neu ist die Zusammenführung von Experten und
Know-how in einem Unternehmensteil. Bei­
spielsweise steht das Wissen der AutomotiveFachleute von SCS jetzt Kunden weltweit zur Verfügung. „Wir wollen Best Practices aus einem
Sektor global nutzbar machen. Das führt zu einer
Standardisierung von Abläufen und ermöglicht
noch bessere Leistung zu niedrigeren Kosten“, so
Witbreuk. Auch in der Logistik gilt nach seinen
Worten eine „80:20“-Regel: Vier Fünftel des benötigten Know-hows sind Standard, der Rest ist
Spezialwissen. Durch die Bündelung der Expertise
bei SCS erhält der Kunde Zugriff auf das speziell
für sein Geschäft relevante Know-how – unabhängig davon, wo er tätig ist und in welchem Teil
der Welt der zuständige CEVA-Fachmann seinen
Schreibtisch hat.
Wachsendes Interesse
Im Mai 2011 hat CEVA die Gründung von SCS
offiziell bekannt gegeben, heute nutzen bereits 40 global tätige Unternehmen die neue
Einheit für die „End-to-end“-Steuerung ihrer
interkontinentalen, multimodalen Lieferketten.
So organisiert SCS für den Automobilhersteller
General Motors die Beschaffungslogistik und
den Transport von Ersatzteilen. Zunehmend
interessieren sich auch solche Kunden für SCS,
die bisher nur einzelne Leistungen aus den
Bereichen Kontraktlogistik und Frachtmanagement abgerufen haben – für sie bedeutet die
Kombination von effizienter Abwicklung des
physischen Handlings mit maximaler Visibility
einen echten Mehrwert.
CEVA erhielt im Frühjahr 2011 vom TrigemaChef Wolfgang Grupp den Zuschlag für die
Verladung eines nagelneuen Bell-Helicopters
im Warenwert von 3,6 Mio. $. Die Abfertigung
in den USA erfolgte Ende Mai 2011, der Transport wurde am 14.06.2011 im Hamburger
Hafen erfolgreich beendet. Importseitig und
im Kundenkontakt waren vonseiten CEVA Ingo
Schröder und Wadim Feldser verantwortlich:
„Die Roll-on-Roll-off-Verschiffung lief ohne Zwischenfälle.“ Die entscheidende Phase im Hamburger Hafen wurde minutiös durch das Team
von Wadim Feldser geplant, der die Aktion
importseitig federführend abwickelte: vom Antrag auf Starterlaubnis für den Hubschrauber
bei der Stadt Hamburg bis hin zur Abfertigung
zum freien Verkehr und der Beschaffung der
Zugangsberechtigung zum Hafen für Piloten
und Montageteam. Letzteres bestand aus BellTechnikern, die in einer Sperrzone im Hafen die
Rotorblätter montierten und den Helikopter
startklar machten, sodass es für den neuen
Besitzer des Helikopters nun hieß: Ready for
take-off!
Die internationale Fluganbindung und die Nähe
zu manroland USA waren die Hauptgründe für
den Standort in Chicago. Das CEVA-Lager in Elk
Grove Village verfügt über 800 qm Lagerfläche
und wird per Luft- und Seefracht von der manroland AG, Offenbach aus befüllt. Zurzeit hat CEVA
für manroland ca. 7.000 Artikelnummern für den
Bogendruck eingelagert.
„Entscheidend für den Kunden war unser Konzept
der Freihandelszone – für CEVA in Chicago war
dabei die Genehmigung des FTZ-Status Neuland“,
erläutert CEVA-Manager Aike Voelker. In der zehntägigen „Go live“-Phase mit Workshop begleitete
er den Kunden vor Ort in Chicago.
