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Ein bisschen wie in Bullerbü - Das FamS

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18 BRAUNSCHWEIG
Montag, 25. August 2014
Wasserwelt in der Kritik
NACHRICHTEN
Ausflug mit dem Zug zur
Bahnausstellung in Berlin
Braunschweig. Die Eisenbahnfreunde Helmstedt fahren am
Samstag, 27. September, mit dem
Zug zur Ausstellung Inno Trans.
An dem Ausflug nach Berlin können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Die Inno Trans ist eine Ausstellung spurgebundener Fahrzeuge für Personen- und
Güterverkehr, auf der die neusten
Errungenschaften gezeigt werden.
Sie findet statt auf dem Messegelände unter dem Funkturm in Berlin. Der Zug fährt am Braunschweiger Hauptbahnhof um 7.17
Uhr ab und erreicht den Zielbahnhof in Berlin um 11.05 Uhr. Die
Rückfahrt ist für 16.45 Uhr vorgesehen. Geplante Ankunft in
Braunschweig: 20.42 Uhr. Informationen und Anmeldungen bei:
Günter Krebs, ò (0 53 52) 64 71.
E-Mail: Guenter.Krebs-Bueddenstedt@t-online.de
Babytreff
im Marienstift
Braunschweig. Das Team der Entbindungsstation Eben-Ezer I im
Marienstift lädt zum Babytreffen
ein. Es findet statt am Mittwoch,
27. August, von 15 bis 16.30 Uhr in
den Räumen hinter dem Café
Parkblick im Altenpflegeheim Bethanien. Das Treffen findet regelmäßig statt. Eine Voranmeldung
ist nicht nötig. Zum Erfahrungsaustausch und „Klönen“ sind
Mütter mit Babys und auch Geschwisterkinder willkommen. Hilfe und Unterstützung rund um das
Thema „Stillen“ wird angeboten.
Darüber hinaus bietet Silke Dreißig, zertifizierte Trageberaterin,
Beratung zum Tragetuch und vielen anderen Tragehilfen an. Auch
das Ausprobieren von verschiedenen Tragehilfen ist möglich. Weitere Infos: ò (0531) 70 11-2 71.
Noch freie Plätze beim
CDU-Sommerprogramm
Braunschweig. Einzelne Plätze ver-
schiedener Programmpunkte des
CDU-Sommerprogramms sind
noch frei. Am Samstag, 6. September, findet eine Besichtigung
der Ausstellung „1914… schrecklich kriegerische Zeiten“ im Landesmuseum Braunschweig mit einer anschließenden Kaffeerunde
statt. Am Montag, 29. September,
führt eine Tour zur Sternwarte in
Hondelage. Weitere Termine unter www.cdu-braunschweig.de.
Um Anmeldung unter ò (0531) 24
44 20 wird gebeten.
Bad-Besucherinnen
fühlten sich belästigt
Wochenlang gab es freie Sicht in die
Damenduschen. Nun hängt ein Schutz.
Von Jörg Fiene
Blick i die Wasserwelt am vergangenen Freitag.
Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
Preisstaffel auf Prüfstand
Leser kritisieren die Wasserwelt, der Stadtbad-Chef antwortet.
Das Bad befinde sich in der
Testphase, sagt Scharna. Drei bis
Braunschweig. 44 000 Besucher vier Monate werde diese beanzählte die Stadtbad GmbH in den spruchen. Danach wolle die
ersten vier Wochen der Wasser- Stadtbad GmbH entscheiden,
welt. Für Geschäftsführer Jürgen welche der Vorschläge umgesetzt
Scharna sind das gute Zahlen. werden können. „Wir bitten um
„Mehr als wir erwarVerständnis. Wir brautet haben“, sagt er.
chen dafür Zeit. Zu BeDer Stadtbad-Chef
ginn kann natürlich
spricht von überwienoch nicht alles optigend positiven Rückmal laufen, und wir
meldungen der Badewerden auch nicht jegäste. Lob gebe es vor
dem
individuellen
Was gefällt ihnen
allem für Sauna und
Wunsch nachkommen
am Bad, was ist
Gastronomie.
können.“
zu kritisieren?
Scharna
macht
Unsere Redaktion hat
aber auch keinen braunschweigerKritik aus der Leserzeitung.de
Hehl daraus, dass das
schaft gesammelt –
umstrittene 32-MilLob war die Ausnahme
lionen-Euro-Projekt
– und Stadtbad-Chef
Kritiker hat. Er spricht von Hin- Jürgen Scharna um Stellungnahweisen und Verbesserungsvor- me gebeten. Leser Bernd Wallenschlägen aus den Reihen der Ba- horst aus Königslutter besuchte
degäste, die die Betreibergesell- das Bad mit seinem Patenkind. 20
schaft
prüfen
will.
