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Liebe Leserin! Lieber Leser! „Wie oft lässt Gott zu, dass unser Tun

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PFARR
BLATT
Liebe Leserin!
Lieber Leser!
„Wie oft lässt Gott
zu, dass unser Tun,
unsere Arbeit
für ihn mit einem
bitteren Geschmack
gewürzt ist:
Schmerz;
Situationen,
die absurd erscheinen;
eine Leere, in der wir fast nicht atmen können; Ungewissheiten, die uns entmutigen wollen. Und doch spüren
wir, dass wir weiterarbeiten müssen, ja dass es gerade in solchen Momenten darauf ankommt, ihm treu zu
sein. Die Interessen haben bei Gott einen recht anderen Lauf als in der menschlichen Wirtschaft. Auf dem
Fundament des Schmerzes bauen, heißt für Christen auf Fels bauen. Unschlüssigkeit, Leere, Zweifel, Verwirrung: hier ist Jesus am Kreuz Sicherheit, Fülle, Licht, Kompass, der in der Dunkelheit den Weg weist. Unter
einer Bedingung: dass wir in diesen Schmerzen nichts anderes sehen als Christus. Wir müssen Ja sagen zu
seinem Kreuz und im nächsten Augenblick sofort unsere ganze Kraft darauf konzentrieren, den Bruder zu
lieben, dem wir dienen, und Gottes Willen erfüllen, der uns aufgetragen ist.
Im Namen unserer
Pfarrgemeinderäte und
Pfarrseelsorgern
FROHE OSTERN!
OSTERN 2009
Sollten wir uns eines Tages unnütz vorkommen,
nirgends hingehörig,
abgeschrieben, und wäre
dies für unser Gefühl
unfassbar, so dass wir
uns mit Recht dagegen
aufbäumen, dann sollten
wir an den verlassenen
Jesus denken! Auch unser
stummer und namenloser
Schmerz ist enthalten in
den zahllosen Schattierungen seines Schmerzes.“ (Chiara Lubich)
Dass du in den Nächten
deines Lebens ihn als
dein Licht hast, ist dir zu
Ostern und darüberhinaus zu wünschen. Zu den
Feiern der Karwoche sind
Sie sehr herzlich eingeladen! Die Termine finden
Sie auf der letzten Seite.
WORT DES PFARRMODERATORS
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Die Kirche sieht sich als Zuhause Gottes und aller Menschen. In den letzten Wochen wurde sie in der Öffentlichkeit
leider ganz anders wahrgenommen. Es war Krieg zwischen sogenannten Konservativen und sogenannten Progressiven. So war unsere Kirche für sehr viele nicht mehr als Zuhause Gottes und aller Menschen erlebbar.
Der Apostel Paulus, dessen 2000. Geburtstag wir heuer feiern, hilft uns, den Auftrag, den wir von Gott haben, mitten
in unseren Turbulenzen neu zu erkennen und zu leben, wenn er sagt: „Den Schwachen wurde ich ein Schwacher,
um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.“ Die erfolgreiche
Mission des Apostels Paulus zeichnete sich durch sein besonderes Verhalten aus: Paulus versuchte, alle zu verstehen;
er versuchte, in die Denkweise jedes einzelnen einzudringen. Er hielt sich an die jüdischen Bräuche, wenn es half,
Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder Menschen zu versöhnen. Wenn er sich in der griechisch-römischen Welt
bewegte, nahm er die Lebensformen und die Kultur an, die dieser Umgebung entsprachen. Wie kam der Apostel
Paulus zu dieser Haltung? Gerade in der Freiheit des Christseins, die so wichtig ist für ihn, die er weitergab, spürte er
das Bedürfnis, ja sogar die Verpflichtung, zum „Sklaven“ für jeden zu werden. Sein Vorbild darin war der gekreuzigte
Christus. Indem der Gott Mensch wurde, ist er jedem Menschen unbeschreiblich nahe gekommen. Am Kreuz ist
Jesus mit unserer Schwäche, mit unseren Ängsten, unserer Einsamkeit, unseren ungelösten Fragen, sogar mit unserem Tod solidarisch geworden. Paulus wollte so leben wie Jesus. Deshalb sagte er: „Den Schwachen wurde ich ein
Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.“ Wie
können wir in den Schwierigkeiten dieser Zeit Kirche sein, wie Gott sie will? Das Ziel unseres Lebens ist es, zu Gott,
unserem Vater, heim zu kommen. Gott als Vater aller möchte, dass wir nicht allein, sondern mit möglichst allen zu
ihm kommen. Als Christen sind wir von Gott beauftragt, Menschen zu „gewinnen“ und „auf jeden Fall“ – um mit
Paulus zu sprechen – „einige zu retten“. Wie geht das? Indem wir uns mit dem jeweiligen Nächsten eins machen,
egal, ob das ein Kind ist oder ein Erwachsener, ein Gebildeter oder ein Ungebildeter, ein Armer oder ein Reicher,
ein Mann oder eine Frau, ein Einheimischer oder ein Ausländer, ein Konservativer oder ein Progressiver, ob wir
ihm auf der Straße begegnen, mit ihm telefonieren oder für ihn arbeiten. Für jeden ist Gott Mensch geworden; für
jeden ist Gott am Kreuz gestorben; Gott sehnt sich unendlich danach, mit jedem die ganze Ewigkeit zusammen zu
sein. Wie können wir da annehmen, dass er irgendjemanden nicht liebt! Nehmen wir also alle mit göttlicher Liebe
an und bevorzugen wir die Schwachen. Hat unser Sohn z. B. nur Fußball im Kopf, zeigt er für
nichts anderes mehr Interesse? Begeistern wir
uns für seinen Sport - noch mehr als er selbst.