Durch den FTZ-Status des Lagers ergeben sich
wesentliche Vorteile. So fallen die bei Einfuhr in
die USA zu entrichtenden Einfuhrabgaben, wie
Zölle und Steuern, nicht sofort an. Erst wenn
Teile aus der FTZ in den US-amerikanischen
Markt geliefert werden, können sie summarisch
angemeldet werden, beispielsweise einmal pro
Woche. Bei Ausfuhr in Empfangsländer außerhalb der USA fallen hingegen keine Abgaben
an, da die Ware den amerikanischen Wirt­
schafts­raum wieder verlässt. Schließlich ergeben
sich bei Lieferungen nach Südamerika aufgrund
der günstigen Zeitverschiebung bessere Reak­
tionszeiten.
Ladung: 25 Aluboxen, Gesamtgewicht: 1.590
Kilogramm, Gesamtwert des Inhalts: 94.500
Euro. Erster Bestimmungsort: Frankfurt Airport. Distance to destination: 5.592 Miles.
Der Pilot des Airbus A380 kontrolliert die
Instrumente. Allerdings sind es nicht die 25
kostbaren Musikinstrumente, die im Bauch
des Jets schlummern ...
... des Rätsels Lösung: das Symphonieorchester
der Volksoper Wien ist unterwegs zu seinem
alljährlichen Neujahrskonzert – nicht das legen­
däre in Wien, sondern die Gastspielversion in
der Suntory Hall im 9.000 Kilometer entfernten
Tokio.
Die logistische Ouvertüre zu der konzertierten Aktion begann jedoch schon drei Monate vor dem
mu­­­si­­kalischen Neujahrsgruß. Denn schließlich
herrscht zum Jahreswechsel Rushhour in der Luft –
da gehört sorgfältige Planung zum guten Ton. „Die
hochwertigen Instrumente waren keine einfache
Fracht: Neben der Stoßsicherheit musste auch
eine gleichbleibende Temperatur garantiert werden“, so Peter Rainer, CEVA Operations Manager
in Wien. Nicht weniger als 25 Instrumente – vom
70-Kilo-Kontrabass bis zur Stradivari-Geige – wurden direkt vom Konzertsaal abgeholt und mittels
Spezial-LKW nach Frankfurt überführt. Wohltemperiert und sorgsam verpackt, traten sie dort ihre
Reise nach Tokio an, wo die kostbaren Einzelstücke unversehrt auf ihre Besitzer warteten – bereit
für die musikalische Ouvertüre.
Kontakt
Aike M. Voelker
Global Sales Manager Germany
T +49.(0)69.6964-1481
M +49.(0)172.6399751
Aike.Voelker@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 27
Freight Management
Freight Management
____ An erster Stelle steht die Weiterentwicklung und
ständige Optimierung des Customer Service in der Fläche.
„Freight Management
ist ein Netzwerk-Thema“
Ein Interview mit Stefan Fallet, CEVA Vice President Freight Management CE.
triangle: Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit liegt in der
Weiterentwicklung des Freight ManagementGe­schäfts in Deutschland. Was haben Sie sich
da konkret vorgenommen?
Stefan Fallet: An erster Stelle steht die Weiterentwicklung und ständige Optimierung des Customer Service in den Stationen, das heißt in der
Fläche. An diesem Ziel orientiert sich der zweite
Schwerpunkt: Wir werden unsere Prozesse in­
dustrialisieren, das bedeutet, bestmöglich optimieren und standardisieren. Dadurch wiederum
stärken wir unsere eigene Organisation und vereinfachen den Ablauf für unsere Kunden.
____ Wir haben eine gute
Kundenbasis, für die wir
weitere Benefits kreieren
werden.
triangle: Was bedeutet das für die Zusammen­
arbeit von Deutschland mit Österreich und der
Schweiz?
Stefan Fallet: Auch hier gilt es, durch einen re­
gionalen Fokus einfacher und effizienter zu
werden. Dazu gehört vor allem, dass wir für den
Kunden integrierte Lösungen aus Frachtma­
na­gement und Kontraktlogistik schaffen und
anbieten, wobei wir die Zahl der internen
28 | CEVA Logistics CE
Schnittstellen reduzieren und uns noch effi­zien­
ter organisieren, um diese Lösungen optimal zu
gestalten.
triangle: Wie schätzen Sie die aktuelle Lage des
Frachtgeschäfts in Zentraleuropa ein?
