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Burgdorf Lustenau (A) Uster Jona 5. Massnahmen wie machen es

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Stadtentwicklung6
10.1.2005
23:24 Uhr
Seite 30
5. Massnahmen
... wie machen es andere?
EINLEITUNG
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
ANHANG
Burgdorf
Jona
Uster
Lustenau (A)
Die Flanierzone in Burgdorf war Vorläufer und
Freiraumgestaltung im Zentrum. Im Zusammen-
Die Poststrasse wurde fussgängerfreundlich als
Mischverkehr auf einer Hauptstrasse. Beim Um-
Prototyp der «Begegnungszone». Diese wurden
hang mit neuen Versorgungs- und Dienst-
Mischverkehrsfläche ausgestaltet.
bau konnten kleine Flächengewinne zugunsten
im Jahre 2001 in der Verkehrsgesetzgebung
leistungsstrukturen wurden zusätzliche Aufent-
des Fussverkehrs und der Strassenraumgestal-
verankert. Es gilt Tempo 20.
haltsflächen für Fussgänger geschaffen. Kurze
tung realisiert werden.
Querverbindungen vernetzen die öffentlichen
Räume über die Hauptstrasse hinweg.
Quelle: «Strasse und Verkehr» 11/2003
[ 30 ]
Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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23:24 Uhr
Seite 31
Massnahmen
Wie machen es wir?
EINLEITUNG
Der Stadtrat hat für die Umsetzung die Zeithori-
«Räumliche Entwicklungen basieren auf einem
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
Entscheidend für das Gelingen der Idee Stadt-
MASSNAHMEN
ANHANG
...und die Kosten?
zonte 2005 (Z05), 2010 (Z10) und 2020 (Z20)
entwicklung ist die breite Akzeptanz in der Be-
«Wer zu spät an die Kosten denkt, ruiniert
gesetzt. Im Wissen um die Dringlichkeit wurden
völkerung. Der Stadtrat misst daher der Öffent-
sein Unternehmen. Wer zu früh an die Kosten
oder werden noch in diesem Jahr erste Projekte
lichkeitsarbeit höchsten Stellenwert bei. Er hat in
denkt, zerstört die Kreativität.» So lautete die
aufgegeleist. Dazu gehören beispielsweise die
den letzten Monaten wiederholt in diversen Ver-
Geschäftsphilosophie des Porzellanfabrikanten
Markthalle und die Sanierung der Bundwiese.
anstaltungen über die Entstehung des Stadtent-
Philipp Rosenthal.
Die von der Katholischen Kirchgemeinde initiierte
wicklungskonzeptes informiert. Erst recht
Umgestaltung des Andreasparks passt ausge-
möchte er dies bei der Umsetzung der Massnah-
ten im Auge zu behalten. Es hätte den Rahmen
Es gilt also, zum richtigen Zeitpunkt die Kos-
zeichnet in dieses Konzept. Zudem soll die Umge-
men tun. Er betrachtet dies als dauernde Auf-
dieses Projektes gesprengt, zu jeder Massnahme
Stadtentwicklungskonzept» lautet die Aussage
staltung der St.Gallerstrasse in einer Versuchs-
gabe, welche für den Prozess Stadtentwicklung
die finanziellen Folgen darzulegen. Die für das
in den Leitsätzen der Stadtentwicklung. Mit der
phase ausgetestet werden. Weitere Projekte sind
unabdingbar ist.
Jahr 2004 vorgesehenen Sofortmassnahmen
Erarbeitung dieses Papiers ist somit eine Basis
in Angriff zu nehmen, beispielsweise die Projek-
können mit dem genehmigten Budget angegan-
gelegt. Die Umsetzung, das Sichtbarmachen die-
tierung der Verbindungen Industrie-Mooswies-
gen werden. Weitere Massnahmen für die Errei-
ser Ideen muss rasch erfolgen. Die Aussagen in
strasse und Flawiler-Wilerstrasse. Solche unter-
chung des Zustandes Z 2005 werden ins Budget
der Analyse der Marktposition sprechen eine
liegen dem ordentlichen Rechtssetzungs- und
2005 aufgenommen oder sind Gegenstand einer
deutliche Sprache.
Auflageverfahren und werden auch Gegenstand
separaten Parlamentsvorlage.
In diesem Sinne sind die Massnahmen zu ver-
von Parlamentsgeschäften sein. Weitere Mass-
stehen, welche der Stadtrat vorschlägt. Die ei-
nahmen wie beispielsweise Kernfahrbahnen auf
nen werden auf eine breite Akzeptanz stossen,
der Flawiler- und Wilerstrasse werden durch den
andere auf Skepsis, wieder andere auf Verwun-
Stadtrat direkt ausgelöst und erfolgen in Abspra-
derung. Die Erfahrung zeigt: Massnahmen sind
che mit den kantonalen Stellen.
vor allem dann populär, wenn sie andere betreffen. Von der Stadtentwicklung sind wir aber alle
In den folgenden Abschnitten wird eine Viel-
betroffen. Es gilt, Lösungen zu finden, die im
falt von Massnahmen aufgezeigt. In der Umset-
Interesse des Gemeinwohls liegen und Perspekti-
zung gilt es, diese zu vertiefen, zu prüfen,
ven für Gossau aufzeigen. Dabei soll Bewährtes
Interessen abzuwägen und die Ergebnisse zu
durchaus erhalten bleiben, aber in dem Sinne,
analysieren. Auch Versuchsphasen sind vorgese-
wie es ein kluger Kopf ausgedrückt hat: «Dinge
hen, um im Endergebnis realitätsbezogene und
erhalten bedeutet, das Feuer zu schüren, nicht
mehrheitsfähige Lösungen vorschlagen zu
die Asche zu bewahren.»
können.
