close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Gelassen älter werden – aber wie? - Kneippbund

EinbettenHerunterladen
FOTO: © CONTRASTWERKSTATT - FOTOLIA
LEBENSSTIL
Gelassen älter werden – aber wie?
Das erste Mal den 5er am Beginn der Zahl meiner Lebensjahre. Das war heuer ein
Geburtstag, der mich herausforderte. Und dennoch: Es wurde der glücklichste und tollste
Geburtstag in meinem bisherigen Leben! Wenngleich mir eins bewusst wurde: Jung bin ich
nicht mehr!
 Text: Dr. Barbara Stekl
A
ls ich in der Früh dieses besonde­
ren Tages wach wurde, überlegte
ich kurz, ob ich nicht gleich wieder
die Decke über den Kopf ziehen und auf
Tauchstation gehen sollte. Aber ich hatte
keine Chance dazu, denn ein fulminantes
Feuerwerk an Gratulationen setzte bereits
am frühen Morgen ein und das ging den
ganzen Tag so weiter und fand in einem
unbeschwerten Fest seinen Höhepunkt.
Die morgendlichen Gratulationen hoben
meine Laune gleich beträchtlich. Es
40
10/2014
ereilte mich aber auch der eine oder
andere eher krause Gedanke: So der Blick
in den Spiegel, wo ich etwas wehmütig
in meinem Gesicht die Linien betrach­
tete, die das Leben bereits hinein gezeich­
net hat. Als ich mich in die Badewanne
schwang, dachte ich mir: „Wie wird das
in 15 oder mehr Jahren sein?“
Vielleicht kennen Sie das: Ein Gefühl
der Wehmut, aber auch Ängste beschlei­
chen einen. Ab einem gewissen Zeitpunkt
klopft die Endlichkeit an unsere Lebens­
tür. Und dieses Klopfen wird mit den
­Jahren stärker.
Es war zum ersten Mal, dass solche
Gedanken in mir hochkamen, und ich
empfand diesen Jahrestag als eine grö­
ßere Zäsur als den zehn Jahre davor.
Nun, im Grunde altern wir bereits seit
dem Tag, an dem wir geboren werden.
Wir verändern uns physiologisch ununter­
brochen. Und das Altern, sofern wir diese
Was bedeutet es, zu altern?
LEBENSSTIL
Erde entsprechend lange bevölkern, bleibt
uns nicht erspart, ob uns das passt oder
nicht. Nach wie vor ist es ein mystisches
Geheimnis, das die Wissenschaft zumin­
dest bisher nicht geknackt hat, weshalb
wir altern. Der Wunsch nach der ewigen
Jugend taucht immer wieder auf. Leider
hat das zu einem Jugendkult geführt, den
uns die Werbung tagtäglich vorführt.
Dabei sind die Seniorinnen und Senio­
ren von heute agiler als in der Genera­
tion davor: Sie sind aktiv, reisen und
leben meist auch gesundheitsbewusster,
gepaart mit viel Lebenserfahrung. Das
Bild der hinter dem Ofen sitzenden Omas
und Opas stimmt heute nicht mehr. Sie
betreuen zwar die Enkelkinder, aber sie
verfolgen auch ihre eigenen Interessen.
Ich bin auf eine bemerkenswerte Frau
gestoßen: Jeanne Louise Calment, sie
lebte in Südfrankreich, wurde 122 Jahre
alt und starb 1997. Sie erreichte ein wahr­
haft biblisches Alter. Was hat sie so alt
werden lassen? Menschen der damaligen
Zeit haben sie das gefragt und sie hat
gemeint, dass sie nichts Besonderes dafür
getan hat.
Dabei hatte Calment einige sehr heftige
Schicksalsschläge hinnehmen müssen:
Ihr Mann starb jung an einer Lebens­
mittelvergiftung, ihre Tochter kaum 40
an einer Krankheit und ihr Enkel, den
sie aufzog, kam bei einem Motorradun­
fall ums Leben. Sie war jedenfalls eine
ungewöhnliche Frau: Mit 85 begann sie
noch zu fechten und bis 115 fuhr sie mit
dem Fahrrad und blieb bis zu ihrem Tod,
obwohl fast blind, geistig rege.