Stefan Fallet: Die Situation ist immer von der Entwicklung des Welthandels abhängig. CEVA ist
hier inzwischen so gut aufgestellt, dass wir auch
in einem derzeit schwierigen wirtschaftlichen
Umfeld wachsen können. Wir haben uns fokussiert und sind mit unserem Team gut positioniert.
triangle: Wo sehen Sie gute Chancen für ein
Wachstum im Frachtgeschäft?
Stefan Fallet: Wachstumsmöglichkeiten sehen wir
vor allem im Ausbau unserer Kern-Handelsver­
kehre (key tradelanes), insbesondere mit Korea,
Japan, China, Nordamerika, Brasilien und im Mitt­
leren Osten. Das gilt speziell im Seefrachtbereich,
aber auch in der Luftfracht wollen wir für die Kunden verstärkt LCL-Lösungen entwickeln und anbieten sowie die Frequenz unserer Luftfrachtkonsolidierungen (Air Value Service) steigern.
triangle: CEVA hat in seiner globalen Strategie bis
2013 die Seefracht als Wachstumspriorität ausgewiesen. Welche Aktivitäten sind geplant, um die
gesteckten Ziele in Zentraleuropa zu erreichen?
Stefan Fallet: Zum einen werden wir hier die integrierten Lösungen aus Frachtmanagement und
Kontraktlogistik ausbauen. Zum anderen wollen
wir Mehrwertlösungen weiterentwickeln und ver­
stärken, zum Beispiel in den Bereichen LCL, Control Tower, Tracking & Tracing und Supply Chain
Visibility. Das alles geschieht mit dem Ziel, unsere internen Prozesse zu optimieren, um für den
Kunden die Abwicklung zu vereinfachen. Dazu
gehört auch, dass wir wegkommen von der nur
länderbezogenen Geschäftspolitik und das Seefrachtgeschäft stärker auf Zentraleuropa gesamt
fokussieren. Die Voraussetzungen sind sehr gut:
Wir haben eine gute Kundenbasis, für die wir
weitere Benefits kreieren werden, und wir haben
momentan bei CEVA in Zentraleuropa ein zweistelliges Wachstum im Seefrachtgeschäft. Wir
sind also auf dem richtigen Weg.
triangle: Zu den globalen Qualitätsprioritäten
von CEVA gehört das Programm UNO, in dessen
Rahmen die Geschäftsprozesse im Frachtmanagement durch Standardisierung vereinheitlicht werden sollen, um optimale Ergebnisse in
Service und Finanzabwicklung zu erzielen. Können Sie uns erläutern, was dies speziell für Zentraleuropa bedeutet?
Stefan Fallet: UNO ist ein zentral- und globalstrategisch organisiertes Programm, das auf der taktischen Ebene in den Ländern und bis herunter
zu den Stationen praktisch umgesetzt wird. Entscheidend ist die Frage, wie sich die Länder und
Stationen wiederum ins gesamte Netzwerk inte-
grieren, denn Freight Management ist ein Netzwerk-Thema. Das alles geschieht immer unter
dem Blickwinkel: Wie können wir den Kunden
die optimale Lösung liefern?
____ Wir haben unsere
Hausaufgaben gemacht
und sind gut positioniert.
triangle: Wie weit ist CEVA in Zentraleuropa bis
jetzt mit der Standardisierung der Prozesse gekommen und wie geht es weiter?
Stefan Fallet: Wir befinden uns in 2011 in ein­
zelnen Stationen in den Pilotphasen und gehen
2012 in Deutschland in den Flächen-Rollout.
Dabei spielen viele Einzelbereiche wie Pricing,
Fracht-Rooting und Produktmanagement etc.
eine wichtige Rolle.
triangle: In welchen Bereichen wollen Sie persönlich in Ihrer Funktion bei CEVA besondere Akzente
setzen?