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Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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Massnahmen
Marktposition
EINLEITUNG
Aktiver Dialog mit der Bevölkerung
Es ist äusserst wichtig, dass sich Einwohnerinnen und Einwohner von Gossau und Interes-
Der Zustand Z05
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
Die Stadt-Marketing-Organisation
als Motor
MASSNAHMEN
ANHANG
Z05
des Verkehrsbüros; Stadtverwaltung beraten
(Entwicklungsfragen, Leistungen und Service);
In Gossau fehlt eine Vernetzung der Aktivitä-
sierte aus der Region mit dem Stadtentwick-
ten. Kommunikations- und Koordinationsaufga-
lungskonzept vertieft auseinandersetzen.
ben werden nur punktuell wahrgenommen und
Ideen, Anliegen und Probleme filtern (Katalysatorfunktion); Kommunikation und Networking
sowie Lobbying; Anliegen der Bevölkerung auf-
Dazu ist es unerlässlich, dass der Dialog mit
nur wenige Ressourcen stehen für Projekte im
allen Partnern intensiv gesucht wird. Aktive und
Bereich Stadtmarketing zur Verfügung. Für die
kontinuierliche Kommunikation soll Transparenz
Gossauer Bevölkerung sind die Verkehrsproble-
als treibende Kraft in Zusammenarbeit mit der
und Vertrauen schaffen sowie Motivation bei
matik und der Ausbau der Publikumsdienstleis-
Stadt und den Akteuren die Standortqualität
den Beteiligten auslösen.
tungen von grosser Bedeutung. Der Stadtkern ist
Gossaus. Mehr Wohn- und Lebensqualität, inte-
Massnahmen in allen Bereichen
nehmen usw.
Die Stadt-Marketing-Organisation verbessert
als Detailhandelsstandort nicht genügend ent-
ressante Arbeitsplätze und ein vielseitiges Ange-
Schlüsselmassnahmen:
wickelt, um auch künftig eine regionale Zentra-
bot (Einkauf, Freizeit, Kultur) für Einwohner und
«Marktposition» greifen verschiedenste Themen
Interne Kommunikation, Medienarbeit, Infor-
lität aufzuweisen.
Gäste sind die anvisierten Ziele. Nutzniesser da-
aus Nutzung, Bebauung, Freiraum und Verkehr
mationsveranstaltungen und Ausstellungen,
auf. Es handelt sich dabei um eine Art «makro-
Flyer, Website, Befragungen.
Die Ziele und Strategieansätze des Bereiches
Es wird deshalb eine effiziente, schlagkräftige
von ist nicht zuletzt auch die Stadt Gossau, die
Organisation – eine Stadt-Marketing-Organisa-
dank der erhöhten Standortattraktivität finan-
ökonomische» Betrachtung aus der Vogelper-
tion (SMO) – etabliert. Sie kümmert sich primär
ziell (z.B. höhere Steuereinnahmen bei Ge-
spektive.
in Zusammenarbeit mit der Stadt Gossau und
werbe/Wirtschaft und Privaten) profitiert.
Im folgenden stehen Massnahmen im Vorder-
weiteren Akteuren vor Ort um die Erhaltung der
grund, die in einem direkten Zusammenhang
Standortattraktivität sowie die Weiterentwick-
Schlüsselmassnahmen:
mit der Positionierung, Weiterentwicklung und
lung und Vermarktung des Standortes.
Antrag Stadtparlament (mehrjährige Finan-
Vermarktung der Stadt Gossau stehen, also
Sie hat eine gemischte Finanzierungsform
eigentliche «Stadt-Marketing-Aktivitäten».
(Wirtschaft und Stadt Gossau) und eine breite
Organisation initialisieren, Ausgestaltung der
Anders als beispielsweise beim Verkehr
zierung sicherstellen), Stadt-Marketing-
Trägerschaft mit einer einfachen Führungsstruk-
Organisation (Aufgaben, Auf- und Ablauforgani-
können hier die Massnahmen nicht exakt den
tur. Wichtige Tätigkeiten dieser Organisation
sation etc.), Massnahmen- und Aktivitätenplan
Zuständen Z05, Z10 oder Z20 zugeordnet
sind: Anlauf- und Koordinationsstelle für ver-
2005 festlegen und umsetzen, Etablierung und
werden. Vielmehr sind diese Massnahmen ins-
schiedenste Akteure; Projekte und Initiativen
Weiterentwicklung der Organisation.
gesamt unverzüglich zu realisieren, das heisst
(z.B. Veranstaltungen) initiieren; koordinieren
im Zustand Z05. In der Folge müssen sie kon-
und organisieren; Projektteams begleiten; Auf-
tinuierlich gefestigt und ausgebaut werden.
gabenfelder der heutigen Wirtschaftsförderung
und des Vereins Gossau plus übernehmen;
Wohnort- und Immobilienmarketing; Führung
[ 32 ]
Stadtentwicklung Gossau
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Massnahmen
Marktposition
Seite 33
EINLEITUNG
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
Massnahmen begleiten, Umsetzung
fördern
Die Umsetzung des Stadtentwicklungskonzep-
MASSNAHMEN
ANHANG
ven im Stadtkern zu ergänzen und potenzielle
private Partner für die Stadtentwicklung zu finden. Die Ergebnisse führen zu Direktkontakten
tes wird gezielt mit geeigneten Massnahmen
zwischen der Stadt und Privaten. So können ent-
begleitet und gefördert. Insbesondere werden
sprechende Projektperimeter definiert werden.
