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Stand 26.10.2014
VOR-gelesen! von uns für Sie gelesen
Pizzolatto: Galveston
Ein klassischer „Crime Noir“ im Stil von Dashiell Hammett oder Raymond Chandler,
allerdings angesiedelt in den 1980er Jahren. Roy Cady, Auftragskiller im Dienst eines amerikanischen Gangster-Bosses, erlebt einen schwarzen Tag: Morgens erfährt
er, dass er Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium hat, mittags sieht er, dass
sein Boss ihm seine Freundin ausgespannt hat und abends schickt ihn ebendieser
Boss auf ein Himmelfahrtskommando, mit dem Ziel, Cady damit zu eliminieren. Doch
Cady überlebt das Gemetzel und muss fliehen. Mit sich nimmt er die Teeny-Prostituierte Rocky, die das Blutbad ebenfalls überlebt hat. Sie rasen gehetzt durch die Nacht von New Orleans bis nach Texas, wo sie auf der Insel Galveston in einem abgewirtschafteten Motel unterkommen. Unterwegs haben sie noch die vierjährige Schwester von Rocky aufgenommen, um sie vor den
Übergriffen des Stiefvaters zu schützen. Cadys Plan ist, dem jungen Mädchen hier ein normales Leben zu ermöglichen, besser als sein eigenes war. Sie soll sich einen Job suchen und so ein Auskommen für sich und ihre Schwester haben. Er selbst will die beiden baldmöglichst verlassen. Doch es
kommt alles anders…..
Mein Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Gewaltszenen oft plastisch brutal geschildert
werden und Blut und Alkohol in Strömen fließt. Pizzolatto ist es gelungen, den Killer Roy Cady nicht
nur als gefühllosen, brutalen Menschen zu schildern, sondern er hebt vor allem seine guten Charaktereigenschaften hervor. Die düstere, beklemmende Retro-Story liest sich flüssig und bleibt bis zum
Schluss spannend. Mein Geschenktipp besonders für (harte) Männer.
Pizzolatto, Nic : Galveston – 253 Seiten – Metrolit Verlag – 20 EUR
Das Kinderbuch „Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas“ von Wieland
Freund aus dem Beltz & Gelberg Verlag für Kinder ab 8 Jahren:
Das erste Buch, das ich mir aus den Novitäten des Herbstes ausgesucht habe, ist
ein Krimi für junge Leser. Helden dieser Geschichte um einen verborgenen Schatz
auf einer Urlaubsinsel sind allerdings unsere vierfüßigen Freunde, nämlich die etwas eingebildete Katze Disse und der kleine etwas ängstliche Terrier Toft. In der
beschaulichen Welt der beiden, die sie mit dem alten Parkplatzwächter Johann
teilen, taucht plötzlich in einer alten Burg ein riesiger Geisterhund auf, der die
Touristen vertreibt und so Johann um seine Einnahmequelle bringt. Nachdem die
Polizei nur die Burg sperrt, um weitere Beißattacken zu verhindern, gehen Disse und Toft allein
dem Rätsel nach. Und auch wenn es Disse kaum für möglich hält, wächst der kleine Toft in einer
brenzligen Situation über sich hinaus und das Rätsel um den Geisterhund wird gelöst.
Sehr gut gefallen haben mir die Charaktere der beiden Hauptfiguren: Disse mit ihren lustigen Kommentaren zu allem und jedem, dabei aber immer etwas arrogant und von oben herab und Toft, der
schnell mal vor Aufregung stottert, jedoch ein großes Kämpferherz besitzt. Der Höhepunkt wird von
einer wilden Jagd gebildet, bei der auch ein Bulle, eine Schafherde und ein pensionierter Polizei-
hund eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Wieder einmal ist Wieland Freund ein tolles Kinderbuch
gelungen.
Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas – 183 Seiten – ab 8 Jahren – Beltz-Verlag – 12,95 EUR
Shafak, Elif: Ehre
Der Roman erzählt die Geschichte von zwei Mädchen, die als jüngste Töchter einer kurdischen Familie mit sechs weiteren Schwestern in einem kleinen Dorf am
Euphrat aufwachsen. Die Zwillingsschwestern beschreiten völlig unterschiedliche
Lebenswege. Die eine bleibt nach einer gescheiterten Liebe in ihrem Heimatdorf
und wird geachtete Hebamme und „Kräuterhexe“, die andere zieht mit ihrem
Mann über Istanbul nach London, wo sie versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch das Glück währt nicht lange, denn ihr Mann ist spielsüchtig und verlässt die Familie. So ist Pembe auf sich allein gestellt mit der Erziehung der Kinder. Als sie sich in einen anderen Mann verliebt und beginnt, das Leben zu genießen, kommt es zur Katastrophe – einem Ehrenmord.