Stefan Fallet: Zum einen im Customer Service, zum
anderen möchte ich den Fokus auf die Handels­
verkehre (tradelanes) richten. Drittens möchte ich
eine hohe Effizienz und Optimierung unserer Prozesse erreichen und viertens ein qualitatives
Wachstum und Weiterentwicklung beim Personal.
triangle: Welche Herausforderungen sehen Sie in
den nächsten Jahren für das Frachtmanagement?
Stefan Fallet: Die erste Herausforderung ist die
Entwicklung des Bedarfs und des Marktes in Relation zur Entwicklung der Kapazitäten. Hier gilt es,
die „Schere“ zwischen beiden zu beobachten und
entsprechend zu agieren. Die zweite große Herausforderung liegt im Bereich der Skills: Es geht
darum, gut ausgebildete Leute zu finden und die
vorhandenen Mitarbeiter weiter zu qualifizieren.
triangle: Welche Rolle spielen Umweltaspekte
heute im Frachtmanagement?
Stefan Fallet: Die Gesetzgeber werden immer
stärker auf Aspekte wie CO2- Bilanzen achten,
hier wird es definitiv eine direkte oder indirekte
Besteuerung geben, die Frage ist nur welche
und in welcher Höhe. Höhere Benzinsteuern erfordern noch stärkere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz: Die erreichen wir zum
einen durch ein optimales Planen – inklusive
der einzelnen Entscheidung für See- oder Luftfracht – und zum anderen durch den Einsatz
effizienterer Maschinen in den Flotten.
Kontakt
Stefan Fallet
ist seit Juli 2011 CEVA Vice President
Freight Management Central Europe.
In seiner neuen Position wird er entscheidend zur Weiterentwicklung des
Freight Management-Geschäfts
von CEVA in Deutschland sowie der
kombinierten Geschäftstätigkeiten
im Bereich Freight Management
und Contract Logistics von Österreich und der Schweiz beitragen.
Stefan Fallet ist seit mehr als 18
Jahren in der Logistikbranche tätig.
Er begann seine Karriere als ITLogistikunternehmer in enger Zusammenarbeit mit Kühne and Nagel. Bevor er zu CEVA wechselte, war
er bei DHL beschäftigt. Dort übte
Stefan Fallet verschiedene verantwortungsvolle Funktionen in den
Bereichen Business Development,
Strategie, Finanzintegration und
Change Management aus.
Zuletzt war er als Country Manager
in Dubai tätig.
Stefan Fallet
Vice President Freight Management CE
T +41.(0)44.269-6466
M +41.(0)79.355-5299
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CEVA Logistics CE | 29
Freight Management
Freight Management
Geht nicht
gibt’s nicht!
CEVA Charter Services überzeugt international operierende
Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen.
Die Verladung und der Transport eines tonnenschweren und über 20 Meter langen Bauteils für
eine Bohrinsel, die schnellste Lieferung kleiner
Steck­verbindungen für elekronische Bauteile per
OBC oder die vorher nicht planbare Lieferung einer
neuen Steuerhardware für die Spielkonsole nach
Markteinführung: Für jede noch so knifflige Aufgabe
findet CEVA Charter Services eine passende Lösung.
Dabei kennen die weltweit (ko-)operierenden
Teams keinerlei Grenzen: weder technische noch
logistische – weder geografische noch branchenspezifische. Ob Automotive, Technology oder
Industrial-Kunden: „Für die ebenfalls international
agierenden Konzerne und Firmen ist es besonders
wichtig, dass sie bei uns für jedes Charter-Projekt
einen einzigen Ansprechpartner haben“, betont
Sonja Graesslin, Marketing & Business Development Managerin für CEVA Charter Services in
Basel (CH). Die folgenden Beispiele zeigen die be-
30 | CEVA Logistics CE
eindruckende Bandbreite der maßgeschneiderten
Lösungen im Bereich Charter Services – von der
Aircraft Charter bis zum On Board Courier (OBC).
Für alle gilt: Geht nicht gibt’s nicht!