Argumente für die Aktivierung der Akteure im
Zentrum (Eigentümer, Anbieter) geschaffen.
Parallel dazu werden Entwicklungschancen im
Im übrigen Stadtgebiet
Am raschesten erfolgsversprechend sind Mass-
gesamten Stadtgebiet forciert, die einen raschen
nahmen im Wohnbereich. Deshalb ist parallel
«Return» bringen.
zur Planung des Stadtzentrums ein Impulsprogramm für den Wohnstandort Gossau zu star-
Im Stadtzentrum
ten. Dies mit dem Ziel, kurzfristig private Investi-
In einem ersten Schritt werden die lokalen An-
tionen im Wohnungsbau auszulösen und so die
bieter von Publikumsnutzungen (Detailhandel,
absehbare Verzögerung bei der Zentrumsent-
Unterhaltung, Freizeit, Gesundheit etc.) zu ihrer
wicklung aufzufangen. Zielgruppe sind primär
Situation und ihren Absichten befragt. Damit
die Grundeigentümer (z.B. Besitzer von Wohn-
wird das Entwicklungspotenzial Gossaus abge-
bauland oder Umnutzungsarealen). Mittelfristig
klärt und das lokale Nachfragepotenzial nach
sinnvoll ist die Entwicklung einer starken Iden-
Nutzflächen im Gebiet Stadtkern identifiziert.
tität als Kleinstadt mit überdurchschnittlicher
In einem zweiten Schritt wird eine Positionie-
Standortqualität für Bewohner und Wirtschaft,
rung einerseits des Stadtzentrums und anderer-
welche sich sowohl von der Stadt St. Gallen als
seits der gesamten Stadt Gossau vorgenommen.
auch dem ländlichen Umland abhebt. Als Vorbe-
Sie ergänzt das Stadtentwicklungskonzept aus
reitung dazu dient eine Imageanalyse.
Sicht des Marketings und dient vorwiegend der
gezielten Motivation der Grundeigentümer und
Schlüsselmassnahmen:
Akteure, im Sinne des Stadtentwicklungskon-
Anbieterumfrage, Entwicklungskonzeption,
zeptes zu handeln.
Einbindung der Akteure und Imageanalyse.
In einem dritten Schritt werden die Grundeigentümer über ihre Absichten und ihren Handlungsspielraum befragt. Dabei geht es vor allem
Möglicher Aufbau der Stadt-Marketing-Organisation.
darum, die heute wenigen Handlungsalternati-
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Stadtentwicklung Gossau
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Massnahmen
Nutzung / Bebauung / Freiraum
Zustand Z05
Z05
(Gestaltung Andreaspark, Markthalle) unterstrei-
EINLEITUNG
VISION
Zustand Z10
chen diese Zielrichtung und werden realisiert.
Aufwertung der St.Gallerstrasse und
Definition des Bahnhofplatzes
Bereich Bahnhofplatz und auf dem Areal Butter-
Zum Erhalt der wichtigsten Stütze der Zen-
zentrale. Abhängig von der Verkehrslösung wird
Hoher Handlungsbedarf besteht ebenfalls im
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
Z10
Definitive Zentrumsgestaltung und
Festlegung der Neustadt
Mit dem Angebot einer leistungsfähigen zwei-
MASSNAHMEN
Zustand Z20
ANHANG
Z20
Realisierung der Neustadt einleiten
Zusammen mit der Studie über eine langfristige Linienführung der Südverbindung im
trumsfunktionen, des Detailhandels, wird die
ein Realisierungsnachweis für die am wichtigen
ten Ost-West-Verbindung durchs das Zentrum
Raum des heutigen Bahnareals wird eine mögli-
St.Gallerstrasse, angepasst an Bedürfnisse der
Umsteigepunkt benötigten Bushaltestellen erar-
werden die St.Gallerstrasse und die Herisauer-
che weitere Nutzung und Überbauung des Bahn-
Kunden und Läden, neu gestaltet. Durch eine
beitet. Allfälliger Platzbedarf wird im Rahmen
strasse als fussgängerfreundliche Zone definitiv
areals erarbeitet. Hier liegt langfristig Potenzial
provisorische Verbreiterung der Trottoirs wird
der Projektentwicklung Areal Butterzentrale
umgestaltet. Im Bereich Unterdorf und Toggen-
zur inneren Weiterentwicklung von Gossau. In
Raum zum Flanieren, für Aussenverkaufsstände,
sichergestellt. Als erster Schritt für die zukünf-
burgplatz stärken neue Publikumsnutzungen die
der Stadtmitte ist der zu sanierende Dorfbach in
Strassenrestaurants, Kurzzeit-Parkplätze und
tige Neustadt ist dieses Projekt wichtig, die Stadt
Schwerpunkte. Sie sind Teil der neuen Attrakti-
die Gestaltung des Freiraumes einzubeziehen.
weiteres gewonnen. Unterstützt durch die Stadt-
wird deshalb eine führende Rolle in der Projekt-
vität der Altstadt von Gossau. Bei der Realisie-
Mit der Realisierung des Wachteneggtunnels
marketing-Organisation ist es Aufgabe der
entwicklung einnehmen.
rung der Vorhaben werden die Grundeigen-
sowie des Autobahnanschlusses Gossau Ost wird
tümer unterstützt.
das Zentrum weiter vom Verkehr entlastet.
