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Energiewende: Wie versorgungssicher sind - GIPS Projekt

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Kundenmagazin
:
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dazu S. 8
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L
Versorgungssicherheit für Meerane:
Wir erneuern unsere Netze Seite 2/3
Risiko „Blackout“
Seite 10/11
FRÜHLINGSGEWINNSPIEL MIT TOLLEN PREISEN
Seite 16
01 l 2013
2
Stadtwerke Meerane aktuell
Versorgungssicherheit
für Meerane: Wir erneuern
unsere Netze
Sehr geehrte
Leserinnen und Leser,
das Jahr 2013 ist wenige Wochen alt,
und natürlich haben auch wir für die
kommenden Monate einen Fahrplan.
Wir starten in Kürze mit einigen umfangreichen Baumaßnahmen durch.
Diese dienen der Versorgungssicherheit. Was wir genau vorhaben, finden
Sie gleich im Anschluss an diese Worte.
Ich bin mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine rege Diskussion
rund um das Thema Energiewende führen werden. Wussten Sie, dass unser bestehendes deutsches Stromnetz der gewünschten Produktion und Einspeisung
erneuerbarer Energien kaum standhalten kann? Damit will ich keinesfalls
den Atomausstieg verteufeln, aber ich
fühle mich verpflichtet, Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf einige technische Schwierigkeiten der Energiewende hinzuweisen. Die Hintergründe
erläutert unser heutiges Schwerpunktthema auf den Seiten 8 bis 11.
Welche Meinung haben übrigens Sie
selbst zu Energiethemen, Strom und
Gas, zu den Stadtwerken Meerane oder
zu diesem Kundenmagazin? Ich würde
mich über ein paar Zeilen von Ihnen
freuen und fordere Sie ganz gezielt
auf zu Hinweisen, Lob oder Kritik in
Form von Leserbriefen. Schreiben Sie
uns per E-Mail kundenmagazin@swmeerane.de, per Post (Stadtwerke Meerane GmbH, Obere Bahnstraße 10,
08393 Meerane) oder rufen Sie mich
einfach an (03764 7917-11). Ich freue
mich drauf!
Herzlichst Ihr
Uwe Nötzold
Geschäftsführer
Die zuverlässige Energieversorgung für die Stadt Meerane und für die Meeraner Bürger ist unser wichtigstes
Ziel. Wir investieren deshalb regelmäßig in Wartung und
Erneuerung unserer Netze. 2013 gibt es Handlungsbedarf für einige Teile sowohl unseres Strom- als auch
Gasnetzes. Alle betroffenen Kunden der Stadtwerke
Meerane werden rechtzeitig über mögliche Einschränkungen informiert. Folgende Baumaßnahmen sind in
diesem Jahr geplant:
Bereich Strom
 Ortsnetzrekonstruktion Südstraße/Karlstraße: Die hier vorhandenen Niederspannungsfreileitungen sind in die Jahre gekommen, werden damit störanfälliger und
sollen komplett ersetzt werden. Wir erneuern die Netzanschlüsse, die von der
Freileitung versorgt werden. Ersatzweise
werden neue Kabel verlegt, die die Versorgung der Kunden sicherstellen. Im Zuge
der Baumaßnahme wechseln wir gleichzeitig auch die Straßenbeleuchtungsanlagen aus. Zum Einsatz kommt konventionelle Technik mit Natriumdampfleuchtmitteln.
 Ortsnetzrekonstruktion Fuchsberg: In
diesem Teil von Meerane müssen das Nie-
Thomas
Friedemann
bei Montagearbeiten an
einem Lichtpunkt am
Bahnhof.
derspannungsortsnetz und die Straßenbeleuchtung vollständig erneuert werden.
Dabei wird der Großteil des Ortsnetzes als
isolierte Freileitung ausgeführt. In Teilbereichen werden Kabel verlegt.
 Trafostation Heizhaus: Für diese Schwerpunktstation ist ein Ersatzneubau notwendig. Sie versorgt unter anderem das
Heizhaus Remser Weg. Die darin befindliche Schaltanlagentechnik entspricht nicht
mehr den derzeit geltenden Anforderungen und wird deshalb durch moderne Anlagen ersetzt. Dazu wird der alte Baukörper durch einen neuen Betonfertigteilstationskörper ausgetauscht. Dieser ist
anschlussfertig vormontiert und muss nach
dem Aufstellen „nur noch“ angeschlossen
werden.
Stadtwerke Meerane aktuell
Bereich Gas
 Ortsnetzrekonstruktion Böhmerstraße:
Hier erneuern wir das gesamte Niederdruckortsnetz. Alte und stark korrodierte
Stahlleitungen werden durch neue PEKunststoffleitungen ersetzt. Die Baumaßnahme war ursprünglich so nicht vorgesehen, muss aber aufgrund von im letzten
Jahr festgestellten Abspürschäden nun außerplanmäßig umgesetzt werden. Bei der
Reparatur dieser Schäden stellten wir damals fest, dass die vorhandenen Leitungen
stärker korrodiert waren als vergleichbare
Leitungen mit ähnlichem Baujahr. Der
Austausch erfolgt deshalb aus Sicherheitsgründen.
Die Stadtwerke Meerane prüfen
Ihr Gasnetz regelmäßig sorgfältig
auf undichte Stellen. Zum Thema
„Gasspüren” lesen Sie mehr im
nächsten Heft, das Ende Mai erscheinen wird.
serung der Prognosequalität für die Gasund Strombilanzierung im Netzbereich.
Das ist notwendig, da sich der Gasverbrauch
ab einer Außentemperatur von fünf Grad
Celsius stark erhöht. In den nächsten Monaten werden wir den Standort für die Station
festlegen. Über den Baufortschritt halten
wir Sie natürlich gern auf dem Laufenden.
Vielen Dank für Ihr
Verständnis !
Während der Bauzeit für alle angeführten
Maßnahmen lassen sich Baulärm, Schmutz
und Beeinträchtigungen leider nicht vermeiden. Wir versuchen, diese so gering
wie möglich zu halten, und sind immer
bestrebt, die Bauarbeiten zügig durchzuführen. Alle betroffenen Kunden informieren wir rechtzeitig. Für Ihr Verständnis und Ihre Geduld bedanken wir uns
bereits im Voraus.
