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Mehrfach- beschäftigung Wie berechnen und - inside partner

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Ausgabe 2/April 2012
inside
SV
Sozialversicherung im Unternehmen
Auf den ersten Blick
Mehrfachbeschäftigung
Wie berechnen
und verteilen
sich die
Beiträge?
Neuigkeiten zur
Sozialversicherung
Kurzfristige
Beschäftigung und
freiwillige Dienste
Berufsmäßig oder nicht?
Befristung von
Arbeitsverträgen
Was dabei zu beachten ist
Konzentriert und
leistungsstark
Die besten Tipps für ein
prima (Büro-)Klima
Mit
Der Inhalt
Seite
Auf den ersten Blick
Neuigkeiten zur Sozialversicherung
3
Mehrfachbeschäftigung
Wie berechnen und verteilen
sich die Beiträge
4
Aktuelles aus der Rechtsprechung
8
Mit vier zusätzlichen Seiten in der
Heftmitte:
Zahlen, Daten, Fakten
9
Kurzfristige Beschäftigung und
freiwillige Dienste
Berufsmäßig oder nicht?
10
Befristung von Arbeitsverträgen
Was dabei zu beachten ist
12
Konzentriert und leistungsstark
Die besten Tipps für ein prima(Büro-)Klima 14
Liebe Leserin, lieber Leser,
während die Berechnung der Beiträge
aus nur einer versicherungspflichtigen
Beschäftigung im Normalfall eher unproblematisch ist, kann es bei Mehrfachbeschäftigten schon mal kompliziert werden. Auf den Seiten 4 bis 7
haben wir die wichtigsten Regelungen
für Sie zusammengefasst.
Mitte des vergangenen Jahres wurde
die Wehrpflicht abgeschafft – und damit auch die Verpflichtung zur Ableistung des Zivildienstes. Seitdem heißt
es „Berufsmäßig oder nicht?“, wenn
eine kurzfristige Beschäftigung mit einem der neuen freiwilligen Dienste zusammentrifft. Antwort auf diese Frage
geben die Seiten 10 und 11.
Rund 2,7 Millionen Deutsche haben einen Job mit befristetem Arbeitsvertrag.
Das sind knapp neun Prozent der gesamten arbeitenden Bevölkerung in unserem Land. Fast jeder zweite Neueingestellte ist nur befristet beschäftigt.
Auf den Seiten 12 und 13 finden sich alle
wichtigen Informationen zu den befristeten Arbeitsverträgen.
Abgerundet wird diese Ausgabe mit
zwei Beiträgen zum Thema Gesundheit.
In unserem BGF spezial im Innenteil
wird darüber berichtet, wie man mit
Schwung und Energie ins Frühjahr startet und auf den Seiten 14 und 15 geben
wir viele nützliche Tipps und Hinweise
für ein prima (Büro-)Klima.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre BKK
Bildnachweise:
Titelseite, Seite 4-7: © Andreas Wolf - Fotolia.com
2
Seite 3:
© Jose Manuel Gelpi - www.fotolia.com
Seite 8:
© Stephen Coburn - www.fotolia.com
Seite I-III:
© fotum - www.fotolia.com
Seite IV:
© fotum - www.fotolia.com,
© dinostock - www.fotolia.com,
© Marius Necula - www.fotolia.com,
© Sport Moments - www.fotolia.com
© Light Impression - www.fotolia.com,
© Elena Schweitzer - www.fotolia.com
Seite 9:
© matttilda - www.fotolia.com
Seite 10-11:
© eyewave - www.fotolia.com
© Luca Corsetti - www.fotolia.com
© Lennartz - www.fotolia.com
Seite 12-13:
© seen - www.fotolia.com
Seite 14-15:
© Yuri Arcurs - www.fotolia.com,
© nyul - www.fotolia.com
Rückseite:
© Minerva Studio - www.fotolia.com
Auf den ersten Blick
Pflegereform: Eckpunkte verabschiedet
Ende Januar hat die Bundesregierung ihren Referentenentwurf zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung vorgestellt. Ein Schwerpunkt des Reformvorhabens ist es, Demenzerkrankten in der Pflege besser gerecht zu werden.
