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Bericht - Grundschule Königsknoll

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Schüler experimentieren 2012
Lärmbelastung in unserem
Schulhaus – wie kann sie weniger
werden?
Julian Theloke / Deniz Cem Gündes
Hector-Kinderakademie
Betreuer:
Walter Lenk
Grundschule Königsknoll Sindelfingen
1
Inhaltsverzeichnis:
Was wollten wir erforschen?
S.
3
Wie haben wir geforscht?
S.
3
Bau von Modellen und Versuche zur Schalldämmung
S.
3
Messungen im Schulhaus: vor den Sommerferien
S.
6
Messungen im Schulhaus: nach den Sommerferien
S.
8
Vergleich der Durchschnittswerte unserer Messungen
S.
11
Bewertung der Ergebnisse: Vergleich mit einer Skala
S.
12
Zusammenfassung: Was haben wir gelernt?
S.
14
2
Was wollten wir erforschen?
Unsere Schule wurde umgebaut. Dazu wurden die schallschluckenden
Decken ausgebaut. Im Schulhaus war es deutlich lauter.
Wir wollten überprüfen:
Wie laut ist es in den
Fluren und
Treppenhäusern und
in der Halle?
Wird es leiser, wenn
die Decken eingebaut
wurden?
Können wir, die
Kinder, den Lärm in
der Schule verringern?
Wie haben wir geforscht?
Bau von Modellen und Versuche zur Schalldämmung
In einer Arbeitsgemeinschaft haben wir mit den anderen Kindern
Versuche zum Thema „Lautstärke“ gemacht. Wir haben zunächst geübt,
mit den Messgeräten möglichst genau zu messen. Danach haben wir mit
Schachteln Modelle von Räumen angefertigt. In unsere Modelle haben
wir Materialien eingebaut, von denen wir glaubten, dass sie den Schall
schlucken oder dämpfen.
3
Wir verwendeten Teppichboden, Eierkartons,
Styropor und Dämmplatten, die in Fußböden
verlegt werden.
Anschließend führten wir Messungen durch.
Unsere Messergebnisse haben wir aufgeschrieben und miteinander
verglichen. Aus den Listen haben wir die höchsten und die niedrigsten
Werte herausgenommen. Anschließend haben wir Mittelwerte
ausgerechnet.
Die unterschiedlichen Werte zeigten uns, dass sich Fehler
eingeschlichen hatten: Nebengeräusche, ungenaue Messungen oder
Ablesefehler. Die beiden Grafiken weisen die Ungenauigkeiten nach: Die
Messungen zum „Teppichboden“ sind besser. Sie schwanken nicht so
sehr, sondern liegen alle nahe bei dem Wert 60.
4
Auch wenn wir die Messwerte der Teams vergleichen, sehen wir die
Unterschiede beim Messen.
Die Grafiken haben wir am Computer mit dem Programm Excel
hergestellt.
5
Messungen im Schulhaus, nachdem die schallschluckenden
Decken entfernt waren (vor den Sommerferien 2011)
Wir haben mehrere Messungen an verschiedenen Orten im Schulhaus
durchgeführt. Während des Unterrichts ist es leise im Schulhaus.
Deshalb wählten wir die großen Pausen und den Schulschluss. Dann
waren viele Kinder im Schulhaus unterwegs.
Im Flur: zur Großen Pause
In der Halle: zum Schulschluss
Unsere Messwerte haben wir in Listen aufgeschrieben und mit Excel in
Diagramme umgewandelt.
Flur: ohne schallschluckende Decken
vor und während der zweiten Pause
100,0
80,0
60,0
40,0
20,0
0,0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
26.07.11 ab 10.55
Die Messungen für die
blauen Werte wurden
in der Zeit von 10.55
bis 11.10 durchgeführt.
Die roten Werte sind
während der Pause
(11.05 – 11.20)
gemessen worden.
Wir stellen fest: Die
rote Linie steigt an.
Das heißt: Während
der Pause werden die
Kinder lauter.
26.07.11 ab 11.05
6
Halle: ohne schallschluckende Decken
Anfang und Ende der zweiten Pause
100,0
Auch bei dieser
Messreihe in der Halle
stellen wir fest:
Bei den Messungen im
Flur und in der Halle
lagen die Werte
ähnlich hoch:
zwischen 60 und 80.