3
Kontakt
Ihre Fragen zu den Bauprojekten beantworten unsere
Experten gern:
 Patrick Kühni
Abteilungsleiter Netze
Telefon (03764) 7917-30
patrick.kuehni@sw-meerane.de
 René Rabe
Netzservice Strom
Telefon (03764) 7917-31
rene.rabe@sw-meerane.de
 Ute Rösch
Netzservice Gas
Telefon (03764) 7917-32
ute.roesch@sw-meerane.de
Spartenübergreifende
Maßnahmen
 Ortsnetzrekonstruktion Rosenthal: Im
Zuge des grundhaften Straßenneubaus erneuern wir das Strom- und Gasortsnetz.
Die alten Freileitungen werden vollständig
durch Erdkabel ersetzt, und das Gasniederdrucknetz inklusive der Hausanschlüsse
wird komplett überholt.
 Neue Wetterstation: Gemeinsam mit
Meteomedia, einem der führenden Wetterdienstleister Europas, planen wir die Errichtung einer Wetterstation zur Verbes-
Anlieferu
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4 Aktuell und wichtig
informiert
+++
schnell informiert
+++
schnell informiert
+++
schnell informiert
+++
schnell inform
Gut
unterhalten
Die Unterhaltungselektronik kennt keinen Konjunkturknick. Für Fernseher,
Mobiltelefone, Computer und Zubehör
gaben die Bundesbürger allein im ersten Halbjahr 2012 rund 13,2 Milliarden
Euro aus. Das entspricht einem Anstieg
von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Biogas hat
Zukunft
Es muss nicht immer Erdgas sein.
Beim Tanken, Heizen oder bei der
Stromproduktion mischt die gasförmige Bio-Variante inzwischen kräftig
mit. Wer an einer der 900 Erdgastankstellen im Bundesgebiet den Tank füllt,
erwirbt dabei meist automatisch auch
einen Anteil Biogas. Denn: Das aufbereitete Gasgemisch, das aus nachwachsenden Rohstoffen, Gülle oder Bioabfall erzeugt wird, kann ins Erdgasnetz
eingespeist und somit ohne separate
Zapfsäule eingefüllt werden.
Doch nicht nur im Straßenverkehr ist
Biogas am Start. In Blockheizkraftwerken wird der alternative Energiespender zur Strom- und Wärmeproduktion ganzer Wohnquartiere genutzt.
Solche Anlagen, die nach dem Prinzip
der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
funktionieren, gibt es mittlerweile auch
für den Hausgebrauch in Form von
sogenannten Mikro-KWK-Anlagen.
Wer mehr wissen möchte, ist auf der
Internetseite bei der Verbraucherinformation Erdgas an der richtigen
Adresse. Unter www.erdgas.info, Rubrik „Bio-Erdgas“, finden sich detaillierte Informationen. In interaktiven
Animationen gibt es Antworten auf
alle Fragen rund um die Produktion
und die Verwendung des umweltschonenden Brennstoffs.
Besonders gefragt sind dabei Smartphones und Tablet-PCs. Die Entwicklung spiegelt den Geist der Zeit wider.
Permanentes Kommunizieren liegt im
Trend. Der Zugang zum Internet und
dreidimensionale Bilder gehören deshalb bei hochpreisigen TV-Markengeräten mittlerweile zur Standardausstattung.
Den visuellen Anschluss an die Welt
findet man allerdings auch unterwegs.
Aktuelle Studien haben gezeigt: Rund
77 Prozent der Befragten setzen mobile
Geräte wie Smartphone, Tablet oder
Laptop auch zum Fernsehen ein. Etwa
ein Drittel der Zuschauer nutzt nach
Angaben des IT-Branchenverbands
Bitkom die erweiterten Möglichkeiten
dieser Geräte und recherchiert Zusatzinformationen zum Fernsehprogramm.
Welt­wassertag
Steter Tropfen höhlt den Stein. Das
wissen auch die Umweltexperten der
Generalversammlung der Vereinten
Nationen. Auf ihre Initiative hin wurde
bei der Weltkonferenz für Umwelt und
Entwicklung im Jahr 1992 der Weltwassertag ins Leben gerufen, der auch
in diesem Jahr auf den 22. März fällt.
Die Hauptverantwortung für die Gestaltung des Aktionstages hat die
UNESCO übernommen. 2013 wurde
zum Internationalen Jahr der Wasserkooperation erklärt. Die begleitenden
Veranstaltungen stehen deshalb unter
dem Motto „Wasser und Zusammenarbeit“. Ziel ist es, das Bewusstsein
dafür zu schärfen, dass der Schutz der
kostbaren Ressourcen nur dann gelingen kann, wenn die Menschen weltweit gemeinsam dafür eintreten. Einen
Überblick über die Veranstaltungen
zum Weltwassertag 2013 gibt es unter
www.unesco.de/wasserjahr2013.html.
Auch das Serviceportal www.tag-deswassers.com bietet umfangreiche Tipps
und Informationen.
Kritisch nachgefragt
miert
+++
schnell informiert
5
+++
Das Thema Energiesparen ist in den
deutschen Haushalten angekommen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Verbrauch an Heizenergie im Jahr 2011 um rund 6,7 Prozent und lag mit 625 Milliarden Kilowattstunden deutlich unter dem Wert
von 670 Milliarden Kilowattstunden
im Jahr 2010.
Nach wie vor spielt Erdgas als Haushaltsenergie eine tragende Rolle. Knapp
50 Prozent aller privaten Eigentümer
setzen auf das innovative und sparsame
Wärme-Konzept. Die Zahlen sprechen
für sich: 1975 setzte nur jeder siebte
Bundesbürger Erdgas für Heizzwecke
ein. 1980 gelang der Sprung über die
20-Prozent-Hürde, 1990 wurde die
30-Prozent-Marke geknackt, und im
Jahr 2000 verzeichneten die Statistiker
bereits einen Anteil von 44,5 Prozent
an der Wärmeerzeugung. Als wichtigste
Argumente bei der Entscheidung für
eine Erdgasheizung werden die saubere
und ergiebige Arbeitsweise sowie der
hohe Bedien- und Regelungskomfort genannt. Hinzu kommt: Erdgasheizanlagen lassen sich problemlos mit regenerativen Energieformen kombinieren.