Haben wir Bekannte, die sich gern weiterbilden,
aber alle religiösen Grundsätze über Bord geworfen haben? Versuchen wir, ihre Interessen zu
verstehen. Machen wir uns eins mit allen und in
allem, soweit wir können, außer in der Trennung
von Gott. Wenn wir uns mit allen aus göttlicher
Liebe eins machen, werden wir merken, dass es
keine verlorene Zeit ist, sich vorbehaltlos auf den
Nächsten einzulassen, sondern Gewinn. Es wird
der Zeitpunkt kommen, wo die anderen wissen
wollen, was uns interessiert. Und voll Dankbarkeit werden sie dann den Gott entdecken und
lieben, der uns bewegt, so zu handeln. So wird
die Kirche durch die göttliche Liebe, die wir annehmen und leben, geheilt. So wird die Kirche
selber Gottes heilendes Zuhause für alle Menschen. Dass wir das erleben dürfen, wünscht
Hubert A. Wieder, Pfarrmoderator und -provisor
PAULUSJAHR
TOD UND AUFERSTEHUNG JESU ALS UMKEHR ALLER MENSCHLICHEN MASSTÄBE
Die grundlegende Erfahrung, die Paulus in der Begegnung
mit Jesus Christus gemacht hat war, dass der Tod am Kreuz
sein eigenes Lebensgebäude, seine Sichtweise des geistlichen
Lebens, völlig durcheinander gewirbelt hat. Das Kreuz ist
für ihn nun ein Bild dafür, dass die Welt durchgestrichen
und entmachtet ist. Die Maßstäbe der Welt, dass man sich
seinen Wert vor Gott und vor den Menschen erkaufen muss,
wurden durchkreuzt.
Paulus drückt das mit dem Satz aus: „Ich bin mit Christus
gekreuzigt worden. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus
lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe
ich an den Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt
und sich für mich hingegeben hat.“ (Gal 2,19)
In diesem Satz ist die Grunderfahrung des Paulus ausgedrückt. Das Gekreuzigtwerden mit Christus dürfen wir
nicht asketisch verstehen, als ob Paulus mit Christus mitgelitten hätte. Gekreuzigt werden ist vielmehr ein Durchkreuztwerden, ein Durchstreichen der weltlichen Maßstäbe und der bisherigen Sichtweise. Am Kreuz wird Paulus
deutlich, dass es nicht mehr darauf ankommt, sich durch religiöse Leistungen oder durch Befolgung des Gesetzes
zu beweisen. Und Spiritualität zeigt sich nicht in erster Linie darin, dass man gesund und erfolgreich ist. Auch
diese Maßstäbe, die wir an unser Selbstbild richten, sind durch das Kreuz außer Kraft gesetzt worden.
Die zweite Erfahrung, die Paulus mit dem Kreuz Jesu gemacht hat, bezieht sich auf die Zusammensetzung der
Gemeinde. Offensichtlich verstehen nicht die mächtigen, sondern gerade die einfachen Menschen das Geheimnis
Jesus Christi. Für sie ist das Kreuz Hoffnungszeichen. Diese Erfahrung hat Paulus vor allem im 1. Korintherbrief
ausgedrückt: „Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele
Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden
zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das
Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt; das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten.
Damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.“ (1 Kor 1,26-29)
Die Erfahrung des Kreuzes spiegelt sich in der Erfahrung der christlichen Gemeinde wieder. Am Kreuz ist
Jesus den schändlichen Tod des Rebellen gestorben. Aber gerade dort hat Gott seine Liebe für die Menschen
aufscheinen lassen.
Korinth war eine mächtige Hafenstadt. Doch offensichtlich haben sich nicht die Reichen und Begüteten der
christlichen Gemeinde angeschlossen, sondern vor allem die, die hart arbeiten mussten, die Lohnarbeiter und
Sklaven und die, die in der damaligen Gesellschaft nicht viel zu sagen hatten, die Frauen.
Es ist ein Kennzeichen der christlichen Gemeinden, dass darin gerade die Frauen eine wichtige Rolle spielten. Sie
haben offensichtlich die Freiheit genossen, die ihnen in der Botschaft Jesu entgegen kam, und die Wertschätzung,
die ihnen Gleichberechtigung schenkte. Da ist z.B. das Ehepaar Priska und Aquila, die für Paulus eine wichtige
Rolle spielen. Da ist Phoebe, gegenwärtige Diakonin der Gmeinde von Kenchreä. Paulus nennt Phoebe nicht nur
Diakonin, sondern auch „prostatis“, was eigentlich „Vorsteherin“ heißt. Der Satz aus dem Galaterbrief war damals
gerade für die Frauen faszinierend. „Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann
und Frau, denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“ (Gal 3,28) Allerdings gab es auch in Korinth begüterte und
einflussreiche Christen. Ohne sie hätten die Christen keinen Raum gehabt, in dem sie sich versammeln konnten.
Paulus verbindet nun die Erfahrung des Kreuezs und die Erfahrung der christlichen Gemeinde, die aus einfachen
Menschen zusammengesetzt ist zu einem Lobpreis des Kreuzes. Am Kreuz entscheidet sich, ob ich Gott verstehe
oder nicht. Paulus grenzt das Verständnis des Kreuzes von der jüdischen und griechischen Sicht Gottes ab. „Die
Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten:
Für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden, wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache
an Gott ist stärker als die Menschen. (1 Kor 1,22-25) [Diakon Josef Prieler]
AUS DEM PFARRLEBEN
ERFOLGREICHE SPENDENAKTION FÜR MISSION GHANA [MÖRBISCH]
Bei einem Treffen in St. Gabriel in Mödling erzählte mir mein langjähriger Schulfreund Pater Matthias
Felber, der seit 3 Jahren als Missionar in Ghana tätig
ist, von Projekten die er nach seinem Heimaturlaub
angehen wolle. Große Sorgen bereiten ihm allerdings
Geldnöte, die einer Verwirklichung dieser Projekte
entgegenstünden.
