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15. Juni 2014 Wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn

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15. Juni 2014
Wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn, könnt ihr zu diesem Berg sagen: ›Rücke von hier
nach dort!‹, und er wird dorthin rücken. Nichts wird euch unmöglich sein.
Mt 17,20
Für Gott ist alles möglich!
„Sollte für Jahwe irgendetwas unmöglich sein?“ (Gen 11,6). Die erste „Gott ist alle möglich-Predigt“
hörten Abraham und Sara. Der Herr selbst – so berichtet das erste Buch Mose – hielt ihnen diese
Predigt. Eine wichtige Predigt mit einer langen Vorgeschichte. Gott hat Abraham zum Glauben
gerufen. Abraham sagte Ja. Gott sagte ihm, dass er mit seiner Familie etwas vorhabe – mit seinem
Sohn und Nachkommen. Dass ein weltbewegender Plan in Erfüllung gehen sollte. Abraham und Sara
glaubten und stellten ihr Leben darauf ein. - Doch es gab ein Problem: sie waren keine Familie. Es gab
keine Kinder. Keinen Nachkommen. Und nun waren beide so alt, dass ans Kinderkriegen nicht mehr
zu denken war. Er 100, sie 90. - Gott hielt sein Versprechen. Nach einem Jahr war eine Kinderstimme
im Zelt der betagten Eltern zu hören. Isaak war der Beweis, dass Gott nichts unmöglich ist.
„Nichts wird euch unmöglich sein.“ (Mt 17,20) Diesmal ist es Jesus, der predigt. Zu den Jüngern
damals. Das geht ja noch. Da kann man einen Text lesen, daneben stehen und mitempfinden, wie es
ihnen wohl ging. Auch diese Predigt hatte ihre Vorgeschichte. Jesus hatte die Jünger mit Aufträgen
losgeschickt. Sie sollten Menschen von Gottes Macht erzählen. Und das auch ganz praktisch zeigen.
Sie sollten Kranke heilen und böse Geister aus den Leben von Menschen vertreiben. Und einmal ging
einfach gar nichts. Ein Mann brachte seinen mysteriös geplagten Sohn. Der hatte Anfälle und die
brachten ihn jeweils fast um. Er fiel ins Wasser oder gar ins Feuer. Und niemand konnte ihm helfen. –
Auch die Jünger von Jesus nicht. – Und dann fragen sie Jesus, der ihn schlussendlich heilen konnte:
„warum wir nicht?“ „Wegen eurem Kleinglauben!“ war die Antwort. „Klein“ war wohl auch das
Stichwort ihrer Gefühle…
Was, wenn Jesus die Worte „Nichts wird euch unmöglich sein!“ an dich persönlich richtet? Wenn du
gemeint bist? Welche Gedanken schiessen dir durch den Kopf, wenn Jesus von Gottes Möglichkeiten
in deinem Leben zu reden beginnt? – Und das will er! Denn: gerettet zu werden aus der Schuld des
Lebens ist nur Gottes Möglichkeit. Zum Reich Gottes dazugehören zu dürfen ist nur Gottes
Möglichkeit. Die Lebensberufung zum Kind Gottes, zu königlichen Priestern und Priesterinnen – all
das ist nur Gott möglich. Nicht uns. Nicht durch Leistung erreichbar. Darum spricht Jesus von Gottes
Möglichkeiten. Und von der Notwendigkeit, dass es nicht nur Theorie im Zuschauen bleibt.
„Gott ist alles möglich“, ist keine philosophische Spielerei. Nichts, dass man nur zu Gedankenspielen
verwenden könnte. „Das würde dann ja bedeuten, dass ich genug Geld hätte, nicht mehr krank
werde, keine Fehler mehr machen könnte. – Wenn Gott alles möglich ist….“. Nein. So allgemein ist
diese Predigt nicht. Wenn Jesus davon Predigt, was Gott möglich ist, dann gehört es mit der
Wahrheit zusammen, dass es Dinge gibt, die Menschen unmöglich sind!