Beim Stromverbrauch waren die Sparbemühungen der Deutschen allerdings
weniger erfolgreich. 2010 hatten die
Stromzähler einen bundesweiten Wert
von 139 Milliarden Kilowattstunden ermittelt. 2011 stieg der Wert auf 141 Milliarden Kilowattstunden an.
Fotos (1 und 4): fotolia.de
Foto: pixelio.de
Konjunktur bei
Sparfüchsen
Von Äpfeln und Birnen
Auf dem Energiemarkt ist vieles in Bewegung geraten. Das spüren auch die
Kunden. Zum Jahreswechsel hat der Gesetzgeber an der Preisschraube gedreht
und mit der Erhöhung und Einführung
gleich mehrerer Steuern und Abgaben für
Aufschläge beim Strompreis gesorgt.
setzlich bedingten Abgaben bereits in den
Preis eingearbeitet? Drückt ein einmaliger Bonus das Preisniveau? Wie lang ist
die Laufzeit und gibt es Preisgarantien?
Letztlich sollte auch beachtet werden, ob
das vermeintlich günstigere Angebot jährlich im Voraus zu bezahlen ist und ob es
Abnahmegrenzen bei der Strommenge
Die Stadtwerke haben die Hintergründe gibt. Wer sich verschätzt und mehr verder staatlich verordneten Zusatzausgaben braucht, muss die zusätzlichen Kilowattfür ihre Kunden transparent aufgearbei- stunden teuer bezahlen.
tet und sich als Überbringer der schlechten Nachricht der engagierten Diskussion Im Dickicht der Fragen sind die Mitargestellt. Besonders wichtig war dabei: beiter der Stadtwerke derzeit stark geforUm die Verbraucher nicht noch mehr zu dert. Sie empfehlen sich als erfahrene,
belasten, haben die kommunalen Ener- kompetente und seriöse Ratgeber, wenn
gieversorger jene Preiskomponenten sta- es darum geht, Äpfel von Birnen zu unbil gehalten, die sie selbst beeinflussen terscheiden. Und sie präsentieren sich als
können.
serviceorientierte Partner vor Ort, die eng
mit dem kommunalen Leben verknüpft
Trotzdem ist die Verwirrung groß. Be- sind, die Verhältnisse kennen und destroffen sind vor allem Konsumenten, die halb ganz individuell auf Kundenwünauf dem digitalen Marktplatz im Inter- sche reagieren können.
net nach günstigen Angeboten Ausschau
halten. Wer in den gängigen Vergleichs- Die Unruhe durch die staatlichen Preisportalen derzeit seine Haushalts- und aufschläge ist verständlich. Doch darüber
Verbrauchsdaten eingibt, dem blinken sollte nicht vergessen werden: Zu einer
mitunter reizvolle Sparangebote vom zuverlässigen Energieversorgung gehört
Bildschirm entgegen. Was zunächst ver- nicht nur die Ware Strom, sondern auch
lockend erscheint, entpuppt sich jedoch ein umfangreiches Dienstleistungsangebot,
bei genauerer Betrachtung oft als wenig das der Kunde als Wegweiser bei der Geerquicklich.
staltung der Energiewende nutzen kann.
Die überschaubaren Strukturen und die
Durch die Vielzahl an aktuellen Ände- jahrzehntelange Erfahrung der Stadtwerke
rungen fehlen in vielen Fällen derzeit ver- vor Ort bieten hierbei beste Voraussetlässliche Vergleichsfaktoren. Da lohnt es zungen für den erfolgreichen Doppelpass
sich, genauer hinzuschauen: Sind die ge- zwischen Verbraucher und Versorger.
6 Schwerpunktthema: die neue Energiewelt
Gemeinsam
ins neue Energiezeitalter
Die Energiewelt wird bunter, und die Stadtwerke sind
mittendrin. Sie übernehmen die Rolle des Lotsen in einer
Versorgungslandschaft, die für den Verbraucher immer
unübersichtlicher wird.
Wer eine neue Heizungsanlage plant oder
schlicht nach einer zukunftsfähigen Stromversorgung sucht, droht mittlerweile im
Meer der Möglichkeiten zu versinken. Neben den herkömmlichen Technologien hat
sich ein großer Markt an Alternativangeboten entwickelt.
Hinzu kommt: Regenerative Energien aus
Biogasanlagen, Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft spielen eine immer wichtigere
Rolle. Der Gesetzgeber mischt ebenfalls
mit und verschärft die Vorgaben. Vieles ist
möglich, manches muss umgesetzt wer-
den. Doch nicht für jedes Gebäude ist jede
Technologie geeignet, und nicht jeder Haushalt kann sich alles leisten.
Welcher Weg ist
der richtige?
Bei der Suche nach den richtigen Strategien
türmen sich vor den Verbrauchern derzeit
viele Fragen auf. Das betrifft natürlich auch
das ganz persönliche Verhalten. Energiesparen und der effiziente Umgang mit den
kostbaren Ressourcen gehören zu den Zukunftsfeldern, die beackert werden müssen.
In diesen Bereichen ist vieles neu und vieles im Umbruch: Fenster schließen bei Regen automatisch, Rollläden lassen sich via
Smartphone über hunderte von Kilometern hinweg schließen. Im Haus von morgen assistieren den Bewohnern intelligente
Stromzähler und programmierbare Heizthermostate.
Willkommen im
Smart Home !
Das Zauberwort heißt Smart Grid. Stromerzeuger, Speicher und elektrische Geräte
sind hier über ein computergesteuertes
System verbunden. Durch den steten Datenabgleich läuft die Feinabstimmung ganz
automatisch.