Im Rahmen einer Pfarrgemeinderatssitzung wurde
auch das Thema „Missio“ thematisiert, und in diesem
Zusammenhang entstand der Grundgedanke einer
Spendenaktion für P. Matthias Felber - zugunsten seiner Projekte in Ghana.
Nach etlichen Terminabsprachen - in der stillsten Zeit
im Jahr – stand der Samstagabend am 22. Dezember
2008 für eine besinnliche Adventstunde in unserer
Pfarrkirche zur Verfügung. Für die gelungene musikalische Gestaltung konnten wir viele heimische Musikerinnen und Musiker gewinnen - auch die Musikkameraden meiner Heimatgemeinde Werfenweng darf ich als solche
bezeichnen. Mit hervorragendem Vortrag brachte uns Marina Alsen mit den Inhalten der literarischen Texte
zum Nachdenken.
Besinnlicher Ausklang dieses Abends war ein gemütliches Beisammenstehen und Aufwärmen mit Glühwein im
Pfarrhof – wo auch der Tenor einer Wiederholung für 2009 durchklang.
Ich bedanke mich auf diesem Wege nochmals bei Allen, die an der feierlichen Gestaltung mitgewirkt haben, nämlich Gruppe „sing & swing“, Gruppe „something & a little bit“, Marina Alsen, Werfenwenger Weisenbläsergruppe,
Werfenwenger Saitenmusik, bei der neu gegründeten Adventpsalmsängergruppe und bei allen Spender/innen, die
Projekte in Ghana - Kirchenbau in Apiabra Station Gbulukofe, Lehmkirchenbau in Adeemmra, Fertigstellung des
Pfarrhauses in Ekye - mit einer Gesamtspende von € 1000.- unterstützen. [Markus Klausner]
KURZ NOTIERT [MÖRBISCH]
Traditionsgemäß verschönerte der MGV Frohsinn
auch heuer wieder die Messe am 6. Jänner in der
Katholischen Pfarrkirche in Mörbisch.
[Lukas Cvitkovich]
Meine 5 Schulfreundinnen und ich bereiten uns schon
seit Weihnachten auf unsere Erstkommunion vor. Da
haben wir sehr viel von Jesus gehört. Jetzt haben wir
von unserem Herrn Pfarrer eine Kinderbibel geschenkt
bekommen, damit wir jetzt und in Zukunft vom Leben
Jesus nachlesen können. Ich freue mich schon sehr auf
unsere Erstkommunion. [Michael Klausner]
AUS DEM PFARRLEBEN
STERNSINGER [OGGAU]
Vier Gruppen von Sternsingern sind auch heuer wieder
von Haus zu Haus gezogen und haben mit Eifer die frohe
Nachricht von der Geburt des Heilands verkündet und
den Segen in die Häuser und Wohnungen getragen.
Ein herzliches Dankeschön all denen, die die Kinder
eingelassen und durch ihre Spende die Hilfsprojekte der
katholischen Jungschar unterstützt haben.
[Mag. Marianne Hergovich]
RADIOMESSE [OGGAU]
Am 8. Feber war ein aufregender Tag für die Pfarrgemeinde. Sollte doch der Gottesdienst via Radio in ganz Österreich übertragen werden. Schon im Herbst musste die Auswahl der Lieder dem ORF bekannt gegeben werden. Für die Übertragung selbst war ein Regiebuch anzufertigen, das alle Texte inklusive der Liedertexte mit der
dafür vorgesehenen Zeit zu enthalten hatte. Am Samstag fuhr der Regiebus vor und am Nachmittag begann die
Mikrophonprobe mit dem Kirchenchor. Am Abend erfolgte dann die Generalprobe, denn die Messe muss für
eine Übertragung knapp eine Stunde dauern.
Am Sonntag um 10.00 Uhr war es dann soweit. Nach einer kurzen Vorstellung der Gemeinde durch Ratsvikar
Josef Thenner gab Pfarrmoderator Huber Wieder einen Überblick über die Schwerpunkte und Anliegen der
Seelsorge in unserer Pfarre. Es folgte der feierliche Gottesdienst mit Volksgesang und unter Mitwirkung des Kirchenchors, wie immer unter der bewährten Leitung von Manuel Pepert, der auch an der Orgel war.
Das Echo auf den Gottesdienst war überwältigend und durchwegs positiv. Pfarrer Wieder war die folgenden drei
Stunden ununterbrochen am Telefon und sogar heute noch kommen Anrufe dazu. Gelobt wurde vor allem die
Auswahl der Lieder: „Endlich konnten wir mitsingen!“ Beeindruckt hat aber auch die Predigt. Eine Anruferin
meinte dazu: „Der Gottesdienst war geerdet und gehimmelt. Die Menschen haben in der schwierigen kirchlichen Situation auf ein Wort gewartet, von dem sie leben können. Dieses Wort ist gesprochen worden.“ Diese
Aussage einer Hörerin soll abschließend stellvertretend für viele Anrufe stehen. „Vergelt’s Gott für Predigt und
Kirchengemeinde! Bitte die Kirchengemeinde unbedingt grüßen!“ [Mag. Marianne Hergovich]
PFARRKRÄNZCHEN [OGGAU]
Am 8. Feber fand das Kränzchen der
Pfarre Oggau im Gasthaus Gmass-Rath
statt. Es war auch heuer wieder gut besucht
und bei Musik von Franz & Ernst wurde
bis spät am Abend fröhlich gefeiert,gelacht
und getanzt. Den Höhepunkt bildete
wieder die Verlosung.Einen besonderen
Preis stellte uns Frau Prieler, die Gattin des
Diakons zur Verfügung: 10 CDs der
Radiomesse vom Vormittag. Der Erlös
dieser Veranstaltung wird für die Innenrenovierung der Kirche verwendet.