Das Euro hat er bezahlen müssen für
Preissystem, die Ausstattung der knapp drei Stunden Aufenthalt,
Duschen, der Zuschnitt und die schreibt er uns und beklagt: „BeWassertiefe der Becken – das und zahlen musste ich aber den vollen
mehr steht im Fokus der Kritik.
Tagestarif, weil es über zwei StunVon Jörg Fiene
Reden
Sie mit!
den hinaus keine weitere Abstufung im Preissystem gibt.“ Andreas Gieselmann hatte versucht, mit
seiner Frau und seinen zwei Töchtern das Zwei-Stunden-Limit zu
halten. Sein Urteil: „Unmöglich
mit Wartezeiten an Rutschen und
Duschen. Und im Innenbereich
des Bades gibt es nur eine Uhr, im
Außenbereich gar keine.“ Am Ende hatte Familie Gieselmann die
Zeit um 15 Minuten überschritten
– und musste dafür 10,60 Euro zusätzlich zahlen.
Scharna will derzeit keine Zusagen zu einer möglichen Veränderung der Tarife machen: „Dieses werden wir in unserer Testphase
überprüfen
und
gegebenenfalls darauf reagieren.
Im Hinblick auf Uhren werden wir
aufrüsten. Auch über die Karenzzeit von 15 Minuten werden wir
nach der Testphase nachdenken.“
Weitere Fragen und Kritik von unseren Lesern zur Wasserwelt sowie
Antworten der Stadtbad GmbH in
unseren nächsten Ausgaben.
Ein bisschen wie in Bullerbü
Im Kleingarten am Mutterkamp hat Tagesmutter Gabi Schielke ein kleines Paradies für ihre „Zwerge“ geschaffen.
Von Katja Dartsch
BRAUNSCHWEIGER
ZEITUNG
Ä
|
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Verlag und Redaktion: Hamburger Straße 277 (Pressehaus),
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Manuskripte nur gegen Rückporto.
Seit Freitag hängt der Sichtschutz (rechts in Weiß) vor dem Zugang zur Damendusche. Bis dahin hatten unter anderem Nutzer des Whirlpools bei geöffFoto: Florian Kleinschmidt / Bestpixels.de
neter Tür freie Sicht in den Duschraum.
BZ 25.08.2014
WETTERHISTORIE
Das Wetter am Freitag
Höchsttemperatur:
19,2 Grad
10,8 Grad
Tiefsttemperatur:
Niederschlag:
3,7 l/qm
Sonnenstunden:
4,3 Std.
Das Wetter am Samstag
Höchsttemperatur:
17,5 Grad
8,9 Grad
Tiefsttemperatur:
Niederschlag:
0,3 l/qm
Sonnenstunden:
7,8 Std.
Heute vor einem Jahr
Höchsttemperatur:
25,3 Grad
Tiefsttemperatur:
13,1 Grad
Rekorde in Braunschweig
32,7 Grad ( 1997)
Höchstwert:
10,9 Grad ( 1998)
Tiefstwert:
Braunschweig. Knapp sechs Wochen hat die Stadtbad GmbH gebraucht, um in der neu eröffneten
Wasserwelt einen gravierenden
Mangel zu beseitigen. Von bestimmten Stellen des Bades aus
hatten Besucher freie Sicht in die
Damenduschen.
Seit Freitag hängt ein Vorhang
vor dem Zugang. Der Badbetreiber hatte ihn nach Klagen von
weiblichen Badegästen fertigen
lassen – gestaltet mit einem Logo
in der Farb- und Formensprache
der Wasserwelt.
Wie sich nun herausstellte, ist
das Problem der Stadtbad GmbH
schon länger bekannt. Die Beschwerden sollen kein Einzelfall
gewesen sein. Dennoch hat der
Badbetreiber bis zur Fertigstellung des Vorhangs keine Abhilfe
durch ein Provisorium geschaffen.
Badbesucherin Heike Ehlers
hat dafür kein Verständnis: „Ich
habe an der Kasse erfahren, dass
das der Beschwerdegrund Nummer eins sein soll. Trotzdem wurde nichts unternommen, obwohl
das ein so sensibles Thema ist.“
Die Braunschweigerin ist regelmäßig mit einer Aqua-Fitness-Gruppe im Bad. Um die Teilnehmerinnen beim Duschen vor lästigen
Blicken zu schützen, habe stets eine von ihnen die Tür zugehalten,
schildert Heike Ehlers. „Unglaublich, dass so etwas nötig ist. Das
Bad hat so viel gekostet, und man
hat sich viel Zeit für die Planung
genommen.“ Sonja Döring formuliert es drastischer: „Welcher
Spanner hat sich das ausgedacht?“
Stadtbad-Chef Jürgen Scharna
räumt ein, dass „die Planung des
Architekturbüros an dieser Stelle
suboptimal war“. Grundsätzlich
sei die Tür zum Vorraum der Damendusche geschlossen. „Man
hatte also keine Einblickmöglichkeit. Nur wenn beim Betreten oder
Verlassen des Duschraums die
Tür geöffnet wurde, konnte man
dort
hineinschauen“,
sagte
Scharna. Zur Frage, warum der
Mangel nach den ersten Beschwerden nicht umgehend behoben wurde, äußerte sich Scharna
nicht.