Das macht die Sache einfacher, trägt gleichzeitig aber zur Verwirrung bei. Nicht jeder Bürger spendet für die neue Energiewelt Applaus. Denn: Durch die staatlich
verordnete Energiewende und den Umbau der Versorgungslandschaft steigen die
Energiepreise. Erst zum Jahreswechsel
mussten viele Haushalte Preisanpassungen verkraften, die ausschließlich auf erhöhte Steuern, Abgaben und neue Umlagen zurückzuführen waren.
Schwerpunktthema:
Stadtwerke
die neue
Meerane
Energiewelt
aktuell
In dieser Situation verweisen die Stadtwerke vor Ort auf ihre Stärken. Der kurze
Draht zum Kunden und die langjährige
Erfahrung mit den lokalen Strukturen ermöglichen eine ganz individuelle Begleitung der Menschen in der Region. Für diese
Aufgabe sind die kommunalen Versorgungsunternehmen gut gerüstet. Sie haben die
Zeichen der Zeit erkannt und schon früh
damit begonnen, sich am Markt als moderne Dienstleister zu positionieren.
Konzepte zur
Neuorganisation
Neben den klassischen Geschäftsfeldern
haben die Energieexperten vor Ort ein Gesamtkonzept im Blick, das die Erzeugung,
Verteilung und Speicherung von Energie
neu organisiert. Regenerative Energien
spielen darin ebenso eine Rolle wie ganzheitliche Energielösungen, Gebäudeanalysen oder in zunehmendem Maße auch
die direkte Beteiligung von Bürgern, zum
Beispiel in Form von Genossenschaften.
Im Mittelpunkt steht der Kunde, der mit
Unterstützung seines Stadtwerks vor Ort
Zugang zu den komplexen Themen findet
und vom Wissen und der Innovation der Experten profitiert. Das gemeinsame Ziel
heißt: immer einen Schritt voraus zu sein.
So viel Energie braucht die Welt
Der Energiehunger wächst weiter.
Die Internationale Energieagentur
(IEA) hat die aktuelle Situation analysiert und prognostiziert bis zum
Jahr 2035 einen Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs um etwa
ein Drittel. Die wichtigsten Entwicklungen und Daten im Überblick:
 2011 wurden rund um den Globus
13.411 Petajoule Primärenergie
verbraucht.
 Mit einem Anteil von 20,6 Prozent
spielt Erdgas als Brückentechnologie
eine immer größere Rolle im Energiemix der Zukunft.
 Der Anstieg der Verbrauchszahlen
ist vor allem auf den steigenden
Lebensstandard in China, Indien und
dem Mittleren Osten zurückzuführen.
 Während China und Indien weiter
stark auf Kohle setzen, wird erwartet,
dass in Europa der steigende Energiebedarf überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt
werden kann.
 Letztlich kommt an der Energiewende niemand vorbei: Da die Vor-
räte an fossilen Brennstoffen weltweit zur Neige gehen, erwartet die
IEA, dass im Jahr 2035 ein Drittel
des Gesamtstroms aus erneuerbaren
Energien stammt.
 Dank der Erschließung unkonventioneller Öl- und Gasreserven – dazu
gehören zum Beispiel Teersande
und Schiefergas – könnten sich die
USA in den kommenden Jahren
zum weltweit größten Energieproduzenten entwickeln.
 Nachholbedarf sieht die IEA im
Gebäudesektor: Noch immer würden
etwa 80 Prozent des Sparpotenzials
nicht genutzt.
Foto: fotolia.de
Stadtwerke als kompetenter Partner vor Ort
7
Energiewende
Foto: fotolia.de
8 Wie versorgungssicher sind
erneuerbare Energien?
Als einer der „grünsten” Energieversorger in Sachsen
unterstützen die Stadtwerke Meerane die Energiewende
mit vollen Kräften. Wir fördern entsprechende Projekte,
und der Anteil regenerativer Energien an unserer Gesamtstromlieferung liegt schon heute bei fast 60 Prozent.
Bei aller Euphorie gilt es aber auch, die großen Herausforderungen der Energiewende zu bedenken.
Dass eine dieser Herausforderungen die
hohen Kosten sind, geht seit einigen Monaten anschaulich durch die Medien. Verbraucher spüren es spätestens jetzt an erhöhten Strompreisen – auch die Stadtwerke
Meerane müssen 2013 die enormen Mehrkosten für die Erzeugung und Verteilung
von erneuerbaren Energien an die Kunden
weiterreichen. EEG-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, Netzentgelte und einige mehr,
das sind staatlich geforderte Abgaben und
Steuern. Dies sind die Preistreiber, die
Ihre Strompreisrechnung mit etwa 3 Cent
mehr pro Kilowattstunde belasten. Die
genaue Zusammensetzung haben wir Ihnen in unseren beiden letzten Kundenmagazinen 2012 vorgestellt.
Kritisch nachgefragt
„Ich sehe aber nicht allein den Preis der
Energiewende als deren größte Herausforderung“, sagt Uwe Nötzold, Geschäfts-
führer der Stadtwerke Meerane. „Für mich
stellen sich insbesondere beim Thema
Versorgungssicherheit noch viele unbeantwortete Fragen.“ Die tragenden Säulen der Stromversorgung in der nächsten
Dekade bis 2022 sollen Wind- und Sonnenenergie sein.
Schwankungen
ausgleichen
„Das Problem von Wind und Sonne ist dabei allerdings, dass sie mal mehr, mal weniger zur Verfügung stehen, dass es Starkwindzeiten und sonnenschwache Tage gibt.
Außerdem wird Strom nicht immer in der
Region erzeugt, in der gerade Energie benötigt wird. Die meisten Windräder stehen im Norden der Republik oder sollen
in der Nord- und Ostsee gebaut werden.
Die größten Stromverbraucher befinden
sich aber überwiegend im Süden“, erläutert
Nötzold. „Es kann auch nicht immer die
gleiche Menge an Strom in die Netze eingespeist werden, der Energiefluss ist nicht
kontinuierlich. Hinzu kommt der jahreszeitlich und tageszeitlich schwankende
Energieverbrauch. Industrie und Haushalte möchten jedoch zu jeder Zeit frei
über die Nutzung von Strom entscheiden.
