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DIE FINANZKRISE Wie sich Schalke retten will

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www.kicker.de
Schweiz 3,10 sFr., Österreich 5 1,80, Benelux 5 2,00, Frankreich 5 2,20, Italien 5 2,20, Portugal (cont.) 5 2,20, Spanien 5 2,20, Kanaren (Luftfracht) 5 2,40, Griechenland 5 2,60, Ungarn Ft 650, Slowenien 5 2,20/SIT 527,21
Fotos: imago/Avanti, Reuters, Sven Simon
Nr. 75 / 37. Woche
10. September 2009
5 1,60
Deutschland
FRAUEN-EM
Heute Finale
Der Traum
vom 7. Titel
WM-QUALIFIKATION
Jetzt „Finale“ in Moskau
DEUTSCHLAND – ASERBAIDSCHAN
4:0
Pflicht erfüllt!
Klose bricht den Bann.
Auch Podolski trifft.
WALES – RUSSLAND
1:3
Pavlyuchenko
macht alles klar
Von der Bank
zum Doppelpack:
Miroslav Klose
jubelt wieder.
BUNDESLIGA
Dortmund – FC Bayern
Heißes Duell: So will
Dede Robben stoppen
Ribery und van Gaal
Neue Show
oder neuer Stress?
WOLFSBURG
Martins drängt sich auf – Dzeko droht die Bank
STUTTGART
Rückkehrer Hilbert: Kampfansage an Gebhart
HERTHA
Favre: „Es kann sein, dass wir leiden müssen“
DIE FINANZKRISE Wie sich Schalke retten will
2
LÄNDERSPIEL
kicker, 10. September 2009
DIE DEUTSCHE GRUPPE 4: Arshavin assistiert
EINWURF
VO N C H R I S T I A N Z I E G E
Der Europameister von 1996 und WM-Zweite von
2002 über die Gefahr der Play-off-Begegnungen
Der Druck in den Play-offs ist
höher als beim WM-Endspiel
un kommt es im Oktober in
Moskau also zum Showdown
zwischen der deutschen
Mannschaft und Russland. Die
Russen erlaubten sich nicht den
Ausrutscher, auf den ich insgeheim
gesetzt hatte. Aus deutscher Sicht
freut mich, dass unsere Elf nach der
Pause noch einmal zugelegt hat.
Vor dem „Endspiel“ um den
Gruppensieg ist mir nicht bange.
Ich gehe fest davon aus, dass die
deutsche Mannschaft in Moskau
besteht und als Gruppen-Erster zur Weltmeisterschaft fährt.
Betrachtet man die Qualität des
Kaders müssen wir uns vor Russland keinesfalls verstecken. Auch
das Thema Kunstrasen würde ich
nicht überbewerten, obwohl dieser Untergrund durchaus seine
Tücken hat. Ich habe mir in letzter
Zeit einige Spiele von RB Salzburg
angeschaut und festgestellt, dass
sich auf Kunstrasen eine andere Art
von Fußballspiel entwickelt. Der
Ball rollt anders, es wird weniger
bis gar nicht gegrätscht – darauf
muss man sich einstellen. Aber
große Befürchtungen, dass den
deutschen Spielern die Umstellung
nicht gelingt, habe ich nicht.
N
Mehr Sorgen würde mir ein
Abrutschen in die Play-offs
machen. Hochkarätige Gegner
wie Frankreich sind die eine
Gefahr. Die andere, vielleicht
sogar größere lauert in der ungeheuren Drucksituation. Ich habe
einmal mit Oliver Kahn unsere
Play-off-Spiele 2001 gegen die
Ukraine Revue passieren lassen,
und wir waren uns einig: Diese
Duelle zählten zu den Begegnungen mit dem höchsten Druck,
intern wie extern, in unserer
Karriere, nicht vergleichbar mit
einem WM- oder EM-Endspiel,
in dem man schon etwas erreicht
hat und nur gewinnen kann. Kein
Spieler will die WM verpassen.
Dazu verlangt das ganze Land
ein Weiterkommen. Die Spieler
wissen: Fliegen wir raus, sind
wir die Deppen der Nation, die
erste deutsche Mannschaft, die
eine große Endrunde verpasst.
Glücklicherweise mündete diese
quälende Ungewissheit in eines
der schönsten Erlebnisse meiner
Laufbahn: Wie uns die Fans beim
Rückspiel in Dortmund nach
vorne peitschten und uns zum 4:1
trugen, bleibt mir unvergessen.
Sperre für Andreas Wolf. Richtig so!
PRO & CONTRA
kicker-Redakteure diskutieren. Und
Ihre Meinung? leserforum@kicker.de
1Die Moralkeule
muss keiner schwingen. Andreas Wolf,
als harter, aber nie
unfairer Abwehrspieler bekannt, darf
wegen eines einzigen Ausrasters
nicht an den Pranger gestellt werden. Aber, er muss für ihn geradestehen, denn als Profi besitzt er Vorbildfunktion. Immer und überall
– auch bei einem Testspiel, das zudem
in der Öffentlichkeit stattfand. Und
es spielt keine Rolle, ob 300 oder
30 000 Zuschauer das Geschehen
verfolgen. Deswegen kann es auch
keine Tätlichkeit light geben. Ein
Kopfstoß bleibt ein Kopfstoß.
1Andreas Wolf
hat eine Dummheit begangen. Ein
Kopfstoß, auch
in einem Freundschaftsspiel, ist
keine Lappalie. Auch dann nicht,
wenn ein rüdes Foul des Gegners
vorausging. Trotzdem fehlt bei
einer Sperre für die Bundesliga
die Verhältnismäßigkeit. Oder soll
ein Testspiel auf dem eigenen Vereinsgelände gleichgesetzt werden
mit der Bühne Bundesliga? Nein!
Eine Sperre nur für die nächsten
Tests wäre angemessen, auch eine
saftige „Spende“ für einen wohltätigen Zweck. Mehr aber nicht.
CHRISTIAN BIECHELE
FRANK LINKESCH
Russland mit viel Mühe
Wales –
Russland
1:3 (0:1)
Wales: Hennessey – Gunter, Collins, Williams, Gabbidon (74. Vokes) – Ricketts,
Edwards, Stock, Ramsey – Ledley, Bellamy
– Trainer: Toshack
Russland: Akinfeev – Anyukov, Ignashevich,
V. Berezutsky, Yanbaev – Bystrov, Semak,
Semshov (71. Pavlyuchenko), Zyryanov
– Arshavin, Kerzhakov (84. Rebko) – Trainer: Hiddink
Tore: 0:1 Semshov (36.), 1:1 Collins (54.),
1:2 Ignashevich (71.), 1:3 Pavlyuchenko
(90./+1) – SR: de Sousa (Portugal) – Zuschauer: 30 000 in Cardiff – Gelbe Karten: Ricketts – Anyukov
Nur mit einiger Mühe nahm
Russland die knifflige Auswärtshürde. Dabei konnte Guus Hiddink mit Ausnahme des verletzten
Zhirkov, den Yanbaev hinten links
vertrat, seine beste Elf aufbieten.
Nachdem die stark ersatzgeschwächten Waliser sich zehn
Minuten lang ausgetobt hatten,
übernahmen die Russen das Kommando. Im Angriff sorgte der extrem
quirlige Arshavin immer wieder
für gefährliche Aktionen. Wie vor
dem 1:0: Der Arsenal-Stürmer drib-
belte von rechts nach innen und
bediente Semshov, der problemlos vollendete. Kurz darauf hätte
Arshavin beinahe Kerzhakov das
2:0 serviert.
So aber begann Wales auch
die zweite Hälfte druckvoll und
kam zum 1:1, weil der von Berezutsky alleingelassene Collins im
Anschluss an einen Eckball gut reagierte. Wenig später musste Semak
auf der Linie gegen Edwards klären.
Russland fing sich bald wieder, ehe
Ignashevich überraschend per Freistoß zum 2:1 traf. Akinfeev musste
zunächst in der Schlussphase den
Vorsprung verteidigen, ehe Pavlyuchenko das 3:1 gelang.
Finnland patzt in Liechtenstein
Mit dem 1:1 in Liechtenstein verspielten die Finnen ihre letzte
Qualifikations-Chance. Litmanens
Führung per Elfmeter (74.) glich
Polverino postwendend aus.
Finnlands Team: Jääskeläinen – Pasanen, Hyypiä, Tihinen, Moisander
– Heikkinen – Johansson, R. Eremenko, A. Eremenko – Litmanen
(82. S. Kuqi), Sadik (60. Kolkka).
M. SANADZE/E. HASLER
WM-Qualifikation: Die deutsche Gruppe 4
Wales – Aserbaidschan
Liechtenstein – DEUTSCHLAND
Russland – Wales
Aserbaidschan – Liechtenstein
Finnland – DEUTSCHLAND
Finnland – Aserbaidschan
Wales – Liechtenstein
DEUTSCHLAND – Russland
Russland – Finnland
DEUTSCHLAND – Wales
Russland – Aserbaidschan
Wales – Finnland
DEUTSCHLAND – Liechtenstein
Liechtenstein – Russland
Wales – DEUTSCHLAND
Aserbaidschan – Wales
Finnland – Liechtenstein
Finnland – Russland
Aserbaidschan – DEUTSCHLAND
Aserbaidschan – Finnland
1:0
0:6
2:1
0:0
3:3
1:0
2:0
2:1
3:0
1:0
2:0
0:2
4:0
0:1
0:2
0:1
2:1
0:3
0:2
1:2
Russland – Liechtenstein
Liechtenstein – Finnland
DEUTSCHLAND – Aserbaidschan
Wales – Russland
1. DEUTSCHLAND
2. Russland
3. Finnland
4. Wales
5. Liechtenstein
6. Aserbaidschan
3:0
1:1
4:0
1:3
8 24:4 22
8 18:4 21
8 11:12 14
8 6:10 9
8 2:19 2
8 1:13 1
Samstag, 10. Oktober:
Russland – DEUTSCHLAND
Finnland – Wales
Liechtenstein – Aserbaidschan
Mittwoch, 14. Oktober:
DEUTSCHLAND – Finnland
Aserbaidschan – Russland
Liechtenstein – Wales
Die Sieger der neun Europa-Gruppen qualifizieren sich direkt für die WM 2010 in Südafrika.
Die acht besten Gruppenzweiten (Ergebnisse gegen sechstplatzierte Teams werden dabei
nicht berücksichtigt) ermitteln in Play-offs am 14. und 18. November vier weitere WM-Teilnehmer. Bei Punktgleichheit zählt die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen. Ist auch diese
gleich, zählt die Anzahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore. Sind dann immer noch
zwei oder mehr Teams gleich, wird ihre Platzierung nach folgenden Kriterien ermittelt:
a) Anzahl Punkte aus den Direktbegegnungen;
b) Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams;
c) Anzahl der in den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams erzielten Tore;
d) Losentscheid.
LÄNDERSPIEL
kicker, 10. September 2009
3
Viele Fragen bis Moskau
1Am Montag, 5. Oktober, wird
es nun also ernst. Da beginnt der
Countdown für das Endspiel um
den Sieg in der WM-Qualifikationsgruppe 4, Joachim Löw vereint
an diesem Tag in Mainz seine Auserwählten, um sie auf Kunstrasen
für das Finale am 10. Oktober in
Moskau vorzubereiten. Nach dem
4:0-Sieg gegen Aserbaidschan in
Hannover und dem zeitgleichen
3:1-Erfolg der Russen in Wales geht
die deutsche Delegation diesen Auftrag mit dem dünnen Vorsprung
eines einzigen Zählers an.
Ein Remis würde also reichen,
einen Dreier in der letzten Partie
gegen Finnland vier Tage später
in Hamburg vorausgesetzt. Doch
gegen diesen Gegner patzte das
deutsche Team, 3:3 im Hinspiel in
Helsinki, womöglich folgenreich,
denn die Playoffs sind nicht ausgeschlossen, nach der Vorstellung von
Hannover vor der Pause.
Nach gefälligem, teils gar furiosem Start mit vier Großchancen
plus Michael Ballacks Elfmetertor
zum 1:0 ertönten als berechtigte
Reaktion auf den bewegungsarmen,
fehlerhaften und nachlässigen Vor-
Die deutsche Nationalmannschaft gewann gegen
Aserbaidschan, die russische in Wales. Damit steigt
am 10. Oktober in Moskau das Endspiel um den
ersten Platz in der WM-Qualifikationsgruppe 4.
Foto: T-F-Foto
AU S H A N N OV E R B E R I C H T E N
RAINER FRANZKE, OLIVER
H A RT M A N N , T H I E M O M Ü L L E R ,
THOMAS HIETE UND
MICHAEL RICHTER
Wieder ein Tor: Der Kölner Lukas Podolski erzielte seinen 34. Treffer im
66. Länderspiel. In dieser Szene kommt er vor Allahverdiyev an den Ball.
trag schon nach 24 Minuten die
ersten Pfiffe, die zur Pause zu einem
gellenden Konzert anschwollen.
Erst nach dem Wechsel wurde Löws
„wichtigstes Ziel, dass die Mannschaft wieder strukturierter und
organisierter auftritt“, umgesetzt.
Davon war zuvor über weite Strecken nichts zu sehen gewesen. Der
Bundestrainer gab mit seinen Korrekturen nach dem Wechsel erste
Antworten auf viele drängende
Fragen: Ist Lahm rechts wirklich
hilfreicher als links, wo er in der
zweiten Halbzeit statt des schwachen Schäfer unterwegs war? Wie
lange noch darf Schweinsteiger
solche Leistungen anbieten? Ist ein
System gegen einen unterlegenen
Gegner mit nur einem Innenstürmer ideal? Und dann sind da noch
die Diskussionen über die Nummer 1, über den passenden Partner
für Abwehrchef Mertesacker und
für Ballack im zentralen Mittelfeld
mit Antworten zu beenden.
Auch wenn es nach der Pause
mit einem torhungrigen Klose
gegen zehn Aserbaidschaner viel
besser lief, hat Löw noch viel zu
tun. Damit es mit der WM etwas
wird. Und damit das Stadion künftig wieder ausverkauft ist. 35 369
Zuschauer waren noch weniger als
vor sieben Jahren gegen die Färöer,
36 628, beim 2:1 in der EM-Qualifikation, auch in Hannover.
EINE FRAGE AN DREI EXPERTEN
Wie sollte Joachim Löw die noch offenen Stellen besetzen?
„Lahm sollte rechts bleiben“
„Frings’ Zeit ist vorbei“
„Schweinsteiger geht voran“
Thomas Berthold
Guido Buchwald
Michael Tarnat
Weltmeister 1990
zur Abwehr
Weltmeister 1990
zum defensiven Mittelfeld
19 A-Länderspiele, 363 BL-Einsätze
zu den offensiven Außen
enn Christoph Metzelder fit
ist und bei Real Madrid spielt,
sehe ich ihn neben Per Mertesacker in der Innenverteidigung. Für den Ex-Dortmunder spricht vor
allem seine Erfahrung und sein fußballerisches
Können. Tasci, Westermann und Friedrich haben
dagegen alle so ihre individuellen Schwächen, sei
es im Zweikampfverhalten, in der Spieleröffnung
oder in punkto Technik. Auf rechts sollte Philipp
Lahm bleiben; mir gefällt Marcel Schäfer als linker Gegenpart des Münchners ganz gut. Er sucht
den Weg nach vorne und schlägt gute Flanken,
auch wenn er diesmal schwach spielte.
W
ür mich gibt es für die Position
neben Michael Ballack nur
einen, dem die Zukunft gehört: Sami Khedira
bringt alles mit, ist fußballerisch sehr beschlagen und dazu noch torgefährlich. Zwar hat er
momentan noch Thomas Hitzlsperger vor sich,
aber das kann sich bald ändern, vielleicht sogar
schon zur WM 2010. Bei aller Qualität, die Simon
Rolfes mitbringt, sehe ich Khedira vor dem Leverkusener. Die Zeit von Torsten Frings ist dagegen
vorbei. Da ist zu viel passiert zwischen ihm und
dem Bundestrainer, das lässt sich mit keiner
Leistung dieser Welt wieder gutmachen.
F
astian Schweinsteiger zählt für
mich zu den gesetzten Spielern. Er zeigt trotz einiger Schwankungen über
Jahre immer seine Leistung, belebt das Spiel in
die Spitzen mit seinen Aktionen. Und: Er ist einer
der Köpfe dieser Elf. Einer, der vorangehen kann,
was in kritischen Situationen wichtig wird. Sehr
gut entwickelt hat sich Piotr Trochowski. Technik
und Schnelligkeit zeichneten ihn schon immer
aus, seinen Tordrang hat er noch verbessert. Erste
Alternative zu den beiden ist Marko Marin, Spieler wie Mesut Özil oder Lukas Podolski sehe ich
anderswo stärker – Özil zentral, Podolski vorn.
B
4
LÄNDERSPIEL
kicker, 10. September 2009
Deutschland – Aserbaidschan
4:0
Adler (Note 3)
(1:0)
.
Bayer Leverkusen 24 Jahre/6 Länderspiele
Lahm (3)
Mertesacker (3)
EINZELKRITIK
Trainer: Löw
Westermann (3)
Schäfer (5)
Bayern München 25/60 Werder Bremen 24/57 FC Schalke 04 26/14 VfL Wolfsburg 25/6
Ballack (3,5)
Hitzlsperger (4)
FC Chelsea 32/95
VfB Stuttgart 27/49
Schweinsteiger (5)
Özil (4)
Podolski (3,5)
Bayern München 25/70
Werder Bremen 20/4
1. FC Köln 24/66
René Adler
Note 3
Lange beschäftigungslos, ließ er
sich in der 36. Minute fast von
einem Chertoganov-Fernschuss
überraschen, den er gerade noch
zur Ecke faustete. Reaktionsstark
unmittelbar danach beim Flachschuss von Shukurov. In der zweiten Hälfte so gut wie beschäftigungslos.
Gomez (4,5)
Bayern München 24/28
Dzavadov (5)
Karabakh Agdam 20/25
Mammadov (4,5)
Karabakh Agdam 21/12
Nadirov (5)
Chertoganov (4,5)
Sadygov (4,5)
Karabakh Agdam 22/24 Inter Baku 29/27
Karabakh Agdam 27/57
Yunisoglu (5)
Philipp Lahm
Note 3
Schaltete sich anfangs häufig ins
Offensivspiel ein, gutes Zusammenspiel mit Schweinsteiger; seinen Hereingaben fehlte es jedoch
lange an Präzision. Wesentlich
lebhafter und effektiver nach der
Pause auf der linken Seite, herrlicher Pass auf Klose vor dem 2:0.
FK Baku 23/21
Allahverdiyev (4,5)
Abbasov (5,5)
Karabakh Agdam 25/5 Inter Baku 31/36
Levin (5)
Shukurov (4,5)
Inter Baku 25/6
Inter Baku 26/36
K. Agayev (2)
Trainer: Vogts
Khazar Lankaran 23/8
Eingewechselt: 46. Klose (1/Bayern München 31/91) für Gomez und Beck (–/1899
Hoffenheim 22/4) für Schäfer, 67. Trochowski (–/Hamburger SV 25/25) für Schweinsteiger – 57. Ernani (5/Karvan Evlakh 31/11) für Nadirov, 67. Huseynov (–/Inter Baku
21/15) für Mammadov – Reservebank: Neuer 23/1 (Tor/FC Schalke 04), Tasci 22/9
(VfB Stuttgart), Khedira 22/1 (VfB Stuttgart), Cacau 28/3 (VfB Stuttgart) – Veliyev
28/29 (Tor/Karabakh Agdam), Abisev 21/1 (Neftchi Baku), Medvedyev 19/0 (Karabakh Agdam), Zeynalov 29/13 (Standard Baku), Ahtyamov 24/11 (FK Minsk)
Tore: 1:0 Ballack (14., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Abbasov an Podolski), 2:0 Klose
(55., Rechtsschuss, Lahm), 3:0 Klose (66., Rechtsschuss, Beck), 4:0 Podolski (71.,
Linksschuss, Ballack) – Chancen: 10:2 – Ecken: 11:2
SR: Kakos (Griechenland – Assistenten: Saraidaris, Trifonas – Vierter Offizieller: Kalopoulos/alle Griechenland), Note 2, lag in den wesentlichen Entscheidungen richtig (Elfmeter, Gelb-Rote Karte). – Zuschauer: 35 369 (in Hannover) – Gelbe Karte: Ernani –
Gelb-Rote Karte: Abbasov (50.) – Spielnote: 3,5, die zweite Halbzeit entschädigte für
die schwachen ersten 45 Minuten.
Spieler des Spiels: Miroslav Klose
SPIELFILM: Ballack trifft vom Elfmeterpunkt
Doppelpack durch Klose
6. Minute: Podolski gibt aus halblinker Position den ersten Warnschuss
ab, Agayev kann klären.
7.: Özil setzt sich im Strafraum
durch und scheitert an Agayev.
10.: Agayev lenkt Schweinsteigers
Schuss über die Latte.
13.: Abbasov foult Podolski im
Strafraum, Schiedsrichter Kakov
gibt Elfmeter.
14. – das 1:0: Ballack verwandelt.
16.: Nach Ballacks Flanke scheitert
Gomez per Kopf an Agayev.
36.: Chertoganov zieht aus 30
Metern ab, Adler hält per Faustabwehr.
37.: Nach der anschließenden Ecke
kommt Shukurov zum Schuss, Adler
pariert.
50.: Der bereits verwarnte Abbasov
holt Klose mit einer Grätsche von
den Beinen und sieht dafür Gelb-Rot.
53.: Nach einem Querschläger zieht
Klose volley ab, aber Agayev pariert.
55. – das 2:0: Lahm zieht von links
nach innen und bedient Klose, der
aus sieben Metern ins kurze Eck
trifft.
59.: Schnelle Kombination über
rechts, doch Podolskis Abschluss
verfehlt das Tor deutlich.
66. – das 3:0: Özil setzt Beck auf
rechts ein, dessen Flanke verwandelt Klose vom Fünfer per Direktabnahme.
71. – das 4:0: Nach Kopfballvorlage
von Ballack vollstreckt Podolski per
Linksschuss.
76.: Klose kommt im Strafraum zu
Fall, aber der Schiedsrichter lässt
weiterspielen.
81.: Ballacks Freistoß von der Strafraumgrenze bleibt in der Mauer
hängen.
Per Mertesacker
Note 3
Gewohnt aufmerksam und stellungssicher, zweimal mit wichtigen Rettungsaktionen gegen
Dzavadov. Stets um Impulse nach
vorne bemüht, gefährlicher Kopfball (56.).
Heiko Westermann
Note 3
Sehr konzentrierte Abwehrleistung, entschlossen und konsequent in den Zweikämpfen, ohne
erkennbare Fehler auch im Aufbauspiel.
Marcel Schäfer
Note 5
Defensiv wenig beschäftigt, ließ
er sich in der 14. Minute von Shukurov austanzen. Nach vorne bemüht, aber ohne Esprit und Wirkung. Zur Pause ausgewechselt.
Michael Ballack
Note 3,5
Guter Beginn; legte schon in der
6. Minute für Podolski auf, verwandelte dann den Foulelfmeter
sicher und schlug eine tolle Linksflanke auf Gomez (15.). Danach
aber häuften sich auch bei ihm
schlampige Abspiele. Wie allen
mangelte es auch dem Kapitän
vor der Pause an Laufbereitschaft.
Nach dem Wechsel wieder besser
im Spiel, mustergültige Kopfballablage auf Podolski vor dem 4:0.
Thomas Hitzlsperger
Note 4
Aggressiv am Mann, kam aber
zunächst zu selten in die Zweikämpfe, weil defensiv die Abstimmung mit Ballack nicht passte.
Offensiv lange ohne entscheidende Akzente, sah auch er nach
der Pause etwas besser aus.
Bastian Schweinsteiger
Note 5
Hatte seine beste Aktion, als er
von der linken Seite nach innen
zog und sein Schuss knapp übers
Tor strich (10.). Blieb ansonsten aber
auf dem rechten Flügel und bewies
dort erneut, dass ihm auf dieser
Position Tempo und Dribbelstärke
fehlen; rannte sich immer wieder
kopflos fest. Immerhin klappte das
Zusammenspiel mit Lahm.
Mesut Özil
Note 4
Setzte sich in der 7. Minute gut auf
engem Raum durch, scheiterte aber
an Torhüter Agayev. Nach unscheinbarem Beginn steigerte er allmählich Präsenz und Ballkontakte, aber
auch Abspielfehler und technische
Unzulänglichkeiten. Schöner Pass
auf Beck vor dem 3:0, doch unter
dem Strich längst nicht so dominant wie am vergangenen Samstag
beim 2:0 gegen Südafrika.
Lukas Podolski
Note 3,5
Hatte mit einem Schuss aus spitzem
Winkel die erste Chance (6.), holte
nach Doppelpass mit Gomez den
Elfmeter vor dem 1:0 heraus. Das
war’s dann auch für lange Zeit mit
nennenswerten Offensivaktionen.
Nach der Pause schwungvoller. Vergab zunächst mit seinem schwachen rechten Fuß die große Chance
zum 3:0 (59.), machte es dann in der
70. mit links besser.
Mario Gomez
Note 4,5
Guter Doppelpass mit Podolski
vor dem Foulelfmeter, vergab kurz
darauf per Kopf aus bester Position eine 100-prozentige Chance.
Fand kaum Bindung zum Spiel und
wurde zur Pause zu Recht gegen
Klose ausgewechselt.
Andreas Beck
Note 3
Defensiv auf der rechten Abwehrseite wenig gefordert, offensiv sehr
engagiert: Zunächst legte er mit
großer Übersicht für Podolski (58.)
auf, dann bereitete er mit Glück das
3:0 durch Klose vor.
Miroslav Klose
Note 1
Wirkte bei seinem 45-minütigen
Einsatz wesentlich spritziger und
torgefährlicher als sein Vorgänger
Gomez. Wo er in der 53. Minute
mit schöner Direktabnahme noch
scheiterte, traf er danach in bester
Torjägermanier zweimal zum 2:0
und 3:0 und entschied so die Partie
zugunsten Deutschlands.
Piotr Trochowski
Note –
Setzte Beck mit seinen Pässen zweimal schön in Szene, schoss in der
77. Minute knapp am Tor vorbei,
scheiterte in der 87. und in der
Nachspielzeit zweimal an Agayev.
LÄNDERSPIEL
kicker, 10. September 2009
5
ANALYSE: Nach starkem Start baut die DFB-Elf enorm ab – doch dann kommt Klose
Lahms Wechsel nach links hilft dem Team
m Ende war’s doch noch eine
ansehnliche Show: Die deutsche Nationalelf besiegte Aserbaidschan deutlich – auch weil sich
die Einwechslungen auszahlten.
A
PERSONAL
SYSTEM UND TAKTIK
Das System war das gleiche wie
gegen den nächsten WM-Gastgeber, die Spielweise aber war eine
andere: Weil Özil im Zentrum von
Yunisoglu (oder Chertoganov) in
Manndeckung genommen wurde,
versuchte es die DFB-Elf mehr über
die Außen. Der Start glückte mit
fünf Chancen in der Anfangsviertelstunde und der logischen Führung
durch Ballack. Danach aber baute
das Team krass ab, komplett. Es
fehlte an Bewegung, Präzision und
Pressing, was viele Ballverluste zur
Folge hatte. Nachlässigkeiten im
Mittelfeld, egal, ob von Ballack, Özil
oder Schweinsteiger, ermöglichten
es dem Außenseiter Aserbaidschan,
ins Spiel zu finden, weil ihm der für
seinen Aufbau nötige Platz und jede
Menge Zeit gestattet wurde. Sogar
der Ausgleich war möglich. Nach
der Pause zahlten sich die Wechsel schnell aus: Lahm rückte nach
Das war gut, das war schlecht
+
Löws Auswechslungen und
Umstellungen zur Halbzeit sorgten letztlich für den klaren Sieg. Danach
war deutlich mehr Zug drin.
+
Der deutschen Mannschaft
gelang es nach dem Wechsel,
den nach der Führung verlorenen
Faden wieder aufzunehmen und aufs
Tempo zu drücken.
−
Bereits nach dem 1:0 schaltete Löws Team bis zur Halbzeit einige Gänge zurück und tat sich
dadurch schwer.
−
In der 1. Halbzeit übertrieb die
deutsche Elf das Kurzpassspiel
und verlor dadurch das Tempo.
Foto: Contrast/Pollack
Bei den Deutschen gab es vier
Änderungen im Vergleich zum 2:0
beim Test gegen Südafrika: Mertesacker kam für Tasci, Hitzlsperger
für Rolfes, Podolski für Marin. Im
Abschlusstraining zog sich der in
der Innenverteidigung eingeplante
Arne Friedrich eine leichte Adduktorenzerrung zu, so durfte Westermann beginnen.
Sicher verwandelt: Michael Ballack schickte Agayev beim Elfmeter zum 1:0 in die falsche Ecke.
Becks Hereinnahme von rechts
nach links, bereitete von dort aus
schön das 2:0 von Joker Klose vor.
Jetzt war die Partie entschieden.
Jetzt zeigte die Mannschaft auch
wieder deutlich mehr Laufbereitschaft und dominierte das Spiel.
Und jetzt hatte sie Spaß vorm Tor:
Gegen dezimierte Gäste wurde es
eine lockere Sache.
SCHLÜSSELSZENEN
René Adler bewahrte sein Team
innerhalb von einer Minute zweimal
vor dem bitteren 1:1. Erst wehrte
er einen Flatterball von Chertoganov zur Ecke ab. Nach dieser kam
Shukurov freistehend zum Schuss,
den der Leverkusener mit starker
Reaktion hielt (37.). Nach der Pause
erwies sich Kloses Einwechslung als
kluger Schachzug.
das 2:0 vor. Aserbaidschans Keeper
Agayev verhinderte mit starken
Paraden, dass der Rückstand für
seine Elf schon früh anwuchs.
DATEN UND FAKTEN
Michael Ballack gelang in seinem
95. Länderspiel das 42. Tor, das 10.
vom Elfmeterpunkt. Zum 15. Mal
brachte ein Treffer von ihm das
1:0. Miro Klose machte in seinem
91. Länderspiel die Treffer 46 und
47, er schaffte zum 13. Mal in einer
Partie mehr als ein Tor.
FAZIT
Natürlich war der Sieg verdient und
die Mannschaft erspielte sich auch
die nötigen Tore. Zwischendrin aber
zeigte sie Schwächen, die zu bösen
Pfiffen in der Pause führten.
SPIELER DES SPIELS
SCHLÜSSELFIGUREN
Philipp Lahm zeigte erneut, dass
er links wertvoller ist als rechts.
Nach seiner Rückversetzung auf
diese Bahn bereitete er in typischer
Manier mit klugem Nach-innenziehen und präzisem Pass auf Klose
%-Spielcheck
Durchschnittsnote
Abseits
Fouls
Gewonnene Zweikämpfe
Ballbesitz
Meiste Ballkontakte
Deutschland
3,5
3
13
60 % (87)
58 %
90 Ballack
Miroslav Klose
Beim FC Bayern mag er derzeit im
Tief statt im Team sein, in der Nationalmannschaft aber bleibt er der
Torgarant. Machte mit seinen zwei
Treffern den Erfolg perfekt.
Aserbaidschan
4,6
3
10
40 % (58)
42 %
75 Shukurov
TORHÜTER
Enke im Stadion,
aber das Rätsel bleibt
1Den Aufstieg zur aktuellen Nummer zwei der Torhüter-Hierarchie
hat René Adler mit der Gala gegen
Südafrika unzweifelhaft bewältigt.
Der Einsatz gegen Aserbaidschan
nach Robert Enkes Ausfall war
logisch. Bleibt die Frage: Werden
nun auch fürs Schlüsselspiel in
Russland die Karten neu gemischt?
In erster Linie hängt vieles davon
ab, wie schnell Enke wieder topfit
ist. Seinem Klub Hannover fehlt
er am Sonntag (siehe Seite 18) in
Bremen. Die Einsatzgarantie für
Moskau nahm Bundestrainer Löw
bislang nicht zurück. Aber: Ein
Rätsel bleibt, was Enkes Kraftlosigkeit, verbunden mit nächtlichem
Schüttelfrost und knapp vier Kilo
Gewichtsverlust, verursacht.
Das Ergebnis eines Bluttest beim
Hamburger Tropeninstitut steht
aus. Vor rund zwei Wochen hatte ein
Blutbild nichts Auffälliges ergeben.
Ausgeschlossen werden können
neben Schweinegrippe wohl auch
Pfeiffersches Drüsenfieber und ein
Zeckenbiss. Ansteckungsgefahr
besteht offenbar nicht: Dienstag
Abend speiste Enke, der sich mit
leichten Läufen fit hält, mit der
Mannschaft. Und drückte am Mittwoch im Stadion die Daumen.
6
LÄNDERSPIEL
kicker, 10. September 2009
„Ballack hat sich verändert“
„Es ist ein ständiger Kampf,
und der ist noch nicht vorbei.“
Platz drei zum Einsatz kommt, kann
man nicht von einem persönlichen
Sommermärchen sprechen.
kicker: Haben Sie den Bundestrainer danach um die Versetzung ins
Mittelfeld gebeten?
Hitzlsperger: Ja, ich hatte doch nur
zwei Möglichkeiten: Entweder ich
versauere als Linksverteidiger und
werde irgendwann nicht mehr eingeladen, weil ich dafür nicht gut genug bin. Oder ich traue mich, das
Thema gegenüber Joachim Löw anzusprechen und den harten Kon-
kicker: Betrachten Sie sich als Führungsspieler im Nationalteam?
Hitzlsperger: Ich halte es für falsch, in
einer Mannschaft nach zwei, drei
Führungsspielern zu suchen und
diese für Sieg und Niederlage verantwortlich zu machen. Außerdem
gibt es keine klare Definition, was
ein Führungsspieler überhaupt ist.
Bestimmt nicht der, der am lautesten schreit und nach dem Spiel als
Erster vor der Kamera steht.
Er brauchte lange, um sich in der Nationalelf zu
etablieren. Nun hat es THOMAS HITZLSPERGER (27)
geschafft – und spricht auch über den Kapitän.
„Noch mal ein Vereinswechsel?
Das möchte ich mir ersparen.“
Foto: imago/MIS
kicker: Ein klarer Sieg gegen Aserbaidschan. Ist die deutsche Mannschaft für den Qualifikationsgipfel
in Russland schon gerüstet, Herr
Hitzlsperger?
Thomas Hitzlsperger: Wir haben die
bessere Ausgangsposition und ich
bin davon überzeugt, dass wir diese
in den Spielen in Russland und gegen Finnland auch nutzen werden.
kicker: Sie stehen nun in Moskau vor
dem 50. Länderspiel. Was bedeutet
Ihnen diese Zahl?
Hitzlsperger: Es ruft mir vor allem
in Erinnerung, wie schnell die Zeit
vergeht. Vor gerade mal fünf Jahren
bin ich im Iran zum ersten Mal aufgelaufen. Und so holprig wie mein
Einstieg in die Nationalmannschaft
verlaufen ist, konnte man nicht
unbedingt davon ausgehen, dass
da so schnell so viele Länderspiele
zusammenkommen.
kicker: Warum hat es so lange gedauert, bis Sie sich etabliert haben?
Hitzlsperger: Ich habe mangels Alternativen und nach einer längeren
Verletzungspause von Philipp Lahm
unter Jürgen Klinsmann knapp zwei
Jahre lang Linksverteidiger gespielt,
obwohl das nicht meine beste Position ist. Die Leistungen waren daher
nicht zufriedenstellend, es hagelte
Kritik. Aber das sind Negativerlebnisse, die man zwangsläufig macht
in seinem Profileben.
kicker: Wie auch die WM 2006?
Hitzlsperger: Ich war schon froh,
dabeizusein und die ganze Atmosphäre rund um das Team live miterleben zu können. Aber unterm
Strich war diese WM für mich eher
eine unangenehme Erfahrung. Ich
war in einer sehr guten Verfassung,
habe davon geträumt, etwas bewegen zu können. Wenn man dann
nur elf Minuten im letzten Spiel um
Zentrale Rolle in der deutschen Nationalmannschaft: Der Stellenwert des
Stuttgarters Thomas Hitzlsperger ist zuletzt spürbar gestiegen.
kurrenzkampf im Mittelfeld anzunehmen.
kicker: Obwohl dort mit Michael
Ballack und Torsten Frings zwei
Platzhirsche thronten?
Hitzlsperger: Ich wollte im Mittelfeld
spielen, also musste ich jemanden
verdrängen. Das ist gelungen. Ich
habe in der vergangenen Saison alle
Pflichtspiele bestritten und eine zentrale Rolle in der Mannschaft. Diese
Position möchte ich verteidigen.
kicker: Spüren Sie noch den Schatten von Torsten Frings?
Hitzlsperger: Ich spüre den Schatten
von vielen Spielern, die in diese
zentrale Rolle drängen. Torsten ist
einer von ihnen, er spielt in der öffentlichen Diskussion vielleicht die
größte Rolle, weil er so viele Länderspiele absolviert hat. Nach jeder
Nicht-Nominierung von ihm gibt
es Diskussionen. Und nach einem
weniger guten Spiel von mir kommen immer schnell die Kritiker, die
mich grundsätzlich infrage stellen.
Es ist ein ständiger Kampf, und der
ist noch nicht vorbei.
kicker: Wie wichtig ist Kapitän Michael Ballack für die deutsche Nationalmannschaft?
Hitzlsperger: Er spielt in einem Weltklasseverein, hat schon ganz große
Spiele bestritten und entscheidend
beeinflusst. Von ihm kann man lernen, was es heißt, Präsenz auf dem
Platz auszustrahlen. Außerdem habe ich festgestellt, dass er sich verändert hat, und dies empfinde ich
als sehr angenehm.
kicker: Inwiefern?
Hitzlsperger: Seit mehreren Monaten
spricht er mehr mit den Spielern,
geht auf sie zu und versucht, ihnen
Hinweise zu geben. Zuvor hat er
sich vielleicht mehr auf sein Spiel
konzentriert, darauf, seine sportlichen Qualitäten einzubringen. Jetzt
ist er sich seiner Rolle als Kapitän
bewusster.
kicker: Wie lautet Ihre Definition?
Hitzlsperger: Nach meiner Auffassung
ist jeder Spieler verantwortlich für
das große Ganze. Alle Spieler müssen den Anspruch haben, ein Spiel
entscheidend beeinflussen zu können, die Vorgaben des Trainers umzusetzen und sich selbstkritisch zu
hinterfragen.
kicker: Folglich braucht eine Mannschaft keine Hierarchie?
Hitzlsperger: Wir suchen immer nach
Hierarchien – das ist ein typisch
deutsches Phänomen. Ich finde
es erstrebenswerter, wenn alle elf
Spieler auf dem Platz das Selbstvertrauen besitzen, Verantwortung
zu übernehmen. In der Praxis sieht
es bei vielen Mannschaften leider
anders aus. Es gibt nicht so viele
Spieler, die das Selbstbewusstsein
haben, voranzugehen.
kicker: Was sind Ihre Ziele?
Hitzlsperger: Ich suche die Herausforderung, nur so kann ich besser
werden. Ich möchte in Südafrika
im Eröffnungsspiel auflaufen und
die WM durchspielen.
kicker: Warum zögern Sie, Ihren Vertrag beim VfB zu verlängern?
Hitzlsperger: Ich zögere nicht, denn
die Gespräche haben noch gar
nicht begonnen. Ein Vereinswechsel
bringt immer Schwierigkeiten mit
sich, es dauert, bis man sich eingelebt und angepasst hat. Ich habe das
schon zweimal erlebt und möchte
mir das eigentlich ersparen. Aber
mein Anspruch ist es auch, jedes
Jahr in der Champions League zu
spielen – am liebsten mit Stuttgart.
kicker: Sind 100 Länderspiele für Sie
ein realisitisches Ziel?
Hitzlsperger: Das würde bedeuten,
dass ich noch einmal fünf Jahre auf
diesem Niveau spielen würde. Sollte
mir das gelingen, wäre ich am Ende
fast ein bisschen stolz.
INTERVIEW: OLIVER HARTMANN
U 21
kicker, 10. September 2009
Deutschland – Tschechien
1:2
Sippel (4)
(0:1)
U 21: Hummels: „Wir haben es verbockt“
.
Fehlstart! Jetzt steht
Adrion unter Druck
Trainer: Adrion
1. FC Kaiserslautern
Schwaab (5,5)
Hummels (3,5)
Höwedes (4)
Bastians (4)
Bayer Leverkusen
Borussia Dortmund
FC Schalke 04
SC Freiburg
Boateng (3)
Pezzoni (5)
Hamburger SV
1. FC Köln
Celozzi (4,5)
Kroos (5,5)
Naki (4)
VfB Stuttgart
Bayer Leverkusen
FC St. Pauli
Schieber (5)
VfB Stuttgart
Hlousek (2)
Rabusic (2)
Slavia Prag
1. FC Brünn
Marecek (3)
Gecov (4)
1. FC Brünn
Slovan Liberec
Lecjaks (4)
Mazuch (3)
Suchy (3)
Celustka (4)
Viktoria Plzen
RSC Anderlecht
Slavia Prag
Slavia Prag
Dockal (3,5)
Slovan Liberec
Vacha (3,5)
Slovan Liberec
Vaclik (3)
Trainer: Dovalil
FC Vitkovice
Eingewechselt: 35. Sam (1. FC Kaiserslautern/4) für Schwaab, 60. Schindler (FC Augsburg/4,5) für Pezzoni, 72. Badstuber (Bayern München/–) für Kroos – 74. Vosahlik (FK Jablonec/–) für Rabusic, 82. Zeman (Sparta Prag/–) für Dockal, 89. Heidenreich (Bohemians
Prag/–) für Lecjaks – Reservebank: Ulreich (Tor/VfB Stuttgart), S. Langkamp (Karlsruher SC),
Schmelzer (Borussia Dortmund), Bargfrede (Werder Bremen) – Hanus (Tor/Slavia Prag),
Dejmek (Slovan Liberec), Cerny (Slavia Prag), Chramosta (FK Mlada Boleslav)
Tore: 0:1 Rabusic (21., Rechtsschuss, Vorarbeit Hlousek), 0:2 Rabusic (70., Rechtsschuss,
Foulelfmeter, Celozzi an Hlousek), 1:2 Hummels (90./+2, Rechtsschuss, Foulelfmeter,
Gecov an Sam) – Chancen: 6:4 – Ecken: 4:3
SR: Attwell (Assistenten: Matadar, Collin – Vierter Offizieller: Taylor/alle England), Note 4,5,
leitete extrem kleinlich und ohne Linie, verteilte Gelb wegen Nichtigkeiten, ließ Vergleichbares
laufen. Rot für Celozzi wegen Haltens und der Elfmeter waren soeben noch vertretbar. –
Zuschauer: 4089 (in Wiesbaden) – Gelbe Karten: Schwaab, Naki, Bastians, Boateng –
Lecjaks, Celustka, Rabusic, Zeman – Rote Karte: Celozzi (68., Notbremse an Hlousek) –
Spielnote: 4, ein Spiel mit vielen Längen auf wenig erbaulichem Niveau.
Spieler des Spiels: Adam Hlousek
VO N M I C H A E L P F E I F E R
bauspiel blitzschnell zu beschleunigen, um über den omnipräsenten Hlousek Druck zu machen.
Das DFB-Team fand nur kämpferisch zurück ins Spiel, blieb
aber spielerisch bis auf wenige
Lichtblicke alles schuldig. Zentral
waren Kroos und Schieber statisch Statisten, verarbeiteten oder
verteilten kaum Bälle. So konnte
kein Druck aufgebaut werden.
Foto: Getty Images/Grimm
Deutschland, nach dem 6:0 gegen
San Marino mit Celozzi und Pezzoni
für Reinartz (verletzt) und Gebhart
(gesperrt), gab mangels Tempo,
Laufbereitschaft und Aggressivität
die Kontrolle an die robusten und
besser eingespielten Gäste ab. Die
nahmen die Vorlage dankend an
und verstanden es, betuliches Auf-
Kroos nicht kreativ: Auch Leverkusens Techniker Toni Kroos konnte beim
1:2 gegen Tschechien keinerlei Akzente setzen.
7
1Diese uninspirierte Darbietung
zu kommentieren, fiel sichtlich
schwer. „Da fehlen mir die Worte“,
gestand Benedikt Höwedes,
„schwierig zu erklären“, befand der
diesmal überforderte Toni Kroos,
„bedauerlich und unerklärlich“,
fand Trainer Rainer Adrion. Fakt ist:
Mit dieser unansehnlichen Heimniederlage gegen den schärfsten
Rivalen in der Gruppe hat sich die
deutsche U 21 in eine unerfreuliche
Situation manövriert. Adrion und
seine Titelverteidiger stehen nun
in der EM-Qualifikation mächtig
unter Druck.
Will das DFB-Team das Rennen
bis zum Rückspiel in Tschechien
offenhalten, darf es sich in den
kommenden Spielen keinerlei Patzer mehr erlauben. Zudem gilt es,
möglichst viele Punkte zu hamstern,
um am Ende wenigstens als einer
der vier besten von zehn Gruppenzweiten in die Play-offs einzuziehen. Die Spiele im November
in Nordirland und in San Marino
„sind Pflichtsiege für uns“, weiß
Adrion, um sogleich anzufügen: „Es
ist aber ein Irrglaube, wenn man
denkt, dass man in Nordirland im
Vorbeigehen gewinnt.“
Schon gar nicht mit einer Leistung wie gegen die Tschechen.
Eine halbe Stunde lang vollführten
die deutschen Talente exakt das,
was laut DFB-Maxime nicht mehr
gezeigt werden soll: Einfallsloses
Ballgeschiebe ohne Tempo und
Bewegung, ohne Struktur und
Raumgewinn – keine Spur von
Dominanz. Nun wäre es freilich
ein Fehler, die nun in den Anfängen steckende und in weiten Teilen
neu formierte U 21 an den Erfolgen
ihrer direkten Vorgänger zu messen,
auch wenn mit Hummels, Höwedes, Sippel, Schwaab und Boateng
fünf Europameister auf dem Platz
standen. Es sei daran erinnert,
das sich auch die zuletzt zu Recht
gelobten Titelträger von Schweden
in der Qualifikation unter Trainer
Dieter Eilts und selbst noch in der
Endrunde unter Nachfolger Horst
Hrubesch (beim 2:0 gegen Finnland
oder beim 1:1 gegen England) ähnlich quälende Durchhänger erlaubten – trotz Kreativkräften wie Marko
Marin oder Mesut Özil.
Insofern darf nun das 1:2 gegen
Tschechien als Ausrutscher gelten,
so lange es einer bleibt. Dafür ist es
ratsam, sich nicht mit den zuweilen fragwürdigen Entscheidungen
des Schiedsrichters aufzuhalten,
sondern sich aufs Wesentliche zu
konzentrieren. „Noch ist ja nichts
verloren, wir müssen jetzt kein
Schreckensszenario entwerfen“, beruhigt Adrion, der die im Oktober
anstehenden Testspiele gegen Slowenien (9. 10. in Fürth), und Israel
(13. 10. in Frankfurt) nutzen will, um
weiteres Personal zu testen. Zumal
sein Kapitän und Leistungsträger
Jerome Boateng vor einer Beförderung in die A-Nationalmannschaft
steht.
Zudem gilt es, das vorhandene
wachzurütteln. Wie den schläfrigen und zu Recht beizeiten ausgewechselten Daniel Schwaab
oder den wenig lauffreudigen Toni
Kroos, „das ist so nicht zu akzeptieren“, urteilt Adrion. Nur wenn
dies nachhaltig gelingt, werden
sich Adrions Schützlinge so positionieren können, um ihren verbalen
Trotzreaktionen auch Taten folgen
lassen zu können. „Wir haben es
verbockt, aber es gibt ein Rückspiel,
da können sich die Tschechen auf
was gefasst machen“, kündigt Mats
Hummels an. Wenn das Spiel dann
noch Relevanz hat. „Der Titelgewinn
war letzte Saison, darauf dürfen wir
uns nicht ausruhen, sonst war’s das
mit der nächsten EM“, warnt Julian
Schieber.
U-21-EM-Qualifikation, Gr. 5
DEUTSCHLAND – Tschechien
Nordirland – Island
1:2
2:6
1. Tschechien
2. DEUTSCHLAND
3. Island
4. Nordirland
5. San Marino
12
3
3
0
0
4 14:1
2 7:2
2 6:4
2 2:8
2 0:14
Die weiteren Spiele des DFB-Teams:
13. 11. 09 Nordirland (A)
17. 11. 09 San Marino (A)
2. 3. 10 Island (H)
11. 8. 10 Island (A)
3. 9. 10 Tschechien (A)
7. 9. 10 Nordirland (H)
Die zehn Gruppensieger und die vier
besten Gruppenzweiten qualifizieren
sich für die Play-offs.
8
WM-QUALIFIKATION
kicker, 10. September 2009
GRUPPE 2: Fehler von Benaglio und von Bergen
GRUPPE 2: Führung durch Theofanis Gekas
Derdiyok rettet die Schweizer Andronic schockt Rehhagel
Lettland: Vanins – Klava, Ivanovs, Gorkss,
Kacanovs – Cauna (88. Zirnis), Astafjevs,
Kolesnicenko (86. Rafalskis), Rubins –
Karlsons (86. Grebis), Verpakovskis – Trainer: Starkovs
Schweiz: Benaglio – Lichtsteiner, von Bergen, Grichting, Spycher – Padalino (77.
H.Yakin), Gelson Fernandes (79. Derdiyok),
Huggel, Barnetta (77. Vonlanthen) – Frei,
N’Kufo – Trainer: Hitzfeld
Tore: 0:1 Frei (43.), 1:1 Cauna (62.), 2:1
Astafjevs (75.), 2:2 Derdiyok (80.) – SR:
Kralovec (Tschechien) – ZR: 8 000 in Riga
– Gelbe Karten: Ivanovs, Kolesnicenko,
Astafjevs – Grichting
Weil auch die Griechen Remis
spielten, hält das Hitzfeld-Team
Kurs auf die direkte Qualifikation.
In einem in der Endphase dramatischen Spiel kamen die Gäste mit der
ersten Chance zur Führung: Leverkusens Barnetta schickte per Super-
Legte vor: Alexander Frei.
pass den Ex-Frankfurter Huggel.
Der legte dem Ex-Dortmunder Frei
auf, der in seinem 70. Länderspiel
per Kopf sein 40. Tor erzielte. Nach
der Pause wurde es rasant: Cauna
traf aus der Distanz, profitierte von
einem Fehler von Wolfsburg-Keeper
Benaglio. Und vor Astafjevs 2:1 verlor Berlins von Bergen das Kopfballduell. Doch Leverkusens Derdiyok
sorgte bei seiner ersten Ballberührung per Kopf auf Ecke von Frei für
das gerechte 2:2. FA B I A N RU C H
1:1 (0:1)
Moldawien: Namasco – Savinov (79. Andronic), Lascencov, Armas, Catinsus – Bulat, Namasco (55. Comlionoc), Epureanu,
Calincov, Gatcan – Bugaiov (46. Sofroni)
– Trainer: Dobrovolski
Griechenland: Chalkias – Patsatzoglou,
Moras (57. Papadopoulos), Kyrgiakos, Spiropoulos – Tziolis, Katsouranis, Karagounis
(75. Amanatdidis) – Charisteas, Gekas,
Samaras – Trainer: Rehhagel
Tore: 0:1 Gekas (32.), 1:1 Andronic (89.)
– SR: Stalhammer (Schweden) – Zuschauer: 11 000 in Chisinau – Gelbe Karten:
Gatcan – Tziolis, Kyrgiakos, Charisteas,
Papadopoulos
Otto Rehhagel setzte auf eine
Viererkette mit offensiv ausgerichteten Außen. Karagounis, zuletzt
gegen die Schweiz verletzt, war wieder dabei. Gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Moldawier kam
Griechenland regelmäßig zu Chan-
Foto: imago/Kraft
Moldawien –
Griechenland
2:2 (0:1)
Foto: imago/Team2
Lettland –
Schweiz
Trifft zum 0:1: Theofanis Gekas.
cen. Die waren allerdings nicht klar,
bis Theofanis Gekas blitzschnell
reagierte und einen Schuss von Spiropoulos zum 0:1 ins Netz lenkte.
