close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

200111106 MT Wie man in einer Gemeinde profitiert.docx

EinbettenHerunterladen
1
Hauptgedanken der Predigt vom 06. November 2011
gehalten von Matthias Theis im Christlichen Zentrum Buchegg
Thema: Wie man in einer Gemeinde profitiert
Bibeltext: Johannes 21, 15-17
Der Titel ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich; ohne Zweifel kein alltäglicher Titel. Ich
stelle Folgendes fest: Es würden kaum Menschen immer wieder gezogen werden, wenn
sie nicht den Eindruck hätten, in einer Gemeinde werde man wirklich gesegnet. Da kann
man etwas erleben, und da kommt man vorwärts.
Es braucht, damit man in einer Gemeinde profitiert, eigentlich zwei Dinge. Es braucht auf
der einen Seite Menschen, die vorangehen, Pastoren, die Gott gebraucht, und es braucht
Menschen, die mitgehen. In der Bibel finden wir dieses Bild des Hirten und der Herde.
Wir wollen dieses einfache Prinzip heute Morgen miteinander betrachten. Wir wollen
zuerst einmal über den Pastor sprechen. Was ist eigentlich die Aufgabe des Pastors aus
der Sicht Gottes? Wir lesen Apostelgeschichte 9,1-5: „Saulus führte weiterhin einen
wütenden Kampf gegen die Jünger des Herrn. Er drohte ihnen mit dem Tod und war
entschlossen, die Gemeinde auszurotten. Auch in Damaskus wollte er die Anhänger
der neuen Lehre aufspüren, um sie alle – Männer wie Frauen – in Ketten nach
Jerusalem zu bringen. Zu diesem Zweck wandte er sich an den Hohepriester und bat
ihn um Briefe mit einer entsprechenden Bevollmächtigung, die er den Synagogen in
Damaskus vorlegen wollte. Als er nun nach Damaskus unterwegs war und die Stadt
schon fast erreicht hatte, leuchtete plötzlich vom Himmel her ein Licht auf. Von allen
Seiten umgab ihn ein solcher Glanz, dass er geblendet` zu Boden stürzte. Gleichzeitig
hörte er, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? – „Wer
bist du, Herr?“, fragte Saulus. Die Stimme antwortete: „Ich bin der, den du verfolgst;
ich bin Jesus.“
Was Saulus hier und in den Tagen danach erlebte, das ist das, was man eine göttliche
Berufung bezeichnet.
1.
Die Aufgaben des Pastors
Aus dieser Berufung Gott zu dienen
Alle wahren Diener Gottes haben so etwas erlebt. Man kann viele Berufe lernen, aber zum
Pastor muss man berufen sein.
In dieser Begegnung von Saulus mit Jesus sehen wir Dinge, durch die jeder, der von Gott
gebraucht werden will, gehen kann. Hier war ein Mann, der wollte schon vorher etwas
bewegen. Er war nicht etwa ein Nichtsnutz in der Gesellschaft, sondern hier war Jemand,
der wollte etwas bewegen. Er macht unerwartet in seinem Leben, an einem Tag, eine
Begegnung mit Jesus, von dem er dachte, er sei tot. Er stellt fest: Jesus lebt, und Jesus
ist wirklich auferstanden! Er erlebt zuerst einmal einen Schock. Er erkannte, dass Jesus,
den er tot wähnte, lebte. Das ist ein Schock, wenn Du denkst, jemand sei tot, und dann
stellst du plötzlich fest, er lebt noch. Paulus erlebte das. Er erlebte in einer Vision eine
Begegnung mit Jesus und hört seine Stimme.