Einige Tipps, um Sinnkrisen in der Pension gegenzusteuern:
3 Versuchen Sie auch in der Pension,
Ihren Tagesablauf zu strukturieren
und zu planen. Das heißt nicht, dass
für Spontanität kein Platz mehr sein
darf.
3 Was wollten Sie schon immer tun,
haben aber bisher keine Zeit dafür
gefunden, oder es sich nicht zuge­
standen?
3 Auch wenn das Budget knapper ist,
es gibt eine Vielzahl von Aktivitä­
ten, die nicht so viel kosten oder gar
nicht die Brieftasche belasten: Das
Spazierengehen in der Natur zum
Beispiel.
3 Ein soziales Netzwerk ist ganz
wichtig, um nicht zu vereinsamen
und Lebensfreude und Geborgen­
heit daraus zu beziehen.
,,
3 Wenn Sie Enkelkinder haben, könn­
ten Sie „Omi- bzw. Opitage“ ein­
planen. Nach wie vor genügend Zeit
für sich selbst zu haben, ist dabei
ganz wichtig.
3 Sich sozial engagieren – da gibt es
eine Vielzahl an Möglichkeiten, in
Vereinen tätig zu werden.
3 Je nach Verfügbarkeit noch ein biss­
chen zusätzlich zu arbeiten, um Ihr
Budget aufzubessern, aber auch,
um nicht ganz aus dem Berufsleben
auszuscheiden.
3 Wenn Sie sich von der Muse geküsst
fühlen, können Sie sich kreativ betä­
tigen. Das tut der Seele gut.
3 Vorsorge für das spätere Alter tref­
fen, wie z. B. altersgerechte Gestal­
tung der Wohnung, Vorsorge für
eine spätere eventuelle Pflege,
Anmeldung im Pensionistenheim
oder Erwerb einer Seniorenwoh­
nung.
Die Leute, die nicht zu altern verstehen, sind die
gleichen, die nicht verstanden haben, jung zu sein.
Marc Chagall
,,
FOTO: © DRUBIG-PHOTO - FOTOLIA
Aber wollen wir überhaupt uralt wer­
den, wenn uns das Leben danach fra­
gen würde? Ich für mich könnte diese
Frage nur bejahen, wenn zumindest zwei
wesentliche Bedingungen erfüllt sind:
Ich möchte mich gesundheitlich so füh­
len, dass das Leben für mich lebenswert
erscheint, und ich will nicht ganz mutter­
seelenallein zurückbleiben, weil die Men­
schen, die ich liebe, bereits vor mir gegan­
gen sind.
Die größten Ängste sind die vor Krank­
heit, Einsamkeit, Hilflosigkeit und somit
dem Angewiesensein auf andere. Und
diese Ängste sind zutiefst menschlich
und verständlich. Die Angst vor Krank­
heit und Tod sind Ängste, die speziell im
Herbst des Lebens alternden Menschen
begegnen.
p
10/2014
41
FOTO: © PATRIZIA TILLY - FOTOLIA
LEBENSSTIL
Was immer hilfreich ist:
Den Grundstein für das Altern legen
wir bereits in jungen Jahren, und diese
Ansätze können uns helfen, egal wie alt
wir sind:
3 Loslassen: Das Geheimnis des Lebens
liegt im Loslassen von Menschen,
Situationen, von uns gewünschten Ver­
läufen. Und das ist eine der schwersten
Übungen, das ist keine Frage.
3 Leben im Hier und Jetzt: Das Gestern
ist vorbei. Das Morgen liegt in einem
Land, das wir noch nicht betreten kön­
nen. Das einzige, was wir haben und
was zählt, ist der jetzige Augenblick,
und dieser ist sehr kostbar.