Mein Fazit:
Diese Familiengeschichte über Schuld und Ehre hat mich sehr berührt. Man erfährt vieles über die
kurdische und türkische Kultur, aber auch über die Probleme, mit denen Einwanderer in ihrer neuen
Heimat zu kämpfen haben. Einerseits sind sie noch ihrer Tradition verhaftet, andererseits möchten
sie sich auch im neuen Land wohl fühlen und müssen sich anpassen. Elif Shafak erzählt diese Geschichte aber nicht nur ernst, sondern auch orientalisch blumig und teils mit feinem Humor aus unterschiedlichen Perspektiven – eine aufwühlende, packende und sehr spannende Lektüre.
Shafak, Elif: Ehre – Kein & Aber Verlag – 528 Seiten – 24,90 EUR
Vetri, Nino: Lume Lume
Palermo, Europa: Einem Mann gefällt das rumänische Volkslied „Lume Lume“. „Leute“
oder „Welt“ - das ist die wörtliche Übersetzung von lume. Könnte es auch „Leute der
Welt“ oder „Welt der Leute“ heißen? Signor Nino möchte gerne den ganzen Text kennen, wissen, woher genau das Lied kommt. Er macht sich auf die Suche, zunächst bei
den Rumänen, die in seinem Viertel wohnen. Sie kennen zwar das Lied, leider aber
auch nicht den vollen Text, jeder hat seine eigene Version. Er bummelt weiter durch
die Stadt, trifft dabei neben Sizilianern auch Bangladeschis, Maghrebiner, Kosovaren,
Bilderbuch-Mafiosi, Barbiere auf Hausbesuch, mehr oder weniger fromme Muslime, Männer mit und
ohne Familie, Frauen, Kinder. Er sieht, wie die Stadt sich verändert. Die typischen kleinen Kaffeeröstereien oder Tante-Emma-Läden, wo man sich zum Schwatz getroffen hat, verschwinden über
Nacht, stattdessen gibt es dort funkelnde, nichtssagende Filialen von Modeketten, die überall in
der Welt gleich aussehen. Die kleinen Nachbarschaftstrattorien, die zwar nicht immer sauber, aber
dafür „heimelig“ waren, werden ersetzt durch stylische, sterile Önotheken, die keine Gemütlichkeit
ausstrahlen. Andererseits eröffnen aber die „neuen“ Palermitaner – also die Inder, Pakistani usw. –
ihre Läden, die verführerisch nach den Gewürzen des Orients duften und die vom Flair her den alten, sizilianischen Läden sehr ähnlich sind. Ist das das neue Palermo? Für Signor Nino nicht unbedingt eine Verschlechterung.
Mein Fazit:
Es war ein großes Vergnügen, dieses kleine Büchlein zu lesen und Signor Nino auf seiner Suche
nach dem Liedtext, die alle kurzen Geschichten zusammenhält, zu begleiten. Er beschreibt die Verhältnisse in Palermo, das ja schon immer ein Schmelztiegel aller Nationen, Kulturen und Religionen
war, in den leuchtendsten Farben mit viel Herz und Gefühl. Andrea Camilleri, Sizilianer wie Vetri,
hält den kleinen, eigenwilligen Roman für ein „Handbuch für das Zusammenleben in der Welt“. Dieses Büchlein ist die ideale Reiselektüre für alle, die einen Urlaub in Italien geplant haben und ein
Muss für alle Italophilen.
Nino Vetri: LUME LUME - Mit einem Vorwort von Andrea Camilleri - Klappenbroschur - 120 Seiten - edition.fotoTAPETA - 12,80 €
Twardoch, Szczepan: Morphin
Warschau 1939, kurz nach dem Einmarsch der Deutschen. Die Stadt, deren Café- und
Künstlerszene und deren Nachtleben zuvor mit Berlin oder Paris vergleichbar war, ist
paralysiert. Die Bevölkerung steht unter scharfer Beobachtung, es herrscht Hunger
und Not. In dieser Szenerie lebt Konstanty Willemann, Mitte 30, Sohn einer polnischen Adeligen und eines deutschen Offiziers. Die Eltern haben sich getrennt als er
noch klein war. Er lebt vom Geld, das seine Mutter ihm zusteckt, hat Kunst studiert,
das Studium aber abgebrochen und verbringt seine Tage in den Cafés und Bars. Seine Nächte verbringt er bei der Edelprostituierten Salomé, die nicht nur seine sexuellen Wünsche erfüllt, sondern auch die euphorisierenden Morphinräusche mit ihm teilt. Konstanty ist
aber auch verheiratet, er hat einen kleinen Sohn, den er über alles liebt und auch seiner Frau ist er
immer noch verbunden. Allerdings ist diese das krasse Gegenteil von Salomé, nämlich emanzipiert
und bodenständig. Sie toleriert seine Eskapaden, doch erkennt, dass sie ihrem Mann eine Aufgabe
verschaffen muss, um sein Abgleiten in die Drogen- und Alkoholsucht zu verhindern. So bringt sie ihn
in Kontakt mit Leuten der polnischen Widerstandsbewegung. Konstanty spricht zwar fließend
Deutsch, fühlt sich aber von der Seele her als Pole. Diese Eigenschaften machen ihn für den Einsatz
im Widerstand so wichtig. Er sieht, dass er hier einen neuen Lebensweg finden kann und nimmt die
Identität seines Vaters an. Sein erster Auftrag führt ihn nach Budapest. Auf dem Weg dorthin, der
durch vom Krieg verwüstete Landschaften führt, ringt er mit sich selbst, versucht sich darüber klar zu
werden, wer er eigentlich ist und was er sich vom Leben verspricht.