Nach der Pause wurden die Höhepunkte spärlich. Calincov köpfte an
den Pfosten. Kurz vor Ende schockte
Andronic mit einem Direktschuss
aus elf Metern Otto Rehhagels
Griechen, die sich beim Tabellenletzten einen fatalen und vielleicht
folgenschweren Punkteverlust leisteten.
N I KO S I KO N O M U
EUROPA
GRUPPE 1:
Malta – Schweden
Albanien – Dänemark
Ungarn – Portugal
1. Dänemark
2. Schweden
3. Ungarn
4. Portugal
5. Albanien
6. Malta
Samstag, 10. Oktober:
Portugal – Ungarn
Dänemark – Schweden
Mittwoch, 14. Oktober:
Portugal – Malta
Schweden – Albanien
Dänemark – Ungarn
8
8
7
7
9
9
GRUPPE 2:
Israel – Luxemburg
Moldawien – Griechenland
Lettland – Schweiz
1. Schweiz
8
2. Griechenland
8
3. Lettland
8
4. Israel
8
5. Luxemburg
8
6. Moldawien
8
Samstag, 10. Oktober:
Griechenland – Lettland
Israel – Moldawien
Luxemburg – Schweiz
Mittwoch, 14. Oktober:
Griechenland – Luxemburg
Schweiz – Israel
Lettland – Moldawien
0:1
1:1
*
15:4 18
9:3 15
9:4 13
9:5 10
5:9
7
0:22 1
7:0
1:1
2:2
15:8 17
13:7 14
13:8 14
17:9 12
3:20 5
3:12 3
GRUPPE 3:
Tschechien – San Marino
Nordirland – Slowakei
Slowenien – Polen
1. Slowakei
2. Nordirland
3. Tschechien
4. Polen
5. Slowenien
6. San Marino
Samstag, 10. Oktober:
Tschechien – Polen
Slowakei – Slowenien
Mittwoch, 14. Oktober:
Tschechien – Nordirland
Polen – Slowakei
San Marino – Slowenien
7
8
8
7
7
9
7:0
*
*
19:8 16
13:7 14
15:6 12
19:8 11
10:4 11
1:44 0
GRUPPE 4:
Die Ergebnisse und Tabelle der Deutschland-Gruppe finden Sie auf Seite 2.
GRUPPE 5:
Armenien – Belgien
Bosnien-Herzegowina – Türkei
Spanien – Estland
1. Spanien
7 18:2
2. Bosnien-Herzegowina 8 21:8
3. Türkei
8 11:8
4. Belgien
8 11:18
5. Estland
7 7:19
6. Armenien
8 5:18
Samstag, 10. Oktober:
Belgien – Türkei
Armenien – Spanien
Estland – Bosnien-Herzegowina
Mittwoch, 14. Oktober:
Türkei – Armenien
2:1
1:1
*
21
16
12
7
5
4
Bosnien-Herzegowina – Spanien
Estland – Belgien
Rumänien – Färöer
Litauen – Serbien
GRUPPE 6:
Weißrussland – Ukraine
Andorra – Kasachstan
England – Kroatien
1. England
7
2. Kroatien
8
3. Ukraine
8
4. Weißrussland
8
5. Kasachstan
8
6. Andorra
9
Samstag, 10. Oktober:
Ukraine – England
Weißrussland – Kasachstan
Mittwoch, 14. Oktober:
England – Weißrussland
Kasachstan – Kroatien
Andorra – Ukraine
GRUPPE 8:
Montenegro – Zypern
Italien – Bulgarien
1. Italien
7 11:3
2. Irland
8 10:6
3. Bulgarien
7 10:5
4. Zypern
8 8:12
5. Montenegro
8 7:13
6. Georgien
8 4:11
Mittwoch, 9. September:
Irland – Italien
Zypern – Bulgarien
Montenegro – Georgien
Mittwoch, 14. Oktober:
Italien – Zypern
Bulgarien – Georgien
Irland – Montenegro
GRUPPE 7:
Färöer – Litauen
Rumänien – Österreich
Serbien – Frankreich
1. Serbien
2. Frankreich
3. Österreich
4. Litauen
5. Rumänien
6. Färöer
Samstag, 10. Oktober:
Frankreich – Färöer
Serbien – Rumänien
Österreich – Litauen
Mittwoch, 14. Oktober:
Frankreich – Österreich
0:0
1:3
*
26:4 21
16:7 17
14:6 15
15:11 10
10:23 6
3:33 0
2:1
1:1
*
7 15:5 18
7 9:7 14
8 11:11 11
8 7:8
9
8 9:12 9
8 4:12 4
GRUPPE 9:
Norwegen – Mazedonien
Schottland – Niederlande
1. NIEDERLANDE
8 17:2
2. Norwegen
8 9:7
3. Schottland
8 6:11
4. Mazedonien
8 5:11
5. Island
8 7:13
1:1
*
17
16
11
6
5
3
2:1
0:1
24
10
10
7
5
*) bei Redaktionsschluss nicht beendet
DER MODUS:
Die neun Gruppensieger qualifizieren sich
direkt für die WM. Die acht besten Gruppenzweiten (Ergebnisse gegen sechstplatzierte Teams werden dabei nicht berücksichtigt) ermitteln in Play-offs am 14. und
18. November vier weitere WM-Teilnehmer.
WM-QUALIFIKATION
kicker, 10. September 2009
9
GHANA
Elia trifft für Oranje in Schottland
Milovan Rajevac und
sein schneller Erfolg
1Zwei Spieltage vor Ende der WMQualifikation in Europa sind nur
wenige Entscheidungen gefallen. In
fast allen Gruppen gibt’s noch viele
theoretische Möglichkeiten.
Mit einem blauen Auge kam
in der Gruppe 1 Schweden davon.
Trotz eines furchtbar leblosen Auftritts siegten die Skandinavier auf
Malta mit 1:0. Den einzigen Treffer
hatten die „Tre Kronor“ auch noch
den Gastgebern zu verdanken:
Einen Schuss des eingewechselten
Hamburgers Marcus Berg fälschte
Azzopardi entscheidend ins eigene
Tor ab. Eine absolut enttäuschende
Vorstellung bot Zlatan Ibrahimovic
vom FC Barcelona. Tabellenführer
Dänemark konnte zwar in Albanien
nicht überzeugen, festigte aber die
gute Ausgangsposition. Bendtner
(41.) gelang per Kopfball die Führung, die aber Bogdani (50.) für die
sich steigernden Albaner ausglich.
Einen standesgemäßen Pflichtsieg in der Gruppe 3 feierte Tschechien beim 7:0 über San Marino.
Überragender Torschütze war Milan
Baros (Galatasaray Istanbul), der
vier Treffer erzielte. Die weiteren
Tore erzielten der Ex-Gladbacher
Sverkos (2, FC Sochaux) und Necid
(ZSKA Moskau). Sein Comeback
bei den Tschechen feierte nach 18monatiger Verletzungspause Tomas
Rosicky. Der Einsatz des ArsenalProfis war zwischen den Trainern
Hasek und Wenger abgesprochen.
Aus der Bundesliga kamen Kadlec
(Leverkusen), Stajner (Hannover)
und die beiden HSVer Rozehnal und
Jarolim zum Einsatz. Mit dem Sieg
wahrte Tschechien theoretische
Chancen auf die Qualifikation.
Im Nachbar-Duell der Gruppe 6
zwischen Weißrussland und der
1Mit weißer Weste lösten die
„Black Stars“ das Ticket für die WM
in Südafrika. Durch einen 2:0-Sieg
(Tore: Muntari, Essien) über Sudan
qualifizierte sich Ghana als erstes
Team des schwarzen Kontinents
neben dem Gastgeber für die Endrunde. Vier Spiele, vier Siege und
das bislang makellose Torverhältnis
von 7:0 zeugen von der Qualität der
Mannschaft des serbischen Trainers
Milovan Rajevac (55).
Der wurde bei seinem Amtsantritt im August 2008 als Nachfolger
von Claude Le Roy mit viel Skepsis
empfangen, weil er kaum Englisch
sprach und kaum nennenswerte
Erfolge aufzuweisen hatte. Doch
rasch konnte Rajevac die Zweifel beseitigen und verwandelte das Team
der Talente in eine Erfolgsmaschine.
Und schaffte als zweiter Serbe
nach Ratomir Dujkovic (2006) die
Qualifikation für ein WM-Turnier.
Lokomotive dieser „Maschine“
Ghana ist zweifelsohne Chelseas
Foto: Getty Images/Cizek
EUROPA: Schweden und Dänemark kommen mit „blauem Auge“ davon
Sieger: Milan Baros (re.) schoss vier Tore beim 7:0 der Tschechen über San
Marino. Im Hintergrund Tomas Rosicky, der sein Comeback feierte.
Ukraine überraschten die Gastgeber in Minsk mit einem couragierten Auftritt, der allerdings beim
0:0 nicht belohnt wurde. Gegen
die verkrampften Ukrainer hatte
das Team des deutschen Trainers
Bernd Stange, angetrieben vom
guten Stuttgarter Aliaksandr Hleb,
die besseren Möglichkeiten. Nur
bei Keeper Pyatov konnten sich die
Ukrainer bedanken, dass es keine
Niederlage setzte.
Im Spiel der Gruppe 7 trennten
sich Rumänien und Österreich mit
einem 1:1-Remis. Die Führung der
Gastgeber durch Bucur (54.) konnte
Schiemer (82.) ausgleichen – ein
Resultat, das keiner der beiden
Mannschaft hilft, um den Abstand
auf die führenden Teams Serbien
und Frankreich zu verkürzen.
In der Gruppe 9 unterlagen die
Schotten den bereits für die Endrunde qualifizierten Niederländern
mit 0:1. Den entscheidenden Treffer
der „Oranjes“ schoss der HSVer Elia
(82.). Es war sein erstes Tor im zweiten Länderspiel. Damit vergaben
die Schotten wohl auch ihre letzte
Möglichkeit der WM-Qualifikation.
Norwegen hielt sich dagegen beim
2:1-Sieg gegen Mazedonien schadlos. Helstad (2.) und J. A. Riise (25.)
gelang die Führung, Grncarov (79.)
schaffte nur noch die Ergebniskosmetik. Die Chancen Norwegens
oder Schottlands auf das Erreichen
der Play-offs als Gruppenzweiter
scheinen aber eher gering, weil die
übrigen Gruppenzweiten alle schon
erheblich mehr Punkte aufweisen.
NICK NIE
GRUPPE 5: Bosnien-Herzegowina kann in Estland alles klarmachen
Salihovics Traumtor lässt türkische Hoffnung sinken
Bosnien-Herzeg. –
Türkei
1:1 (1:1)
Bosnien-H.: Supic – Jalic,Nadarevic,Spahic,
Rahimic – Ibricic (79. Vladavic), Moratovic
(62. Pjanic), Salihovic – Misimovic – Dzeko,
Ibisevic (69. Damjanovic) – Trainer: Blazevic
Türkei: Volkan – Gökhan Gönül, Önder
(46. Köyabasi), Servet, Balta – Ham. Altintop (46. Sercan), Ceyhun, Emre, Arda
– Tuncay – Semih – Trainer: Terim
Tore: 0:1 Emre (4.), 1:1 Salihovic (25.) –
SR: Benquerenca (Portugal) – Zuschauer:
17 200 (ausverkauft) in Zenica – Gelbe
Karten: Rahimic, Pjanic, Supic, Misimovic
– Emre, Arda, Ceyhun, Semih – Bes. Vorkommnis: Trainer Terim (Türkei) muss wegen Meckerns auf die Tribüne (26.)
Um zumindest über die Play-offs
das WM-Ticket lösen zu können,
sind die Türken nach diesem 1:1
auf fremde Hilfe angewiesen. Denn
dem Blazevic-Team reicht schon ein
Sieg in Estland am 10. Oktober, um
Gruppenzweiter zu werden. Großen
Anteil an dieser Ausgangsposition
hat der Hoffenheimer Salihovic
– per Traumfreistoß egalisierte er
Emres Führung. Beide Treffer fielen
zum jeweiligen Zeitpunkt verdient,
doch bis zur Pause war das 1:1 für
die Türkei schmeichelhaft. Bayerns
Hamit Altintop ackerte, setzte aber
keine Offensivakzente. Im zweiten
Durchgang hatten die Gäste mehr
vom Spiel, waren aber nicht zwingend genug. Pech hatten sie bei
einem Pfostenschuss Ardas (87.).
Bei den Gastgebern gefiel Wolfsburgs Misimovic – Vereinskollege
Dzeko war fleißig, vergab aber gute
Möglichkeiten.
HAKAN UZUN
Bereits qualifiziert: Südafrika
Japan
Südkorea
Nordkorea
Australien
Niederlande
Brasilien
Ghana
Stand: 9. September 2009 (22.30 Uhr)
Mittelfeld-Dynamo Michael Essien,
der das Team gemeinsam mit Stephen Appiah führt. Dem Kapitän
merkt man kaum an, dass er seit
über einem Jahr, seit seiner Trennung von Fenerbahce Istanbul,
praktisch ohne Spielpraxis ist – mit
Ausnahme seiner Länderspieleinsätze. Neben den beiden ist auch
Inter-Profi Sulley Muntari eine der
wesentlichen Stützen der „Black
Stars“. Im Angriff avancierte der
Ex-Dortmunder Matthew Amaoh
(NAC Breda) zum verlässlichen Torschützen, erzielte vier Treffer in der
Qualifikation.
Neben den arrivierten Spielern
gelang es Trainer Rajevac auch,
junge, talentierte Spieler in die
Elf einzubauen. Zu ihnen gehören
Kwadwo Asamoah (Udinese) und
Samuel Inkoom (FC Basel) wie auch
die beiden Hoffenheimer Isaac Vorsah und Prince Tagoe. Sie alle wollen Ghana würdig bei der Endrunde
vertreten. Den Sound der Vuvuzelas
haben sie jedenfalls schon in Accra
genossen.
G A RY A L - S M I T H
FRAUEN-EM
10
kicker, 10. September 2009
Auch Bresonik kann gegen England spielen
AU S F I N N L A N D
BERICHTET JANA WISKE
1Noch führt sie. Inka Grings ist
drauf und dran, ihre EM-Torjägerinnenkrone von 2005 (4 Treffer) zu
verteidigen. Wie schon vor vier Jahren spielt die 30-Jährige ein gutes
Turnier, erzielte bereits vier Tore.
Dicht gefolgt von Mannschaftskol-
TV
live, Do., in ZDF (ab 17.15)
und Eurosport (ab 17.40)
legin Lira Bajramaj und der englischen Stürmerin Eniola Aluko (je 3).
„Ich freue mich, dass der Neustart
so gut geklappt hat“, sagt Grings.
Nach Unstimmigkeiten mit Bundestrainerin Silvia Neid musste die
Duisburger Torjägerin drei Jahre in
Frauen-EM 2009 in Finnland
England – Deutschland
HALBFINALE
England – Niederlande
Deutschland – Norwegen
der Nationalelf pausieren. Jetzt sei
sie ruhiger geworden – und ist wichtiger denn je. Das Ziel für Grings in
Finnland steht fest: „Ich will wieder
Europameisterin werden.“
Seit 25 EM-Partien ist Deutschland nun ohne Niederlage (23 Siege,
2 Remis). Sechsmal stand die DFBElf in einem EM-Finale, alle Endspiele wurden gewonnen. „Wenn
wir zeigen, was wir können, machen
wir ein richtig gutes Spiel“, ist Neid
überzeugt. Schließlich kassierten
die deutschen Frauen gegen England noch keine Niederlage (siehe
Statistik), auf dem Papier scheint
also alles klar. „Doch für jeden ist es
das Größte, Deutschland im Finale
zu schlagen“, meint Celia Okoyino
da Mbabi. „England wird hoch motiviert in die Partie gehen.“
n. V. 2:1
3:1
ENDSPIEL
Donnerstag, 10. September (18 Uhr):
England – Deutschland in Helsinki
England: Brown – Alex Scott, White,
Asante, Stoney – Chapman, Williams
– Carney, Kelly Smith, Clarke – Aluko
– Trainerin: Hope Powell
Deutschland: Angerer – Schmidt,
Krahn, Bartusiak, Peter – Garefrekes,
Kulig, Bresonik, Behringer – Prinz,
Grings – Trainerin: Silvia Neid
SR: Damkova (Tschechien)
Deutschland – Norwegen
3:1
Deutschland:
Schmidt (5)
Angerer (4)
Krahn (2,5)
Kulig (3,5)
Garefrekes (4)
Prinz (3)
Bartusiak (3,5)
Huse (3,5)
Norwegen:
Jubel, Trubel, Heiterkeit: Garefrekes, Peter, Krahn und Bajramaj (v. links)
freuen sich über den 3:1-Sieg im Halbfinale gegen Norwegen.
Die Fußballerinnen von der Insel
setzten sich im Halbfinale knapp
mit 2:1 nach Verlängerung gegen die
Niederlande durch, Jill Scott setzte
den entscheidenden Treffer in der
116. Minute. Die Vorrunde hatte
die Mannschaft von Hope Powell
gerade mal als Gruppendritter hinter Schweden und Italien beendet,
im Viertelfinale warfen die „Three
Lions“ Gastgeber Finnland mit 3:2
aus dem Turnier. Und es herrscht
Optimismus im Team: „Deutschland
ist die beste Mannschaft in Europa
und Turnierfavorit. Aber wenn wir
unseren besten Fußball spielen,
(0:1)
Silke Rottenberg (37) stand von 1993 bis 2008
126-mal im deutschen Tor und wurde Welt- und Europameisterin.
Bresonik (3,5)
Behringer (3)
. . . dann hat England keine Chance!
Grings (2,5)
Giske (3,5)
Storlökken (4)
Stensland (2,5)
Mjelde (4)
Lund (4)
Hjelmseth (3,5)
dann haben wir echte Chancen“,
so Powell. Viel wird dabei von Spielmacherin Kelly Smith abhängen.
Die 30-Jährige ist das Herzstück der
Mannschaft – und ein Superstar auf
der Insel.
Derweil kann auch Silvia Neid
aus dem Vollen schöpfen. Bis auf
Ariane Hingst (Knorpelschaden linkes Knie), für die das Turnier bereits
nach dem Viertelfinale gegen Italien
beendet war, sind alle Spielerinnen
einsatzbereit. Selbst Linda Bresonik
konnte nach ihrer Kapselverletzung
gegen Norwegen wieder mittrainieren und steht zur Verfügung.
Nah dran
Trainerin: Neid
Peter (3,5)
Herlovsen (2,5)
Gulbrandsen (3,5)
Foto: Getty Images/Morin
Der Traum: Siebtes
EM-Finale, siebter Titel
Kaurin (3,5)
Akerhaugen (4)
Trainer: Berntsen
Eingewechselt: 45./+1 Laudehr (1,5) für Bresonik, 46. Okoyino da Mbabi (2) für
Schmidt, 59. Bajramaj (2,5) für Behringer – 62. Pedersen (–) für Kaurin, 77. Wiik (–) für
Gulbrandsen, 83. Gardsjord (–) für Huse
Reservebank: Holl, Weiß (beide Tor), Stegemann, Mittag, Fuss, Müller, Hingst, Zietz
– Knutsen, Nilsen (beide Tor), Rönning, Sandvei, Thorsnes, Vikestad, Isaksen, Lie
Tore: 0:1 Herlovsen (10., Vorarbeit Stensland), 1:1 Laudehr (59., Behringer), 2:1 Okoyino
da Mbabi (62., Laudehr), 3:1 Bajramaj (90./+2, –) – Schiedsrichterin: Heikkinen (Finnland), Note 2, ohne große Fehler in einer durchaus anspruchsvollen Partie – Zuschauer:
2765 – Gelbe Karten: Akerhaugen, Mjelde
ilvia Neid hat mit ihren drei
Einwechslungen im Halbfinale gezeigt, dass sie ein goldenes
Händchen für die Situation besitzt.
Aber es ist fast egal, welche deutsche Spielerin eingewechselt wird
– die Mannschaft ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt.
Und die Bundestrainerin hat in
der Pause sicher die richtigen Worte
gefunden. Denn sie kann durchaus aus sich herausgehen, gerade
wenn es nicht läuft. Jedenfalls
findet sie bei ihren Ansprachen
immer eine gute Mischung: Fehler
werden klar benannt. Manchmal
geht das nicht ohne Donnerwetter.
S
Ein Weckruf zur rechten Zeit – das
finde ich persönlich gut!
Durch die intensiven Videoanalysen vor den Spielen ist das
DFB-Team immer top auf den
Gegner eingestellt. So auch auf
Finalgegner England. Doch ein
möglicher Titel ist ja fast schon
Motivation genug. Die deutsche
Elf ist nach fünf Spielen auf der
Zielgeraden angekommen; sie hat
souveräne Leistungen gezeigt, aber
auch manche Probleme offenbart.
Jetzt gilt es da anzuknüpfen, wo
man gegen Norwegen aufgehört
hat. Wenn wir so weiterspielen, hat
England keine Chance!
kicker, 10. September 2009
FRAUEN-EM
11
ANNIKE KRAHN
KELLY SMITH
„Bei uns kann jede
ein Tor erzielen“
„Der Titel wäre das
Größte überhaupt“
Die deutsche Innenverteidigerin Annike
Krahn (24, Foto)
steht vor ihrem ersten EM-Finale.
kicker: Wie kann die
deutsche Elf England schlagen?
Annike Krahn: Das werden uns unsere
Trainerinnen noch erzählen; ihre
Gegner-Analysen sind in der Spielvorbereitung ganz wichtig. Ich werde versuchen dazu beizutragen,
dass wir hinten keinen reinkriegen.
kicker: Inwieweit hat sich England
im Vergleich zum letzten wichtigen
Duell bei der WM 2007 verbessert?
Krahn: Sie sind nach vorne schneller
und beweglicher geworden.
kicker: Auf welche Spielerinnen
müssen Sie besonders achten?
Krahn: Sie sind in der Offensive gut
besetzt. Da ist vor allem Kelly Smith,
aber auch Carney und Aluko haben
gute Leistungen gezeigt.
kicker: In welchem Bereich liegt der
Vorteil klar bei der deutschen Elf?
Krahn: Wir treten kompakt und geschlossen auf. Dennoch verfügen
wir auch über gute Einzelspielerinnen und haben eine gute Bank. Jede
Spielerin kann ein Tor erzielen.
kicker: Was würde Ihnen ein möglicher EM-Titel bedeuten?
Krahn: Für mich persönlich wäre der
Gewinn ein richtiges Highlight. Allgemein würde es bedeuten, dass die
Erfolgsgeschichte der Nationalelf
um ein Kapitel reicher wäre.
Auch die englische
Spielmacherin Kelly
Smith (30, Foto)
spielt heute ihr erstes EM-Finale.
kicker: Wie kann England Deutschland schlagen?
Kelly Smith: Es wird schwierig, wir
standen alle noch nie in einem großen Finale. Immerhin haben wir
ihnen als Einzige bei der WM 2007
einen Punkt abgeluchst, und Endspiele haben eigene Gesetze. Dieses Finale ist für uns die einmalige
Chance, sie einmal zu schlagen.
kicker: Inwieweit hat sich England
im Vergleich zu 2007 verbessert?
Smith: Wir sind offensiv stärker geworden, die Abwehr steht sicherer.
kicker: Auf welche Spielerinnen
müssen Sie besonders achten?
Smith: Da gibt es immer noch Birgit
Prinz, auch wenn sie hier noch nicht
getroffen hat, und Inka Grings.
kicker: In welchem Bereich liegt der
Vorteil der englischen Elf?
Smith: Vielleicht sind wir im Vorwärtsgang etwas besser, wir haben
schnelle Spielerinnen. Aber ich würde nicht unbedingt sagen, dass wir
besser als der Weltmeister sind.
kicker: Was würde Ihnen ein möglicher EM-Titel bedeuten?
Smith: Für mich wäre es das Größte
überhaupt, gigantisch. Es ist schon
mal ein Riesenerfolg für England,
erstmals seit 25 Jahren wieder im
Finale zu stehen.
Das Buch zur
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#
Deutschland im EM-Endspiel
Die Bilanz gegen England
Versand/Inland:
2. 7. 1989 in Osnabrück:
Deutschland – Norwegen
4:1
Tore: Lohn (2), Mohr, Fehrmann
Trainer: Gero Bisanz
14. 6. 1991 in Aalborg:
Deutschland – Norwegen
n. V. 3:1
Tore: Mohr (2), Neid
Trainer: Gero Bisanz
28. 3. 1995 in Kaiserslautern:
Deutschland – Schweden
3:2
Tore: Meinert, Prinz, Wiegmann
Trainer: Gero Bisanz
12. 7. 1997 in Oslo:
Deutschland – Italien
2:0
Tore: Minnert, Prinz
Trainerin: Tina Theune-Meyer
7. 7. 2001 in Ulm:
Deutschland – Schweden
i. V. 1:0
Tor: Claudia Müller (Golden Goal)
Trainerin: Tina Theune-Meyer
19. 6. 2005 in Blackburn:
Deutschland – Norwegen
3:1
Tore: Grings, Lingor, Prinz
Trainerin: Tina Theune-Meyer
18 Spiele
49:10 Tore
16 Siege, 2 Unentschieden
Teillieferung erwünscht
Ab einem Bestellwert von über h 50,– entfallen die Versandkosten.
Bei einem Bestellwert unter h 50,– betragen die Versandkosten bei Vorauszahlung,
Kreditkarte oder Bankeinzug h 3,–, bei Kauf auf Rechnung oder per Nachnahme h 4,50
Versand/Ausland: Versandkosten auf Anfrage.
o ja
o nein
Kreditkarte Nr.:
Das erste Spiel:
22. 8. 1984 in Jesolo (2:0/Vier-Nationen-Turnier)
Das letzte Spiel:
17. 7. 2008 in Unterhaching (3:0)
KPN
gültig bis
Monat
Jahr
o Lastschrift Kto.
o BLZ
o Vorauszahlung auf Konto 733 66-858, BLZ 760 100 85, Postbank Nürnberg
o Zahlung per Nachnahme (nur Inland) zzgl. NN-Gebühr von h 5,05
o Zahlung per Rechnung (erst ab 2. Bestellung möglich)
Menge
Artikel
Art.-Nr.
Gesamtpreis
Die höchsten deutschen Siege:
25. 10. 2006 in Aalen (5:1)
11. 9. 2003 in Darmstadt (4:0)
Vorname, Nachname
Straße und Hausnummer
PLZ und Wohnort
Datum und Unterschrift
SH 75/373
Der Besteller hat das Recht, den Vertrag innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Ware zu widerrufen. Dies gilt nicht bei Audio- und Videoaufzeichnungen, wenn die gelieferten Datenträger vom Verbraucher entsiegelt worden sind. Der Widerruf muss schriftlich, auf einem anderen dauerhaften
Datenträger oder durch Rücksendung der Sache erfolgen; er muss keine Begründung enthalten. Lieferung erfolgt nur, solange der Vorrat reicht.
3043_0909_mg_mk
Besonderheiten:
Nach 15 Siegen in Folge gab es 2007
in China zweimal ein 0:0-Unentschieden. Das erste bei einem Vier-Nationen-Turnier in Guangzhou, das zweite
bei der Frauen-WM in Schanghai. + + +
Bei einem EM-Turnier traf die deutsche Mannschaft bislang fünfmal auf
England (zuletzt 2001 in Jena 3:0).
Die Bilanz: 5 Siege, 15:3 Tore.
12
kicker, 10. September 2009
BUNDESLIGA
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stehenden Reihenfolge. Aus Österreich: (0900) 21 02 20 (0,61 e/Min./Festnetz).
zu Hause
Tore
Pkt. Platz
Sp. g. u.
auswärts
v. Tore
Diff.
Pkt. Sp. g. u.
v.
Tore Pkt. Sp. g. u.
v.
Tore Pkt.
0
7:2
0
5:3
:
1. Hamburger SV
4
3
1
0 12:5
+7
10
2
2
0
6
2
1
1
4
:
2. Bayer Leverkusen
4
3
1
0 10:3
+7
10
2
2
0
0
3:1
6
2
1
1
0
7:2
4
:
3. Werder Bremen (P)
4
2
1
1
9:6
+3
7
2
1
0
1
5:3
3
2
1
1
0
4:3
4
:
4. FC Schalke 04
4
2
1
1
5:2
+3
7
2
1
0
1
3:1
3
2
1
1
0
2:1
4
:
5. Bor. Mönchengladbach
4
2
1
1
7:7
0
7
2
2
0
0
4:1
6
2
0
1
1
3:6
1
:
6. Eintracht Frankfurt
4
1
3
0
5:4
+1
6
2
0
2
0
2:2
2
2
1
1
0
3:2
4
:
7. VfL Wolfsburg (M)
4
2
0
2
7:8
-1
6
2
1
0
1
4:4
3
2
1
0
1
3:4
3
:
8. Bayern München
4
1
2
1
6:4
+2
5
2
1
1
0
4:1
4
2
0
1
1
2:3
1
:
9. VfB Stuttgart
4
1
2
1
5:5
0
5
2
1
1
0
4:2
4
2
0
1
1
1:3
1
:
10. 1899 Hoffenheim
4
1
2
1
2:2
0
5
2
0
2
0
1:1
2
2
1
0
1
1:1
3
:
11. 1. FSV Mainz 05 (N)
4
1
2
1
5:6
-1
5
2
1
1
0
4:3
4
2
0
1
1
1:3
1
:
12. Borussia Dortmund
4
1
2
1
4:6
-2
5
2
1
1
0
2:1
4
2
0
1
1
2:5
1
:
13. Hannover 96
4
1
1
2
3:3
0
4
2
0
1
1
1:2
1
2
1
0
1
2:1
3
:
14. VfL Bochum
4
1
1
2
5:8
-3
4
2
1
1
0
4:3
4
2
0
0
2
1:5
0
:
15. SC Freiburg (N)
4
1
1
2
4:10
-6
4
2
0
1
1
1:6
1
2
1
0
1
3:4
3
:
16. Hertha BSC
4
1
0
3
4:6
-2
3
2
1
0
1
3:3
3
2
0
0
2
1:3
0
:
17. 1. FC Nürnberg (N)
4
0
2
2
2:5
-3
2
2
0
0
2
1:4
0
2
0
2
0
1:1
2
:
18. 1. FC Köln
4
0
1
3
2:7
-5
1
2
0
1
1
1:3
1
2
0
0
2
1:4
0
1. FSV Mainz 05 –
Hertha BSC
Samstag, 15.30 Uhr
:
1. FC Nürnberg –
Bor. Mönchengladbach
Samstag, 15.30 Uhr
:
Hamburger SV –
VfB Stuttgart
Samstag, 18.30 Uhr
:
Werder Bremen –
Hannover 96
Sonntag, 15.30 Uhr
:
1. FC Köln –
FC Schalke 04
Sonntag, 17.30 Uhr
:
Hertha BSC
VfL Bochum
Werder Bremen
Borussia Dortmund
Eintracht Frankfurt
SC Freiburg
Hamburger SV
Hannover 96
1899 Hoffenheim
1. FC Köln
Bayer Leverkusen
1. FSV Mainz 05
Bor. M’gladbach
Bayern München
1. FC Nürnberg
FC Schalke 04
VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg
K 30.1. 2:3 27.3. 28.11. 20.9.
1:0 I 25.10. 13.3. 27.3. 7.11.
6.2. 20.3. C 7.11. 2:3 10.4.
31.10. 18.10. 3.4. K 6.2. 19.12.
17.4. 31.10. 16.1. 1:1 E 13.2.
20.2. 3.4. 21.11. 8.5. 12.9. R
6.3. 21.11. 19.12. 4:1 20.2. 16.1.
Rote Karte:
Ochs (Eintr. Frankfurt)
noch 3 Spiele
Sportgerichtsurteil:
Wolf (1. FC Nürnberg)
für 2 Spiele
VfL Wolfsburg
VfB Stuttgart
FC Schalke 04
1. FC Nürnberg
Bayern München
Bor. M’gladbach
Bayer Leverkusen
Gelb-Rote Karten:
Für das nächste Spiel gesperrt:
niemand
1. FC Köln
1899 Hoffenheim
Hannover 96
:
2009/10
Hamburger SV
SC Freiburg –
Eintracht Frankfurt
Samstag, 15.30 Uhr
BUNDESLIGA
SC Freiburg
:
Idrissou (SC Freiburg)
Barnetta (Bayer Leverkusen)
Bancé (1. FSV Mainz 05)
Brouwers (Bor. M’gladbach)
Gomez (Bayern München)
Robben (Bayern München)
Kuranyi (FC Schalke 04)
Elson (VfB Stuttgart)
Martins (VfL Wolfsburg)
Misimovic (VfL Wolfsburg)
Eintracht Frankfurt
1899 Hoffenheim –
VfL Bochum
Samstag, 15.30 Uhr
Borussia Dortmund
:
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
Werder Bremen
Borussia Dortmund –
Bayern München
Samstag, 15.30 Uhr
Guerrero (Hamburger SV)
Kießling (Bayer Leverkusen)
Özil (Werder Bremen)
Amanatidis (Eintracht Frankfurt)
Stajner (Hannover 96)
Derdiyok (Bayer Leverkusen)
Kacar (Hertha BSC)
Azaouagh (VfL Bochum)
Naldo (Werder Bremen)
Pizarro (Werder Bremen)
Valdez (Borussia Dortmund)
VfL Bochum
:
4
4
3
3
3
3
2
2
2
2
2
Hertha BSC
Samstag/Sonntag, 12./13. September
VfL Wolfsburg –
Bayer Leverkusen
Samstag, 15.30 Uhr
Gesperrt
Torjäger
1. FSV Mainz 05
5. SPIELTAG
1:0 27.2. 7.11. 12.12. 13.2. 23.1. 8.5. 13.3. 24.4. 10.4. 25.10.
8.5. 13.2. 28.11. 6.2. 19.9. 3:3 12.12. 27.2. 23.1. 24.4. 3.10.
13.9. 17.10. 24.4. 20.2. 26.9. 3:0 23.1. 27.3. 12.12. 6.3. 28.11.
20.2. 17.4. 1:0 20.3. 21.11. 6.3. 12.9. 5.12. 26.9. 1:1 1.5.
17.10. 1.5. 30.1. 3.4. 5.12. 21.11. 20.3. 1:1 6.3. 26.9. 19.12.
1:1 6.3. 31.10. 12.12. 0:5 20.3. 27.9. 17.10. 17.4. 6.2. 23.1. 24.4.
S 3.4. 5.12. 3:1 17.10. 17.4. 31.10. 26.9. 1.5. 20.3. 12.9. 30.1.
16.1. 19.12. 13.2. 19.9. 13.3. 3.10. 7.11. P 0:1 27.3. 5.12. 1:1 1.5. 28.11. 30.1. 10.4. 24.10. 27.2.
27.9. 12.9. 13.3. 28.11. 12.12. 27.3. 24.4. 6.2. O 10.4. 23.1. 6.3. 20.2. 1:1 24.10. 0:0 8.5. 7.11.
3.4. 17.4. 5.12. 16.1. 0:0 1.5. 6.2. 31.10. 21.11. R 26.9. 17.10. 20.3. 6.3. 19.12. 13.9. 20.2. 1:3
1.5. 2:1 20.9. 23.10. 7.11. 30.1. 13.3. 24.4. 1:0 27.2. T 16.1. 19.12. 10.4. 3.10. 27.3. 28.11. 13.2.
12.9. 20.2. 27.2. 10.4. 24.4. 24.10. 28.11. 23.1. 3.10. 13.3. 2:2 M 6.2. 2:1 7.11. 8.5. 12.12. 27.3.
2:1 16.1. 30.1. 3.10. 10.4. 27.2. 27.3. 12.12. 19.9. 24.10. 8.5. 2:0 A 24.4. 13.2. 28.11. 7.11. 13.3.
19.12. 1.5. 1:1 13.2. 24.10. 13.3. 27.2. 17.4. 16.1. 3.10. 21.11. 30.1. 5.12. G 19.9. 7.11. 27.3. 3:0
17.10. 25.9. 31.10. 24.4. 23.1. 28.11. 12.12. 0:2 20.3. 8.5. 6.3. 3.4. 12.9. 20.2. A 1:2 6.2. 10.4.
5.12. 3:0 1.5. 27.2. 2.10. 0:1 25.10. 21.11. 30.1. 13.2. 31.10. 19.12. 17.4. 3.4. 16.1. Z 13.3. 18.9.
21.11. 5.12. 4.10. 30.1. 27.2. 4:2 13.2. 20.3. 19.12. 19.9. 17.4. 1.5. 3.4. 31.10. 0:0 17.10. I 16.1.
20.3. 6.3. 17.4. 12.12. 8.5. 5.12. 2:4 26.9. 3.4. 23.1. 12.9. 31.10. 18.10. 6.2. 21.11. 20.2. 2:0 N
4.10.
10.4.
8.5.
23.1.
20.9.
Aus der waagrechten Reihe können Sie die Heimresultate und Heimtermine, aus der senkrechten die Auswärtsresultate und Auswärtstermine ablesen.
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
13
INTERV IEW
DE R WO C H E
LU C I E N FAV R E
Hertha unter Druck:
Nach dem Fehlstart
des Vorjahres-Vierten
spricht LUCIEN FAVRE (51)
über die Fehler der
ersten Spiele, über
Wichniareks Flaute, ein
Telefonat mit Pantelic
und seinen Vertrag.
Foto: Witters/Rupp
Hertha BSC
„Wir werden noch viele überraschen“: Für Hertha-Trainer Lucien Favre „zählt der letzte Spieltag“.
„Es kann sein, dass wir leiden müssen“
kicker: Nach den Last-Minute-Verpflichtungen von Ramos, Kringe
und Cesar kündigte Geschäftsführer Michael Preetz an: „Jetzt wird
Hertha angreifen.“ Beginnt am
Samstag in Mainz die Berliner Aufholjagd, Herr Favre?
Lucien Favre: Aufholjagd? Auf was?
kicker: Auf die ruhigen Tabellenregionen im Mittelfeld zum Beispiel.
Favre: Drei Punkte nach vier Spielen
sind zu wenig, ganz klar. Aber keine
Sorge, wir werden uns steigern.
kicker: Steckt Hertha bei einer Niederlage im Abstiegskampf?
Favre: Daran denke ich nicht, die
Saison ist noch so jung. Ich vertraue
meinem Team. Aber ich habe schon
vorm Saisonstart gesagt, dass der
Beginn holprig werden kann, weil
es dauert, die Neuen zu integrieren. Ich war auf eine schwierige
Hinrunde vorbereitet.
kicker: Nach Platz vier im Vorjahr?
Favre: Die letzte Saison müssen wir
vergessen. Damals passte vieles, wir
gewannen viele enge Spiele.
kicker: Die verliert Hertha im
Moment. Warum?
Favre: Uns fehlt die Effizienz. Wir
kreieren mehr Chancen als vor
einem Jahr, aber wir machen zu
wenig daraus. Zudem erlauben wir
uns zu viele Ballverluste, weil wir
oftmals zu überhastet spielen.
kicker: Gojko Kacar sagt zu Recht:
„Wir spielen nicht so, wie wir es
können.“ Woran liegt das?
Favre: Wir werden als Vorjahresvierter anders wahrgenommen,
wir müssen jetzt mehr das Spiel
machen als früher und vergessen
dabei manchmal die „Basics“.
kicker: Auch die Deckung wirkt –
gerade bei gegnerischen Standards
– noch nicht sattelfest. Fehlt Ihrer
Mannschaft in den Schlüsselmomenten die Konzentration?
Favre: Wir schieben immer alles auf
die Konzentration. Es sind Fehler
– Schluss, aus, fertig.
kicker: Denken einige Spieler noch
zu sehr ans Vorjahr und Platz vier?
Favre: Das mag sein. Aber das ist
vielleicht ein Prozent der Gründe.
kicker: Und die restlichen 99?
Favre: Es ist die Summe vieler kleiner
Fehler. Wenn wir eine Band wären,
„Uns fehlt im richtigen
Moment die Beschleunigung.“
würde ich sagen: Uns fehlt die Percussion, das Schlagzeug. Die richtige Beschleunigung mit dem Ball
im richtigen Moment fehlt. Aber:
Wir werden kommen.
kicker: Der Präsident und die
Geschäftsführung nennen einen
einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel, Florian Kringe peilt Platz
fünf an. Wo wollen Sie landen?
kicker: Ich will in der Europa League
die Gruppenphase überstehen und
im DFB-Pokal bei 1860 München
gewinnen. Dass wir uns in der Liga
steigern müssen, ist klar. Es kann
sein, dass wir leiden müssen – auch
noch in den nächsten Wochen. Aber
für mich zählt der 8. Mai, der letzte
Spieltag. Und glauben Sie mir: Wir
werden noch viele überraschen.
kicker: Überrascht hat Hertha mit
drei Zugängen am letzten Transfertag. War das ein Eingeständnis, dass
Sie den Substanzverlust nach den
Abgängen von Simunic, Voronin
und Pantelic unterschätzt haben?
Favre: Nein. Wir wussten, dass Qualität gegangen ist. Aber wir waren
an den Markt und unsere Möglichkeiten gebunden. Zum Ende der
Transferperiode sinken die Preise.
kicker: Sie wollten für den Angriff
Tottenhams Roman Pavlyuchenko
oder Liverpools Andrey Voronin, am
Ende kam Adrian Ramos von America Cali. Ist er eine Notlösung?
Favre: Nein. Mit Ramos haben wir
uns schon vor drei, vier Monaten
beschäftigt. Dass es einen Kreis von
mehreren Kandidaten gibt, ist normal. Mit Voronin hatten wir bis zum
Schluss Kontakt, aber eine erneute
Ausleihe kam halt nicht zustande.
kicker: Vor Ramos, Kringe und Cesar
kamen bereits Janker, Wichniarek,
Bengtsson und Pejcinovic. Holte
Hertha mehr Masse als Klasse?
Favre: Die großen Namen konnten
wir nicht stemmen. Im Rahmen
unserer Möglichkeiten haben wir
das Beste gemacht und klug investiert. Bengtsson war schon fast bei
Lazio, er war wie Pejcinovic Stammspieler bei der U-21-EM. Es war ein
harter Kampf, sie zu bekommen.
kicker: Artur Wichniarek ist noch
ohne Pflichtspieltor. Warum tut er
sich in Berlin erneut so schwer?
Favre: Er will zuviel. Er ackert in
jedem Training, er geht weite Wege
im Spiel. Sein Engagement ist top,
aber er braucht schnell ein Tor.
kicker: Wie weit ist Ramos?
Favre: Er kommt erst am Freitag von
der WM-Qualifikation aus Südamerika zurück und hat noch nicht mit
dem Team trainiert. Das ist sicher
ein Problem für Samstag.
kicker: Vor Saisonbeginn verhandelten Sie mit Hertha über eine vorzeitige Vertragsverlängerung, eine
Unterschrift gab es nicht. Wollen
Sie nicht mehr verlängern, weil Sie
der Sparkurs abschreckt?
Favre: Ich bin weiterhin absolut
bereit, langfristig hier zu arbeiten.
Aber ich habe ohnehin noch bis
2011 einen Vertrag, deshalb hat das
Thema im Moment keine Priorität
für mich. Wichtiger ist mir momentan die Arbeit mit dem Team.
kicker: Marko Pantelic kam bei Ajax
Amsterdam unter. Hätten Sie ihm
solch eine Adresse zugetraut?
Favre: Er hat einen guten Klub gefunden, ich wünsche ihm viel Erfolg.
kicker: Zuletzt trat er im serbischen
Fernsehen gegen Sie nach und
sagte: „Favre wird überbewertet.“
Nimmt sich Pantelic zu wichtig?
Favre: Am Mittwoch rief er mich an
und sagte, dass seine Äußerungen
verfälscht übersetzt worden sind
– das fand ich sehr korrekt. Zuvor
kam er beim Abschlussessen am
Saisonende auf mich zu, da hatten
wir ein 40-minütiges Gespräch und
gingen im Guten auseinander. Alles
andere interessiert mich nicht.
I N T E RV I EW: S T E F F E N RO H R
14
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
KICKER-KULISSE
Versöhnliches Ende für Jürgen L. Born
(68): Der Finanzexperte, der 1999
sein Amt als Vorstandsvorsitzender von Werder Bremen angetreten
hatte, wurde von seinem Klub am
Dienstagabend auf der sonnenüberfluteten Terrasse des Restaurants „Outer Roads“ harmonisch
in den Ruhestand verabschiedet.
Aufgelaufen war zu Borns Ehren
alles, was die Grün-Weißen an
Würdenträgern zu bieten haben:
Ehemalige Vorstandskollegen (Klaus
Allofs überreichte eine VIP-Karte auf
Lebenszeit), die Ehrenspielführer
Horst-Dieter Höttges (66), Pico Schütz
(74), Dieter Eilts (44), Marco Bode (40)
und Frank Baumann (33) – und sogar
Aufsichtsratschef Willi Lemke (63),
Borns Gegenspieler in der unlängst
beigelegten Transfer-Affäre. Auf die
damaligen Anschuldigungen ging
Born nur noch indirekt und mit der
ihm eigenen Ironie ein. „Ich habe
mindestens zweimal am Tag einen
Kaffee bekommen“, kommentierte
er seine ehrenamtliche Tätigkeit.
„Wenn man das hochrechnet,
kommt einiges zusammen.“
2
Dem Eindruck, er habe Verständnis für die wüsten Beschimpfungen
und Drohungen gegen den ausgemusterten Albert Streit (29, siehe
Interview Seite 15) oder gar für spuckende „Fans“, tritt Schalke-Boss
Felix Magath (56) entschieden entgegen: „Das geht gar nicht!“ Selbst zu
verantworten habe Streit zwar sein
Image, nicht aber die inakzeptablen
Reaktionen. Heute, Donnerstag, will
Magath dieses Thema bei einem
Treffen mit Fangruppen auch dem
Anhang näherbringen. Derweil
beraten Schalker Profi- wie Regionalligateam über Solidaraktionen
für den in Kollegenkreisen durchaus respektierten Streit.
2
Der Name Eckel bürgt in FußballDeutschland eigentlich für Qualität. Doch anders als der 54erWeltmeister schreibt Volker Eckel
(43) keine rühmliche Geschichte.
Ihm wird laut Spiegel online heute
in Marbach (Baden-Württemberg) wegen Betrugs der Prozess
gemacht. So wurde der Hochstapler u. a. bei GC Zürich und
dem 1. FC Köln vorstellig – und
konnte als angeblicher Sohn des
Königshauses Riad und potenzieller Investor von über 50 Millionen Euro die Verantwortlichen
eine ganze Zeit lang zum Narren
halten. Trainer Christoph Daum (55)
erläuterte Eckel an Schaubildern
seine Taktik, die Geschäftsführer Michael Meier (59) und Claus
Horstmann (44) reisten sogar zu
Verhandlungen in die Schweiz,
ehe der Schwindel aufflog.
2
Eigentlich wollte Michael Tarnat
(39) beim Länderspiel Deutschlands gegen Aserbaidschan im
Kreis guter Bekannter in Hannover sozusagen auf internationaler Ebene seinen Abschied vom
Profifußball begehen. Kurzfristig wurde nichts draus für den
19-maligen Nationalspieler: In
neuer Funktion als Talentescout
des FC Bayern kam ein Termin
dazwischen, das Länderspiel
konnte Tarnat nur im TV verfolgen.
Lumpen ließ er sich indes nicht.
In der Sportsbar „Nordkurve“ bei
der AWD-Arena orderte „Tanne“
aus der Ferne 100 Liter Pils für die
Kumpels. Und wurde trotz Abwesenheit zum gefeierten Mann.
TORRICHTER: Sippel und Schmidt im Team
Knut Kircher: Premiere in Lissabon
1Knut Kircher gehört zu den
ersten Referees, die den Torrichter
testen. Beim Spiel Benfica Lissabon
gegen Borissow in der Europa League
am kommenden Donnerstag stehen dem 40-Jährigen neben seinem
üblichen Team noch Peter Sippel
(40) und Markus Schmidt (36) zur
Verfügung, um ihn bei strittigen Szenen im Strafraum zu unterstützen.
Am 24. August hat die UEFA nur die
Unparteiischen geschult, worauf sie
bei diesem Pilotprojekt achten sollen. „Der Schiedsrichter wird über
Vorgänge aller Art informiert, die er
ansonsten eventuell nicht gesehen
hätte. Vor allem im Strafraum und
Umgebung sollen die zusätzlichen
Assistenten helfen. Generell bleiben
sie hinter der Torlinie, aber sie können auch den Strafraum betreten“,
so die Vorgabe des Verbandes. Es
geht also nicht nur um die Frage,
ob ein Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht, sondern auch
um versteckte Fouls. Kircher: „Ich
werde den beiden mit Laptop und
bewegten Bildern am Tag vor dem
Spiel demonstrieren, worauf die
UEFA Wert legt.“ T H O M A S ROT H
Foto: imago/GEPA
NOTIERT VON THIEMO MÜLLER
Nachdenklich: Kölns Zvonimir Soldo wartet noch immer auf den ersten
Sieg seiner Trainerkarriere in der Bundesliga.
KÖLN: Genervter Soldo mit vielen Problemen
„Wenn du Letzter bist, wird
eben alles infrage gestellt!“
1Zu beneiden ist Zvonimir Soldo
(41) in diesen Tagen sicher nicht.
Von den Spielplanern der Deutschen Fußball-Liga wurde seinem
1. FC Köln ein Startprogramm aufs
Auge gedrückt, das sich sehen lassen kann. Es hätte angesichts der
Gegner Dortmund (A), Wolfsburg
(H), Frankfurt (H) und Hamburg
(A) schon optimal laufen müssen,
um nach vier Spieltagen mit vier
oder fünf Punkten dazustehen. Es
lief nicht optimal, auch weil Leistungsträger wie Maniche, Petit,
Podolski oder Novakovic noch nicht
bei 100 Prozent sind und nicht das
brachten, was sie können – so steht
ein Punkt auf der Habenseite und
Platz 18. „Und wenn du Letzter
bist“, weiß Soldo, „dann wird eben
alles infrage gestellt.“
Der 1. FC Köln ist ein öffentliches
Thema, und die kleinste Banalität
wird öffentlich diskutiert. Angesichts von Verletzungen zusätzlich
zu den Länderspiel-Abstellungen
konnte der Trainer seine nach dem
Test gegen RW Oberhausen (1:1)
gemachte Ankündigung, bis zum
Spiel gegen Schalke jeden Tag zu
trainieren, nicht mehr sinnvoll aufrecht erhalten und gab den Profis
am Sonntag frei. Auf dem Boulevard
brachte ihm dies prompt den Ruf
des Umfallers ein.
Eine ganz spezielle Rolle spielt
Kapitän Milivoje Novakovic (30).
Der Slowene, der unlängst seinen
Vertrag zu verbesserten Konditionen verlängerte, nachdem er öffentlich Druck entfacht hatte, reiste
mit gesundheitlichen Problemen
zum Länderspiel Sloweniens nach
England und wollte FC-Physiotherapeut Dieter Trzolek nach London
einfliegen lassen – zur individuellen
Sonderbehandlung. Soldo unterband die Extra-Tour: „Wenn er
Schmerzen hat, soll er nach Köln
kommen und sich hier behandeln
lassen.“ Mittlerweile gab es eine
Unterredung in dieser Sache zwischen Trainer und Spielführer: „Es
war ein gutes Gespräch“, bestätigt
Soldo, „aber ich frage mich, warum wir so etwas nicht vorher intern klären?“
Leicht genervt zeigte sich der
Kroate auch vom Gejammer über
den Verzicht auf Neuzugänge. Soldo
sagt: „Es ist doch so, dass ich diese
Mannschaft schwäche, wenn ich
jeden Tag nach neuen Spielern rufe.