3 Humor: Lachen ist gesund und bringt
uns gleich auf andere Gedanken – so
z. B. auch, wenn wir uns lustige Filme
ansehen, über die wir lachen können.
3 Die Macht der Gedanken: Gedanken
formen unser Leben. Es macht einen
großen Unterschied, ob ich denke:
„Das Glas ist halb voll“ oder ob ich
denke: „Das Glas ist halb leer“.
3 Innerer Friede: Mit dem im Frieden
sein zu können, was ist, ist eine hohe
Kunst. Innerer Friede schenkt uns ein
Gefühl des Zufriedenseins, der inneren
Balance.
,,
Mit dem Altwerden ist es
wie mit dem ›Auf-einenBerg-Steigen‹:
Je höher man steigt,
desto mehr schwinden
die Kräfte – aber umso
weiter sieht man.
Ingmar Bergman
,,
Wie den Herausforderungen des
Alters entgegentreten?
Sehr oft ist die Pensionierung eine erste
Zäsur. Die am Anfang stehende Freude
über die gewonnene Zeit kann leicht in
eine Sinnkrise übergehen. Das Gefühl,
„draußen“ zu sein, nicht mehr gebraucht
3 Selbstliebe: Der sorgsame und liebe­ zu werden, kann sehr belastend sein und
volle Umgang mit sich selbst ist die es kann als Isolation empfunden werden,
wenn plötzlich kein geregelter Alltag mit
Basis eines guten Lebens.
Sozialkontakten besteht.
3 D ankbarkeit: Auch wenn es nur
scheinbar Kleinigkeiten sind: Wenn Auch wenn der Körper nicht mehr so ganz
wir ganz bewusst Dankbarkeit emp­ mitmacht, wie wir das gerne hätten, so
finden können für das, was wir haben können wir uns doch in unserem Herzen
oder erleben, dann spüren wir ein be­ ein Stück Jugend bewahren. Indem wir
neugierig bleiben und uns, soweit mög­
seligendes Glücksgefühl.
lich, dem Leben gegenüber öffnen, akti­
3 Verzeihen: Wenn wir verzeihen, dann vieren wir unsere Sinne und bleiben geis­
entlasten wir Körper und Seele. Wir tig aktiv.

tun das für uns selbst. Das bedeutet
nicht, Unrecht und Verletzungen zu
bagatellisieren, sondern einfach Ener­
BUCHTIPP
gie aus dem Geschehen zu nehmen
und diese für sich selbst zu verwenden.
Lotte Tobisch
3 S piritualität: Wenn wir uns dem
Unsichtbaren zuwenden und unseren
eigenen persönlichen Weg suchen,
kann der Glaube an eine höhere Macht
zu einer wichtigen Kraftquelle im
Leben werden.
42
10/2014
Langweilig
war mir nie –
Warum es sich lohnt,
neugierig zu bleiben
Brandstätter Verlag 2013,
€ 19,90
ISBN: 978-3-85033-752-6,
978-3-85033-776-2 (E-Book)
D
ie frühere Schauspielerin und lang­
jährige Opernball-Organisatorin
Prof. Lotte Tobisch-Labotýn übt
heute zwei sehr zeit- und arbeitsaufwän­
dige Ehrenämter aus: Sie ist Präsidentin
des Vereins „Künstler helfen Künstlern“,
der in Baden bei Wien eine Senioren­
pension für Künstler betreibt, und sie
engagiert sich als Ehrenvorsitzende für
die Österreichische Alzheimer-Liga. Ihr
Elan und ihre Lebensfreude sind anste­
ckend. Nicht umsonst sagte Elias Canetti
einmal über die unkonventionelle Grand
Dame: „Wenn sie hereinkommt, wird es
heller im Raum.“
Frau Professor, Sie sind 88 – wie schaf­
fen Sie es, so agil und gesund zu sein und
sich nach wie vor in Ihren Ämtern so zu
­engagieren?