Mein Fazit:
Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen, auch wenn es sicher keine leichte Lektüre ist und dem
Leser einiges abverlangt. Anfangs musste ich mich an die Sprache des polnischen Autors gewöhnen. Rau, direkt, abgehackt, teils nur Satzfetzen – so wird auch sprachlich der zerrissene Charakter
des Hauptdarstellers vermittelt. Erst nachdem sich Konstanty dem Widerstand angeschlossen und
endlich eine Vorstellung von seinem Leben hat, wird auch die Erzählung flüssiger. Neben dem starken Charakter des Hauptdarstellers hat mich vor allem die sehr lebendige Schilderung des Lebens in
Warschau fasziniert, die Rückblicke auf das fast zügellose Leben der „Upperclass“ vor dem Krieg
und das, was durch den Krieg daraus geworden und unwiederbringlich verloren gegangen ist.
Twardoch, Szczepan: Morphin – Rowohlt Verlag – 592 Seiten – 22,95 EUR
Das Kinderbuch „ Finn und die geklauten Kinder“ von Lars Joachim Grimstad
aus dem Dressler-Verlag für Kinder ab 10 Jahren:
Der 11jährige Finn muss die Schule wechseln, da sein Vater, ein Taxifahrer, ganz
überraschend Ministerpräsident von Norwegen geworden ist, und deshalb ein
Umzug nötig ist. Und seltsamerweise bekommt sein Vater auch noch ein Kind
von einem ausländischen Staatsmann geschenkt, den ebenfalls 11jährigen Kim.
Dieser entpuppt sich als netter Bursche und toller Spielkamerad für Finn. Eigentlich wäre sein neues Leben also ganz in Ordnung, wenn nicht plötzlich Kinder,
auch Schulkameraden von Finn und Kim, verschwinden würden. Und die betroffenen Familien fallen während des Verschwindens in einen tiefen Schlaf und haben Alpträume von unheimlichen Fliegenwesen. Also alles ziemlich mysteriös, zumal die Polizei erst einmal wenig unternimmt. Gleichzeitig wird an Finns Schule ein landesweites Quiz ausgerufen, zu dem jede Schule ein
Team schicken soll. Auch Finn ist mit Kim und einer Freundin dabei. Wie das Quiz und das Verschwinden der Kinder zusammenhängen, zeigt sich erst am Schluss.
In dieser Geschichte treten zwar viele teilweise sehr schräge Figuren auf, doch gespickt mit fantastischen Elementen nimmt diese Detektivgeschichte schnell an Fahrt auf. Oft kommt es zu unerwarteten Wendungen, doch dank der kurzen Kapitel behält man trotzdem den Überblick. Für mich ist es
also ein gelungenes Debüt.
Grimstad, Lars J.: Finn und die geklauten Kinder; 352 Seiten; mit Illustrationen; ab 10 Jahren; Dressler-Verlag; 14.95 EUR
Das Jugendbuch „Zeit der großen Worte“ von Herbert Günther aus dem Gerstenberg Verlag für Jugendliche ab 14 Jahren:
Pünktlich zum Gedenkjahr an den Ersten Weltkrieg erscheinen auch im Jugendbuchbereich Titel zu diesem Thema. In dem hier vorgestellten Buch hat sich das
Attentat von Sarajevo bereits ereignet. Auch in Deutschland werden die Rufe
nach Vergeltung an der Seite des Verbündeten Österreichs immer lauter. Begriffe wie Ehre und Vaterland sind in aller Munde. So auch in der Familie des
14jährigen Pauls. Voller Enthusiasmus melden sich sein Vater und sein älterer
Bruder als Kriegsdienstfreiwillige der ersten Stunde. Jeder erwartet einen raschen Sieg. Doch diese neue Art der technischen Kriegsführung mit Massenvernichtungswaffen zieht sich hin; die ersten Einschränkungen, wie z.B. Rationierung von Lebensmitteln, treten auf. Auch die ersten Verwundeten kehren heim. Und die Sorge der
Zurückgebliebenen wird immer größer, und ist leider auch begründet.