Braunschweig. Kaya hängt kopfüber im Baum. Oski stibitzt ein
Apfelstück vom Teller und Ferdinand schrubbt mit einer alten
Zahnbürste den Boden der Spielhütte. „Ich sehe zu, dass wir hier
ein bisschen Bullerbü haben“,
sagt Gabi Schielke.
Gabi Schielke ist 52 Jahre alt
und seit elf Jahren Tagesmutter.
Wenn das Wetter es irgendwie zulässt, geht sie mit ihrer „Zwergenbande“, wie sie sie nennt, in den
Garten. Im Kleingartenverein
Mutterkamp haben sie und ihr
Mann eine Parzelle. Ein Paradies
für Kinder: Da steht eine Staffelei
unter freiem Himmel, ein großer
Swimmingpool für die ganz heißen Tage gibt es, eine HollywoodSchaukel aus Holz, eine PicknickBank für den kleinen Hunger und
ein großes, rundes Himmelbett.
Hier, geschützt durch ein Moskitonetz, machen die Kinder ihren
Mittagsschlaf – wenn es nicht gerade regnet.
Bei Regen flüchten die „Zwer-
Tagesmutter Gabi Schielke mit ihrer „Zwergenbande“ im Kleingarten – im
Wasserbecken lebt ein großer Frosch. Von links: Ferdinand, Maëlle, Kaya, Gabi
Schielke, Liam, Oskar (genannt Oski) und Oskar. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
ge“ in die Gartenlaube oder in die
Spielhütte, die auf Pfählen thront,
mit Blick in die Baumkronen. Natürlich wird auch gegärtnert: Oskar, der schon fünf wird und bald
in den Kindergarten wechselt,
liebt es, Schnittlauch zu naschen.
Er tobt durch den Garten, am
Hochbeet
entlang
–
und
schwupps, hat er wieder einen
Halm zwischen den Lippen.
Auch Möhren, Erdbeeren, Salat
und Petersilie bauen die Kinder
an. Damit die Eltern sehen, was
ihre Kinder so den ganzen Tag
treiben, macht Gabi Schielke Fotos und betreibt ein Online-Tagebuch, zu dem nur die Eltern ihrer
„Zwerge“ Zugang haben.
Gabi Schielke ist Profi, was
Kinderbespaßung angeht: Viele
Jahre hat sie Kinderveranstaltun-
gen und -feste organisiert, unter
anderem für die Lions. In der Zeitung war sie irgendwann über eine
Kleinanzeige gestolpert: Pächter
gesucht für einen Kleingarten.
Rückblickend sagt sie: „Kleingarten war für mich negativ behaftet.
Ich verband damit Gartenzwerge,
engstirnige Leute und Vereinsmeierei.“ Dennoch schaute sie in
der Anlage vorbei: „Ein Garten, in
dem ich Gemüse anbauen kann,
das wäre toll, dachte ich damals.“
Von den Vorurteilen habe sich
nichts bewahrheitet. Im Gegenteil: Sie genießt das Miteinander
im Kleingartenverein. „Es gibt
hier zum Beispiel die sogenannte
Rentner-Band, die bei den Kindern ganz hoch im Kurs steht“ erzählt sie. Die Rentner-Band: Das
sind ein paar Kleingärtner um die
70, die als „schnelle Einsatztruppe“ erledigt, was anfällt –und damit insbesondere die Berufstätigen entlasten, die ihre Gärten am
Mutterkamp haben. Aber das ist
eine andere Geschichte.
Tagesmutter Gabi Schielke jedenfalls will ihren Garten, der so
FRAGEBOGEN
Mein Garten ist für mich...
meine kleine Heimat.
Meine Lieblingsbeschäftigung im Garten:
Ernten. Als Veganerin ist Gemüseernten besonders toll.
Das mag ich am Garten
am wenigsten:
Unkraut.
verwunschen aussieht, nicht missen. „Die Kinder hier sollen erleben, was ich in meiner Kindheit
erlebt habe: rausgehen, sich dreckig machen, im Sommer mit den
nackten Füßen in Pfützen gehen
und spüren, wie sich das anfühlt.“
Ein bisschen Bullerbü für ihre
Kinder wollen viele Eltern – „Gabis Zwergenbande“ ist ausgebucht.
Weitere Kleingärtner stellen wir in
den nächsten Ausgaben vor.
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