[Mag. Marianne Hergovich]
AUS DEM PFARRLEBEN
GESPRÄCH ÜBER GOTT UND DIE WELT: FASTEN [OGGAU]
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.“ (Mt 6,16) Nach diesem Bibelspruch erklärte
uns mit viel Eifer und Elan am 25. Feber des Jahres im dicht gefüllten Pfarrheim Oggau unser Gemeindearzt Dr.
Adalbert Pallitsch den enormen gesundheitlichen Wert von gezielter Nahrungsaufnahme. Sein besonderes Augenmerk galt der Befürwortung bodenständiger heimischer Lebensmittel. „Weniger ist oft mehr.“ „Geben ist seliger als Nehmen.“ Diese Sätze kamen in der anschließenden Diskussion zum Ausdruck. Mehrere Wortmeldungen
engagierter Mütter lieferten wertvolle Beiträge und Anregungen im Dienst der Nächstenliebe. Solche Beispiele
ermutigen zur Nachahmung.
Eingeladen zu diesem für Leib und Seele besinnlichen Abend hatte die „Legio Mariae“ unter der mustergültigen
Leitung von Frau Andrea Schmidl. Näher vorgestellt wurde von ihr die „Legio Mariae“ bereits im Pfarrblatt vom
Dezember 2008. Die Gruppe der „Legio Mariae“ in Oggau hat den Namen „Maria, Mittlerin aller Gnaden“. Maria
hat Jesus zur Welt gebracht, in dem uns Gott alle Gnaden gibt. Wenn wir daher in Vereinigung mit ihr handeln,
nähern wir uns Gott. [Maria Wimmer]
ERSTKOMMUNION [OGGAU]
Zwölf Kinder empfangen am 7. Juni das erste Mal das Sakrament der Eucharistie und zuvor auch das erste Mal das Sakrament der Versöhnung mit Gott.
Nach einem Elternabend im November wurden die Kinder am 14. Dezember.
2008 der Pfarrgemeinde vorgestellt. Seither begleiten fünf Mütter die Kinder
in zwei Gruppen auf ihrem Weg. Gemeinsam versuchen wir Zeichen der Liebe Gottes zu entdecken und zum Sprechen zu bringen. Wir wollen den in der
Taufe begonnenen Glaubensweg weiter gehen, Neues kennenlernen, hinterfragen, verstehen.
Neben weiteren Stationen auf dem Weg war eine Station die Überreichung
des Wortes Gottes an die Erstkommunikanten in Form einer Kinderbibel im
Rahmen eines Familiengottesdiestes am 8. März. 2009. Dadurch sollen die
Kinder erfahren, dass durch das Wort der Hl. Schrift Gott das Leben von
Menschen verändert. Die Bibel wird für sie so zu einem kostbaren Buch, weil
aus ihm Gott zu ihnen spricht. Die Heilige Schrift ist für uns ganz kostbar, wie
ein Schatz. Kostbar wie ein Schatz soll auch der „Leib Christi“ für die Kinder
sein. [Maria Wiesinger]
Hintere Reihe: Neuwirth
Robert, Kremsner Florian, Fabian Jasmin, Kröss
Ronald
Vorne von links: Wiesinger
Klemens, Schneider Patrick, Kusmitsch Melanie,
Gerdenitsch Anja, Denk
Jennifer
Unterweger Joshua, Rauchbauer Jochen und Solleder
Nicole waren krank und
fehlen daher auf dem Foto.
OSTERN
Grün wie das Gras auf
der Wiese
grün wie die Natur,
die nach dem kalten
Winter zu neuem
Leben erwacht.
Rot wie das Ei im Nest
das Ei als Symbol für Leben
Leben das gerade im Frühling
neu erwacht.
Rot wie die Liebe, die gibt
ohne zu verlangen.
Gottes Liebe zu uns Menschen
ist so groß, dass er seinen Sohn
für unser Leben gegeben hat.
Grün wie die Hoffnung –
Hoffnung auf das Leben
nach der Auferstehung
Hoffnung für das Gute
im Menschen
Hoffnung für alles
im Leben.
Waltraud Freismuth
AUS DEM PFARRLEBEN
GEBETSKREIS [OGGAU]
Oggau war immer schon eine gebetsfreudige Gemeinde. Erinnern wir uns an den verstorbenen Sallmutter
Johann-Onkel, der auf Wunsch der Gottesmutter von Fatima begonnen hat, das Rosenkranzgebet an jedem 13.
des Monats – und verbunden mit einer nächtlichen Andacht in der Kreuzkapelle – neu zu pflegen.
Erwähnt sei Joseph Haydn, dessen 200. Todestag sich heuer jährt. Er wurde gefragt, woher er seine wunderbaren
Melodien nehme. Darauf antwortete er: „Die schönsten und besten Einfälle kommen mir beim Rosenkranzbeten.“
Auch unser Gebetskreis feiert heuer ein kleines Jubiläum. Im Juli 2009 sind es 20 Jahre, dass er wieder „neu gegründet“ wurde. Woche für Woche findet sich eine kleine Schar von etwa 20 Frauen in unserer Pfarrkirche zum
Rosenkranzgebet ein. Die Andacht beginnt jeweils mit einer Lesung, dann folgen der Rosenkranz, die Fürbittgebete und dazwischen werden Lieder gesungen. Am ersten Montag in jedem Monat, das ist in der Herz JesuFreitag-Woche, wird der Rosenkranz in der wunderschön restaurierten Kreuzkapelle gebetet.