Auch wenn die Zielgruppe für dieses Buch die 14-17jährigen sind, hat auch mich als Erwachsener
dieses Buch sehr berührt. Beim Lesen werden interessierte Jugendliche die damalige Zeit sicher
besser verstehen können. Überzeugend und anschaulich wird gezeigt, wie die anfängliche Kriegseuphorie bei den Menschen in nackte Angst umschlägt. Paul versucht dem Alltag in seinem Erwachsenwerden zwar auch viel Normalität abzugewinnen, aber immer mehr zweifelt er an dem Sinn des
Krieges. Schließlich zerbricht auch sein Weltbild und er begreift, dass ein Krieg nur Leid über alle
Beteiligten bringen kann.
Günther, Herbert: Zeit der großen Worte; 272 Seiten; mit Illustrationen; ab 14 Jahren; Gerstenberg Verlag; 14.95 EUR
Das Kinderbuch „Tommy Mütze“ von Jenny Robson jetzt neu als Taschenbuch im
Gulliver-Verlag für Kinder ab 9 Jahren:
Während des Unterrichts bekommen die Kinder der vierten Klasse einen neuen
Mitschüler, Tommy MacAdam. Dies ist ja eigentlich nichts besonderes, doch
trotzdem sind Doogal, Dumisani und die anderen Schüler erst einmal vollkommen
sprachlos, denn Tommy trägt eine orange-rot gestreifte lange Wollmütze, die,
bis auf die Augen, sein ganzes Gesicht bedeckt. Selbst beim Essen in der Pause
nimmt er die Mütze nicht ab. Nun platzen die Kinder natürlich fast vor Neugier,
aber auf die Frage nach dem Grund antwortet Tommy immer nur mit „weil“. Da
er sich aber als klasse Fußballspieler entpuppt, lassen die Kinder ihn erst einmal
in Ruhe. Doch Doogal und Dumisani, das „Chaotenteam“ in der Klasse, lassen sich weitere Taktiken
einfallen, um das Rätsel um die Wollmütze zu lösen, leider ohne Erfolg. Aber als Tommy von älteren
Schülern abgefangen wird, kommt ihm die gesamte 4. Klasse zu Hilfe. Und als sich das Geheimnis
schließlich auflöst, sind nicht nur die Kinder, sondern auch der Leser, sehr überrascht.
Nicht umsonst wurde dieses kleine Büchlein 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Die Geschichte spielt im heutigen Südafrika. Sie ist spannend und hat einen witzigen Ich-Erzähler.
Es geht um Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt im menschlichen Miteinander. Auch wenn Tommy anfangs ein Außenseiter ist, schließen ihn seine Mitschüler schnell in ihr Herz und übernehmen in einer brenzligen Situation Verantwortung.
Tommy Mütze; Eine Erzählung aus Südafrika; nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013, Kategorie Kinderbuch; 82 Seiten; ab 9 Jahren; Beltz-Verlag; 5.95 EUR
Nayeri, Dina: Ein Teelöffel Land und Meer
Hier wird die Geschichte einer iranischen Familie in den Jahren um und nach der Revolution 1978 bis in die 1990er erzählt. Saba und Mahtab sind Zwillinge - Töchter
einer wohlhabenden christlichen Familie, die in Teheran lebt. Die Mutter erzieht die
beiden Mädchen sehr liberal, sie lernen Englisch, hören amerikanische Musik und sehen amerikanische Filme. Doch als nach der Revolution die Mullahs die Macht im
Land übernehmen, ist dieses freie Leben in Teheran zu gefährlich und die Familie
zieht in das kleine Heimatdorf des Vaters. Die Mädchen schließen Freundschaft mit den Dorfkindern
und wachsen mit ihnen auf. Eines Tages fährt Saba mit Mutter und Vater zum Flughafen, seltsamerweise ist ihre Schwester nicht mit im Auto, die Eltern streiten sich. Auf dem Flughafen tauchen dann
plötzlich „pasdars“ - die iranischen Sittenwächter – auf, die Situation wird verworren und irgendwann glaubt Saba zu sehen, wie ihre Mutter mit ihrer Schwester an der Hand zum Abflugschalter
geht. Sie selbst fährt mit dem Vater zurück nach Hause. Ihre Erinnerung an diesen Tag ist nur sehr
verschwommen, da sie hohes Fieber hatte, doch sie glaubt fest, dass das, was sie gesehen hat, reell war, auch wenn ihr die Frauen im Dorf immer wieder versichern, ihre Schwester sei beim Baden
ertrunken. Zum Verbleib ihrer Mutter will sich niemand so richtig äußern. Saba lebt nun alleine mit
ihrem Vater im Dorf und wird von den Nachbarsfrauen erzogen. Nach außen hin lebt sie ein normales Leben, doch tief in ihrem Inneren glaubt sie immer noch daran, dass ihre Schwester sich in Amerika ein neues Leben aufgebaut hat. Immer wieder erzählt sie ihren Freunden und auch den anderen
Frauen Geschichten über das fabelhafte Leben, das ihre Schwester in den USA nun führt. Eine berührende Story über Freundschaft, Treue und die Macht des Geschichtenerzählens.