2
Jesu Reden trifft ihn nicht in erster Linie in seinem Verstand, sondern viel tiefer, nämlich
in seinem Herzen. Dort erkennt er plötzlich, dass er in seinem Leben auf dem falschen
Weg war. Er erkennt, hier ist der lebendige Gott, Jesus Christus, der Sohn Gottes, und er
kennt mich mit Namen. Jeder Mensch ist bei Gott bekannt. Er kennt jeden Menschen mit
Namen! Zum ersten Mal erkannte Saulus, dass die Ziele, die er verfolgt hatte, die falschen
waren. So etwas nennt man Offenbarung. Wenn man im Leben plötzlich feststellt, dem,
dem ich hinterher renne, das ist nicht das primäre Ziel, das der lebendige Gott für mein
Leben hat. Er merkt, dass er Gott gedient hat, aber aus eigenem Antrieb. Er hat nie
wirklich gefragt: „Gott, was willst DU von mir?“
Er kommt in eine tiefe Reue. Er erkennt, die letzten Jahre seines Lebens hat er eigentlich
verschwendet. In seinem Herzen vollzieht er eine Auslieferung an Gott. Er sagt: „Von nun
an, Herr Jesus, soll dein Wille zählen in meinem Leben.“ Er merkt, wer sich Gott und
Gottes Plan unterordnet, in einen Segen kommt von Gott, wie er sich das nie hätte
träumen lassen. Die Bibel sagt: „Er wurde erfüllt mit dem Heiligen Geist.“ Und dann kommt
die Berufung von Jesus: „Du bist mein auserwähltes Instrument, um meinen Namen in der
Welt bekannt zu machen.“ Er zeigt ihm auf, dass die Nachfolge von Jesus keine einfache
Sache ist, sondern dass man einen Preis zu bezahlen hat. Er erfährt die Berufung, die gute
Botschaft von Jesus den Menschen weiterzugeben.
Die Gläubigen geistlich zu ernähren
Petrus erlebte etwas Ähnliches, als Jesus ihn berief. Jeus sagte es Petrus noch etwas
spezifischer: „Petrus, weide meine Lämmer. Trage sorge zu der Herde.“ Er zeigte ihm dort
auf, die Schafe brauchen “gutes Gras“. Das “gute Gras“ das sie brauchen ist die erste
Aufgabe des Pastors, Menschen geistlich zu ernähren. Die Bibel sagt es auch so: Gott
wollte dem Menschen schon früh aufzeigen, dass der Mensch nicht nur Brot zum Leben
braucht sondern, dass er lebt aus jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt. Die
Worte von Jesus haben bis heute die Gesellschaft durchdrungen. Denken wir zum Beispiel
an die Worte: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ „Wer mich hat, der hat das
Leben.“ Oder: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben.“ Oder anders
ausgedrückt: Wenn du wirklich leben willst, komm zu mir: „Seid getrost“, sagte Jesus
immer wieder, „ich habe die Welt überwunden, gebt die Hoffnung nicht auf.“
Gott hat den Menschen geboren mit einem tiefen Bedürfnis zu wissen, woher er kommt,
wohin er geht, und wozu er da ist. Auf diese Fragen gibt die Bibel die Antwort. Deshalb
muss dieses Wort von Gott verkündigt werden. Damit der Mensch erkennt, er ist
geschaffen im Bilde Gottes, um in einer Beziehung mit Gott zu leben, und aus dieser
Beziehung Kraft und Ausrichtung und Vision für das tägliche Leben zu bekommn. Dass er
erkennt, dass aus dieser Beziehung zu Gott alle Ressourcen da sind für sein inneres Leben
und Gott den Hunger nach Leben stillen kann.
