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Fallstricke beim Hedge Accounting Bilanzen 2009: Wie reagieren

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Der Treasurer
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Nachrichten für die Finanzabteilung
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
Inhalt
Bilanzen 2009: Wie reagieren die Banken?
Monnet-Projekt geht voran
20 Banken aus 10 Ländern
wollen das einheitliche
Kartenschema vorantreiben –
doch es dauert noch.
S. 2
Umfrage unter den wichtigsten Kreditgebern Deutschlands
Heckler&Koch vs. Hedgefonds
Die Holdinggesellschaft
des Waffenherstellers
wird von Hedgefondsgläubigern, die 2006 ein
PIK-Darlehen gewährt haben,
angeklagt.
S. 4
Renaissance des Kreditrisikos
Marktgewichtete Anleihebenchmarks sind wegen der
aktuellen Schuldendynamik
problematisch.
S. 5
wichtigen Punkten ähneln sich die
Antworten, die Unterschiede zeigen
sich im Detail.
Die erste Frage lautete: Bei
welchen Kundengruppen wurde die
negative Ratingmigration bereits
dpa
Top-Finanzierung
Der Baukonzern Hochtief
hat wieder auf dem Schuldscheinmarkt zugeschlagen
und 240 Millionen Euro
eingesammelt.
S. 3
Die scharfe Rezession des vergangenen Jahres traf deutsche Unternehmen ins Mark. Bei vielen sehen
das erste Quartal 2010 und der Ausblick zwar deutlich besser aus, doch
die 2009er Zahlen kommen gerade
Bayer-Bilanzpressekonferenz: Der Chemieriese kam 2009 mit einem blauen Auge davon, viele andere nicht.
erst rein – besonders bei mittelständischen Unternehmen.
Damit stellt sich die Frage: Wie
reagieren die Banken auf die miserablen Geschäftsabschlüsse? Wird
das daraus errechnete schlechte
Rating für Unternehmen jetzt zum
Stolperstein? Wir haben die wichtigsten Kreditgeber Deutschlands
befragt, zehn haben geantwortet. In
durch unterjährige Berichte vollzogen, bei welchen noch nicht? Die
Vermutung lag nahe, dass die kapitalmarktorientierten Unternehmen,
die regelmäßig Zwischenberichte
vorlegen müssen, schon im Laufe
des Jahres 2009 die Quittung für
schlechte Entwicklungen erhalten
haben. Doch die Antworten zeichnen ein anderes Bild: Nahezu alle
Banken gaben an, dass negative
unterjährige Entwicklungen berücksichtigt würden, soweit Erkenntnisse darüber vorliegen. Die
zeitnahe Einbeziehung von negativen Entwicklungen müsste in der
Konsequenz dazu führen, dass
flächenbrandartige Ratingherabstufungen, die Experten für das
erste Halbjahr 2010 vorhergesagt
hatten, ausbleiben.
Das ist nur bedingt glaubhaft,
denn die Ratingsysteme der Banken
können nur mit umfassenden und
verlässlichen Zahlen gespeist werden. Die liegen bei vielen (mittelständischen) Unternehmen aber nur
einmal pro Jahr vor.
Viele Unternehmen kämpfen
jetzt mit dem Problem, dass ihre
Ratings zum Teil sehr schlecht sind,
die Aussichten aber deutlich besser.
Aber auch das wollen die Institute
bereits erkannt haben, lautete der
einhellige Tenor. Alle Banken geben an, dass sie die Planzahlen einbeziehen. Allerdings liegt die Ant>> F O R T S E T Z U N G A U F S E I T E 3
Interview
Fallstricke beim Hedge Accounting
Finanzkrise legt Schwächen bei Dokumentation offen
Michael F. Seidel, Finanzvorstand der Lloyd Fonds AG,
über die finanzielle Rettung
des Hamburger Emissionshauses.
S. 6
Gute Nachricht von Coface
Der Kreditversicherer
hat die seit April 2009
geforderte Meldung über
Überfälligkeiten zurückgenommen.
S. 7
Unflexible Hedge-Accounting-Dokumentationen haben im Zuge der
Finanzkrise dazu geführt, dass viele Sicherungsbeziehungen aufgelöst und Grund- sowie Sicherungsgeschäfte mit Marktwerten bilanziert werden mussten. Die Folge:
Betroffene Unternehmen hatten mit
hohen Volatilitäten in der GuV zu
kämpfen. Nach Ansicht von Blaik
Wilson, Consultant beim Softwareanbieter Reval, beschreiben Unternehmen die Sicherungsbeziehungen in den geforderten HedgeAccounting-Dokumentationen oftmals zu detailliert. Ändere sich das
Umfeld und mache das etwa ge-
ringfügige
Anpassungen
des
Grundgeschäfts notwendig, würde
das nicht mehr mit der in der Dokumentation beschriebenen Sicherungsbeziehung übereinstimmen.