Prof. Tobisch-Labotýn: Ich muss mich einfach beschäftigen. Ich schlafe zwar gerne
und gut. Aber immer schlafen geht auch
nicht. Nix tun ist nicht meines. Ich muss mich
immer beschäftigen. Das brauche ich. Und
(lacht) so gesund bin ich gar nicht. Ich habe
schon seit meiner Jugend chronisches Bronchialasthma, das ist manchmal lästig.
Was machen Sie dagegen?
Prof. Tobisch-Labotýn: Eigentlich nichts.
Aber vor fast 30 Jahren habe ich aufgehört
zu rauchen.
Wie haben Sie das geschafft?
Prof. Tobisch-Labotýn: Ach, so schwer war
das gar nicht. Das ist ja nicht so, wie wenn
jemand heroinabhängig ist. Das schafft man
nicht alleine. Aber sich das Rauchen alleine
abzugewöhnen, das geht schon. Das war in
einem Urlaub in Italien. Ich lag am Strand,
und irgendwann sind mir die Zigaretten ausgegangen. Daraufhin habe ich mich ins Auto
gesetzt, ich hatte noch einen alten VW, und
bin welche holen gefahren. Das Ergebnis
war: Ich stand stundenlang in der Gluthitze
im Stau! Ich habe mir dann gedacht: „Lotte,
bist du deppert? Du kriegst noch einen Hitzschlag und stirbst, und das alles nur wegen
Zigaretten!“ Als ich in meinem Urlaubsquartier angekommen bin, habe ich alle
Zigaretten weggeworfen, die noch da waren,
mir anschließend selber ausgeredet, dass ich
welche brauche, und das war’s dann. Ich
bin aber auch keine, die hysterisch reagiert,
wenn Menschen neben mir rauchen.
LEBENSSTIL
Interview mit Prof. Lotte Tobisch–Labotýn
Was ist das größte Problem des Altwerdens?
Glauben Sie an etwas?
Prof. Tobisch-Labotýn: Das ist die Einsamkeit.
Prof. Tobisch-Labotýn: Eher nicht, ich
bezeichne mich als Agnostikerin. Die Bibel,
die ich schätze und wo es heißt: „Du sollst dir
kein Bild machen.“ Daran halte ich mich.
Fühlen Sie sich auch manchmal einsam?
Prof. Tobisch-Labotýn (schüttelt den Kopf):
Nie! Und ich brauche es auch immer wieder,
für mich alleine zu sein. Aber da fühle ich
mich nicht einsam. Früher hatte ich sehr viel
ältere Freunde, heute suchen mich auch viele
sehr viel jüngere Menschen auf. Ich habe meinen eigenen Freundeskreis und bin ein treuer
Mensch. Die Bussi-Bussi-Gesellschaft interessiert mich nicht, ebenso wenig wie Cocktailpartys. Außer ich kann dort Geld für mein
Heim in Baden schnorren. Dann gehe ich auch
dort hin.
Schauen Sie auf Ihre Gesundheit?
Prof. Tobisch-Labotýn: Nicht besonders. Ich
achte auf das richtige Maß bei allem: Beim
Essen und ich trinke keinen Alkohol, weil mir
davon schlecht wird und (lachend) deshalb bin
ich eine beliebte Heurigengeherin, weil ich
nachher alle nach Hause bringe. Seit einigen
Jahrzehnten mache ich einmal im Jahr zwei
Tage eine Kontrolluntersuchung und kann das
nur jedem empfehlen. Wenn im Frühstadium
etwas entdeckt wird, sind die Heilungschancen umso größer.
Wie stehen Sie zur Bewegung?
Prof. Tobisch-Labotýn: Na ja, ich halte es
eher mit „No Sports“. Aber früher war ich
viel Bergwandern. Dann habe ich durch das
Asthma keine Luft mehr gekriegt. Da ging das
dann nicht mehr. Aber ich bin immer stundenlang spazieren gegangen. Da kann man auch
über Verschiedenes sehr gut nachdenken und
reflektieren. Nicht rosten ist wichtig und auch
zu Hause bleibe ich immer in Bewegung.
Möchten Sie noch einmal jung sein?