Mein Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, nicht nur wegen der berührenden Lebensgeschichte Sabas. Vor
allem hat mich die teilweise beklemmende Schilderung des Lebens im Iran unter der Herrschaft der
Mullahs beeindruckt, wo bereits kleine „Regelverstöße“ wie z. B. das Tragen von hochhackigen
Schuhen unter der Burka oder eine Haarsträhne, die unter dem Kopftuch hervor-lugte mit brutalen
Schlägen bestraft wurde. Öffentliche Hinrichtungen waren an der Tagesordnung. Dennoch haben
die Menschen ihren Lebensmut nicht verloren, sondern sich privat in ihren Häusern getroffen, gemeinsam gefeiert – Männer und Frauen zusammen. Hier wurde auch Alkohol getrunken und teilweise haben sogar die Wächter an den Feiern teilgenommen und waren, wenn auch nur geduldet, doch
Teil der Gemeinschaft. Dieses Buch ist meine Empfehlung an alle Frauen, denen die Bücher von
Khaled Hosseini gut gefallen haben.
Nayeri, Dina: Ein Teelöffel Land und Meer; mare-Verlag; 528 Seiten; 22,00 EUR
Das Kinderbuch „Survivor Dogs – Die verlassene Stadt“ von Erin Hunter aus
dem Beltz & Gelberg –Verlag für Kinder ab 10 Jahren:
Lucky, ein Straßenhund, ist ein Überlebenskünstler. Auch ohne Rudel oder
Langpfoten hat er gelernt, in der Großstadt zu überleben. Doch eines Tages
schickt die Erdenhündin einen großen Knurrer und die ganze Stadt versinkt in
Schutt und Asche. Nirgends gibt es Langpfoten und Futterhäuser, alles, auch
die Lärmkästen, ist zerstört. Die letzten auffindbaren Futterreste werden ihm
von aggressiven Scharfkrallen streitig gemacht. Also macht er sich auf den
Weg in die Wildnis. Und dabei trifft er auf ein Rudel unerfahrener Leinenhunde, bei dem sich auch seine Wurfschwester Bella befindet. Anfangs wollen
diese ihre Häuserruinen nicht verlassen, da sie auf die Rückkehr ihrer Langpfoten hoffen. Doch Lucky
kann sie überzeugen, dass sie dort ohne Futter keine Chance zum Überleben haben. Nach vielen anfangs tollpatschigen Versuchen dieser verwöhnten Leinenhunde, in der Wildnis zurechtzukommen,
finden sie schließlich einen guten Lagerplatz. Doch sind sie dort tatsächlich sicher?
Nach Katzen und Bären sind es nun die Hunde, die das Autorenteam Erin Hunter als Protagonisten
ihrer Geschichte gewählt haben. Wie schon die „Warrior Cats“ hat mir auch diese Tierfantasy-Story
sehr gut gefallen. Ausgestattet mit menschlichen Charakterzügen erleben die Hunde wieder spannende Abenteuer. Erneut sehr gelungen ist die „Hundesprache“. Durch sie bekommt die Geschichte
sehr viel Atmosphäre. Auch wichtige Aspekte von Umweltverschmutzung werden wieder genannt.
Denn war die Katastrophe wirklich nur ein Erdbeben? Wo sind denn alle Langpfoten abgeblieben?
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Hunter, Erin: Survivor Dogs - Die verlassene Stadt; Bd.1; 272 Seiten; ab 10 Jahren; Beltz-Verlag; 14.95 EUR
Das Kinderbuch „Schwupp und weg“ von Philip Reeve aus dem DresslerVerlag für Kinder ab 8 Jahren:
Oliver, erst 10 Jahre alt, hat schon viel erlebt. Seine Eltern sind nämlich echte Entdecker, die z. B. geheimnisvolle Tempel, Elefantenfriedhöfe und verborgene Städte entdeckt haben. Aber eines Tages gibt es nichts mehr zu
entdecken, und so fahren Mr. und Mrs. Crisp mit Oliver nach Hause, um
sesshaft zu werden. Doch dort, in einer kleinen Bucht am Meer, sind auf einmal nie da gewesene schroffe Inseln, unkartoniert und unentdeckt. Gleich
nach ihrer Ankunft machen sich die Eltern also wieder mit Schlauchboot auf
Entdeckungsreise. Aber während Oliver mit Auspacken beschäftigt ist, verschwinden seine Eltern
aus heiterem Himmel. Und jetzt beginnt vielleicht das größte Abenteuer für Oliver, in dem Schlenderinseln, eine kurzsichtige Meerjungfrau, ein sprechender Albatros und Seegrasaffen eine wichtige
Rolle spielen.