Als Beispiel nannte Wilson
Commercial-Paper-Programme und
die entsprechenden Zinssicherungen: Nach der Lehman-Pleite trocknete der Commercial-Paper-Markt
nahezu vollständig aus. Unternehmen versuchten diese Lücke mit der
Emission langfristiger Schuldtitel
zu überbrücken. Wer sich in der
Hedge-Accounting-Dokumentation
bei der Beschreibung des Grundgeschäfts jedoch auf Commercial
Papers festgelegt hatte, konnte nun
keine Sicherungsbeziehung mehr
darstellen. Ähnliche Probleme traten auch beim Timing von Fremdwährungsexposures auf. Firmen,
die in ihren Hedge-Accounting-Dokumentationen längere Zeiträume
angegeben hatten (z.B. quartalsweise), konnten verspätete Fremdwährungsein- oder -ausgänge und
entsprechende Hedging-Geschäfte
häufig noch im Rahmen von Sicherungsbeziehungen darstellen. Für
Unternehmen, die sich auf einen
fixen Termin festgelegt hatten, galt
>> F O R T S E T Z U N G A U F S E I T E 7
2
| Zahlungsverkehr & Cash Management
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
News
Zeitplan für Monnet-Projekt
Prepaidkarte im Programm
Der Convenience-Großhändler Lekkerland nimmt im
Rahmen einer Vertriebskooperation die Prepaidkarte
„mywirecard 2go Visa“ der
Wirecard Bank AG in sein
Sortiment auf. Die aufladbare
Karte soll an etwa 1.200 Verkaufsstellen erhältlich sein
und den Händlern helfen,
neue Kundengruppen zu
erschließen.
Europaweit einheitliches Kartensystem geplant
iStock
Nachholbedarf in Firmen
Unternehmen haben im Cash
Management hohen Verbesserungsbedarf. Zu dieser Bewertung kommen 60% der
Restrukturierungsfachleute
aus Banken, Fondsgesellschaften und Kanzleien,
die bei einer Umfrage von
AlixPartners befragt wurden.
73% gaben an, Firmen
müssten ihr Working Capital
Management verbessern.
Das Monnet-Projekt zum Aufbau auf europäischer Ebene weitere
eines europaweit einheitlichen Kar- Studien vornehmen, ein Austausch
tenschemas wird weiterentwickelt. mit Institutionen wie der EZB und
Vertreter von 20 Banken und Insti- der Europäischen Kommission ist
tutionen aus zehn europäischen geplant. Nach dieser Phase – voLändern haben auf einer Konferenz raussichtlich Ende 2010 – sollen die
in Madrid bekräftigt, an dem Pro- Banken über ihre Teilnahme an eijekt festhalten zu wollen. Auch nem neuen paneuropäischen KarVertreter
von
tenschema entEZB und Euroscheiden.
päischer
KomIm
Monnetmission sicherten
Projekt soll ein
ihre Unterstüteinheitliches Syszung zu. Mit dem
tem die national
Monnet-Projekt
zersplitterten abwollen die Banlösen und den
ken auf dem eu- Monnet setzt auf ein einheitliches Kartenschema. e u r o p ä i s c h e n
ropäischen Markt den Debitkarten Markt für Zahlungsmittel vereinvon Visa (V-Pay) und Mastercard heitlichen – so, wie es die SEPA(Maestro) Konkurrenz machen. Ini- Richtlinie vorsieht. Einen anderen
tiiert wurde das Projekt 2008 von Weg geht die Euro Alliance of Payfranzösischen und deutschen Insti- ment Schemes (EAPS). Der Verbund
tuten, darunter Postbank, Deutsche mit Banken aus Spanien, Italien,
Bank, WestLB, LBBW und DZ Bank. Portugal, Deutschland und GroßMit Details zum Stand des Verfah- britannien will die nationalen Karrens halten sich die Banken zurück. tenzahlungssysteme untereinander
sar
Ein Monnet-Konsortium soll nun vernetzen.
Zahlungsausfälle
kosten Milliarden
Durch Zahlungsausfälle entgehen
europäischen Unternehmen jährlich 300 Milliarden Euro. Das ergab
eine Umfrage des Kreditmanagementunternehmens Intrum Justitia
unter 6.000 Firmen in mehr als
20 europäischen Ländern. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die
Zahlungsmoral aber verbessert: Im
Schnitt dauert es in Europa 55 Tage
bis zum Zahlungseingang (Vorjahr:
57 Tage).
In Deutschland halten sich Verspätungen in Grenzen. Mit durchschnittlich zehn Tagen Verzögerung landet Deutschland im europaweiten Vergleich auf dem dritten
Platz. Im Vergleich zum Vorjahr
werden die Rechnungen hierzulande in allen Branchen schneller bezahlt. 69 Prozent der Rechnungen
werden fristgerecht innerhalb von
30 Tagen bezahlt, damit liegt
Deutschland europaweit auf einem
Spitzenplatz. Dagegen ist die Zahl
der Abschreibungen von 2,1 auf
sar
2,6 Prozent gestiegen.