Dieser Mannschaft fehlen zehn Prozent, die müssen wir herauskitzeln.
Aber wenn alle Spieler fit sind, dann
haben wir einen guten Kader.“
So gut, dass in der Partie gegen
Schalke der erste Dreier eingefahren
werden soll. Soldo: „Die haben zwar
zu Hause gegen den SC Freiburg
verloren, sind aber immer noch in
einer besseren Situation als wir.
Aber wir spielen zu Hause und
sind stark genug, Schalke zu besiegen. Wir wollen den Fans für die
tolle Unterstützung endlich etwas
zurückzahlen!“ F R A N K LU ß E M
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Mohamad (1U, 3N) und Brecko (2U,
2N) bisher je viermal gegen Trainer Magath spielten und nie gewannen? Sanou
traf bisher dreimal auf den Schalker Coach
und verlor stets.
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
15
So will Schalke 04
die Krise meistern
inst war Peter Peters nur
Geschäftsführer
beim
FC Schalke 04. Dann übernahm
er auch die Verantwortung für die
Außendarstellung des Vereins. Jetzt
muss er seine wohl heikelste Mission erfüllen: Per Aufsichtsratsbeschluss vom 31. August wurde ihm
der Auftrag erteilt, eine Lösung für
die wirtschaftlichen Probleme des
Klubs zu finden. Heißt: Peters, der
nach der Entmachtung Josef Schnusenbergs (68) zum Finanzchef der
Königsblauen bestellt wurde, steigt
zur Schlüsselfigur bei dem Versuch
auf, die Krise zu meistern.
Peters soll das Geld auftreiben,
das Schalke benötigt, um die laufende Saison sauber durchzufinanzieren. Wie viel in seinem „Klingelbeutel“ landen muss, um nicht
doch im nächsten Frühjahr in eine
dann womöglich prekäre Lage zu
geraten, darüber gehen die Meinungen nach übereinstimmenden
Recherchen von kicker und Express
intern auseinander. Um die laufenden Kosten ab 1. Januar 2010 zu
begleichen, benötigt Schalke demnach zwischen 15 und 25 Millionen
Euro. Ein Riesenbatzen, der durch
neue Investoren, durch neue Werbepartner – oder doch durch werthaltige Spielertransfers – beschafft
werden müsste.
E
Zumindest bis zum Jahreswechsel soll die Liquidität des westfälischen Bundesligisten gesichert
sein. Dann hätte das Forfaitierungsgeschäft mit einem in Boston/USA
beheimateten Investor seinen Zweck
erfüllt: Schalke verkaufte einen Teil
des Ausrüster-Vertrages mit Adidas
(Gesamtlaufzeit bis 2018) an den
amerikanischen Finanzkonzern –
und verschaffte sich im Gegenzug deutlich Liquidität (zwischen
12 und 13 Millionen Euro) und
damit finanziellen Spielraum.
Nach diesem Prinzip war Schalke
im Jahr 2007 auch schon mit dem
Gazprom-Vertrag (kicker vom 27.
August) verfahren. Von der damals
geflossenen Summe (44 Millionen)
sollen noch 12 Millionen Euro auf
dem Konto der Hausbank in Essen
schlummern – fest angelegt. Bis
auf einen monatlich sechsstelligen
Betrag kann der Verein über dieses
Geld aber nicht verfügen.
Klubinsider verbreiten die Hoffnung, dass Schalke mit den erst
vor wenigen Wochen geflossenen
Millionen aus Amerika zumindest
die gröbsten Sorgen lindern kann.
Unabhängig davon werden die klammen Knappen auf die Kostenbremse treten (müssen). Die Aufwendungen für den grandios überteuerten
Profikader, der mit Topverdienern
Foto: firo
Die Lage ist alles andere als rosig. Aber der Verein
hat einen Plan zur Lösung der Finanzprobleme.
PETER PETERS (47) soll neue Millionen besorgen.
Teurer Spaß: Marcelo Bordon (links) und Jefferson Farfan zählen zu den
bestbezahlten Profis beim FC Schalke 04.
wie Marcelo Bordon (33) oder Jefferson Farfan (24) jährlich noch zwischen 55 und 60 Millionen Euro verschlingt, liegen 10 Millionen über
dem, was Schalke verkraften kann.
Schon Anfang 2009 sollte Ex-Manager Andreas Müller (46) dafür Sorge
tragen, dass die Personalkosten auf
47 Millionen Euro jährlich abgesenkt werden. Dies gelang nicht.
Heute erneuert Aufsichtsratschef
Clemens Tönnies (53) an der Spitze
der blau-weißen RestrukturierungsBewegung seine Forderung, „Perso-
nalkosten und Einnahmen wieder
in ein vernünftiges Verhältnis“ zu
bringen.
Dass diese Balance in der jüngeren Vergangenheit nicht herzustellen war, wurde vor allem
Schnusenberg (als Präsident noch
bis 2010 im Amt) angelastet. Aus der
Verantwortung stehlen können sich
die Kontrolleure des Klubs deshalb
jedoch nicht: Schließlich segneten
sie alle Geschäfte in einer Größenordnung von mehr als 300 000 Euro
mit ab.
THOMAS HENNECKE
SCHALKE: Der Ausgemusterte über neue Nachstellungen, sein Image und die Zukunft
Streit: „Fan-Liebling? Darauf habe ich es nie angelegt!“
1Bei einem Spiel
für Schalke II wurde
er von eigenen Fans
bespuckt. Albert
Streit (29) über seine
Buhmann-Rolle.
kicker: Herr Streit, ist wieder Normalität in Ihr Fußballerleben eingekehrt?
Albert Streit (Foto): Leider nicht. Mit
Fußball hat das eh nichts mehr zu
tun. Am Dienstag folgte mir ein Fan
sogar per Auto. Das geht zu weit.
kicker: Mal abgesehen von den nicht
zu tolerierenden Auswüchsen: Können Sie Ihr Image beim Publikum
nachvollziehen?
Streit: Mir ist ganz klar: Wenn ein Fan
ständig in der Zeitung liest, ich sei
ein lustloser Abzocker, dann glaubt
er das automatisch. Das würde mir
selbst doch genauso gehen.
kicker: Würden Sie sich nicht auch
aufregen über den Satz: Ich habe
hier den Vertrag meines Lebens?
Streit: Was jetzt täglich in der Zeitung steht, ist acht Monate alt. Der
Satz fiel so, aber da war ein anderer
Trainer hier, andere Umstände. Und
die Schlussfolgerung ist falsch! Ich
wollte nie den Vertrag absitzen!
kicker: Sondern?
Streit: Um meine Chance kämpfen.
Und zuletzt gab es ja gar keine Möglichkeit zu wechseln. Anders als im
Sommer 2008: Ich war ein halbes
Jahr hier, spürte, es passt nicht so.
Aber Manager Müller und Trainer
Rutten verweigerten die Freigabe.
kicker: Müller bestätigt die Entscheidung, damals keinen abzugeben.
Streit: Sehen Sie! Es ist also nicht so,
dass ich etwas aussitzen will.
kicker: Clever war’s nicht, den Vertrag überhaupt zu thematisieren.
Streit: Stimmt. Doch ich stehe zur
Überzeugung, dass 99,9 Prozent
aller Leute nicht bereit wären, fürs
halbe Gehalt den Job zu wechseln.
kicker: Das ist ehrlich. Fan-Liebling
wird man so trotzdem nicht.
Streit: Darauf habe ich es auch nie
angelegt. Und die Schuld dafür
suche ich bei keinem anderen.
kicker: Verstehen Sie Ihre Ausmusterung aus dem Profikader?
Streit: Das ist eine Entscheidung des
Trainers, die ich akzeptieren muss.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
I N T E RV I EW: T H I E M O M Ü L L E R
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
… Kevin Kuranyi gegen Köln erst einmal
traf, seltener nur gegen Hoffenheim.
16
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
FREIBURG: Jägers Achillessehne schmerzt
1Auch wenn die Ergebnisse anderes vermuten lassen: Mit der Offensive des SC Freiburg war Robin Dutt
in allen Bundesligapartien zufrieden. Der Trainer registrierte, dass
sich die Mannschaft selbst beim
0:5 gegen Leverkusen gute Torchancen erarbeitete. Umso gravierender,
dass er nun auf Jonathan Jäger verzichten muss, den er im Sommer als
„den wichtigsten Offensivspieler“
der Aufstiegself titulierte. Der 31
Jahre alte Franzose laboriert links
an einer entzündeten Achillessehne.
„Im Moment halte ich es für ausgeschlossen, dass ich gegen Eintracht
Frankfurt dabei bin“, so Jäger.
Auch wenn der Rechtsfüßer, der
vergangene Saison sieben Tore zum
Aufstieg beitrug, auf seinen ersten
Bundesligatreffer wartet: Dutt bescheinigt ihm in den ersten Spielen
eine „große Präsenz“. Das war nicht
immer so. Jäger weiß, dass seine
erste Saison (2007/08) in Freiburg
„eine Katastrophe“ war. In den grünen Bereich kam er erst, als die Belastung im Ausdauerbereich reduziert wurde. Bei seinen vorherigen
Stationen fühlte sich der Franzose
überfordert, in Freiburg werden die
Belastungen individuell auf jeden
Spieler abgestimmt.
Als Ursache für die Entzündung
vermutet er den Wechsel des Schuhausrüsters. „Nach dem Abklingen
der Beschwerden trage ich wieder
ein Modell der alten Marke“, sagt
Jäger. Die Wahl der Schuhe ist den
Spielern in Freiburg freigestellt.
Darüber also muss Jäger nicht
mit SC-Sportdirektor Dirk Dufner
sprechen, über eine Verlängerung
seines 2010 auslaufenden Vertrags
allerdings schon. Erste Sondierungsgespräche zwischen dem Spieler,
seinem Berater Guido Nickolay und
Dufner fanden statt, eine Einigung
wurde noch nicht erzielt. „Prinzipiell würde ich gerne in Freiburg
bleiben“, betont der in Metz aufgewachsene Stürmer, der jetzt davon profitiert, dass er schon in der
Schule Deutsch lernte.
Profitieren von der Verletzung
Jägers wird wahrscheinlich Cedrick Makiadi (25). Der Neuzugang
vom MSV Duisburg trainiert nach
einer Oberschenkelzerrung wieder
beschwerdefrei. Öffentlich festlegen will sich Robin Dutt nicht: „Wir
haben drei, vier Möglichkeiten.“ Dazu zählt er neben Makiadi noch David Targamadze, Andreas Glockner
oder Julien Matter aus der zweiten
Mannschaft.
M I C H A E L E B E RT
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Heiko Butscher sein einziges Bundesligator gegen Frankfurt schoss: In der Saison
2006/07, noch im Trikot des VfL Bochum.
FRANKFURT: Fährmann will bald einsteigen
„Auf den Torhütern lastet ein Fluch“
1Ralf Fährmann (20) sollte die
neue Nummer 1 der Eintracht werden, ein Mittelhandbruch verurteilte ihn bislang zum Zuschauen.
kicker: Herr Fährmann, sitzen Sie
am Samstag auf der Bank?
Ralf Fährmann (20): Die erneute
Untersuchung bei einem HandChirurgen ergab, dass das Risiko zu
hoch wäre. Ich soll die Manschette
bis Ende der Woche im Training
tragen.
kicker: Macht Ihnen das Verletzungspech der Eintracht-Torhüter Angst?
Fährmann: Vergangene Saison hatte
ich es von Schalke aus beobachtet.
Dass es mich selbst erwischt und
dann noch so schnell, hätte ich natürlich nicht erwartet. Auf den Eintracht-Torhütern lastet ein Fluch.
kicker: 2008/09 musste Frankfurt
fünfmal den Torhüter wechseln…
Fährmann: … wenn es Muskelverletzungen wären, könnte man darüber nachdenken, ob wir zu hart
trainieren. Aber das ist nicht der
Fall. Und bei Markus Pröll ist die
jüngste Verletzung sogar nach dem
Fußballspielen passiert.
kicker: Ihr Mittelhandbruch passierte Mitte Juli. War klar, dass sie
mehr als acht Wochen ausfallen?
Fährmann: Ich hatte gehofft, dass es
schneller geht. Aber das geht eigentlich jedem Spieler so, der verletzt ist.
Es verläuft alles im ganz normalen
Zeitrahmen für einen Torhüter. Als
Feldspieler hätte ich natürlich viel
früher einsteigen können.
I N T E RV I EW: M I C H A E L E B E RT
Foto: imago/pmk
Dutts „wichtigster
Offensivspieler“ fehlt
Der letzte Eintracht-Adler: Oka Nikolov ist derzeit als einziger von fünf
Torhütern der Hessen noch einsatzfähig.
FRANKFURT: Auch Keeper Nr. 5 wurde operiert
Nikolov – allein im Eintracht-Tor
1Am Mittwoch nach dem Training schlenderte Oka Nikolov an
der Seite von Thomas Kühn vom
Platz. In der einen Hand hatte Kühn
die Kühlbox mit Eis, in der anderen
einen Behandlungskoffer. Bekommt
Nikolov, der letzte gesunde Profitorwart der Eintracht, nun einen eigenen Physiotherapeuten zur Seite
gestellt? „Nein“, wiegelt der 35-Jährige ab, „und ich werde auch nicht
in Watte gepackt.“ Selbst wenn die
Zitate von Trainer Michael Skibbe
vor dem Testspiel am Dienstag bei
der SG Bruchköbel (11:2) etwas
anderes vermuten ließen: „Wenn
Oka glaubt, er braucht Spielpraxis,
steht er im Tor. Wenn er aber lieber
zu Hause auf die Couch will, ist es
auch okay.“
Zuvor hatte sich die Verletzungssituation der Eintracht-Torhüter
erneut verschlechtert. Regionalligaschlussmann Andreas Rössl (21),
der in Freiburg auf der Bank sitzen
sollte, wurde am Montag wegen
eines Mittelfußbruchs operiert. Weil
Ralf Fährmann (20) noch warten
muss (siehe Interview) und Jan Zimmermann (24) nach monatelanger
Schambeinentzündung erst zwei
torwartspezifische Einheiten absolvierte, trainieren seit Anfang der
Woche der Ersatzkeeper des Regionalligateams, Markus Kolke (19)
und U-19-Torwart Erman Muratagic (18) mit den Profis.
„Eine solche Situation habe ich
noch nicht erlebt“, sagt Nikolov.
Das Eintracht-Urgestein ist über 18
Jahre im Verein. Wer jedoch glaubt,
dass sich Nikolov nun aufgrund des
fehlenden Konkurrenzdrucks auf
die faule Haut legt, der irrt. Nikolov
stand zwar nicht beim Testspiel im
Tor, lag aber auch nicht zu Hause
auf der Couch, sondern absolvierte
eine Zusatz-Trainingseinheit. Er
weiß nur zu genau, dass über kurz
oder lang Fährmann im Tor stehen
wird. Diesen Zeitpunkt will er mit
guten Leistungen möglichst weit
hinauszögern. M I C H A E L E B E RT
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Maik Franz bisher nur gegen zwei Vereine
zwei Bundesliga-Tore schoss: Gegen Frankfurt und Freiburg. Ioannis Amanatidis gewann all seine drei Spiele gegen Freiburg.
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
17
HOFFENHEIM: Rangnicks Topstürmer sind noch nicht auf Touren
Ibisevic und das Warten auf ein Tor
VfB Stuttgart spricht fast niemand
mehr. Zwei Monate hatte Ba wegen
einer Wunde am Schienbein pausiert, zuletzt war er dreimal eingewechselt worden, ohne aber
wirklich zu überzeugen.
Ob Prince Tagoe (22) jemals
für Hoffenheim stürmt, ist noch
immer äußerst fraglich. Nach wie
vor streiten sich Verein und Anwälte
des Ghanaers über ein drittes Gutachten, das Aufschluss über einen
angeblichen Herzfehler geben soll
(der kicker berichtete). „Wir warten
seit Wochen auf Bewegung in die-
sem Fall“, sagt Manager Jan Schindelmeiser. Nun haben die DFL und
die medizinische Kommission des
DFB eingegriffen. Ein Uni-Professor wurde von Verbandsseite als
neutraler Gutachter bestimmt, die
Untersuchung erfolgt wohl bis Ende
der Woche. M A RT I N G RU E N E R
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Josip Simunic bisher zehnmal gegen Bochum spielte und nie verlor? Mit seinem
Ex-Klub Hertha BSC holte der Kroate fünf
Siege und fünf Unentschieden.
Foto: onlinesport
1„Hoffensiv“ steht auf einigen
Fanartikeln der TSG 1899, doch
von Spektakel-Fußball sind die Hoffenheimer noch ein weites Stück
entfernt. „Hoffizient“ würde derzeit
besser passen, schließlich reichten
die bisherigen zwei Tore zu effizienten fünf Punkten. Womöglich
bietet Trainer Ralf Rangnick nun
gegen Bochum mit Ibisevic, Obasi
und Ba erstmals seine drei Topstürmer gemeinsam von Beginn an auf.
Gegen Schalke (0:0) und Hannover
(1:0) probierte er es nach der Pause
mit dieser Formation, ein Tor war
dabei beide Male nicht gelungen.
Ohnehin sind die drei recht unterschiedlich in die Saison gestartet.
Vedad Ibisevic (25): In allen vier Spielen war er bisher von Beginn an
dabei, aber noch wartet er auf das
erste Tor nach seinem Kreuzbandriss. „Ich mach mich nicht verrückt“,
sagt Ibisevic zwar, doch in einigen
Aktionen fehlt ihm sichtlich noch
jene Lockerheit und Coolness, die
ihn in der vorigen Hinrunde zum
Shootingstar aufsteigen ließ.
Chinedu Obasi (23): Erst legte er eine
starke Vorbereitung hin, dann traf er
prompt zum Start gegen die Bayern
(1:1). Aber so manche seiner Aktionen wirkt zu kompliziert, nur selten
kommt er selbst oder einer der Kollegen dadurch zum Abschluss. Vor
allem Obasi dürfte Rangnick meinen, wenn er fordert: „Wir müssen
zielgerichteter spielen.“
Demba Ba (24): Über das Theater um
den von ihm forcierten Transfer zum
Setzt sich nicht unter Druck: Vedad
Ibisevic hat noch nicht getroffen.
BOCHUM: Schwere Entscheidung über die Besetzung der Viererkette
Kollers Duo: Yahia und sein „kleiner Bruder“
1Eigentlich war es ein SuperErlebnis, findet Anthar Yahia (27).
Das 1:0 am späten Sonntagabend
gegen Sambia bringt Algerien in
eine formidable Ausgangsposition
beim Kampf um das WM-Ticket.
Dass die Erinnerung an den wichtigen Erfolg jetzt noch recht intensiv
ist, liegt auch an einer schmerzhaften Prellung des Sprunggelenks,
die Yahia erlitt. Inzwischen haben
die Schmerzen im geschwollenen
Gelenk nachgelassen; heute, Donnerstag, will Yahia wieder trainieren,
„und bis zum Hoffenheim-Spiel“,
verkündet der robuste Abwehrmann optimistisch, „bin ich wohl
wieder einsatzbereit“.
Weil Kapitän Marcel Maltritz (30)
nach einem Faserriss wohl noch
Zeit braucht, wäre Marcel Koller
die Entscheidung abgenommen,
wen seiner drei etwa gleich starken Innenverteidiger er draußen
lässt. Am Samstag dürften Yahia
und Mergim Mavraj (23) erste Wahl
sein, die gegen Berlin (1:0) glänzend
harmonierten, beim 1:2 in Leverkusen aber beide enttäuschten. „Mit
zwei Gegentoren waren wir noch
gut bedient“, findet Yahia, der in
der Rückrunde umstritten war, nun
aber als einziger Innenverteidiger
alle vier Spiele bestritt. Die jüngsten
beiden neben Mavraj, mit dem ihn
ein besonderes Verhältnis verbin-
det. „Sehe ich ihn spielen, dann
erinnert er mich an den Anfang
meiner Karriere. Wir sind uns ähnlich, er ist wie ein kleiner Bruder für
mich – und ein starker Verteidiger.“
Beide sind schnell, versiert am Ball,
Yahia ist zudem beidfüßig, international erfahren. Ist der routinierte
Haudegen Maltritz wieder fit, steht
Koller vor einer schweren Entscheidung.
OLIVER BITTER
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Stanislav Sestak (26) im April alle Tore
beim 3:0 in Hoffenheim schoss und dem
Gegner die höchste Heimniederlage seiner
jungen Bundesliga-Historie beibrachte?
MAINZ: Müllers Einsatz ist unwahrscheinlich – Wetklo lässt hoffen – Kirschbaum kommt nicht
1Risikooo! Die ungeklärte Torwartfrage wird für Mainz zum Spiel mit
dem Feuer. Wer gegen die Hertha
zwischen den Pfosten steht, ist weiter offen. Trainer Thomas Tuchel
nimmt das Roulette im Kasten mit
Galgenhumor: „Wir werden mit
einem Torhüter spielen!“
Nur, mit wem?
(Wackel)-Kandidat Nummer 1
ist Heinz Müller (Bauchmuskelblessur). Das Ergebnis einer lockeren Aufwärmphase, die Mittwochmorgen knapp 15 Minuten dauerte, war ernüchternd. Müller: „Ich
spürte einen Druckschmerz, hörte
vorsorglich auf.“ Ein Belastungstest
soll heute, ein allerletzter am Freitag folgen. Der 31-Jährige macht
Foto: imago/Hoffmann
Tuchel geht im Torwart-Roulette ein ganz hohes Risiko ein
Glücksspiel: Thomas Tuchel.
sich nichts vor: „Normalerweise
dauert eine Muskelverletzung vier
Wochen. Ich spiele nur, wenn es
kein Risiko ist!“ Tendenz: Müller
wird frühestens in Bochum wieder
zur Verfügung stehen.
(Wackel)-Kandidat Nummer 2
ist Christian Wetklo (starke Prellung am Bein). Der Bluterguss in
der linken Wade ist am abklingen.
Nach einem leichten Belastungstest am Mittwoch konnte Wetklo
allerdings noch keine Entwarnung
geben. Dennoch ist er Tuchels
Hoffnungsträger: „Es gibt bei ihm
positive Signale.“ Tendenz: Wetklos
Einsatz ist ein Risiko!
(Wackel)-Kandidat Nummer 3
ist Pierre Kleinheider (19). Das
Problem des Regionalligakeepers
(11 Einsätze): Ihm fehlt jegliche
Profierfahrung. Tendenz: Er ist fit,
sein Bundesligadebüt wäre jedoch
ein sehr großes Risiko!
(Ersatz)-Kandidat auf Zeit hätte
Thorsten Kirschbaum (22) werden
können. Doch der derzeit vereinslose ehemalige U-21-Auswahl-
spieler, der sich in zwei Tests kaum
bewähren konnte, soll vorerst nicht
als fünfter Torwart neben Müller,
Wetklo, Kleinheider und Dimo
Wache verpflichtet werden.
(Ersatzbank)-Kandidaten wären
bei einem Ausfall von Müller und
Wetklo die Nachwuchskeeper Stefan Steigerwald (20) und Volkan
Tekin (19). Beide haben diese Saison
nicht ein einziges Regionalligaspiel
bestritten.
ULI GERKE
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… Daniel Gunkel (29) der Einzige im aktuellen FSV-Kader ist, der gegen Hertha ein Tor
erzielte? Und das für Cottbus zur Führung
beim 2:0 gegen Berlin am 28. 10. 2008.
18
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
BREMEN: Der Mittelfeldspieler peilt nach langer Leidenszeit einen Stammplatz an
1Ein Reporter merkte beim missratenen Saisonauftakt gegen Frankfurt an, es sei doch bemerkenswert, dass versucht worden sei, mit
einem Philipp Bargfrede die Wende
zu erzwingen. „Wieso?“, fragte Bremens Manager Klaus Allofs, der diese Aussage als recht despektierlich
empfunden haben muss. „Philipp
hat eine glänzende Vorbereitung
gespielt.“
Es mag der Moment gewesen
sein, der eine hoffnungsvolle Karriere eingeleitet haben könnte. Der
20-Jährige, seit 2004 im Klub, seit
einem Jahr im Profikader, absolvierte seinen Liga-Einstand. Inzwischen sind zwei weitere Spiele hinzugekommen, zuletzt in Berlin das
erste von Beginn an. Der Youngster
hat sich zu einem vollwertigen Mitglied des Aufgebots gemausert, dem
Trainer Thomas Schaaf immer mehr
sein Vertrauen schenkt.
Von einem „Supergefühl“ spricht
Bargfrede, wenn er an seine Premiere in der Startelf im gut besuchten Olympiastadion denkt. Durch
die Systemumstellung, die Marko
Marin in die Spitze versetzte, wurde
ein Platz auf der Halbposition in der
Werder-Raute frei, für den sich der
Niedersachse dank seiner beweglichkeit und Laufstärke empfahl.
Bargfrede imponierte und darf sich
weitere „Hoffnungen auf mehr Einsätze“ machen, wie er verriet.
Bargfrede? Da war doch noch
etwas! Richtig, der flotte Philipp
Foto: firo
Hunt kämpft gegen den Ruf als ewiges Talent
Warten auf den großen Durchbruch: Aaron Hunt kämpft mit Philipp
Bargfrede um einen Stammplatz im Werder-Mittelfeld.
stammt aus einer Fußballer-Familie
aus Zeven. Schon Vater Hansi, der
über ein Jahrzehnt lang im Norden
sein Geld als Berufsfußballer verdiente, spielte für Werder, gemeinsam mit Thomas Schaaf. Wenngleich nicht so erfolgreich wie der
Sprössling. Hansi Bargfrede, auch
ein begnadeter Techniker, zählte in
der Saison 1978/79 zum Profikader,
blieb indes ohne Einsatz. Zurückgestuft in die Reserve, wechselte er
1984 zum Zweitligisten St. Pauli, wo
er bis 1990 und mit einem kurzen
Intermezzo bei Preußen Münster
agierte. Seine Bilanz: 111 Spiele für
den Hamburger Klub, davon 15 nach
dem Aufstieg in die Bundesliga.
Es ist davon auszugehen, dass
ihn Sohnemann Philipp überholen
wird, was die Erstliga-Bilanz betrifft.
Schaaf-Schüler Bargfrede ist gerade
in dieser Anfangsphase, in der ein
Routinier wie der dänische Nationalspieler Daniel Jensen wegen
Achillessehnenproblemen ausfällt,
eine wertvolle Alternative.
Wie auch Aaron Hunt, das große
Talent, das vor fünf Jahren als der
jüngste Liga-Spieler der Hanseaten in die Geschichte einging. Nach
einer langen Leidenszeit, zuletzt
wegen chronischer Kniebeschwerden, hat sich der am 4. September
23 Jahre alt gewordene Allrounder zurückgemeldet. Nun erhofft
sich der Mann mit der Nummer 14
„mehr Einsatzzeiten“ und peilt
einen Stammplatz im Werder-Ensemble an: „Das ist mein Wunsch
seit zwei, drei Jahren.“
Noch hat er sich nicht erfüllt,
der Durchbruch gelang nicht. „Ich
habe kein Problem damit, als Talent
bezeichnet zu werden“, behauptet
Hunt. Der Zusatz „ewiges“ behagt
ihm indes weniger. In dieser Spielzeit kam der Harzer, seit 2001 an der
Weser, als hängende Spitze in die
Elf. Natürlich könne er das spielen,
meint er, „doch ich sehe mich eher
im Mittelfeld“.
Dort konkurriert Hunt, dem einst
eine Laufbahn prophezeit worden
ist, wie sie Mesut Özil und Marko
Marin momentan durchlaufen, mit
Philipp Bargfrede. Zwei Eigengewächse aus dem Werder-Talentschuppen sind zu Rivalen geworden. Ein Frühstarter wie Hunt und
ein Spätzünder wie Bargfrede.
HANS-GÜNTER KLEMM
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
. . . Tim Borowski und Torsten Frings bisher
gegen Hannover je drei Tore erzielten? Keiner von beiden traf gegen einen anderen
Bundesligisten häufiger. Frings verlor zudem noch keines seiner zwölf Spiele gegen
96 (neun Siege, drei Unentschieden).
HANNOVER: Ungewissheit um die Nummer 1 lässt deren Stellvertreter in den Blickpunkt rücken
1Die Ungewissheit um die große
Galionsfigur bewegt alle bei 96.
Mittwochabend legten sich die
Verantwortlichen fest. „Robert Enke
wird in Bremen nicht spielen“, so
Manager Jörg Schmadtke. Ab sofort
steht Ersatzmann Florian Fromlowitz im Fokus. Andreas Bergmann
vertraut ihm: „Bei ihm habe ich keinerlei Bedenken“, sagt der Trainer
über seine Nummer 2, „er trainiert
intensiv, hat in unserer Zweiten gut
gespielt. Er ist dran am Team, und
so muss es für einen Reservetorhüter auch sein.“
Das sieht der 23-Jährige auch
selbst so. „Ich hoffe, dass es Robert
nicht so schwer erwischt hat. Und
wenn ich ranmuss, will ich dem
Team helfen, Ruhe und Sicherheit
Foto: imago/Rust
Florian Fromlowitz: Der „Anti-Enke“ will seine Chance nutzen
Die Nr. 2 bei 96: Florian Fromlowitz.
ausstrahlen.“ Worte, die Fromlowitz
nicht ohne Grund so wählt. Als er
in der vorigen Saison, seiner ersten
in Hannover, für den am Kahnbein
verletzten Enke einsprang, erlebte
er in zehn Einsätzen eine Berg- und
Talfahrt. Herausragende Leistungen
wechselten mit Spielen, in denen
der Ex-Lauterer Punkte kostete. Am
Ende stand die – umstrittene – Rote
Karte nach einem vermeintlichen
Foul im Derby in Wolfsburg.
Entscheidend aber dafür, dass
er bei 96 von vielen skeptisch
gesehen wurde, war der Umstand,
dass Fromlowitz das Torwartspiel
ganz anders interpretiert als Enke:
Impulsiv, oft gestenreich, mitunter
aggressiv „fährt“ er sich selbst hoch
zur optimalen Leistung – und gibt
damit ein so ganz anderes Erscheinungsbild ab als der stets ruhige, fast
zurückhaltende Nationaltorhüter,
den sie in Hannover seit Jahren verehren. „Ist doch klar, dass man als
Stellvertreter ein schweres Standing
hat, wenn es für den Kollegen sogar
eine eigene Hymne im Stadion
gibt“, sagt Fromlowitz, der dennoch
seiner Linie treu bleiben will. „Ich
vertraue auf meinen eigenen Stil
und weiß, was ich kann.“
Gegen Werder ginge es zunächst
darum, „da zu sein“, die Chance
zu nutzen, vielleicht wieder einmal ein wenig auf sich aufmerksam
zu machen. Irgendwann will der
„Anti-Enke“ Fromlowitz dann in
der Bundesliga eine Nummer 1 sein.
Sein Vertrag in Hannover läuft noch
bis 2011.
MICHAEL RICHTER
WUSSTEN SIE SCHON, DASS…
… Karim Haggui bisher dreimal gegen
Bremen spielte und immer verlor? Arnold
Bruggink ging gegen Werder sogar viermal
leer aus – gegen alle seine übrigen bisherigen Gegner in der Bundesliga holte der
Holländer mindestens einen Punkt.
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
19
HAMBURG: Eine Pause für Torjäger Guerrero?
Rückschlag für Jansen,
Vertrag für Benjamin
Samstag winkt das Startelf-Debüt
in der Bundesliga.
Sorgenkind Marcell Jansen: Die Einheit
am Mittwoch musste der Linksfuß
abbrechen. Nach Stammplatzverlust, anschließender Kapselverletzung im Knie und Mandelentzündung der nächste Rückschlag für
Jansen, obwohl die Untersuchung
am Nachmittag Entwarnung
bedeutete. Jansen muss wegen
einer leichten Schwellung im Knie
nur wenige Tage kürzertreten, die
Aufholjagd im Kampf um den Platz
von Dennis Aogo aber ist abermals
unterbrochen. „Ich gebe mir Zeit“,
sagt Jansen. Labbadia ahnt, dass
genau die nötig sein wird. „Es ist
schade um ihn. Wir haben zuletzt
viel Aufbauarbeit mit Marcell
gemacht. Wir hoffen, dass er uns
bald helfen kann, aber dafür muss
er körperlich in einem Topzustand
sein.“ Das Problem: In dieser Verfassung kam der 23-Jährige nicht
aus der Sommerpause, und in
selbigem ist er nach Mandel-entzündung und Gewichtsverlust noch
immer nicht.
Sorgenkind Collin Benjamin: Der Namibier kam mit Kreuzbandriss und
Innenbandanriss vom Länderspiel
gegen Swasiland zurück. „Eine
Katastrophe“, sagt das 31-jährige
Urgestein (seit 2001 im Verein). Eine
Foto: firo
1Die zurückliegenden Tage
bezeichnet der Trainer als „interessant“. Mitunter nicht mal eine
Handvoll Profis hatte Bruno Labbadia während der Länderspielpause
auf dem Trainingsplatz, betrachtet
die gleich dreizehn Abstellungen
aber als Herausforderung. „Es ist
ein Qualitätsmerkmal, trotzdem
nahtlos erfolgreich weiterzumachen. Denn mit der Partie gegen
Stuttgart beginnt unsere zweite
Etappe, es warten große Aufgaben.“
Denkbar ungünstig, dass Labbadia
ausgerechnet jetzt gleich drei Sorgenkinder hat.
Sorgenkind Paolo Guerrero: Der 25jährige Peruaner kehrt erst Freitagabend vom Länderspiel aus
Venezuela zurück – ein StartelfEinsatz des Toptorjägers (schon
sechs Pflichtspieltore) wird damit
zum Wagnis. Labbadia: „Das wird
eine schwierige Entscheidung. Wir
müssen sehen, wie er sich fühlt.“
Ersatzkandidat Marcus Berg scharrt
mit den Hufen. Nach behutsamem
Aufbau erzielte der Schwede,
zumeist als Joker, drei Pflichtspieltreffer. Labbadia ist zufrieden mit
der Entwicklung des 23-Jährigen,
bedauert aber, dass auch er zuletzt
bei seiner Nationalelf weilte. „Die
zehn Tage mit uns hätten ihm noch
mal richtig gutgetan.“ Dennoch:
Wann flankt er wieder? Hamburgs Linksfuß Marcell Jansen muss erneut
kürzertreten und sein Comeback weiter verschieben.
Katastrophe, die der HSV lindern
will – der im Sommer auslaufende
Vertrag soll verlängert werden. Und
zwar nicht nur als Dankeschön für
Benjamins treue Dienste. Bereits
Ende voriger Woche führte Labbadia in seiner Doppelrolle als
Coach und Interims-Sportchef ein
Planungsgespräch mit Klubboss
Bernd Hoffmann. „Darin“, sagt
Labbadia, „ging es auch um Collin.
Er ist sportlich vielseitig, charakterlich klasse und hat in der Truppe
einen riesigen Stellenwert. Mit ihm
wollten wir ohnehin verlängern.“
Kniespezialist Professor Eichhorn
entscheidet heute in Straubing, ob
Benjamin operiert wird. Danach
fällt er sechs Monate aus. Nach Alex
Silva (Kreuzbandriss) und Bastian
Reinhardt (Mittelfußbruch) der
dritte langzeitverletzte Abwehrspieler.
S E B A S T I A N WO L F F
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
… der HSV sechs seiner zwölf Tore in der
Anfangsviertelstunde schoss? Alle anderen Bundesligisten zusammen erzielten in
den ersten 15 Minuten erst fünf Tore.
STUTTGART: Der Mittelfeldspieler ist nach seinem Bandscheibenvorfall wieder einsatzfähig
1Es sieht ganz nach einer Punktlandung aus. Der kommende
Samstag war sein Ziel. Er wird es
erreichen, wenn der Trainer mitspielt und ihn in den Kader für
die Partie beim HSV beruft. Dann
kann Roberto Hilbert (24) den
wohl schlimmsten Schrecken seiner Profilaufbahn endgültig hinter
sich lassen.
„Ich hatte noch Glück im
Unglück“, erzählt Hilbert von dem
Moment, als Ende Juli ein stechender Schmerz im Rücken jede weitere
Bewegung unmöglich machte. Diagnose: Bandscheibenvorfall. „Aus
heiterem Himmel“ habe im Training der Blitz als Schmerz eingeschlagen. „Ich hatte bis dahin noch
nie Rückenprobleme“, so Hilbert,
Foto: imago/ExSpo
Rückkehrer Hilbert: Kampfansage an Konkurrent Gebhart
Angriffslustig: Roberto Hilbert.
den plötzlich ein Riss in der Bandscheibe im Bereich der Lendenwirbelsäule außer Gefecht setzte. „Zum
Glück war die Bandscheibe nicht
verschoben und hatte keinen Nerv
eingeklemmt oder verletzt. Sonst
hätte es sogar zu Taubheit in den
Beinen führen können.“
So reichten gezielte Reha-Maßnahmen zur Stabilisierung, Locke-
rung und Kräftigung seines Haltungsapparats, um nach rund fünf
Wochen wieder fit zu sein. „Anfangs
hatte ich im Training noch ein mulmiges Gefühl, heute bin ich total
frei“, sagt Hilbert, der schon mal
eine Kampfansage an die Konkurrenz richtet. „Ich war bis zu meiner Verletzung auf dieser Position
gesetzt. Also denke ich, dass ich
auch bald wieder voll zum Einsatz
kommen werde.“
Dass es vielleicht nicht ganz so
einfach werden könnte, zumal ihn
Timo Gebhart im rechten Mittelfeld durchaus gut vertrat, will der
achtmalige Nationalspieler nicht
gelten lassen. „Timo und ich haben
ein sehr gutes Verhältnis, aber jeder
will spielen. Insgesamt ist der Kader
sowieso sehr gut besetzt, wahrscheinlich ist es sogar der beste,
seit ich 2006 zum VfB kam. Aber ich
will mich durchsetzen.“
Nicht minder optimistisch
blickt er dem Aufeinandertreffen
mit dem HSV entgegen. „Das wird
ein wegweisendes Spiel für uns.
Wir müssen punkten, um nicht den
Anschluss nach oben zu verlieren.
Dass wir mit den Hamburgern mithalten können, haben wir in der
Vergangenheit schon des Öfteren
bewiesen.“ G E O RG E M O I S S I D I S
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
. . .VfB-Trainer Markus Babbel als Profi mehr
Bundesligaspiele für den HSV (60 Partien)
als für Stuttgart (46) bestritten hat?
20
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
NÜRNBERG: Klausel greift bei 20 Einsätzen
PERSONALIEN
Kluge soll noch lange bleiben
HAMBURGER SV
1Thomas Broich hat für Mönchengladbach gespielt, Michael
Oenning stand als Assistenztrainer
bei den Borussen unter Vertrag.
Die nachhaltigsten Spuren haben
die Fohlen jedoch bei Peer Kluge
hinterlassen, der von 2001 bis 2007
sechs Jahre auf dem alten Bökelberg
und später im neuen Borussia-Park
spielte. „Ja“, antwortet der 28-Jährige kurz und knapp auf die Frage,
ob das Wiedersehen am Samstag
etwas Besonderes für ihn sei. Zumal
er seit seinem Wechsel in die Noris
zum ersten Mal auf den Ex-Klub
trifft. „Ich habe sechs Jahre in Gladbach gespielt und nur positive Erinnerungen, es war eine durchweg
schöne Zeit“, erzählt Kluge.
Da klingt eine nie erloschene
Liebe durch, die dennoch Grenzen kennt: „Es gibt zwei Spiele, die
die Borussia nicht gewinnen darf.“
Unschwer zu erraten, welche er
meint, zumal dem 1. FC Nürnberg
nach dem punktemäßig schwachen
Start ein Sieg gut zu Gesicht stünde.
„Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Jetzt müssen so schnell
wie möglich drei Punkte her“, verkennt Kluge die Situation nicht.
Bei aller Liebe zur Borussia fühlt
sich Kluge beim FCN sehr wohl. Wie
der kicker erfuhr, enthält sein am
Saisonende auslaufender Vertrag
eine Klausel. Sollte der Mittelfeldspieler in dieser Runde auf 20 oder
mehr Einsätze kommen, verlängert
sich der Kontrakt um ein Jahr. „Peer
weiß, dass wir mit ihm sehr zufrieden sind. Stand jetzt wollen wir mit
ihm in die nächste Saison gehen,
durch die Option ist der Druck sowieso raus“, sagt Sportdirektor Martin Bader, der auch eine frühzeitige
Verlängerung nicht ausschließen
will. Ein Gedanke, mit dem sich
Kluge anfreunden kann: „Es ist
schön zu hören, dass der Verein
mit mir plant. Das zeigt, welchen
Stellenwert ich hier habe. Außerdem will ich gar nicht wechseln.“
Sieht fast danach aus, als hätte die
geliebte Borussia eine echte Nebenbuhlerin.
FRANK LINKESCH
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
… dem Club mit Javier Pinola gegen Gladbach nichts passieren kann? Er verlor gegen
die Borussia (3 Siege, 1 Remis) und deren Trainer Frontzeck (1 S, 2 R) noch nie.
GLADBACH: Wende nach zwei schweren Jahren
Colautti: Der gefühlte Neuzugang
1Neben dem Trainingsplatz bedrängen die Fans Roberto Colautti
(27). Viele Autogramme muss der
Stürmer schreiben, der Weg zur
Kabine ist arbeitsreicher als in den
zwei Jahren zuvor. Da heftete sich
nur eine Handvoll Autogrammjäger
an seine Fersen. Oft war Colautti
verletzt, er schaffte den Durchbruch
nicht. „Die Zeit war nicht einfach“,
sagt der Argentinier mit dem israelischen Pass, „es lief einfach nicht.“
Jetzt ist alles anders. Colautti ist
gefragt. Bei den Anhängern. Bei der
Borussia. Ob sein einziger Bundesligatreffer vor dieser Saison – das
1:0 gegen Schalke am 31. Spieltag
– oder der Trainerwechsel den Wendepunkt darstellt, kann Colautti gar
nicht recht einschätzen. Er sagt nur:
„Ich habe im Training immer alles
gegeben und um meine Chance
gekämpft. Michael Frontzeck hat
mir in den ersten Spielen vertraut,
und dieses Vertrauen will ich mit
Leistung zurückzahlen.“
Das tat der Torschütze aus dem
Bochum-Spiel (zudem eine Vorarbeit) bislang. Colautti stellt einen
gefühlten Neuzugang dar. Wie Kon-
kurrent Oliver Neuville profitiert
auch der israelische Nationalspieler
von Frontzecks Umstellung auf zwei
Spitzen. Beide schienen auf dem
Abstellgleis – und sind nun fester
Bestandteil in den Plänen des Trainers. „Zwei Spitzen kommen der
Mannschaft entgegen. Spielerisch
haben wir uns entwickelt“, sagt
Colautti. Letztendlich sei die Systemwahl „Sache des Trainers“, fügt
er brav an, doch auch Frontzeck hat
festgestellt: „Die Manschaft fühlt
sich mit zwei Angreifern offensichtlich wohl.“ Ob Colautti oder doch
Neuville in Nürnberg neben Raul
Bobadilla beginnt, lässt Frontzeck
offen. Rückkehrer Rob Friend muss
sich noch gedulden. Die Konkurrenz ficht Colautti nicht an: „Konkurrenz macht einen Spieler besser,
weil er immer 100 Prozent geben
muss. Das ist gut so.“ J A N LU S T I G
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
Stephan Hildebrandt (36) ist Nachfolger von Jens Todt (39) als Nachwuchschef – er war auch dessen
Vorgänger.
BAYER LEVERKUSEN
Lars Bender (20) und Richard SukutaPasu (19) zeigten Reaktionen auf
die durch den DFB durchgeführte
Hepatitis-Impfung, mussten aus
dem Trainingsbetrieb genommen werden. + + + Fehlen wird
auch Stefan Reinartz (20) wegen
muskulärer Probleme im Oberschenkel.
am Mittwoch individuelle Trainingseinheiten.
FSV MAINZ 05
Jan Kirchhoff (18) muss die Vorrunde
wohl abschreiben. Dem Innenverteidiger macht eine Reizung der
Achillessehne zu schaffen. Die Blessur heilt trotz intensiver Behandlung nicht wie erhofft.
BORUSSIA DORTMUND
Sebastian Kehl (29, Adduktorenschmerzen) reist am Freitag noch
einmal zu einem Spezialisten.
HANNOVER 96
WERDER BREMEN
Jan Rosenthal (23, nach muskulären
Problemen) trainiert wieder mit
der Mannschaft. + + + Nach wie vor
auf Einzeltraining muss sich Altin
Lala (33, Gesäßmuskelzerrung) beschränken.
Nach Problemen mit dem instabilen Knie erhielt Markus Rosenberg
(26) von den Ärzten grünes Licht
und stieg ins Mannschaftstraining ein. Zusätzlich absolviert der
Schwede separates Krafttraining.
+ + + Bei Daniel Jensen (30, Achillessehne) verzögert sich die Rückkehr trotz positiven Heilungsverlaufs noch ein wenig. + + + Der
ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung Jürgen L. Born (68)
wurde am Dienstag bei einer internen Feier verabschiedet.
Marcel Maltritz (30, nach Muskelfaserriss) trainiert wieder mit der
Mannschaft. + + + Shinji Ono (29,
Sprunggelenk) pausiert noch,
ebenso wie Mimoun Azaough (26,
Faserriss) und Diego Klimowicz (35,
Rückenbeschwerden).
FC SCHALKE 04
SC FREIBURG
Mineiro (34, Meniskusverletzung)
fällt im Spiel beim 1. FC Köln und
höchstwahrscheinlich sogar länger aus. + + + Jermaine Jones (27,
nach Schienbein-OP) trainierte
diese Woche teilweise wieder mit
der Mannschaft, ein Einsatz käme
jedoch zu früh. + + + Rafinha (24)
wird nach seinem Sonderurlaub
am heutigen Donnerstag im Training zurückerwartet.
Stefan Reisinger (27) muss wegen
eines Muskelfaserrisses in den Adduktoren weiter pausieren. + + +
Zurückgemeldet hat sich dagegen
Eke Uzoma (20, Hüftverletzung).
BOR. MÖNCHENGLADBACH
Logan Bailly (23) soll nach überstandenem Mittelfußbruch ins
Training zurückkehren. Für das
Spiel in Nürnberg steht der Torhüter noch nicht zur Verfügung.
+ + + Marc-André ter Stegen (17) sitzt
in Nürnberg als Ersatztorhüter
auf der Bank, da Frederic Löhe (21)
wegen einer Rotsperre fehlt.
VFL BOCHUM
HERTHA BSC
Fabian Lustenberger (21) absolvierte
acht Wochen nach seinem Ermüdungsbruch im Mittelfuß erste
Übungen auf dem Platz. + + + Patrick
Ebert (22, Kniegelenksprellung)
steht ebenso wieder im Training
wie Cicero (25, nach Oberschenkelzerrung). + + + Raffael (24, Bruch des
Speichenköpfchens im Ellenbogen)
lief am Dienstag und Mittwoch.
1. FC NÜRNBERG
Torwart Raphael Schäfer (30) brach
nach einem Schlag aufs Schienbein
das Mittwochstraining ab.
EINTRACHT FRANKFURT
1. FC KÖLN
Chris (31, Erkältung) steht vor der
Rückkehr ins Mannschaftstraining. Am Mittwoch pausierten
zudem Patrick Ochs (25) und Mehdi
Mahdavikia (32, beide Magen-DarmInfekt) sowie Martin Fenin (22, Leistenbeschwerden).
Bis auf Pierre Wome (muskuläre Probleme) waren am Mittwoch alle
Profis im Einsatz. Trainer Zvonimir Soldo rechnet allerdings für
Sonntag auch mit dem Einsatz des
Linksverteidigers.
A B G E RU N D E T
… Thorben Marx bisher mit Berlin und Bielefeld achtmal auf den 1. FC Nürnberg traf
und nie verlor (5 S, 3 U)? Gegen keinen
Verein holte er mehr Punkte.
1899 HOFFENHEIM
Demba Ba (24) und Chinedu Obasi
(23) absolvierten nach der Rückkehr von ihren Länderspielreisen
vor dem 200. Bundesligaspiel:
Tim Borowski (29, Werder Bremen)
Artur Wichniarek (32, Hertha BSC)
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
21
LEVERKUSEN: Trainer Jupp Heynckes über Castro, Vidal und die Champions League
1Punktgleich mit dem HSV liegt
Bayer vor dem Spiel in Wolfsburg
an der Spitze. Warum dies so ist und
so bleiben kann, sagt Trainer Jupp
Heynckes im kicker-Interview.
kicker: Herr Heynckes, 14 Spieler
fehlten vor dem Spiel in Wolfsburg.
War das Training nur eine Farce?
Jupp Heynckes (64): Nein, im Gegenteil. Ich hatte viele Spieler aus der
zweiten Mannschaft bei den Übungen, dazu immer wieder A-Junioren.
Es ist interessant, die jungen Spieler
intensiver zu beobachten. Seien wir
ehrlich: Es ist doch positiv, viele
Nationalspieler zu haben. Wäre es
anders, wären wir auch nicht zufrieden. Am wichtigsten ist es, dass sie
gesund zurückkommen.
kicker: Bayer steht ganz oben, trifft
nun auf den Meister, der zuletzt
zwei Pleiten erlitt. Der erste dicke
Brocken in dieser Saison?
Heynckes: Nein, das stimmt so nicht.
Wir haben gegen zwei Aufsteiger
gespielt, die eindrucksvoll gezeigt
haben, was sie können. Und Hoffenheim gehört zu den Mannschaften, die ins erste Tabellendrittel
wollen. Richtig ist, dass der Meister
über eine riesige Offensivqualität
verfügt. Das wird schon eine Art
Standortbestimmung.
kicker: Vor allem für die Defensive?
Heynckes: Für das Defensivverhalten
der gesamten Mannschaft. Gegen
diese Mannschaft, die gerade im
eigenen Stadion sehr stabil spielt,
wird sich zeigen, wie wir uns be-
Foto: imago/Ulmer
„Den Spielern muss das richtig wehtun!“
Der Leverkusener Trainer und einer seiner Stars: Jupp Heynckes (links)
mit dem chilenischen Nationalspieler Arturo Vidal.
haupten können. Aber klar ist: Unser
Anspruch ist, dass wir in Wolfsburg
gewinnen.
kicker: Was spricht dafür, dass dieser
Sieg gelingt?
Heynckes: Wir spielen diszipliniert,
stehen stabil und besitzen in René
Adler einen großen Rückhalt.
kicker: Bayer bestach in den ersten
Spielen durch Flexibilität in Personalfragen. Was ist das Geheimnis
des geringen Leistungsgefälles in
Ihrem Kader?
Heynckes: Gerade durch die jungen Spieler wie Kroos, Reinartz,
Schwaab oder nun auch noch Lars
Bender haben wir größere Möglichkeiten. Wir können im Spiel variieren, defensive Stabilität herstellen
oder die Offensive stärken. Mit
denen, die nicht spielen, gehe ich
offen und ehrlich um. Ich gebe Signale, begründe jede Entscheidung,
jeder weiß, dass er seine Chance
bekommt. So mache ich auch den
Stammspielern Dampf, die genau
wissen, dass nur Leistung zählt.
kicker: Ist es nur Zufall, dass zuletzt
Gonzalo Castro und Arturo Vidal
ausgewechselt wurden?
Heynckes: Nein, aber das bedeutet
nicht, dass ich mit ihnen nicht zufrieden gewesen wäre. Gonazalo
hat die U-21-EM mit großem
läuferischen Aufwand auf hohem
Niveau durchgespielt. Arturo war
im ersten Spiel gesperrt, dazu kam
die zwischenzeitliche Heimreise
nach Chile wegen der Erkrankung
seines Sohnes. Beide hatten also
eine gestörte Vorbereitung. Da hat
man eben Defizite, körperlich und
mental. Beide bekommen meine
volle Unterstützung, sie spielen ja.