Rekordverdächtige Logistik
Zuerst waren zehn große Transportflüge geplant,
um die neue Steuereinheit der Spielkonsole rechtzeitig zur Produkteinführung im Vorweihnachtsgeschäft an ihre Bestimmungsorte in den USA und
Europa zu bringen. Doch dann lief der Verkauf so
rasant an, dass es aufgrund viel größerer Stückzahlen 48 Flüge von September bis Dezember wurden. Diese erreichten, trotz wetterbedingter Widrig­
keiten bei manchen Flügen, erfolgeich ihre Ziele –
dank extrem flexibler Planung und Sicherheitsvorkehrungen bei der Anlieferung. Anfang März 2011
konnten die Hersteller stolz vermelden, dass bereits
über 10 Millionen Stück verkauft wurden, und mit
einem Durchschnitt von über 133.000 Einheiten in
den ersten zwei Monaten stellte man sogar einen
neuen Guinness-Rekord auf. Auch dazu hat CEVA
Charter Services einen kleinen Beitrag geleistet ...
Ein wahrer Schwer-Transport
Bohrinseln sind wahre Wunderwerke der Technik,
doch diese Technik muss ja zunächst über weite
Strecken angeliefert werden. Wie bringt man zum
Beispiel ein 21 Meter langes und 17 Tonnen schweres Bohrungsgerät durch das Bugladetor einer
B747? Gar nicht, meinte das beauftragte Frachtunternehmen und verwies auf die Überlänge der
Bohrstange. Gar nicht gibt’s nicht, sagten sich die
Experten von CEVA und erarbeiteten innerhalb
einer Woche die Lösung: Zwei Hebekräne hievten
das Teil in den Jumbo-Jet. Das überzeugte auch
den Lademeister. Der Kunde freute sich schließlich,
dass eine pünktliche Lieferung doch noch möglich
war. Und CEVA empfahl sich als Problemlöser für
„schwere“ und komplexe Ladeszenarios.
Notfall-Logistik für Industrial-Kunden:
CEVA verbindet
Manchmal entscheiden „Kleinigkeiten“ über das
Funktionieren einer Technik, zum Beispiel die
passende Steckverbindung zwischen zwei Hardware-Geräten. Wenn die nicht rechtzeitig zur
Hand ist, wird das fehlende Teil zum Handycap.
Schnelle Lieferung ist hier gefragt. So hat CEVA
für einen führenden Hersteller von Steckverbindungen und Verbindungssystemen für elektro­
nische Bauteile eine Lösung mit On-Board-Courier-Lieferungen (OBC) für diese Teile realisiert:
Schnellstmögliche Lieferung der Ware von überall nach überall mit dem ersten verfügbaren
Flug. Hier ist perfektes Timing das A & O. Das
Charterteam erarbeitet die schnellste und effizienteste Transportroute, bucht die entsprechenden Verbindungen ein und bestätigt diese dem
Kunden inklusive der für die Abwicklung nötigen
Kontaktdaten des Kuriers, sodass er mit diesem
jederzeit in Verbindung treten kann. Der Kurier
holt sofort nach Buchung die Ware von einem
der Produktionsstandorte in Europa, Amerika
und Asien ab. Von dort aus fährt er direkt zum
Flughafen, checkt als Erstes ein, rechnet das
Übergepäck ab und erledigt die Zollformalitäten. Am Zielort angekommen, übergibt er kurz
nach der Landung der Maschine die Ware an
den Empfänger. Von der Buchung bis zur Übergabe wird der Kunde dabei per „Live Updates“
über jeden Schritt per E-Mail informiert. 300
solcher OBC-Jobs erledigte das Charter Services
Team von CEVA für den Kunden – und empfiehlt
sich damit für alle Industrial-Kunden, die eine
gut funktionierende Notfall-Logistik benötigen.
einem erfolgreichen Probelauf beauftragte dieser CEVA mit einem Small-Charter-Auftrag, wobei hier die CEVA-Teams aus Tschechien und
Ungarn zum Zuge kamen, wo die Automobilindustrie boomt. Entscheidend für den Auftrag
war, dass CEVA hier den besten Service zum besten Preis anbieten konnte. Innerhalb von zwei
Monaten wurden 30 Einzelflüge durchgeführt.