Was bei Menschen unmöglich ist…
»Wie schwer ist es doch für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!« Die Jünger
waren über seine Worte bestürzt; aber Jesus sagte noch einmal: »Kinder, wie schwer ist es, ins Reich
Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes
kommt.« Sie erschraken noch mehr. »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«, fragten sie
einander. Jesus sah sie an und sagte: »Bei den Menschen ist das unmöglich, aber nicht bei Gott; für
Gott ist alles möglich.« (Mk 10,24-27). An dieser Stelle kann ich nicht anders, als zu lächeln. Ich stelle
mir vor, wie turbanbedeckte Kameltreiber einige Haare vom Kamelschwanz durch die Nadel fädeln…
Aber der Sinn ist schockierend. Vielleicht hat Jesus den Humor eingeflochten, dass wir weiter
zuhören? Was so schockierend ist: die Ohnmacht zu erkennen. Das Recht am Reich Gottes lässt sich
nicht mit Reichtum erkaufen. Der Platz im Himmel ist nicht für Menschen möglich. Auch nicht für die
besten. – Aber mitten in diese Ohnmacht tönt wieder die Predigt: „Bei den Menschen ist das
unmöglich, aber nicht bei Gott; für Gott ist alles möglich“.
Kirk Cameron
Mit 14 Jahren durch eine TV-Serie zum Schauspieler geworden. Wird bekannt. Hat plötzlich viel Geld.
Beste Aussichten durch die vielen Kontakte mit einflussreichen Leuten. Dann, mit 17, begegnet er
dem Vater eines Mädchens, auf das er ein Auge geworfen hatte. Irgendwann hört er: „Kirk, du hast in
deinem Leben wirklich viel erreicht, aber es gibt etwas, das du noch nicht hast. Was dir fehlt ist
Jesus.“ Er dachte: „Na und? Ich glaube nicht an Gott, und Religion interessiert mich nicht.“ – Wie
schwer ist es ins Reich Gottes zu kommen! Erfolgreich. Reich. Das reicht doch. – Doch dann geht er
mit in einen Gottesdienst. Er sitzt in der Reihe und erkennt sich plötzlich als einen selbstgerechten
egozentrierten Menschen. Sitzt da und fühlt sich elend und schuldig – und gleichzeitig spürte er eine
unglaubliche Hoffnung. Einen Monat später sitzt er allein im Auto und denkt: „Was wäre, wenn ich
jetzt in einen Unfall verwickelt würde und sterben sollte. Käme ich dann in den Himmel?“ Er fühlt die
Antwort: Nein. Und betet zum ersten Mal. Etwas später schenkt ihm ein Freund eine Bibel. Und noch
etwas später hat sich viel in seinem Leben verändert. Nicht mehr Kirk Cameron ist der Star. Jesus ist
für ihn die grösste und wichtigste Person. Auch heute, mit 43 Jahren, hat er diesen Weg nicht
verlassen. Mit einem Freund, der Pastor ist, spricht er auf Veranstaltungen und erzählt von seinem
Leben mit Gott.
Was die Predigt von Gottes Möglichkeiten bewirkt: grösseren Glauben!
Die Botschaft von Gottes Möglichkeiten: „Nichts wird euch unmöglich sein.“ (Mt 17,20) hat ein
Hindernis, das sie aufhalten kann. „Kleinglauben“, nennt Jesus dieses Hindernis. – Klar, wenn der
Glaube ganz fehlt, wenn der Unglaube herrscht, dann ist noch weniger Hoffnung. Und doch ist der
Kleinglaube hinterhältig. Er heisst auch Glaube. Er vermittelt auch den Eindruck, dass er mit
Frommsein zu tun hat – aber er bewirkt nichts. Gott bleibt klein. Die Veränderung im Leben bleibt
klein. Nichts erzählt von der Grösse Gottes!
Und doch: es ist Hoffnung in der Diagnose „Kleinglaube“: er kann wachsen, er muss nicht klein
bleiben. Er soll zum grossen Glauben werden. Doch nicht zu einem grossen Glauben, der Menschen
vor Menschen gross macht. Nicht ein Pseudoglaube wie der, vor dem Jesus warnt. „Haben wir nicht
in deinem Namen Wunder getan? Haben wir nicht sogar böse Geister vertrieben?“ (Mt 7,22) – Was
diese Menschen so stolz als grossen Glauben vorweisen wollen, zählt vor Gott nichts. Der Grund
dafür: Sie kennen Gott gar nicht – denn sie verachten seine Regeln. Auch Gott wird sie nicht kennen –
ihre Lebensführung beweist, dass sie nur an sich selbst geglaubt haben. Nicht die Grösse des
Glaubens an sich ist also gefragt. Grosser Glaube in echter Liebe und Gehorsam zum einem grossen,
mächtigen Gott – das ist das Ziel der Predigt über Gottes Möglichkeiten. So ist der Weg dorthin klar:
Kennen lernen, lieben, auf ihn hören, tun… Glaube wird zu einem grossen Glauben, wenn du Gott
besser und inniger kennst!
Wo soll Kleinglaube zum „Grosser Gott-Glaube“ werden?