Detailhändler, die neuen Voraussetzungen mit
Nutzungen zu beleben. Besondere Anlässe
Als Eigentümerin des öffentlichen Raumes in-
machen die Kunden auf die neue Qualität der
vestiert die Stadt systematisch in die Aufwertung
Altstadt aufmerksam und animieren sie zum
der Strassenräume und Plätze im Zentrum. Sie
täglichen Einkaufen in der Stadt. In leerstehen-
erarbeitet als Basis ein umfassendes Konzept
den Ladenlokalen werden neue, publikums-
Stadtraumgestaltung. Schrittweise werden
intensive Nutzungen eingerichtet. Zur definitiven
Bundwiese und Marktplatz, Kirchplatz, Guten-
Sanierung der St.Gallerstrasse im Zentrum
bergplatz, Bahnhofstrasse und der Stadtbühl-
(Ziel 2007) wird die Zeit für Testbetriebe, inno-
park erneuert.
vative Versuche und zur Erarbeitung der defini-
Basierend auf den Entscheidungen zur Linien-
tiven Strassenraumgestaltung genutzt. Die
führung der Südverbindung werden die Pla-
Auswirkungen auf andere Strassenabschnitte
nungsinstrumente für die Neustadt entwickelt.
werden dabei untersucht.
Nebst dem Areal Butterzentrale werden die
Die Qualitäten der offenen, durchgrünten
öffentlichen Räume und Baufelder der Neustadt
Stadtmitte werden mit einer verbesserten Ge-
definiert. Zusammen mit den Grundeigentümern
staltung hervorgehoben. Mit vermehrten Akti-
werden Wege zur Realisierung der Neustadt ge-
vitäten werden diese Flächen genutzt und im Be-
sucht.
wusstsein der Bewohnerinnen und Bewohner
verankert. Die bereits eingeleiteten Vorhaben
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Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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Massnahmen
Stadtgebiet generell
EINLEITUNG
Wo geschieht was?
In den vorangegangenen Kapiteln wurden
die Themen jeweils aus Sicht der einzelnen
Fachbereiche (Marktposition, Nutzung, Be-
einzelnen Gebieten des Stadtzentrums, das
heisst in der Altstadt, in der Stadtmitte und in
der Neustadt getroffen? Und wann?
In der Auflistung wird unterschieden zwi-
– Stadt-Marketing-Organisation aktiv.
– Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit
– Verbindung Mooswies-Industriestrasse erstellt.
– Autobahnanschluss Gossau Ost mit
– Parkplätze an der Zentrumsperipherie
Realisierungen
dert: Welche Massnahmen werden in den
– Stadt-Marketing-Organisation aktiv.
reglement und Schutzverordnung in Kraft.
dung sind disziplinenübergreifend.
Im Folgenden wird daher die Optik geän-
– Stadt-Marketing-Organisation etabliert.
– Überarbeitetes Baureglement, Parkierungs-
wie Strassenraumgestaltung oder Südverbin-
MASSNAHMEN
Zustand 2020
gung der Zentrumsgliederung.
trachtungsweise jedoch an Grenzen. Themen
ZIELE / STRATEGIEN
Zustand 2010
– Richtplanung nachgeführt unter Berücksichti-
Im Bereich Massnahmen stösst diese Be-
ANALYSE
Zustand 2005
institutionalisiert.
bauung, Freiraum, Verkehr) abgehandelt.
VISION
– Westspange erstellt.
ANHANG
Wachteneggtunnel erstellt.
– Südverbindung realisiert.
– Konzept Stadtraumgestaltung umgesetzt
– Dosierungs- und Lenkungsmassnahmen greifen.
(Gestaltungsprinzipien Bebauung und
– Parkgebühren auf öffentlich zugänglichen
Aussenraum, Möblierung, Trennelemente,
Parkierungsanlagen eingeführt.
Beläge, Beleuchtung, Bepflanzung,
– Buskonzept umgesetzt.
Vorgärten / Hofgärten.
(Bedaschulhausplatz) erstellt.
– Neue Projekte in östlicher Vorstadt entlang
– Parkgebühren auf stadteigenen Parkierungs-
St.Gallerstrasse bis Migros realisiert.
anlagen eingeführt.
schen Realisierungen und Planungen. Es ist
– Wohngebiete nördlich des Zentrums (Fried-
wichtig, diese rechtzeitig aufzugleisen, damit
die verschiedenen Akteure (Kanton, Grundeigentümer, Investoren etc.) in diese Arbeiten
(Gestaltungsprinzipien Bebauung und Aussen-
strasse und A1 angebunden.
raum, Möblierung, Trennelemente, Beläge,
– Realisierungsnachweis Südverbindung
einbezogen werden können.
erbracht.