80,0
60,0
40,0
20,0
0,0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
26.07.11 ab 11.05
26.07.11 ab 11.20
Halle: ohne schallschluckende Decken
vor und nach Schulschluss
100,0
80,0
60,0
40,0
20,0
0,0
1
3
5
7
9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31
26.07.11 ab 11.50
Es gilt auch hier: Die
Kinder kommen
lautstärker aus der
Pause.
Um 11.50 Uhr findet
noch Unterricht statt.
Deshalb ist es in der
Halle noch leiser als
nach Schulschluss.
Ab 12.05 Uhr
verlassen viele Kinder
die Schule auf dem
Weg durch die Halle.
Deshalb liegen die
Werte nach 12.05
höher.
26.07.11 ab 12.05
7
Messungen im Schulhaus, nachdem die schallschluckenden
Decken eingebaut waren (nach den Sommerferien 2011)
In den Sommerferien wurden die Decken wieder eingebaut. Wir haben
dann im November unsere Messungen wiederholt: an den gleichen
Orten und zu den gleichen Zeiten. Wir wollten unsere Messwerte
vergleichen.
Im Flur: zur Großen Pause
In der Halle: zum Schulschluss
Messwerte:
Flur: vor und nach Einbau der Decken
Beginn der zweiten Pause
100,0
80,0
Werte 1 – 6:
Der Lärm ist nach dem
Einbau der Decken
leiser.
Werte 7 – 13:
60,0
Hier verlaufen die
Kurven im gleichen
Band (zwischen 60 und
80).
40,0
20,0
0,0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
26.07.11 ab 10.55
10.11.11 ab 10.55
Ab Wert 13:
Trotz schallschluckender Decken
messen wir hohe
Werte. Während der
Messungen sind
deutlich mehr Kinder
im Flur.
8
Flur: vor und nach Einbau der Decken
Ende der zweiten Pause
100,0
80,0
60,0
40,0
20,0
0,0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
26.07.11 ab 11.05
10.11.11 ab 11.15
Halle: nach Einbau der Decken
Schulschluss ab 12.00
Die meisten Werte
liegen zwischen 70 und
80. Ab Wert 8
erkennen wir, dass die
rote Linie unter der
blauen Linie liegt. Das
bedeutet: Der Einbau
der Decken zeigt eine
kleine nützliche
Wirkung.
Wir erklären die
geringen Unterschiede
damit: Nach der Pause
stürmen viele Kinder
gleichzeitig ins
Schulhaus.
Bis Wert 13:
80,0
Die Kurven verlaufen
im gleichen Band
zwischen den Werten
60 und 70.
60,0
Von Messung 14 – 29:
40,0
Die rote Kurve ist
deutlich höher als die
blaue. Daraus
schließen wir, dass die
vielen Kinder auch viel
Lärm machen und die
Decken nicht gut
wirken.
100,0
20,0
0,0
1 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39
10.11.11 / wenig Kinder
20.12.11 / viele Kinder
Von Messung 30 – 39:
Während dieser
Messungen haben die
meisten Kinder das
Schulhaus schon
verlassen.
9
Halle: vor und nach Einbau der Decken
Schulschluss ab 12.05
100,0
90,0
80,0
70,0
60,0
50,0
40,0
30,0
20,0
10,0
0,0
1
3
5
7
9
11
26.07.11 viele Kinder
13
15
17
19
21
23
25
27
10.11.11 wenig Kinder
29 31
33
35
37
39
20.12.11 viele Kinder
Die drei Kurven zeigen ein eindeutiges Ergebnis: Vor Einbau der Decken messen
wir deutlich höhere Werte (zwischen 70 und 80).
Die rote Kurve liegt fast immer zwischen 60 und 70.
Bei der grünen Kurve entdecken wir zwischen der 13. und der 30.Messung sehr
hohe Werte. Das war die Zeit, wo viele Kinder und Erwachsene in der Halle waren.
Viele Personen sind an unseren Messtisch gekommen. Dadurch war es in der
Umgebung des Messgerätes lauter.
Trotzdem behaupten wir:
Die eingebauten Decken nützen bei der Schalldämmung.