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3
| Finanzen & Bilanzen
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
News
Top-Finanzierung
Garantien für Banken teurer
Der Bankenrettungsfonds
SoFFin wird von den staatlich
gestützten Banken Hypo Real
Estate, Commerzbank und
HSH Nordbank ab Juli wohl
höhere Gebühren für Staatsgarantien verlangen. Nach
EU-Wettbewerbskommissar
Joaquin Almunia müssten die
Bedingungen angezogen und
den Marktkonditionen angeglichen werden, da die Mitgliedstaaten langsam aus den
Rettungsprogrammen aussteigen sollen. In Deutschland
sind die Sonderregelungen
für Bankbeihilfen bis zum
30. Juni befristet.
Hochtief platziert Schuldschein über 240 Millionen Euro
Primacom zahlungsunfähig?
Dem Kabelnetzbetreiber
droht nach geplatzten Verhandlungen über eine neue
Finanzierung die Insolvenz.
Die Gläubiger haben Forderungen von rund 29,2 Mio.
Euro fällig gestellt, teilte
Primacom mit. Damit sei die
Konzernholding zahlungsunfähig. Das operative Geschäft
sei hiervon jedoch nicht betroffen und laufe unverändert
weiter. Falls sich die Kreditgeber in den nächsten Tagen
nicht umstimmen lassen
sollten, werde Primacom
Insolvenz anmelden müssen.
Treofan refinanziert wieder
Der Folienhersteller aus
Raunheim hat seine bestehende Seniorfinanzierung aus
dem Jahr 2006 durch Kredite
in Höhe von 75 Mio. Euro refinanziert. Die Deutsche Bank
hat die Transaktion arrangiert, zu dem Konsortium
gehören außerdem Commerzbank, Frankfurter Sparkasse,
Landesbank Saar, NIBC und
UniCredit. Im Herbst 2009
hatten die Anleihegläubiger
um die italienische Management & Capitali Treofan
durch einen Debt-to-EquitySwap übernommen.
Finanzierungsticker
Hochtief
Hochtief hat wieder auf dem 75 Prozent aus dem Ausland, woSchuldscheinmarkt zugeschlagen durch sich der Kreditgeberkreis
und das, obwohl in diesem Jahr erweitert. Die Verzinsung liege am
keine planmäßigen Fälligkeiten unteren Ende der Bookbuildinglangfristiger Finanzierungen anste- spanne. Die Zeichner honorieren,
hen. Der Grund: „Wir sind von in- dass der MDAX-Konzern die Krise
teressierten Investoren angespro- glimpflich überstanden hat: Der
chen worden, die uns explizit nach Umsatz blieb 2009 mit 18,17 Millieinem Hochtief-Kredit in diesem arden Euro fast auf VorjahresniJahr
fragten“,
veau, der Konsagt Carl E. Hoeszerngewinn stieg
termann, Leiter
sogar um 24,5
Corporate FinanProzent auf 195,2
ce bei Hochtief.
Millionen Euro.
„Als
feststand,
Der Baukonzern
dass wir dadurch
hatte auch überbei guten Kondilegt, eine Anleihe
tionen und einer Hochtief emittiert neuen Schuldschein.
zu platzieren, obfünfjährigen Laufzeit mindestens wohl er mit Ausnahme der Tochter
100 Millionen Euro Platzierungs- Leighton kein externes Rating bevolumen erzielen würden, haben sitzt. „Die unverändert hohe Volatiwir die Entscheidung getroffen.“ lität an den internationalen KapiDer Baukonzern sammelte mit der talmärkten hat jedoch seit Beginn
Emission Ende Mai sogar 240 Mil- des Jahres 2010 erneut zu einer
lionen Euro ein. HSBC Trinkaus & spürbaren Verunsicherung geführt,
Burkhardt und die NordLB haben was Bondplatzierungen grundsätzdie Transaktion arrangiert. Von den lich schwierig werden ließ“, sagt
sap
neuen Investoren kommen rund Hoestermann.
Coba doch mit
Böwe Systec
Mittelstandsfonds ist pleite
Obwohl
Firmenkundenvorstand
Markus Beumer noch vor kurzem
in einem Pressegespräch das Gegenteil beteuerte, wird sich die
Commerzbank jetzt doch an einem
Mittelstandsfonds beteiligen. Gemeinsam mit der KfW will die Bank
einen eigenen Fonds für den deutschen Mittelstand auflegen. „Wir
sind hier in einer relativ fortgeschrittenen Phase der Überlegungen“, sagte KfW-Chef Ulrich Schröder gegenüber Reuters.