Aber wenn sie nicht mehr 100 Prozent geben können, dann kommt
eben ein anderer.
kicker: Sie klingen zufrieden . . .
Heynckes: Ja, das bin ich. Wir mussten ja vor Transferschluss auch
keine Hektik mehr verbreiten. Lars
Bender wollte zu uns, da haben wir
das realisiert. Ansonsten sind wir
gut aufgestellt. In der Defensive ist
ja auch noch ein Spieler wie Lukas
Sinkiewicz hinten dran. Er kämpft
sich ran, muss ab und zu mal gepiekst werden und gibt jetzt Vollgas.
Vorne will Helmes im November
oder Dezember wieder eingreifen.
kicker: Demnächst beginnen die
europäischen Wettbewerbe. Mit
wie viel Wehmut sitzen Sie da auf
der Couch und sehen fern?
Heynckes: Klar kommt da Wehmut
auf, bei mir sowieso. Aber den
Spielern muss das richtig wehtun.
Damit sie wissen, was sie verpasst
haben, und so arbeiten, dass sie in
der nächsten Saison dabei sind.
I N T E RV I EW: F R A N K LU ß E M
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
. . . in vier der jüngsten sechs Bundesligaspiele zwischen Leverkusen und Wolfsburg
jeweils ein Eigentor fiel?
WOLFSBURG: Kapitän Josué trainiert und will am Samstag spielen – Martins drängt sich auf
Sprengt Veh das Traumduo? Dzeko droht die Ersatzbank
1Er ist zielstrebig,
kämpft um jeden
Ball und zeigt sich
torhungrig. Obafemi Martins (24, Foto)
gibt alles im Training,
er wittert seine Chance. Am Samstag gegen Leverkusen könnte seine
Stunde schlagen, sein Debüt in der
Startelf des Deutschen Meisters deutet sich an. „Wir werden jetzt anfangen zu wechseln“, kündigt Armin
Veh (48) nach der Länderspielwoche
und vor dem Auftakt in der Champions League den Beginn der Rotation
an. Ob Martins gegen Leverkusen
aufläuft? Veh: „Mal schauen.“ Das
„Opfer“ wäre äußerst prominent:
Edin Dzeko (23), der am heutigen
Donnerstag mit zwei Länderspielen
in den Knochen von der bosnischen
Nationalelf zurückkehrt, müsste seinen Platz räumen. „Das wäre im Normalfall so“, bestätigt Veh.
Der 26-Tore-Mann der Vorsaison
auf der Bank? Wie würde Dzeko reagieren? Kürzlich wich er dieser Frage
noch aus, sagte: „Mein Ziel ist es,
immer zu spielen. Deswegen denke
ich nicht darüber nach.“ Armin Veh
tut dies freilich dennoch und scheut
offenbar nicht davor zurück, den
Meistersturm Dzeko/Grafite schon
am fünften Spieltag zu sprengen, um
mit Martins einen ausgeruhten und
fitten Spieler zu bringen. Veh lobt:
„Ihm hat die Pause gutgetan, er hat
seine Rückstände aufgeholt.“
Nachvollziehbar wäre der Wechsel
allemal. Dzeko traf in dieser Saison
erst einmal, vergab zuletzt beim 0:3
in München zwei Hochkaräter. Martins hingegen erzielte als Joker bereits
zwei Treffer, konnte sich in der Pause
nun mit Grafite einspielen, drängt
sich auf. Und hat obendrein beste
Erinnerungen an den kommenden
Gegner. „Gegen Leverkusen habe ich
vor sechs Jahren mein erstes Champions-League-Spiel von Beginn an
gemacht“, erinnert sich der Stürmer
an seine Zeit bei Inter Mailand. „Wir
mussten gewinnen, um sicher im
Viertelfinale zu sein.“ Inter siegte 2:0,
Martins traf zum 1:0, sein erstes Tor
in der Königsklasse. „Diesen Moment
werde ich nie vergessen.“
Martins oder Dzeko? Das ist nicht
das einzige Fragezeichen beim VfL.
Trainer Veh hofft auf den Einsatz von
Josué (30), der nach seiner Meniskusoperation am Mittwoch erstmals
wieder am Mannschaftstraining teilnahm. Ohne Probleme. „Ich habe
keine Schmerzen mehr“, sagt der
VfL-Kapitän, „ich will am Samstag
spielen.“ Er soll helfen, nach zwei
Niederlagen am Stück für die Wende
zu sorgen. Armin Veh erwartet eine
Reaktion seiner Mannschaft. „Wir
waren zuletzt zu wenig aktiv, so kann
man als Deutscher Meister nicht auftreten.“
THOMAS HIETE
WUSSTEN SIE SCHON, DASS. . .
. . . VfL-Innenverteidiger Alexander Madlung
bislang dreimal gegen von Jupp Heynckes
trainierte Mannschaften spielte und dabei
dreimal als Verlierer vom Platz ging?
22
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen
Borussia Dortmund – Bayern München
Aufstellung: 1 Benaglio – 20 Riether, 17 Madlung, 43 Barzagli, 4 Schäfer –
7 Josué – 15 Ziani, 25 Gentner – 10 Misimovic – 23 Grafite, 11 Martins
Reserve: 12 Lenz, 35 Hitz (beide Tor), 3 Alvim, 5 Costa, 6 Simunek, 9 Dzeko,
13 Hasebe, 14 Santana, 16 Johnson, 19 Pekarik, 24 Dejagah, 27 Esswein, 28 Baier
Es fehlen: 8 Kahlenberg (Hüftverletzung), Munteanu, Laas (beide nicht berücksichtigt), 32 Schindzielorz (Aufbautraining)
Zum Spiel: Sollte Josué ausfallen, könnte Riether ins defensive Mittelfeld rücken, Pekarik oder
Johnson kämen ins Team. Statt Martins könnte auch Dzeko beginnen, statt Ziani auch Dejagah.
Aufstellung: 1 Weidenfeller – 25 Owomoyela, 4 Subotic, 27 Felipe Santana,
17 Dede – 7 Tinga – 16 Blaszczykowski, 8 Sahin – 30 Hajnal – 10 Zidan,
9 Valdez
Reserve: 20 Ziegler (Tor), 11 Rangelov, 14 Feulner, 15 Hummels, 18 Barrios,
19 Großkreutz, 22 Bender, 29 Schmelzer, 36 Öztekin, 45 Koch
Es fehlt: 5 Kehl (Sehnenreizung im Adduktorenbereich)
Zum Spiel: Grundproblem bleibt die Position vor der Abwehr. Ohne Kehl schlägt das Herz der
Borussia nur unregelmäßig. Tinga oder Hummels können ihn vertreten, aber nicht ersetzen.
Aufstellung: 1 Adler – 27 Castro, 5 Friedrich, 4 Hyypiä, 24 Kadlec – 23 Vidal,
6 Rolfes – 10 Renato Augusto, 7 Barnetta – 11 Kießling, 19 Derdiyok
Reserve: 36 Giefer (Tor), 2 Schwaab, 15 Sarpei, 18 Zdebel, 20 Sinkiewicz,
26 Touré, 28 Kaplan, 29 Gekas, 39 Kroos
Es fehlen: 3 Reinartz (muskuläre Probleme im Oberschenkel), 8 Bender, 17 Sukuta-Pasu (beide mit Reaktion auf Hepatitis-Impfung für die U-20-WM in Ägypten), 9 Helmes,
22 Fernandez, 33 De Wit (alle Reha)
Zum Spiel: Zum vierten Mal im fünften Spiel schickt Jupp Heynckes die gleiche Startformation
ins Rennen.
Aufstellung: 22 Butt – 21 Lahm, 5 van Buyten, 28 Badstuber, 23 Pranjic –
8 Altintop, 44 Tymoshchuk, 31 Schweinsteiger – 10 Robben, 33 Gomez,
11 Olic
Reserve: 1 Rensing (Tor), 4 Braafheid, 7 Ribery, 15 Breno, 16 Ottl, 18 Klose,
19 Baumjohann, 20 Sosa, 25 Müller, 30 Lell
Es fehlen: 6 Demichelis (Bänderriss), 9 Toni (Achillessehnenreizung), 17 van Bommel (Zehenbruch), 13 Görlitz (Muskelfaserriss)
Zum Spiel: Wie immer muss Louis van Gaal erst schauen, wer wie die Länderspiele verkraftet
hat. Davon hängt auch ab, was der Trainer mit Robben und Ribery macht.
Statistik: Letzte Saison 2:1, davor 1:2 und 3:2. Letzteres war das einzige Spiel, in dem in
Wolfsburg mehr als vier Tore fielen. Kein Team gewann mit mehr als zwei Toren Vorsprung. Das
einzige Remis gab es beim 2:2 in der Spielzeit 2004/05. Bilanz: 9–1–2, 22:11 Tore.
Statistik: Letzte Saison 1:1, davor 0:0. Den höchsten Sieg feierte Dortmund 1966/67 (4:0).
Die meisten Tore fielen beim 6:3 in der Saison darauf. Lothar Emmerich erzielte drei der sechs
Tore. Kein Verein spielte in Dortmund bisher häufiger remis. Bilanz: 12–17–11, 61:54 Tore.
SC Freiburg – Eintracht Frankfurt
1. FSV Mainz 05 – Hertha BSC
Aufstellung: 1 Pouplin – 6 Cha, 2 Krmas, 3 Bastians, 5 Butscher – 18 Flum,
20 Banovic – 10 Abdessadki, 7 Makiadi – 13 Bechmann, 8 Idrissou
Reserve: 26 Salz, 37 Baumann (beide Tor), 15 Barth, 16 Roth, 17 Ollé Ollé,
19 Glockner, 22 Uzoma, 23 J. Schuster, 24 Mujdza, 25 Sirigu, 27 Reisinger,
30 Targamadze
Es fehlen: 11 Jäger (Achillessehnenentzündung), 38 Toprak (Verbrennungen nach Kartunfall)
Zum Spiel: Makiadi könnte nach überstandener Oberschenkelzerrung den verletzten Jäger
ersetzen. Ob Reisinger (Adduktorenprobleme) zur Verfügung steht, ist noch unklar.
Aufstellung: 29 Wetklo – 16 Heller, 26 Bungert, 4 Noveski, 24 Löw – 2 Svensson – 6 Hoogland, 21 Karhan, 25 Ivanschitz, 14 Schürrle – 23 Bancé
Reserve: 30 Kleinheider (Tor), 3 van der Heyden, 8 Baljak, 13 Pekovic, 18 Hyka,
19 Soto, 27 Gunkel, 32 Bogavac
Es fehlen: 1 Wache (Patellasehnenanriss), 7 Polanski, 22 Amri (beide Aufbautraining nach Fußoperation), 9 Borja, 17 Rose, 28 Hamza (alle Trainingsrückstand), 11 Trojan
(Knie), 15 Kirchhoff (Achillessehne), 33 Müller (Bauchmuskelzerrung)
Zum Spiel: Wetklo ist noch fraglich. Fällt Karhan (Sprunggelenkprellung) aus, sind Pekovic
oder Baljak die Alternativen.
Aufstellung: 1 Nikolov – 4 Franz, 5 Vasoski, 23 Russ, 16 Spycher – 29 Chris –
6 Teber, 27 Schwegler – 30 Caio – 14 Meier, 18 Amanatidis
Reserve: 28 Zimmermann (Tor), 3 Petkovic, 7 Köhler, 8 Bajramovic, 10 Liberopoulos, 11 Korkmaz, 13 Steinhöfer, 15 Mahdavikia, 24 Jung, 25 Heller,
26 Tsoumou, 32 Toski, 34 Tosun, 35 Alvarez
Es fehlen: 2 Ochs (Rotsperre), 17 Fenin (Adduktorenprobleme), 20 Preuß (Trainingsrückstand
nach Knieoperation), 21 Pröll (Schulteroperation), 22 Fährmann (Handbruch)
Zum Spiel: Zimmermann soll erstmals nach Schambeinentzündung auf die Bank, gibt es zuvor
einen Rückschlag, würden ihn Kolke oder Muratagic aus dem Eintracht-Nachwuchs vertreten.
Aufstellung: 1 Drobny – 6 Janker, 3 Friedrich, 4 von Bergen, 5 Pejcinovic –
20 Ebert, 8 Dardai, 7 Cicero, 11 Kringe – 44 Kacar – 18 Wichniarek
Reserve: 40 Burchert (Tor), 2 Kaka, 9 Ramos, 13 Stein, 22 Bengtsson,
23 Domovchiyski, 25 Nicu, 26 Piszczek, 27 Cesar, 36 Hartmann
Es fehlen: 10 Raffael (Bruch des Speichenköpfchens im Ellenbogen), 28 Lustenberger (Trainingsrückstand nach Mittelfußbruch), 30 Gäng (Haarriss im Mittelfuß)
Zum Spiel: Friedrich, der am Mittwoch das Länderspiel wegen einer leichten Adduktorenzerrung verpasste, will auflaufen. Bei Raffael besteht noch ein wenig Hoffnung. Kringe könnte links
Nicu verdrängen, Piszczek ist eine weitere Offensivoption. Ramos sitzt zunächst auf der Bank.
Statistik: Zuletzt hatte Freiburg die Eintracht 2003/04 zu Gast (1:0). Das spektakulärste Resultat war ein 5:2 (2000/01). Der SC wartet seit dem 29. 1. 2005 auf einen Bundesliga-Dreier, Frankfurt startete auswärts mit einem Sieg und einem Remis. Bilanz: 5–0–2, 15:8 Tore.
Statistik: Hertha trat bisher dreimal in Rheinhessen an. 2006/07 und 2005/06 endete es
remis (1:1 und 2:2), davor gewann Hertha 3:0 (2004/05). Die Berliner verloren die letzten
drei Auswärtspartien, Mainz startete daheim mit vier Punkten in zwei Spielen.
Hamburger SV – VfB Stuttgart
Werder Bremen – Hannover 96
Aufstellung: 1 Rost – 17 Boateng, 3 Rozehnal, 5 Mathijsen, 6 Aogo – 14 Jarolim,
8 Zé Roberto – 15 Trochowski, 11 Elia – 16 Berg, 10 Petric
Reserve: 12 Hesl, 29 Mickel (beide Tor), 9 Guerrero, 13 Tesche, 18 Castelen,
19 Arslan, 20 Demel, 21 Pitroipa, 25 Rincon, 28 Tavares, 35 Torun
Es fehlen: 2 Alex Silva (Kreuzbandriss), 4 Reinhardt (Mittelfußbruch), 7 Jansen
(Knieverletzung), 30 Benjamin, 33 Stepanek (beide Kreuzbandriss)
Zum Spiel: Guerrero kehrt erst Freitag aus Südamerika zurück, könnte eine Pause bekommen,
Demel ist zwar wieder einsatzbereit, wird aber wohl vorerst zuschauen.
Aufstellung: 1 Wiese – 8 Fritz, 29 Mertesacker, 4 Naldo, 2 Boenisch – 22 Frings
– 44 Bargfrede, 11 Özil, 6 Borowski – 24 Pizarro, 10 Marin
Reserve: 33 Vander (Tor), 3 Pasanen, 5 Tosic, 7 Vranjes, 14 Hunt, 25 Niemeyer,
39 Marcelo Moreno
Es fehlen: 9 Rosenberg (Aufbautraining), 15 Prödl (Knieoperation), 20 Jensen
(Achillessehnenprobleme), 23 Hugo Almeida (Blinddarmoperation)
Zum Spiel: Kaum Anlass, das in Berlin zuletzt erfolgreiche Team zu ändern. Wiese hat seine
Wadenprellung aus dem Hertha-Spiel auskuriert und steht wieder zwischen den Pfosten.
Aufstellung: 1 Lehmann – 35 Träsch, 5 Tasci, 17 Delpierre, 21 Magnin –
28 Khedira, 11 Hitzlsperger – 13 Gebhart, 23 Hleb – 29 Pogrebnyak, 18 Cacau
Reserve: 12 Stolz, 24 Ulreich (beide Tor), 3 Osorio, 4 Boulahrouz, 6 Niedermeier,
8 Simak, 9 Marica, 10 Bastürk, 15 Boka, 16 Rudy, 19 Hilbert, 22 Schwarz,
25 Elson, 27 Celozzi, 32 Kuzmanovic, 39 Schieber
Es fehlen: 7 Lanig (Kreuzbandriss), 14 Funk, 26 Didavi, 31 Riedle (alle VfB II)
Zum Spiel: Trainer Markus Babbel kann aus dem Vollen schöpfen, auch der zuletzt angeschlagene Hleb (muskuläre Probleme) ist wieder voll einsatzbereit.
Aufstellung: 27 Fromlowitz – 6 Cherundolo, 21 Haggui, 19 Schulz, 34 Rausch –
14 Balitsch – 24 Stajner, 15 Djakpa – 10 Bruggink – 9 Hanke, 11 Ya Konan
Reserve: 30 Jensen (Tor), 5 Eggimann, 20 Krzynowek, 22 Rama, 23 Sofian Chahed, 28 Balogun, 33 Schmiedebach, 35 Sofien Chahed, 37 Zizzo, 38 Lindner
Es fehlen: 1 Enke (Virusinfektion), 2 Vinicius, 7 Pinto, 26 Rosenthal (alle Aufbautraining), 3 Andreasen (Schambeinentzündung), 8 Lala (Gesäßmuskelzerrung), 13 Schlaudraff (Reha nach irritiertem Rückennerv), 32 Forssell (Sprunggelenkverletzung)
Zum Spiel: Für den erkrankten Enke steht Fromlowitz im Tor. Im Angriff könnte auch Hanke
spielen, Stajner würde dann zurückversetzt und im Mittelfeld Rama verdrängen.
Statistik: Letzte Saison 2:0, davor 4:1 und 2:4. Die zuletzt genannte Partie war auch die bisher
torreichste in Hamburg. Beim höchsten Sieg trafen die Gäste 1996/97 ebenfalls viermal (4:0).
Seit acht Spielen endete diese Paarung nicht mehr remis. Bilanz: 26–10–8, 76:47 Tore.
Statistik: Letzte Saison 4:1, davor 6:1. Die letzten fünf Heimspiele gegen die Roten gewann
Werder allesamt mit einem Torverhältnis von 21:2. Das spektakulärste Ergebnis war ein 8:2
(1985/86). Den einzigen Sieg holte Hannover 2002/03 (2:1). Bilanz: 15–5–1, 54:16 Tore.
BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
23
1899 Hoffenheim – VfL Bochum
Aufstellung: 28 Hildebrand – 2 Beck, 14 Simunic, 5 Compper, 26 Ibertsberger –
10 Carlos Eduardo, 21 Luiz Gustavo, 23 Salihovic – 20 Obasi, 19 Ibisevic, 9 Ba
Reserve: 1 Haas, 27 Özcan (beide Tor), 7 Maicosuel, 8 Eichner, 11 Terrazzino,
22 Raitala, 24 Nilsson, 25 Vorsah, 34 Vukcevic, 35 Conrad, 36 Zuculini, 39 Groß
Es fehlen: 3 Jaissle (Reha nach Kreuzbandriss), 17 Weis (Knie-Arthroskopie),
18 Tagoe (krank), 37 Gulde (Mittelfuß)
Zum Spiel: Gut möglich, dass Trainer Rangnick nur auf zwei nominelle Stürmer setzt. Dann würde wohl Ibertsberger rechts im Mittelfeld spielen, Eichner hinten links verteidigen und Carlos
Eduardo weiter vor in die Offensive rücken.
Aufstellung: 18 Heerwagen – 21 Pfertzel, 25 Yahia, 20 Mavraj, 24 Bönig – 7 Freier,
15 Imhof, 8 Johansson, 10 Epallé – 9 Sestak, 14 Klimowicz
Reserve: 1 Fernandes, 31 Renno (beide Tor), 2 Concha, 4 Maltritz, 5 Dabrowski,
6 Fuchs, 11 Dedic, 19 Grote, 22 Azaouagh, 23 Ono, 27 Vogt, 30 Fabian
Es fehlt: 16 Hashemian (Innenbanddehnung)
Zum Spiel: Trainer Koller wird wohl wie zuletzt auf 4-4-2 mit Doppelsechs setzen. Fällt Klimowicz aus, könnte Dedic zu seinem Startelf-Debüt kommen.
Statistik: Hoffenheim empfing den VfL Bochum bisher nur in der Vorsaison und verlor mit 0:3.
Die TSG spielte daheim zuletzt dreimal hintereinander unentschieden. Die Bochumer ergatterten in ihren letzten sechs Auswärtspartien lediglich einen Punkt.
1. FC Nürnberg – Borussia Mönchengladbach
Aufstellung: 1 Schäfer – 2 Diekmeier, 6 Maroh, 4 Nordtveit, 25 Pinola –
26 Broich – 12 Risse, 24 Kluge, 11 Mintal, 17 Frantz – 9 Charisteas
Reserve: 30 Stephan (Tor), 7 Gygax, 8 Eigler, 10 Bunjaku, 13 Perchtold,
14 Choupo-Moting, 16 Judt, 20 Bieler, 21 Vidosic, 22 Gündogan, 23 Spiranovic,
31 Welnicki, 33 Kaya, 36 Mnari
Es fehlen: 5 Wolf (Rotsperre), 19 Boakye (Leistenprobleme)
Zum Spiel: Nordtveit könnte auch als Sechser spielen, dann rückt Pinola nach innen und
Bieler in die Elf. Die Alternativen zu Charisteas heißen Choupo-Moting und Eigler.
Aufstellung: 1 Heimeroth – 22 Levels, 4 Brouwers, 31 Dante, 20 Jaures –
14 Marx, 8 Meeuwis – 40 Matmour, 18 Arango – 9 Colautti, 10 Bobadilla
Reserve: 41 ter Stegen (Tor), 7 Stalteri, 11 Reus, 13 Neustädter, 15 Kleine,
16 Friend, 19 Alberman, 23 Dorda, 24 Jantschke, 25 Lamidi, 26 Bradley,
27 Neuville, 29 Bäcker
Es fehlen: 3 Daems (Innenbandteilriss im Knie), 6 Callsen-Bracker (Sehnenentzündung am
Fuß), 21 Löhe (Rotsperre), 30 Bailly (Trainingsrückstand nach Mittelfußbruch)
Zum Spiel: Für Bailly kommt Nürnberg zu früh. Neuville und Reus wären Alternativen zu Colautti und Matmour. Bradley sitzt wohl wieder auf der Bank.
Statistik: Zuletzt 1:0 (2006/07), in der Saison davor 5:2. Dieses Spiel war auch das torreichste
beider Teams in Nürnberg. Der höchste Sieg war ein 4:0 in der Spielzeit 1968/69. Kein Verein
hat beim Club häufiger verloren oder mehr Tore kassiert. Bilanz: 15–4–5, 42:24 Tore.
1. FC Köln – FC Schalke 04
Aufstellung: 1 Mondragon – 2 Brecko, 21 Geromel, 3 Mohamad, 6 Wome –
20 Chihi, 12 Maniche,8 Petit, 22 Ehret – 10 Podolski, 11 Novakovic
Reserve: 18 Kessler, 34 Varvodic (beide Tor), 4 Matip, 7 Freis, 9 Ishiaku,
13 Brosinski, 14 Sanou, 17 Pezzoni, 19 Yalcin, 23 McKenna, 29 Zielinsky
Es fehlt: keiner
Zum Spiel: Adil Chihi drängt, nicht zuletzt wegen seines Tores in Hamburg, in die Startelf.
Möglicherweise muss ihm der bisher glücklose Freis weichen. Podolski könnte auch aus dem
Mittelfeld agieren, Novakovic wäre dann die einzige Spitze.
Aufstellung: 1 Neuer – 18 Rafinha, 25 Zambrano, 5 Bordon, 4 Höwedes –
2 Westermann – 28 Moritz, 10 Rakitic – 17 Farfan, 30 Kenia – 22 Kuranyi
Reserve: 33 Schober, 35 Amsif (beide Tor), 3 Kobiashvili, 7 Holtby, 14 Asamoah, 16 Moravek, 19 Altintop, 20 Pliatsikas, 23 Yalin, 27 Sanchez, 29 Hanzel,
39 Pachan
Es fehlen: 6 Streit (nicht berücksichtigt), 8 Mineiro (Meniskusschaden), 13 Jones, 31 Loheider
(beide Trainingsrückstand), 24 Pander (Innenbandriss), 26 Latza (Mittelfußbruch), 40 Stevanovic (Kreuzbandriss)
Zum Spiel: Kenia oder Holtby dürften für den verletzten Mineiro in die Startelf rücken. Abzuwarten bleibt, in welcher Verfassung die Länderspielfahrer heimkehren.
Statistik: Letzte Saison 1:0. Davor konnte Köln zu Hause gegen S 04 fünfmal nicht gewinnen.
Das bemerkenswerteste Resultat war ein 8:0 in der Spielzeit 1969/70, neben einem 8:0 gegen Braunschweig der höchste Kölner Bundesliga-Sieg überhaupt. Bilanz: 24–5–6, 83:38 Tore.
NACHRICHTEN
Zwei Spiele Sperre für Wolf
Der 1. FC Nürnberg muss in den
Bundesligaspielen gegen Mönchengladbach und beim FC Bayern auf Andreas Wolf (26) verzichten. Das DFB-Sportgericht sperrte
den Innenverteidiger nach seiner
Roten Karte wegen Tätlichkeit im
Testspiel gegen Bohemians Prag
(3:0) zudem für die nächsten drei
Freundschaftsspiele.
VfL Bochum meldet Gewinn
Der VfL Bochum hat seinen
Schuldenstand von knapp acht
Millionen Euro Mitte 2006 auf
mittlerweile 121 000 Euro abgebaut. Im Geschäftsjahr vom 1. Juli
2008 bis 30. Juni 2009 erwirtschaftete der Klub bei einem Umsatz
von 38,3 Millionen einen Gewinn
von 1,46 Millionen Euro.
Eintracht Coesfeld – SG Wattenscheid (So., 13 Uhr), FC Angeln
– Hohen Neuendorf, SC Eilbek
– Holstein Kiel, 1. FC Lübars – Lok.
Leipzig, Rot-Weiß Flatow – VfL
Wolfsburg, Leipziger FC – Herforder SV, TSG Burg Gretesch – Magdeburger FFC, TSV Ludwigsburg
– TuS Wörrstadt, TuS Ahrbach – TSV
Crailsheim, FFC Niederkirchen –
ASV Hagsfeld, Jahn Calden – Bayer
Leverkusen, Hegauer FV – Wacker
München (alle So., 14 Uhr), TSG Hoffenheim – FV Löchgau (So., 16 Uhr)
U 19: Sieg gegen Belgien
Im zweiten Test gegen Belgien gelang der deutschen U-19-Nationalmannschaft am Montag in Malmedy
der zweite Sieg. Lasse Sobiech (Bor.
Dortmund) schoss den 1:0-Erfolg
für das Team von Trainer Heiko
Herrlich heraus.
DFB-Pokal Frauen, 1. Hauptrunde
Am Wochenende geht die erste
DFB-Pokalhauptrunde der Frauen
über die Bühne. Die Ansetzungen:
Hallescher FC – TB Berlin (Sa.,
14 Uhr), ATS Buntentor – Werder
Bremen (Sa., 15 Uhr), SV Bardenbach – SC Sand (Sa., 16 Uhr), RW
Merl – Bad Neuenahr (Sa., 17.30
Uhr), FSV Jägersburg – 1. FC Saarbrücken (Sa., 18 Uhr), Mellendorfer TV – Victoria Gersten, Bor.
Mönchengladbach – FFC Oldesloe, 1. FC Union Berlin – FSV Gütersloh, 1. FC Neubrandenburg
– SG Lütgendortmund, SV Weinberg – 1. FC Köln, 1. FFV Erfurt
– VfL Sindelfingen, SV Dirmingen
– USV Jena (alle So., 11 Uhr), DJK
U 18: Remis gegen Burkina Faso
Die deutsche U 18 kam im Testspiel
gegen Burkina Faso am Mittwoch
in Marl zu einem Unentschieden.
Kevin Volland vom TSV 1860 München erzielte für die DFB-Junioren
den Treffer zum 1:1-Endstand.
Testspiele
FC Eldagsen – Hannover 96
0:5
Tore: Ya Konan, Bruggink (je 2), Hanke
FSV Mainz 05 – SC Idar-Oberstein
Tore: Gopko, Bancé, Bogavac
3:0
SG Bruchköbel – Eintr. Frankfurt 2:11
Tore: Tsoumou, Russ, Korkmaz, Caio (je 2),
Teber, Heller, Rozic
FUSSBALL LIVE
Das komplette Sportprogramm finden Sie unter www.kicker.de/tv
DONNERSTAG
18.00 Uhr ZDF/Eurosport: Deutschland – England (Frauen; EM-Finale)
FREITAG
18.00 Uhr Sky: Arminia Bielefeld – RW Ahlen, Fort. Düsseldorf – FC Augsburg (2. Liga)
20.30 Uhr Sky: 1. FC Kaiserslautern – MSV Duisburg (2. Liga)
SAMSTAG
12.00 Uhr Eurosport 2: Nagoya Grampus – Kashiwa Reysol (Japan)
13.00 Uhr Sky: 1860 München – Gr. Fürth, Hansa Rostock – TuS Koblenz (2. Liga)
15.30 Uhr Sky: Die sechs Bundesligaspiele des Nachmittags live und in der Konferenz
16.00 Uhr Sky: Manchester City – FC Arsenal (England)
18.00 Uhr Sky: Austria Kärnten – Austria Wien (Österreich)
18.30 Uhr Sky: Hamburger SV – VfB Stuttgart (Bundesliga)
18.30 Uhr Sky: Tottenham Hotspur – Manchester United (England)
SONNTAG
13.00 Uhr Sky: Birmingham City – Aston Villa (England)
13.30 Uhr Sky: Die drei Zweitligaspiele des Tages live und in der Konferenz
15.30 Uhr Sky: Werder Bremen – Hannover 96 (Bundesliga)
17.15 Uhr Sky: FC Fulham – FC Everton (England)
17.30 Uhr Sky: 1. FC Köln – Schalke 04 (Bundesliga)
24
BUNDESLIGA
Die Attacke war heftig,
aber was kommt jetzt?
Mal wieder blickt ganz
München auf ihn.
Auf FRANCK RIBERY (26).
Ein Klassiker
Dortmund gegen Bayern – das waren
meistens spannende Spiele, oft ging
es um die Meisterschaft, nicht selten
passierte auch Kurioses. Wir erinnern
an fünf der interessantesten Duelle
zwischen den beiden Rivalen:
Neue Show
n diesem Donnerstag nimmt
Louis van Gaal wieder seinen
Dienst auf. Die Länderspielzeit
hat der Bayern-Trainer zu einem
Abstecher in seine Heimat genutzt,
wo er in Noordwijk, einem Badeort
südlich von Amsterdam, ein paar
private Sachen erledigte. Er tüftelte
an einem Buch, das bald erscheint,
ein Mix aus Biografie und Trainingslehre. Er sammelte Spenden, um
muskelkranken Kindern zu helfen.
Er traf sich mit Freunden. Das Training in München leitete sein Assistent Andries Jonker. Kein Problem:
Es waren eh kaum Profis da.
An diesem Donnerstag werden
auch die zahlreichen Nationalspieler in München zurückerwartet. Franck Ribery zählt zu ihnen,
und damit treffen zwei Streithähne
aufeinander, die gesteigerten Gesprächsbedarf haben. Hier van
Gaal, da Ribery. Der Chef und sein
Star. Der strenge Disziplinprediger
und der lockere Spaßvogel.
Seit Wochen liegen diese beiden
Freude: Ribery und
im Clinch, noch heftiger als bislang
Robben bejubeln den
bekannt. Es gab einen Streit, weil
Sieg über Wolfsburg.
Ribery in der Zeit seiner Verletzung
nicht gemeinsam mit den Physiotherapeuten essen durfte. Van Gaal
ordnet beim Mittagsmahl genauesbestimme ich! Riberys Laune fiel in
tens an, wer wo zu sitzen hat, kein
den Keller, zumal er nicht der ZehSpieler darf sich seinen Platz ausner sein wollte, den van Gaal in ihm
suchen. Wer zuerst kommt, nimmt
sah. Hier hat der Trainer eingelenkt:
den ersten Stuhl, der zweite den
Gegen Wolfsburg durfte Ribery im
zweiten und so weiter. So sieht der
4-3-3 über links wirbeln. Seinen
Trainer immer, wer am schnellsten
Frust aber konnte das nicht stopda war und wer zuletzt. Ribery hält
pen. Er blies zur Attacke („Zum ersdas für antiquiert und albern, aber
ten Mal ist mein Kontakt zu einem
Trainer nicht positiv“) und motzte,
nicht im spaßigen Sinne. Aufstehen
darf niemand, bevor es van Gaal
im Training fehle der Spaß: „Alle
erlaubt hat. Er ordnet sogar die
sind viel zu ernst.“ Ein Hammer
T-Shirt-Farbe an.
war das, den auch
Das alles schmeckt
der Versuch, nun
dem Franzosen Sitzordnung, Kleidung – das etwas zurückzuüberhaupt nicht.
rudern, nicht aus
Hinzu kommt alles passt dem Star nicht.
der Welt schafft.
der Dauerzoff weHeute
also
gen Riberys Einsteht das Wiedersatzzeiten. Kein einziges Mal stand
sehen an. Und schon am Samstag
in Dortmund wird sich klären, wie
er bislang in van Gaals Startelf,
obwohl er sich nach überstandenen
die nächsten Wochen verlaufen.
Knieproblemen seit drei Wochen
Bringt van Gaal seine Nummer 7
fit fühlt. Gegen Bremen bekam er
von Anfang an, winkt an der Seite
28 Minuten, gegen Wolfsburg 27.
Arjen Robbens die nächste Show
Bei der Niederlage in Mainz durfte
und Ribery dürfte sich beruhigen.
Ribery gar nicht mitmachen – und
Auf dem Platz hat er Spaß, egal, was
schon platzte ihm der Kragen. Er
außerhalb war. Er ist wie ein Kind:
ging zu van Gaal und sagte ihm, er
Er will nur spielen. Sitzt er aber wiesei bereit, er könne ihn jetzt spielen
der auf der Bank, geht der Stress
lassen. Der Trainer antwortete: Das
weiter. Es wäre van Gaals Reaktion
A
Schützenfest: Am 27. 11. 1971 kommt
Dortmund an der Grünwalder Straße
mit 1:11 unter die Räder. Vierfacher
Bayern-Torschütze: Gerd Müller.
Zum Heulen: Am 19. 4. 1997 liegen die
Nerven blank. Lothar Matthäus unterstellt Andreas Möller beim 1:1 Schauspielerei und Weinerlichkeit.
Kung-Fu: Am 3. 4. 1999 rastet Oliver
Kahn nicht nur bei einer Attacke gegen
Chapuisat aus. Beim 2:2 legt er sich
auch mit Möller und Herrlich an.
Glück gehabt: Am 7. 4. 2001 ist der
BVB Zweiter hinter Bayern. Rosickys
Freistoß klatscht vom Pfosten in Oliver
Kahns Arme; der jubelt übers 1:1.
Fotos: Ulmer/Schaad, imago/MIS, Horstmüller, imago/Werek, imago/Team2, Witters/Speck, imago/Contrast
Künstlerpech: Am 9. 8. 1986 hat Frank
Mill Bayern-Keeper Pfaff ausgespielt
und trifft unbedrängt aus drei Metern
nur den Pfosten! Endstand: 2:2.
auf die Kritik und das Signal, dass er
sich nicht scheut, auch den Besten
draußen zu lassen.
Mit Franck Ribery oder ohne
– die erste spannende Antwort gibt
es am Samstag schon zum Beginn
des Spiels.
BERND SALAMON
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
… Miroslav Klose in der Bundesliga schon
fünf Tore geschossen hat, wenn der gegnerische Trainer Jürgen Klopp hieß? Gegen
keinen anderen traf er häufiger.
?
FRAGE
DER
WOCHE
Hat Michael Rensing bei
Bayern noch eine Zukunft?
Ja
Nein
24680 Teilnehmer
www.kicker.de
8,8 %
91,2 %
kicker, 10. September 2009
25
w oder neuer Stress?
Frust: Ribery saß bei
Spielbeginn in dieser
Saison stets draußen.
DORTMUND: Klopp bastelt an der Taktik – Mit Leidenschaft gegen die „irre Qualität“
Das Duell: So will Dede Robben stoppen
1Ein Gegner im Drei-Spitzen-SysWie vor knapp zwei Wochen,
tem – „das“, stellt Jürgen Klopp (42)
als Franck Ribery (26) und Arjen
fest, „hat man nicht jede Woche“.
Robben (25) als Flügelstürmer der
Extraklasse den Meister zerlegten.
Und wenn dieser Gegner seine
Mannschaft auch noch mit neuen
Sollten sie in Dortmund beide starStars im Gegenwert von annähernd
ten, „bedarf das extremer Gegen80 Millionen Euro
wehr“, findet Pataufrüstet, hilft der
rick Owomoyela
eher minder bemit- Owomoyela empfiehlt die
(29). Auf ihn und
telten Borussia nur
seinen links verteidigenden Kollegen
eine kluge Strate- „Flucht nach vorn“.
gie. Daran bastelt
Dede (31) würde
der BVB-Trainer gedann ein vermutlich undankbarer Job warten, „viel
rade und er verspricht: „Wir werden uns ein bisschen was zurechtArbeit“, aber auch das Hochgefühl,
legen.“ Idealerweise eine Taktik,
„sich mit solchen Klasseleuten meswie sich die gegen Wolfsburg (3:0)
sen zu dürfen“.
Um bei diesem Duell nicht baerstmals in dieser Saison auf Hochdruck laufende Bayern-Maschineden zu gehen, vertraut Dede auf
rie sabotieren lässt. Unabhängig
„volle Konzentration“. Besondere
vom Personal, das die Münchner
Tricks für seinen Job als Robbenin der Offensive aufbieten werden.
Fänger hat er nicht, „es gibt keine“,
„Generell dürfen wir ihnen nicht so
behauptet er. Außer der strikten
viele Räume anbieten“, sagt Klopp,
Disziplin vielleicht, sich auf sein
„sonst sind sie bärenstark.“
Kerngeschäft, die Defensive, zu be-
schränken: „Meine Hauptaufgabe
ist es, erst einmal gut zu stehen.“
Nach Möglichkeit soll sich ein
Schattenmann in seiner (und Owomoyelas) Nähe aufhalten, so ließen
sich die Ballstreichler der Bayern
doppeln und deren Geniestreiche
eindämmen. „Wir dürfen nicht alles
auf die Außenverteidiger abwälzen“,
fordert Klopp. „Die ganze Mannschaft ist gefragt, es nicht zu Einsgegen-eins-Situationen kommen zu
lassen“, ergänzt Owomoyela, „wenn
Ribery und Robben den Ball haben
und mit Tempo auf dich zulaufen,
wird es schwierig.“ Und nur „in
Nuancen anders“, sollte Olic eine
der Angriffspositionen besetzen.
Die wohl einzige Chance des
BVB liegt in seiner Kompaktheit.
Teamgeist und Teamwork begegnen
der „irren Qualität“ (Owomoyela)
der neuen Bayern. „Wir werden
uns mit allem wehren, was uns zur
Verfügung steht“, verspricht Klopp,
dazu gehören „viel taktische Disziplin, leidenschaftlich geführte
Zweikämpfe und konsequentes
Verschieben“. Dass der Coach noch
nicht weiß, ob Ribery und Robben
beginnen oder Robben und Olic
oder gar Müller und Olic (wie gegen
Wolfsburg), macht seine Planungen
„nicht wahnsinnig viel einfacher“.
Keine Hinweise liegen bisher
vor, dass Klopp seine Mannschaft
zurückpfeifen und deutlich vorsichtiger als sonst ausrichten könnte.
Owomoyela empfiehlt je nach Situation sogar eine „Flucht nach vorn“.
Seine Begründung: „Die Bayern
machen alles gerne, nur nicht verteidigen.“ T H O M A S H E N N E C K E
WUSSTEN SIE SCHON, DASS . . .
… Jürgen Klopp als Trainer in der Bundesliga achtmal auf die Bayern traf und noch
nie gewonnen hat? Er steht bei zwei Remis
und sechs Niederlagen.
26
ENGLAND
kicker, 10. September 2009
Bester Saisonstart von Tottenham seit 1960 – Stürmerstar Jermain Defoe treffsicher wie nie zuvor
Redknapp: Der Trick mit der Tomatensauce
1In den letzten Jahren lief das
Spielchen so: Tottenham hatte eine
personell gut besetzte Mannschaft
und ging regelmäßig mit ehrgeizigen Zielen in die jeweilige Saison
– um ebenso regelmäßig diese Ziele
weit zu verfehlen. Doch diesmal
scheint alles anders zu laufen.
Die Spurs jubeln nach vier Siegen
in vier Partien über den besten Saisonstart seit der Spielzeit 1960/61.
Damals holten die Nordlondoner
als erster Klub im 20. Jahrhundert
das Double in England. Doch an
eine Wiederholung dieses Erfolges
glaubt kaum ein Fan des Traditionsvereins – trotz des vielversprechenden Saisonbeginns. Die meisten
erfreuen sich nach den Enttäuschungen der jüngsten Vergangenheit allein schon an der attraktiven
und gleichzeitig pragmatischen
Spielweise ihrer Mannschaft.
Die Wurzeln des aktuellen Erfolges liegen in der vergangenen Spielzeit. Vor fast genau zwölf Monaten
erlebten die Spurs den schlechtesten Saisonstart in ihrer 127-jährigen
Vereinsgeschichte. Unter Trainer
Juande Ramos holte man gerade
mal zwei Punkte aus den ersten
acht Spielen. Und dies, obwohl
das Team mit Nationalspielern wie
David Bentley, Luka Modric, Vedran
Corluka und Giovani dos Santos
verstärkt worden war. Doch Ramos,
der mit Tottenham immerhin 2008
Foto: Action Images/Childs
AU S E N G L A N D B E R I C H T E T
KEIR RADNEDGE
Starkes Duo: Trainer Harry Redknapp und Stürmer Jermain Defoe tragen
maßgeblich zum glänzenden Saisonstart von Tottenham Hotspur bei.
den Ligapokal holte, hatte durch
seine humorlose Art und strenge
Diät-Anweisungen bei den Spielern für Irritationen und Unruhe
im Kader gesorgt. Die Profis wirkten
demotiviert und teilnahmslos in
den Spielen und im Training.
Nur wenige Stunden nach der
Entlassung von Ramos holten die
Spurs damals ihren ersten Saison-
sieg unter dessen Nachfolger Harry
Redknapp. Er schaffte es, das brachliegende Potenzial zu nutzen. Auch
mittels Psychologie: In einer der
ersten Teamsitzungen präsentierte
er seinen Spielern eine Flasche mit
Tomatensauce. Seine Erklärung: Sie
sähen so hungrig aus . . . Redknapps
taktische Entscheidung, Modric
eine freiere Rolle im Mittelfeld zu
geben, trug ebenfalls dazu bei, dass
sein Team aus dem Tabellenkeller
noch auf Rang acht kletterte.
Redknapp setzt in diesem Jahr
auf nahezu den gleichen Kader. Vor
allem in der Offensive verfügt der
Trainer über eine große Auswahl an
überdurchschnittlichen Akteuren.
Jermain Defoe hat bereits fünfmal
getroffen und der schnelle Aaron
Lennon wirbelt auf der rechten
Außenbahn die gegnerischen
Abwehrreihen durcheinander. Im
Mittelfeld hält der kampfstarke honduranische „Schalterspieler“ Wilson
Palacios dem Regisseur Modric den
Rücken frei und bildet zuammen
mit dem Kroaten das Herzstück.
Mit den Nationalspielern Peter
Crouch (England), Roman Pavlyuchenko (Russland) und Robbie
Keane (Irland) kann Redknapp sein
Sturmduo sehr flexibel ohne Qualitätsverlust besetzen. In der Abwehr
hat Neuzugang Sebastian Bassong
mehr Stabilität gebracht.
Einziger Wermutstropfen sind
die Verletzungssorgen. Abwehrchef
Ledley King laboriert an Knieproblemen, die Verteidiger Jonathan
Woodgate und Michael Dawson
konnten noch kein Spiel bestreiten.
Am schlimmsten traf es Modric, der
sich gegen Birmingham das rechte
Wadenbein brach.
Erst in den nächsten Spielen,
gegen Manchester United und Chelsea, wird sich zeigen, was der gute
Start wert ist und wie stark die Spurs
in diesem Jahr wirklich sind.
Stade Rennes und der AC Florenz legen jeweils eine offizielle Beschwerde bei der FIFA ein
Wie Chelsea: Auch Manchester-Klubs droht Transfer-Sperre
besessen. Die Franzosen erklären
dagegen, mit dem Spieler eine Vereinbarung über einen AusbildungsVorvertrag geschlossen zu haben.
Vor 18 Monaten hatte der Kapitän der französischen U 16 kurz vor
einem Wechsel zu Manchester United gestanden. Doch schon damals
hatte Rennes protestiert. Helan war
Foto: pixathlon
1Die internationale Protestwelle,
die über die Premier League und
ihre Klubs hinwegschwappt, wird
immer höher. Es geht um die
aggressive An- und Abwerbepolitik
ausländischer Jugendspieler. Der
FC Chelsea wurde von der FIFA
bereits mit einer Transfersperre bis
zum Januar 2011 belegt (der kicker
berichtete). Manchester United
droht gleiches Ungemach, und nun
trifft es auch Manchester City.
Stade Rennes hat bei der FIFA
gegen den Transfer von Verteidiger Jeremy Helan (17) protestiert.
City bestreitet jegliches illegales
Vorgehen bei der Abwerbung und
behauptet, Helan habe keinen
gültigen Profivertrag in Rennes
Streitobjekt: Jeremy Helan.
vom Verband für Länderspiele suspendiert worden, woraufhin United absprang. Dafür schnappte ihn
sich der Lokalrivale City, für dessen
Jugendteams Helan nun spielt. Dies
provozierte nun die Beschwerde
von Rennes.
United hat ganz eigene Sorgen.
Der Englische Meister drohte dem
AC Le Havre im Fall des Transfers von
Paul Pogba (16) juristische Schritte
an. Le Havres Präsident Jean-Pierre
Louvel behauptet, Beweise dafür
zu besitzen, dass Manchester der
Familie Pogba finanzielle Anreize
geboten hat und will bei der FIFA
Protest einlegen. Der Premier-League-Klub verwahrt sich in einer
Erklärung gegen diese Behauptung.
Man habe stets im Einklang mit
den FIFA-Richtlinien gehandelt.
Außerdem bestreitet United, dass
Pogba je einen formalen Vertrag in
Le Havre unterschrieben habe. Der
französische Verein hat unterdessen
einen Verbündeten bekommen. Der
AC Florenz erklärte, den Weltverband bereits wegen des Transfers
von Michele Fornasier (16) zu
Manchester United kontaktiert zu
haben. Ein offizielle Beschwerde
dürfte nach Vervollständigung der
Unterlagen folgen.
Der FC Chelsea kündigte mittlerweile übrigens an, definitiv gegen
die Transfersperre beim internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einlegen zu wollen.
Auf
24 Seiten alles über
die Premier League
3036_0809_sk_sb
Am Montag, 14. September,
kostenlos im kicker!
28
INTERNATIONAL
INTERVIEW
international
kicker, 10. September 2009
DUNGA
Nationalcoach Brasilien
Dunga: Noch ist es nicht so weit.
Aber das ist ein sensibles Thema.
Allerdings muss ich mich um Brasilien kümmern und nicht um die
anderen Mannschaften.
kicker: Wird sich Argentinien letztlich für die WM qualifizieren?
Dunga: Sie haben ein schwieriges
Restprogramm mit dem letzten Match in Uruguay. Aber die
argentinischen Spieler haben
immer ein Plus, wenn die Stunde
der Wahrheit ansteht. Das wird
sich noch zeigen.
kicker: Was war die große Stärke
Brasiliens in der Qualifikation?
Dunga: Die Defensive habe ich
schon erwähnt. Aber den Ausschlag gab die Leistung der
gesamten Mannschaft. Hinzu
kommt die Technik. Sie ist immer
unsere Stärke. Aber selbst daran
werden wir weiter arbeiten.
kicker: Sie wirken nach der vielen
Kritik mit sich im Reinen.
Dunga: Ich bin sehr zufrieden
und ein eher ruhiger Typ, der
alles durchdenkt. Nun denke ich
bereits an den nächsten Schritt.
kicker: Wird Brasilien Weltmeister?
Dunga: Bis dahin stehen noch
allerhand Etappen aus. Aber wir
können es schaffen. Wir haben
große Spieler, wahre Champions.
Sie sind alle sehr talentiert, doch
auf dem Platz arbeiten sie dennoch sehr viel. Das zeigt sich in
den Resultaten.
I N T E RV I EW:
S E RG I O L EV I N S K Y
Foto: imago/Cityfiles
1Bereits am viertletzten Spieltag
hat sich Brasilien am Wochenende
für die WM 2010 in Südafrika qualifiziert: Nationaltrainer Dunga (46)
stellte damit erneut seine Kritiker
ruhig. Der WM-Kapitän von 1994
und Ex-Profi des VfB Stuttgart vor
dem Spiel gegen Chile (nach Redaktionsschluss) im Interview.
kicker: Herr Dunga, Brasilien hat
sich ausgerechnet in Argentinien
qualifiziert. War die Ausscheidung
letztlich einfacher als erwartet?
Dunga: Überhaupt nicht. Es lief so,
wie wir das vorhergesehen hatten.
In früheren Ausscheidungen hatte
Brasilien so seine Probleme gehabt,
daher hat man das vielleicht nun
auch erwartet. So kam es nicht.
Letztlich wurde es einfacher als
die letzten Male, aber einfach im
entsprechenden Kontext.
kicker: Sie bezogen lange Kritik, die
Sie mit den Siegen bei der Copa
America 2007 und jüngst dem Confed-Cup konterten. Nun wird der
Druck sein, die WM zu gewinnen.
Bleibt für Sie alles beim Alten?
Dunga: Druck ist logisch. Wir sind
Brasilien und wären auch ein Titelkandidat, wenn wir einfach elf Jungs
von der Straße nähmen und sie ins
Dress der „Selecao“ packten.
kicker: Der Start in die Qualifikation
war holprig, oft wurde Ihnen eine zu
defensive Spielweise vorgeworfen.
Lassen Sie nun, bereits qualifiziert,
offensiver und attraktiver spielen?
Dunga: Argentinien hatte gegen
uns defensiv Probleme. Was also
ist falsch an einer guten Abwehr?
Wichtig ist zunächst, das Niveau zu
halten und wenn möglich zu verbessern. Bis zur WM ist noch Zeit.
Nun fängt eine Etappe an, in der wir
nichts überstürzen müssen.
kicker: Werden Sie bei den zwei noch
ausstehenden Qualifikationsspielen
in Bolivien und gegen Venezuela im
Oktober Alternativ-Spieler testen?
Dunga: Das werde ich von Fall zu Fall
entscheiden. Es sind FIFA-Spieltage,
also sind die Klubs verpflichtet,
Spieler abzugeben. Es kann also
sein, dass wir alle Stars einladen.
Das entscheiden wir dann, wenn
es so weit ist.
kicker: Sollten Sie Stars wie Kaka
schonen, könnte aus den noch um
die Qualifikation kämpfenden Ländern der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung kommen.
Grund zur Freude: Brasiliens
Nationaltrainer Dunga.
Foto: imago
„Auch mit elf Jungs von der
Straße wären wir Favorit“
Anweisungen des neuen Trainers: Frank Rijkaard (li.) fördert bei Tabellenführer Galatasaray die Offensive, hier mit Neuzugang Kader Keita.