Keiner will im Dunkeln sitzen oder aufs
Fernsehen verzichten, nur weil der Wind
gerade nicht weht oder die Sonne gerade
nicht scheint.“ Momentan federt die herkömmliche Energiegewinnung in Atomoder Kohlekraftwerken diese Schwankungen ab. Diese Kraftwerke stehen dort,
wo der größte Bedarf an Strom besteht,
im Süden des Landes.
Probleme mit
dem Netz
Folgerichtige Lösung: Strom, der an windstarken Tagen erzeugt wird, müsste auf
Vorrat gespeichert werden können, um
windschwache Tage auszugleichen, an
denen weniger Strom produziert werden
kann. Außerdem lässt sich der Input an
regenerativen Energien nicht zu 100 %
vorhersagen. „Dafür ist das deutsche Versorgungsnetz aber nicht ausgelegt“, unterstreicht Uwe Nötzold das Problem. „Heutzutage muss der regenerativ produzierte
Strom sofort verbraucht werden. Ist dies
durch zu geringen Bedarf nicht möglich,
leiten wir Überschüsse aus Wind- oder
Solarkraftanlagen sogar teilweise ins Ausland ab, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Möglicherweise kaufen wir die Energie dann teuer zurück, wenn sie gebraucht
wird.“
Energiewende 9
Speicher statt Produktion fördern
Die Investitionen für die Energiewende sind gut
und angemessen, doch sie müssen an der richtigen
Stelle getätigt werden.
Nicht noch mehr Produktion von erneuerbaren Energien ist wichtig, sondern das
Sicherstellen der Energieleistung zu jeder
Sekunde und an jeder Stelle des Landes
entsprechend dem jeweiligen Bedarf, also
das Abspeichern überschüssigen Stroms
für schwächere Zeiten. „Der Ausbau der
Erneuerbaren muss dringend mit dem Ausbau der Infrastruktur synchronisiert werden“, konstatiert auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Kom­petenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare
Energien und intelligente Energiesysteme.
Bis 2030 müssten die deutschen Stromverteilnetze in einer Grö­ßen­ordnung von
bis zu 193.000 Kilometern ausgebaut und
auf einer Länge von bis zu 25.000 Kilometern umgebaut werden. Dafür wären
zwischen 27,5 und 42,5 Milliarden Euro
nötig.
Die Grafik unten zeigt sehr deutlich, was
der Geschäftsführer der Stadtwerke Meerane meint, wenn er die Versorgungssicherheit bei einem überwiegend aus regenerativen Energien gespeisten Netz bezweifelt:
„Das Szenario der dena veranschaulicht
eine nach den Plänen der Bundesregierung
mögliche Gesamtleistung von 219 Gigawatt im Jahr 2022,“ führt Uwe Nötzold
aus. „Aufgrund der schon beschriebenen
Schwankungen und der Prognose­u nge­
nauig­keit wären davon nur gut 88 Gigawatt wirklich gesicherte Leistung. Der Bedarf von Haushalten und Industrie liegt
aber bei geschätzten 83 Gigawatt, so dass
nur rund 5 Gigawatt Puffer für Extremsituationen blieben.“ Eine solche kann zum
Beispiel eintreten, wenn es, wie jetzt im Win-­
ter, sehr kalt wird, der Heizbedarf steigt,
aber Sonnen- und Windstunden fehlen.
Mehr zum Thema
Lesen Sie auf den folgenden Seiten mehr dazu, wie die Integration
erneuerbarer Energien unser
Stromnetz vor neue technische
Herausforderungen stellt.
ge
sic
he
r te
Le
4,7
14,2
31,3
Steinkohle
25,1
Braunkohle
18,6
installierte Leistung
219,0 GW
GW
8,1
g8
Erdgas
125,1
un
Wasserkraft
Sonstige
is t
Sonstige
Erneuerbare
Sonstige
Erneuerbare
130,9
Wasserkraft
Sonstige
12,7
Erdgas
26,9
7,9
Steinkohle
21,6
Braunkohle
17,1
Nicht einsetzbare Leistungfür
Revisionen,
Ausfälle,
Reserve für
System-DL
Die Deutsche Energie-Agentur
dena erwartet für 2022 eine
installierte Strom­leistung von
219 Gigawatt, wovon etwa
50 Prozent aus erneuerbaren
Energien, wie Wind und Son­ne, gedeckt sind. Allerdings
sind nur 10 Prozent davon
(zirka 12,7 GW) gesicherte,
d. h. garantierte Leistung.
Verbleibende
Leistung:
5,1 GW
1,9
gesicherte Leistung
88,1 GW
83,0
Last
Quelle: www.dena.de/presse-medien/pressemitteilungen/
stromverteilnetze-muessen-fuer-die-energiewende-deutlich-ausgebaut-werden.html
Installierte Leistung, gesicherte Leistung und Last (2022)
10 Energiewende
Risiko „Blackout”
Oder: Welche Herausforderungen die
Integration erneuerbarer Energien an
unser Stromnetz stellt.
Erinnern Sie sich noch an die Wetterlage vor einem Jahr?
Im Februar 2012 war es bitterkalt, die Außentemperatur
fiel über Tage in den zweistelligen Minusbereich, und ein
eisiger Wind kühlte Wohn- und Bürohäuser aus.
Diesen Bedingungen war ein besonders
hoher Energiebedarf geschuldet, was die
Stromversorgung in Deutschland an den
Rand des Zusammenbruchs brachte. Verhindert haben den Kollaps Notreserven –
unter anderem alte, zur Stilllegung vorgesehene Steinkohlekraftwerke und Stromimporte aus Österreich.
Zentral wird dezentral
Bislang basierte das deutsche Stromnetz
auf einer konstanten und vorhersehbaren
unterschiedlichen Anbietern. „Was wir
beobachten, ist eine regelrechte Zersiedelung der Energiequellen“, erklärt Kühni.