– Planung Westspange in Bearbeitung
Altstadt
› Detailhandel
Stadtmitte
– Gesamtkonzept Stadtraumgestaltung erstellt
berg, Florastrasse) verstärkt an Bischofszeller-
– Planung weiterer Massnahmen, welche sich
aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
Beleuchtung, Bepflanzung, Vorgärten / Hofgärten)
– Östliche Vorstadt, entlang St.Gallerstrasse bis
– Korridor Gossau Ost-Wachtenegg definiert
Migros: Konzept für Umstrukturierung und
– Dosierungs- und Lenkungskonzept erstellt.
Verdichtung erstellt als Grundlage für Erneu-
› Öffentliche Nutzung
– Buskonzept erarbeitet
erungsprojekte.
– Erhalt wertvoller Grünelemente im Freiraum
Neustadt
› Dienstleistung, Freizeit
Planungen
sichergestellt.
– Autobahnanschluss Gossau Ost mit Wachteneggtunnel projektiert.
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Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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Massnahmen
Altstadt
Realisierungen
EINLEITUNG
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
ANHANG
Zustand 2005
Zustand 2010
Zustand 2020
– Strassenraum mit provisorischen und versuchsweisen Massnahmen aufgewertet.
(Trottoirverbreiterung, Aufhebung
Längsparkplätze, Verbesserung
Fussgängerquerung, Mittelstreifen markieren)
– Zielgeschwindigkeit 30 km/h
– Geschäfte / Restaurants nutzen Trottoirs und
Freiräume
– Flawiler- und Wilerstrasse haben Radstreifen
(Kernfahrbahn)
– Lastwagenbeschränkungen eingeführt
– Massnahmen zur Aufwertung des Strassenraums
definitiv ausgeführt.
(St.Gallerstrasse, Herisauerstrasse).
– Zielgeschwindigkeit 30 km/h
– Knoten Ringstrasse / Herisauerstrasse definitiv
umgebaut (falls nötig).
– Kirchplatz fertig erstellt
– Rückwärtige Bereiche hinter der St.Gallerstrasse
an diese angebunden und gestalterisch aufgewertet.
– Ausfahrt Tiefgarage Coop in Säntisstrasse
verlegt.
– Realisierung weiterer Massnahmen, welche
sich aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
– Konzept erarbeitet für definitive Umgestaltung
– Möglichkeiten für zentrumsnahes Wohnen am
– Planung weiterer Massnahmen, welche sich
des Strassenraumes.
– Grundlagen geschaffen für Erweiterung der
Ladenflächen entlang St.Gallerstrasse in den
Hofbereich Hinterweg.
– Anbindung der rückwärtigen Nutzungen
Hinterweg abgeklärt, in Richtplan integriert.
aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
– Rahmenbedingungen geschaffen für
Nutzungsverdichtung Gerbhof.
– Konzept für bauliche Verdichtung
Toggenburgplatz-West geschaffen.
(Toggenburgplatz) an die St.Gallerstrasse verbessert.
– Projekt Überbauung Unterdorf mit
Planungen
Zentrumsparkierungsanlage weiterentwickelt.
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Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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Massnahmen
Stadtmitte
EINLEITUNG
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
ANHANG
Zustand 2005
Zustand 2010
Zustand 2020
– Projekt Markthalle realisiert
– Bahnhofstrasse im Bereich Rathaus bis
– Konzept Renaturierung Dorfbach umgesetzt.
– Andreaspark umgestaltet
St.Gallerstrasse aufgewertet (Baumallee Ost,
– Realisierung weiterer Massnahmen, welche
– Bundwiese technisch und gestalterisch
Trottoirverbreiterung, Gallusschulhausplatz,
sich aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
saniert.
Andreaszentrum).
– Gutenbergplatz neu gestaltet.
– Poststrasse angepasst auf Konzept
Südverbindung.
Realisierungen
– Fussgängerquerung gestaltet.
– Variantenvergleich Südverbindung vertieft,
flankierende Massnahmen (Lärm) abgeklärt.
– Konzept Renaturierung Dorfbach im Bereich
– Planung weiterer Massnahmen, welche sich
aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
Bundwiese erarbeitet.
– Konzept bauliche Massnahmen Poststrasse
Planungen
für Zielgeschwindigkeit 30 km/h erstellt.
[ 44 ]
Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
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Massnahmen
Neustadt
EINLEITUNG
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
Zustand 2005
Zustand 2010
Zustand 2020
– Fussgängerquerung über die Poststrasse auf der
– Falls Südverbindung über Bahnhofplatz: Neuge-
– Erste Bauprojekte Neustadt realisiert
Bahnhofstrasse verbessert.
staltung Bahnhofplatz realisiert, (Busbahnhof,
Durchfahrt Individualverkehr, Fussgängerquerun-
ANHANG
– Realisierung weiterer Massnahmen, welche
sich aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
gen, Parking, Taxis, Park+Rail, Velos) mit flankierenden Massnahmen (Lärm).
– Einmündungen im Bereich Herisauerstrasse
erstellt, angepasst auf Südverbindung.
– Überbauung Areal Butterzentrale realisiert.
Realisierungen
– Fussgängerquerung über die Poststrasse beim
Lindenplatz gestaltet.