TÜRKEI: Meister Besiktas hinkt hinterher
Ernst will Galatasaray und
Rijkaard-Offensive stoppen
1Frank Rijkaard hat dieser Tage
gut lachen. Von der Tabellenspitze
hat der 46-jährige niederländische
Coach einen angenehmen Blick auf
die Konkurrenz, die u. a. mit Fenerbahce zwar punktgleich hinter
seinem Klub Galatasaray rangiert,
aber spielerisch an das Potenzial
seiner neuen Mannschaft noch
nicht herankommt. Die Offensivqualität, die in dieser Saison von
den Gelb-Roten ausgeht, sucht
aktuell ihresgleichen in der Liga.
„Es ist nicht zu übersehen, dass bei
Galatasaray alles rund läuft“, zeigt
sich auch Michael Fink vom Stadtrivalen Besiktas, dem Derby-Gegner
am Samstag, beeindruckt.
Ein Grund für die starke Frühform ist sicher auch Frank Rijkaard:
Der ehemalige Barca-Coach gilt als
der wichtigste „Neuzugang“ dieser Spielzeit, und das nicht nur für
den Verein, sondern für die gesamte
Liga. Von seiner Erfahrung und
seinem Faible für Offensivfußball
will der ganze türkische Fußball
profitieren. „Von ihm kann man
nur lernen. Er bringt so viel Wissen mit, das jedem zugutekommt“,
ist Topstar Arda Turan, dessen
Ablösesumme Klub-Chef Adnan
Polat unlängst auf 40 Millionen
Euro hochschraubte, vom neuen
Coach begeistert. Frank Rijkaard
setzt auch konsequent seine Linie
durch und hat dem zaghaften und
durchschaubaren Offensivspiel von
Galatasaray der Vorsaison neues
Leben eingehaucht.
„Das Spiel zu machen kann nicht
nur auf den Schultern von ein oder
zwei Spielern liegen“, so der Trainer
in Anspielung an Arda und Harry
Kewell, die in der letzten Spielzeit
diese Schwerarbeit zu verrichten
hatten. Und mit neuer Qualität läuft
der Motor halt besser. Für Rijkaard
waren diese „Zusatzmittel“ Neuverpflichtungen wie Kader Keita (Lyon)
und Elano (Manchester City). Ein
Problem hat er dennoch: Ausgehend von einer sicheren Defensive,
kann der Niederländer nicht alle
Offensivstars gleichzeitig aufbieten. Trotz seiner Treffsicherheit
(drei Tore) musste zuletzt sogar
der Australier Kewell mit der Bank
vorliebnehmen.
Die Gelb-Roten haben nämlich
ein Ziel: „Wir wollen alle Titel sammeln. Dafür braucht man immer
mehr als elf Spieler“, weiß der Brasilianer Elano. Mit neuer Offensivkraft (schon 13 Ligatreffer) scheint
Galatasaray auf dem besten Weg
dahin zu sein.
Der derzeit schwächelnde Meister Besiktas (8. Tabellenplatz) hingegen will dem Durchmarsch von
Galatasaray ein Ende setzen. „Wir
haben unsere kleine Krise gehabt.
Beim Derby wird es ein anderes
Besiktas geben“, verspricht Fabian
Ernst ein spannendes Duell im Stadion Ali Sami Yen. H A K A N U Z U N
INTERNATIONAL
kicker, 10. September 2009
29
ITALIEN: Überragender Ex-Bremer vor Rückkehr ins Olympiastadion – Topduell mit Lazio
1Am Samstagabend kehrt Diego
zum Tatort zurück. Dann tritt Juventus im Stadio Olimpico bei Lazio an,
dort, wo der ehemalige Bremer vor
elf Tagen gegen die Roma Italien
mit zwei überragenden Treffern
entzückte. Sollte der Brasilianer
zum Serientäter in Rom werden,
hätte man allerdings ein Problem:
Die Superlative sind schon fast alle
aufgebraucht.
Zwei Spieltage (kicker-Note 2
gegen Chievo, Note 1 gegen die
Roma) benötigte Diego, um mit
inflationären Oden überschüttet
zu werden. Während er die Länderspielpause ob der Nicht-Nominierung von Selecao-Trainer Dunga
zu einem Entspannungs-Trip nach
Sardinien nutzte, verglichen die
Medien „Diegol“ bereits mit arrivierten Zehnern wie Michel Platini,
Zinedine Zidane oder Zico. „Es ist
noch ein wenig früh, Vergleiche zu
ziehen. Doch mit Diego hat Juventus einen Riesencoup getätigt“,
lobte UEFA-Präsident Michel Platini. „Er gehört zu jener Kategorie
Spielern, die durch ihre Phantasie
Spaß bereiten und niemals auf der
Bank sitzen dürfen. Außerdem hat
er den Namen von Maradona.“
Auch der aktuelle irische National- und ehemalige JuventusTrainer Giovanni Trapattoni zeigte
sich von Diegos starkem Saisonstart
begeistert: „Es hat mich allerdings
Foto: Aldo Liverani/Corradetti
Michel Platini: Lobeshymnen auf „Diegol“
Sein erster Auftritt in Rom: Juventus-Star Diego (Mi.) traf gegen die Roma
(mit Riise und Keeper Julio Sergio) gleich zwei Mal im Olympiastadion.
erwartet, sagte Diego: „Das muss
ich auf dem Platz nun zurückzahlen
– dabei hilft mir, einen unglaublich
ehrgeizigen Charakter zu besitzen.“
Der Kampf um ein Ticket für die
Reise mit Brasilien zur WM-Endrunde 2010 wird seinen Leistungen
ebenfalls nicht schaden.
Auch Alessandro del Piero hofft
noch auf eine WM-Teilnahme,
wird derzeit von Marcello Lippi
aber nicht berücksichtigt. „Südaf-
nicht wirklich überrascht – er verbindet das brasilianische Talent
mit starker Physis, an die er sich
in Deutschland gewöhnt hat. Kein
Wunder, dass Pelé zuletzt voller Lob
über ihn war. Mit Diego und Felipe
Melo machte Juventus einen enormen Qualitätssprung.“
Ein wenig überraschten die
frühen Hymnen den 24-Jährigen
schon, denn einen solch massiven
Enthusiasmus habe er selbst nicht
rika ist definitiv mein Ziel“, so der
34-Jährige, der in Diegos Schatten
bisher noch keine Minute in der
Liga gespielt hat. Bei der Roma saß
der Kapitän mit langem Gesicht auf
der Ersatzbank, Coach Ciro Ferrara
gestand: „Er war nicht sehr glücklich darüber. Bald werde ich ihn
aber einsetzen.“ In der Anfangsformation wird del Piero wohl auch im
kommenden Spiel nicht stehen.
Juventus erwartet mit Lazio dabei
ein Team, das auch mit zwei Siegen
in die Saison startete und zuvor den
Supercup gegen Meister Inter für
sich entschied. Die Begeisterung
unter den Tifosi erweist sich derzeit als ähnlich schäumend wie in
Turin, und für das Duell am Samstag rechnet man mit über 60 000
Zuschauern, eine Zahl, die man in
den 19 Heimspielen der vergangenen Saison nicht erreichte.
Zwar steht hinter dem Einsatz
von Goalgetter Mauro Zarate, dem
Bruder des ehemaligen Nürnbergers und Hamburgers Sergio, noch
ein Fragezeichen, doch Neuzugang
Julio Cruz lebte sich bereits prächtig ein. Zwei Treffer des erfahrenen
Knipsers sorgten zuletzt für den
2:1-Erfolg bei Chievo. Und wie
man gegen Juve trifft, das weiß
Cruz genau: In der Saison 2007/08
schenkte der Argentinier dem
Rekordmeister vier Tore in drei
Spielen ein.
OLIVER BIRKNER
SPANIEN: Espanyol empfängt im neuen Stadion Real – Gedenken an verstorbenen Kapitän Jarque
1Die Launen des Spielkalenders
haben es so gewollt: Zum ersten
Pflichtspiel Espanyol Barcelonas im
neuen Stadion Cornella-El Prat gibt
sich Rekordmeister Real Madrid am
Samstag am zweiten Spieltag die
Ehre. Das Starensemble der Gäste
macht es für den Gastgeber nach
der 0:1-Startpleite in Bilbao nicht
gerade leichter. Nicht nur ein kompletter Fehlstart zeichnet sich ab.
Auf dem Spiel steht auch der
Versuch, im ersten Heimspiel dem
am 8. August an Herzversagen
verstorbenen Verteidiger Daniel
Jarque die Ehre in Form eines Dreiers zu erweisen. Zwar wurde der
Vorschlag, das neue Stadion nach
Jarque zu benennen, abgewiesen.
Dafür soll das neue Trainingszentrum seinen Namen tragen. Zudem
wird bald schon an Tor 21 (Jarques
Foto: imago/T-F-Foto
Metzelder vor erstem Einsatz – Sergio Ramos weiter verletzt
Bereit: Christoph Metzelder.
alter Rückennummer) eine Gedenkstatue aufgestellt. Unterdessen darf
sich der Klub über die neue Rekordzahl von 34 000 Mitgliedern freuen,
wodurch (und dank des Besuchs
von Real) das 39 000-Mann-Stadion
zum Auftakt ausverkauft ist.
Rein personell kann Trainer
Mauricio Pochettino, der nach dem
tollen Endspurt in der Vorsaison bis
2012 verlängerte, aus dem Vollen
schöpfen. Sogar die Rückkehr von
Regisseur Ivan de la Pena nach dessen Problemen in der rechten Wade
scheint möglich. Vor seinem Debüt
steht auch Neuzugang Juan Forlin.
Der 21-jährige Argentinier hat sich
bei Boca Juniors in nicht ganz einer
Premieren-Spielzeit in den Kreis der
Nationalelf gespielt. Gespannt warten die Fans auch auf den ersten
Heimauftritt von Starverpflichtung
Shunsuke Nakamura, der ablösefrei
von Celtic Glasgow kam.
Reals Coach Manuel Pellegrini,
der am Mittwoch 100 Tage im Amt
war, hat andere Sorgen. Elf Profis
sind auf Länderspielreisen, was den
Trainingsbetrieb sehr einschränkt
und Verletzungsgefahren birgt.
Immerhin konnte Kaka bereits
nach Madrid zurückkehren. Der
Brasilianer war wegen seiner Gelben Karte beim 3:1 in Argentinien
für die Partie der „Selecao“ gegen
Chile (in der Nacht zum heutigen
Donnerstag) gesperrt.
Während Rechtsverteidiger
Sergio Ramos nach seiner Entzündung an der linken Achillessehne
zwar wieder am Training teilnimmt,
aber noch nicht zum Einsatz kommen wird, hofft Christoph Metzelder auf seinen ersten Ligaeinsatz
der Saison. Beim 3:2 gegen La
Coruna nahm der Argentinier Garay
den Platz in der linken Innenverteidigung neben Europameister Raul
Albiol ein. Ein erneutes Schmoren
auf der Bank wäre für den Ex-Dortmunder ein herber Rückschlag.
Denn der Brasilianer Pepe, neben
Albiol in der Innenverteidigung vermeintlich gesetzt, wird nur noch
drei Spiele wegen seiner Sperre aus
dem Vorjahr fehlen. KARL PETERS
30
INTERNATIONAL
kicker, 10. September 2009
KICKER-KULISSE
international
NOTIERT VON MARTIN GRUENER
Bis Ende Oktober läuft in den USA
noch die reguläre Saison der MLS.
Zurzeit sieht es zwar danach aus,
als ob David Beckham (34) mit der
L.A. Galaxy die Play-offs schaffen
könnte, danach aber will er sich
erneut nach Europa verleihen
lassen, um seine WM-Chance zu
wahren. Milan habe bereits wieder
angeklopft, bestätigte er, und auch
„drei oder vier Klubs aus England“.
Alles sei offen, nur ein Gerücht
räumte Becks aus: „Ich werde nicht
zu Notts County wechseln.“ Mit seinem früheren Nationalcoach SvenGöran Eriksson (61), jetzt Sportdirektor des Viertligisten, habe er schon
länger nicht mehr gesprochen.
2
Weil sie bis spätnachts in einer
Disco feierten, wurden die Iraner
Javad Nekouman (29) und Masoud Shojaei (25) umgehend suspendiert –
so stand es am Mittwochmorgen
auf der Webseite von CA Osasuna
zu lesen. Schon bald meldeten sich
aufgeregte Reporter aus dem Iran
im Baskenland, schließlich begeht
man in der Heimat der Profis den
Ramadan. Doch ein ebenfalls überraschter Sprecher des spanischen
Erstligisten konnte den „Skandal“
bald aufklären. Ein Hacker hatte die
Homepage manipuliert und sich
einen üblen Scherz erlaubt.
2
Ehre, wem Ehre gebührt. Mit elf
Treffern ist Marcelinho (34) aktuell
einer von vier Toptorschützen in
Brasiliens erster Liga. Und das,
obwohl er am Wochenende beim
2:2 gegen Goias EC gelbgesperrt
zusehen musste. Goias-Torwart
Harlei war erfreut: „Sein Fehlen
habe ich mit großer Erleichterung
registriert.“ Je oller, desto doller
„Vielleicht sucht Real
demnächst einmal einen
flinken Spieler.“
USAIN BOLT, schnellster
Mann der Welt und laut
eigener Aussage seit jeher
Fan der „Königlichen“, könnte
sich gut vorstellen, die neuen
„Galacticos“ zu ergänzen.
trifft nicht nur auf den Ex-Bundesligaprofi zu, sondern erst recht
auf den Kolumbianer Anthony
de Avila. Der Ex-Nationalspieler
(53 Länderspiele) traf dieser Tage
zum 1:1 für America de Cali gegen
Santa Fe – und das im Alter von
46 Jahren. Nach zehn Jahren
Pause vom Profi-Fußball hatte de
Avila sein Comeback gegeben.
GRIECHENLAND: Ärger bei Panathinaikos
Rassismus-Eklat um
Stürmer Djibril Cissé
1Ein Testspiel endete mit einem
rassistischen Eklat. Djibril Cissé, 28jähriger französischer Nationalspieler in Diensten von Panathinaikos
Athen, wurde am Sonntag im Spiel
beim Zweitligisten Olympiakos
Volos Opfer von rassistischen Verunglimpfungen.
„Ich bin nicht nach Griechenland gekommen, um Zielscheibe
von rassistischen Attacken zu sein“,
empörte sich der temperamentvolle
Cissé, „bei jedem meiner Ballkontakte waren die Affengeräusche zu
hören.“ Nach dem PanathinaikosTreffer (das Spiel endete 2:1 für
Volos), den der Franzose vorbereitet hatte, ließ der aufgebrachte
Cissé sich dann dazu hinreißen,
vor den Volos-Anhängern seinen
Zeigefinger auf die Lippen zu legen
– die Aufforderung zur Ruhe. Doch
danach flogen Flaschen von der
Tribüne, „da habe ich eine zurückgeworfen“, gestand Cissé.
„Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich so behandelt
worden bin. Was mir passiert ist,
darf nicht ungestraft bleiben“, forderte der extrovertierte Franzose,
verzichtete aber darauf, den Vorfall
der UEFA zu melden. Dagegen kritisierte Panathinaikos-Coach Hen
ten Cate (früher KFC Uerdingen)
die Unbeherrschtheit seines Stars,
der erst im Sommer für 10 Millionen
Euro von Olympique Marseille verpflichtet wurde, nachdem er zuvor
an den FC Sunderland ausgeliehen
war: „Ein Panathinaikos-Spieler
darf sich so nicht benehmen, auch
wenn er provoziert wird. Allerdings
sagte Cissé mir, dass er zweimal
mit Flaschen beworfen wurde und
der Schiedsrichter dagegen nichts
unternommen habe.“
Eigentlich sind rassistische Vorfälle in Griechenland eher eine Seltenheit, was teilweise auch auf die
relativ geringen Zuschauerzahlen
zurückzuführen ist. Dennoch gab’s
in der Vergangenheit einige wenige
Zwischenfälle um dunkelhäutige
Spieler. Opfer dieser rassistischen
Verunglimpfungen wurde u. a. auch
bei Panathinaikos Athen Emanuel
Olisadebe, der polnische Nationalspieler mit nigerianischer Herkunft.
Ähnlich erging es auch dem Kongolesen Lomona LuaLua, als der für
den Lokalrivalen Olmpiakos Piräus
spielte.
Antonis Beos, Präsident von
Olympiakos Volos, versuchte, die
aufgeheizte Atmosphäre etwas zu
beruhigen, als er bei Cissés Auswechslung die Zuschauer zum
Applaus animierte. Anschließend
sprach der Klub von einem Einzelfall. Aber gerade in Volos gab es
in der Vergangenheit schon häufiger ähnliche Reaktionen. Auch in
bestimmten Stadtteilen von Athen
wächst eine Form des Rassismus.
Nicht nur in der Gesellschaft, auch
in den Stadien. N I KO S I KO N O M U
NEWS
Kolo Touré (28), im Sommer erst vom
FC Arsenal verpflichtet, ist neuer
Kapitän von Manchester City.
Der bisherige Spielführer Richard
Dunne (29) war zu Aston Villa
gewechselt.
Bolivar La Paz wurde am grünen Tisch
sein 16. Meistertitel in Bolivien
zugesprochen. Wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten
Akteurs waren in erster Instanz
drei Punkte aberkannt worden.
Ein Berufungsgericht entschied
nun endgültig zugunsten von La
Paz, das Bolivien auch in der Copa
Libertadores 2010 vertritt.
Andres Iniesta (25), seit dem Sieg
im Finale der Champions League
wegen einer Muskelverletzung
außer Gefecht, steht am Samstag
beim Gastspiel des FC Barcelona
in Getafe vor dem Comeback.
Javier Florez (32), wegen Mordes
inhaftierter Profi aus Kolumbien,
soll laut der Zeitung El Tiempo
freigelassen werden. Der Mittelfeldspieler habe sich mit den
Hinterbliebenen des von ihm
erschossenen Fans auf eine Zahlung von 52 000 Euro geeinigt.
Paddy Kenny (31), Torwart des englischen Zweitligisten Sheffield
United, wurde wegen Dopings
mit der Stimulanz Ephedrin für
neun Monate gesperrt.
Foto: imago
Massimo Ambrosini (32), Kapitän des
AC Mailand, verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr bis 2011.
Am Boden: Panathinaikos-Stürmer Djibril Cissé wurde beim Testspiel
in Volos von den Anhängern rassistisch verunglimpft.
INTERNATIONAL
kicker, 10. September 2009
WM-QUALIFIKATION
Südamerika:
Die Spiele waren bei Redaktionsschluss
nicht beendet.
1. Brasilien
15 28:7 30
2. Chile
15 25:16 27
3. Paraguay
15 21:13 27
4. Argentinien
15 20:18 22
5. Kolumbien
15 9:11 20
6. Ecuador
15 18:22 20
7. Uruguay
15 23:17 18
8. Venezuela
15 19:26 18
9. Bolivien
15 19:31 12
10. Peru
15 8:29 10
Afrika, 3. Runde, Gruppe A:
Togo - Marokko
1:1
Kamerun - Gabun
2:1
1. Kamerun
4 4:2 7
2. Gabun
4 6:5 6
3. Togo
4 2:4 5
4. Marokko
4 2:3 3
Gruppe B:
Nigeria - Tunesien
2:2
1. Tunesien
4 6:3 8
2. Nigeria
4 5:2 6
3. Mosambik
4 2:4 4
4. Kenia
4 3:7 3
Gruppe C:
Algerien - Sambia
1:0
1. Algerien
4 6:1 10
2. Ägypten
4 6:4 7
3. Sambia
4 2:4 4
4. Ruanda
4 0:5 1
Gruppe D:
Benin - Mali
1:1
Ghana - Sudan
2:0
1. Ghana
4 7:0 12
2. Mali
4 5:5 5
3. Benin
4 3:5 4
4. Sudan
4 1:6 1
Asien, Play-off, Rückspiel:
Saudi-Arabien - Bahrain (0:0)
*
(Hinspielergebnis in Klammern)
Nord- und Mittelamerika, Endrunde:
Die Spiele waren Redaktionsschluss
nicht beendet.
1. Honduras
7 14:7 13
2. USA
7 13:9 13
3. Mexiko
7 11:9 12
4. Costa Rica
7 9:12 12
5. El Salvador
7 7:10 5
6. Trinidad & Tobago
7 8:15 5
LÄNDERSPIELE
St. Vincent/Gren. - St. Kitts/Nevis
Irland - Südafrika
Japan - Ghana
China - Senegal
Island - Georgien
0:3
1:0
4:3
0:0
*
SPANIEN, Segunda Division
Nachtrag vom Sonntag:
Numancia - FC Elche
Hercules Alicante - Betis
Real Sociedad - Real Murcia
UD Salamanca - Celta Vigo
Albacete - Real Union de Irun
1. CD Numancia (A)
2
2. FC Cartagena (N)
2
Recreativo Huelva (A) 2
4. SD Huesca
2
5. Hercules Alicante
2
6. UD Salamanca
2
CG Tarragona
2
8. Betis Sevilla (A)
2
9. Rayo Vallecano
2
10. Cordoba CF
2
11. Albacete Balompie
2
12. UD Levante
2
13. UD Las Palmas
2
14. R. Soc. San Sebastian 2
15. Celta Vigo
2
16. FC Cadiz (N)
2
Girona FC
2
18. Real Murcia
2
19. FC Villarreal B (N)
2
20. CD Castellon
2
21. Real Union de Irun (N) 2
22. FC Elche
2
6:2
3:0
3:0
3:1
3:2
2:1
2:1
5:3
3:2
3:4
1:3
3:3
2:2
1:1
2:3
1:2
1:2
0:1
3:5
0:2
0:2
1:6
4:1
3:2
0:0
1:1
1:0
6
6
6
4
4
4
4
3
3
3
3
2
2
2
1
1
1
1
1
1
0
0
ITALIEN, Serie B
Nachtrag vom Sonntag:
Brescia Calcio - FC Turin
1. Frosinone Calcio
2. Ascoli Calcio
3. Brescia Calcio
3 6:2
3 5:3
3 2:0
1:0
9
7
7
SPANIEN
ENGLAND
Ergebnisse vom 4. Spieltag:
FC Chelsea – FC Burnley
Blackburn Rovers – West Ham Utd.
Bolton Wanderers – FC Liverpool
Stoke City – AFC Sunderland
Tottenham H. – Birmingham City
Wolverhampton – Hull City
Manchester Utd. – FC Arsenal
FC Portsmouth – Manchester City
FC Everton – Wigan Athletic
Aston Villa – FC Fulham
3
3
3
3
4
4
4
3
4
3
4
3
4
4
3
4
4
4
3
3
4
3
3
4
FRANKREICH
Samstag, 12. September:
AS Nancy - Toulouse
Le Mans UC - Ol. Marseille
Olymp. Lyon - FC Lorient
OSC Lille - FC Sochaux
SC Montpellier - RC Lens
Valenciennes - US Boulogne
Bordeaux - Grenoble Foot 38
AJ Auxerre - OGC Nizza (So.)
Stade Rennes - AS St.-Etienne (So.)
AS Monaco - Paris SG (So.)
RUSSLAND
Samstag, 12. September:
FK Moskau - Amkar Perm
ZSKA Moskau - Samara
Rubin Kazan - FK Saturn
Kuban Krasnodar - FK Khimki
Dyn. Moskau - Spartak Moskau (So.)
Spartak Nalchik - Lok Moskau (So.)
St. Petersburg - FK Rostov (So.)
Terek Grozny - Tom Tomsk (So.)
NIEDERLANDE
Sonntag, 13. September:
ADO Den Haag - AZ Alkmaar (Sa.)
FC Twente - FC Utrecht (Sa.)
Heerenveen - FC Groningen (Sa.)
PSV Eindhoven - Roda JC (Sa.)
Ajax Amsterdam - NAC Breda
Sp. Rotterdam - RKC Waalwijk
Vitesse Arnhem - NEC Nijmegen
VVV-Venlo - Heracles Almelo
Willem II - Feyenoord
PORTUGAL
Sonntag, 13. September:
Guimaraes - Naval (Fr.)
Maritimo - Sporting Braga (Sa.)
Rio Ave FC - Nac. Funchal (Sa.)
FC Porto - SC Leixoes (Sa.)
SC Olhanense - Acad. Coimbra
Vitoria Setubal - Uniao Leiria
Belenenses - Benfica
Sporting - Pacos Ferreira
TÜRKEI
Sonntag, 13. September:
Denizlispor - Diyarbakirspor (Sa.)
Galatasaray - Besiktas (Sa.)
Kayserispor - BB Ankaraspor (Sa.)
Manisaspor - Sivasspor (Sa.)
Istanbul BB - Trabzonspor
Antalyaspor - Ankaragücü
Bursaspor - Fenerbahce
Gaziantepspor - Kasimpasa
Genclerbirligi - Eskisehirspor
u.
4
4
3
3
2
2
2
2
2
2
1
1
1
1
1
1
1
0
0
0
6:1
3:1
5:4
5:4
Samstag, 12. September:
Blackburn Rovers – Wolverhampton
FC Liverpool – FC Burnley
Manchester City – FC Arsenal
FC Portsmouth – Bolton Wanderers
Stoke City – FC Chelsea
AFC Sunderland – Hull City
Wigan Athletic – West Ham United
Tottenham Hotspur – Manchester Utd.
Birmingham City – Aston Villa (So.)
FC Fulham – FC Everton (So.)
3:0
0:0
2:3
1:0
2:1
1:1
2:1
0:1
2:1
2:0
Sp. g.
1. FC Chelsea (P)
2. Tottenham Hotspur
3. Manchester United (M)
4. Manchester City
5. Stoke City
6. FC Arsenal
7. FC Liverpool
8. Aston Villa
9. AFC Sunderland
10. FC Burnley (N)
11. West Ham United
12. Birmingham City (N)
13. Wolverhampton W. (N)
14. Hull City
15. FC Fulham
16. FC Everton
Wigan Athletic
18. Blackburn Rovers
19. Bolton Wanderers
20. FC Portsmouth
4. FC Turin (A)
5. AC Cesena (N)
6. Ancona Calcio
FC Empoli
31
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
1
1
1
1
0
0
0
1
0
0
6
6
6
6
v.
0
0
1
0
1
1
2
1
2
2
1
2
2
2
2
2
3
2
3
4
Tore
Pkt.
zu Hause
10:2
11:4
8:2
4:0
3:4
11:4
9:7
5:3
4:5
2:5
3:2
2:3
2:4
4:8
1:4
3:8
3:8
1:4
2:5
1:7
12
12
9
9
7
6
6
6
6
6
4
4
4
4
3
3
3
1
0
0
2
2
2
1
2
1
1
1
1
2
0
1
0
1
0
1
0
0
0
0
0
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0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
0
0
0
0
1
0
0
Ergebnisse vom 1. Spieltag:
Real Madrid – Dep. La Coruna
Real Saragossa – CD Teneriffa
Athletic Bilbao – Espanyol
RCD Mallorca – Deportivo Xerez
CA Osasuna – FC Villarreal
Rac. Santander – FC Getafe
FC Malaga – Atletico Madrid
FC Valencia – FC Sevilla
UD Almeria – Real Valladolid
FC Barcelona – Sporting Gijon
auswärts
0
0
0
0
0
0
1
1
1
0
1
0
1
1
1
1
2
1
2
2
2
2
1
2
0
1
1
1
1
0
1
0
1
0
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
1
0
0
1
0
0
0
0
0
0
Sp. g.
0
0
1
0
1
1
1
0
1
2
0
2
1
1
1
1
1
1
1
2
GRIECHENLAND
Sonntag, 13. September:
AE Larisa - Atromitos (Sa.)
Aris Saloniki - PAS Ioannina (Sa.)
Olympiakos - Kavala FC (Sa.)
AE Ergotelis - Skoda Xanthi
Asteras Tripolis - PAOK Saloniki
Levadiakos - Panionios Athen
Panthrakikos - Panathinaikos
AEK Athen - Iraklis
SCHOTTLAND
Samstag, 12. September:
FC Motherwell - Rangers
Celtic - Dundee Utd.
FC St. Mirren - St. Johnstone
Hearts - Kilmarnock
Hamilton Acad. - Hibernian (So.)
FC Falkirk - FC Aberdeen (Mo.)
BELGIEN
Samstag, 12. September:
VV St.-Truiden - RSC Anderlecht
Exc. Mouscron - KVC Westerlo
KAA Gent - KSV Roeselare
Sp. Charleroi - Cercle Brügge
Standard - KV Mechelen
Zulte-Waregem - KV Kortrijk
GB Antwerpen - KSC Lokeren OV (So.)
FC Brügge - KRC Genk (So.)
SCHWEIZ
Sonntag, 13. September:
FC St. Gallen - FC Sion (Sa.)
FC Zürich - Grasshoppers (Sa.)
AC Bellinzona - FC Basel
FC Aarau - FC Luzern
Xamax - Young Boys
DÄNEMARK
Sonntag, 13. September:
Odense BK - FC Kopenhagen (Sa.)
FC Midtjylland - Nordsjaelland (Sa.)
Silkeborg IF - SönderjyskE
Esbjerg fB - HB Köge
Bröndby IF - Aarhus GF
Randers FC - Aalborg BK (Mo.)
ÖSTERREICH
Samstag, 12. September:
Austria Kärnten - Austria Wien
FC Wr. Neustadt - Kapfenberger SV
Sturm Graz - LASK Linz
SV Mattersburg - SV Ried
Rapid Wien - RB Salzburg (So.)
POLEN
Samstag, 12. September:
Odra Wodzislaw - Korona Kielce (Fr.)
Polonia Bytom - Piast Gliwice (Fr.)
GKS Belchatow - Ruch Chorzow
Cracovia Krakau - Arka Gdynia
1. FC Getafe
2. FC Barcelona (M, P)
FC Malaga
4. RCD Mallorca
FC Valencia
6. Real Madrid
7. Athletic Bilbao
Real Saragossa (N)
9. CA Osasuna
FC Villarreal
11. UD Almeria
Real Valladolid
13. Deportivo La Coruna
14. Espanyol Barcelona
CD Teneriffa (N)
16. FC Sevilla
Deportivo Xerez (N)
18. Racing Santander
19. Sporting Gijon
Atletico Madrid
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Sonntag, 13. September:
FC Getafe – FC Barcelona (Sa.)
Atletico Madrid – Rac. Santander (Sa.)
Espanyol – Real Madrid (Sa.)
FC Sevilla – Real Saragossa (Sa.)
Dep. La Coruna – FC Malaga
FC Villarreal – RCD Mallorca
CD Teneriffa – CA Osasuna
Sporting Gijon – UD Almeria
Real Valladolid – FC Valencia
Deportivo Xerez – Athletic Bilbao
3:2
1:0
1:0
2:0
1:1
1:4
3:0
2:0
0:0
3:0
1
1
1
1
1
1
1
1
0
0
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0
0
0
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0
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0
1
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v.
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
1
1
1
1
1
1
Tore
Pkt.
4:1
3:0
3:0
2:0
2:0
3:2
1:0
1:0
1:1
1:1
0:0
0:0
2:3
0:1
0:1
0:2
0:2
1:4
0:3
0:3
3
3
3
3
3
3
3
3
1
1
1
1
0
0
0
0
0
0
0
0
zu Hause
0
1
1
1
1
1
1
1
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0
0
0
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0
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0
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0
0
0
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0
0
0
0
0
1
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1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
auswärts
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
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1
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1
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1
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0
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0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
1
1
1
0
1
1
ITALIEN
Ergebnisse vom 2. Spieltag:
AS Bari – FC Bologna
0:0
AC Mailand – Inter Mailand
0:4
AS Rom – Juventus Turin
1:3
Atalanta Bergamo – Genua 1893 0:1
Cagliari Calcio – AC Siena
1:3
AC Chievo – Lazio Rom
1:2
AC Florenz – US Palermo
1:0
SSC Neapel – AS Livorno
3:1
FC Parma – Catania Calcio
2:1
Sampdoria Genua – Udinese Calcio 3:1
Sp. g.
1. Sampdoria Genua
2. Juventus Turin
3. CFC Genua 1893
4. Lazio Rom (P)
5. Inter Mailand (M)
6. FC Parma (N)
7. AC Florenz
8. SSC Neapel
AC Siena
10. US Palermo
11. AC Mailand
12. AS Bari (N)
FC Bologna
14. Udinese Calcio
15. Cagliari Calcio
AS Livorno (N)
17. Catania Calcio
18. AC Chievo
19. Atalanta Bergamo
20. AS Rom
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
1
1
1
1
1
1
1
0
0
0
0
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0
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u.
0
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0
0
1
1
1
0
0
0
0
2
2
1
1
1
0
0
0
0
Slask Wroclaw - Legia Warschau
Jagiellonia - Lech Posen
Polonia - Zagl. Lubin (So.)
Lechia Gdansk - Wisla Krakau (So.)
BRASILIEN
Nachtrag vom Sonntag:
Atl. Paranaense - Flamengo
Cruzeiro - Sao Paulo FC
Goias EC - Coritiba FC
Avai FC - Internacional
EC Santo André - Atl. Mineiro
Fluminense - Clube Nautico
1. Palmeiras SP
23
2. Internacional
23
3. Sao Paulo FC (M)
23
4. Goias EC
23
5. Atletico Mineiro
23
6. Corinthians (N)
23
7. Avai FC (N)
23
8. Gremio
23
9. Gremio Barueri (N) 23
0:0
1:2
2:2
0:2
1:2
1:1
35:20 44
45:27 43
31:23 40
41:35 39
38:33 37
32:30 36
33:28 34
41:28 33
43:33 33
Sonntag, 13. September:
AS Livorno – AC Mailand (Sa.)
Lazio Rom – Juventus Turin (Sa.)
Atalanta Bergamo – Sampdoria Genua
FC Bologna – AC Chievo
AC Florenz – Cagliari Calcio
Inter Mailand – FC Parma
US Palermo – AS Bari
AC Siena – AS Rom
Udinese Calcio – Catania Calcio
CFC Genua 1893 – SSC Neapel
v.
0
0
0
0
0
0
0
1
1
1
1
0
0
1
1
1
2
2
2
2
Tore
Pkt.
5:2
4:1
4:2
3:1
5:1
4:3
2:1
4:3
4:3
2:2
2:5
1:1
1:1
3:5
1:3
1:3
2:4
1:3
0:2
3:6
6
6
6
6
4
4
4
3
3
3
3
2
2
1
1
1
0
0
0
0
zu Hause
1
1
1
1
0
1
1
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
0
1
1
1
0
1
0
0
0
0
auswärts
0
0
0
0
0
0
0
0
1
0
1
0
0
0
1
0
1
1
1
1
10. Santos FC
11. Flamengo
12. Vitoria
13. Cruzeiro
14. Atl. Paranaense
15. Coritiba FC
16. Clube Nautico
17. EC Santo André (N)
18. Botafogo RJ
19. Sport Recife (P)
20. Fluminense
1
1
1
1
1
0
0
0
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
0
0
0
0
1
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
0
1
0
0
0
1
0
1
1
1
1
1
23
23
23
23
23
23
23
23
23
23
23
39:38
32:36
33:36
29:36
23:34
31:35
30:42
25:35
34:41
30:41
22:36
32
31
30
29
28
26
25
24
23
20
17
5:1
5:2
7:2
4:1
3:1
2:1
9
9
7
7
7
ARGENTINIEN
Rosario Central - River Plate
1. Velez Sarsfield (M)
3
2. Rosario Central
3
3. Estudiantes
3
4. CA Banfield
3
5. Newell’s Old Boys
3
*) Bei Redaktionsschluss nicht beendet
Weitere Tabellen finden Sie auf unserer Website unter
www.kicker.de/tabellen-international
32
kicker, 10. September 2009
2.BUNDESLIGA
Unter Telefon 0137 – 82 23 32 22 (0,50 e/Anruf/Festnetz), erreichbar aus
Deutschland, erfahren Sie die Zwischen- und Endresultate der 2. Bundesliga
in der unten stehenden Reihenfolge.
zu Hause
Tore
Pkt. Platz
Sp. g. u.
kicker-ergebnisdienst
www.kicker.de
auswärts
v. Tore
Diff.
Pkt. Sp. g. u.
v.
Tore Pkt. Sp. g. u.
v.
Tore Pkt.
+ 10
10
0
4:3
0
9:0
:
1. FC St. Pauli
4
3
1
0 13:3
2
1
1
4
2
2
0
6
:
2. 1. FC Union Berlin (N)
4
3
1
0
6:1
+5
10
2
2
0
0
2:0
6
2
1
1
0
4:1
4
:
3. MSV Duisburg
4
2
2
0
9:5
+4
8
2
1
1
0
5:2
4
2
1
1
0
4:3
4
:
4. 1. FC Kaiserslautern
4
2
2
0
4:2
+2
8
2
1
1
0
3:2
4
2
1
1
0
1:0
4
:
5. Energie Cottbus (A)
4
2
1
1
8:6
+2
7
2
1
0
1
4:4
3
2
1
1
0
4:2
4
:
6. Rot-Weiß Oberhausen
4
2
1
1
6:5
+1
7
2
1
0
1
2:3
3
2
1
1
0
4:2
4
:
7. SpVgg Greuther Fürth
4
2
0
2 10:7
+3
6
2
1
0
1
6:4
3
2
1
0
1
4:3
3
:
8. Arminia Bielefeld (A)
4
2
0
2 10:8
+2
6
2
1
0
1
4:3
3
2
1
0
1
6:5
3
:
9. Fortuna Düsseldorf (N)
4
2
0
2
4:4
0
6
2
2
0
0
4:0
6
2
0
0
2
0:4
0
:
10. FC Augsburg
4
1
2
1
6:7
-1
5
2
0
2
0
3:3
2
2
1
0
1
3:4
3
:
11. SC Paderborn 07 (N)
4
1
2
1
2:3
-1
5
2
1
1
0
2:0
4
2
0
1
1
0:3
1
:
12. Alemannia Aachen
4
1
2
1
5:7
-2
5
2
1
0
1
3:5
3
2
0
2
0
2:2
2
:
13. TSV München 1860
4
1
1
2
4:5
-1
4
2
1
0
1
3:3
3
2
0
1
1
1:2
1
:
14. Karlsruher SC (A)
4
1
1
2
4:8
-4
4
2
0
1
1
1:5
1
2
1
0
1
3:3
3
:
15. TuS Koblenz
4
1
0
3
3:7
-4
3
2
1
0
1
3:4
3
2
0
0
2
0:3
0
4
1
0
3
3:7
-4
3
2
1
0
1
2:3
3
2
0
0
2
1:4
0
Hansa Rostock
:
:
17. Rot Weiss Ahlen
4
0
1
3
1:5
-4
1
2
0
1
1
0:1
1
2
0
0
2
1:4
0
:
18. FSV Frankfurt
4
0
1
3
1:9
-8
1
2
0
1
1
1:2
1
2
0
0
2
0:7
0
Torjäger
Freitag bis Montag, 11. bis 14. September
Arminia Bielefeld –
Rot Weiss Ahlen
Freitag, 18 Uhr
:
Fortuna Düsseldorf –
FC Augsburg
Freitag, 18 Uhr
:
1. FC Kaiserslautern –
MSV Duisburg
Freitag, 20.30 Uhr
:
TSV München 1860 –
SpVgg Greuther Fürth
Samstag, 13 Uhr
:
Hansa Rostock –
TuS Koblenz
Samstag, 13 Uhr
:
Rot-Weiß Oberhausen –
Alemannia Aachen
Sonntag, 13.30 Uhr
:
FSV Frankfurt –
FC St. Pauli
Sonntag, 13.30 Uhr
:
1. FC Union Berlin –
SC Paderborn 07
Sonntag, 13.30 Uhr
:
Energie Cottbus –
Karlsruher SC
Montag, 20.15 Uhr
:
5
3
3
3
3
3
3
3
3
2
2
2
2
2
2
2
Wagner (MSV Duisburg)
Federico (Arminia Bielefeld)
Katongo (Arminia Bielefeld)
Jula (Energie Cottbus)
Shao (Energie Cottbus)
Allagui (Greuther Fürth)
Nöthe (Greuther Fürth)
Ebbers (FC St. Pauli)
Lehmann (FC St. Pauli)
Auer (Alemannia Aachen)
Thurk (FC Augsburg)
Traore (FC Augsburg)
Mosquera (1. FC Union Berlin)
Sahin (1. FC Union Berlin)
Fort (Arminia Bielefeld)
Mokhtari (Greuther Fürth)
2
2
2
2
2
2
2
2
Ilicevic (1. FC Kaiserslautern)
S. Kuqi (TuS Koblenz)
Cooper (TSV München 1860)
Lauth (TSV München 1860)
König (RW Oberhausen)
Terranova (RW Oberhausen)
Bruns (FC St. Pauli)
Hennings (FC St. Pauli)
Top-Torhüter
nach dem 4. Spieltag
Pl. Name (Verein)
Notenschnitt
1. Jentzsch (FC Augsburg) ............ 2,50
2. Starke (MSV Duisburg) ............ 2,88
Pirson (RW Oberhausen).......... 2,88
Walke (Hansa Rostock)............ 2,88
5. Ratajczak (Fortuna Düsseldorf) 3,00
Sippel (1. FC Kaiserslautern) ... 3,00
Gesperrt
Top-Feldspieler
Rote Karten:
niemand
Gelb-Rote Karte:
Für das nächste Spiel gesperrt:
Möhrle (FC Augsburg)
Foto: picture-alliance/Stache
5. SPIELTAG
Klassenprimus: Nach vier Spieltagen weist Union Berlins Kenan Sahin
(drei Einsätze, zwei Tore) den besten Notenschnitt aller Zweitligaprofis auf.
1. Sahin (1. FC Union) ................. 2,00
2. Wagner (MSV Duisburg) ........... 2,13
Anderson (Fortuna Düsseldorf) 2,13
4. Ebbers (FC St. Pauli)................ 2,17
5. Bruns (FC St. Pauli) ................. 2,25
Lehmann (FC St. Pauli) ............ 2,25
7. Katongo (Arminia Bielefeld) ..... 2,38
Ilicevic (1. FC Kaiserslautern)... 2,38
Naki (FC St. Pauli) ................... 2,38
10. Göhlert (1. FC Union)............... 2,50
Younga-Mouhani (1. FC Union) 2,50
Delura (Arminia Bielefeld) ....... 2,50
Prib (Greuther Fürth)................ 2,50
14. Stuff (1. FC Union)................... 2,63
Federico (Arminia Bielefeld) .... 2,63
Weber (Fortuna Düsseldorf) ..... 2,63
17. Traore (FC Augsburg)................ 2,67
Nöthe (Greuther Fürth) ............ 2,67
19. Mattuschka (1. FC Union) ........ 2,75
Mosquera (1. FC Union) .......... 2,75
Mijatovic (Arminia Bielefeld) .... 2,75
Tiffert (MSV Duisburg) ............. 2,75
Kruse (RW Oberhausen) .......... 2,75
Morena (FC St. Pauli)............... 2,75
Takyi (FC St. Pauli) ................... 2,75
Thorandt (FC St. Pauli) ............. 2,75
27. Nehrig (Greuther Fürth) ............ 2,83
Kaiser (TSV München 1860) .... 2,83
Schröder (Hansa Rostock) ....... 2,83
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
33
SPIEL DER WOCHE
1. FC KAISERSLAUTERN – MSV DUISBURG
FREITAG 20.30 UHR
Beide Vereine sind Gründungsmitglieder der Bundesliga, beide starteten
ohne Niederlage in die neue Saison. Beim Duell Lautern gegen Duisburg
treffen mit dem ruhigen Marco Kurz und dem eher extrovertierten Peter
Neuerer auch zwei unterschiedliche Trainertypen aufeinander.
KAISERSLAUTERN: Kurz betont Außenseiterrolle
Foto: imago/cp24
1Ungern denken die Akteure des
1. FC Kaiserslautern an das letzte
Heimspiel gegen Duisburg zurück:
„Eine bittere Partie“, erinnert sich
Martin Amedick an die 3:5-Pleite
am 33. Spieltag, in der die MSVOffensive ihr Können zeigte. Dem
entgegen stellt der FCK nun eine
Innenverteidigung, in der sich
Kapitän Amedick und Neuzugang
Rodnei schnell als Tandem gefunden haben. „Ihn zeichnen Spielverständnis und Zweikampfstärke aus“,
lobt er den Ex-Hertha-Akteur.
Führungsperson bei Lautern:
Verteidiger Martin Amedick.
Und wo Sprachkenntnisse noch
fehlen, sei einfach Instinkt gefragt.
Bei Amedick ist es jedenfalls kaum
zu glauben, dass er noch vor einem
Jahr selbst Neuzugang war, so
selbstverständlich hat er die Rolle
als Führungspersönlichkeit in der
Pfalz mittlerweile übernommen.
Als solche hält er die Diskussion
um ein „Spitzenspiel“ für verfrüht.
„Es bringt doch nichts, nach fünf
Spielen zu fragen, wer aufsteigt
oder nicht“, folgt der 27-Jährige
ganz der Linie seines Trainers. „Wir
dürfen nicht den Fehler machen,
jetzt in anderen Sphären zu denken“, versucht Marco Kurz die
Erwartungshaltung nämlich nicht
zu überreizen. Auf Augenhöhe sieht
er beide Teams nur nach Punkten,
nicht aber was Qualität und Erfahrung des Kaders betrifft. „Duisburg
ist ein Aufstiegsaspirant, damit
können wir uns nicht vergleichen“,
holt der Coach aus, um trotzdem
klarzustellen: „Das heißt nicht, dass
wir sie nicht schlagen können.“
Während Kurz die deutschen
U- 21-Nationalspieler Tobias Sippel
und Sydney Sam nach deren QualiSpielen zur EM höchstpersönlich
abholte, musste er auf Erik Jendrisek noch bis heute, Donnerstag,
warten. Sollte sich dessen Nordirlandtrip mit der slowakischen Nationalelf als zu strapaziös herausstellen, könnte Dragan Paljic die zweite
Spitze sein.
DOMINIC BOLD
Foto: firo
Amedick: Schnell zum Leader
Zurück in Duisburg: Ob Änis Ben-Hatira aber auch gleich wieder in der
MSV-Startelf auftaucht, ist ob der neuen Konkurrenz ungewiss.
DUISBURG: Larsen steht noch nicht im Kader
Muss sich Ben-Hatira gedulden?
1Die Erinnerung an den jüngsten Auftritt in Kaiserslautern ist
verblasst, „weil der Blick zurück
ja doch nichts mehr bringt“, wie
es Christian Tiffert in nüchterne
Worte kleidet. Dabei hätte der
Mittelfeldmann des MSV Duisburg
guten Grund, aus dem 5:3 am Kaiserslauterer Betzenberg zum Ende
der vergangenen Saison Positives
zu ziehen. Schließlich hatte auch
er dort neben Sandro Wagner (2),
Dorge Kouemaha und Chinedu
Ede mit einem Kopfballtreffer zum
Triumph beigetragen.
Und auch in dieser Saison konnte
er dem weiter ungeschlagenen MSV
schon mit einem Treffer beim 3:0
gegen Düsseldorf helfen. Auch noch
ohne Niederlage ist der Gegner
Kaiserslautern, so dass Duisburgs
Trainer Peter Neururer „ein Spitzenspiel zweier Mannschaften auf
Augenhöhe“ erwartet.
In diesem kann der Coach auf
eine „neue“ Alternative zurückgrei-
fen: Die HSV-Leihgabe Änis BenHatira, der schon vergangenes Jahr
leihweise beim MSV agierte, drängt
in die Startelf. Beim Publikum ist
der 21-Jährige zwar seit seinem
ersten Engagement ob seiner engagierten Spielweise beliebt. Ob ihn
das jedoch gleich in die Anfangsformation trägt, bleibt fraglich.
Schließlich ist es wahrscheinlich,
dass Neururer keinen Grund sieht,
die erfolgreiche Elf umzustellen.
Zudem ist Ben-Hatira in Person
des aus Hannover ausgeliehenen
Chaftar Yankov im Vergleich zum
Vorjahr Konkurrenz erwachsen.
Hinter dem Einsatz des bulgarischen Nationalspielers steht aber
ein Fragezeichen, da er erst vom
Länderspiel gegen Italien zurückkehrt. Auch der dänische Neuzugang Sören Larsen weilte bei der
Landesauswahl in Albanien (beide
Spiele bei Redaktionsschluss der
Seite nicht beendet) und steht nicht
im Kader.
BERND BEMMANN
ST. PAULI: Trainer hat alle Mann an Bord – Regisseur Takyi soll wieder die Fäden ziehen
Stanislawski: „Wir sind in der Breite besser aufgestellt“
1Jetzt hat der Trainer die Situation, die er immer haben wollte.
Denn nicht nur tabellarisch ergibt
sich für den Tabellenführer FC St.
Pauli vor der Auswärtsaufgabe beim
Tabellenschlusslicht FSV Frankfurt
die größtmögliche Drucksituation.
Holger Stanislawski kann personell
aus dem Vollen schöpfen.
Spielmacher Charles Takyi ist
nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre
ebenso einsatzbereit wie Max Kruse,
der den Saisonstart wegen eines
spät diagnostizierten Muskelfaserrisses und damit verbundener falscher Trainingsdosierung verpasste.
Deniz Naki kehrte gestern als Torschütze von den beiden EM-Qualifikationsspielen mit der deutschen
U-21-Nationalelf zurück.
Die angeschlagenen Markus
Thorandt (Achillessehnenreizung),
Timo Schultz (grippaler Infekt),
Mathias Hain (Kniereizung) sowie
Dennis Daube (Risswunde am
Kopf) stehen allesamt seit Montag
wieder im Training. Die Auswahl ist
groß, die Auswirkung auf die Startelf aber überschaubar. Takyi wird
wieder den Platz von Stellvertreter
Schultz einnehmen, ansonsten setzt
der Trainer wohl auf die bislang so
erfolgreiche Formation.
Dennoch haben die Ersatzspieler einen hohen Anteil an St. Paulis
erfolgreichstem Saisonstart. „Wir
sind in der Breite deutlich besser
aufgestellt als in den vergangenen
Jahren, können jeden Spieler ohne
großen Qualitätsverlust ersetzen“,
freut sich Stanislawski.
Die hohe Leistungsdichte spornt
an, alle im Kader müssen sich im
Training neu beweisen. Der Druck
von der Bank als wichtiger Mosaikstein im braun-weißen Erfolgsgebilde. So gilt Joker Rouwen Hennings, der bislang zweimal stach,
als aussichtsreicher Kandidat, in
Frankfurt den 1000. Treffer der
Zweitligageschichte zu erzielen.
LU T Z W Ö C K E N E R
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
Foto: imago/Sven Simon
34
Im Sommer fast weg und nun doch wieder im Tor: Gerhard Tremmel blieb beim FC Energie Cottbus.
„Es gibt keine faulen Äpfel mehr“
Die Nummer 1 des FC Energie Cottbus trägt seit dieser Saison die Nummer 30.
GERHARD TREMMEL (30) hat bewegte Wochen hinter sich. Und erklärt hier, warum.
kicker: Herr Tremmel, hätten Sie nach
dem Abstieg geglaubt, heute noch
immer das Energie-Tor zu hüten?
Gerhard Tremmel: Ich hatte doch Vertrag. Dass ein Wechsel nicht zustande
kam, ist schade. Aber dass klar ist: Ich
bin alles andere als unglücklich.
kicker: Bleibt nicht doch ein fader
Beigeschmack?
Tremmel: Wieso? Ich habe immer mit
offenen Karten gespielt. Ich will auf
so hohem Niveau spielen wie möglich, deshalb meine Wechselabsichten. Mit dem Coach hatte ich mich
damals täglich ausgetauscht, der
Präsident wusste stets Bescheid.
kicker: Erst die Verhandlungen mit
englischen Klubs, dann das HSVInteresse. Beides scheiterte. Warum?
Tremmel: Auf dem Torwartmarkt hat
sich in der Wechselperiode kaum
was bewegt, deshalb hing vieles in
der Luft. Mit dem HSV waren wir sehr
weit, es fehlte nur die Unterschrift.