Die Gläubigen zum Dienst für Jesus auszurüsten
In der Bibel heißt es: Die Aufgaben der Pastoren sind, die Gläubigen für ihren Dienst
vorzubereiten und die Gemeinde, den Leib Christi, zu stärken. Der Pastor soll darauf
achten, dass Menschen in der Gemeinde weiterkommen. In einer Gemeinde wie dieser
sind wir nicht daran interessiert, dass nur die Sitze sonntags gewärmt werden. Wir sind
daran interessiert, weil es Gott auf dem Herzen liegt, dass Menschen weiterkommen im
Glauben. Dass sie miterleben können, wenn sie Gott dienen können, profitiert man, wenn
man weiß, man kommt vorwärts im Glauben. Das ist ein Profit, dass Menschen eine
Aufgabe bekommen, Gott zu dienen. In einer Gemeinde lernen Menschen das
Wunderbarste, was geschehen kann: Ich darf Jesus, dem Sohn des lebendigen Gottes,
dienen. Menschen bekommen dadurch einen Wert in ihrem Leben. Jesus ist nicht
3
gekommen, den Menschen zu entwerten, sondern ihm den Wert zu geben, den er
eigentlich bei Gott hatte. Menschen werden, in dem sie Gott dienen, auch frei von
Minderwertigkeit, Stolz und Machtstreben.
Die Gemeinde zu bewahren
Ich möchte es hier auch einmal bewusst ansprechen: Sie auch zu bewahren von
Sektiererischem. Was ist das? Es ist das, dass Menschen andere Menschen an sich binden
wollen. Es geht ihnen um sich selber. Gesunde Lehre macht Folgendes: Sie hilft dem
Menschen, mit Gott verbunden zu werden, die Gemeinde auch zu bewahren von
Streitigkeiten, auch von Gefahren der heutigen Zeit. Ich denke, eine Gefahr, die wir in der
heutigen Zeit haben, ist, dass das Toleranzdenken zu stark in die Gemeinde überschwappt.
Der Mensch braucht eine neue Erkenntnis in der heutigen Zeit, dass Gott ein heiliger
Gott ist, dass er ernst zu nehmen ist, dass wir auf Gott hören sollen.
Eine zweite Gefahr sehe ich darin, dass die Verbindlichkeit abnehmen kann, in den
Zusammenkünften in der Gemeinde dabei zu sein. Wenn wir in die erste Gemeinde
schauen, sehen wir Folgendes: Die trafen sich täglich, nicht weil sie mussten, sondern weil
sie wollten. Die Liebe untereinander war so stark, dass man eine freiwillige Verpflichtung
einging: Wir wollen gemeinsam unterwegs sein. Gott wohnt nicht nur im persönlichen
Lobpreis, sondern auch im Lobpreis seines Volkes.
Eine dritte Gefahr sehe ich bei Menschen, die nur fragen: „Was bringt es mir?“ Sie
kommen nie zur Reife kommen im christlichen Glauben. Gott möchte, dass wir vorwärts
kommen. Reife bedeutet: Verantwortung zu übernehmen – auch für andere.
Vielleicht können wir es so sagen: „Je besser es dem Pastor geht, desto besser geht es
der Gemeinde. Glücklicher Pastor, glückliche Gemeinde.“ Steht auch in der Bibel: Habt auf
euch selbst Acht. Ein Pastor soll ein Vorbild sein, das heißt nicht, dass er perfekt ist. Er
sollte darauf achten, dass aus seiner persönlichen Beziehung mit Gott immer wieder ein
neues Brennen, ein neues Feuer für den Auftrag entflammt.
2. Die Aufgabe für die Gemeinde ist es, einen Segen für den Pastor zu sein
Ich möchte noch darüber sprechen, wie man für seinen Pastor ein Segen sein kann.
Wir müssen uns zuerst die Frage stellen: Worum geht es überhaupt? Pastoren sind eine
Gabe Gottes an die Gemeinde. Pastor zu sein ist auf der einen Seite das größte Privileg,
das es gibt, und auf der anderen Seite ist es manchmal der einsamste und der übelste
Job, den es überhaupt geben kann. Wie kannst du ein Segen für den Pastor sein?
Sei ein Segen, indem du dem Hirten folgst
Die Bibel sagt es auch so: „Hört auf die Verantwortlichen in eurer Gemeinde, hört auf
ihre Weisungen. Sie wachen über euch wie Hirten über die ihnen anvertrauten Herde.