Hierzu soll der Begriff der Pflegebedürftigkeit ausgeweitet werden. Insgesamt soll sich der Pflegebedürftigkeitsbegriff anstelle der stark verrichtungsbezogenen Beurteilung stärker an der Selbstständigkeit orientieren und insbesondere Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zugutekommen. Zur Finanzierung der in diesem Zusammenhang vorgesehenen Leistungsverbesserungen soll der Beitragssatz der Pflegeversicherung zum 1. Januar 2013
um 0,1 Beitragssatzpunkte angehoben werden.
Mini-Jobber: Anhebung der 400-Euro-Grenze noch nicht in Sicht
Für Menschen mit Minijobs sollen künftig höhere Verdienstgrenzen gelten. Statt 400 Euro sollen Beschäftigte künftig 450 Euro verdienen dürfen, ohne eigene Sozialbeiträge zahlen zu müssen, teilte die Regierungskoalition aus Union und FDP bereits Ende des vergangenen Jahres mit. Gleichzeitig ist angedacht, die Rentenversicherungsfreiheit
für Minijobber aufzuheben und eine grundsätzliche Rentenversicherungspflicht einzuführen. Konkrete Vorschläge
für eine Änderung der gesetzlichen Bestimmungen existieren bislang jedoch nicht.
BKK Gesundheitsreport 2011: Zukunft der Arbeit
Die Integration der betrieblichen Gesundheitsförderung in die Arbeitsprozesse ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und damit für den Erfolg von Unternehmen in Deutschland geworden. Nicht ohne Grund setzen
immer mehr Unternehmen, die auf hochqualifizierte und belastbare Mitarbeiter mit langjährig erworbenen Spezialkenntnissen angewiesen sind, auf die Gestaltung „gesunder Arbeit“ als Standortvorteil. Dazu gehören günstige
Rahmenbedingungen für eine gelingende Work-Life-Balance genauso wie die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Einen verlässlichen Überblick über das Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt bietet der aktuelle
BKK Gesundheitsreport 2011. Er basiert auf Datenauswertungen von rund 5,6 Millionen sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten und liefert viele wertvolle Informationen zum Thema „Gesundheit in der Arbeitswelt“. Mehr hierzu
unter www.bkk.de.
Elektronische Lohnsteuerkarte: Einführung erst 2013
Der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte (ELStAM – elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) wurde bundesweit um ein Jahr auf den 1. Januar 2013 verschoben. Gründe hierfür sind unerwartete technische Probleme
bei der Erprobung des Abrufverfahrens. Die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte 2010 bzw. der vom Finanzamt
ausgestellten Ersatzbescheinigung 2011 (Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuermerkmal und Freibeträge)
gelten bis zum Start des Verfahrens, also auch für das Jahr 2012, weiter. Bei einem Arbeitgeberwechsel muss der
Arbeitnehmer – wie bisher auch – dem neuen Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte 2010 bzw. Ersatzbescheinigung 2011
aushändigen. Haben sich gegenüber den Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte 2010 bzw. der Ersatzbescheinigung
2011 keine Änderungen ergeben, muss nichts weiter veranlasst werden.
3
Während die Berechnung der Beiträge aus nur
einer versicherungspflichtigen Beschäftigung
im Normalfall eher unproblematisch ist, kann
es bei mehrfach versicherungspflichtig Beschäftigten schon mal kompliziert werden.
Erst recht, wenn die Summe der beitragspflichtigen Entgelte oberhalb der maßgeblichen Beitragsbemessungsgrenzen liegt.
Zur Sicherstellung einer bundesweit
einheitlichen Praxis im Umgang mit
diesen Sonderfällen haben sich die
Spitzenorganisationen der Sozialversicherung Ende vergangenen Jahres auf entsprechende Berechnungs- und
Verfahrensgrundsätze
verständigt.
Mehrfachbeschäftigung
Wie berechnen und
verteilen sich die Beiträge?