Die Last-Minute-Lieferungen sind meist die einzige Möglichkeit, einen drohenden Produktionsstopp beim Automobilhersteller wegen fehlender Teile zu vermeiden.
Last-Minute-Lieferungen
verhindern Produktionsverzögerungen
Um wichtige „Kleinigkeiten“ ging es auch bei
dem Auftrag eines Automobilzulieferers. Nach
CEVA Charter Services
Kontakt
24/7 Hotline: +352 270 357 9222
Charters: charters@cevalogistics.com
On Board Couriers: obc@cevalogistics.com
CEVA Logistics CE | 31
Automotive
Verantwortung & Engagement
Helfen
macht Schule
Wie ein CEVA-Mitarbeiter ein Hilfsprojekt im Senegal startete, das inzwischen weite Kreise zieht.
Dass Logistik nicht nur Wirtschaftsgüter von A
nach B transportiert, sondern auch gefragt ist,
wenn es darum geht, Hilfsgüter in Bewegung zu
setzen, weiß jedes Kind – schließlich sehen wir es
tagtäglich im Fernsehen. Wie man mit Stift und
Papier schreibt, weiß auch jedes Kind. Aber nicht
jedes Kind hat selbstverständlich solche Schreib­
utensilien zur Verfügung. Die Kinder im Dorf Loboudou Doué im Senegal zum Beispiel, aus dem
auch Baye Fara Sall stammt. Der CEVA-Mitarbeiter begann vor einigen Jahren zunächst im privaten Kreis, dann auch bei Kollegen, Schreibutensilien und weitere Sachspenden zu sammeln. Die
brachte er dann für die Grundschule des 3.500
Einwohner zählenden Dorfes mit.
Baye Fara Sall, der übrigens im Wareneingang am
EMI-Leitstand der CEVA-Standort Eppertshausen
Hilfsprojekt
Grundschule in
Loboudou Doué
im Senegal
• Lage des Dorfes: im Norden des Landes,
Einwohner: ca. 3.500
• Grundschule: 343 Schüler/-innen (243 Mädchen / 105 Jungen);
13 Lehrer; insgesamt 12 Klassenräume;
davon 6 aus Zement und 6 aus Gras erbaut.
• Collège: 94 Schüler/-innen; 3 Lehrer; insgesamt 3 Klassen
032 | CEVA Logistics CE
arbeitet, beschreibt die damalige Situation der
Schule: „In den Klassen mangelte es vor allem an
didaktischen Mitteln wie etwa an Stiften, Schreibblöcken und Ähnlichem.“ Um den 343 Kindern an
der Grundschule von Loboudou Doué noch besser helfen zu können, wandte sich Baye Fara Sall
auch an das Management. Mit Erfolg: Inzwischen
bekommt er Unterstützung von CEVA und selbst
vom Kunden EMI. So stellte der CEVA-Standort
Eppertshausen kürzlich 28 Computer zur Verfügung. EMI Mitarbeiter (Uden, Holland) spendeten
einen Geldbetrag von 450 Euro und vier Paletten
Merchandising-Artikel. Diese sollen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verkauft und der Erlös der
Verkaufsaktion an das Schulprojekt gespendet
werden. Zusätzlich stellte auch EMI PCs und einen
Server zur Verfügung.
Die Bildungssituation
• 60 % der Bevölkerung sind Analphabeten.
• 53 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.
• 58 % der Bevölkerung sind unter 20 Jahre.
Analphabetismus und Armut sind eng miteinander verbunden.
Im Senegal besteht eine Schulpflicht für alle 6-12-Jährigen. Aber auf dem
Land gibt es nicht genügend Schulen. Mangels Infrastruktur können nur
die Kinder eine Schule besuchen, die für sie zu Fuß erreichbar ist. Haben
die Kinder die Möglichkeit, eine Schule in ca. drei bis sieben km Entfernung besuchen zu können, sind sie sehr froh und stolz; aber der Heimweg
erfolgt dann meist ohne Essen in der Mittagshitze. Die Situation ist sehr
unterschiedlich, je nach den finanziellen Mitteln der Eltern und dem Engagement der Gemeinden.