Sie werden Gott einmal Rechenschaft über ihren Dienst geben müssen. Verhaltet
euch so, dass ihre Aufgabe ihnen Freude bereitet. Und dass sie keinen Grund zum
Seufzen haben, denn das wäre für euch nicht zum Vorteil.“ Ich weiß, jemandem zu
folgen, scheint uns in der heutigen Zeit ganz schwierig zu sein. Wie folgt man einem
Pastor? Wir sollen lernen, uns unter seine Leitung einordnen. Das geschieht schon da, wo
man in der Herzenshaltung eine Achtung ihm gegenüber hat und man nicht negativ über
ihn spricht. Es bedeutet auch, seine Anliegen und seine Vision zu verstehen, die Gott
durch ihn in die Gemeinde hinein legen möchte. Ermutige ihn auch.
4
Sei ein Segen, indem du in der Gemeinde mit dienst
Ist das nicht eine Chance, Jesus dienen zu können und zugleich noch jemand anderem eine
Freude zu machen? Für mich ist das eine der größten Freuden, dass so viele Menschen in
dieser Gemeinde mitdienen. Gottes Ziel ist nicht, dass der Pastor alle Dienste tut. Die
Bibel zeigt uns: Wer dient, kommt vorwärts im Glauben. Wer mit dient, der darf auf einen
wunderbaren Lohn, auch bei Gott einmal, vertrauen. Und Jesus sagt: „Packe an in der
Gemeinde, hilf mit, wo du kannst, hilf mit, dass Menschen Jesus finden, lade ein, gib
Traktate weiter, sei ein Zeuge in deinem Alltag.“ Und du machst den Pastor glücklich.
Sei ein Segen, indem du mithilfst, die Einheit zu bewahren
Ich glaube das Gott uns in der Bibel zeigt, wenn Menschen in Einheit zusammen stehen,
Gott seinen Segen dorthin versprochen hat. Es braucht deine Unterstützung zu dieser
Einheit, die Gott geschenkt hat, Sorge zu tragen. Unterstütze den Pastor in schwierigen
Entscheidungen. Es gibt manchmal Momente, da kann ein Pastor nicht erklären, warum er
Dinge tut. Er braucht Menschen, die mitgehen, solche, die loyal sind. Er brauch keine
“Schönwetterfritzen“. Wenn alles gut geht, sagen sie: „Ich wusste immer, du kannst es.“
Und wenn es schlecht geht: „Siehst du, ich dachte schon immer, du schafft es nicht.“ Er
braucht Menschen, die an seiner Seite stehen durch dick und dünn. Helfe mit, die Einheit
zu bewahren, wenn Menschen negativ reden über jemanden in der Gemeinde. Wir wollen
kein negatives Reden über andere in dieser Gemeinde. In einem Klima der Einheit ist der
Segen Gottes.
Sei ein Segen, indem du für deinen Pastor betest
Manchmal denken Menschen, Pastoren brauchen das ja gar nicht. Aber ab und zu fühlen
wir uns auch schwach und erwachen Sonntagmorgens und denken, wenn nur schon
Montag wäre. Paulus sagte auch: „Betet für mich, bittet Gott mir bei der Verkündigung
seiner Botschaft, die richtigen Worte zu geben, dann kann ich das Geheimnis des
Evangeliums unerschrocken bekannt machen.“
Bete für den Pastor, und der Segen den, du empfängst, wird grösser werden. Du kannst
so mehr profitieren. Irgendein Geheimnis ist da, dass Gott die segnet, die mit solch einer
Haltung kommen. Wollen wir nicht wirklich profitieren? Wollen wir nicht wirklich den
Segen Gottes, den er für die Gemeinde hat, für uns entschlüsseln und nutzen? Jesus sagte
einmal: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und damit sie volle Genüge haben
sollen.“ Hast du dieses Leben und diese volle Genüge wirklich gefunden? Wie sieht es aus
in deinem Herzen? Kein anderer Mensch auf dieser Erde kann dir dieses Versprechen
machen als nur Jesus allein.
EV
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
39 KB
Tags
1/--Seiten
melden