Nicht nur zum kleinen Jubiläumsfest, auch zu jeder Gebets-Andacht sind alle herzlich eingeladen, sich Zeit zu
nehmen. Kommen Sie! Vielleicht findet auf diesem Weg mancher zu einem erfüllteren Alltag. Das wünschen wir
vor allem unseren Jüngeren. Sie würden den Gebetskreis möglicherweise neu beleben und auffrischen. Denn
Veränderung ist notwendig und tut sicher gut! [Agnes Hanifl]
RENOVIERUNG [OGGAU]
Nachdem die Innenrenovierung der Pfarrkirche fast abgeschlossen ist, möchten wir eine Übersicht der vorläufigen Kosten geben:
Bereits durchgeführte Renovierungsarbeiten
Trockenlegung
10.000,-Fa. Geyling
1.500,-Restaurator Fankl
30.000,-Bauunternehmen Schmelzer
8.000,Fa. Preys
2.900,-Stahlbau Raditsch
3.100,-Orgelbau Rauscher
25.000,-Maler Schuster
24.000,-Restaurator Gregorics
5.600,-Restaurierung Pfaffenbichler
21.000,-Zwischensumme
131.100,--
Elektro-physikalische Methode
Glasfenster großes Kirchenportal
Altäre, Kanzel, Leuchter
Putzausbesserungen
Deckenmedaillons
Glastür im Windfang
Reparatur und 8 Stk. neue Orgelpfeifen
Innenmalerei
Steinmetz, Fußboden, Ausbesserungen
Hochaltarbild
Noch durchzuführende Renovierungsarbeiten
Restaurator Kopp
7.700,-Restaurierung Pfaffenpichler
15.000,-Heinz Ebner
4.400,-8.000,-ca.2.500,-voraussichtl. Gesamtkosten 168.700,--
Eingangstüren Kirche
Bilder Seitenaltäre
Altarkreuz
elektr. Steuerungsanlage der Glocken
elektr. Liederanzeigetafel
Es ist sich knapp ausgegangen
- unmittelbar vor Weihnachten
kehrte das renovierte Hochaltargemälde auf seinen Platz
zurück
Die Verantwortlichen der Pfarre Oggau möchten sich auf diesem Weg bei allen, die uns sowohl mit ihrer Arbeitskraft, ihrem unermüdlichen Einsatz, als auch mit ihrem finanziellen Beitrag unterstützt haben, recht herzlich bedanken. Wie Sie sehen, ist noch einiges zu tun und Ihre Spende auch weiterhin willkommen und notwendig. Vergelts Gott! [Josef Thenner]
AUS DEM PFARRLEBEN
OSTERRATSCHEN [RUST]
Es ist ein uralter Brauch, wenn von Gründonnerstag bis Karsamstag die Glocken der Kirche nicht läuten (im
Volksmund sagt man: „Die Glocken fliegen nach Rom“) mit den Osterratschen durch die Straßen zu ziehen,
um die Menschen an das Gebet zu erinnern. Viele Kinder unserer Stadt werden dies heuer mit geschmückten
Ratschen tun. Mit dem Spruch „Wir ratschen, wir ratschen den englischen Gruß“ werden sie uns alle an Christus
Jesus, an das Gebet, aber auch an die hl. Messe erinnern. In den Ortschaften ist es dann üblich, dass die Kinder
für Ihre Mühe am Karsamstag, wenn sie den Menschen in ihren Häusern Osterwünsche bringen, mit Ostereiern
und Süßem belohnt werden.
ERSTKOMMUNION 2009 [RUST]
Ankerl Emelie, Astner Victoria, Dachs Michael, Kaiser Bastian, Kancz Tobias,
Kenthal Philipp, Lackner Michelle, Lebersorger Maria, Leidinger Laurenz,
Loidl David, Mooslechner Maximilian, Saurer David, Rainprecht Marcel,
Reinprecht Marcel, Duar Angelina
Tischmütter: Kancz Katharina, Leidinger-Neubauer Kerstin
BENEFIZKONZERT [RUST]
Das Benefizkonzert der musizierenden Vereine von Rust in der katholischen Kirche war wieder ein Höhepunkt in der vorweihnachtlichen Zeit.
Stimmungsvolle Lieder haben die Anwesenden auf Weihnachten vorbereitet und ihnen ein wenig Ruhe und Beschaulichkeit vermittelt. Erstmalig ist
der kath. Kirchenchor als gemischter Chor aufgetreten und hat mit seinen
Darbietungen sehr überrascht. Der Erlös von € 960,- wird für die Orgelrenovierung verwendet.
STEFANITAG [RUST]
Es ist bereits Tradition, dass am Stefanitag der 1. Ruster Männergesangsverein die Messe musikalisch bereichert
und so sehr zur Feierlichkeit der Messe beiträgt. Ebenso ist es schon Tradition, dem Männergesangsverein durch
eine Einladung in den Pfarrhof für die Unterstützung zu danken. In angenehmer Atmosphäre wird geplaudert
und die Gemeinschaft aller Christen miteinander verstärkt.
PAULUSJAHR [RUST]
Mit einer feierlichen Andacht am Sonntag, den 25. Jänner 2009 hat Stadtpfarrmoderator Wieder mit den Pfarrgemeinderäten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer drei Pfarren das Paulusjahr begangen. Gastprediger war unser evangelischer Pfarrer Mag. Frank Lissy-Honegger, der eindrucksvoll die Bedeutung des Apostels
Paulus für unsere evangelischen Geschwister schilderte. Anschließend hat der Stadtpfarrmoderator die Helferinnen und Helfer aus allen drei Pfarren zu einem Abendessen in den Sebastiankeller in Oggau eingeladen. Die Einladung bot die angenehme Gelegenheit, sich gegenseitig näher kennen zu lernen und in entspannter Atmosphäre
Gemeinsamkeit im Pfarrverbund entstehen zu lassen.