Ich saß auf gepackten Koffern.
kicker: Dann trennten sich der HSV
und Sportdirektor Beiersdorfer.
Tremmel: Und der Wechsel war vom
Tisch. Es ist hart, wenn du mit dem
alten Klub abgeschlossen hast, dich
im Urlaub mit der neuen Aufgabe beschäftigst – und dann der Schock!
kicker: Haben Sie sich verpokert?
Tremmel: Nein, überhaupt nicht.
Es geht ja schließlich um meine
Zukunftsplanung, da kann und darf
ich nicht pokern.
kicker: Cottbus hatte mittlerweile
mit Lars Hirschfeld eine neue Nummer 1 verpflichtet, Sie mussten wieder ins Training einsteigen.
Tremmel: Ich dachte das einfacher
verarbeiten zu können. Gedanklich
war ich schon weg, doch dann stehst
du wieder mit den gleichen Leuten
auf dem Platz wie in den Jahren
zuvor. Aber in den letzten Wochen
hat sich dann vieles getan.
kicker: Inwiefern?
Tremmel: Das Gesicht des Teams hat
sich extrem positiv verändert, es
gibt keine faulen Äpfel mehr. Beim
Mannschaftsabend gibt es viel mehr
Kommunikation, keine Grüppchenbildung. Auch auf dem Platz macht
es wieder mehr Spaß.
kicker: Welche Rolle spielt dabei
Claus-Dieter Wollitz, der Sie gleich
wieder zur Nummer 1 ernannt hat?
Tremmel: Er ist der Trainer, den der
Verein gebraucht hat. Er kennt sich
aus, besitzt Netzwerke und ist einfach authentisch. Man sieht, was mit
einem neuen Coach möglich ist.
kicker: Dank ihm fanden junge, deutsche Spieler wie Brzenska, Dum oder
Kruska den Weg in die Lausitz?
Tremmel: Ja. Dafür war aber dieser
Identitätswechsel notwendig, um
Energie deutschlandweit in ein besseres Licht zu rücken. Klar: Am Ende
wird alles vom Erfolg abhängen,
aber wir sind auf einem guten Weg.
kicker: Kurz vor Transferschluss kam
für Sie dann die Anfrage des FC
Bayern München. Überrascht?
Tremmel: Bitte haben Sie Verständnis,
dass ich zu diesem Thema nichts
sagen möchte.
kicker: Was ist mit dem aktuellen
Energie-Kader möglich?
Tremmel: Wir wollen oben dranbleiben, das Wort Aufstieg nehmen wir
aber nicht in den Mund. Spielerisch
sind wir jedenfalls besser als vergangene Saison. Die Mannschaft hat
richtig Konturen angenommen.
kicker: Wie ist Ihr Verhältnis zu Kontrahent Lars Hirschfeld?
Tremmel: Gut. Für ihn ist das eine
schwierige Sache. Es tut mir leid,
wie das alles gelaufen ist – auch
wenn ich nichts dafür kann.
kicker: Ihr Vertrag läuft 2010 aus.
Ist Ihr Traum, doch noch einmal in
England zu spielen, ad acta gelegt?
Tremmel: Nein. Und gerade habe ich
feststellen müssen, dass im Fußball
alles möglich ist.
I N T E RV I EW:
M A RC U S L E H M A N N
UNION BERLIN: Trainer Uwe Neuhaus verlängert seinen Vertrag frühzeitig bis 2012
Dogan will Geduld aufbringen, um wieder Gas zu geben
1Zwei Siege und
4:0 Tore – an der bisherigen Heimbilanz
gibt es nichts auszusetzen. Das soll auch
nach dem Duell
mit Mitaufsteiger SC Paderborn
so bleiben. „Letzte Saison haben
wir dort einen Punkt geholt, zu
Hause gewonnen – die liegen uns“,
versichert Hüzeyfe Dogan (Foto).
Der Mittelfeldregisseur muss es
wissen. Er hat in der Vergangen-
heit bereits ebenso für den SCP die
Stiefel geschnürt wie die Unioner
Dominic Peitz und Michael Parensen. Das Wiedersehen mit dem ExKlub wird allerdings nicht so ausfallen, wie es sich das Trio wünscht.
Während Parensen links in der
Viererabwehrkette seinen Stammplatz an Patrick Kohlmann verloren
hat, plagen sich Peitz (Innenbanddehnung im Knie) und eben auch
Dogan mit Verletzungen herum. Der
28-Jährige leidet an einer Scham-
beinentzündung, die ihn bereits
damals beim kommenden Gegner
außer Gefecht gesetzt hatte.
Nach zwei Tagen Pause wegen
einer Erkältung will Dogan am heutigen Donnerstag wieder ins Individualtraining einsteigen. „Es gehört
bei dieser Geschichte dazu, viel
Geduld mitzubringen. Ich will jetzt
richtig fit werden, dann Gas geben.“
Stürmer Kenan Sahin (24) wird wohl
erneut die Position im Zentrum
besetzen. Er musste zuletzt wegen
eines gezogenen Weisheitszahnes
zwar ebenfalls pausieren, will am
Donnerstag aber wieder trainieren.
Trainer Uwe Neuhaus verlängerte
unterdessen am gestrigen Mittwoch seinen Vertrag. „Wir werden
unsere positive Entwicklung weiter
gemeinsam vorantreiben und neue
Ziele in Angriff nehmen“, kommentiert der 49-Jährige. Er unterschrieb
um weitere zwei Jahre bis 2012, gültig für die 1. und 2. Bundesliga sowie
die 3. Liga. M A RC U S L E H M A N N
2. BUNDESLIGA
Foto: firo
kicker, 10. September 2009
Im Sommer fast weg und nun doch wieder im Tor: Markus Miller blieb beim Karlsruher SC.
„Für mich zählt nur das Jetzt“
Die alte und neue Nummer 1 des KSC trägt seit neuestem die Nummer 31.
MARKUS MILLER (27) hat bewegte Wochen hinter sich. Und erklärt hier, warum.
kicker: Herr Miller, was überwiegt:
Die Freude über die Rückkehr in
den Kader oder der Frust, nicht in
der 1. Liga bleiben zu können?
Markus Miller: Definitiv die Freude,
wieder im Kader zu stehen.
kicker: Gab es keine Angebote?
Miller: Anfragen ja – aber die waren
nicht interessant.
kicker: Wer hatte konkret Interesse?
Miller: Vereine aus dem Ausland.
Aber kein Vergleich zur 1. oder
2. Bundesliga.
kicker: Wann begann bei Ihnen das
Umdenken, zu sagen: Ich verzichte
auf Geld und bleibe beim KSC?
Miller: Der KSC war immer eine
Option, die ich im Hinterkopf
hatte. Es gab nach dem schlimmen
Abstieg die Chance, bei einem größeren Verein den nächsten Schritt
zu machen. Das hat nicht geklappt,
daher war es für mich keine Frage,
mich mit dem KSC zu arrangieren
– und das nicht ungern.
kicker: War es im Nachhinein ein
Fehler zu sagen, dass Sie nicht in
der 2. Liga spielen wollen?
Miller: Diese Äußerung kam nicht
von mir. Das Signal nach dem
Abstieg kam vom Verein. Der KSC
sagte: „Markus, du bist zu teuer für
die 2. Liga.“ Also haben wir uns nach
einem neuen Verein umgeschaut.
Ich wollte sportlich weiterkommen,
aber es hat sich nichts ergeben.
kicker: Sie verzichten laut Manager
Dohmen auf viel Geld. Müssen wir
uns jetzt Sorgen machen, dass Ihre
Kinder am Hungertuch nagen?
Miller: (lacht) Nein. Fußballprofis
verdienen gutes Geld. Ob man sehr
gut verdient oder gut – das ist für
mich jetzt zweitrangig. Für mich
ist wichtig, dass ich wieder bei der
Mannschaft bin, trainieren und
dem Verein weiterhelfen kann.
kicker: Sind Sie weg, wenn im Winter
35
doch noch ein passendes Angebot
kommt?
Miller: Meine volle Konzentration
gilt dem KSC. Es zählt für mich nur
das Jetzt, nicht die Vergangenheit
oder die Zukunft.
kicker: Werden Sie schon in Cottbus
wieder die Nummer 1 sein?
Miller: Zuerst einmal bin ich die
Nummer 31 . . .
kicker: Ärgert Sie diese Nummer?
Miller: Zum einen sehe ich die ja
nicht im Spiel, zum anderen ist die
prima, wenn man bedenkt, dass ich
sechs Wochen ein Fragezeichen auf
dem Rücken hatte.
kicker: Nochmals: Stehen Sie in
Cottbus im KSC-Tor?
Miller: Ich habe hart trainiert, bin
absolut fit. Mein Ziel lautet, wieder
für den KSC zu spielen. Ob und
wann, das entscheidet der neue
Trainer Markus Schupp.
kicker: Hat Schupp mit Ihnen geredet?
Miller: Ja, bevor ich wieder eingegliedert wurde. Wir hatten ein offenes,
gutes Einzelgespräch.
kicker: Die Fans standen Ihnen in
der Abstiegssaison kritisch gegenüber. Keine Angst vor Pfiffen?
Miller: Die Fans heben ein feines
Gespür für gute Leistungen, und
die will ich bringen.
kicker: Wie steht es um Ihr Verhältnis zu Jeff Kornetzky und Christan
Nicht, den zwei anderen Torhütern?
Miller: Ich komme seit Jahren mit
Jeff gut aus. Das bleibt so. Auch mit
Christian Nicht, den ich noch von
der U-17-Nationalelf kenne, ist
alles absolut in Ordnung. Es ist für
beide keine schöne Situation, aber
so ist der Profifußball. Wir müssen
abwarten und arbeiten.
kicker: Und wie lauten die nächsten
Ziele des Torwarts Miller?
Miller: Gut spielen. Mit der Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz fixieren. Ob wir um den Aufstieg
mitmischen? Abwarten. Wenn wir
einen Lauf erwischen, ist alles drin.
I N T E RV I EW: PE T E R P U T Z I N G
AACHEN: Bornemann sucht einen Trainer mit Erfahrung – Stuckmann-Ersatz weiter offen
Interimslösung Willi Kronhardt testet mit zwei Systemen
1Die Suche nach
einem Nachfolger
für Jürgen Seeberger läuft. Beim Test
Aachens gegen den
belgischen Erstligisten Cercle Brügge (3:1) weilte
Sportdirektor Andreas Bornemann
gar nicht erst im Stadion, der
37-Jährige sondierte derweil die
zahlreichen Bewerbungen für den
Trainerposten. Kontakt zu Volker
Finke, seinem Bekannten aus Frei-
burger Tagen, hat er dabei nicht
mehr aufgenommen.
Der 61-Jährige signalisierte, dass
er kein Interesse habe, was von den
übrigen Kandidaten wie Dieter
Hecking, Friedhelm Funkel oder
Mike Büskens bisher nicht zu vernehmen war. Eine Verpflichtung des
Letzteren dürfte an Bornemanns
Vorgabe, einen erfahrenen Mann
zu verpflichten, ebenso scheitern
wie die interne Lösung mit Amateurcoach Eric van der Luer.
Derweil bereitet Co-Trainer Willi
Kronhardt (Foto) die SchwarzGelben auf das Auswärtsspiel in
Oberhausen vor. „Mein Job ist es,
die Jungs bestmöglich auf Sonntag
einzustellen. Wenn wir drei Punkte
holen, ist mein Job erfüllt.“ Weitere
Bestrebungen hegt der 40-Jährige,
der erst zu Saisonbeginn nach
Aachen gekommen ist, nicht: „Das
kann ich eh nicht beeinflussen.“
Beeinflussen kann er aber sehr wohl
die Auf- und Einstellung. Und hier
ließ er gegen Brügge zwei Varianten
spielen: Ein 4-1-3-2-System mit nur
einem Sechser und ein defensiveres
4-2-3-1 mit dem aus Seeberger-Zeiten bekannten Doppelsechser.
Eine Personalie sieht Kronhardt
übrigens genauso wie sein Ex-Chef.
Wer für den erkrankten Thorsten
Stuckmann im Tor stehen wird, ist
für ihn „ein völlig offenes Rennen“.
Die beiden Ersatzmänner David
Hohs und Thomas Unger seien
gleichwertig. H O LG E R R I C H T E R
36
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
BIELEFELD: Delura wieder einsatzbereit
1Vor dem Heimspiel gegen Ahlen
stellt sich die personelle Situation
im Mittelfeld der Bielefelder entspannt dar. Selbst die Ausfälle von
Jonas Kamper (Muskelfaserriss im
Oberschenkel) und Radim Kucera
(nach Meniskus-OP) fallen nicht
so sehr ins Gewicht. „Oliver Kirch,
Michael Delura und Kevin Kerr sind
grundsätzlich spielfähig“, sagt Trainer Thomas Gerstner vor dem Duell
gegen RW.
Der Coach lässt offen, wer von
den drei Rekonvaleszenten für den
Kader und die Anfangself infrage
kommt. Die besten Karten dürfte
Außenangreifer Delura besitzen,
der nach überstandenem Bänderriss seit Montag im Training steht.
In der Startformation stand
zuletzt auch Kasper Risgard. In
Fürth beim 4:2-Sieg bestritt er sein
erstes Zweitligaspiel von Beginn
an – mit mäßigem Erfolg (kickerNote 5). „Man hat gemerkt, dass mir
noch die Bindung fehlte“, sagt der
Neuzugang aus Aalborg, der in der
offensiven Viererreihe im Mittelfeld
zentral neben Giovanni Federico
zum Einsatz kam und in der 70.
Minute ausgewechselt wurde.
Im jüngsten Test gegen Eindhoven (0:1) fungierte Risgard nun als
Abräumer zwischen den beiden
Viererketten. „Sehr zufrieden“ war
Thomas Gerstner mit der Vorstellung des Dänen in der Rolle von
Rüdiger Kauf. „Ich habe diese
Position schon gespielt. Das ist der
Maschinenraum des Spiels, da wird
viel gelaufen und gekämpft, dort
fühle ich mich wohl“, so Risgard.
Von seinen Voraussetzungen her
ist er jedenfalls prädestiniert für
eine laufintensive Rolle. „Mit dem
Laufen hatte ich nie ein Problem“,
meint die Allzweckwaffe, die vom
Verteidiger bis zum offensiven Mittelfeldspieler schon alle Positionen
bekleidete.
PE T E R BU R K A M P
Foto: imago/cp24
Allzweckwaffe Risgard:
„Mir fehlte die Bindung“
Laufstark, aber ohne Bindung: Arminias Kasper Risgard enttäuschte beim
Startelf-Debüt gegen Greuther Fürth (rechts Marco Sailer).
DÜSSELDORF: Harnik überzeugt nicht und sitzt wohl auf der Bank
Andersons Qualitätssprung im neuen Klub
1Wolf Werner ist nach eigenem
Bekunden keiner, der jetzt schon
das Ziel Klassenerhalt ausruft.
„Etwa nach dem 10. Spieltag lässt
sich sagen, wo wir stehen“, hofft der
Fortuna-Manager, dass für den Aufsteiger Düsseldorf vielleicht sogar
mehr drin ist als purer Überlebenskampf. Auch beim 0:3 in Duisburg
habe das Team nämlich gezeigt,
dass es mithalten könne. „Da bin
ich noch sauer über die taktischen
Fouls, die in der 2. Liga offenbar
weniger hart geahndet werden.
Daraus müssen wir lernen.“
Dass der Blick zurück auf die
ersten vier Spieltage trotzdem eher
positiv ausfällt, ist vor allem das
Verdienst der neuformierten Defensive. Das 0:3 gilt als Ausrutscher,
nur einen weiteren Gegentreffer
kassierte die Fortuna in den restlichen Spielen (beim 0:1 bei Union
Berlin). Christian Weber und Johannes van den Bergh haben sich auf
den Außenpositionen festgespielt.
„Überraschend war, dass Anderson
so toll eingeschlagen hat, nachdem
er in Osnabrück Schwierigkeiten
hatte. Jetzt ist er ein absoluter Leistungsträger“, kommentiert Werner
die Partien des Innenverteidigers.
Dahinter aber rumort es. Jens
Langeneke, bis zu seiner Innen-
bandverletzung unumstrittener
Abwehrchef, würde sich gerne wieder in der ersten Elf sehen. Und
auch der Japaner Yuki Kozo will
nicht klein beigeben. Werner: „Er
hat bei seinen Einsätzen im Regionalligateam gezeigt, dass er das
Zeug zum Zweitligaspieler hat.“
Diese Eignung wird Bremens
Leihgabe Martin Harnik gegen
Augsburg wohl noch nicht von
Beginn an unter Beweis stellen
dürfen. Nach einem wenig überzeugenden Testspiel gegen eine
Reserve-Elf des 1. FC Köln (0:0) hat
Dmitriy Bulykin im Angriff bessere
Karten. WO L F G A N G S C H M I T Z
AUGSBURG: Buck ersetzt gesperrten Möhrle
PADERBORN: Kniereizung stoppt Wachsmuth
Werner: OP-Tisch statt Startelf
Heimkehrer Saglik im Sturm gesetzt
1Großes Verletzungspech für den
FC Augsburg vor dem Gastspiel
am Freitag beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Am vergangenen
Montag musste Tobias Werner (24)
nach einem Trainingsunfall am
Sprunggelenk operiert werden und
fällt mindestens zwei Monate aus.
Ein Rückschlag für den offensivstarken Mittelfeldspieler, der beim
Heimspiel gegen Union Berlin eingewechselt wurde. Nicht nur dank
seines Treffers zum 1:1-Endstand
war der Mann für den linken Flügel gerade wieder auf dem besten
Wege, sich seinen Stammplatz
zurückzuerobern, den er zu Beginn
der Saison verloren hatte.
Auch Ergänzungsspieler Robert
Strauß (22) muss mit einem Außen-
1Schlechte Nachrichten für Toni
Wachsmuth. Der Rechtsverteidiger des SC Paderborn 07 wird auf
unbestimmte Zeit ausfallen. Der
22-Jährige, der schon das Spiel
gegen den 1. FC Kaiserslautern mit
Schmerzen bestritt, muss aufgrund
einer Reizung im Knie länger pausieren. Beim Auftaktspiel gegen
Fortuna Düsseldorf durfte er nur
zuschauen, fand sich in den drei
folgenden Begegnungen aber in der
Startelf wieder und erzielte den
2:0-Endstand beim Heimsieg gegen
den Karlsruher SC.
Im Gastspiel bei Union Berlin
wird somit wahrscheinlich Philipp
Heithölter auf der rechten Seite
zum Zuge kommen. Eine Alternative wäre auch Florian Mohr in der
bandanriss im rechten Knöchel
pausieren. Trotzdem gibt sich Trainer Jos Luhukay vor dem Auswärtsspiel forsch wie optimistisch: „„Wir
sollten die Aufgabe nicht schwieriger machen, als sie ist. Unser Ziel ist
es, drei Punkte zu holen.“
Zumal Luhukay seine Stammelf
nicht groß verändern muss: „Verletzte hin oder her, wir müssen aus
der Mannschaft, die gegen Union
Berlin begonnen hat, eigentlich nur
Uwe Möhrle ersetzen.“ Der Kapitän
und Innenverteidiger hatte gegen
die „Eisernen“ die Gelb-Rote Karte
gesehen und fehlt daher gesperrt.
Für ihn wird Stefan Buck, der LastMinute-Neuzugang aus Karlsruhe,
gleich sein Debüt in der Startelf
feiern.
RO B E RT G Ö T Z
Innenverteidigung und ein nach
außen rückender Sören Gonther.
Mohr konnte im Testspiel gegen
den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach nach seiner Achillessehnenentzündung schon wieder eine Halbzeit absolvieren und
hinterließ bei Cheftrainer Andre
Schubert einen guten Eindruck.
Belebung im Angriff erhofft sich
Andre Schubert durch Neuzugang
Mahir Saglik. Der 26-jährige Türke,
von Meister VfL Wolfsburg ausgeliehen, feierte mit seinem Treffer
zum 1:0-Sieg gegen Gladbach einen
tollen Einstand im Paderborner
Team. Saglik entstammt der Jugend
des SCP, absolvierte in der Saison
2003/04 allerdings nur ein Regionalliga-Spiel. J O C H E M S C H U L Z E
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
D
Die Unscheinbaren
Die Philosophie von Trainer JÜRGEN LUGINGER (41), keine teuren Spieler zu
kaufen, zahlt sich in OBERHAUSEN aus. RWO spielt unauffällig, aber erfolgreich.
Foto: Christopher Reichwein
er stets verbindliche und höfliche Jürgen Luginger gerät
zwar nicht aus der Fassung,
sagt dann aber doch: „Das halte
ich für unangebracht.“ Es geht um
das Etikett „unscheinbar“, das er für
seine Rot-Weißen auf gar keinen Fall
gelten lassen will. „Na gut“, räumt
er dann ein, „wir haben nie viel
Aufhebens um uns gemacht, wollen das auch gar nicht, aber wenn
man’s genau betrachtet, haben wir
eine sehr spektakuläre Entwicklung
genommen.“
In der Tat: Nach dem Aufstieg im
letzten Jahr (es war der Abschluss
der „Wiedergeburt“, die Günter
Bruns als Trainer in der Oberliga
eingeleitet hatte) war den Oberhausenern nicht viel zugetraut
worden. Aber sie beendeten die
Saison auf einem beachtlichen
neunten Tabellenplatz. Dabei stellten sie eine Truppe auf den Rasen,
die gegenüber den zwei Jahren
Ober- und Regionalliga nahezu
unverändert geblieben war. „Wir
haben alles – außer Kohle“ lautet
ein Slogan der Kleeblättler, der
verdeutlicht, dass man ohnehin
nicht ins Wettbieten um arrivierte
Kicker einsteigen kann. Aus der Not
machten Bruns und Sportvorstand
Thomas Dietz eine Tugend, und
der frühere Mönchengladbacher
Nationalspieler Bruns verwirklichte
ein Stück weit den alten Gladbacher
Traum: Er setzte konsequent auf
junge Leute aus der Region. Und
als er an Luginger übergab, änderte
sich daran nichts.
Der Erfolg gibt ihnen recht.
„Natürlich“, sagt Bruns, „kommen
nicht alle Jungs direkt aus der
Umgebung, aber weit weg gehen
wir nur dann, wenn für die offene
37
Haben momentan allen Grund zum Jubel: Die Oberhausener Spieler nach dem 2:0-Sieg bei Hansa Rostock.
Position hier keiner zu finden
ist.“ Weswegen Ronny König aus
Wiesbaden geholt wurde. Und
der formuliert das vermeintliche
Geheimnis des relativen Erfolges:
„Hier gibt es tatsächlich noch den
Zusammenhalt, wie man ihn aus
den Jugendzeiten kennt. Sehr familiär, einfach klasse.“ Das andere
Geheimnis ist keins: „Arbeit, harte
Arbeit“, sagt Luginger, der sich an
fast jedem Spieltag über eine Weiterentwicklung freut, aber auch zäh
und beharrlich am Ausmerzen von
Fehlern kämpft.
Spielerisch fehlt immer noch
einiges, aber taktisch sind die
Oberhausener auch deswegen auf
der Höhe, weil die Mannschaft
intelligent ist, während des Spiels
schnell von Defensive auf Offensive
umschalten kann.
Einen Beweis müssen sie im ewig
jungen West-Derby gegen Aachens
Alemannia antreten. Luginger guckt
gelassen: „Es wird schwer, weil sich
die Alemannia selbst unter Druck
gesetzt hat. Andererseits erhöht
das unsere Chancen. Wir müssen
nur ruhig bleiben.“ So ruhig wie er,
damit wieder drei Punkte eingefahren werden – ganz unscheinbar
natürlich.
G U S TAV W E N T Z
1860: Trainer bangt und plant den Neuanfang
GR. FÜRTH: Stabilität auf dem Prüfstand
Lienens Motto: Alles auf null
Möhlmanns Truppe vor Reifeprüfung
1Es ist noch gar nicht so lange her,
da wollte Ewald Lienen am liebsten
die Nationalmannschaften abschaffen, weil man „jedes Mal nur beten“
könne, dass die Spieler unverletzt
zurückkommen. Diesmal jedoch,
nach der kleinen Misserfolgsserie
mit drei sieglosen Spielen, kam dem
Löwen-Trainer die LänderspielUnterbrechung gerade recht: „So
haben wir die Möglichkeit gehabt,
uns intern mit vielen Dingen zu
beschäftigen, zu analysieren und
aufzuarbeiten.“ Motto: Alles auf
null. Gegen Greuther Fürth soll ein
Neuanfang gestartet werden.
Allerdings muss Lienen ein wenig
bangen, denn erneut war eine halbe
Mannschaft unterwegs. Der Tunesier Radhouene Felhi kehrte bereits
1Das Gastspiel am Samstag beim
TSV 1860 München ist aus Sicht der
SpVgg Greuther Fürth durchaus als
Reifeprüfung zu bezeichnen. Mit
zwei Siegen und zwei Niederlagen
ist die wieder einmal runderneuerte Fürther Mannschaft zwar nicht
überragend, aber ordentlich in eine
Saison gestartet, über der viele Fragezeichen schwebten. Einer mäßigen Vorbereitung und einem gerade
noch verhinderten Pokal-Aus beim
Regionalligisten in Worms folgten
die Auftaktniederlage in Kaiserslautern, zwei Siege gegen Frankfurt
und in Cottbus, sowie die unnötige
2:4-Niederlage gegen Bielefeld nach
einer 2:0-Führung.
Nach zwei guten Spielen und
den guten 55 Minuten gegen Bie-
unversehrt zurück. Am Mittwoch
wurde die Youngster-Riege erwartet
(Camdal, Jungwirth, Schäffler), am
heutigen Donnerstag erst treffen
die Nachzügler ein. Gabor Kirlay
und Antonio Rukavina waren am
Abend noch für ihre jeweilige Nationalmannschaft im Einsatz.
Ist Lienen konsequent, wird er
sie nach ihrer Ankunft erst einmal
einem Hallo-wach-Test unterziehen. „Mit der Erfahrung vom letzten Mal“, sagt der Coach, „hätte ich
Rukavina und Ghvinianidze nicht in
Rostock spielen lassen sollen.“
Da Kiraly und Rukavina aber
Heimspiele hatten, halten sich die
Strapazen wohl in Grenzen. Tendenz: Beide spielen gegen Greuther
Fürth.
RICHARD RÖSENER
lefeld bin ich selbst gespannt, wie
die Mannschaft nun in München
auftreten wird“, meint Manager
Rachid Azzouzi vor dem bayerischen Derby, „sie sollte aber nach
den bisherigen Leistungen das
Selbstbewusstein haben, um auch
in München zu gewinnen.“
Trainer Benno Möhlmann hatte
nach den letzten Trainingseinheiten
am Mittwoch den Eindruck, „dass
die Mannschaft das Bielefeld-Spiel
wegstecken kann“. Ganz sicher ist
sich der 55-Jährige aber wohl auch
nicht und stellt selbst die Frage,
„wie geht die Mannschaft mit den
Hochs und Tiefs aus dem Spiel um?“
Am Samstag kommt die Stabilität
des „Kleeblatts“ auf den Prüfstand.
M AT H I A S H O C H R E U T H E R
38
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
Arminia Bielefeld – Rot Weiss Ahlen
Fortuna Düsseldorf – FC Augsburg
Aufstellung: 22 Eilhoff – 20 Lamey, 16 Mijatovic, 3 Bollmann, 27 Feick – 5 Kauf
– 19 Delura, 8 Federico, 7 Risgard, 10 Katongo – 9 Fort
Reserve: 1 Fernandez, 21 Hartmann (beide Tor), 2 Schuler, 6 Fischer, 13 Kirch,
15 Janjic, 17 Rodenberg, 18 Berisha, 23 Versick, 24 Halfar, 29 Guela, 30 Kerr
Es fehlen: 14 Kamper (Muskelfaserriss), 31 Kucera (Knie-OP)
Aufstellung: 22 Ratajczak – 2 Weber, 5 Cakir, 20 Anderson, 21 van den Bergh
– 7 Fink, 3 Costa – 17 Lambertz, 30 Caillas – 13 Bulykin, 9 Jovanovic
Reserve: 1 Melka (Tor), 4 Palikuca, 6 Langeneke, 8 Sieger, 11 Heidinger,
18 Kadah, 19 Gaus, 23 Kozo, 24 Hergesell, 31 Schwertfeger, 34 Harnik
Es fehlen: 10 Christ (Innenbandanriss im Knie), 25 Lawarée (eingeklemmter Rückennerv)
Aufstellung: 1 Kirschstein – 2 Busch, 20 Wiemann, 19 Döring, 6 Maul 24 Felgenhauer, 10 Book, 23 di Gregorio – 30 Kumbela, 27 Reichwein, 9 Bröker
Reserve: 33 Lenz (Tor), 4 Omodiagbe, 5 Kittner, 11 Toborg, 13 Blacha, 14 Kraus,
16 Gorschlüter, 17 Moosmayer, 18 Mikolajczak
Es fehlen: 7 Lartey (Innenband-Dehung) , 8 Thioune (Reha), 15 Djulbic, 29 Pelzer (beide nicht
berücksichtigt)
Aufstellung: 1 Jentzsch – 15 Reinhardt, 26 Buck, 6 de Roeck, 8 Bellinghausen
– 20 Ndjeng, 23 Sinkala, 22 Mölzl, 16 Traore – 9 Szabics, 27 Thurk
Reserve: 25 Kruse, 55 Khamutouski (beide Tor), 2 Hegeler, 4 Kern, 7 Kapllani,
10 da Costa, 11 Schindler, 14 Torghelle, 17 Schick, 24 Brinkmann, 36 Hain
Es fehlen: 3 Khizaneishvili (Kreuzbandriss), 5 Möhrle (Gelb-Rot-Sperre), 13 Tobias Werner
(Sprunggelenk-OP), 18 Sukalo (Kreuzbandriss), 21 Benschneider (Reha nach Knieoperation),
28 Strauß (Knöchelverletzung)
Statistik: Dieses Westfalen-Duell gab es bisher dreimal. 2003/04 und 2001/02 siegte die
Arminia 3:0 und 3:1. In der Saison 2000/01 nahm Ahlen von der Alm einen Punkt mit (1:1).
Statistik: Diese Paarung findet erstmals statt. Fortuna gewann die letzten fünf Liga-Heimspiele
ohne Gegentor. Der FCA siegte zuletzt in Bielefeld nach zehn Auswärtsspielen ohne Dreier.
1. FC Kaiserslautern – MSV Duisburg
TSV München 1860 – SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung: 1 Sippel – 23 Dick, 5 Amedick, 20 Rodnei, 17 Bugera – 22 Ilicevic,
4 Schulz, 15 Mandjeck, 8 Sam – 32 Nemec, 7 Paljic
Reserve: 35 Robles (Tor), 3 Damjanovic, 11 Fuchs, 18 Buchner, 19 Bilek,
24 Hesse, 25 Pavlovic, 26 Jendrisek, 30 Müller, 31 Akcam
Es fehlen: 9 Lakic (Reha nach Leisten-OP), 14 Hornig (Knochenödem), 6 Abel, 38 Kotysch
(beide fehlende Wettkampfpraxis)
Aufstellung: 1 Kiraly – 2 Rukavina, 4 Hoffmann, 5 Felhi, 14 Holebas –
8 Ignjovski, 24 Lovin – 21 Kaiser, 18 Ludwig – 11 Lauth, 33 Cooper
Reserve: 12 Tschauner (Tor), 6 Beda, 10 Rösler, 15 Aigner, 17 Pappas, 19 Ghvinianidze, 27 Schäffler, 31 Djokaj
Es fehlen: 7 Bierofka (nach Adduktoren-OP noch an Krücken), 9 di Salvo (freigestellt),
20 Camdal, 26 Mlapa, 32 Lushtaku, 13 Jungwirth, 23 B. Schwarz (alle für U 23 abgestellt),
3 Marcos Antonio (nicht berücksichtigt)
Aufstellung: 1 Loboué – 17 Schröck, 4 Biliskov, 3 Karaslavov, 14 Prib –
33 Caligiuri – 7 Nehrig, 18 Haas – 16 Y. Mokhtari – 22 Allagui, 9 Nöthe
Reserve: 15 Fejzic (Tor), 5 Mauersberger, 6 Falkenberg, 8 Fürstner, 11 Schahin,
13 Hrgovic, 20 Meichelbeck, 21 Ghasemi-Nobakht, 23 Sailer, 25 Serdarusic,
Aufstellung: 1 Starke – 2 Korzynietz, 4 Schlicke, 15 Fahrenhorst, 28 Veigneau
– 26 Yankov, 13 Bodzek, 8 Tararache – 10 Tiffert – 7 Wagner, 21 Caiuby
Reserve: 18 Herzog (Tor), 3 Tiago, 6 Sahan, 9 Ede, 14 Soares, 20 Grlic, 23 Adler,
30 Maicon, 32 Ben Hatira
Es fehlen: 19 Larsen (noch nicht im Kader), 29 Willi (Rekonvaleszent)
27 Müller
Es fehlen: 30 Rahn (Reha), 36 Sararer (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss)
Statistik: Der FCK empfing Duisburg in der 2. Liga nur 2008/09 (3:5) und 2006/07 (0:3).
Das 3:5 war Lauterns letzte Heimpleite. Der MSV ist seit zwölf Auswärtsspielen unbesiegt.
Statistik: Letzte Saison 3:1, davor zweimal in Folge 0:3. Das war auch das deutlichste Resultat
dieser Paarung. Noch nie fielen in München mehr als vier Tore. Bilanz: 6–2–2, 15:13 Tore.
Hansa Rostock – TuS Koblenz
Rot-Weiß Oberhausen – Alemannia Aachen
Aufstellung: 33 Walke – 35 Schöneberg, 31 Bülow, 5 Sebastian, 18 Oczipka –
7 Schröder – 6 Retov, 13 Fillinger – 29 Jänicke, 27 Bartels – 24 Schied
Reserve: 37 Kerner (Tor), 2 Langen, 9 Kern, 11 Neitzel, 14 Schlitte, 16 Carnell,
26 Gusche, 30 Bolivard, 32 Kroos, 36 Lange
Es fehlen: 4 Orestes (Trainingsrückstand), 10 Breu (Kapselverletzung), 19 Buschke (Bruch des
Fußwurzelknochens), 21 Hahnel (Fingerverletzung)
Aufstellung: 21 Pirson – 4 Pappas, 18 Miletic, 16 Schlieter, 8 Schmidtgal –
7 Stoppelkamp, 20 Kruse, 23 Kaya, 19 Heppke – 10 Terranova, 13 König
Reserve: 1 Semmler (Tor), 3 Embers, 6 Gordon, 9 Schönfeld, 15 Landers,
17 Petersch, 27 Schüßler
Es fehlen: 2 Uster, 5 B. Reichert (beide Aufbautraining), 11 Jamal (U 20 Trinidad), 22 Luz
(Reha), 28 Tullberg (Aufbau), 35 Dietz (U 23), 36 Borutzki (Reha)
Aufstellung: 1 Yelldell – 12 Lense, 4 Mavric, 15 Ndjeng, 13 Langen –
6 Hartmann, 20 Melinho – 11 Stieber, 8 Geißler, 27 Skeraj – 32 S. Kuqi
Reserve: 30 Rickert (Tor), 2 Forkel, 7 Rahn, 9 N. Kuqi, 14 Morack, 16 Everson,
17 C. Müller, 19 Musculus, 21 Murati, 22 Stahl
Es fehlen: 3 Wiblishauser (Sehnenriss), 5 Hudec (Knöchelbruch), 7 Rahn (Meniskus),
10 Krontiris (Leistenbruch), 18 Bender (Oberschenkel), 23 Göderz (Schambeinentzündung),
25 Rama (Knöchel)
Aufstellung: 22 Hohs – 28 Casper, 2 Herzig, 19 Olajengbesi, 32 Achenbach –
21 Fiel – 25 Junglas, 10 Burkhardt, 14 Gueye – 8 Nemeth, 9 Auer
Reserve: 13 Unger (Tor), 5 Szukala, 15 Kratz, 16 Müller, 23 Oussalé, 24 Adlung,
26 Milchraum
Es fehlen: 1 Stuckmann (Nierenbeckenentzündung), 6 Polenz, 7 Plaßhenrich (beide Reha),
11 Daun (Kapselverletzung), 12 Demai (Trainingsrückstand), 17 Stehle (Reha), 27 Popova
(Alemannia II), 30 Lasnik (Kreuzbandriss), 33 Özgen (Außenmeniskus)
Statistik: Zweimal fuhr die TuS bisher an die Ostsee. In der Vorsaison setzte es beim 0:9 die
höchste Packung in der eingleisigen 2. Liga überhaupt, 2006/07 gewann man jedoch 3:0.
Statistik: Letzte Saison 1:1, davor 0:0 (2004/05). Die letzten vier Heimspiele gegen Aachen
gewann RWO nicht. Den höchsten Sieg gab es 2001/02 (4:0). Bilanz: 7–6–2, 24:10 Tore.
FSV Frankfurt – FC St. Pauli
1. FC Union Berlin – SC Paderborn 07
Aufstellung: 1 Klandt – 21 Simac, 28 Gledson, 4 Husterer, 13 Voigt – 8 Mehic,
18 Gjasula – 26 Mokhtari, 10 Coulibaly – 9 Cenci, 11 Junior Ross
Reserve: 19 Alvarez (Tor), 3 Klitzpera, 5 Ledesma, 7 Ledgerwood, 15 Diakité, 16 Taylor, 17 Hickl, 22 Theodosiadis, 23 Kujabi, 24 Pintol, 25 Lagerblom,
27 Bouhaddouz, 29 Albayrak, 30 Cidimar
Es fehlt: 6 Müller (Kreuzbandriss)
Aufstellung: 1 Glinker – 24 Bemben, 5 Stuff, 15 Göhlert, 7 Kohlmann – 8 YoungaMouhani – 17 Mattuschka, 4 Gebhardt – 11 Sahin – 22 Benyamina, 9 Mosquera
Reserve: 13 Haker (Tor), 6 Rauw, 16 Menz, 18 Schulz, 20 Hollwitz, 21 Jahn,
23 Brunnemann, 25 Antunovic, 28 Biran, 29 Parensen
Es fehlen: 27 Busch (Tor, Muskelfaserriss in der Wade), 3 Peitz (Innenbanddehnung im Knie),
10 Dogan (Schambeinentzündung)
Aufstellung: 25 Hain – 24 Rothenbach, 4 Morena, 16 Thorandt, 32 Drobo-Ampem – 17 Boll, 20 Lehmann – 8 Bruns, 13 Takyi, 23 Naki – 9 Ebbers
Reserve: 1 Borger, 31 Pliquett (Tor), 2 Lechner, 5 Bourgault, 6 Gouiffe a Goufan,
7 Hennings, 11 Gunesch, 12 Schultz, 14 Eger, 18 Kruse, 22 Biermann, 26 Sako,
27 Kalla, 29 Pichinot, 30 Daube
Es fehlt: 10 Meggle (Reha)
Aufstellung: 22 Masuch – 8 Schachten, 3 Holst, 26 Gonther, 17 Heithölter –
18 Krösche – 15 Guié-Mien, 5 Alushi, 21 Brückner – 9 Löning, 11 Saglik
Reserve: 1 Jensen, 19 Burchert (Tor), 2 Zedi, 6 Mohr, 10 Güvenisik, 12 Brandy,
14 Klukin, 16 Krecidlo, 24 Strohdiek, 29 Manno, 31 Krause, 39 Daghfous
Es fehlen: 4 Wachsmuth (Reizung im Knie), 7 Wemmer (Reha), 13 Schuppan (Ermüdungsbruch im Fuß), 20 Lange (Meniskus-OP), 23 Halfar (Reha), 30 Bertram (Reha)
Statistik: Diese Begegnung fand nur in der Vorsaison (1:0) und 1994/95 (1:3) statt. Der FSV
ist seit vier Heimspielen sieglos, Pauli gewann drei der letzten vier Auswärtsspiele zu null.
Statistik: In der 2. Liga trafen sich die Aufsteiger noch nie. In der 3. Liga endete es in der
Vorsaison 3:2. Union startete mit zwei Heimsiegen, Paderborn schoss auswärts noch kein Tor.
2. BUNDESLIGA
kicker, 10. September 2009
PERSONALIEN
ROSTOCK: Stürmer von den Amateuren soll Kern Druck machen
FC ST. PAULI
Bolivard übt Druck auf die Arrivierten aus
1. FC UNION BERLIN
Mittelfeldspieler Björn Brunnemann
(29) hat seine Nackenprobleme
auskuriert und steht gegen Paderborn wieder im Kader. + + + Nach
dem Ausfall von Ersatztorhüter
Carsten Busch (29, Muskelfaserriss)
versucht der Verein A-JugendKeeper Christoph Haker (18) von
der Schule freistellen zu lassen,
um ihm noch mehr Trainingseinheiten mit der Mannschaft zu
ermöglichen.
FC ENERGIE COTTBUS
Mittelfeldspieler Stiven Rivic (24)
zog sich im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu
und droht mehrere Wochen auszufallen. Der Kroate war erst vor
wenigen Tagen nach überstandener Innenbanddehnung im Knie
ins Training zurückgekehrt.
RW OBERHAUSEN
Verteidiger Timo Uster (34) steht
nach einer Knieverletzung vor der
Rückkehr in den Kader.
FORTUNA DÜSSELDORF
Kapitän Andreas Lambertz (24, Mittelfeld) und Stürmer Ranisav Jovanovic (28) mussten in dieser Woche
mit dem Training aussetzen. Lambertz plagte ein Infekt, Jovanovic
klagte über Kniebeschwerden.
ALEMANNIA AACHEN
Ex-Trainer Jürgen Seeberger (44)
legt Wert auf die Feststellung, dass
sein Verhältnis zur Mannschaft
nicht „zerrüttet“ war. „Es gab
unterschiedliche Auffassungen
und Bewertungen in Teilen der
Mannschaft“, stellt er klar. + + +
Aimen Demai (26, Mittelfeld) trainiert nach seinem Innenband-Teilabriss seit Montag wieder mit der
Mannschaft. + + + Andreas Lasnik
(25, Mittelfeld) hat sich im Spiel
der zweiten Mannschaft gegen
SW Essen (1:2) einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.
+++ Zudem konnte Markus Daun
(28, Angriff) wegen einer Kapselverletzung nicht trainieren.
TUS KOBLENZ
Linksverteidiger Frank Wiblishauser
(31, Sehnenriss an der Fußsohle)
fällt rund vier Wochen aus.
113 harte Trainingstage am Stück
liegen hinter den Hansa-Profis,
wenn sie am Samstag auf Koblenz
treffen und endlich Gelegenheit
haben, die 0:2-Scharte aus dem
letzten Heimspiel gegen Oberhausen auszuwetzen. „Die Jungs wissen, dass sie da großen Mist gebaut
haben und jetzt eine Reaktion
folgen muss“, so die unmissverständliche Forderung von Andreas
Zachhuber.
Seit dieser Woche hat der Coach
die Trainingsgruppe um Malick
Bolivard (22) aus der zweiten
Mannschaft vergrößert. Der auf
der Insel Martinique geborene
Stürmer, der als Fünfjähriger nach
Frankreich kam und die französische Staatsbürgerschaft besitzt,
wechselte im Sommer von Hertha
BSC II nach Rostock. Während der
Saison-Vorbereitung in Kühlungsborn durfte er schon einmal bei
den Profis mitmachen, fiel damals
aber bei Zachhuber durchs Sieb.
Jetzt, sechs Wochen später, hat der
1,91 Meter große, bullige Stürmer in
den Augen des Trainers etliches an
Defiziten aufgearbeitet: „Ich habe
bei den Spielen der 2. Mannschaft
gute Ansätze bei ihm gesehen. Er ist
enorm schnell, setzt seinen Körper
gut ein.“
Vielleicht sitzt Bolivard gegen
Koblenz schon auf der Bank. Ein
Kandidat für die Startelf ist er freilich (noch) nicht – selbst wenn der
im Formtief steckende Enrico Kern
die erwartete schöpferische Pause
erhält.
O L I V E R H A RT M A N N
Foto: imago/Bildwerk
Mittelfeldspieler Marc Gouiffe
à Goufan (25) ist nach seiner im
Februar erlittenen Meniskusverletzung wieder voll belastbar. +++
Athletiktrainer Pedro Gonzalez (39)
arbeitet seit dieser Woche auch
für die deutsche U 21.
39
Bulliger Stürmer: Malick Bolivar fiel erst durch das Sieb von Hansa-Coach
Andreas Zachhuber, nun ist er Rostocks neuer Hoffnungsträger.
KOBLENZ
AHLEN
FSV FRANKFURT
Geißler: „Zeit, den
Hebel umzulegen“
Emmerling braucht ab Namouchi: Am Freitag
sofort Ergebnisse
fällt die Entscheidung
1Eins gegen eins, Flanken und
Abschlüsse: Mit den einfachen Dingen des Fußballs versucht die TuS
derzeit im Training, ihren Rhythmus
zu finden. Vier Spiele, ein Sieg – für
Mittelfeldmann Tom Geißler ist
daher erst einmal oberstes Gebot,
„dass wir gut stehen“.
Der Neuzugang vom VfL Osnabrück hat sich zwar prompt einen
Stammplatz gesichert und bemüht
sich um kreative Momente im Spiel,
kommt aber ähnlich wie die Kollegen nicht über Ansätze hinaus.
„Wir müssen über gewonnene
Zweikämpfe Schwung erzeugen“,
fordert Geißler, der wenig Lust auf
den Abstiegskampf verspürt: „Es
wird Zeit, den Hebel umzulegen
und schleunigst drei Punkte zu
holen.“
Nach überstandener Nackenverletzung gilt der 25-Jährige in der
anstehenden Partie in Rostock als
gesetzt, während Benjamin Lense
als weitere Stammkraft gegen seinen Ex-Klub noch Trainingsrückstand hat. Als Alternative für den
Rechtsverteidiger steht Martin
Forkel bereit.
SVEN SABOCK
1RW Ahlen steht schwer unter
Druck, der Trainer auch. Stefan
Emmerling spürt, dass allmählich
Erfolge und eine klare Linie erwartet werden.
„So langsam wollen wir die Formation finden, die sich auch einspielen kann“, weiß der Coach um
die prekäre Situation und kündigt
gleichzeitig wieder einen Sturmwechsel an: „Möglich, dass Reichwein in Bielefeld Toborg ersetzt.“
Ob Emmerling diesen Wechsel
tatsächlich vollzieht oder beide
spielen lässt, ist noch offen.
Ebenso seine berufliche Zukunft,
die sich jetzt nach Punkten und
dem Engagement der Mannschaft
richtet. Bielefeld wird somit zum
Schlüsselspiel. „Manchmal ist man
auch von den Spielern abhängig.
Wenn die Stürmer nicht treffen,
kann man machtlos sein“, sieht es
der Trainer nüchtern. Emmerling
stellt sich der Situation: „Ich war
schon als Spieler immer ein Kämpfer und bin es auch als Trainer.
Wenn man so eine Krise übersteht,
kann man aus ihr auch gestärkt
herausgehen.“ U W E G E H R M A N N
1Rüstet der FSV Frankfurt vor
der Partie gegen den FC St. Pauli
weiter auf? Hamed Namouchi (25),
der seit gestern im Probetraining
ist, könnte die vakante Position im
linken offensiven Mittelfeld schließen. Uwe Stöver rechnet am Freitag
mit einer Entscheidung. „Das ist
ein sehr interessanter Spieler, der
als 19-Jähriger ganz hoch gehandelt wurde. Chelsea zeigte damals
Interesse, aber er entschied sich
für die Glasgow Rangers“, führt
der Sportliche Leiter aus. Im Jahr
2006 wechselte der tunesische
Nationalspieler mit ChampionsLeague-Erfahrung zum FC Lorient
in die erste französische Liga, wo
sein Vertrag Ende Juni auslief und
nicht mehr verlängert wurde.
Mit dem Brasilianer Flavio trainiert ein weiterer Kandidat für die
linke Seite seit knapp zwei Wochen
zur Probe mit. Der 33-Jährige wird
vorerst bis Samstag am Training
teilnehmen. Sollte der offensiver
veranlagte Namouchi unterschreiben, dürfte eine Verpflichtung des
Routiniers jedoch in weite Ferne
rücken.
JULIAN FRANZKE
40
3. LIGA
9. SPIELTAG
Freitag, 11. September (19 Uhr):
J. Regensburg – K. Offenbach (1:1, 1:1)
Samstag, 12. September (14 Uhr):
Dyn. Dresden – Holstein Kiel ( - , - )
Carl Z. Jena – W. Burghausen (2:2, 2:0)
FC Ingolstadt – Werd. Bremen II ( - , - )
SV Sandhausen – FC Bayern II (3:3, 1:2)
VfB Stuttgart II – RW Erfurt
(3:1, 0:1)
Wuppertaler SV – Osnabrück ( - , - )
Heidenheim – Bor. Dortmund II ( - , - )
Sonntag, 13. September (14 Uhr):
Unterhaching – Braunschweig (2:0, 0:4)
SV Wehen W. – Erzgebirge Aue ( - , - )
TORJÄGER
7
7
5
5
5
5
5
Hartmann (FC Ingolstadt 04)
Dorn (SV Sandhausen)
Braham (Erzgebirge Aue)
Kruppke (Eintr. Braunschweig)
Cappek (Wacker Burghausen)
Holt (Holstein Kiel)
Schweinsteiger (Unterhaching)
kicker, 10. September 2009
TABELLE
1. (2)
2. (1)
3. (4)
4. (6)
5. (9)
6. (3)
7. (10)
8. (11)
9. (12)
10. (5)
11. (7)
12. (8)
13. (13)
14. (15)
15. (19)
16. (14)
17. (16)
18. (18)
19. (17)
20. (20)
SV Sandhausen
Jahn Regensburg
Wacker Burghausen
Carl Zeiss Jena
VfL Osnabrück (A)
SpVgg Unterhaching
Eintracht Braunschweig
Rot-Weiß Erfurt
Erzgebirge Aue
Kickers Offenbach
FC Ingolstadt 04 (A)
VfB Stuttgart II
1. FC Heidenheim (N)
Bayern München II
Borussia Dortmund II (N)
Dynamo Dresden
Holstein Kiel (N)
SV Wehen Wiesbaden (A)
Werder Bremen II
Wuppertaler SV Borussia
Sp. g. u.
8
8
8
8
8
8
8
8
8
7
8
8
8
8
8
8
8
8
7
8
5
5
5
4
4
3
4
3
3
3
3
3
2
2
2
2
2
2
2
1
2
2
1
2
1
4
1
3
3
2
1
1
3
3
2
2
1
1
1
2
v.
zu Hause
auswärts
Tore Diff. Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt.
1
1
2
2
3
1
3
2
2
2
4
4
3
3
4
4
5
5
4
5
18:9
12:6
13:14
13:9
11:8
13:12
8:8
11:11
6:6
9:4
18:11
13:11
12:15
10:16
7:9
5:9
11:13
7:12
6:11
8:17
+9
+6
-1
+4
+3
+1
0
0
0
+5
+7
+2
-3
-6
-2
-4
-2
-5
-5
-9
17
17
16
14
13
13
13
12
12
11
10
10
9
9
8
8
7
7
7
5
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
3
4
3
3
3
3
4
2
3
2
2
2
3
1
1
1
1
1
1
1
1
0
1
1
0
0
0
2
0
1
1
1
0
1
2
3
2
1
1
0
1
1
0
0
1
1
0
0
1
1
1
1
1
2
1
0
1
2
2
3
1
3
9:4
4:0
8:5
10:5
11:4
9:6
6:4
6:4
2:1
7:3
13:1
8:8
8:8
4:2
2:2
3:4
6:4
4:7
4:4
2:9
10
10
9
9
12
8
9
7
7
7
9
4
5
6
5
4
4
3
4
1
4
4
4
4
4
4
4
4
4
3
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
2
2
2
1
0
1
1
1
1
1
0
2
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
2
1
2
1
2
2
1
1
0
1
0
0
1
0
1
0
1
1
1
1
1
3
1
2
1
1
1
3
2
2
3
3
2
3
2
3
2
9:5
8:6
5:9
3:4
0:4
4:6
2:4
5:7
4:5
2:1
5:10
5:3
4:7
6:14
5:7
2:5
5:9
3:5
2:7
6:8
BREMEN II: Trainer und Werder-Urgestein Thomas Wolter im Interview
PERSONALIEN
„Ich treffe Entscheidungen aus dem Bauch“
JAHN REGENSBURG
Der DFB hat einer Verlegung der
Partie des Jahn gegen die Offenbacher Kickers von Freitag auf
Samstag nicht zugestimmt. An
jenem Freitag findet nämlich
zur gleichen Zeit in Regensburg
das Vorrundenspiel der Baseball-Weltmeisterschaft zwischen
Deutschland und den USA statt.