Sponsor der Aktion
Frank Erhardt
Senior Vice President Contract Logistics Germany
T +49.(0)5308.695-200
M +49.(0)174.1980-200
frank.erhardt@cevalogistics.com
Mauretanien
Die Situation im Senegal
Der Senegal
Lage: Westspitze Afrikas
Fläche: 196.772 km2
Einwohner: 11.759.000
Hauptstadt: Dakar
Städte: Thies, Saint Louis, Kaolack, Ziguinchor
Amtssprache:Französisch
Währung: CFA; 1 € = 655,957 CFA-Franc
„Unser Ziel ist es, einige Klassenräume zu modernisieren und einen Computerraum zu erbauen“,
so Baye Fara Sall Anfang August 2011. Knapp
drei Wochen später konnte er freudig vermelden:
„Wir erhalten heute zehn Computer mit Tastaturen und Bildschirmen. Nun sind wir in der Lage, ab
Oktober zwei Computerräume einzurichten!“ Was
ein einzelner vor Jahren begann, zieht nun weite
Kreise: Helfen macht Schule!
Lake Rkiz
Loboudou Doué
Podor
t
Parc
national
du
Diawling
t
Parc national des
oiseaux du Djoudj
Rosso
N2
Dagana
N2
Lac de
Guiers
t
Reserve
de Faune
du Ndiael
t
Reserve
Sylvo-Pastorale
de Sogobe
St. Louis
t
Reserve
Sylvo-Pastorale
des Six Forages
N2
Louga
Senegal
t
Reserve
Sylvo-Pastorale
de Rhadar
CEVA Logistics CE | 033
Verantwortung & Engagement
Verantwortung & Engagement
CEVA
engagiert
sich in
einem
Projekt
zur Leseförderung
Das Projekt „Mein Papa liest vor“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen und
„hessenstiftung – familie hat zukunft“. Es
unterstützt erfolgreich die familiäre Vorlesekultur von Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Auch CEVA Logistics nimmt an dem
Projekt teil, um die familienfreundliche Unternehmenskultur zu fördern.
Schon seit einem Jahr läuft der innovative Vor­
lese-Service „Mein Papa liest vor“, der in Unternehmen beschäftigte Väter dazu animieren soll,
ihren Kindern mehr vorzulesen. Es ist wichtig, dass
die Eltern bestimmte Entwicklungsprozesse besonders unterstützen und gerade Geschichten
und Bücher helfen dabei, den Kindern neue Welten und fremde Kulturen zu eröffnen. Dadurch
werden bei Kindern die Kommunikationsfähigkeit und Lesekompetenz nachhaltig gefördert.
Wenngleich moderne Väter mehr denn je aktiver an der Erziehung und am Leben ihrer Kinder
teilhaben möchten, gibt es Bereiche im Familienleben, in denen es noch nicht ausreichend
ist. Dazu gehört ein zentraler Aspekt der Sprachund Leseförderung: das Vorlesen. Aus diesem
Grund unterstützt CEVA das Projekt der Stiftung
Lesen und der hessenstiftung – familie hat zukunft, indem sie die Praxistipps zum Vorlesen
und die wöchentlich durch die Stiftungen zur
Verfügung gestellten Geschichten zum Download im firmeneigenen Intranet veröffentlicht.
Somit werden die beschäftigten Familienväter
dazu animiert, einen noch aktiveren Part in der
Erziehung und Familienarbeit zu übernehmen.
