close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Handwerk wie vor 100 Jahren - Werkstätten für^Denkmalpflege GmbH

EinbettenHerunterladen
Regionales
Handwerkskammer Magdeburg
Norddeutsches Handwerk vom 19. Mai 2011 • Seite 8
HdH: Aktuelle
Ausschreibungen
Auf dem Werkplatz:
André Gravert (v.l.), Guido Hecker und
Matthias Rodenstein bei der Arbeit.
Für das Bauvorhaben „Haus des
Handwerks“ werden folgende
Lose ausgeschrieben:
Foto: Richter
Los 12: Fassadenarbeiten Metallverkleidung
Los 14: Überdachung Innenhof/
Glas-Trennwände
Los 16: Tischlerarbeiten innen
(neu)
Los 20: Mobile Trennwände
Los 22: Metallbauarbeiten innen
(Türen)
Los 26: Estricharbeiten
Los 34: Schlosserarbeiten
Handwerk wie vor 100 Jahren
Am Haus des Handwerks sind anspruchsvolle
Steinmetzarbeiten an die Werkstätten für
Denkmalpflege Quedlinburg vergeben worden.
Foto: Richter
Andreas Richter
Putte am HdH
arichter@hwk-magdeburg.de
Was vor wenigen Tagen noch die Zierde der historischen Fassade des Haus des Handwerks war, liegt
jetzt sorgfältig demontiert in einem Lagerhaus im
Osten Magdeburgs. Ganz in der Tradition des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks haben die Fachleute der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg
eine offene Werkstatt eingerichtet. Kommt man auf
den Werkplatz, dann sieht es auf den ersten Blick so
aus, wie man sich eine Steinmetzwerkstatt vor 200
Jahren vorstellen mag. „Im Wesentlichen ist ja auch
unser Handwerk noch genauso wie zu damaliger
Zeit“. Daniel Schubert der Verantwortliche Steinmetz
–und Steinbildhauermeister und André Gravert als
begleitender Restaurator sind für die Baustelle Haus
des Handwerks der Handwerkskammer Magdeburg
zuständig.
„Die Arbeit an den Fassadenelementen ist sehr
anspruchsvoll. Die Steine aus der Erbauungszeit sind
aus Bernburger Sandstein. Der wird gar nicht mehr als
Werkstein abgebaut. Die Ergänzungen aus den 50er
Jahren sind aus Cottaer Sandstein. Beide sind ein sehr
weiches Material, das uns jetzt vor entsprechende
Probleme stellt.“ Der Meister zeigt auf die partielle
Schalenbildung. Wenn hier nicht sorgfältig gearbeitet
wird, gehen wichtige Elemente verloren und die Konturen der ohnehin verwitterten Oberfläche werden so
noch weiter verunklärt. „Umso sorgfältiger haben wir
die Montage ausgeführt. Jetzt werden Ergänzungen
gearbeitet, Vierungen eingesetzt und gegebenenfalls
komplette Steine erneuert.“ Der Restaurator erklärt,
dass die Oberflächen der figürlichen Zierelemente
aufwendig gefestigt werden um in der Zukunft dem
Wetter besser Widerstand leisten zu können.
„Bei der Arbeit ist an den meisten alten Steinen
die Kennzeichnung RM gefunden worden. Wir würden gern wissen, was das zu bedeuten hat?“ Denn
es ist auf Grund der Vielzahl auszuschließen, dass
ein einziger Steinmetz alle Steine gearbeitet hat. Und
es ist ungewöhnlich, dass auch einfache Versatzstücke gekennzeichnet sind, während die aufwendigen figürlichen Steine keine Markierung zeigen.
Für Hinweise zu dieser Frage sind die Mitarbeiter
der Kammer dankbar.
Die Steinmetzarbeiten an der Sandsteinfassade
gehören zu den augenfälligsten Aufgaben bei der
Sanierung des Haus des Handwerks, denn nicht
nur die Magdeburger erwarten, dass sich das Haus
in Zukunft wieder in seiner Gestaltung aus dem
Ausgang des 19. Jahrhunderts zeigt. So müssen
die Denkmalpfleger all ihr Können aufbieten, um
soviel wie möglich Originalsubstanz zu erhalten
und die notwendigen Ergänzungen exakt anzuW
passen.
Bekanntmachung im Ausschreibungsanzeiger am 13. Mai 2011,
(Online ab 09.05.2011); Bekanntmachung im Supplement zum
Amtsblatt der EU spätestens am 16.
Mai 2011; Antrag auf Zusendung
der Unterlagen bis zum 26. Mai
2011; Abgabetermin der Angebote
bis zum 5. Juli 2011 13:00 Uhr.
Bekanntmachungstext unter:
www.hwk-magdeburg.de/ausschreibung
Kompakt:
Fachleute: Beschäftigt ca. 130 Mitarbeiter u. a.
in den Gewerken: Dachdecker, Zimmerer, Maurer,
Stuckateure, Schlosser, Steinmetze, Tischler...
Fachkompetenz: Seit mittlerweile 30 Jahren
beweisen sie auf dem Gebiet der Sanierung und
Restaurierung historischer Bauwerke ihr einzigartiges Können.
Fachkunde: Zu den Referenzen gehören u. a. die
St. Nikolaikirche in Quedlinburg, Hauptbahnhof in
Halberstadt, Dachreiter vom Dom zu Halberstadt
oder der Dicke Zwinger aus Goslar.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
1
Dateigröße
834 KB
Tags
1/--Seiten
melden