Angebote von Geschäftsbanken
sollen ergänzt werden, um das
Eigenkapital von Mittelständlern
zu stärken. Die FTD berichtete, dass
das Vehikel ein Volumen von 300
bis 500 Millionen Euro haben wird.
Die KfW werde etwa 150 bis 250
Millionen Euro in den Fonds geben,
die Coba voraussichtlich den Rest.
Allerdings seien die Institute offen
für weitere interessierte Investoren.
Der Verwaltungsrat der staatlichen
Förderbank soll am 10. Juni über
sap
die Pläne abstimmen.
Böwe Systec stellte am 21. Mai Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die Augsburger begründeten diesen Schritt mit drohender Zahlungsunfähigkeit und
Überschuldung. Bereits seit November 2009 gehört der Kuvertiermaschinenhersteller im Prinzip seinen Gläubigern, da der Mehrheitsaktionär Wanderer-Werke seinen
Anteil von 50,1 Prozent an einen
Treuhänder überschreiben musste.
Die Pleite von Böwe Systec ist
ein weiterer herber Rückschlag für
die Mezzanine-Programme, mit denen sich zwischen 2004 und 2007
mehrere hundert Mittelständler finanziert haben (vgl. Der Treasurer
9|2010). Der Postdienstleister hatte
sich von den drei Mittelstandsverbriefungsvehikeln PREPS 2004-1,
PREPS 2004-2 und StaGe Mezzanine Geld besorgt. Die Finanzierungsvolumina sind nicht bekannt,
dürften aber zusammen im niedrigen zweistelligen Millionen-Eurosap
Bereich liegen.
+++ Moody's bestätigt Ba1Rating von Fresenius +++ Immofinanz erhält aus Vergleich rund
350 Mio. Euro +++ Apax bläst
IPO von Ifco Systems ab +++ Beate Uhse sichert sich Kredite über
40,8 Mio. Euro +++ Moody's
nimmt die „Aa2/Prime-1/C+“Ratings der Stadtsparkasse Düsseldorf aus geschäftlichen Gründen zurück +++ Moody's setzt
den Ausblick des Baa1-Ratings
von Knorr-Bremse auf positiv
+++ Der Garantierahmen für die
Hypo Real Estate wird um 10 Mrd.
Euro aufgestockt +++
<< F O R T S E T Z U N G V O N S E I T E 1
Bilanzen 2009
wort wohl eher in einem Detail, das
nicht ausdrücklich abgefragt wurde: nämlich in der Gewichtung der
Planzahlen. Die Banken können
Prognosen aufgrund der damit einhergehenden Unsicherheit nur bedingt einbeziehen. Das galt selten
so sehr wie im Jahr 2009, in dem
viele Unternehmen im Blindflug
unterwegs waren. Kaum ein börsennotiertes Unternehmen wagte
sich, eine Guidance abzugeben.
Außerdem braucht man eine verlässliche, viele Jahre zurückreichende Datenbasis, um Zukunftsaussichten mit hohem Gewicht einzubauen. Doch viele der jetzt relevanten Fragen haben sie sich vor
drei Jahren gar nicht gestellt.
„Wie können Banken den Kunden angemessene Preise bieten,
ohne die regulatorischen Pflichten
zu verletzen?“, lautete die letzte
Frage. Allein durch die Eigenkapitalbelastung dürfte es den Banken
schwerfallen, faire Kreditzinsen anzubieten, ohne kalkulatorisch ins
Minus zu rutschen. Die Geldhäuser
antworten in nahezu trauter Eintracht: Die Konditionen seien angemessen, eine Verletzung der regulatorischen Pflichten sieht keine der
Banken. Vielleicht liegt die Lösung
auch darin, dass sich viele Banken
aus dem Eigenkapitalproblem teilweise herausgezogen haben: Problematische Kredite wurden häufig
mad/baf
mit KfW-Hilfe velängert.
Detaillierte Antworten finden Sie unter
www.finance-magazin.de/Bilanzen2009
4
| Finanzen & Bilanzen
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
News
Verwirrung um Heckler & Koch
„Top-up-Cover“ kaum
genutzt
Das Aufstockungsprogramm
für Kreditlimite bei Warenkreditversicherungen, das
sogenannte Top-up-Cover,
wird bislang kaum genutzt.
„Bei uns ist bislang ein staatliches Deckungsvolumen von
10 Mio. Euro angekommen“,
sagte Franz J. Michel, Vorstandsvorsitzender von Coface Deutschland. Insgesamt
habe Coface 79 Verträge im
Rahmen dieses Programms
abgeschlossen. Coface Kredit
hat eigenen Angaben zufolge
einen Marktanteil von 23%.
