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Barbara Wenk (Basel) Technology Mediated at the Museum – wie

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Barbara Wenk (Basel)
Technology Mediated at the Museum – wie Technik an Museen sammeln und
ausstellen?
In einer stark technologisierten Welt leisten Museen mit technischen Sammlungen heute einen
wichtigen Beitrag zur Reflexion über die zunehmende identitäts- und kulturstiftende Funktion
von Technik im Alltag und über den Umgang mit Technik als integralem Bestandteil von
Kultur zwischen Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft.
Ausserdem müssen Museen mit technischen Sammlungen aufgrund der Finanzknappheit und
der zunehmenden Konkurrenz im Kultur- und Freizeitsektor neue Vermittlungsstrategien
entwickeln und sich neu positionieren, um weiterhin für ein breites Publikum attraktiv zu sein.
Für mich stellt sich daher die Frage, wie Museen mit technischen Sammlungen mit dieser
Situation zwischen zunehmender Alltäglichkeit von Technik und erhöhten Anforderungen an
das Technikmuseum umgehen.
Aussagen wie: „Technische Objekte in ihrem gesellschaftlichen Kontext ausstellen“, „eine
Geschichte erzählen beim Ausstellen“ und „den Menschen ins Zentrum stellen“ – werden im
Zusammenhang mit Technikmuseen immer öfters gehört. Interessant ist jedoch, jeweils
situationsbezogen zu analysieren, wie diese Aussagen konkret mit Inhalten und Vorstellungen
gefüllt werden und wie sich diese wiederum in Ausstellungen materialisieren.
Ich gehe in meiner Forschungsarbeit von der Ausstellung als Produkt eines komplexen
Prozesses mit mehreren beteiligten Akteuren aus (vgl. „assembly“-Begriff von Bruno Latour).
Dies bedingt neben der Ausstellungsanalyse ebenfalls eine Auseinandersetzung mit den
konkreten, situationsbezogenen Entstehungsbedingungen und dem jeweiligen Verständnis des
Ausstellens an einem Technikmuseum der beteiligten Akteure.
Ich möchte in meinem Beitrag von ersten Ergebnissen meiner Analyse von vierzig Interviews
mit AusstellungsmacherInnen und Sammlungsverantwortlichen an sieben europäischen
Museen mit technischen Sammlungen ausgehen und diese in Bezug zu verschiedenen
aktuellen Konzeptionen von „Technikmuseum“ und zu diversen aktuellen, konkreten Formen
des Ausstellens von Technik setzen. Mir geht es dabei darum, einen möglichst umfassenden
und differenzierten Überblick über verschiedene Vorstellungen, wie Technik ausgestellt wird
und werden könnte, zu erhalten.
Daran möchte ich dann die Frage anschließen, inwiefern ein erweitertes, handlungs- und
praxisorientiertes Technikverständnis (Karl Hörning) und kulturwissenschaftliche
Sichtweisen auf Technik zu neuen Ausstellungsweisen führen könnten, welche die Frage des
„bridging the gap between Science and Society“ ganz neu stellen.
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Kunst und Fotos
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