„Viele Firmen betreiben heute zum Beispiel ihre eigenen Photovoltaikanlagen zur
Selbstversorgung und leiten Überschüsse
ans Hauptnetz der Bundesrepublik weiter
– für gutes Geld.“
Neue Energie, neues Netz
Einspeisung. Es war überwiegend zentral
angelegt, mit fest definierten Großkraftwerken als Energielieferanten und damit
nahezu vollumfänglich prognostizierbar
und kontrollierbar. „Das wird sich im
Zuge der Energiewende entscheidend verändern“, sagt Patrick Kühni, Leiter Netze
bei den Stadtwerken Meerane, „und dieser Prozess ist schon in vollem Gange.“
Der Nachteil dieser dezentralen Energieeinleitung: Prognosen für das gesamte Stromnetz werden zunehmend schwierig, eine
Kontrolle fast unmöglich. Dazu kommt die
höhere Fehleranfälligkeit, weil einzelne private Versorgeranlagen, vielleicht aus mangelnder technischer Kenntnis, überlasten
oder aussteigen. „Noch ist das große bundesdeutsche Netz mit Reserven aus Atomund Kohleenergie die Auffangmatte für
solche Ausfälle“, weiß Patrick Kühni. „Diese
zerreißt mit dem angestrebten Rückbau
gesicherter Energien und der zu bevorzugenden Abnahme alternativer Energien natürlich immer mehr.“
Das deutsche Energienetz wird immer kleinteiliger und engmaschiger, die Zufuhr an
erneuerbaren Energien erfolgt von ganz
Was nicht heißt, dass die Stadtwerke Meerane den Atomausstieg in Frage stellen.
„Im Gegenteil!“, versichert Kühni. „Wir
Die Lastsituation in Deutschland
Seit 2009 ist das bundesdeutsche Energienetz einer stetigen Laststeigerung ausgesetzt. Immer mehr Erzeugungsanlagen (Wind- oder Solarparks) werden installiert – allerdings an Stellen der Republik, an denen
gar kein Verbrauch herrscht. So liegt der Schwerpunkt der Energieerzeugung in Norddeutschland während die Hauptabnahme in den Ballungszentren West- und Süddeutschlands erfolgt. Die Übertragungsnetze aber
sind derzeit nicht in der Lage, den im Norden produzierten Überschuss
in die Verbrauchsregionen zu transportieren. Das verdeutlicht auch die
Grafik auf der nächsten Seite. Weitere große geplante Anlagen, zum
Beispiel 14 beantragte Offshore-Projekte in der Ostsee, werden dieses
Missverhältnis noch verstärken. Der Ausbau der Trassen in den Süden
ist dagegen nach wie vor ungeklärt.
Energiewende
sind einer der fortschrittlichsten Energieversorger, wenn es um ‚grünen Strom‘ oder
‚klimaneutrales Gas‘ geht. Wir treiben die
Energiewende aus voller Kraft mit voran.
Nur: Das deutsche Stromnetz ist auf diese
gravierende Veränderung noch nicht vorbereitet. Die gesamte Infrastruktur muss
angepasst, um- und nachgerüstet werden.“
Fließen alle Investitionen und Förderungen
wie bislang weiter in die Produktion erneuerbarer Energien und nicht in deren Sicherung
und Kontrollierbarkeit, befürchtet Kühni
in absehbarer Zeit einen „Blackout“.
Was, wenn es
„schwarz” wird ?
Gerade in den Wintermonaten drohen Engpässe, weil die Erzeugungskapazitäten aus
erneuerbaren Quellen dann geringer sind.
Problematisch ist außerdem der Energietransport. Noch gibt es nicht genügend
Leitungen, die zum Beispiel die Massen
an Windenergie aus Norddeutschland in
süddeutsche Ballungszentren schaffen.
Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) befasste sich erst kürzlich mit der BlackoutGefahr und stufte im Dezember 2012 das
„Risiko einer Kombination von lang anhaltenden und zugleich großflächigen Ausfällen der Stromversorgung“ als „nicht
nennenswert erhöht“ ein. Dies gelte aber
nur, „wenn auch weiterhin die Umstrukturierung der Erzeugung [...] durch das
Tempo der dringend erforderlichen Anpassungen der Netzinfrastrukturen bestimmt“
werde.
Zugleich betont der Bericht des BBK, dass
ein längerer flächendeckender Blackout
„in Deutschland einer nationalen Katastrophe“ gleichkäme. Nicht verwunderlich,
wenn man sich einmal vor Augen hält, wie
jeder Einzelne an einem normalen Tag von
der Energieversorgung abhängt.
Ein Blackout bedeutet aber nicht nur TVund Wärmeausfall daheim: Die komplette
Kommunikation bräche zusammen, große
Teile des öffentlichen Verkehrs lägen lahm,
Produktions- und Versorgungsbetriebe
stünden still. „Mit diesem Szenario wollen
wir keine Hysterie auslösen“, versichert
Patrick Kühni von den Stadtwerken Meerane. „Als regionaler Versorger ist es aber
auch unsere Aufgabe, auf mögliche Risiken
nationaler politischer Entscheidungen und
Maßnahmen aufmerksam zu machen.“
Transportkapazitäten in Nord-Süd-Richtung
3,6 GW
3,6 GW
4,8 GW
Die großen Ausbauprojekte im Bereich
erneuerbare Energien: Bis 2020 sollen
im Norden weitere
neue Anlagen mit
einer Stromkapazität
von 50–60 GW
hinzukommen.
Für den Weg in die
Nachfragezentren im
Süden der Republik
steht aber nur eine
Transportkapazität
von 12 GW zur Verfügung!
zirka 25 GW
zirka 30 GW
11
Nachfragezentren
Erzeugung
Erneuerbare
Vor dem Hintergrund
der auf Seite 10 dar ge stellten Lastsituation bedeutet das,
dass Erzeugungsanlagen aufgrund von
Engpässen in den
Netzen abge regelt
werden müssen, was
Entschädigungszahlungen zur Folge
haben kann.
Quelle: 50Hertz
Transmission & TenneT
GmbH Prognosen
für 2020
50Hertz Transmission
23
12
Energieversorgung
Mensch,
Umwelt, Technik
im Wandel
Die
LED
setzt neue Lichteffekte
2012 hat der Gesetzgeber die Glühbirne ausgeknipst. Nun treten effizientere Beleuchtungsformen ins Rampenlicht. Besonders eindrucksvoll
setzt sich dabei die Leuchtdiode (LED) in Szene
und lässt herkömmliche Energiesparlampen blass
aussehen.