Das gesamte durch das
Programm bereitgestellte
zusätzliche Deckungsvolumen
dürfte also bei rund 40 Mio.
Euro liegen – nur ein Bruchteil der zur Verfügung gestellten Garantien in Höhe
von 7,5 Mrd. Euro aus dem
Wirtschaftsfonds Deutschland.
Die Dachgesellschaft des Waffenherstellers hat Ärger mit
ihren Hedgefondsgläubigern
dpa
Verschiedene US-Hedgefondsinves- Die Heckler & Koch GmbH, die opetoren sind unzufrieden mit der Fi- rative Gesellschaft, ist selbst hochnanzpolitik der Holdinggesellschaft verschuldet und wird von den Ravon Heckler & Koch. Sie werfen tingagenturen S&P und Moody’s
Andreas Heeschen, Mehrheitsei- derzeit mit B2 bzw. B– bewertet. Es
gentümer des Waffenherstellers, ei- steht noch eine Anleihe aus dem
ne
SelbstbedienungsJahr 2004 über 120 Milmentalität vor. Er soll
lionen Euro aus, derendas Geld zweckentfremKupon bei 9,25 Prozent
det eingesetzt haben, etliegt.
wa zum Kauf von LuMoody’s erwägt bei
xusyachten oder zur Fieiner weiterhin guten
nanzierung anderer BePerformance eine Herteiligungsunternehmen.
aufstufung, da das UnDeswegen haben die
ternehmen im ersten
Gläubiger laut Angaben
Halbjahr 2009 einen
der FTD eine Klage beim
starken Free Cashflow in
obersten Gericht im USHöhe von 33 Millionen
Bundesstaat New York Heckler-&-Koch-Zentrale in
Euro erwirtschaftet und
Oberndorf am Neckar
eingereicht. 2006 hatten
seine Liquidität zwisie der Heckler & Koch Beteiligungs schenzeitlich auf 44 Millionen Euro
GmbH (HKB) ein endfälliges PIK- ausgebaut hatte. Im Juli 2011 muss
Darlehen über 100 Millionen Euro das Unternehmen seine Anleihe zugewährt. Kreditarrangeur war die rückzahlen und steht deswegen ofInvestmentbank Merrill Lynch, das fenbar schon in Gesprächen mit
mad
PIK-Darlehen läuft bis April 2013.
Kreditgebern.
KfW: Finanzierung
bleibt schwierig
Deutsche Unternehmen klagen
auch weiterhin über schwierige Finanzierungsbedingungen. Das zeigt
eine Befragung von 4.600 Unternehmen, die die KfW zusammen
mit 26 Wirtschaftsverbänden im
ersten Quartal dieses Jahres durchgeführt hat. Die Probleme seien
zwar gravierend, aber eine flächendeckende Kreditklemme bestehe
nicht, teilte die staatliche Förderbank mit. Nach dem massiven Einbruch der Investitionen im Rezessionsjahr 2009 planen viele Firmen
derzeit wieder neue Ausgaben. Dieser Kapitalbedarf lasse die Nachfrage nach Krediten steigen, heißt es.
Es wird allerdings befürchtet,
dass sich viele Banken wegen ihrer
schwachen
Eigenkapitalausstattung zurückhalten könnten. „Dies
könnte die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung belasten”,
hieß es seitens der KfW. Die Bundesregierung rechnet damit, dass
die Konjunktur dieses Jahr um
sap
1,4 Prozent anziehen wird.
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5
| Asset Management
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
News
Renaissance des Kreditrisikos
BVI fürchtet Anlegerflucht
Der Fondsverband BVI fürchtet bei einem Alleingang
beim Verbot von Leerverkäufen ein Abwandern von
Investoren und Vermögensverwaltern. Der Gesetzentwurf soll am heutigen
Mittwoch auf den parlamentarischen Weg gebracht
werden.
Pimco rät zu flexibleren Anlagerichtlinien
Bei Stresstest durchgefallen
Zwölf Pensionskassen wiesen
in den von der BaFin geforderten Stresstests 2009 negative Ergebnisse aus. Das
teilte die Aufsichtsbehörde
in ihrem Jahresbericht mit.
Allerdings fiel die Unterdeckung in der Regel gering
aus. Die Kassen ergriffen im
Laufe des Berichtsjahres entsprechende Maßnahmen zur
Wiederherstellung ihrer Risikotragfähigkeit, teilte die
Aufsichtsbehörde weiter mit.