CARITAS IN DER GEMEINDE [RUST]
Frau Karin Scheidl wird am Freitag, den 17. April 2009 um 20 Uhr im Pfarrheim Rust ein Impulsreferat zum Thema „Perspektiven der Caritas in der Gemeinde“ abhalten. Es sind alle Interessierten zur Teilnahme sehr herzlich eingeladen.
AUS DEM PFARRLEBEN
BUNTER NACHMITTAG [RUST]
Wieder haben unsere Frauen um Luise Lackner und Erni Reinprecht einen bunten Nachmittag für die Senioren
der Pfarrgemeinde organisiert. Nach der heiligen Messe wurden sie im Pfarrhof mit Kaffee, Kuchen, Brötchen etc.
verwöhnt. Stadtpfarrmoderator Hubert Wieder hat durch seinen Beitrag - er hat aus dem Buch von Franz Hannabauer Geschichten in Oggauer Mundart vorgelesen - sehr zum Gelingen des Nachmittages beigetragen.
Die Veranstalterinnen freuten sich über den regen Besuch.
Der Pfarrgemeinderat bedankt sich herzlich für diese Initiative bei den Damen, die ihre Zeit großherzig in den
Dienst der Pfarre stellen.
FASTENSUPPENAKTION [RUST]
Für die Fastenaktion unserer Diözese haben die Ruster Frauen wieder viele verschiedene und gute Suppen gekocht. Diese wurden, wie alljährlich am ersten Fastensonntag angeboten und haben auch regen Zuspruch erhalten. Der Gesamterlös von € 387,-- wird der Fastenaktion gespendet.
ÖKUMENISCHER WELTGEBETSTAG DER FRAUEN [RUST]
Am Freitag, den 6.3.2009 fand der ökumenische Weltgebetstag in unserer Kirche statt.
Gemeinsam mit den Frauen unserer evangelischen Schwestergemeinde haben unsere Frauen den Gottesdienst
vorbereitet und gestaltet. Dieses Jahr wurde die Liturgie für den Gebetstag von den Frauen aus Papua- Neuguinea
vorgegeben. Nach der Begrüßung durch Frau Direktor Eveline Bachkönig stellte die Kuratorin der evang. Pfarrgemeinde das Land und die Menschen, besonders die Frauen, aus Papua-Neuguinea mit eindrucksvollen Bildern
vor.
Danach wurden die Texte und Gebete zum Gottesdienst abwechselnd von den evangelischen und katholischen
Frauen gelesen. Ein Gruppe junger Trommler vermittelte den anwesenden Gläubigen durch ihre Musik auch ein
wenig von dem Lebensgefühl der Menschen in Papua-Neuguinea. Ganz besonders schön wurde die Lesung von
der Rettung des Mose, die von Frauen und Kindern pantomimisch dargestellt wurde, empfunden.
Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Stadtpfarrmoderator Mag. Hubert Wieder bei den Veranstalterinnen
und Organisatorinnen und lud alle Anwesenden zu einer Agape in das Pfarrheim ein.
Besonderer Dank für die Organisation des Weltgebetstages gehört wieder den Frauen um Erni Reinprecht und
Luise Lackner, die immer wieder beweisen, wie wichtig ihnen das Wohl unserer Kirche und die Gemeinsamkeit
mit unserer evang. Schwestergemeinde ist.
Die Kollekte für Projekte in Papua-Neuguinea erbrachte € 403,10. [Maria Schreiner]
STERNSINGER [RUST]
Am 2. und 3. Jänner war ich gemeinsam mit 14 Kindern als Sternsinger in unserer Pfarre unterwegs. Insgesamt konnten wir 2.467,Euro für Kinder in Not sammeln.
Am 6. Jänner – dem Heiligen Dreikönigstag – hatten wir eine
besondere Idee. Gemeinsam mit Anna Popovits, Michael Steiger
und meinem Bruder Tobias ging ich als Sternsinger angezogen mit
Schlittschuhen auf den zugefrorenen Neusiedler See. Wir erregten großes Aufsehen. Viele Leute waren sehr nett und freundlich.
Sie blieben stehen und hörten zu, wie wir Ihnen die Botschaft des
Herrn mitteilten. Es war ein besonderer Tag, den ich sicher nicht
so schnell vergessen werde. [Jakob Kancz]
JUGEND
JUGENDLICHE UNSERER PFARRE [RUST]
Es ist nicht (immer) leicht, Jugendliche in unserer Pfarre für die Kirche, den Glauben, die Überzeugung von
Gott, dem Vater im Himmel, gewinnen zu können. Jugendliche unserer Zeit sind vielen „angreifbaren“ Einflüssen
ausgesetzt. Viel leichter als der Glaube an Gott und die katholische Kirche ist es, sich mit Computer, Playstation
etc. auseinanderzusetzen. Oft liegt es aber auch an der Erfahrung, die Eltern mit der Kirche gemacht haben. Wir
Erwachsenen sollten dennoch unseren Kindern/Jugendlichen die Chance bieten, sich mit der Welt, in der sie
leben, bewusst auseinanderzusetzen; wir tragen als Erwachsene die Verantwortung, unsere Kinder/Jugendlichen
auf ihrem oft steinigen Weg zu begleiten. Zu all den Wegen, die wir und unsere Kinder gehen müssen, gehört aber
auch der Glaube, der Glaube an jemanden, der einem Stütze ist, wenn der Weg gar steinig wird; davon bin ich
überzeugt.
Seien wir einmal ehrlich zu uns: Brauchen wir nicht auch ab und zu jemanden, der da ist, wenn es uns nicht so gut
geht? Bitten wir nicht auch manches Mal um Hilfe, auch wenn es uns vielleicht gar nicht so klar ist wen?