– Grundlagen für Bauprojekte Neustadt erarbeitet.
– Herisauerstrasse: Aufwertung Strassenraum in
Abhängigkeit der Verkehrslösung.
– Variantenvergleich Südverbindung vertieft,
– Auf SBB-Areal mögliche Neuüberbauung mit
– Planungsinstrumente Zentrumserweiterung
flankierender Massnahmen (Lärm) abgeklärt.
Neustadt / Stadtbühl mit Grundeigentümern
– Projekt Areal ehemaligen Butterzentrale weiter-
erarbeitet (Baulinien, Wege, Zonierung, Bau-
entwickelt.
– Konzept Neugestaltung Bahnhofplatz entwickelt
in Abhängigkeit der Verkehrsführung (Busbahnhof, Durchfahrt Individualverkehr, Fussgänger-
SBB geklärt.
– Planung weiterer Massnahmen, welche sich
aus jeweiligen Bedürfnissen ergeben.
bereiche).
– Verbindung Altstadt – Neustadt optimiert.
– Machbarkeitsstudie langfristige Südverbindung
(z.B. via Park+Rail) erstellt.
Planungen
querungen, Parking, Taxis, P+R, Velos)
[ 45 ]
Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
10.1.2005
Massnahmen
Übersicht
Projekt
SM
1.
10.
11.
12.
13.
VERKEHR
14.
15.
16.
17.
18.
19.
23:25 Uhr
Seite 46
EINLEITUNG
Marketing
Freiraum
Verkehr motorisiert
Verkehr öffentlich
Verkehr Rad + Fuss
Siedlung / Nutzung
VISION
Z05
2004 2005 2006 2007
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
Z10
ANHANG
Z20
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Standortmarketing (SM)/Kommunikation
1.01 Stadtmarketing-Organisation institutionalisiert
1.02 Konzept zur Stärkung Stadtidentifikation
1.03 Öffentlichkeitsarbeit
1.04 Aktivitäten zur Belebung der Stadt / Umfragen und Befragungen
Gestaltung St.Gallerstrasse im Bereich Zentrum mit Verkehrsberuhigung
10.01 Planung
10.02 Provisorium
10.03 Definitivum
10.04 Trottoirs konzipieren als Nutzflächen
Umgestaltung Herisauerstrasse im Bereich Zentrum in Begegnungszone
11.01 Planung
11.02 Ausführung
Massnahmen für Radverkehr und Aufwertung Strassenraum auf Staatsstrassen ausserhalb Zentrum
12.01 Radstreifen / Kernfahrbahn Wiler- und Flawilerstrasse
12.02 Gestaltung St.Gallerstrasse zusammen mit Belagserneuerung
12.03 Aufwertung Strassenraum Herisauerstrasse
Attraktivitätssteigerung Bahnhof- und Poststrasse; Leitgeschwindigkeit 30 km/h
13.01 Bahnhofstrasse; Abschnitt Rathaus – St.Gallerstrasse
13.02 Freiräume um Andreaszentrum und Gallusschulhaus
13.03 Poststrasse; angepasst auf Konzept Südverbindung
13.04 Quellenhofstrasse; angepasst auf Konzept Südverbindung
Fussgängerquerung Bahnhofstrasse über Poststrasse
14.01 Provisorium
14.02 Definitivum
Fussgängerverbindung Neustadt-Stadtmitte-Altstadt via Marktplatz
15.01 Provisorium
15.02 Definitivum
Beschränkungen für Lastwagenverkehr im Zentrum
16.01 Planung
16.02 Provisorium
16.03 Definitivum
Flankierende Massnahmen zur Entlastung des Zentrums von motorisiertem Verkehr
17.01 Ausfahrt Tiefgarage Coop in Säntisstrasse – St.Gallerstrasse
17.02 Erschliessung der Wohngebiete nicht durch Zentrum
Parkierung; Ruhender Verkehr
18.01 Parkierungsreglement
18.02 Zentrumsnahe Parkierungsmöglichkeiten schaffen
18.03 Parkgebührenpflicht auf stadteigenen Parkierungsanlagen
18.04 Parkgebührenpflicht auf öffentlichen Parkierungsanlagen
18.05 Fahrradabstellplätze im Zentrum
Südverbindung Bereich Zentrum
19.01 Provisorium: via Quellenhof-, Post-, Ringstrasse
19.02 Planung: via Bahnhofplatz-Stadtbühlstrasse/Variantenentscheid
19.03 Ausführung: Bestvariante
19.04 Studie: langfristige Linienführung
19.05 Ausführung langfristige Linienführung
19.06 Lärmschutzmassnahmen: Projektierung
19.07 Lärmschutzmassnahmen: Ausführung
[ 46 ]
Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
10.1.2005
Massnahmen
Übersicht
FREIRAUM
NUTZUNG / BEBAUUNG
VERKEHR
Projekt
23:25 Uhr
Seite 47
EINLEITUNG
Marketing
Freiraum
Verkehr motorisiert
Verkehr öffentlich
Verkehr Rad + Fuss
Siedlung / Nutzung
VISION
Z05
2004 2005 2006 2007
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
Z10
ANHANG
Z20
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
20. Dosierungs- und Lenkungskonzept Zentrum
20.01 Planung
20.02 Versuchsphase
20.03 Definitivum, abgestimmt auf Südverbindung
21. Verbindung Mooswies-Industriestrasse
21.01 Projektierung
21.02 Ausführung
22. Westspange; Verbindung Flawiler-Wilerstrasse
22.01 Projektierung
22.02 Ausführung
23. Autobahnanschluss Gossau Ost mit Wachtenegg
23.01 Korridor festlegen
23.02 Projektierung
23.03 Ausführung
24. Öffentlicher Verkehr und Linienführungen
24.01 Studie Buskonzept
24.02 Busbuchten aufheben (zusammen mit der definitiven Gestaltung der St.Gallerstrasse)
24.03 Busangebot ausgebaut
24.04 Konzept/Projekt Busbahnhof
24.05 Realisierung Konzept Busbahnhof
50. Grundlagen für Erweiterungsmöglichkeiten Altstadt (Hinterweg, Toggenburgplatz, Gerbhof) mit Anbindung an St.Gallerstr.