LED – was sich hinter dieser Abkürzung
verbirgt, war noch vor rund 20 Jahren nur
ausgewiesenen Experten bekannt. Das
erste zaghafte Leuchten der Light-EmittingDiodes nutzten Fahrzeugkonstrukteure in
den 1990er Jahren bevorzugt für Kontrolllampen im Inneren des Wagens. Oder die
lichtausstrahlenden Dioden versteckten sich
hinter den Stand-by-Anzeigen von Elektrogeräten. Mehr gaben Lichtleistung und
Farbvielfalt der neuen Beleuchtungsvariante
damals nicht her.
Die Erfolgsgeschichte
der LED
Seitdem wurde die neue Technologie rasant
weiterentwickelt. Scheinwerfer mit gebündelten LED-Modulen gehören längst zur
Grundausstattung hochpreisiger PS-Karossen. Städte und Gemeinden rüsten eben-
falls ihre Straßenbeleuchtung um. Der
Handel propagiert die Vorzüge von LEDBeamern und LED-Taschenlampen. Auch
Fernsehhersteller setzen zunehmend auf die
vielversprechenden Halbleiter-Elemente.
Nachdem störende Kinderkrankheiten wie
die unattraktive Formgebung oder die von
vielen als zu kalt empfundene Lichtfarbe
auskuriert worden sind, entdecken nun
auch immer mehr Verbraucher die energiesparende und umweltfreundliche Beleuchtungsvariante für sich.
Beleuchtungstechnik
mit Durchhaltevermögen
Mittlerweile hat sich herumgesprochen:
LEDs haben Zukunftspotenzial und sind
etwas für helle Köpfe. Über die Vorzüge
muss man nicht mehr streiten – sie sind ganz
Energieversorgung
Mensch, Umwelt,
im Technik
Wandel
offensichtlich. Mit bis zu 40.000 Stunden
Lebensdauer im Normalbetrieb schlägt
eine qualitativ hochwertige LED-Lampe
die herkömmliche Glühbirne (zirka 1.000
Stunden) und die Energiesparlampe (zirka
10.000 Stunden) um Längen. Es gibt Tests,
in denen haben LED-Lampen bis zu 100.000
Stunden durchgehalten, meist ging jedoch
zuvor die volle Lichtleistung zurück.
Energiesparpotenzial
und Vielseitigkeit
Auch auf die private Stromrechnung wirkt
sich der Umstieg aus. Die Effizienz der
LED-Technologie ist beeindruckend. Im
Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen
können mit Leuchtdioden bis zu 90 Prozent an Energie eingespart werden. Außerdem sind LEDs deutlich robuster, können
ihre Leistung bei Kälte ungemindert abrufen und sie erzeugen kein Infrarot- und
UV-Licht. Dadurch können sie auch in
sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel in
Lebensmittelregalen oder Apotheken, eingesetzt werden.
Das große Plus für die Umwelt: LEDs enthalten weder Quecksilber noch Blei und
können problemlos als Elektronikschrott
entsorgt werden.
Hohe Anschaffungskosten
– lange Lebensdauer
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Beim Blick
aufs Preisschild sieht so mancher Verbraucher schwarz. Wer eine qualitativ hochwertige LED-Lampe für den Privatgebrauch erwerben möchte, muss mit Kosten
zwischen 30 und 50 Euro rechnen.
Die Stiftung Warentest empfiehlt den
Einsatz der langlebigen und belastbaren
Leucht-Variante deshalb vorerst vor allem
in häuslichen Bereichen, in denen das Licht
häufig und über einen längeren Zeitraum
hinweg brennt.
13
Farbe bekennen
Zu den häufigsten Kritikpunkten
der Vergangenheit gehörte die
Lichtfarbe. Viele empfanden die
Leuchtmittel als zu hell, zu kalt
und zu ungemütlich.
Mittlerweile gibt es auch Produkte
in heimeligeren Varianten. Hinweise darauf, wie eine Lampe auf
die Umgebung wirkt, zeigt ein
Blick auf die Verpackung. Dort ist
die Lichtfarbe in der Einheit Kelvin
angegeben. Warmweißes Licht
entspricht Werten zwischen 2.700
und 4.000 Kelvin. Für eine neutrale Beleuchtung empfehlen sich
4.000 bis 6.500 Kelvin. Über
6.500 Kelvin wird der Lichtcharakter kaltweiß.
Neue Einheit
Bisher orientierten sich Verbraucher bei der Wahl der geeigneten
Leuchtmittel an der auf der Packung
angegebenen Watt-Zahl. Nun hat
sich die Vergleichsgröße geändert.
Zusätzlich zur elektrischen Leistung kommt die Lichtleistung
„Lumen“ ins Spiel. Hier die Werte
im Vergleich zu den Watt-Angabe
herkömmlicher Glühbirnen:





25 W entspricht 220 lm
40 W entspricht 415 lm
60 W entspricht 710 lm
75 W entspricht 935 lm
100 W entspricht 1.340 lm
Für alle, die umrechnen wollen:
Der Lumen-Wert geteilt durch zwölf
ergibt die ungefähre Watt-Zahl
einer entsprechenden Glühbirne.
Fotos: fotolia.de (1), pixelio.de (2-5)
14 Stadtwerke Meerane aktuell
Frühjahrs-Check am Haus
Schnee und Kälte sind auf dem Rückzug. Jetzt ist
es Zeit für den Frühjahrs-Check am Haus. Wer Schäden
frühzeitig entdeckt, kann kostspielige Reparaturen
vermeiden.
Ein Gebäude muss während der Wintermonate so manches aushalten. Herbststürme, Schneelasten auf dem Dach, dauerhafte Feuchtigkeit am Mauerwerk oder
extreme Temperaturunterschiede zwischen
Innen und Außen setzen Dächern, Fassaden und Fenstern zu. Aus dem jahreszeitlichen Belastungstest gehen deshalb nicht
alle Bauteile als Sieger hervor.