Geschäftsführer Franz Gerber
befürchtet, dass diese Terminkollision den Jahn Zuschauer kosten
werde.
CARL ZEISS JENA
Foto: imago/Rust
125 Jahre ist Thomas Wolter jetzt
schon bei Werder Bremen angestellt.
Er absolvierte 312 Bundesligaspiele
und wurde dabei je zweimal Deutscher Meister sowie Pokalsieger
und einmal Europapokalsieger.
In der Nationalelf bekam er einen
Einsatz. Seit nunmehr sieben Jahren coacht Wolter erfolgreich das
U-23-Team des SV Werder.
kicker: Nach Braunschweig und
Regensburg hat Werder nun in
Ingolstadt das dritte Auswärtsspiel in Folge, danach kommen
Offenbach und Haching zu Hause.
Schwere Wochen derzeit, oder?
Thomas Wolter (45): Ohne Wenn und
Aber. Das ist derzeit ein hartes Brot
für die Jungs. Dennoch haben wir
diese Liga gewollt und stellen uns
den anstehenden Aufgaben.
kicker: Mit Ikeng, Artmann und
Grundt, allesamt wegen Kreuzbandrissen, sowie den Abgängen Kruse
und Diekmeier fehlen Spieler aus
der Kreativabteilung. Haben Sie nie
über Neuzugänge nachgedacht?
Wolter: Klar haben wir im Nachwuchsgremium Überlegungen
geführt, warten jedoch erst einmal
ab, bis die Rekonvaleszenten zurück
sind. Kruse und Diekmeier wollten
wir unbedingt halten, beide haben
sich jedoch anders entschieden.
kicker: Mit Frank Bender bilden Sie
seit Jahren ein eingespieltes Trainertandem. Wie lautet die Erfolgsformel?
Wolter: Frank hält mir in vielen Dingen den Rücken frei, wenn ich als
Nachwuchschefcoach Talente und
7
7
7
5
1
5
4
5
5
4
1
6
4
3
3
4
3
4
3
4
Rehhagel statt Happel: U-23-Trainer Thomas Wolter kam vor 25 Jahren
an die Weser und blieb dem Klub bis heute treu.
Spiele für Werder sichte. Und trotz
vieler Übereinstimmungen sind wir
hier und dort nicht immer einer
Meinung, das hält unsere gemeinsame Arbeit lebendig.
kicker: Haben Sie schon mal daran
gedacht, den Job zu wechseln? Eine
erste Mannschaft statt Nachwuchscoach?
Wolter: Immer mal wieder. Vor dieser Saison gab es Anfragen aus der
2. Liga. Ich pflege Entscheidungen
aus dem Bauch heraus zu treffen.
Meine Arbeit macht mir nach wie
vor riesigen Spaß und wir haben ein
super funktionierendes Team im
Nachwuchsleistungszentrum.
kicker: Ein gutes Stichwort zum
Schluss: Bauchentscheidungen.
Nicht für den Hamburger SV, sondern für Werder haben Sie sich vor
rund 25 Jahren entschieden. Wieso
eigentlich?
Wolter: Otto Rehhagel hat sich
damals sehr um mich bemüht.
Nach einem Probetraining habe
ich in Bremen unterschrieben. Als
gebürtiger Hamburger hätte ich
auch beim HSV unter dem damaligen Coach Ernst Happel landen
können. Der wollte mich aber erst,
nachdem ich in Bremen schon zur
Probe trainierte.
I N T E RV I EW:
BERNHARD KÜNNING
Stürmer Melvin Holwijn (29) darf
noch immer nicht wieder mit
der Mannschaft trainieren. Mit
schlechten Blutwerten war er ins
Krankenhaus eingeliefert worden.
Alle Tests sind absolviert, die
Ergebnisse stehen noch aus.
HOLSTEIN KIEL
Stürmer Fiete Sykora (26), mit
bislang vier Treffern zweitbester
Schütze der Kieler, muss sich
wegen einer Sehnenverletzung
am linken Außenknöchel einer
Operation unterziehen und fällt
deshalb für mindestens zwei
Monate aus.
WERDER BREMEN II
Abwehrspieler Dominik Schmidt
(22) fällt in Ingolstadt mit einer
Patellasehnenreizung aus. +++
Die Mittelfeldspieler Tobias Kempe
(20, Innenbanddehung) und Timo
Perthel (20, Sprunggelenkverletzung) können derzeit nur ein eingeschränktes Trainingsprogramm
absolvieren.
3. LIGA
kicker, 10. September 2009
41
JUNGE WILDE
CARSTEN KAMMLOTT (19), SEBASTIAN KRAGL (19), STEFAN
KOLB (18), RENÉ ECKARDT (19), SEBASTIAN FISCHER (22),
MARKUS GRÜBL (20), SEBASTIAN RODE(18), ORKAN
BALKAN (22) – Namen, die man sich merken sollte.
JENA: Zwei Youngster treffen im Duett
SANDHAUSEN
OFFENBACH
Eckardt schnell, Kolb schneller
Fischer auf dem
zweiten Bildungsweg
Noch eine Aufgabe
für Gymnasiast Rode
1In 94 Regionalligaspielen für die
Zweite des KSC hat
Sebastian Fischer
(Foto) acht Tore
erzielt. Statistisch
gesehen bedeutet das: Gut alle 17
Stunden ein Fischer-Tor. Doch bei
Sandhausens 2:1 über Regensburg
benötigte der 22-jährige Angreifer
nur 34 Minuten, um mit seinen
beiden Toren dem Spitzenspiel
eine Wende zu geben. Trainer Gerd
Dais belohnt den Matchwinner mit
einem Einsatz von Anfang an. Gegen
Bayern München II soll der Flügelflitzer seine Tugenden ausspielen:
Schnelligkeit und Dribbelstärke.
Beim KSC bekam Fischer keine
Chance bei den Profis, jetzt will er
es über den zweiten Bildungsweg
in Sandhausen versuchen. Manager
Tobias Gebert ist überzeugt: „Sebastian bringt viel mit und darüber
hinaus hat er einen guten Charakter.“
WO L F G A N G B R Ü C K
1Als ob die Doppelbelastung Schule
– 13. Klasse Gymnasium – und 1. Jahr
3. Liga nicht schon
groß genug wäre,
kommt auf Sebastian Rode (Foto)
noch eine Zusatzaufgabe zu. Der
18-Jährige wurde als jüngster Spieler für den vorläufigen WM-Kader
der U 20 berufen. Offenbachs Trainer Hans-Jürgen Boysen bezeichnet
den Teenager (Vertrag bis 2011) als
„sehr gradlinig und unbekümmert.
Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen“. Rode, der die Position
im zentralen Mittelfeld übernimmt,
kam bisher in allen sieben Drittligaspielen zum Einsatz, viermal in der
Startelf. Doch Boysen achtet darauf,
seinen talentiertesten Spieler nicht
zu überfordern: „Es wäre fahrlässig,
ihn zu verheizen. Er muss nach und
nach herangeführt werden, auch
wenn er uns jetzt schon enorm weiterhilft.“
J O C H E N KO C H
1René Eckardt (linkes Foto), 19 Jahre
jung, hat turbulente
Wochen
hinter
sich. Weil sportlich
ein wenig im Tief,
schmorte der Mittelfeldspieler zu
Saisonbeginn noch auf der harten
Ersatzbank. Inzwischen aber ist das
Selbstvertrauen zurückgekehrt, seinen dribbelstarken Auftritten in der
3. Liga folgte sogar eine Berufung in
den Kader der deutschen U 20.
Doch nur weil die Partie gegen
Österreich platzte, konnte Eckardt,
der wegen seines Antritts gern auch
mit dem Ex-Jenaer Tobias Werner
(jetzt Augsburg) verglichen wird, für
die Thüringer in den letzten beiden
Partien auflaufen – und er bereitete
obendrein gleich alle drei erzielten
Treffer vor. Den letzten legte er für
Stefan Kolb (rechtes Foto) auf.
Der ist noch ein Jahr jünger als
Eckardt. Beide kennen sich aus
gemeinsamer Zeit bei den A-Junioren. Der Stürmer, der 2006 von
der SpVgg Bayreuth
nach Jena an die
dortige Eliteschule
des Fußballs kam,
überzeugte mit
seinem Torriecher
so sehr, dass inzwischen Bundesligisten wie Werder Bremen, der
FC Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach auf ihn aufmerksam
wurden. Weil er 2010 sein Abitur in
Jena bauen möchte und weil der
Verein gute Überzeugungsarbeit
leistete, blieb Kolb.
Beide Youngster haben das
Zeug für mehr als die 3. Liga – das
würden sie natürlich am liebsten
im Jenaer Dress beweisen. „Beide
bringen alles mit, um in der 1. oder
2. Liga zu spielen. Sie müssen dafür
nur klar im Kopf bleiben und die
ihnen gebotenen Bedingungen mit
unserer Eliteschule des Fußballs
richtig nutzen. Wobei Kolb sogar
noch schneller ist als Eckardt“, sagt
Sportdirektor Heiko Weber.
BURGHAUSEN
ERFURT
UNTERHACHING
BRAUNSCHWEIG
Ein Kraftpaket: Der
unscheinbare Grübl
Kammlott eifert
Miroslav Klose nach
Balkan ist jetzt
eine Stammkraft
Kragl: Aus dem Werk
direkt zum ersten Tor
1Auf den ersten
Blick mutet der
Burghauser Markus Grübl (Foto)
wie ein gewöhnlicher Schuljunge
an, nicht wie ein Profisportler. 66
Kilo verteilt auf 1,67 Meter. „Wenn
man ihn sieht, neigt man dazu,
ihn zu unterschätzen. Er wirkt
unscheinbar und brav“, sagt Josef
Unterhuber. Der U-23-Trainer hat
Grübl in den vergangenen Jahren an
den Drittliga-Kader herangeführt.
Vergangene Saison gehörte Grübl
zunächst zum Profi-Inventar. Nach
einer Abiturpause drängt sich der
20-Jährige im offensiven Mittelfeld
auf. Er ist trotz seiner Körpermaße
ein komprimiertes Kraftpaket. Beim
3:0 über Haching beackerte er jeden
Quadratzentimeter des Platzes und
wurde mit seinem ersten Drittligator belohnt. A N D R E A S B AC H N E R
1Die Fans verehren Carsten Kammlott (Foto) seit dem
3:0 in Jena wie keinen anderen. Mit
zwei Toren trug er
maßgeblich zum Erfurter Erfolg im
prestigeträchtigen Derby bei. Gegen
Dresden ließ er danach noch einen
weiteren Treffer folgen. Es ist wie
ein kleines Märchen für den 19Jährigen, der in der vergangenen
Saison noch in der A-Jugend spielte
und sich gegen Stürmerprominenz
wie Cannizzaro oder Pagenburg
durchgesetzt hat. Carsten Kammlott
nennt Miroslav Klose als sein großes
Vorbild, weil der sich „von unten
nach oben“ gekämpft hat. Ihm will
er nacheifern und hat keine Bange
vor dem Konkurrenzkampf: „Ich
habe nichts zu verlieren. Vielleicht
rührt daher auch meine Unbekümmertheit.“
GERALD MÜLLER
1Bei der SpVgg
Unterhaching sind
die Verantwortlichen besonders
stolz, wenn Eigengewächse
den
Sprung in die Erste schaffen. In
dieser Saison hat sich Orkan Balkan
(Foto) zur Stammkraft im Angriff
neben Tobias Schweinsteiger entwickelt. Vor sechs Jahren kam der
junge Türke, arbeitete sich über die
Junioren und die Amateure zu den
Profis hoch. In der letzten Saison
reichte es für ihn wegen diverser
Verletzungen nur zu zwölf Einsätzen, mehrfach als Einwechselspieler. Jetzt kam der 22-jährige in
allen acht Partien zum Einsatz und
erzielte zwei Treffer. „Ich hoffe, ich
schaffe jetzt endgültig den Durchbruch“, sagt der Stürmer, der einen
Vertrag bis 2010 (mit einer Option)
besitzt.
K L AU S K I R S C H N E R
1Nur 34 Minuten
benötigte Oliver
Kragl (Foto) gegen
Ingolstadt, um bei
seinem DrittligaDebüt sein erstes
Tor zu erzielen. Der 19-jährige Mittelfeldspieler traf beim 2:1 mit links
aus 18 Metern zum 1:1. Erst am Tag
zuvor hatte der Auszubildende zum
Zerspanungsmechaniker erfahren,
dass er zum Abschlusstraining der
Profis kommen soll. Direkt aus dem
VW-Werk in Wolfsburg eilte er zum
Training und stand in der Startformation. „Wir wussten, was er kann.
Er hatte in der Vorbereitung schon
öfter mittrainiert und in Tests einen
guten Eindruck gemacht“, sagt der
Sportliche Leiter Marc Arnold, „er
hat einen sehr starken linken Fuß
und ist taktisch sehr gut ausgebildet. Auf Sicht hat er das Zeug zum
Profi.“
THOMAS FRÖHLICH
MICHAEL ULBRICH
42
3. LIGA
kicker, 10. September 2009
DRESDEN: Hendel geht – Sorge um Sponsoren
Regensburg: Sattelmaier – Jarosch, Hagmann, Maul, Binder – Zellner, Schlauderer – Haller, Berger – Stoilov, J. Schmid – Zum Spiel: Nachdem alle Spieler fit sind, sieht Trainer
Weinzierl keinen Grund, die Mannschaft zu verändern.
Offenbach: Wulnikowski – Huber, Hysky, Kopilas, Teixeira – Haas, C. Pospischil – Zinnow,
Ulm, Laux – Türker – Zum Spiel: Rechtsfuß Teixeira hat Schutzbach und Chaftar verdrängt.
Christian Pospischil bekommt den Vorzug gegenüber Pfingsten-Reddig.
Bohne stellt sich noch vor Kaiser
Dynamo Dresden – Holstein Kiel
Dresden: Keller – Strifler, Oppitz, Palionis, Nikol – Wagefeld, Hübener – G. Müller, Kegel,
Soltau – Savran – Zum Spiel: Cozza, Solga, Kastrati und Pfeffer sind verletzt, Jungnickel
im Aufbautraining. Dobry und Trehkopf stehen als Alternativen bereit.
Kiel: Frech – Lamprecht, Müller, Schyrba, Meyer – Vujcic, Jerat, Holt, Schulz – Sembolo,
Wulff – Zum Spiel: Trainer Falko Götz muss auf die verletzten Sykora, Boy und Hoffmann
verzichten. Für Sykora könnte Wulff in vorderster Front auflaufen.
Carl Zeiss Jena – Wacker Burghausen
Jena: Nulle – Sievers, Wuttke, Lukimya, Sträßer – Truckenbrod – Eckardt, Hähnge, Nagy
– Smeekes, Kolb – Zum Spiel: Im Heimspiel setzt Trainer van Eck wieder auf zwei echte
Spitzen, Kolb kehrt für Riemer zurück in die Startelf.
Burghausen: Riemann – Burkhard, Kresin, Gorka – Hertl, Wolf – Traut, Niederquell, Grübl
– El Haj Ali, Cappek – Zum Spiel: Stürmer Cappek, bisher sechs Tore in sieben Einsätzen,
steht nach Verletzung und Erkältung wieder in der Anfangsformation.
FC Ingolstadt – Werder Bremen II
Ingolstadt: Lutz – Bambara, Pisot, Wenczel, Fleßers – Karl – Leitl, Neuendorf, Buchner
– Hartmann, Demir – Zum Spiel: Trainer Köppel kehrt im Heimspiel vermutlich zum System mit zwei Spitzen zurück. Rückkehrer Gerber ist eine zusätzliche Option im Mittelfeld.
Bremen: Mielitz – Schiller, Maek, Hessel, Andersen – Stallbaum, Feldhahn – Kempe, Perthel – Testroet, Oehrl – Zum Spiel: Für den angeschlagenen Schmidt rückt wohl Hessel in
die Innenverteidigung, im Mittelfeld ist der Einsatz von Kempe und Perthel noch fraglich.
SV Sandhausen – Bayern München II
Sandhausen: Gurski – Bindnagel, Kirsch, Schuon, Mintzel – Pinto, Fießer, Schauerte, Fischer – Ristic, Dorn – Zum Spiel: Öztürk (Fußbruch) geht an Krücken, Hillenbrand (Zerrung im Oberschenkel) beginnt erst am heutigen Donnerstag wieder mit dem Training.
Bayern: Kraft – Schürf, Schütz, Saba, Contento – Schwarz – Rieß, Ekici, Duhnke – Sene,
Sikorski – Zum Spiel: Einige Akteure waren während der Woche noch international im
Einsatz. Die Sperre von Rieß ist abgelaufen.
VfB Stuttgart II – Rot-Weiß Erfurt
Stuttgart: Stolz – Schimmel, Pischorn, Vier, Enderle – Funk, Feisthammel, Schwarz –
Walch, Didavi – Schipplock – Zum Spiel: Alle Stürmer sind fit. Ob zwei Spitzen beginnen,
bleibt offen. Für Mittelfeldspieler Karikari dürfte ein Einsatz noch zu früh kommen.
Erfurt: Orlishausen – Malura, Möckel, Pohl, Hillebrand – Stenzel, Cinaz, Rockenbach da
Silva, Bölstler – Semmer, Kammlott – Zum Spiel: Humbert und Ströhl plagen sich mit
Verletzungen am Sprunggelenk, ihr Einsatz ist fraglich.
Wuppertaler SVB – VfL Osnabrück
Wuppertal: Maly – Neppe, Neunaber, Schäfer, Najdi – Braun, Asaeda, Fischer – Müller
– Bernhardt, Damm – Zum Spiel: José Valencia fehlt wegen anhaltender Achillessehnenbeschwerden ebenso wie der Langzeitverletzte Sven Lintjens (Knieverletzung).
Osnabrück: Berbig – Schnetzler, Barletta, Nickenig, Krük – Heidrich, Hansen – Siegert,
Lindemann – Schmidt, Bencik – Zum Spiel: Bis auf die Rekonvaleszenten Kotuljac und
Engel kann Trainer Baumann aus dem Vollen schöpfen.
1. FC Heidenheim – Borussia Dortmund II
Heidenheim: Baum – Meier, Krebs, Beisel, Feistle – Bagceci, Demirkiran, Weil, Essig
– Spann, Mayer – Zum Spiel: Stammtorhüter Sabanov (Bauchmuskelzerrung) fällt weiter
aus, eventuell reicht es für Innenverteidiger Göhlert (Prellung am Sprunggelenk).
Dortmund: Höttecke – Hasanbegovic, Hünemeier, Sobiech, Vrzogic – Piossek, Bender,
Tyrala, Öztekin – Kullmann, Ginczek – Zum Spiel: Bis auf Koch (Mittelhandbruch) ist der
Kader komplett. Sobiech und Vrzogic beginnen für Neumeister und Oscislawski.
SpVgg Unterhaching – Eintracht Braunschweig
Unterhaching: Kampa – Schulz, Brysch, Konrad, Schaschko – Tyce – Mitterhuber, Leandro, Zillner – Balkan, Schweinsteiger – Zum Spiel: Wahrscheinlich rückt Konrad in die
Abwehr und Tyce ins zentrale defensive Mittelfeld.
Braunschweig: Petkovic – Brinkmann, Schanda, Dogan, Theuerkauf – Kruppke, Washausen, Danneberg, Boland – Onuegbu, Calamita – Zum Spiel: Im Mittelfeld könnte auch
Kragl für Boland auflaufen. Vrancic drängt nach seiner Verletzung zurück ins Team.
SV Wehen Wiesbaden – Erzgebirge Aue
Wehen: Domaschke – Billick, Gehring, Schönheim, Glibo – Kunert, Reinert, B. Hübner,
Ziegenbein – Ziemer, Öztürk – Zum Spiel: Trainer Hans Werner Moser setzt mit einer Ausnahme (Glibo für Landeka) auf die zuletzt zweimal unbesiegte Mannschaft.
Aue: Männel – le Beau, Kos, Paulus, Klingbeil – Hensel – Klotz, Curri, Hiemer – Glasner,
Braham – Zum Spiel: Es gibt wenig Grund für Veränderungen. Glasner könnte aus taktischen Gründen einem defensiven Mittelfeldspieler (Stark oder Cimen) weichen.
1Platz 16: Ruud Kaiser steht in
der Kritik, nicht wenige hatten die
Beurlaubung des Trainers erwartet. Doch nach einer Krisensitzung
am vergangenen Montag stellte
sich Geschäftsführer Stefan Bohne
(noch) vor Kaiser: „Wir müssen in
der aktuellen Situation noch enger
zusammenrücken. Mannschaft
und Trainerteam sind gefordert,
den Negativtrend zu stoppen.
Der Kader hat mehr Qualität, als
es unser derzeitiger Tabellenplatz
aussagt.“ Nun brauche man nicht
nur einen Sieg im Kellerduell mit
Holstein Kiel, sondern eine Serie
guter Ergebnisse.
Derweil hat Bohne noch andere
Brandherde zu löschen. MarketingGeschäftsführer Markus Hendel verkündete seinen Rückzug. Als Grund
nannte er das nicht nachvollziehbare Vorgehen des Präsidiums bei
der Erstellung der Kandidatenliste
für den neuen Aufsichtsrat, der im
Oktober gewählt wird. „Ein Stadtrat,
der bei der letzten Aufsichtsratswahl
die meisten Stimmen aller Bewerber
erhalten hat, und ein Unternehmer,
der sich mit sechsstelligen Beträ-
Foto: Dehli-News
Jahn Regensburg – Kickers Offenbach
Im Zentrum der Kritik: Dresdens
Trainer Ruud Kaiser.
gen bei Dynamo engagiert, wurden
von der Liste gestrichen. Das kann
ich keinem der vielen Sponsoren, die mich jetzt dazu befragen,
erklären.“ Nach Vertragsende am
15. November stehe er nicht mehr
zur Verfügung. Hendel tritt nur deshalb nicht sofort zurück, weil der
Verein dadurch handlungsunfähig
würde.
J Ü RG E N S C H WA R Z
REGENSBURG
SANDHAUSEN
Maul hat noch
immer zu knabbern
Dais trifft auf seinen
alten Freund Ulrich
1Ärger und Enttäuschung über
die späten Gegentore beim 1:2 in
Sandhausen sind halbwegs verflogen, Trainer Markus Weinzierl
denkt schon wieder an die nächste
Herausforderung: „Unsere ganze
Konzentration gilt jetzt der Partie
gegen Offenbach. Da wollen wir
wieder in die Erfolgsspur zurück.“
Die Regensburger können dabei
ihre Heimbilanz von zehn Punkten
aus vier Spielen ohne Gegentor
ausbauen und den zweiten Rang
festigen. So sieht es auch Kapitän
Alexander Maul, der aber noch
an der ersten Saisonniederlage zu
knabbern hat. Denn ihm habe das
1:2 mehr wehgetan als die genähte
Wunde im Mund, die er sich im
Spiel zugezogen habe, so Maul.
Derweil zeichnet sich der Umbau
des Klubs in eine Kapitalgesellschaft
ab. Dem Vernehmen nach soll am
2. Oktober die Mitgliederversammlung stattfinden, auf der die Ausgliederung der drei Leistungsmannschaften bis hinab zur U19 und die
damit verbundene Errichtung einer
GmbH KGaA bestätigt werden soll.
1Aus zwei Weggenossen und
guten Kumpeln werden am Samstag
Gegner. Als der Sandhäuser Trainer
Gerd Dais 1982 beim Karlsruher SC
seine Karriere als Bundesligaspieler
begann, musste Rainer Ulrich, CoTrainer von Bayern II, seine Laufbahn bei den Badenern wegen einer
Knieverletzung beenden. Seitdem
sind die beiden Kurpfälzer – Dais
kommt aus Heidelberg-Kirchheim,
Ulrich wurde in Mannheim-Käfertal
groß – in freundschaftlichem Kontakt verbunden. Da die Münchner
zeitnah auf die Gegner des SV Sandhausen treffen, tauschen Dais und
Ulrich regelmäßig Infos aus.
Doch diese Woche herrschte
Funkstille. Dabei ist Dais keiner,
der mit verdeckten Karten spielt. Er
wird gegen die Bayern den zweimaligen Torschützen Sebastian Fischer
für Daniel Jungwirth spielen lassen.
Der gebürtige Münchner Jungwirth,
der zuletzt 28 Zweitligaspiele für
Ingolstadt bestritt, konnte die
Erwartungen noch nicht erfüllen.
Dais: „Ihm fehlt noch Beständigkeit,
aber ich bin sicher, er wird sich steigern.“
WO L F G A N G B R Ü C K
H E I N Z R E I C H E N WA L L N E R
3. LIGA/REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
REGIONALLIGA NORD
Nagy: Motiviert gegen den Ex-Klub
TABELLE
1Nach zwei Siegen in Serie geht
man bei Carl Zeiss Jena voller
Selbstvertrauen ins Spitzenspiel
gegen den Überraschungsdritten
aus Burghausen. Und daran ändert
auch die Tatsache nichts, dass noch
immer etliche Stammkräfte ausfallen. Abwehrchef Quido Lanzaat
wird nicht vor dem nächsten Montag wieder ins Training einsteigen
können, und auch Ralf Schmidt ist
noch immer außer Gefecht. Beide
hatten Muskelfaserrisse erlitten,
beide fingen zu früh wieder mit dem
Training an, bei beiden brach die
Verletzung erneut auf. Schmidt weilt
derzeit sogar zur Reha in Donaustauf.
Keine Neuigkeiten gibt es indes
in der Personalie Torsten Ziegner.
Der suspendierte Ex-Kapitän ist
derzeit krank gemeldet, trainiert
somit also auch nicht mehr bei der
eigenen Reservemannschaft mit.
Wieder voll im Trainingsbetrieb
stehen dagegen Marco Riemer, bei
dem sich der Verdacht auf einen
Bandscheibenvorfall nicht erhärtet,
und Tim Petersen, der seine Knieprobleme auskuriert hat.
Foto:: imago/Bild13
JENA: Riemer und Petersen wieder im Training
Spielte in Burghausen 2. Liga:
Jenas Timo Nagy.
Einer, der sich ganz besonders
auf das Verfolgerduell freuen darf,
ist Defensivspieler Timo Nagy. Der
26-Jährige kickte nämlich bereits
für den SV Wacker in der 2. Liga und
stammt aus Altötting, unweit von
Burghausen. „Gegen meinen ExKlub sollten wir schon gewinnen“,
sagt er mit einem Augenzwinkern.
MICHAEL ULBRICH
BURGHAUSEN
OFFENBACH
Bei Press läuten
die Alarmglocken
Enormer Druck
für Trainer Boysen
1Die gute Nachricht für Burghausen ist: In Jena hat Wacker noch nie
verloren. Sie dürfte SVW-Teammanager Jürgen Press aber nur wenig
trösten, denn die schlechte Nachricht ist: Im ungünstigsten Fall muss
er auf gut die Hälfte seiner Stammkräfte verzichten: „Bei uns läuten
die Alarmglocken.“ Ein grippaler
Infekt hat sein halbes Team lahmgelegt. Deswegen kann der Coach
derzeit auch nur mit einer Rumpfmannschaft trainieren: „Bis Donnerstag sind eine ganze Reihe von
Leistungsträgern krankgeschrieben.“ Daher kann er sein Personal
auch nicht gezielt auf Jena vorbereiten, denn: „Wie wir spielen, hängt
davon ab, wer überhaupt spielen
kann.“ Möglicherweise ist er zu
tiefgreifenden taktischen Umwälzungen gezwungen. Vor allem, weil
auch Linksverteidiger Kokocinski
auszufallen droht und Alternativen fehlen. „Vielleicht muss ich
eine Dreierkette auflaufen lassen.“
Dass Press nicht wohl dabei ist, liegt
daran, dass Carl Zeiss 10 seiner 13
Treffer im eigenen Stadion erzielt
hat.
A N D R E A S B AC H N E R
1Angesichts der kommenden
schweren Aufgaben stehen die
Kickers und ihr Trainer in den
nächsten zwei Wochen unter enormem Druck. Eine angespannte
Stimmung lässt sich Trainer HansJürgen Boysen aber nicht anmerken.
„Wir arbeiten wie gewohnt intensiv
und akribisch und schauen positiv
nach vorne.“ Beim Tabellenzweiten
Jahn Regensburg will er „den Kontakt nach oben halten. In dieser
ausgeglichenen Liga gibt es jede
Woche Schlüsselspiele und es wird
immer eng bleiben“.
In den nächsten Wochen muss
sich zeigen, wie eng das Verhältnis
zwischen Trainer und Präsidium
noch ist und ob es auch Niederlagen verkraftet, oder ob der neue
Schulterschluss (kicker berichtete)
nur von kurzer Dauer ist. Nachdem
sich Boysens Umstellungen mit dem
3:0 gegen Braunschweig ausgezahlt
haben, gibt es keine Veranlassung,
große Änderungen vorzunehmen.
Somit dürfte auch Hoffnungsträger David Ulm als hängende Spitze
wieder von Beginn spielen.
J O C H E N KO C H
1.
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VfL Wolfsburg II
Hannover 96 II
Türkiyemspor Berlin
Chemnitzer FC
VfB Lübeck
Tennis Borussia (N)
1. FC Magdeburg
Hallescher FC
SV Babelsberg 03
Hamburger SV II
Hertha BSC II
Hansa Rostock II
FC Oberneuland
ZFC Meuselwitz (N)
FC St. Pauli II (N)
SV Wilhelmshaven
VFC Plauen
Goslarer SC 08 (N)
43
NACHHOLSPIELE
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5
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5
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14:2
11:2
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8:4
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6:4
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3
3
vom 1. Spieltag
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II
4:0 (1:0)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 08 4:0 (1:0)
7. SPIELTAG
Freitag, 11. September (19 Uhr):
Hannover 96 II – ZFC Meuselwitz ( - , - )
Hertha BSC II – Chemnitzer FC (1:2, 3:3)
Goslar – Oberneuland (19.30) ( - , - )
Samstag, 12. September (14 Uhr):
Babelsberg – Magdeburg (13.30) (2:0, 1:1)
VfB Lübeck – Hansa Rostock II (3:3, 1:1)
Wilhelmshaven – Hamburger SV II (0:4, 0:2)
Sonntag, 13. September (13.30 Uhr):
VFC Plauen – Türkiyemspor Berlin (2:0, 2:2)
Hallescher FC – Tennis Borussia ( - , - )
St. Pauli II – Wolfsburg II (14.00) ( - , - )
TORJÄGER
6 Vujanovic (1. FC Magdeburg)
Vier Spieler erzielten je 4 Tore
REGIONALLIGA WEST
7. SPIELTAG
TABELLE
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1. FSV Mainz 05 II
Spfr. Lotte
SV Elversberg
Fort. Düsseldorf II (N)
VfL Bochum II
1. FC Köln II
Eintracht Trier
1. FC Saarbrücken (N)
Rot-Weiss Essen
Wormatia Worms
Waldhof Mannheim
Bor. M’gladbach II
1. FC Kaiserslautern II
Preußen Münster
FC Schalke 04 II
SC Verl
Bayer Leverkusen II
Bonner SC (N)
6
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6
6
6
10:11
13:2
14:6
10:6
8:3
9:8
12:12
7:13
7:5
5:5
6:7
10:13
3:6
8:9
7:10
5:8
6:12
5:9
13
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10
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9
7
7
7
7
7
6
6
6
4
3
Freitag, 11. September (19 Uhr):
B. Leverkusen II – SV Elversberg (1:0, 4:2)
Spfr. Lotte – Fort. Düsseldorf II ( - , - )
Bor. M’gladbach II – SC Verl
(3:4, 0:2)
RW Essen – 1. FC Köln II (19.30) (0:0, 2:0)
Samstag, 12. September (14 Uhr):
Preußen Münster – Bonner SC ( - , - )
Eintracht Trier – Wormatia Worms (2:0, 3:1)
VfL Bochum II – FC Schalke 04 II (0:3, 4:0)
Sonntag, 13. September (14 Uhr):
SV Waldhof – 1. FC Saarbrücken ( - , - )
Montag, 14. September (19 Uhr):
Mainz 05 II – 1. FC K’lautern II (0:1, 2:2)
TORJÄGER
5
4
4
4
Willmann (SV Elversberg)
Fischer (Spfr. Lotte)
Erwig (FC Schalke 04 II)
Senesie (Eintracht Trier)
REGIONALLIGA SÜD
TABELLE
1.
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VfR Aalen (A)
SC Freiburg II
Hessen Kassel
1860 München II
SC Pfullendorf
Stuttgarter Kickers (A)
SSV Reutlingen
Greuther Fürth II
Eintracht Frankfurt II
SGS Großaspach (N)
1. FC Nürnberg II
SSV Ulm 1846
SpVgg Weiden (N)
Karlsruher SC II
Wehen Wiesbaden II
Bayern Alzenau (N)
1. FC Eintr. Bamberg
SV Darmstadt 98
7. SPIELTAG
6
6
6
6
6
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5
6
6
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6
6
6
5
6
11:3
16:5
15:8
13:8
11:8
7:4
11:10
13:14
5:3
6:6
5:6
8:7
7:14
3:9
8:12
6:12
5:15
3:9
16
12
12
11
10
10
9
9
8
8
8
7
7
5
4
4
3
1
Freitag, 11. September (19 Uhr):
Karlsruhe II – H. Kassel (17.30) (2:5, 1:0)
SSV Ulm 1846 – SV Wehen W. II (2:0, 1:0)
SC Pfullendorf – VfR Aalen
( - , - )
Samstag, 12. September (14 Uhr):
Gr. Fürth II – 1. FC Nürnberg II
(0:1, 1:1)
Darmstadt 98 – SpVgg Weiden ( - , - )
1. FCE Bamberg – Bayern Alzenau ( - , - )
Sonntag, 13. September (14 Uhr):
SC Freiburg II – 1860 München II (1:3, 1:2)
SGS Großaspach – Stg. Kickers ( - , - )
Mittwoch, 16. September (18 Uhr):
Eintr. Frankfurt II – SSV Reutlingen (4:0, 1:5)
TORJÄGER
5 Kakoko (Greuther Fürth II)
5 T. Bauer (Hessen Kassel)
je 4: Caligiuri, Roth (SC Freiburg II), Wölk
(Hessen Kassel), A. Meha (SSV Reutlingen)
44
REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
PFULLENDORF: Marco Höferth kommt dank des „Bayern-Netzwerks“
PERSONALIEN
Schneck will dem Primus ein Bein stellen
1. FC KAISERSLAUTERN II
15:1 gegen Reutlingen, 2:5 in
Kassel – der SC Pfullendorf erlebte
zuletzt eine Achterbahnfahrt. „Wir
sind noch nicht so weit“, stellte Trainer Walter Schneck fest. Einen Part
in der Ligaspitze zu reklamieren,
käme wohl zu früh. Dennoch bleibt
es sein Ziel, daheim dem Spitzenreiter Aalen ein Bein zu stellen.
Als positive Erscheinung gilt
in Pfullendorf die neue Stürmerhoffnung Georges Ekounda. Der
24-jährige Kameruner, der beim
ungarischen Erstliga-Absteiger
BFC Siofok bisher seine einzige
Profistation belegte, macht einen
guten Eindruck, zeigt körperliche
Präsenz auf dem Platz, weiß sich
am Ball zu behaupten. Schneck ist
zuversichtlich, dass Ekounda sich
mit seiner Spielweise noch gut integrieren wird.
Ansonsten gewinnt das Team
an Perspektive. Der Verjüngungsprozess läuft. So partizipieren die
Pfullendorfer durch glückliche
Umstände am, wie sie es nennen,
„Bayern-Netzwerk“, worin sich aus-
gebildete Talente des Rekordmeisters befinden. „Wir müssen neue
Wege gehen. Diese Partnerschaft
ist eine Möglichkeit, Neuerungen
zu schaffen“, begrüßte Schneck den
ersten Schritt. Vom Bayern-Nachwuchs kam mit Marco Höferth ein
AALEN
1860 MÜNCHEN II
Das DFB-Sportgericht hat auf die
Krawalle beim Südwest-Derby in
Mannheim reagiert und zunächst
das Urteil gegen den FCK II ausgesprochen. Neben einer Geldstrafe
in Höhe von 20 000 Euro muss das
nächste Heimspiel gegen Bayer 04
Leverkusen II (18. 9.) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden.
hochtalentierter linker Mittelfeldspieler, der beste Referenzen mitbringt. Der 21-Jährige dürfte, sobald
er die körperliche Fitness hat, dem
bisher gesetzten linken Abwehrmann Dominik Müller große Konkurrenz bereiten. J Ü RG E N W I T T
SPVGG GREUTHER FÜRTH II
Torhüter Max Grün (22) wurde
nach seiner Roten Karte aus
dem Spiel gegen Hessen Kassel
für zwei Ligaspiele gesperrt und
muss somit beim Derby gegen
den 1. FC Nürnberg II noch einmal aussetzen.
Foto: imago/Hartenfelser
TSV MÜNCHEN 1860 II
Noch nicht spitzentauglich, aber selbstbewusst: Der Pfullendorfer Trainer
Walter Schneck möchte den Tabellenführer ärgern.
Nikola Trkulja (18) steht wieder im
Mannschaftstraining, soll jedoch
vorerst in der U19 spielen. +++
Die Werfer der Knallkörper, die für
eine fünfminütige Unterbrechung
der Partie in Weiden gesorgt hatten, wurden identifiziert. Ihnen
drohen nun harte Sanktionen,
auch von Vereinsseite.
WALDHOF MANNHEIM
DIE NORD-SPIELE
Scharinger: Wir haben Märkle hofft auf ein
vor niemandem Angst erneutes „Erlebnis“
Laib: Mehr Kontrollen
vor dem Risikospiel
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II 4:0 (1:0)
1„Gleich vorneweg“, sagt Aalens
Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Moser, „diese Mannschaft darf
auch mal verlieren. Aber ich glaube
fest daran, dass wir in Pfullendorf
gewinnen werden.“ Mit vier Punkten Vorsprung führt der Drittligaabsteiger die Tabelle an. Der Trainingsverschleiß der harten letzten
Wochen ist bei einigen Spielern
aber mittlerweile unverkennbar.
„Das war vorherzusehen“, sagt
Trainer Rainer Scharinger. „Wir
haben viele junge Spieler, die ein so
hohes Trainingspensum noch nicht
gewohnt waren. Mir ist klar, dass
der eine oder andere demnächst
durch ein Wellental gehen wird.“
Wichtig für ihn sei aber, dass die
Spieler topfit in die Partie gehen.
Der Coach sieht deshalb keinen
Grund, vom schnellen Angriffsfußball abzuweichen. „Wir werden
diesen Weg weitergehen, auch
auf die Gefahr hin, dass wir in ein
Leistungsloch fallen.“ Und auch in
Pfullendorf will sich der VfR nicht
verstecken. „Wir müssen vor niemandem Angst haben. Das hat der
bisherige Saisonverlauf gezeigt“, so
Scharinger. W E R N E R R Ö H R I C H
1Unter besonderer Aufsicht des
DFB steht das Spiel des SV Waldhof gegen den 1. FC Saarbrücken.
Nach den Krawallen im Anschluss
an das Spiel gegen Kaiserslautern II
will der Verband erst nach dem
zweiten Südwest-Derby binnen elf
Tagen Anklage gegen den SV Waldhof wegen „Vernachlässigung der
Platzaufsicht“ erheben.
Vor diesem Risikospiel hat Bürgermeister Christian Specht Vertreter der Stadt, des Vereins, der
Polizei, der Sicherheits- und Rettungsdienste sowie des Verkehrsverbundes zu einer Besprechung
eingeladen. Für Geschäftsführer
Andreas Laib ist indes klar, „dass die
Einlasskontrollen verstärkt werden
müssen. Es gilt zu verhindern, dass
noch einmal rund 400 Personen das
Sicherheitspersonal überrennen
und ohne Kontrolle und Eintrittskarte in den Gästeblock gelangen.“
Die Polizei hat bereits hohe Sicherheitsvorkehrungen beschlossen.
Aus Saarbrücken werden 1000
bis 2000 Zuschauer angekündigt.
„Im Vorverkauf“, so Laib, „wurden
jedoch nur rund 300 Gästekarten
verkauft.“
RO N A L D D I N G
11860 II biete derzeit „Erlebnisfußball“, erklärt Dieter Märkle. Interessante Wortkreation, widersprechen
möchte man dem Trainer indes
nicht. Denn die sechs Partien der
„Junglöwen“ standen fast komplett
für höchsten Unterhaltungswert.
Der jüngste 4:0-Triumph in
Weiden stellt dabei lediglich den
bisherigen Höhepunkt einer rasanten Entwicklung dar, die bereits im
Auftaktspiel gegen Kassel begann.
Seither ist besonders die Innenverteidigung um Julian Leist und
Mathias Wittek zu einem Bollwerk
und Erfolgsgaranten gereift. Offensiv dagegen wechselt die HeldenRolle wöchentlich. „Wir sind sehr
schwer auszurechnen“, sagt der
Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Jürgen Jung. Das Team sei
„topfit, außerdem sind wir qualitativ gut und ausgeglichen besetzt“.
Märkle betont, dass er drei Spiele
in Folge fast dieselbe Startelf habe
aufbieten können, ein „enormer
Vorteil“. Vor dem Spiel in Freiburg
warnt er vor einem „ebenfalls sehr
spielstarken Gegner“. Es spricht
also einiges für ein erneutes „Erlebnis-Spiel“. M AT T H I A S H O R N E R
Chemnitz: Pentke – Reinhardt, Richter,
Thönelt, T. Becker – Emmerich – Garbuschewski, Vrtelka (83. Nowak), Löwe (70.
Boltze) – D. Jansen (80. Benduhn), Hampf –
Trainer: Schädlich
St. Pauli: Schenk – Browarczyk, Krause,
Theißen (46. Heysen), Biermann – Laban,
Winkel, Kalla, Filipovic (52. Wacker) –
Pichinot (70. Kurczynski), Zekiri – Trainer:
Großkopf
Tore: 1:0 Richter (30., HE), 2:0 D. Jansen
(47.), 3:0 Richter (62.), 4:0 Hampf (80.) –
SR: Schmickartz (Berlin) – Zuschauer:
3630 – Gelbe Karten: Hampf – Theißen –
Gelb-Rote Karte: Krause (43.)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 4:0 (1:0)
Wolfsburg: Hitz – M. Schulze, Reiche,
Klamt, Karimow – S. Yilmaz (78. Beismann), Ziehl (67. Ahlschwede), Evljuskin,
Riemer – Könnecke, Klos (64. Polter) –
Trainer: Köstner
Goslar: Möhlenbrock – Wilking, Doll (54.
Vranic), Kolm, Endres – Bormann (65.
Podolczak), Uluisik (59. José Silva), Dähling, Lipke – Fischer, Szweda – Trainer: Barjaktarevic
Tore: 1:0 S. Yilmaz (10.), 2:0 Ziehl (56.),
3:0 Riemer (60.), 4:0 Polter (83.) – SR:
Siebert (Berlin) – Zuschauer: 397 – Gelbe
Karten: Podolczak, Wilking, Dähling
SPORTMAGAZIN
kicker, 10. September 2009
45
BASKETBALL: Trotz Niederlage gegen Lettland in der EM-Zwischenrunde
NACHRICHTEN
Riesen-Glück für Deutschland
Baur und Stephan beurlaubt
fen fahren, sondern zum nächsten
Spielort“, kommentierte Bundestrainer Bauermann die Partie.
Am heutigen Vormittag macht
sich die Mannschaft auf den Weg
nach Bydgoscz, wo Menz’ gestrige
Aufzeichnungen von Bedeutung
werden könnten. Gegner sind Griechenland (Freitag), Mazedonien
(Sonntag) und Kroatien (Dienstag/
alle Partien live im DSF). Die ersten
vier der Sechsergruppe qualifizieren sich fürs Viertelfinale. „Man
hat in der Vorrunde gesehen, dass
alles möglich ist“, spielt Routinier
Greene auf den überraschenden
76:73-Sieg des jungen deutschen
Teams am Dienstag gegen Titelverteidiger Russland an.
Für einen Spieler im deutschen
Team ist die EM in Polen eine Reise
in die Vergangenheit und Zukunft
zugleich: Im März 1982 wurde Konrad Wysocki in Rzeszow im Karpatenvorland geboren. Mit vier Jahren
wanderte er mit seinen Eltern nach
Hessen aus. Nach Bundesliga-Stationen bei ratiopharm Ulm und den
Skyliners in Frankfurt nun die Rückkehr in sein Geburtsland. Wenige
Tage vor EM-Beginn unterschrieb
der 2,02 Meter große Flügelspieler
einen Vertrag beim polnischen Vizemeister PGE Turow Zgorzelec.
„Diese EM ist etwas Besonderes
für mich, weil ein Teil meiner Familie
noch in Polen wohnt und ich meine
Greipel verpasst Tagessieg
Rad: André Greipel (27) hat am
Mittwoch den dritten Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt
verpasst. Der Sprinter vom Team
Columbia wurde bei der Massenspurt-Ankunft nach 191 km von
Murcia nach Carravaca de la Cruz
Fünfter. Es gewann Tyler Farrar
(USA), im Goldenen Trikot bleibt
Alejandro Valverde (Spanien).
Foto: imago/Camera 4
1Bei der deutschen BasketballNationalmannschaft wollte man
nichts dem Zufall überlassen. Am
Mittwochnachmittag war Frank
Menz, der Assistent von Bundestrainer Dirk Bauermann, die 300
Kilometer vom Vorrunden-Spielort
Danzig nach Posen gefahren, um
die potenziellen ZwischenrundenGegner bei der 36. Europameisterschaft dieser Tage in Polen unter
die Lupe zu nehmen. Um ein Haar
wäre seine Reise umsonst gewesen.
Im abschließenden Vorrundenspiel
gegen Lettland gelang der Auswahl
des Deutschen Basketball Bundes
(DBB) erst in allerletzter Sekunde
das Weiterkommen.
In einer größtenteils unansehnlichen Partie, in der beiden
Teams selbst einfachste Dinge
nicht gelingen wollten, reichte eine
Sechs-Punkte-Niederlage (62:68)
zum Einzug in die Zwischenrunde.
Ein Dreipunkteversuch der Balten
unmittelbar vor der Schlusssirene
sprang vom Korbrand ins Feld
zurück. Eine Niederlage mit neun
Punkten Differenz – und Deutschland wäre ausgeschieden.
„Ich habe mich noch nie über
eine Niederlage so gefreut“, sagte
Flügelspieler Demond Greene, der
mit 16 Punkten erfolgreichster deutscher Korbwerfer war. „Wir können
froh sein, dass wir am Donnerstag
nicht mit dem Bus zum Flugha-
Handball: Bundesligist Lemgo
hat Trainer Markus Baur und den
Sportlichen Leiter Daniel Stephan
mit sofortiger Wirkung beurlaubt.
Damit reagierte der Klub auf die
unbefriedigende Entwicklung. Der
TBV hatte am vorigen Wochenende bei einem Qualifikationsturnier für die Champions League in
Spanien alle drei Spiele verloren.
Am heutigen Donnerstag gegen
Magdeburg haben Co-Trainer Jürgen Franke und Abwehrchef Daniel Kubes die Verantwortung.
Heimkehrer: Der gebürtige Pole
Konrad Wysocki bei der EM.
neue Umgebung kennenlernen
kann“, sagt der 32-malige Nationalspieler, der am Mittwoch zwei wichtige Punkte zum Weiterkommen
beisteuerte.
DINO REISNER
Langer wieder im Ryder Cup?
Golf: Bernhard Langer (52) könnte nach acht Jahren Pause 2010
wieder als Spieler am Ryder Cup
in Wales teilnehmen. Kapitän Colin Montgomerie und er denken
über ein Comeback des Schwaben
nach. „Es hängt natürlich vom
Captain ab, ob ich eine Wildcard
bekomme“, sagte Langer am Mittwoch, einen Tag vor der von ihm
selbst organisierten MercedesBenz-Championship in Pulheim.
TENNIS: Einzug ins US-Open-Viertelfinale nach starker Leistung gegen den Franzosen Monfils
Lange verletzter Nadal pirscht sich wieder an Federer heran
Andy Murray gegen Marin Cilic
(Kroatien) – bisher die größte Turnierüberraschung – schwang sich
der wiedererstarkte Nadal mit wilder Entschlossenheit und höchster
Konzentration zum echten Titelkandidaten auf. „Mein bestes Spiel
in New York kam genau im richtigen
Moment“, sagte der Mallorquiner,
der nach den US Open Murray nun
wieder von Platz zwei der Weltrangliste ablöst und damit auch schwarz
Foto: Getty Images/Dunant
1Über die ständigen Spätschichten im Arthur-Ashe-Stadion war
der Matador so erbost, dass sein
Management am Wochenende
sogar eine halboffizielle Beschwerde
beim US Open-Oberschiedsrichter
einreichte. Doch als Rafael Nadal
am Mittwoch knapp vor der Geisterstunde die riesige Betonschüssel
von Flushing Meadow verließ, da
hatte er im größten Tennisstadion
der Welt nicht nur sein schweres
Achtelfinale gegen den französischen Tennis-Schelm Gael Monfils
mit 6:7 (3:7), 6:3, 6:1 und 6:3 gewonnen, sondern in der prickelnden
Nachtshow auch zur alten Selbstsicherheit und Kampfintensität
zurückgefunden.
Acht Stunden nach der peinlichen 5:7, 2:6, 2:6-Pleite des an
Nummer zwei gesetzten Schotten
Großer Kämpfer: Rafael Nadal.
auf weiß der ernsthafteste Herausforderer von Roger Federer wird.
Als Nadal am Montag seine liebe
Müh und Not im Spiel gegen Landsmann Nicolas Almagro hatte und
auch noch auf dem Centre Court
wegen einer leichten Bauchmuskelzerrung behandelt wurde, da
schien seine Comeback-Mission
hier in New York nur von begrenzter
Dauer zu sein. Doch der klammheimlich Abgeschriebene zeigte in
der anfangs elektrisierenden, später
einseitigen Nachtvorstellung gegen
Monfils, welche Power und Durchschlagskraft wirklich in ihm steckt.
Die etwas fahrigen, hektischen
Auftritte der ersten Woche waren
weniger ein Qualitäts- als ein Kopfproblem: „Jetzt bin ich endlich voll
im Turnier drin. Die Unsicherheit
ist weg“, sagte Nadal.
Zum „ersten massiven Härtetest
für Nadal“ hatte Amerikas Tennislegende John McEnroe das Duell
gegen den quirligen Franzosen
erhoben und urteilte später eindeutig: „Das war eine Warnung an
die Konkurrenz.“ Und somit auch
an den Gegner im Viertelfinale, den
Chilenen Fernando Gonzalez.
Nadals Schläge haben zwar noch
nicht immer die gewohnte Präzision und Dynamik. Aber an seiner
Kampfkraft, an seiner Leidenschaft
und an seinem langen Atem für die
Grand-Slam-Ringschlachten im „Big
Apple“ sollten die lieben Kollegen
besser nicht zweifeln. „Spielt Nadal
wieder mit Zuversicht, dann wird er
auch von der körperlichen Frische
nach sechs Wochen Pause profitieren“, glaubt Altmeister Jimmy
Connors.