Eine sorgfältige Selektion spielt und finanzieller Fundamentaldaten
auch bei Staatsanleihen von Indus- aus der engen Definition herausfaltriestaaten eine immer wichtigere len. „Wir erleben derzeit eindrucksRolle. Deshalb sollten Anleger In- voll, dass Staatsanleihen neben
vestments überdenken, die sich an dem Zinsrisiko auch ein Kreditrisitraditionellen Anleihenbenchmarks ko enthalten.“ Um die Welt von
orientieren, sagt Gewichtung der Peripheriestaaten heute und morMatthieu
Lou- im JPM-EMU-Index
gen in den Portanges vom Alli- (30.4.2010, in Prozent)
folios richtig abanz-Rentenspezubilden, seien
22,764
zialisten Pimco. Italien
zudem erweiterte
9,521
Die
aktuelle Spanien
Anlagerichtlinien
Schuldendyna- Griechenland 5,125
wichtig, rät Lou2,318
mik führe zu ei- Portugal
anges: „Investo2,177
ner zunehmen- Irland
ren
benötigen
den
Dominanz Quelle: JPMAM
Flexibilität, um
von Anleihen hochverschuldeter bei qualitativ hochwertigen UnterIndustriestaaten in marktgewichte- nehmensanleihen, bei Finanztiteln
ten Benchmarks.
oder bei Schwellenländern zwiGemessen am J.P.-Morgan- schen Ländern, Regionen und TiEMU-Index, lag der Anteil der Peri- teln differenzieren zu können.“
pheriestaaten 2001 noch bei 36 Nach Meinung von Pimco würden
Prozent. Anfang 2010 waren es Währungen rasch wachsender und
schon 42 Prozent. Hinzu komme, in vielen Fällen haushaltspolitisch
dass einige der bislang als „Core“ stabilerer Schwellenländer auch
angesehenen Staaten wegen sich künftig weiter steigende Allokatioank
verschlechternder wirtschaftlicher nen rechtfertigen.
Nachhaltige Anlagen
bleiben eine Nische
Trotz eines größeren Engagements
bleiben institutionelle Anleger
nachhaltigen Investments gegenüber skeptisch. Das kam bei der
zweiten von Union Investment
durchgeführten Studie zum Thema
Nachhaltigkeit im Asset Management heraus. Befragt wurden 242
deutsche Großanleger mit einem
Anlagevolumen von 920 Milliarden
Euro. Zwar waren 68 Prozent der
deutschen Profianleger im Frühjahr
2010 in ökologisch, sozial oder
ethisch ausgerichteten Anlageprodukten investiert. Allerdings sei
dies vor allem wegen eines besseren Images sowie wegen größerer
Chancen für PR und Marketing geschehen. Unter ökonomischen Gesichtspunkten verloren nachhaltige
Investments sogar an Boden. Nur
noch 40 Prozent der Befragten rechneten mit einer besseren Rendite
nachhaltiger Anlageprodukte. Da
überrascht es nicht, dass nur noch
jeder zweite Investor seine Nachhaltigkeitsquote erhöhen will. ank
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6
| Personen & Positionen
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
„Komplette Enthaftung“
Marius Rispeter ist seit 28.
Mai CFO des
Telekommunikationsanbieters Versatel. Der
38-Jährige
verantwortet nun u.a. die Bereiche Konzernrechnungswesen, Investor Relations und
Treasury. Rispeter kam 2007
im Zuge des Börsengangs als
Bereichsleiter Investor Relations zu Versatel. Seit 2008
gehört er dem erweiterten
Vorstand an.
Michael F. Seidel und Joachim Brack über die finanzielle
Restrukturierung des Emissionshauses Lloyd Fonds AG
Simone Menne, bislang Vice
President Finance & Accounting bei Lufthansa Technik,
ist seit 1. Juni neue Finanzchefin bei der LufthansaTochter Bmi British Midland.
Die 49-Jährige soll die defizitäre Airline bis 2011 wieder
in die Gewinnzone führen.
Die Betriebswirtschaftlerin
arbeitet bereits seit 1989 bei
der Lufthansa.
Wissen Sie von
einem TreasurerWechsel?
Schreiben Sie uns unter
redaktion@derTreasurer.de
500stes Mitglied in
XING-Gruppe
kunft verschoben“, erklärt Seidel.
Stattdessen sah man die Lösung in
einer kompletten Enthaftung der
Lloyd-Fonds-Gruppe.
Die Idee traf bei dem Kreis der
Gläubigerbanken, zu denen Institute wie die NordLB, die HSH Nordbank oder die Commerzbank-Gruppe zählten, zunächst auf wenig Gegenliebe. „Zu stark unterschieden
sich die individuellen Interessen
der zwölf Banken“, so Finanzleiter
Joachim Brack, der eng mit CFO
Seidel zusammen
gearbeitet hat. Besonders die integrierte
Finanzund Liquiditätsplanung
stand
jetzt im Fokus.