50.01 Planungsinstrumente
50.02 Ausführung
51. Rechtliche Instrumente an Stadtentwicklungskonzept anpassen (Baureglement, Schutzverordnung, Richtplanung)
51.01 Erarbeiten, Vernehmlassung, Rechtssetzung
52. Grundlagen für Neunutzungen Altstadt (Unterdorf)
52.01 Planungsinstrumente
52.02 Ausführung
53. Grundlagen für Neunutzungen Neustadt (Stadtbühl, Areal Butterzentrale)
53.01 Planungsinstrumente
53.02 Ausführung
54. Nutzungskonzepte Gebiete ausserhalb Zentrum
54.01 Zonierung Sonnen-,Ilgen-, Beda-,Landsgemeindestrasse überprüfen
54.02 Umstrukturierungsgebiete St.Gallerstrasse bis Migros
70. Massnahmen Gestaltung Bundwiese
70.01 Projekt Sanierung
70.02 Ausführung Sanierung
70.03 Projekt und Ausführung Bachrenaturierung
70.04 Ausführung Markthalle
71. Andreaspark/Kirchplatz
71.01 Gestaltung Bereich ehem. Friedhof und Kirchenterrasse
71.02 Gestaltung Meier’scher Platz / Kirchplatz / Parkplatz
72. Gutenbergplatz
72.01 Projekt
72.02 Ausführung
73. Gesamtkonzept Stadtraumgestaltung
73.01 Gestaltungskonzept Aussenraum erstellt
73.02 Gestaltungskonzept Aussenraum umsetzen
74. Stadtpark Mooswiese
74.01 Projektierung
74.02 Ausführung in Etappen
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Stadtentwicklung Gossau
Stadtentwicklung6
10.1.2005
23:25 Uhr
Seite 48
Massnahmen
Von Babel bis Gossau…
Ganz neu sind Stadtentwicklungskonzepte
nicht. Bereits das erste Buch der Bibel berichtet
uns von einem solchen Projekt: «Wohlan, lasst
EINLEITUNG
die Sprache des andern versteht.» Und so geschah es, dass der Turm und die Stadt nicht vollendet wurden.
Babel ist nicht Gossau, so hoch hinaus wollen wir
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIEN
MASSNAHMEN
ANHANG
Nur – sie alle haben unterschiedliche Ansprüche.
Es ist deshalb wichtig, dass wir «die Sprache
des andern verstehen». Die Anliegen aller Interessengruppen sind ernst zu nehmen, anderseits
uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen
nicht. Trotzdem – auch wir haben des öftern Mühe,
wird wohl keine ihre je eigene Idealvorstellung
Spitze bis in den Himmel reicht.» – So haben die
die Sprache des andern zu verstehen: Velofahrerin-
ganz verwirklichen können.
Leute von Babel gesprochen und haben die Ärmel
nen und Gewerbetreibende, Kinder und Lastwa-
Anders als das «Modell Babel» beinhaltet das
hochgekrempelt. Sie haben allerdings die Rech-
genchauffeure, Ladeninhaber und Autofahrerin-
«Modell Gossau» keine spektakulären Projekte.
nung ohne den Herrn gemacht: «Wohlan, wir
nen. Sie alle sind sich einig, dass im Gossauer
Erfolgsversprechender ist ein Vorgehen, das uns
wollen ihre Sprache verwirren, dass keiner mehr
Stadtzentrum etwas geschehen muss und das bald.
der Vision Schritt um Schritt näher bringt und
das überdies realisier- und finanzierbar ist.
Das Kind, das geduldig Bauklotz auf Bauklotz
schichtet, macht es uns vor: Es braucht System
und Beharrlichkeit, damit ein stabiles Bauwerk
entsteht. Brechen wir aus diesem nur einen Stein
heraus, ist das Gleichgewicht gefährdet.
So verhält es sich auch mit den Massnahmen
zum Stadtentwicklungskonzept: Eine Aufwertung des öffentlichen Raumes ist ohne Verkehrsmassnahmen nicht denkbar, ein Stadtmarketing
nicht ohne städtebauliche Visionen. Setzen wir
nun also auch sorgsam Stein auf Stein aufeinander und freuen wir uns, wie einer den anderen
trägt.
Und vor allem: Lernen wir die gemeinsame
Sprache. So kann die Vision Gossau 2020 –
anders als seinerzeit jene in Babel – Wirklichkeit
werden!