Ob Oliver seine Eltern wiederfindet?
In diesem Buch ist der Schreibstil des Autors gut verständlich und altersgerecht. Besonders die wirklich gelungenen, detailgetreuen Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Durch sie wird die spannende, lustige Geschichte herrlich untermalt, so dass kleine und große Abenteurer viel Freude beim
Lesen oder Vorlesen haben werden, und am Ende kommt es sogar zu einem richtigen Showdown.
Reeve: Phlip: Schwupp und weg; Band 1; ab 8 Jahren; Dressler-Verlag; 12,95 EUR
as Kinderbuch „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer aus dem
Carlsen Verlag für Kinder ab 9 Jahren:
Eigentlich ist die Wintersteinschule eine ganz normale Grundschule; mit Schülern, Lehrern, Direktor und Hausmeister. Wenn da nicht die neue Lehrerin Miss
Cornfield wäre. Denn gleich nach den Ferien stellt Miss Cornfield ihrer Klasse
den geheimnisvollen Mister Morrison vor, der in der ganzen Welt unterwegs
ist, um für seine Zoohandlung magische Tiere zu sammeln. Das besondere an
magischen Tieren ist, dass sie sich mit ihrem Besitzer unterhalten können, für
andere aber nur wie ein Stofftier aussehen. Zunächst zwei dieser magischen
Tiere sollen in der Klasse neue Begleiter finden. Dafür muss die ganze Klasse
erst einmal einen Geheimhaltungsschwur leisten. Doch wer werden die beiden ausgewählten Kinder sein? Der eingebildete Jo, der verträumte Benni, die zickige Helene oder die ehrgeizige Ida?
Und was für Tiere werden wohl verteilt? Gleichzeitig tauchen in der Schule ein Dieb und ein geheimnisvoller Stinkbombenleger auf, die für große Unruhe in der Klasse sorgen. Können Ida und
Benni dem Rätsel auf die Spur kommen?
Nach ihren bereits erfolgreichen Römergeschichten gelingt Margit Auer hier ein spannender Auftakt
einer magischen Schulgeschichtenserie für Grundschulkinder. Wer von uns hätte nicht auch gerne so
ein magisches Tier als treuen Freund und Begleiter, der immer für einen da ist. Da trotz der Magie
der normale Schulalltag erzählt wird, z.B. ein neuer Schüler kommt in die Klasse, ein Wettkampf
steht bevor, werden sich die Leser schnell in den erzählten Geschichten zurechtfinden. Sehr gut gefallen hat mir auch die Bildergalerie am Anfang, in der alle Hauptpersonen vorgestellt werden. Und
der Einführungspreis von 3,99 EUR für den ersten Band ist auch nicht zu verachten.
Auer, Margit: Die Schule der magischen Tiere; Band 1 aus der Reihe: Die Schule der magischen Tiere . 208 Seiten; mit Illustrationen von Nina Dulleck; ab 8 Jahren; Verlag Carlsen; Einführungspreis bis 31.12.2013: 3,99 EUR
Stroud, Jonathan: Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe
Das Kinderbuch „Lockwood & Co – Die seufzende Wendeltreppe“ von Jonathan Stroud aus dem cbj-Verlag für Kinder ab 12 Jahren:
Endlich. Nach seiner sehr erfolgreichen Tetralogie um den gewieften Dschinn
Bartimäus ist ein neues Buch von Jonathan Stroud erschienen.
Ganz England, besonders aber London, wird schon seit Jahrzehnten von Geistererscheinungen
heimgesucht. Nicht alle dieser „Besucher“ sind harmlos, so dass es spezielle Agenturen gibt, die
diese Geister bekämpfen. Genau so eine Agentur ist die Agentur Lockwood & Co, bestehend aus
den Jugendlichen Arthur Lockwood, George Cubbin und Lucy Carlyle. Doch leider schlägt der zuletzt
erteilte Auftrag fehl, denn das von einem Geist zu befreiende Anwesen brennt wegen eines Missgeschicks ab. Hohe Schadensersatzforderungen sind die Folge. Um diese begleichen zu können,
nehmen die drei den wohl gefährlichsten Auftrag in ganz England an, denn eine hohe Prämie winkt.
Doch kann man dem Auftraggeber trauen?
Mir hat dieser Mix aus Krimi und Geistergeschichte wirklich sehr gut gefallen. Sie ist spannend,
temporeich, auch manchmal ziemlich gruselig, und hat doch auch viel Humor, so z.B. wenn die Agenten neben ihrer Schutzmittel wie z.B. Eisenketten, Silberspäne und Magnesiumbomben immer auch
ihren Tee und Gebäck dabei haben. Gerade Arthur erinnert mich an eine junge Version von Sherlock
Holmes, denn auch er hat hohes detektivisches Gespür und bleibt immer Gentleman.