10
Vergleich der Durchschnittswerte unserer Messungen
Diese Messungen wurden alle am 26.Juli 2011 durchgeführt. Damals
fehlten im ganzen Schulhaus die schallschluckenden Decken.
vor der Pause ab
10.55
63,3
während der Pause
ab 11.05
77,0
Pausenbeginn ab
11.05
73,3
Pausenende ab
11.20
81,9
vor Schulschluss ab
11.50
60,5
nach Schulschluss
ab 12.05
75,2
Flur
Halle
Wenn viele Kinder durch das
Schulhaus, den Flur und die
Halle laufen, steigt der Lärm. Es
gibt keine Schalldämmung.
Es ist ganz deutlich: Der Schallschutz im Schulhaus muss
verbessert werden.
Halle
In der nächsten Tabelle vergleichen wir die Durchschnittswerte unserer
Messungen vor und nach dem Einbau der schallschluckenden Decken.
Die Messungen vor dem Einbau erfolgten am 26.07.2011 (hellblaue
Farbe), nach dem Einbau am 10. November und am 20.Dezember 2011
(hellgrüne Farbe).
vor der Pause ab
10.55
63,3
vor der Pause ab
10.55
64,8
während der Pause
ab 11.05
77,0
während der Pause
ab 11.15
75,3
nach Schulschluss
ab 12.05
75,2
nach Schulschluss
ab 12.05
69,9
Flur
Flur
Halle
Der Anstieg ist sicherlich durch
Messfehler bei der ersten
Messung entstanden. Wir hatten
damals schwankende Werte.
Die kleine Verringerung des
Wertes entsteht durch eine
Ungenauigkeit. Die Messzeiten
sind nicht gleich. Deshalb sind
unterschiedlich viele Kinder
durch den Flur gelaufen.
Diese Messungen zeigen einen
deutlichen Unterschied. Deshalb
behaupten wir: Die
Schalldämmung ist im
Schulhaus verbessert.
11
Bewertung der Ergebnisse: Vergleich mit einer Skala
Nach unseren Messungen haben wir überlegt, ob wir in der Schule den
Lärm noch mehr dämpfen können. Da wir die Wände und die Böden
wegen des Brandschutzes nicht mit Materialien wie in unseren Modellen
verkleiden dürfen, wollen wir die Kinder gewinnen, leiser zu sein. Dazu
nutzen wir die Lärmampeln.
Für die Lärmampel gilt die Skala:
Wir haben die Ampeln auf Stufe 3 eingestellt.
Mit einem Plakat haben wir die Kinder der anderen Klassen auf unser
Projekt aufmerksam gemacht. Wir haben die Lehrerinnen gebeten, den
Kindern den Sinn der Ampeln zu erklären.
12
In unserer Schule kann es nach dem Einbau der Decken nur noch leiser
werden, wenn die Kinder selbst in den Fluren, in den Treppenhäusern
und in der Eingangshalle leiser sind. Die Ampeln sollen die Kinder darauf
hinweisen, ob sie zu laut sind und leiser werden müssen.
Der Versuch ist noch nicht abgeschlossen. Es sind noch keine
Messungen gemacht worden. Die Kinder sollen sich zunächst an die
Ampeln gewöhnen.
13
Zusammenfassung: Was haben wir gelernt?
Wir haben den Lärm in der Schule nicht nur erlebt, sondern wir haben
mit einem passenden Messgerät die Lautstärke gemessen.
Vor unseren Messungen im Schulhaus haben wir an Modellen
gearbeitet. Damit studierten wir, dass es unterschiedliche Dämmstoffe
gibt. Wir lernten den Umgang mit dem Messgerät.
Das Messen mussten wir üben. Wir durften ja nicht zu viele Messfehler
in unsere Tabellen eintragen.
In unserem Schulhaus kann nicht jeder Stoff für die Schalldämmung
benutzt werden. Es gibt Vorschriften für den Brandschutz.
Wir mussten einsehen: Es reicht nicht aus, wenn wir Schalldämmungen
einbauen. Wir Kinder müssen selbst durch unser Verhalten dazu
beitragen, dass es in der Schule leiser werden kann.
Eine große Hilfe war die Auswertung unserer Messgeräte mit dem
Computer. Wir haben mit dem Programm Excel Tabellen hergestellt.
Dabei merkten wir, dass wir uns durch verschiedene Diagramme die
Auswertung erleichtern konnten.
14
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