Stadtentwicklungskonzept: ein Massnahmenbaukasten.
Pieter Breughel d.Ä: Der Turmbau zu Babel, 1563, Wien, Kunsthistorisches Museum.
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6. Anhang
Begriffe/Beteiligte
Z 05
Zustand im Jahre 2005 / kurzfristig
Z 10
Zustand im Jahre 2010 / mittelfristig
Z 20
Zustand im Jahre 2020 / langfristig
EINLEITUNG
Vision
Wunschbild, Idealvorstellung
Synthese
Zusammenfügung einzelner Teile zu einem
Ganzen
Strategie
Vorgehensweise; Weg, welcher zum Ziel
Stadtzentrum
führen soll.
Definition gemäss Leitsätzen der Stadtentwicklung (siehe Grafik Seite 16)
Verkehrsarten:
DTV
Zentrumsbereiche (siehe Grafik Seite 22):
Altstadt
St.Gallerstrasse Gröbliplatz bis Gerbhof und
Herisauerstrasse Kirchplatz bis Ringstrasse
Stadtmitte
Durchschnittlicher Tagesverkehr
Durchgangsverkehr
VISION
ANALYSE
ZIELE / STRATEGIE
Gebiet durchfährt.
ANHANG
Fachplaner
Verkehrszählungen
Folgende Verfahren wurden in Gossau
Thomas Eigenmann, Ortsplaner
angewendet:
Marilene Holzhauser, Raumplanerin
a) Querschnittzählungen: Mittels aufgeklebten
Streifen kann die Anzahl Fahrzeuge ermittelt
werden mit Unterscheidung PW und LKW.
b) Handzählungen: Die durchfahrenden Motor-
Walter Berg, Verkehrsplaner
Bruno Bossart, Architekt
Wirtschaftsförderung
Christoph Ottiger, Wirtschaftsförderer
Verein Gossau plus
fahrzeuge werden nach Zeit, Anzahl und
Nummernschild erfasst. Grosser Personalauf-
Christoph Bernet, Präsident
wand. Dient zur Ermittlung des Durchgangs-,
Christian Appert, Vorstandsmitglied
Planungsteams, beteiligte Büros
Ziel- und Quellverkehrs.
c) Videoaufnahmen: Werden zur Unterstützung
und Verifizierung der Zählungen eingesetzt.
Motorisierter Verkehr, der ein definiertes
Zielverkehr
MASSNAHMEN
Team Interurban:
Interurban AG, Nutzungsmanagement, Zürich
Team Emch + Berger:
Beteiligte
Emch + Berger AG, Ingenieure und Planer, Zürich
Folgende Personen haben bei der Erarbeitung
Niggli + Zbinden, Architekten, St.Gallen
Andreaspark, Gebiet Gutenberg – Merkur-
Motorisierter Verkehr, der von ausserhalb in
des Stadtentwicklungkonzeptes mitgewirkt:
Martin Klauser, Landschaftsarchitekt, Rorschach
strasse und Marktplatz-Bundwiese.
ein definiertes Gebiet einfährt und dort sein
Stadtrat
Team Metron:
Neustadt
Gebiet begrenzt durch Poststrasse – Bahnhofstrasse – Stadtbühlstrasse – Herisauerstrasse
Richtplanung
Planungsinstrument für die Koordination
Alex Brühwiler, Stadtpräsident
Metron Verkehrsplanung und
Pius Keller, Ressort Freizeit und Kultur
Raumentwicklung AG, Brugg
Motorisierter Verkehr, der aus einem definier-
Johann Mauchle, Ressort Sicherheit
Team Zach + Zünd:
ten Gebiet herausfährt und sein Ziel ausser-
Helen Rutz, Ressort Soziales (bis 2. März 2004)
Zach + Zünd, Architekten, Zürich
halb hat.
Markus Sprenger, Ressort Schule
Thomas Schregenberger, Architekt, Zürich
Madeleine Stuker, Ressort Hochbau
SNZ Ingenieure und Planer AG, Zürich
Ziel hat.
Quellverkehr
Binnenverkehr
verschiedener Tätigkeiten der Raumplanung
Motorisierter Verkehr, der Ziel und Quelle in
Kurt Züblin, Ressort Tiefbau
Vetsch, Nipkow Partner,
(Siedlung, Verkehr, Landschaft, Infrastruktur).
einem definierten Gebiet hat.
Toni Inauen, Stadtschreiber
Landschaftsarchitekten, Zürich
Der kantonale Richtplan ist aus dem Jahr
2003, der kommunale aus dem Jahr 2001.
Urbanität
Städtische Atmosphäre, städtische Lebensform
Verkehrsmodell
Hochbauamt
Team Mäder:
Virtuelle Simulation des Verkehrsablaufs über
Clemens Lüthi, Leiter
Mäder + Mächler, Architekten, Zürich
einen regionalen Perimeter aufgrund der
Eliane Forster, Sekretariat
Stefan Kurath, Architekt, Zürich
Wohn- und Arbeitsplatzdichte sowie der
Christoph Hunziker, Architekt, Zürich
Leistungsfähigkeit der Strassen und Knoten.
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Stadtentwicklung Gossau
Gestaltung: Monika Walpen, Gossau; Druck: Walpen AG, Gossau
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