Auch wenn Jonathan Stroud auf der Frankfurter Buchmesse ein neues Abenteuer von Bartimäus angekündigt hat, freue ich mich erst einmal auf eine Fortsetzung dieser neuen Serie.
Stroud, Jonathan: Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltrepped - 432 Seiten - ab 12 Jahren - cbj-Verlag – ab 12 Jahren - 18,99 EUR
Williams, John: Stoner
Der Roman wurde bereits 1965 geschrieben, doch erst kürzlich ins Deutsche übersetzt
und veröffentlicht. John Williams erzählt das Schicksal von William Stoner. Er wird als
junger Mann von den Eltern zum Studium der Landwirtschaft an die Universität von Columbia geschickt. Dort lernt er die englische Literatur kennen und lieben und er beschließt, nicht die Farm der Eltern zu übernehmen, sondern Literatur zu studieren und
zu lehren. Während in Europa der erste Weltkrieg tobt, wird er Professor für Literatur
an "seiner" Universität. Er ist bei den Studenten genauso beliebt wie bei seinen Kollegen bis zu dem Tag, als er einen neuen Vorgesetzten erhält, der ihn fertigmachen
will. Auch die Ehe mit seiner Frau Edith verläuft wenig glücklich, doch Stoner – aufgewachsen in armen ländlichen Verhältnissen - wurde so erzogen, dass man das Leben
leben und Schicksalsschläge hinnehmen muss, wie sie kommen. Seine Liebe zur Literatur lässt ihn alles souverän ertragen.
Mein Fazit:
Aufgrund der obigen Inhaltsangabe könnte man ein langweiliges Buch erwarten, doch das ist es mitnichten.
John Williams erzählt packend, in einer wunderschönen, schnörkellosen Sprache das Leben dieses einfachen
Mannes. Ganz besonders beeindruckend fand ich die Schilderung von Stoners Gedankengängen kurz bevor
er an seinem Krebsleiden gestorben ist. John Williams ist eine sehr berührende Charakterstudie gelungen,
was vielleicht auch an den autobiographischen Elementen liegt, die er in sein Buch einfließen lassen konnte
– war er doch selbst Assistenzprofessor für Literatur an der Universität von Columbia und ist an einer schweren Lungenkrankheit gestorben. Ein stilles, doch sehr fesselndes Leseerlebnis!
Williams, John: Stoner - dtv - 352 Seiten - 19,90 EUR
Affäre schließlich auffliegt.
Das Kinderbuch „Die haarige Geschichte von Olga, Henrike und dem Austauschfranzosen“ von Kirsten Reinhardt für Kinder ab 11 Jahren aus dem Carlsen-Verlag:
Bei den Zwillingen Olga und Henrike taucht in den Ferien der französische Austauschschüler Albert-Xavier auf. Schon äußerlich ist er das genaue Gegenteil der
beiden Mädchen, denn er trägt immer Krawatte, hat einen wie mit einem Lineal gezogenen Scheitel und schmiert sich Pomade ins Haar. Die Zwillinge dagegen lassen
ihre Haare wild zu Berge stehen, tragen unter Röcken Hosen, laufen oft barfuss und
sind eher nicht gestylt. Auch ansonsten wollen Olga und Henrike gar nicht viel Sympathie für Albert Xavier empfinden, denn sie haben etwas mit ihm vor. Doch schon
nach kurzer Zeit gerät ihr Plan, der anfangs im Dunkeln liegt, ins Wanken, denn die
guten Manieren von Albert Xavier und seine Kunst, total leckere Crepes zu backen, gefallen den Mädchen.
Aber auch Albert Xavier ist nicht zufällig bei den Zwillingen. Auch er verfolgt einen Plan, für dessen Umsetzung er die Hilfe des alten Apothekers Meerbaum benötigt, denn bis zum nächsten Vollmond…
Mehr will ich jetzt nicht verraten, denn die Geschichte ist lustig, spannend und auch etwas gruselig und das
Selberlesen lohnt sich auf jeden Fall. Sie gehört zu meinen Favouriten aus diesem Frühjahr.