Wie wird die Botschaft „Gott ist nichts unmöglich“ in deinem Leben praktisch? Wo fordert Jesus dich
zu grösserem Vertrauen auf? Wo ist Vertrauen auf das, was Gott kann und in deinem Leben tun will,
bei dir in Gefahr? Wo wird Veränderung verhindert, weil die Sorge herrscht? Zwei Beispiele.
1. Es ist normal in dieser Welt, dass Schwierigkeiten in Beziehungen erst mal ohne die verändernde
Kraft Gott betrachtet werden. Wenn’s schwierig wird mit einem lieben Menschen, beginnt das
"Herumwursteln". Man versucht den andern zu ändern. Fromme Leute beten vielleicht noch, dass
Gott es endlich tut – den andern zu ändern. Irgendwann wird es dann untragbar und die Beziehung
scheitert. Man zieht sich zurück. Man meidet den Kontakt. Und die Sorgen sind nicht aus der Welt.
Nun muss man ständig Umwege machen, Erinnerungen vertreiben, Schuld rechtfertigen. Und die
Sorgen vermehren sich. Erfahrungen werden erzählt. Leid geteilt. Aber ohne Lösungen. Ohne
Hoffnung. Gibt es keinen Ausweg aus dieser Negativ-Spirale?
2. Nicht wenig Sorge bereiten eingefleischte falsche Muster im Leben. Vielleicht kennst du sie schon
lange. Die typischen „immer“ und „nie“-Aussagen. Das schaffe ich nie. Da falle ich immer wieder ins
alte Schema. Und die Sorgen ist, den Ausstieg mit eigener Kraft schaffen zu wollen. Jetzt geh ich
endlich zu einem Therapeuten (oder Seelsorger). Ich muss an mir arbeiten. Habe kürzlich einen
Buchtitel gelesen: "Wenn mehr Mühe geben nicht reicht...". Irgendwann wird der Frust unerträglich.
Einige arrangieren sich mit den Tatsachen und setzen die Erwartungen tiefer. Aber das ist
offensichtlich keine Lösung.
Die Antwort: Lerne Gott besser kennen
„Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen
wir anziehen? Denn um diese Dinge geht es den Heiden, ´die Gott nicht kennen`. Euer Vater im
Himmel aber weiß, dass ihr das alles braucht. Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes
Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben. (Mt 6,32-33) Es ist ein Ruf zur
Umkehr: verteidige nicht den Kleinglauben, lerne den besser kennen, der mehr kann, als du ihm
bisher zugetraut hast! Jesus beschränkt sich nicht auf einen allgemeinen Appell. Er sagt nicht nur:
Macht euch keine Sorgen! Er sagt: Euer Vater im Himmel weiss, dass ihr das alles braucht. Euer
VATER! Er WEISS! Was ihr BRAUCHT. Das ist ein Doppelpunkt. Ungesagt die nächsten Fragen: Kennst
du diesen Vater? Erzählst du ihm, was du brauchst? Hast du schon erlebt, dass er schon an dich
gedacht hat, dich versorgt hat, als du ihn noch nicht einmal darum gebeten hast? So ist er wirklich. Er
ist noch viel liebevoller, viel mehr Vater, viel näher, viel aktiver als du je denken kannst. Das ist es
was dein Vertrauen gross macht. Lerne ihn kennen. Er IST! Er ist schon da. Nur du weisst noch zu
wenig von ihm!
Das meint der Satz: „Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen“. Gott zuerst
suchen! Ihn kennen lernen. Erfahren, was er denkt, vorhat, gibt, lehrt, plant. Warte nicht länger.
Nimm die Bibel. Lese diesen Teil der Bergpredigt zuhause noch einmal nach. Matthäus Kapitel sechs.
Und suche Gott. Frage, wie er ist. Wie er für dich ist. Was es mit dir und deinen Sorgen gerade jetzt
zu tun hat. Suche ihn. Du wirst ihn besser kennenlernen. Und dein Glaube wird sich verändern. Deine
Erfahrungen werden Gott nicht mehr blockieren.
Es ist so wie die "Ferien-Fön-Frage". Hotelfremdlinge haben am Anfang meist die Sorge, ob es auch
wirklich einen Fön hat. Und zur Sicherheit muss der eigene Fön mit ins Gepäck. Das grosse
Luxusmodell mit viel Gewicht. Oder der extra gekaufte Reise-Fön, dessen Steckadapter dann
ausgerechnet auf den kanarischen Inseln doch nicht passen! – Wer Hotelreisen besser kennt, der ist
gelassen und vertraut… Lern Gott neu kennen! Und erlebe, wie er dein Vertrauen wachsen lässt.
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