Joachim Brack
„Sie unterscheidet
sich im qualitativen Anspruch
deutlich von dem eines Handelshauses oder eines produzierenden
Unternehmens mit immer wiederkehrenden Cashflows“, so Brack.
„Daher hat eine enge und detaillierte Abstimmung mit allen verantwortlichen Abteilungen im Konzern oberste Priorität.“
Die Banken honorierten den
Einsatz des professionellen Finanzmanagements. Nach den schwierigen Verhandlungen fand man eine Lösung, die dem Emissionshaus
die Zukunftsfähigkeit sichert. Maximal 20 Millionen Euro müssen
die Hamburger den Banken in den
nächsten vier Jahren dafür zahlen.
Durch eine Einmalzahlung im laufenden Jahr kann Lloyd Fonds den
Betrag auf 12,5 Millionen Euro
reduzieren. Ohne eine Kapitalerhöhung wird der finanzielle Kraftakt in der jetzigen Marktphase unter gleichbleibenden Bedingungen
kurzfristig nicht zu stemmen sein.
Um den Vorgang noch dieses Jahr
abzuschließen, zieht man derzeit
alle in Frage kommenden Alternamad
tiven in Betracht.
Lloyd Fonds
Rudolf Schlett
Rudolf Schlett ist seit 1. Juni
Partner bei
der Münchner Personalberatung
3C Career
Consulting
Company GmbH. Er kümmert
sich dort um die Vermittlung
von Fach- und Führungskräften, besonders für die Bereiche Finance, Financial Technology, Financial Services und
Banking. Zuletzt hatte er das
Beratungshaus Möller &
Schlett mitgegründet. Der
Kenner der Treasury-IT-Branche hatte während seiner beruflichen Laufbahn verschiedene Managementfunktionen
bei XRT, Trema, Wallstreet
Systems und Fernbach-Software inne.
Nach der Pleite von Lehman traf es
die Schiffsfinanzierer besonders
hart – so auch die Lloyd Fonds AG
aus Hamburg. Das Geschäftsmodell
von Anbietern geschlossener Fonds
wie Lloyd Fonds besteht darin,
Sachwerte wie Containerschiffe in
Kapitalanlagen zu strukturieren
und zu finanzieren. Sie werben das
dafür benötigte Eigenkapital bei
Anlegern ein. Aufgrund der enormen Nachfrage in der Vergangenheit hatten Fondsanbieter bis 2008
Schiffe in dem Glauben bestellt, das
nötige Eigenkapital bei Anlegern
einsammeln zu können. Solange
Schifffonds einen guten Absatz
fanden, war das kein Problem.
Doch mit dem Absturz der
Wirtschaft änderte sich die Lage
schlagartig: „Die Charterraten brachen ein, Schiffe fanden keine Beschäftigung mehr, kaum noch jemand zeichnete neue Schiffsfonds“,
erklärt Finanzvorstand Michael F.
Seidel. „Aufgrund
des Bestellvolumens aus unserer
Schiffspipeline in
Höhe von rund 1,8
Milliarden
USDollar waren unsere daraus resul- Michael F. Seidel
tierenden Eventualverbindlichkeiten deutlich zu hoch.“ Was war zu
tun? „Wir versuchten erst einmal,
unsere Hausaufgaben zu erledigen,
Kosten zu senken und bestehende
Schiffsbestellungen ohne zusätzliche Belastung zu stornieren“, erklärt CFO Seidel.
Wie man es drehte und wendete: Es musste eine langfristige Lösung für die Garantien und Bürgschaften in Höhe von zuletzt netto
noch 230 Millionen Euro gefunden
werden, die das börsennotierte
Emissionshaus aus eigener Kraft
nicht hätte aufbringen können.
„Ein Moratorium hätte das Problem
nicht gelöst, sondern nur in die Zu-
Lloyd Fonds
Versatel
Personalien
Die XING-Gruppe von „Der Treasurer“ hat seit vergangener Woche ihr
500stes Mitglied. Sebastian Hahn,
der seit August 2008 im Finance
und Treasury Management des
Flughafens Düsseldorf tätig ist, hat
die Schallmauer durchbrochen.
Über den Nutzen von sozialen
Netzwerken gehen die Meinungen
auseinander. Eine aktuelle Untersuchung
von
Robert
Half Forum:
hat ergeben, dass gut ein Viertel
der Führungskräfte Plattformen wie
XING zum Wissensaustausch nutzt.
Jeder Zehnte profitiert demnach
durch neue Karrierechancen oder
die „Aussicht auf Neugeschäft“. Allerdings sieht ein weiteres Viertel
der Führungskräfte überhaupt keinen Nutzen – diese Wahrnehmung
ist offenbar in kleinen Unternehmen ausgeprägter als in großen.