„Nur jeder zehnte Vater ist ein Vorlese-Vater –
und in 42 Prozent aller Familien wird nur sel­ten
oder gar nicht vorgelesen“, so Dr. Jörg Maas,
Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, und
weist darauf hin, dass „eine lebendige Vor­
lesekultur die Grundlage für erfolgreiche Lese­­
förderung bildet – und damit für die Ver­mitt­
lung einer bildungspolitisch wichtigen Grund­kompetenz.“ Dies verdeutlicht, wie wichtig es
ist, das Vorlese-Engagement von Vätern zu
fördern und somit eine weitere Voraussetzung
zu schaffen, die Vater-Kind-Bindung zu inten­
sivieren.
„In diesem Projekt sehen wir eine hervorragende Möglichkeit, die zahlreichen jungen
Eltern in unserem Unternehmen in ihren Aufgaben positiv zu unterstützen. Wir sind fest
davon überzeugt, dass sich eine Beteiligung
nachhaltig auf unsere Unternehmenskultur
auswirken wird“, so Sigrid Bidell, Personalleiterin von CEVA in Zentraleuropa. Somit ist
CEVA ein weiteres von mehr als 50 Unternehmen, die dieses Angebot hessen- und bundesweit nutzen.
Sigrid Bidell, Personalleiterin
für CEVA in Zentraleuropa
Vielfalt und
Einbeziehung aller
Mitarbeiter ist die
Erfolgsbasis
Die organisatorische Fähigkeit und Schlagkraft eines weltweit tätigen Unternehmens
wie CEVA hängt von den Qualitäten und Fähigkeiten seiner Mitarbeiter ab. „Organisational Capability“ gehört deshalb zu den strategischen Prioritäten der kommenden Jahre.
Dabei sind die Faktoren „Diversity & Inclusion“,
also Vielfalt und Einbeziehung aller Mitarbeiter,
die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg, wie John Pattullo, CEO von CEVA betont:
„Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter mit der
höchsten Performance zu gewinnen, sie zu motivieren und weiterzuentwickeln. Wir können unser
volles Potenzial nur erreichen, wenn wir unseren
besten Talenten auf allen Gebieten den Weg an
die Spitze ermöglichen.“
Die wichtigsten Bausteine sind hierbei Mitarbeiterentwicklung, Mitarbeitermotivation, Managemententwicklung, Effektivität der Organisation
und Mitarbeitergewinnung.
„Unsere größte Stärke sind unsere Mitarbeiter,
vom Staplerfahrer über den Frachtmanager bis
zum Verfahrenstechniker. Wir sind stolz auf sie
und wollen sie durch gezielte Entwicklungsmöglichkeiten dabei unterstützen, sich bedarfsgerecht auf alle gegenwärtigen und zukünftigen
Anforderungen vorzubereiten, Herausforderungen erfolgreich zu meistern und damit die bestmögliche Dienstleistung für unsere Kunden zu
erbringen“, beschreibt Sigrid Bidell, Personalleiterin für CEVA in Zentraleuropa, eines der wichtigsten strategischen Projekte zur Erreichung des
Zieles, das renommierteste Logistikunternehmen zu werden.
Kontakt
Sigrid Bidell
Vice President Human Resources Central Europe
T +49.(0)69.48983-0
sigrid.bidell@cevalogistics.com
Kontakt
Stiftung Lesen
www.stiftunglesen.de
T +49.(0)6131.28890-0
hessenstiftung – familie hat zukunft
www.hessenstiftung.de
T +49.(0)6251.7005-31
Sie möchten erfahren, welche Supply Chain-Dienstleistungen wir Ihnen global anbieten
können? Welche Lösungen wir beispielsweise für Sie in den Bereichen Automotive, Indus­trial
oder Consumer & Retail bereithalten? Oder welche Luft- und Seefracht-Services Sie bei
uns nutzen können? Dann besuchen Sie unsere Homepage www.de.cevalogistics.com.
Hier finden Sie unsere aktuelle Broschüren mit detaillierten Informationen zu unseren
Supply Chain-Lösungen.
Sie können uns gerne auch eine E-Mail an bd.germany@cevalogistics.com schreiben
oder Sie erreichen uns telefonisch unter:
34 | CEVA Logistics CE
+49.(0)69.48983-0
CEVA Logistics CE | 35
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