Nicht anders als uns ergeht es unseren Kindern und Jugendlichen; an uns liegt es aber, ihnen Möglichkeiten zu
geben um herauszufinden, welche Wege sie gehen werden, welcher Glaube ihnen Stütze gibt.
Seit einiger Zeit versuche ich, Jugendlichen unserer Pfarre ein „Gemeinsam“ zu ermöglichen. Regelmäßig treffen
sie sich im katholischen Pfarrhaus, um gemeinsam Erlebnisse zu sammeln.
In der Zeit, in der wir leben, hat die Gemeinschaft wieder eine wichtige Rolle bekommen. Ermöglichen wir doch
unseren Kindern/Jugendlichen das Erleben von Gemeinschaft!
Zur Zeit arbeiten einige Jugendliche ganz fleißig an den Vorbereitungen für den Osterbasar; sie sägen, kleben,
malen. Gemeinsam zu schaffen, gemeinsam Gespräche zu führen und gemeinsam Erlebnisse zu haben, gibt Kraft,
Glaube und Sicherheit.
Besonders toll war es, als sich heuer 18 Jugendliche fanden, die bereit waren, als „Sternsinger“ die Botschaft in
die Häuser unserer Stadt zu tragen und für einen guten Zweck ihre Freizeit zu opfern, um Geld für Arme zu
sammeln. Natürlich gehört da
auch Spaß dazu; so boten wir
den Jugendlichen ein gemeinsames Mittagessen und Spiel und
Spaß in unserem Jugendraum
bei Billard und Tischtennis. So
konnten unsere Jugendlichen
und ihre Begleiter weit über €
2.000,- für notleidende Menschen sammeln. Ein herzliches
Vergelt´s Gott den Spendern,
aber auch den Jugendlichen und
ihren Begleitern! Danke unserer
Raiba, die uns mit € 300,- für
den Jugendraum unterstützte!
Kommt vorbei im Jugendraum unserer Pfarre! Schaut,
ob es vielleicht auch euch
Spaß macht, mit Gleichaltrigen Erlebnisse zu sammeln! Nur wer als junger Mensch Positives in Gemeinschaft erleben kann, wird es schaffen, Positives weiterzugeben und nicht zu vereinsamen. Einsame Menschen gibt es leider viel zu viele.
[Erich Pasterniak]
RENOVIERUNG
IST DIE ORGEL DER STADTPFARRKIRCHE NOCH ZU RETTEN? [RUST]
Rust im Jahr 2051. Musikunterricht in der Schule. Die 7-jährigen Kinder (darunter wahrscheinlich ein Urenkel des Autors) öffnen in der Schulklasse auf
ihrem Laptop die Seite „Kirche“. Der virtuelle Lehrer erklärt den Kindern in
fremdartigen Bildern, dass sich in früheren Jahrhunderten viele Menschen
in den Kirchen getroffen hätten nur um zu beten, singen und Gottesdienste
zu feiern. Begleitet wurde der Gesang durch die Orgel, einst die „Königin
der Instrumente“, heute nur noch in Museen zu hören. Der virtuelle Lehrer
fährt fort:
„Gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts nahm der Kirchenbesuch so
stark ab, dass immer häufiger Gottesdienste ausfielen, die Kirchen umgewandelt wurden in Begegnungsstätten und die ausgebildeten Kirchenmusiker umschulen mussten zu Sozialhelfern oder Musiktherapeuten. Die Orgel
hatte als Begleitinstrument für den Volksgesang ausgedient, da kein Volk
mehr zum Begleiten da war. Ein Grund dafür war auch, dass parallel zum
nachlassenden Kirchenbesuch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
auch Orgelkonzerte immer schlechter besucht waren. Meist verloren sich 10 bis 20 Zuhörer im weiten Schiff einer
Kirche und das nur, weil sie Pfarrgemeinderäte oder mit dem Interpreten verwandt waren. In der Folge wurden,
auch wegen der Erhaltungskosten, viele historische Orgeln an Museen verkauft, um sie der Nachwelt zu erhalten.
Die Restaurierung einer historischen Orgel war nämlich eine große finanzielle Belastung für eine Pfarre. Die
damaligen Menschen waren es nicht mehr gewohnt, beim Erwerb von beweglichen Gütern (wozu eine Orgel
trotz ihrer Größe gehörte) Nutzungszeiten von mehr als 30 Jahren in Betracht zu ziehen. Damals wurden solche
Menschen als Wegwerfgesellschaft bezeichnet. Die Lebensdauer einer Orgel misst man jedoch in Jahrhunderten.
„Eure Eltern und Großeltern jedoch“, fuhr der virtuelle Lehrer fort, „waren nach einem Beschluss des damaligen
Ruster Pfarrers und seines Pfarrgemeinderats bereit, für die Restaurierung der historischen Orgel zu spenden,
und das, obwohl erst wenige Jahre zuvor die Stadtpfarrkirche renoviert worden war. Diese Orgel wurde 1783 vom
Raaber Orgelmacher Petrus Beking gefertigt, hatte eine barocke Disposition mit ursprünglich grüner Fassung.
Die Schleierbretter und der Schnitzdekor waren polimentvergoldet. Der Gesimsaufsatz war damals abgenommen
und lagerte im Turm. Diese Spendenbereitschaft der damaligen Ruster Bevölkerung, der Diözese, der Gemeinde,
des Landes und vieler honoriger Gewerbetreibender sollte sich lohnen. Es gibt heute nicht mehr viele dieser historischen Orgeln. Seid stolz auf die Ruster, auf eure Eltern und Großeltern! Nicht nur, dass danach die Gottesdienste
gut besucht waren, auch der Klang der Orgel vermochte den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu
steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ schloss der virtuelle Lehrer den Musikunterricht.