Prof. Tobisch-Labotýn (lacht): Auf keinen
Fall, „ich bin schrecklich gerne alt!“ Ich lebe
sehr, sehr gern und versuche trotz aller Enttäuschungen, die ich wie jeder andere auch
erlebt habe, die Menschen gern zu haben. Das
Alter hat zwar seine Nebenerscheinungen und
es zwickt da und dort, aber ich bin froh, dass
ich gehen kann und es mir so geht wie es mir
jetzt geht. In der Jugend hat man auch so seine
Wehwehchen, halt wieder andere als im Alter.
Schauen Sie, das Problem ist, dass sich die
meisten das Leben schwer machen, weil sie
um jeden Preis jung bleiben wollen.
Wann haben Sie erstmals das Altern
gespürt?
Prof. Tobisch-Labotýn: Mit 30 habe ich erstmals darüber nachgedacht, aber das war es
dann schon. Ich nehme die Dinge einfach so
wie sie sind und ein Lieblingszitat von mir ist:
„Zores auf Vorschuss mache ich nicht.“
Gibt es etwas, das Sie heute anders machen
würden?
Prof. Tobisch-Labotýn: Oh ja, sicher vieles,
aus der heutigen Lebenserfahrung heraus. Da
wäre zum Beispiel das Rauchen.
Ich habe ja nur angefangen, weil es verboten
war und ein Mädchen aus gutem Hause sowas
nicht tut.
… Und etwas, das Sie nie anders machen
würden?
Prof. Tobisch-Labotýn: Ja, unbedingt. Ich
bin immer mit Vor- und Nachsicht, mit Rücksicht mit anderen Menschen umgegangen und
das tue ich nach wie vor. Ich bin der Meinung,
dass man die Wahrheit jemandem nicht ins
Gesicht schleudern muss.
Haben Sie Angst vor dem Tod?
Prof. Tobisch-Labotýn: Nein, aber sicher eine
gewisse Angst vor dem Leiden, wenn man hilflos und angewiesen auf andere Menschen ist.
So wie ich das bei Bewohnern im Heim immer
wieder miterlebe. Aber Angst vor dem Tod?
Nein, da zitiere ich Nestroy: „Es ist noch jeder
gestorben, ich werde es auch überleben.“
Glauben Sie, dass es ein Leben nach dem
Tod gibt?
Prof. Tobisch-Labotýn: Das ist mir nicht wichtig. Mich spricht da eher der Hinduismus an
und die Vorstellung von der ewigen Seele.
Dass die Seele nach dem Tod in einem anderen Lebewesen wieder auf die Erde zurückkehrt, das ist mir irgendwie sympathisch.
Haben Sie noch einen Wunsch ans Leben,
einen Traum?
Prof. Tobisch-Labotýn: Um es mit Goethe zu
sagen: „Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu
jung, um ohne Wunsch zu sein.“
(Nachdenklich): Ein Wunsch fällt mir da
schon ein: Ich würde gerne ins Weltall fliegen
und die Welt von oben als blauen Planeten im
schwarzen Nichts betrachten, rundherum nur
ein paar leuchtende Sterne … und mir dann
denken: und das machen die Menschen kaputt.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Prof. Tobisch-Labotýn: „Man muss die Dinge,
die man macht, ernsthaft betreiben, aber man
darf sie nicht ganz ernst nehmen.“
Wie gehen Sie mit schwierigen Lebens­
situationen um?
Prof. Tobisch-Labotýn: Da gibt es kein Rezept.
Das ist höchst individuell. Ich gehe zuerst in
mich und trage es nicht nach außen, weil ich
mich nicht irritieren lassen will. Ich bleibe
mir selbst treu und habe auch viel angeeckt.
(Und mit funkelnden Augen): Wissen Sie, ich
bin eine alte Barrikadengeherin, solange mich
was interessiert und ich mich ereifern kann,
tue ich das auch.
10/2014
43
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
10
Dateigröße
275 KB
Tags
1/--Seiten
melden