Zudem nutzen generell Jüngere
solcherlei Plattformen lieber. mad
Aktuelle
Stellenangebote:
Ineos ABS (Deutschland)
sucht Treasury und Accounting
Manager (m/w)
Weidmüller
sucht Referent Treasury (m/w)
Wirecard
sucht Mitarbeiter/in Treasury
Bonita
sucht Cash Manager (m/w)
Nordex
sucht Trainee (m/w) Treasury
Juwi Holding
sucht Finance Manager (m/w)
Celesio
sucht Trainees (m/w) im Finanzbereich
Obi
sucht Trainee Finance (m/w)
Weitere Stellenangebote:
www.finance-magazin.de
„Der Treasurer“-Veranstaltungskalender
Datum
08.-09.06.
14.-15.06
23.06.
24.-25.06.
28.06.
Titel
13. Jahrestagung Portfoliomanagement
Credit Risk 2010 – Die 15. Europäische Kreditrisiko-Konferenz
Erfolgreiches Forderungsmanagement
Derivative Instrumente
fit for treasury
Veranstalter
Uhlenbruch Verlag
Business Circle
Haufe Akademie
Schwabe, Ley und Greiner
ecofinance
Ort
Frankfurt am Main
Wien
Hamburg
Wien
Zürich
7
| Risikomanagement
Der
Treasurer
Ausgabe 11 | 2. Juni 2010
Coface nimmt
Krisenauflage zurück Fallstricke beim
Hedge Accounting
<< F O R T S E T Z U N G V O N S E I T E 1
News
Exit-Strategie verschoben
Wegen der durch Griechenland und Spanien induzierten
Spannungen in der Eurozone
wird die EZB ihre Exit-Strategie nach hinten verschieben,
meint Goldman Sachs. Vor
dem Hintergrund der wieder
eingeführten geldpolitischen
Stimuli werde die erste
Leitzinserhöhung auf 1,25%
von aktuell 1,00% nicht vor
dem zweiten Quartal 2011
geschehen.
Prescht Europa mit höheren
CO2-Reduktionszielen vor?
Die Hinweise verdichten sich,
dass die EU noch in diesem
Jahr ihr ursprüngliches Ziel,
die Kohlendioxidemissionen
bis 2020 um 20% zu senken,
auf 30% erhöht. Konkreteres
könnte bereits beim Treffen
der EU-Umweltminister am
11. Juni in Bonn bekanntgegeben werden.
Der Kreditversicherer Coface hat
die seit April 2009 geforderte Meldung über Überfälligkeiten wieder
zurückgenommen. Versicherungsnehmer mussten seitdem Coface
benachrichtigen, wenn ein Abnehmer eine Forderung 60 Tage nach
Fälligkeit noch nicht beglichen hatte. Die Auflage für die Kreditlimitgewährung galt für alle Warenund Ausfuhrkreditversicherungen
sowie für die Globalliance-Kontrakte und war laut Coface für die
Optimierung der Schadenverhütungsmaßnahmen infolge der Finanzkrise notwendig.
Coface wollte mit der unpopulären Auflage schneller über
Zahlungsverzögerungen informiert
werden. Die Ankündigung der
Mainzer passt ins Bild von zuletzt
überwiegend positiven Nachrichten
seitens
der
Kreditversicherer.
Wenige Tage vorher hatten Atradius und Euler Hermes verkündet,
wieder mehr Geschäft versichern zu
wollen (Der Treasurer 09/2010). ank
das oftmals nicht. Auch die Variante, die Swapsätze eines Termingeschäfts oder die Zeitwertkomponente einer Option von der Sicherungsbeziehung
auszuschließen,
hat in der einen oder anderen Ergebnisrechnung Spuren hinterlassen. Ein Ausschluss dieser Komponenten kann zwar die Hedge-Effektivität erhöhen. Allerdings sind deren Wertänderungen unmittelbar
erfolgswirksam zu erfassen, was
vor allem im vierten Quartal 2008
zu mitunter erheblichen Belastungen führte.
Wilson empfiehlt, auf flexible
Dokumentationen umzustellen, die
auch bei Marktverwerfungen noch
genügend Spielraum böten. Auch
bei der Wahl der Methoden des Effektivitätstests bestehe Handlungsbedarf. Mit (aufwendigen) Regressionsanalysen ließen sich die geforderten Effektivitätskriterien in der
Regel besser einhalten als mit der
in der Praxis weitverbreiteten Dolank
lar-Offset-Methode.
IMPRESSUM
Redaktion: Markus Dentz (mad, verantwortlich),
Bastian Frien (baf), Andreas Knoch (ank),
Sabine Pfisterer (sap), Sabine Reifenberger (sar)
Verlag
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Layout: Daniela Seidel, FINANCIAL GATES
Mitherausgeber: BELLIN GmbH FINANZDIENSTE,
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