4
Gesetzliche Grundlage
Die anteilmäßige Aufteilung der Arbeitsentgelte aus
mehreren versicherungspflichtigen Beschäftigungen
erfolgt nach § 22 Abs. 2 SGB IV. Danach gilt: Treffen
beitragspflichtige Einnahmen aus mehreren Versicherungsverhältnissen (versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse) zusammen, die in der Summe die
maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze übersteigen,
sind sie zum Zwecke der Beitragsberechnung nach dem
Verhältnis ihrer Höhe so zueinander zu vermindern,
dass sie zusammen höchstens die Beitragsbemessungsgrenze erreichen. Die beitragspflichtigen Einnahmen aus dem jeweiligen Versicherungsverhältnis sind
vor der Verhältnisrechnung auf die Beitragsbemessungsgrenze zu reduzieren.
Aufteilung der beitragspflichtigen Einnahmen
bei laufendem Arbeitsentgelt
Wie bereits kurz beschrieben, ist eine anteilmäßige
Aufteilung der beitragspflichtigen Einnahmen dann
vorzunehmen, wenn die dem jeweiligen Kalendermonat
beitragsrechtlich zuzuordnenden laufenden Arbeitsentgelte aus den versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen in der Summe die jeweilige monatliche
Beitragsbemessungsgrenze überschreiten.
Beispiel 1
(Rechtskreis West,
Krankenversicherungspflicht­)
Monatliche BBG (KV/PV) 3.825,00 €
Monatliche BBG (RV/AlV)
5.600,00 €
Laufendes Arbeitsentgelt
Arbeitgeber A (Monat Mai) 2.200,00 €
Laufendes Arbeitsentgelt
Arbeitgeber B (Monat Mai) 1.800,00 €
Gesamtentgelt
(2.200,00 € + 1.800,00 €) = 4.000,00 €
Ermittlung der Beitragsbemessungsgrundlagen
(KV/PV) für Monat Mai:
Arbeitgeber A:
2.200,00 € x 3.825,00 €
4.000,00 €
=
2.103,75 €
=
1.721,25 €
Arbeitgeber B:
Diese Bewertung ist für jeden Versicherungszweig eigenständig anzustellen; werden lediglich die Beitragsbemessungsgrenzen der Kranken- und Pflegeversicherung überschritten, nicht dagegen die in der Renten- und
Arbeitslosenversicherung, findet eine Aufteilung allein
hinsichtlich der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung statt.
Um festzustellen, in welcher Höhe die Arbeitsentgelte
der Beitragsbemessung jeweils zugrunde zu legen sind,
sind sie nach dem Verhältnis ihrer Höhe zueinander so
zu mindern, dass sie in der Summe die maßgebliche
Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigen. Die hierfür maßgebende Berechnungsformel (Beispiel 1) lautet:
AE x BBG
GAE
AE =laufendes monatliches Arbeitsentgelt aus dem einzelnen­
Beschäftigungsverhältnis­, ggf. reduziert auf die maß­
gebliche­Beitragsbemessungsgrenze
1.800,00 € x 3.825,00 €
4.000,00 €
Hinsichtlich der Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung findet keine anteilmäßige Aufteilung der Arbeitsentgelte statt, da die
Summe der Arbeitsentgelte (4.000 €) die maßgebende Beitragsbemessungsgrenze (5.600 €)
nicht übersteigt.
Wichtig: In der Berechnung sind die Arbeitsentgelte aus
den jeweiligen Beschäftigungen nicht in unbegrenzter Höhe zu berücksichtigen, sondern nur bis zu dem
Betrag der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze. Arbeitsentgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze
bleiben bei der anteilmäßigen Aufteilung unberücksichtigt. § 22 Abs. 2 Satz 2 SGB IV sieht daher vor, dass die
beitragspflichtigen Einnahmen aus dem jeweiligen Versicherungsverhältnis vor der beschriebenen Verhältnisrechnung auf die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze zu reduzieren sind (Beispiele 2 und 3).
BBG =Beitragsbemessungsgrenze des jeweiligen Versicherungszweiges
GAE =Summe der (ggf. auf die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze reduzierten) laufenden monatlichen Arbeitsentgelte
aus den einzelnen Beschäftigungsverhältnissen (Gesamt­
entgelt)
5
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