J Ö RG A L L M E ROT H
46
FORMEL 1
kicker, 10. September 2009
SEBASTIAN VETTEL: Seine Chance in Italien gegen die KERS-Autos
Stunde der Wahrheit in Monza
1Der letzte frische Renault-Motor
für Sebastian Vettel – und Vitantonio Liuzzi sitzt im „Wunderauto“
Force India, mit dem Ferrari-Nothelfer Giancarlo Fisichella vor
zehn Tagen Zweiter in Spa wurde!
Gesprächsstoff genug also vor dem
TV
Das Rennen: Live in RTL und
Sky Sport, Sonntag, 14 Uhr
Formel-1-Klassiker in Monza. Dort,
beim Italien-GP, feierte Vettel 2008
seine erste ganz große Sternstunde:
jüngster Rennsieger der Formel-1Geschichte mit nur 21 Jahren und
73 Tagen – bei strömendem Regen
im Königlichen Park von Monza.
Zwar sieht die sportliche Großwetterlage momentan nicht nach Vettel
aus, aber der Red-Bull-Youngster
schwört: „Ich will noch alle fünf
verbleibenden Rennen gewinnen
– und damit Weltmeister werden!“
Favorit am Sonntag ist freilich
Lewis Hamilton – dank KERS. Das
kinetische Energierückgewinnungssystem „bringt uns 0,4 Sekunden
pro Runde“, hat McLaren ausgerechnet. Das wären über 53 Runden
genau 21,2 Sekunden. Über eine
späte Sensation, KERS für die letzten Rennen an Bord zu nehmen, hat
auch Red Bull nachgedacht, die Idee
aber wieder verworfen: Das Mercedes-KERS ist mit 25 Kilogramm
wesentlich leichter als jenes von
Renault, „das aber nicht mehr weiterentwickelt wurde – und wir sind
natürlich auch von den Franzosen
abhängig“, verrät Teamberater
Dr. Helmut Marko vor dem immer
wahrscheinlicher werdenden Wechsel von Renault zu Mercedes. Neben
Ferrari und McLaren wird übrigens
Renault (mit Alonso und Grosjean)
erstmals seit dem vierten Saison-GP
Ende April in Bahrain KERS einsetzen. Allein der Sprint zur ersten
Schikane könnte für die damit ausgerüsteten Autos deutliche Vorteile
bringen.
Vettel fährt in Monza seinen achten und letzten Motor. Geht auch
der kaputt, drohen dem jungen
WM-Anwärter für den Rest der Saison Rückversetzungen in der Start-
aufstellung. Haltbarkeitssorgen wie
Vettel mit dem Renault-Triebwerk
in seinem Auto (in den OriginalRenault halten sie klaglos) kennt
Mercedes nicht. Sportchef Norbert
Haug verrät: „Jenson Button hat
2009 drei Rennen mit dem gleichen
Mercedes-Motor gewonnen!“ Jetzt
in Monza ist der britische WM-Leader der Hauptgegner für Vettel und
seinen Teamkollegen Mark Webber:
„Wir müssen die Brawn schlagen,
vor allem Button. Sein MercedesMotor hat zwar Vorteile, aber wir
hatten zuletzt in Spa das schnellste
Auto im Rennen!“ Diesmal aber
kommt’s ganz besonders auf den
Start an …
HEINZ PRÜLLER
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Erster Streich: Gemeinsam mit Toro-Rosso-Teamchef Gerhard Berger
freut sich Sebastian Vettel 2008 in Monza über seinen GP-Debütsieg.
GIANCARLO FISICHELLA: Harte Konkurrenz für den neuen Ersatzmann
Jetzt hat Ferrari fünf Top-Fahrer unter Vertrag
1Giancarlo Fisichella wird im
Monza-Autodrom diesmal ganz
sicher empfangen wie ein König!
„Der größte Wunsch meines Lebens
geht in Erfüllung: Ich darf in Monza
einen Ferrari fahren!“ Und nicht
nur in Monza: Der 36-Jährige hat
für drei Jahre unterschrieben und
wird Ferraris dritter Fahrer beziehungsweise Testpilot. Das verkündet Ferrari offiziell in Monza, genau
wie die Millionen-Partnerschaft mit
dem neuen spanischen Sponsor.
Die Banco Santander, bisher Geldgeber von Konkurrent McLaren,
zahlt für die nächsten drei Jahre an
Ferrari 80 und an Fernando Alonso
50 Millionen Euro.
Aber für Alonso heißt es noch:
Bitte warten! Denn Ferrari hat mo-
mentan zu viele Piloten: Felipe
Massa kann nach seinem BudapestUnfall vermutlich erst 2010 wieder
fahren. Er selbst spricht allerdings
vom Saisonfinale im November in
Abu Dhabi. Auch Michael Schumacher könnte für die Scuderia fahren,
wann immer er will. Mit Alonso gibt
es längst Vorverträge – und dazwischen hängt noch Kimi Räikkönen,
der für 2010 einen Vertrag hat. Jetzt
kommt auch Fisichella hinzu.
Zum ersten Mal seit 15 Jahren,
als Nicola Larini im KatastrophenRennen von Imola Zweiter wurde,
sitzt wieder ein Italiener im Ferrari,
von der Olympia-Eröffnungsfeier
in Turin 2006 mal abgesehen, als
der wegen schwacher Leistungen
nach nur zwei Rennen abgelöste
Ersatzfahrer Luca Badoer im roten
Renner Kreise drehte. Viele glauben
heute noch, dies sei ein verkleideter
Schumacher gewesen.
Unerwiderte Liebe – das galt
jahrelang für Ferrari und die italienischen Piloten. Alberto Ascari war
mit zwei WM-Titeln und 13 Siegen
Ferraris siegreichster Pilot bis zu
Niki Lauda (15 Siege). Der erklärt
das Warum: „Ganz einfach, weil im
richtigen Moment nie ein Italiener
da war. Ein italienischer Siegfahrer war schon immer ein Traum
von Ferrari. Aber was hätten sie
tun sollen, wenn ein Schumacher
zehnmal besser ist?“ Der Deutsche
siegte zwischen 1996 und 2006 in
nicht weniger als 72 Rennen für die
Unvergleichlichen.
H . P.
SPORTMAGAZIN
kicker, 10. September 2009
Hallo, Gert Trinklein.
kicker-MANAGERSPIEL
WAS MACHEN SIE EIGENTLICH?
COACHING-ZONE
Er bestritt 230 BL-Spiele
für Eintracht Frankfurt,
ist Kommunalpolitiker,
Wirt und Turnierchef.
DFB-Pokal. Sind Sie Ihrem Ex-Klub
noch irgendwie verbunden?
Trinklein: Ich bin ständiger Gast bei
den Spielen und sehr gut befreundet mit Vorstandschef Heribert
Bruchhagen, der die Tradition bei
der Eintracht pflegt. Aus sportlichen
Belangen halte ich mich raus.
kicker: Neben Franz Beckenbauer
und Gerd Müller waren Sie der
dritte deutsche Profi in den USA.
Hat sich der Ausflug zu den Dallas
Tornados nach Texas gelohnt?
Trinklein: Ich wollte eigentlich nie
weg aus Frankfurt, lag aber manchmal im Clinch mit meinen Trainern.
So nahm ich das Angebot aus
Amerika an. Es war eine ganz tolle
Sache, in New York oder anderen
vollen Stadien gegen Beckenbauer
oder Cruyff zu spielen.
kicker: Zu Ihrer Profizeit als Libero
der Eintracht waren Sie Mitinhaber eines Pubs. Ärgert es Sie, den
Spitznamen „Schoppe Gert“ nie losgeworden zu sein?
Trinklein: Warum? Der Name gehört
einfach zu mir. Und ein Frankfurter,
der keinen Schoppe trinkt …
kicker: Sind Sie selbst ab und an
noch mal am Ball?
Trinklein: Nur noch beim Golfen.
kicker: Ihr Handicap?
Trinklein: 11,0 – für einen Ex-Libero
ist das ganz gut. Willi Neuberger
ist bei der Eintracht unser Bester
mit 5,4. I N T E RV I EW: U L I G E R K E
Fotos: imago/Schüler, Mehrens, imago/Kraft, privat
kicker: Hallo, Herr Trinklein, wo
erwische ich Sie gerade?
Gert Trinklein (60): Im Brentanobad
beim Abbauen meines Biergartens.
Die Badesaison ist zu Ende.
kicker: Sie betreiben den „Brentanogarten“ im größten Freibad Europas. Stehen Sie hinter dem Tresen?
Trinklein: Seit Jahren, wann immer es
meine Zeit erlaubt.
kicker: Teilzeitgastronom sind Sie
nur in den Sommermonaten. Was
machen Sie den Rest des Jahres?
Trinklein: Ich habe seit 25 Jahren
eine Sportagentur, die im RheinMain-Gebiet auch Werbepartner
für Sport-Veranstaltungen sucht.
Highlight ist das Frankfurter Hallenturnier, das ich schon knapp
20 Jahre in Eigenregie organisiere.
kicker: Und Sie sind stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher im
Frankfurter Stadtparlament. Wie
kamen Sie in die Politik?
Trinklein: Durch den FDP-Stadtrat
Volker Stein. Ihn kenne ich, seit er
zum Abschluss des Studiums in den
70er Jahren bei der Eintracht ein
paar Tage mittrainierte. Er sprach
mich an, ob ich nicht Parteimitglied werden wollte. Drei Jahre
später sagte er mir, er hätte mich
als Kandidat für das Stadtparlament
vorgeschlagen.
kicker: Was sind Ihre Aufgaben?
Trinklein: Ich leite Plenarsitzungen,
repräsentiere die Stadt bei Empfängen, bin Mitglied im Sport-,
Umwelt- und Verkehrsausschuss.
kicker: Sie organisieren das Hallenfußballturnier. Muss die Veranstaltung durch die verkürzte Winterpause 2010 ausfallen?
Trinklein: Es ist schwieriger geworden, aber sie ist fest für 3. Januar
geplant. Die Eintracht, der FSV
und Kickers Offenbach sind dabei.
Mainz hat gerade abgesagt, weil die
05er ein Trainingslager vorziehen.
kicker: Was ist mit Felix Magath,
nimmt er diesmal mit Schalke teil?
Trinklein: Felix war zweimal mit dem
VfL Wolfsburg dabei und will auch
mit Schalke kommen. Dazu hoffe
ich, dass auch Bayer Leverkusen
noch zusagt. Es sieht gut aus.
kicker: Sie bestritten 230 Bundesligaspiele für die Eintracht und
holten zweimal mit Frankfurt den
Heute: Gert
Trinklein lebt
und arbeitet
in Frankfurt.
DIE DERZEIT FÜHRENDEN IM GESAMTRANKING
Managerspiel zur Bundesliga:
Punkte
Classic: Philipp Weigand (Wendelstein b. Nürnberg) 138
Interactive: Mathias Krych (Flensburg)
282
Managerspiel zur 2. Bundesliga:
Classic: Christian G. Kaiser (Mainz)
148
Interactive: Christoph Uecker (Erkrath/NRW)
273
Managerspiel zur 3. Liga:
Classic: Jörg Achache (Bad Wildbad/Baden-Wü.)
242
Interactive: Michael Korff (Köln)
400
Punktbester nach vier
Runden: Stefan Kießling.
MIT EIGENEM SONDERHEFT UM MEISTERTITEL UND POKAL
Auf einem Fußballturnier am Böllenfalltor in Darmstadt wurde 1991 der Grundstein
für einen mittlerweile traditionsreichen Zusammenschluss gelegt: Ingo Ommerborn (42) aus Kürten im Bergischen Land
überredete vier Freunde, mit ihm beim damals erstmalig
angebotenen kicker-Managerspiel mitzumachen – und seine
Idee fand sofort Anklang bei den Kumpels. Inzwischen messen sich neun Verwandte und Freunde Jahr für Jahr mit ihren
Teams, die Altersspanne bedeckt von 11 bis 66 Jahren mehrere Generationen. Neben ausgefeilten Regeln, die über die Zeit
kicker-Manager seit 18
Jahren: Ingo Ommerborn. ständig verbessert wurden, musste jeder Teilnehmer für seine
Mannschaft einen Namen sowie ein Teamwappen erfinden. Die meiste Arbeit macht sich
Gründer Ommerborn aber selbst: Sobald die Teams für die neue Saison stehen, bringt er
sein eigenes Sonderheft in bewährter kicker-Manier „auf den Markt“!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
DONNERSTAG, 10. SEPTEMBER:
Arnold Palmer (USA, Golf, 4 x Sieger US Masters, 1 x US Open, 2 x
British Open, 6 x Ryder Cup, 6 x
World Cup, 2 x World Match Play
Championships) wird 80 Jahre,
Harald Fritzsche (8 A f. d. DDR) 72,
Horst-Dieter Höttges (66 A, WM
1974, EM 1972) 66, Torsten May
(Box-OS 1992, WM 1991) 40.
FREITAG, 11. SEPTEMBER:
Klaus Gerwien (6 A) 69, Franz
Beckenbauer (103 A, WM 1974,
EM 1972, DFB-Teamchef 1984–90,
WM 90) 64.
SAMSTAG, 12. SEPTEMBER:
Irina Rodnina (UdSSR, Eiskunstlauf-OS 1972/1976/1980 Paarl., 10 x
WM) 60, Trainer Dieter Hecking 45,
Dirk Richter (Schwimm-WM 1982/
1986) 45, Trainer Mirko Slomka 42.
SONNTAG, 13. SEPTEMBER:
Trainer Frank Wormuth 49,
Manuel Friedrich (9 A) 30, Sonja
Lehmann (OS 2004 Hockey) 30.
MONTAG, 14. SEPTEMBER:
Günter Netzer (37 A, WM 1974, EM
1972) 65, Wolfgang Seguin (21 A für
die DDR) 64, Rainer Schlutter (5 A
für die DDR) 63, Trainer Helmut
Schulte 52, Hans Richter (15 A für
die DDR) 50, Sunday Oliseh (Nationalspieler Nigeria, OS 1996) 35,
Christopher Zeller (Hockey, OS
2008, WM 2006) 25.
DIENSTAG, 15. SEPTEMBER:
Michael Lameck (518 BL-Spiele für
Bochum) 60, Carola Zirzow (Kanu,
OS 1976 K1 500 m, 3 x WM) 55, Uwe
Zötzsche (38 A f. d. DDR) 49, Marcio
Santos (40 A f. Brasilien,WM 1994) 40.
MITTWOCH, 16. SEPTEMBER:
Ard Schenk (Niederl., EisschnellL., 3 x OS 1972, 3 x WM 1970–72) 65,
Dieter Riedel (4 A f. d. DDR) 62,
Karl-Heinz Tritschler (ehem. FIFASchiedsrichter) 60, Trainer Manuel
Pellegrini (1 A für Chile) 56, Trainer Josef Eichkorn 53, Karlheinz
Riedle (42 A, WM 1990) 44.
Am Montag im !
Der „Rebell am Ball“ wird 65
Gestern: Trinklein als Libero der
Eintracht mit langer Mähne.
47
Netzer: Das große Interview
Eine Klasse für sich
Alle Teams, alle Spieler, alle Daten, alle Fakten
Sämtliche Spielpläne und Statistiken
Große Hintergrund-Story über den Kultverein FC Liverpool
Jetzt für
nur 4,–
im Handel
Extras im Heft:
Europa League:
Alles über unsere Teams
Wende-Poster:
Lionel Messi & FC Barcelona
2999_0809_hg_af
Gewinnspiel:
3 Flachbild-Fernseher
44
REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
WOLFSBURG II: Tabellenspitze zurück erobert – Der Trainer dämpft die Euphorie
Köstner: „Die Jungs haben noch Potenzial nach oben“
Auswärtszähler. Noch vor dem Goslar-Spiel betonte der Wolfsburger
Trainer, das die Saison bisher „fast
optimal verlaufen ist. Um allerdings von einem guten Saisonstart
sprechen zu können, müssen wir
noch das eine oder andere Spiel
bestreiten, um ein abschließendes
Urteil bilden zu können“, so Köstner. Trotz der momentan guten
Situation sei die Zeit noch nicht
reif für den Aufstieg in die dritte
Liga. Als Grund nennt Köstner
unter anderem, dass sein Team die
sich bietenden Torchancen nicht
konsequent ausnutzen würde – so
wie in der ersten Halbzeit gegen
Goslar. „Da haben wir vor allem im
ersten Durchgang nicht zielstrebig
gespielt, teilweise zu überhastet
den Abschluss gesucht.“
Diese Schwächen will der Coach in
den nächsten Wochen durch intensives Training abstellen, „denn die
Jungs haben noch Potenzial nach
oben, sie müssen es nur abrufen“,
ist Köstner überzeugt. Der Trainer
scheint in der noch jungen Saison
PERSONALIEN
ST. PAULI II
VFB LÜBECK
Großkopfs Team muss Die Defensive bereitet
Lehrgeld zahlen
Baumgart Sorgen
Die Knieverletzung von Hendrik
Helmke (22) wurde als Meniskusschaden diagnostiziert und bereits
operiert. Der Mittelfeldspieler fällt
etwa vier Wochen aus +++ Rotsünder Marcel Gebers (23) erhielt für sein
Handspiel auf der Linie in Berlin die
obligatorische Sperre von einem
Pflichtspiel und fehlt am Samstag
gegen Hansa Rostock II.
VFC PLAUEN
Nach einem Achillessehnenriss ist
für Verteidiger Daniel Fahrenholz (29)
die Hinrunde vorzeitig beendet +++
Mittelfeldspieler Felix Bachmann (23)
wird mit einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk einige Wochen
ausfallen.
HERTHA BSC II
Torhüter Christopher Gäng (21) muss
mit einem Fußbruch längere Zeit
pausieren +++ Nach den Abstellungen zur U-19-Nationalmannschaft
sind die Defensivakteure Sebastian
Neumann (18) und Shervin RadjabaliFardi (18) wieder einsatzbereit.
TÜRKIYEMSPOR
Nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk ist Verteidiger Rocco Teichmann (23) ins Mannschaftstraining
zurückgekehrt.
Foto: Photowerk/Jäschke
1Vier Siege, zwei Unentschieden,
14 Punkte, Tabellenführung – so
liest sich die Bilanz des VfL Wolfsburg II nach sechs Spielen in der
Regionalliga. 14 geschossene Tore,
aber nur zwei Treffer in dieser noch
jungen Saison kassiert, auch das
sind derzeit Spitzenwerte in der
Liga. Am Dienstag siegte das Team
von Trainer Lorenz-Günther Köstner im Nachholspiel gegen Aufsteiger Goslarer SC 08 mit 4:0, eroberte
sich damit die Tabellenspitze von
Hannover 96 II zurück.
Trotz der guten Ausgangsposition tritt Wolfsburgs Trainer auf
die Euphoriebremse, sieht seine
Mannschaft noch nicht als Spitzenteam. Denn Köstner hat vor allem
die Teams aus den neuen Bundesländern auf dem Favoritenzettel.
Wie den 1. FC Magdeburg, den
Chemnitzer FC, den SV Babelsberg
03 und den Halleschen FC. Gegen
Babelsberg und Halle musste die
Wolfsburger Bundesliga-Reserve
schon ran, entführte beim SVB
(0:0) und dem HFC (2:2) wichtige
Viel Grund zum Jubeln: Wolfsburgs Mike Könnecke, Sergej Evljuskin und
Dennis Riemer (von links).
seine Startformation gefunden
zu haben. Fünf Spieler haben alle
sechs Begegnungen durchgespielt.
Und zwar mit Keeper Marvin Hitz
sowie der Abwehrkette mit Michael
Schulze, Daniel Reiche, Julian Klamt
und Sergej Karimow die gesamte
Defensivabteilung.Interessant ist,
dass Alexander Laas, von Armin Veh
ausgemusterter Profi, lediglich viermal eingewechselt wurde.
MAGDEBURG
DIE NORD-SPIELE
1Das unbeliebteste Kleidungsstück beim FC St. Pauli ist derzeit
die Mannschaftsführerbinde.
Der eigentliche Kapitän Matthias
Hinzmann zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Stellvertreter Dennis
Theißen verschuldete schon gegen
Lübeck zwei Gegentore und wurde
auch am Montag in Chemnitz zum
Pechvogel: Zunächst zog er sich bei
einem Zusammenprall eine Platzwunde am Kopf zu – und leistete
sich wenig später noch verwirrt
ein Handspiel im Strafraum. Der
Elfmeter leitete die Niederlage ein,
Theißens Auswechslung war nicht
nur medizinisch richtig.
Doch auch dem Vertreter-Vertreter erging es nicht besser: Kristofer
Laban sah beim 0:3 schlecht aus
– wie die gesamte Hintermannschaft, die einmal mehr Lehrgeld
zahlen musste. „Wir wussten, dass
wir noch viel lernen müssen“, sagte
Trainer Jörn Großkopf. Die nächste
Gelegenheit dazu gibt es gegen den
Tabellenführer Wolfsburg – dann
aber wohl mit mehr Unterstützung
aus dem Zweitligakader. Spannend,
wer dann die Binde trägt . . .
1Nach verpatztem Saisonstart mit
nur drei Punkten aus vier Spielen
wähnt sich der 1. FC Magdeburg
nach zuletzt zwei deutlichen Siegen
gegen Plauen und Wilhelmshaven
sowie 9:3 Toren im Aufwind. Doch in
den nächsten drei Spielen beim SV
Babelsberg, gegen Hannover 96 II
und beim Halleschen FC folgt nun
die Nagelprobe. Trainer Steffen
Baumgart warnte denn auch nach
dem klaren Erfolg gegen Wilhelmshaven: „Wir dürfen das 5:2 nicht
überbewerten.“
Während der 37-Jährige mit den
Offensivleistungen zuletzt zufrieden war, zeigt die Defensive, einschließlich der neuen Nummer 1
im Tor, Matthias Tischer, zuletzt
doch einige Aussetzer. Ausgezahlt
hat sich die Abkehr von der Doppel-Sechs und Ausrichtung auf ein
4-3-2-1-System mit den Neuzugängen Tüting und Fuchs hinter der
einzigen Spitze Radovan Vujanovic,
der mit sechs Treffern in sechs Spielen zurzeit die Torjäger-Liste in der
Nord-Staffel anführt. Präsident Volker Rehboldt: „Wir fahren jetzt nach
Babelsberg, um zu gewinnen.“
H A R A L D B O RC H A R D T
H A N S - J OAC H I M M A L L I
D I E T E R K R AC H T
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II 4:0 (1:0)
Chemnitz: Pentke – Reinhardt, Richter,
Thönelt, T. Becker – Emmerich – Garbuschewski, Vrtelka (83. Nowak), Löwe (70.
Boltze) – D. Jansen (80. Benduhn), Hampf –
Trainer: Schädlich
St. Pauli: Schenk – Browarczyk, Krause,
Theißen (46. Heysen), Biermann – Laban,
Winkel, Kalla, Filipovic (52. Wacker) –
Pichinot (70. Kurczynski), Zekiri – Trainer:
Großkopf
Tore: 1:0 Richter (30., HE), 2:0 D. Jansen
(47.), 3:0 Richter (62.), 4:0 Hampf (80.) –
SR: Schmickartz (Berlin) – Zuschauer:
3630 – Gelbe Karten: Hampf – Theißen –
Gelb-Rote Karte: Krause (43.)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 4:0 (1:0)
Wolfsburg: Hitz – M. Schulze, Reiche,
Klamt, Karimow – S. Yilmaz (78. Beismann), Ziehl (67. Ahlschwede), Evljuskin,
Riemer – Könnecke, Klos (64. Polter) –
Trainer: Köstner
Goslar: Möhlenbrock – Wilking, Doll (54.
Vranic), Kolm, Endres – Bormann (65.
Podolczak), Uluisik (59. José Silva), Dähling, Lipke – Fischer, Szweda – Trainer: Barjaktarevic
Tore: 1:0 S. Yilmaz (10.), 2:0 Ziehl (56.),
3:0 Riemer (60.), 4:0 Polter (83.) – SR:
Siebert (Berlin) – Zuschauer: 397 – Gelbe
Karten: Podolczak, Wilking, Dähling
44
REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
SAARBRÜCKEN: Mit viel Selbstvertrauen zum Derby nach Mannheim
PERSONALIEN
Petry: „Ich freue mich auf den Sonntag“
1. FC KAISERSLAUTERN II
Das Sportgericht des Deutschen
Fußball-Bundes (DFB) hat auf die
Krawalle beim Südwest-Derby
zwischen Waldhof Mannheim
und Kaiserslautern II (2.9.) reagiert und zunächst das Urteil
gegen die Zweite Mannschaft des
FCK ausgesprochen. Die muss
das nächste Heimspiel gegen
Bayer 04 Leverkusen II (18.9.)
unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Darüber hinaus
verhängte das DFB-Sportgericht eine Geldstrafe in Höhe
von 20 000 Euro. Während der
Partie wurde im FCK-Fanblock
Pyrotechnik abgebrannt und auf
den Platz geworfen. Das Spiel
musste daraufhin für 20 Minuten
unterbrochen werden. Der 1. FC
Kaiserslautern hat dem Urteil am
Mittwoch zugestimmt.
1Drei Siege hat die Mannschaft
des 1. FC Saarbrücken in den letzten vier Regionalligaspielen errungen und sich somit etwas von den
hinteren Rängen abgesetzt. Vor der
Reise zum Südwest-Derby nach
Mannheim wurde durch den 2:0Erfolg über das Team von Borussia
Mönchengladbach II noch mal
richtig Selbstvertrauen getankt.
Mit Marcus Mann (Faserriss
in der Leiste) könnte zudem ein
wichtiger Spieler in die Mannschaft
zurückkehren. Mittelfeldakteur
Nabil Dafi hatte gegen die Zweite
Mannschaft der Gladbacher einen
gelungenen Saisoneinstand und
wird wohl in der Startformation
bleiben, in der mit Michael Petry ein
Ex-Mannheimer im Sturm gesetzt
ist. „Ich habe beim VfR Mannheim
gespielt und bin in Ludwigshafen
groß geworden, deshalb freue ich
mich besonders auf den Sonntag“,
bekundet der 33-Jährige, der schon
im 20 Kilometer von Mannheim
entfernten Sandhausen mit seinem
Sturmpartner Velimir Grgic zusam-
menspielte. Auch Nico Weißmann,
der in Abwesenheit des weiterhin
gesperrten Kapitäns Marcel Rozgonyi und dessen Stellvertreter Marcus Mann die Kapitänsbinde trug
hat mittlerweile seine Leistung auf
Regionalliga-Niveau stabilisiert. Der
MANNHEIM
ALZENAU
FRANKFURT II
DIE NORD-SPIELE
Laib plant schärfere
Einlasskontrollen
Veisoglu kommt von
Fenerbahce Istanbul
Jetzt steht Keeper
Kolke im Blickpunkt
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II 4:0 (1:0)
1Die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken steht unter besonderer
Aufsicht des DFB. Nach der Krawallnacht von Mannheim im Anschluss
an das Regionalligaspiel gegen den
1. FC Kaiserslautern II am 2. September will der Verband erst nach
dem zweiten Südwest-Derby innerhalb von elf Tagen Anklage gegen
den SV Waldhof wegen „Vernachlässigung der Platzaufsicht“ erheben.
Vor dem Risiko-Spiel gegen
den FCS hat Bürgermeister Christian Specht neben Vertretern der
Stadt, des Verkehrsbundes und
des Vereins auch die Polizei sowie
Sicherheits- und Rettungsdienste
zu einer Sicherheitsbesprechung
eingeladen. Für SVW-Geschäftsführer Andreas Laib ist klar, „dass die
Einlasskontrollen verstärkt werden
müssen. Es gilt zu verhindern, dass
noch einmal wie zuletzt rund 400
Personen das Sicherheitspersonal
überrennen und so ohne Kontrolle
und Eintrittskarte in den Gästeblock
gelangen.“ Aus Saarbrücken werden
1000 bis 2000 Zuschauer erwartet.
„Im Vorverkauf“, so Laib, „wurden
jedoch nur rund 300 Gästekarten
verkauft.“
RO N A L D D I N G
1Sebastian Popp, Spielmacher
des FC Bayern Alzenau, war nach
der 1:3-Niederlage gegen Eintracht
Frankfurt II bedient: „Ich glaube,
dass wir vier Spiele am Stück absolvieren könnten, ohne ernsthaft Torgefahr zu entwickeln.“
Vielleicht auch ein Grund, weshalb der Regionalligist noch einmal
auf dem Transfermarkt zugeschlagen hat. Am Montag wurde bekannt,
dass die Unterfranken den ehemaligen türkischen U-19-Junioren-Nationalspieler Cengiz Veisoglu (19) von
Fenerbahce Istanbul II verpflichtet
haben. Der beidfüßige Stürmer
spielte bis zu seinem 16. Lebensjahr beim FSV Frankfurt, bevor er
von Fenerbahce verpflichtet wurde.
Alzenau-Manager Alois Sambeth
bestätigte auf Anfrage des kicker,
dass Veisoglu, der bereits seit einer
Woche bei den Bayern im Training
ist, einen Vertrag unterschrieben
hat. Allerdings hat der Stürmer
noch keine Freigabe des türkischen
Fußballverbandes. Ein Einsatz des
neuen Hoffnungsträgers am Samstag gegen den 1. FC Bamberg ist
daher eher unwahrscheinlich.
1„Unser Spiel steht und fällt mit
den Abstellungen von Profis“,
erläuterte Trainer Frank Leicht
nach dem 3:1-Sieg in Alzenau.
Eine nicht ganz sattelfeste These
des 37-Jährigen. Zwar waren beim
3:1 in Alzenau Markus Steinhöfer,
Faton Toski und Marcel Heller nach
dem 0:1-Rückstand maßgeblich am
Umschwung beteiligt. Und auch
beim 1:0-Sieg über Pfullendorf markierte mit Sebastian Jung, der sich
Chancen auf eine Teilnahme bei der
U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten
ausrechnen kann, ein Profi das „goldene“ Tor. Doch bei der einzigen
Pleite (0:1 in Fürth) standen mit
Zlatan Bajramovic, Heller, Jung und
Toski gleich vier Akteure aus dem
Bundesliga-Kader in der Startelf.
Nach der Verletzung von Keeper
Andreas Rössl (Mittelfußbruch)
steht nun der von Viktoria Aschaffenburg verpflichtete Markus Kolke
im Blickpunkt. „Wir vertrauen ihm
natürlich, deswegen haben wir ihn
ja geholt. Markus ist ein talentierter
Torhüter“, sagt Koordinator Holger
Müller über den 19-Jährigen, der
vor seinem Regionalliga-Debüt
steht.
S T E FA N F R I TS C H I
designierte Stammtorwart Enver
Marina spielte am vergangenen
Wochenende zwar wieder in der
Reserve, kommt aber noch nicht
am zuletzt fehlerfrei aufspielenden
Youngster Michael Müller (20) vorbei.
HORST FRIED
Foto: Schlichter
SPVGG GREUTHER FÜRTH II
Kehrt zur einstigen Wirkungsstätte zurück und freut sich auf das
Südwest- Derby: Saarbrückens Stürmer Michael Petry.
MICHAEL HEIL
Torhüter Max Grün (22) wurde nach
seiner Roten Karte aus dem Spiel
gegen Hessen Kassel für zwei
Ligaspiele gesperrt und muss
somit im Derby gegen den 1. FC
Nürnberg II aussetzen.
Chemnitz: Pentke – Reinhardt, Richter,
Thönelt, T. Becker – Emmerich – Garbuschewski, Vrtelka (83. Nowak), Löwe (70.
Boltze) – D. Jansen (80. Benduhn), Hampf –
Trainer: Schädlich
St. Pauli: Schenk – Browarczyk, Krause,
Theißen (46. Heysen), Biermann – Laban,
Winkel, Kalla, Filipovic (52. Wacker) –
Pichinot (70. Kurczynski), Zekiri – Trainer:
Großkopf
Tore: 1:0 Richter (30., HE), 2:0 D. Jansen
(47.), 3:0 Richter (62.), 4:0 Hampf (80.) –
SR: Schmickartz (Berlin) – Zuschauer:
3630 – Gelbe Karten: Hampf – Theißen –
Gelb-Rote Karte: Krause (43.)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 4:0 (1:0)
Wolfsburg: Hitz – M. Schulze, Reiche,
Klamt, Karimow – S. Yilmaz (78. Beismann), Ziehl (67. Ahlschwede), Evljuskin,
Riemer – Könnecke, Klos (64. Polter) –
Trainer: Köstner
Goslar: Möhlenbrock – Wilking, Doll (54.
Vranic), Kolm, Endres – Bormann (65.
Podolczak), Uluisik (59. José Silva), Dähling, Lipke – Fischer, Szweda – Trainer: Barjaktarevic
Tore: 1:0 S. Yilmaz (10.), 2:0 Ziehl (56.),
3:0 Riemer (60.), 4:0 Polter (83.) – SR:
Siebert (Berlin) – Zuschauer: 397 – Gelbe
Karten: Podolczak, Wilking, Dähling
44
REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
CHEMNITZ: Das Torhüterproblem scheint mit dem Ex-Cottbusser gelöst
PERSONALIEN
Neuzugang Pentke macht den Unterschied
HERTHA BSC II
1Er kam, sah und siegte. Mit der
Verpflichtung von Philipp Pentke
scheint dem Chemnitzer FC ein
Glücksgriff gelungen zu sein. Nach
nur drei Trainingseinheiten stand
der 24-Jährige am Montag beim
4:0-Sieg gegen den FC St. Pauli II
zwischen den Pfosten und machte
seine Sache ausgezeichnet, wie
auch der ansonsten kritische Trainer
Gerd Schädlich bemerkte. Der Neuzugang von Energie Cottbus, wo er
in der zweiten Mannschaft spielte,
verhinderte mit Glanzparaden
einen frühen Rückstand gegen die
Hamburger und gab insgesamt mit
seiner Ruhe und Sachlichkeit der
CFC-Abwehr die nötige Sicherheit.
„Die Chemnitzer haben sich lange
und intensiv um mich bemüht. Ich
hoffe, ich kann ihnen das Vertrauen
zurückzahlen“, sagte der gebürtige
Freiberger, der auch am Freitag im
Auswärtsspiel bei Hertha BSC II
wieder im Tor stehen wird. Mit der
Verpflichtung von Pentke haben
die Himmelblauen offenbar ihr
Torhüter-Problem gelöst. Denn der
bisherige Stammkeeper Sebastian
Klömich wirkte oftmals unsicher
und hatte damit Anteil daran, dass
in Wilhelmshaven (2:2) und gegen
Halle (1:1) keine Siege, sondern nur
jeweils ein Unentschieden erreicht
wurde.
MAGDEBURG
PLAUEN
Auch zwei andere Neuzugänge
machen beim CFC derzeit eine gute
Figur. Stürmer David Jansen erzielte
gegen St. Pauli seinen vierten Saisontreffer und Andreas Richter als
Abwehrspieler seinen dritten.
VFC PLAUEN
J E N S WO H LG E M U T H
Mit einem Achillessehnenriss ist
für Verteidiger Daniel Fahrenholz (29)
die Hinrunde vorzeitig beendet.
Mittelfeldspieler Felix Bachmann
(23, Bänderriss im Sprunggelenk)
fehlt einige Wochen.
TÜRKIYEMSPOR
Verteidiger Rocco Teichmann (23,
Bänderriss) ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
Foto: picture point
SV BABELSBERG 03
Überzeugte bei seinem Einstand: Torhüter Philipp Pentke, der erst vor
einer Woche von Energie Cottbus II nach Chemnitz kam.
TENNIS BORUSSIA
Andreev: Dürfen nicht Trainer Herbst hat
Präsident Rehboldt
große Personalnot
fordert Sieg beim SVB in Hektik verfallen!
1Nach verpatztem Saisonstart mit
nur drei Punkten aus den ersten
vier Spielen wähnt sich der 1. FC
Magdeburg nach zuletzt zwei deutlichen Siegen mit einem Torverhältnis von 9:3 im Aufwind. Doch in
den nächsten drei Spielen beim SV
Babelsberg, gegen Hannover II und
beim Erzfeind Hallescher FC folgt
nun die Nagelprobe.
Während Trainer Steffen Baumgart mit den Offensivleistungen
zuletzt mehr als zufrieden war,
zeigte die Defensive, einschließlich der neuen Nummer eins im
Tor, Matthias Tischer, zuletzt doch
einige Aussetzer. Ausgezahlt hat sich
offensichtlich die Abkehr von der
Doppel-Sechs und Ausrichtung auf
ein 4-3-2-1-System mit den Neuzugängen Tüting und Fuchs hinter der
einzigen Spitze Vujanovic, der mit
sechs Treffern die Torjägerliste in
der Nordstaffel anführt.
Präsident Volker Rehboldt, dem
der Zuschauerschwund in der heimischen MDCC-Arena nicht verborgen blieb, fordert denn auch
unmissverständlich: „Wir fahren
jetzt nach Babelsberg, um dort zu
gewinnen.“ H . - J OAC H I M M A L L I
Torhüter Christopher Gäng (21)
muss mit einem Fußbruch, den
er im Spiel beim FC St. Pauli II
erlitten hat, längere Zeit pausieren. Derzeit fällt auch Abwehrchef Christian Schalle (23) mit einer
Adduktorenzerrung aus.
1Der Kopfballtreffer von Carsten
Paulik (28) konnte zwar nicht verhindern, dass der VFC weiter die
Rote Laterne innehat, doch der
Ausgleichstreffer des Kapitäns, der
das verdiente Unentschieden beim
Hamburger SV II sicherte, nährt in
Plauen die Hoffnung auf bessere
Zeiten. „Wir sind nach dem Rückstand nicht auseinander gefallen,
haben weiter geduldig gespielt,“
stellt Hermann Andreev das Positive
aus dieser Partie heraus. „Ein Punkt
der Moral“, betont Mittelfeldspieler Robert Böhme, „vor allem nach
der schweren Verletzung von Daniel
Fahrenholz.“
Nun soll endlich der erste Sieg
her. Gegen die Überraschungsmannschaft der Stunde Türkiyemspor geht es nach drei Heimniederlagen in Folge auch darum,
verlorenen Kredit bei den eigenen
Anhängern zurück zu gewinnen.
Trainer Andreev weiß: „Die Erwartungen sind natürlich hoch. Wir
dürfen wie beim HSV nicht in Hektik
verfallen. Hektik ist ein schlechter
Ratgeber. Türkiyem ist gut gestartet
und hat nichts zu verlieren.“ Der
VFC umso mehr. M A RT I N E I S E N
1Der gute Saisonstart der LilaWeißen hat Spuren hinterlassen.
Für Trainer Thomas Herbst höchst
unerfreuliche. Erst erwischte es
im Training Benjamin Griesert.
Der Flügelflitzer fällt mit einem
Kreuzbandriss sechs Monate aus.
Mittelfeldspieler Felix Below traf es
in Babelsberg: sechs Wochen Pause
aufgrund einer Knöchelabsplitterung im Sprunggelenk. Schließlich
musste Gökhan Ahmetcik gegen
Hannover mit einem Bänderanriss
im Knie vorzeitig vom Feld. Der Verteidiger wird vier Wochen fehlen.
„Es sind alles Akteure, die in der
Kürze der Zeit nicht zu ersetzen
sind“, stöhnt Herbst, „den guten
Start haben wir uns teuer erkauft.“
Der Trainer erwägt nun einen Systemwechsel, „da nicht alle mit einer
Doppelsechs spielen können. Wir
müssen jetzt irgendwie über die
Runden kommen, mit der Eichhörnchenmethode nötige Punkte
sammeln. Ein Unentschieden in
Halle wäre ein Superergebnis“, so
der Trainer, der außerdem noch
um den Einsatz von Verteidiger
Alexander Jakowitz bangt, den eine
Zerrung plagt.
M A RT I N E I S E N
Für seine Rote Karte aus der Partie gegen Tennis Borussia wurde
Verteidiger Ronny Surma (21) mit
einer Einspielsperre belegt, die
er in Meuselwitz abgesessen hat.
Torschütze zum 2:0 beim ZFC
war Ümit Ergirdi (27) und nicht wie
gemeldet Anton Müller (25).
DIE NORD-SPIELE
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II 4:0 (1:0)
Chemnitz: Pentke – Reinhardt, Richter,
Thönelt, T. Becker – Emmerich – Garbuschewski, Vrtelka (83. Nowak), Löwe (70.
Boltze) – D. Jansen (80. Benduhn), Hampf –
Trainer: Schädlich
St. Pauli: Schenk – Browarczyk, Krause,
Theißen (46. Heysen), Biermann – Laban,
Winkel, Kalla, Filipovic (52. Wacker) –
Pichinot (70. Kurczynski), Zekiri – Trainer:
Großkopf
Tore: 1:0 Richter (30., HE), 2:0 D. Jansen
(47.), 3:0 Richter (62.), 4:0 Hampf (80.) –
SR: Schmickartz (Berlin) – Zuschauer:
3630 – Gelbe Karten: Hampf – Theißen –
Gelb-Rote Karte: Krause (43.)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 4:0 (1:0)
Wolfsburg: Hitz – M. Schulze, Reiche,
Klamt, Karimow – S. Yilmaz (78. Beismann), Ziehl (67. Ahlschwede), Evljuskin,
Riemer – Könnecke, Klos (64. Polter) –
Trainer: Köstner
Goslar: Möhlenbrock – Wilking, Doll (54.
Vranic), Kolm, Endres – Bormann (65.
Podolczak), Uluisik (59. José Silva), Dähling, Lipke – Fischer, Szweda – Trainer: Barjaktarevic
Tore: 1:0 S. Yilmaz (10.), 2:0 Ziehl (56.),
3:0 Riemer (60.), 4:0 Polter (83.) – SR:
Siebert (Berlin) – Zuschauer: 397 – Gelbe
Karten: Podolczak, Wilking, Dähling
44
REGIONALLIGA
kicker, 10. September 2009
MANNHEIM
ESSEN: Schlechte Torausbeute als Hauptproblem
PERSONALIEN
Laib plant schärfere
Einlasskontrollen
Strunz fordert Vertrauen und Geduld
BOR. MÖNCHENGLADBACH II
1Das Südwestderby des SV Waldhof Mannheim gegen den 1. FC
Saarbrücken steht nach der Krawallnacht vom 2. September unter
besonderer Aufsicht des DFB. Weil
vor einer Woche gegen Kaiserslautern II (0:2) wiederholt Pyrotechnik
abgebrannt und auch auf den Platz
geworfen wurde, hatte Schiedsrichter Tobias Welz die Partie für
20 Minuten unterbrochen. Danach
kam es zu Ausschreitungen, Randalierer aus Kaiserslautern verursachten im Fanblock Schäden in Höhe
von rund 35 000 Euro.
Der FCK wurde vom DFB bereits
mit einer Geldstrafe von 20 000
Euro und einer Zuschauersperre
am 18. September gegen Leverkusen II bedacht. Gegen Waldhof will
der Verband Anklage wegen „Vernachlässigung der Platzaufsicht“
erheben. Für SVW-Geschäftsführer Andreas Laib ist klar, „dass die
Einlasskontrollen verstärkt werden
müssen. Es gilt zu verhindern, dass
noch einmal rund 400 Personen das
Sicherheitspersonal überrennen
und so ohne Kontrolle und Eintrittskarte in den Gästeblock gelangen.“
Auch von der Polizei wurden hohe
Sicherheitsvorkehrungen beschlossen. Aus Saarbrücken werden 1000
bis 2000 Zuschauer angekündigt.
1Die Nervosität
an der Hafenstraße
steigt. Der Fehlstart mit nur sieben
Punkten bleibt nicht
ohne Wirkung. „Von
unserem Abschneiden sind wir alle
enttäuscht“, sagt Teamchef Thomas
Strunz (Bild), fordert aber Vertrauen
und Geduld für den von ihm neu
zusammengestellten Kader ein.
„Unser Hauptproblem ist, dass
wir aus unseren zahlreichen Möglichkeiten bisher zu wenig Kapital
geschlagen haben. Mit nur drei
Toren mehr würde es die ganze Diskussion nicht geben“, betont Strunz
und fügt hinzu: „Die Saison nach
nur sechs Spieltagen abzuhaken
hilft uns nicht weiter. Ich glaube an
diese Mannschaft, die das Vertrauen
mit Leistung zurückzahlen wird.“
Darauf hofft auch Vorsitzender
Stefan Meutsch, zieht aber ein deutlich ernüchterndes Zwischenfazit:
„Es ist doch selbstverständlich, dass
wir uns Gedanken darüber machen,
ob wir – angesichts der bisher
gezeigten Leistungen – unsere Ziele
in dieser Saison erreichen können.
Ein überzeugender Sieg gegen Köln
wäre die beste Therapie, um wieder
zuversichtlicher in die Zukunft zu
blicken.“
R A L F D E B AT
LOTTE: Walpurgis baut auf bewährte Startelf
Thamm warnt vor zu viel Euphorie
1Nach ihrer starken Rückrunde in
der vergangenen
Spielzeit mischen
die Sportfreunde
Lotte in dieser Saison kräftig in der Spitze mit und
sind neben Bochum als einzige
Mannschaft noch unbesiegt. Auch
die zurückliegenden englischen
Wochen mit fünf Pflichtspielen in
13 Tagen (Meisterschaft und Verbandspokal) brachten sie nicht aus
dem Gleichgewicht.
Trainer Maik Walpurgis kann
im Spitzenspiel am Freitag gegen
Aufsteiger Fortuna Düsseldorf II
zum siebten Mal in Folge mit der
gleichen Startaufstellung beginnen.
Trotz aller Euphorie aber bleibt man
in Lotte auf dem Boden. Innenverteidiger Alexander Thamm (Bild)
hebt warnend den Zeigefinger:
„Natürlich wünschen sich alle,
dass es so weitergeht. Aber das
kann auch ganz schnell kippen. Wir
müssen auf der Hut sein.“
BOCHUM II
LEVERKUSEN II
MÜNSTER
Spielführer Prokoph
ist ein echtes Vorbild
Kirsten vermisst den
typischen Knipser
Schmidt: „Gegen Bonn
müssen wir nachlegen“
1Neben Lotte ist der VfL Bochum II
in der Regionalliga West noch ungeschlagen. „Die Spiele sind aber alles
andere als ein Spaziergang. Wir
müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten“, will Trainer Nico Michaty
den Saisonstart nicht überbewerten. Doch der VfL präsentiert sich
bislang als Einheit und lässt sich
auch durch Rückstände nicht aus
dem Konzept bringen. Die Innenverteidigung um Patrick Fabian und
Jonas Acquistapace ließ bisher erst
drei Gegentreffer zu. „Ein Verdienst
der gesamten Mannschaft, einer
arbeitet für den anderen“, erklärt
Michaty und denkt dabei an Spielführer Roman Prokoph, der sich in
der Offensive aufopfert und als Leader auf dem Platz fungiert. Davon
profitiert auch Mirkan Aydin, der
neben Prokoph im Angriff richtig
aufblüht.
M A RT I N J AG U S C H
1Sechs Spiele, vier Punkte, Platz
17: Der Blick auf die Tabelle kommt
für Ulf Kirsten einem Gute-LauneKiller gleich. „Der Start ist gründlich
misslungen. Aufwand und Ertrag
stehen in keinem Verhältnis“, meint
der Bayer-Coach nach den Niederlagen in Bochum, gegen Worms und
zuletzt in Mainz. Immerhin zeigten die Leverkusener beim 0:2 am
Bruchweg ihre bislang beste Leistung, was Kirsten Hoffnung macht,
dass gegen die starken Elversberger
etwas herausspringt.
„Wir müssen aufpassen, dass
wir nicht abgehängt werden“, sagt
der frühere Torjäger, der gerade im
Angriff die Probleme sieht, „weil uns
ein Knipser fehlt“. Zumindest ist
die Offensiv-Auswahl wieder etwas
größer, wenn Richard Sukuta-Pasu
und Tevfik Köse von ihren Nationalteams zurück sind. R A L PH E L S E N
1Für die Preußen ist es unerheblich, ob sie gegen den Spitzenreiter
oder den Tabellenletzten spielen.
Nach verpatztem Saisonstart stehen
sie jetzt umso mehr unter Erfolgsdruck. „Unser Sieg in Düsseldorf
war psychologisch sehr wichtig,
aber er kann nur ein kleiner und
bescheidener Anfang sein. Gegen
Bonn müssen wir nachlegen“, fordert Trainer Roger Schmidt vor dem
Heimspiel gegen das noch sieglose
Schlusslicht.
Für den als Aufstiegsaspiranten
gestarteten SCP geht es zunächst
um den Sprung ins Mittelfeld der
Tabelle. In Düsseldorf verbannte
Schmidt alle sechs Neuzugänge auf
die Bank, er wollte ein Zeichen setzen und griff in seiner Not zu dieser
ungewöhnlichen Maßnahme. Gegen
Bonn ist erneut mit Veränderungen
zu rechnen.
G E R D S T E PH A N
RO N A L D D I N G
ALFRED STEGEMANN
Torhüter Frederic Löhe (21) wurde
nach einer Tätlichkeit im Spiel
gegen Saarbrücken für zwei Partien gesperrt. Gegen Verl fehlt
auch Tony Jantschke (19, Gelb-Rot).
SC VERL
Torhüter Milos Mandic (24) leidet an
einer Mandelentzündung. Marco
Kaminski (25) und Julian Schmidt
(23) nahmen das Lauftraining auf.
PREUSSEN MÜNSTER
Beim Landesligisten TuS Hiltrup
gewann der SCP mit 4:0 (Tore:
Assauer, Pollok, Erzen, Möllering).
FC SCHALKE 04 II
Denis Lapaczinski (27, nach Gehirnerschütterung), Maurice Kühn (20,
Anriss des Syndesmosebandes)
und Danny Latza (19, Mittelfußbruch) fallen aus.
ROT-WEISS ESSEN
Der Einsatz von Sascha Mölders (24,
Entzündung im Sprunggelenk)
gegen Köln ist fraglich. Etwas
besser sieht es bei Finn Holsing (24,
Bluterguss in der Wade) aus.
DIE NORD-SPIELE
Chemnitzer FC – FC St. Pauli II 4:0 (1:0)
Chemnitz: Pentke – Reinhardt, Richter,
Thönelt, T. Becker – Emmerich – Garbuschewski, Vrtelka (83. Nowak), Löwe (70.
Boltze) – D. Jansen (80. Benduhn), Hampf –
Trainer: Schädlich
St. Pauli: Schenk – Browarczyk, Krause,
Theißen (46. Heysen), Biermann – Laban,
Winkel, Kalla, Filipovic (52. Wacker) –
Pichinot (70. Kurczynski), Zekiri – Trainer:
Großkopf
Tore: 1:0 Richter (30., HE), 2:0 D. Jansen
(47.), 3:0 Richter (62.), 4:0 Hampf (80.) –
SR: Schmickartz (Berlin) – Zuschauer:
3630 – Gelbe Karten: Hampf – Theißen –
Gelb-Rote Karte: Krause (43.)
VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 4:0 (1:0)
Wolfsburg: Hitz – M. Schulze, Reiche,
Klamt, Karimow – S. Yilmaz (78. Beismann), Ziehl (67. Ahlschwede), Evljuskin,
Riemer – Könnecke, Klos (64. Polter) –
Trainer: Köstner
Goslar: Möhlenbrock – Wilking, Doll (54.
Vranic), Kolm, Endres – Bormann (65.
Podolczak), Uluisik (59. José Silva), Dähling, Lipke – Fischer, Szweda – Trainer: Barjaktarevic
Tore: 1:0 S. Yilmaz (10.), 2:0 Ziehl (56.),
3:0 Riemer (60.), 4:0 Polter (83.) – SR:
Siebert (Berlin) – Zuschauer: 397 – Gelbe
Karten: Podolczak, Wilking, Dähling
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Seele and Geist
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