„Opa, Opa“ weckte der Urenkel den Autor, als er zum Mittagessen hereinstürmte, „eine Orgel haben die“. Der
herausragend schlechthörende Angesprochene dachte noch, „was für eine Orgelakademie?“ und träumte seinen Traum weiter.
Sanierung der historischen Orgel der Stadtpfarrkirche
Derzeit werden von Diakon Josef Prieler überarbeitete Angebote eingeholt.
Die Renovierungskosten werden auf über € 70.000,-- geschätzt. Von öffentlicher Seite wird es Zuschüsse geben, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.
Trotzdem klafft noch ein beträchtliches Finanzierungsloch, welches der Pfarrgemeinderat zu schließen bemüht sein muss. Wir bitten Sie: Öffnen Sie ihr
Herz und unterstützen auch Sie dieses, unser gemeinsames Vorhaben finanziell mit Ihrer Spende. Dafür sagen wir ein herzliches Vergelt`s Gott!
Freuen wir uns gemeinsam darauf, unser Gotteshaus mit renovierter Orgel in
neuem Glanz erstrahlen zu sehen! [Hans Kainz]
OSTERLACHEN
Ein Seminarist fragt seinen Predigt-Lehrer: „Worüber darf man nie in einer Predigt reden?“ Dieser antwortet:
„Nie über 10 Minuten!“
DER ENGLISCHE GRUSS
Für alle katholischen Christen, denen der Wortlaut des „Englischen Grußes“ nicht mehr so geläufig ist:
Der Engel des Herren brachte Maria die Botschaft: Gegrüßet seist Du Maria...
Maria sprach: „Siehe ich bin eine Dienerin des Herren“:Gegrüßet seist Du Maria...
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt: Gegrüßet seist Du Maria...
TERMINE
OGGAU:
Dienstag, 31.03., 14.00 Uhr
31.03., 15.00 Uhr
Do./Fr. 02. und 03.04.
Palmsonntag, 05.04., 09.30 Uhr
Karmittwoch, 08.04., 15.00 Uhr
Gründonnerstag, 09.04., 19.00 Uhr
Karfreitag, 10.04., 15.00 Uhr
18.00 Uhr
Karsamstag, 11.04., 20.00 Uhr
Ostersonntag, 12.04., 10.00 Uhr
Ostermontag, 13.04., 10.00 Uhr
RUST:
Palmsonntag, 05.04., 10.00 Uhr
Kardienstag, 07.04., 14.00 Uhr
15.00 Uhr
Karmittwoch, 08.04., 15.00 Uhr
Gründonnerstag, 09.04., 18.00 Uhr
Karfreitag, 10.04., 10.00 Uhr
18.00 Uhr
Ostersonntag, 12.04., 05.00 Uhr
10.00 Uhr
Ostermontag, 13.04., 10.00 Uhr
MÖRBISCH: Donnerstag, 02.04., 14.00 Uhr
15.00 Uhr
Palmsonntag, 05.04., 08.00 Uhr
Karmittwoch, 08.04., 15.00 Uhr
Gründonnerstag, 09.04., 19.00 Uhr
Karfreitag, 10.04., 09.00 Uhr
15.00 Uhr
Karsamstag, 11.04., 20.00 Uhr
Ostersonntag, 12.04., 08.30 Uhr
Ostermontag, 13.04., 08.30 Uhr
Osterbeichte für Alte und Kranke - Pfarrhof
Messfeier für Alte und Kranke mit Krankensalbung - Pfarrhof
Osterbeichte und -kommunion für Alte und Kranke (Bitte, melden!)
Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem - Kindergartenhof
Chrisam-Messfeier; Eisenstädter Dom
Messfeier vom Letzten Abendmahl, Ölbergstunde
Kreuzweg
Feier vom Leiden und Sterben Christi
Hochfest der Auferstehung des Herrn
Pfarrkirchenhof: Feier der Osternacht
Messfeier
Messfeier
Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem - Fischerkirchenhof
Osterbeichte für Alte und Kranke - Pfarrhof
Messfeier für Alte und Kranke mit Krankensalbung - Pfarrhof
Chrisam-Messfeier; Eisenstädter Dom
Messfeier vom Letzten Abendmahl, Ölbergstunde
Kreuzweg
Feier vom Leiden und Sterben Christi
Hochfest der Auferstehung des Herrn
Fischerkirchenhof: Feier der Osternacht
anschließend Osterfrühstück im Pfarrhof
Messfeier
Messfeier
Osterbeichte für Alte und Kranke - Pfarrhof
Messfeier für Alte und Kranke mit Krankensalbung - Pfarrhof
Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem - Pfarrkirchenhof
Chrisam-Messfeier; Eisenstädter Dom
Messfeier vom Letzten Abendmahl, Ölbergstunde
Kreuzweg
Feier vom Leiden und Sterben Christi
Hochfest der Auferstehung des Herrn
Pfarrkirchenhof: Feier der Osternacht
Messfeier
Messfeier
IMPRESSUM
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Stadtpfarramt Rust am See, 7071 Rust am See, Rathausplatz 16, auch für Pfarramt
Oggau am Neusiedler See, 7063 Oggau am Neusiedler See, Hauptstr. 63, und für Pfarramt Mörbisch am See, 7072 Mörbisch
am See, Hauptstr. 24; Herstellungs- und Verlagsort: Rust am See; Hersteller: Offset2000, 7344 Stoob-Süd 32
Redaktion (alphabetisch): Karl Cvitkovich (Mörbisch), Mag. Marianne Hergovich (Oggau), Hans Kainz (Rust), Dietmar
Schindler (Rust), Maria Schreiner (Rust), Pfarrmoderator und -provisor Hubert A. Wieder
Telefon: 0676/880708263 Internet: www.martinus.at/rust
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Seele and Geist
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