Reinhardt, Kirsten: Die haarige Geschichte von Olga, Henrike und dem Austauschfranzosen; 224 Seiten; ab 10 Jahren; Verlag: Carlsen; 12.90 EUR
Littlewood, Kathryn: Die Glücksbäckerei
Die Eltern von Rose Glyck betreiben in einer kleinen Stadt eine Bäckerei - die Glücksbäckerei. Mit ihren Croissants und Muffins und Torten, in die sie magische Zutaten, wie
z. B. Blitze, mischen, machen sie alle Menschen glücklich und sie können sogar Krankheiten heilen. Eines Tages werden die Eltern ins Nachbardorf gerufen, um dort gegen
eine Grippe-Epidemie "anzubacken". Sie geben den Kindern - und ganz besonders
Rose - den Auftrag, die Bäckerei während ihrer Abwesenheit genauso weiterzuführen
wie immer und vor allem sollen die Kinder auf das alte Familienbackbuch mit den magischen Rezepten gut achtgeben. Natürlich sind die Kinder neugierig und halten sich
nicht an die Anweisung der Eltern, das Backbuch nicht anzurühren. Sie probieren einige
der alten Rezepte aus und verteilen Liebesmuffins, Wahrheitsplätzchen und andere Zauberkuchen in der
Stadt, was nicht ohne Folgen bleibt. Als schließlich alle Bürger der Stadt rückwärts gehen, unverständliches
Zeug sprechen und heilloses Chaos in den Straßen herrscht, wissen die Kinder nicht mehr ein noch aus. Aber
da ist ja noch die rätselhafte Tante Lilly, die sofort ihre Hilfe anbietet. Sie hat die Brüder von Rose schnell
um den kleinen Finger gewickelt, nur Rose hat wegen ihr ein komisches Gefühl im Bauch. Warum interessiert
sich die Tante so sehr für die alten Rezepte? Und warum hat man von dieser Tante noch nie zuvor gehört?
Aber fast lässt sich auch Rose von der schönen und pfiffigen Frau einnehmen, weiß sie doch das Gegenrezept für alles, was die Kinder mit ihren Backversuchen in der Stadt angerichtet haben. Werden die Kinder es
schaffen, die Stadt wieder in den Normalzustand zu bringen, bevor ihre Eltern zurückkehren? Und wie werden
die Eltern es aufnehmen, dass die Kinder trotz des Verbotes doch Kuchen nach Rezepten aus dem magischen
Buch gebacken haben? Eine phantastische und spannende Geschichte nimmt ihren Lauf.
Mein Fazit:
Das Buch hat mir gut gefallen. Schon das Cover ist sehr ansprechend: es sieht aus wie eine altmodische
Postkarte mit einer romantischen Bäckerei darauf und die Silberapplikationen glitzern verführerisch.
Die turbulente Verwicklungsgeschichte um magische Kuchen - übrigens eine erfrischend ungewöhnliche Idee ist nicht nur lustig, sondern spricht auch wichtige Themen wie die Suche nach Eigenständigkeit, das Tragen
von Verantwortung oder den wichtigen Zusammenhalt der Familie an. „Die Glücksbäckerei – das magische
Rezeptbuch“ ist ein reizvolles Buch für Mädchen ab 10 Jahren.
Littlewood, Kathryn: Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch - 352 S - 978-3-596-85484-4 - 14,99 EUR - ab 10 Jahren
Wiles, Will: Die nachhaltige Pflege von Holzböden
Ein Mann wird von seinem früheren Studienfreund, einem Musiker aus Osteuropa,
dazu eingeladen, dessen Wohnung während seines Urlaubs zu beaufsichtigen und
die beiden Katzen zu versorgen. An sich keine allzu schwierige Aufgabe, allerdings ist
der Musiker immer schon pedantisch und penibel gewesen, der Kollege dagegen
eher chaotisch. Die Wohnung des Freundes wirkt wie aus einer Designzeitschrift für
Schönes Wohnen, ganz besonders ins Auge sticht der makellose helle Holzboden. Bereits beim Betreten der Wohnung findet der "Haushüter" diverse Zettel mit Verhaltensvorschriften seines Freundes vor und er bemüht sich redlich, ihnen Folge zu leisten. Doch es passiert natürlich das Unvermeidliche, Rotweinflecken auf dem teuren
Boden sind da noch das geringste Übel. Bei den Versuchen, die angerichteten Schäden wieder unkenntlich zu machen, verstrickt sich der arme Mann immer weiter in Kalamitäten, eine Katastrophe reiht sich an die nächste, bis die Wohnung kaum wieder zu erkennen ist. Das "schiefe Bild" von Loriot
lässt grüßen...
Mein Fazit:
Herrlich!! Schräger englischer Humor. Man liest fast atemlos mit und leidet mit dem armen Pechvogel, der alles Mögliche und Unmögliche versucht, die Spuren seiner Anwesenheit in der feinen Wohnung ungesehen zu
machen. Wer die Bücher von Tom Sharpe gelesen und sich über Henry Wilt vor Lachen gebogen hat, wird
auch dieses Buch lieben. Eine empfehlenswerte heitere Urlaubslektüre.
Wiles: Die nachhaltige Pflege von Holzböden - 288 Seiten - 978-3-570-58505-4 - Carl'sBooks - 14,99 EUR
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