Erste Anzeichen
Risse im Mauerwerk, lockere Dachziegel
oder morsche Fugen sind Alarmzeichen,
auf die Hausbesitzer sofort reagieren sollten. Denn: Was auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann sich im Laufe der Zeit
zu einem veritablen Gebäudeschaden auswachsen.
Vorsicht vor Nässe
Besonders gefährlich ist eindringende
Feuchtigkeit. Die Folgen zeigen sich häufig
erst nach Monaten und lassen sich dann
in der Regel nur mit großem Aufwand beheben. Neben Nässeschäden droht zudem
meist auch Schimmelbefall.
Der clevere Hausbesitzer baut vor und schaut
nach der Schneeschmelze genauer hin. Wo
die größten Schwachstellen liegen, zeigt
unsere Checkliste.
Wussten Sie das?
 Prüfen Sie Lage und Zustand
der Dachziegel und Schindeln. Bei
Flach­dächern Dachhaut kontrollieren, Bewuchs entfernen und Abflüsse reinigen.
 Regenrinnen und Fallrohre sollten von Laub und Dächer von Moos
gereinigt werden.
 Kanten an Dachaufbauten,
Übergänge vom Schornstein zum
Dach sowie Anschlussstellen von
Rinnen und Fallrohren auf Schäden
überprüfen.
 Kleine Risse im Putz sind Alarmzeichen! Kontrollieren Sie auch, ob
sich Fassadenfarbe löst und Betonteile an der Balkonplatte abgesprungen sind.
 Untersuchen Sie die Fugen von
Außentüren und werfen Sie einen
Blick auf die Silikondichtungen
an Fenstern, Fensterbänken und
Rollladenkästen.
 Reinigen Sie die Kellerschächte.
 Beseitigen Sie Algenbefall an
feucht gewordenen Außenmauern
mit einem Schrubber oder einem
sanften Hochdruckreiniger.
Foto: pixelio.de
Rezept Lammfilet mit Kräuterkruste
Zutaten (4 Portionen)
Zubereitung
Kräuterkruste:
80 g Semmelbrösel
3 Zehen Knoblauch,
fein gehackt
3 EL glatte Petersilie,
fein gehackt
1/2 EL Thymian
1/2 EL Rosmarin
1/2 EL fein geriebene
Zitronenschale
60 g weiche Butter
Für die Kräuterkruste Semmelbrösel, Knoblauch, Petersilie, Thymian, Rosmarin und Zitronenschale in einer großen Schüssel
vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Butter zu einer
Paste verrühren.
1 EL Pflanzenöl
800 bis 1.000 g
Lammfilet
Soße:
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 TL Zucker
Butterschmalz
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
250 ml Lamm-Fond
(aus dem Glas)
100 ml Portwein
kalte Butter
Den Backofen auf 100 Grad Umluft vorheizen. In einer Bratpfanne Öl erhitzen, Fleisch darin 4 bis 5 Minuten von allen
Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Pfanne beiseitestellen, nicht säubern, da der Bratensatz für die Soße verwendet wird.
Eine Schicht von der vorbereiteten Kräuterpaste fest auf das
Fleisch drücken und die Fleischstücke auf einen Gitterrost setzen. Unter den Rost eine Schale zum Auffangen des austretenden
Bratensaftes stellen. Das Fleisch 20 Minuten im vorgeheizten Ofen
medium braten. Danach den Backofen ausschalten, Ofentür leicht
öffnen.
Inzwischen für die Soße Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
Zusammen mit dem Zucker in Butterschmalz in der Pfanne
mit dem Bratensatz glasig dünsten. Thymian- und Rosmarinzweig
dazugeben. Mit Portwein und Lamm-Fond ablöschen und zirka
20 Minuten leise köcheln lassen. Die Kräuterzweige aus dem Sud
entfernen. So lange kalte Butter dazugeben und mit dem Stabmixer aufschäumen, bis die Soße samtig glänzt.
Dazu schmecken breite Nudeln und gegrilltes Gemüse.
15
16 Gewinnspiel
Das können Sie gewinnen:
1. Preis: Reise-Trolley Titan X2 vom Lederwarengeschäft Röhner im Kaufland Meerane
2. Preis: Genießer-Gutschein für 2 Personen
im Wert von 70 Euro im Restaurant Vitzthum,
Schloss Lichtenwalde
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Stadtwerke Meerane GmbH
Kennwort: Preisrätsel
Obere Bahnstraße 10
08393 Meerane
oder per Fax:
03764 7917-19
Kennwort: Preisrätsel
oder per E-Mail:
kundenmagazin@
sw-meerane.de
Betreff: Preisrätsel
Bei allen Einsendungen bitte Name und Anschrift nicht vergessen.
Einsendeschluss ist der 15. April 2013. Für Einsendungen auf dem Postweg gilt das Datum des Poststempels. Teilnahme
ab 18 Jahren.Mitarbeiter der Stadtwerke Meerane und deren Angehörige dürfen nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der nächsten
Ausgabe unseres Stadtwerke-Magazins bekanntgegeben. Mit der Teilnahme an diesem Gewinnspiel willigen Sie in die Nutzung
Ihrer Daten für Werbezwecke von Produkten der Stadtwerke Meerane ein. Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter.
Gewinner des Weihnachtsgewinnspiels
Uwe Nötzold, Geschäfts­führer der Stadt­werke
Meerane (li.), Haupt­gewinner Michael Bätz
(3.v.re.) mit Frau , zweiter Sieger Michael
Szafner (4.v.re.) mit Frau und Yvette Schubert
von den Stadtwerken Meerane (re.).
Wir gratulieren recht herzlich!
IMPRESSUM
Stadtwerke-Magazin
Verantwortlich für die Redaktion
im Lokalteil „Stadtwerke
Meerane aktuell“:
Yvette Schubert, Uwe Nötzold,
Patrick Kühni, Redaktionelle Mitarbeit:
Nicole Marx (decorum Kommunikation)
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08393 Meerane
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Fax
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Herausgeber:
Körner Magazinverlag GmbH
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71069 Sindelfingen
Redaktion: Claudia Barner
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