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Knusprig wie immer« - Starvisit

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MITTELBADISCHE PRESSE
www.baden-online.de
Samstag, 6. Februar 2010
MEDIEN
Verlosung
Lafer-Kochbuch: 1235
Leser wollten gewinnen
Mittelbadische Presse verlost drei Exemplare
T
oll, dass ich gewonnen
habe«, freut sich Karin
Renzenbrink. Wie über
1200 Leser der M ittelbadischen P resse wusste auch die
Offenburgerin, dass TV- und
Sternekoch Johann Lafer
seine Saucen am liebsten
mit einer rohen geraspelten
Kartoffel eindickt. Danach
hatte unsere Zeitung auf der
Buchseite vom vergangenen
Dienstag gefragt.
»Das Kochbuch ist für
meinen Mann«, erzählt
die glückliche Gewinnerin
des Kochbuchs »Der große
Lafer«. »Mein Mann ist ein
leidenschaftlicher Koch. Ich
mache dann hinterher die
Küche«, berichtet sie weiter.
Beide sehen den Österreicher
gerne im Fernsehen kochen.
»Wir schauen oft ›Lafer,
Lichter, Lecker‹, weil es da
auch so viel zu lachen gibt.«
Renzenbrinks Mail ging
übrigens um 5.40 Uhr ein.
Sie war eine von den ersten.
Insgesamt nahmen 1235 Leser an der Verlosung teil. Das
ist Rekord in der Geschichte
Sterne- und TV-Koch Johann Lafer hat auch in der
Ortenau eine große Fangemeinde.
Foto: Ulrich Marx
der M ittelbadischen P resse.
Hier nun die Gewinner.
Karin Renzenbrink aus
Offenburg
Ingrid Heidt aus
Offenburg
Hermann Roth aus
Oberkirch
Menschen & Medien
Thomas Gottschalk beim Wiener Opernball
Wien (dpa). Entertainer Thomas Gottschalk (59)
wird für einen österreichischen Privatsender
den Wiener Opernball besuchen. Aus seinen Eindrücken über das Walzerspektakel am 11.
Februar soll dann die Dokumentation
»Mit Thomas Gottschalk am Opernball« entstehen, die einen Tag später vom
Sender ATV ausgestrahlt wird.
Margit Sponheimer erobert Männer-Bastion
Frankfurt/Main (dpa). Kleine Revolution in der TVFastnacht: Am Montag wird Margit Sponheimer in
der ARD als erste Frau eine große und traditionelle
Prunksitzung im Fernsehen präsentieren. Damit
breche die 66-Jährige in die von Männern
dominierte Bastion ein, berichtete der Hessische Rundfunk. Die Inthronisation des
Frankfurter Prinzenpaares wird seit Jahren
unter dem Motto »Mitgemacht und mitgelacht
– Frankfurt feiert Fassenacht« vom hr
produziert. Die Sitzung wurde bereits
am 22. Januar im hr-Sendesaal in
Frankfurt aufgezeichnet.
dpa
TV-QUOTEN
TV-Hits vom Donnerstag
1. Bergdoktor (ZDF, 20.15 Uhr), 5,61 Millionen Zuschauer (17,3 Prozent Marktanteil).
2. Bütt an Bord (ARD, 20.15 Uhr), 4,65 Millionen Zuschauer (14,7 Prozent Marktanteil).
3. Das Beste kommt zum Schluss (Sat.1, 20.15 Uhr),
4,1 Millionen Zuschauer (12,9 Prozent Marktanteil).
4. Alarm für Cobra 11 (RTL, 20.15 Uhr), 3,71 Millionen Zuschauer (11,4 Prozent Marktanteil). dpa
TV-Kritik
Krisenfeste Ware
»Liebe und andere Delikatessen«, gestern, 20.15 Uhr, ARD
L
angsam, aber unaufhaltsam
mausert sich Diana Amft zur
neuen Comedyqueen im deutschen
Fernsehen: Die 34-jährige Blondine
überzeugt nicht nur in der witzigen
RTL-Serie »Doctor’s Diary«, sondern ist
jetzt auch vermehrt in Liebeskomödien
zu sehen – einer krisenfesten Ware, nach
der immer Bedarf besteht. In diesem
ARD-Film spielte sie mal wieder das
Von
liebenswerte Schusselchen mit dem
sonnigen Gemüt, das allerdings erst aus M artin W eber
der rauen Schale einer hartherzigen
Managerin herauswachsen musste. In der Rolle der süßen,
aber cleveren Franka verlor sie ihren Job, rappelte sich mit
einem eigenen Geschäft wieder auf und fand den netten Kerl
fürs Leben – Steffen Wink spielte den treuherzigen Jakob so
knuddelig und lieb, dass er Diana Amft fast die Schau stahl.
Der Film von Regisseur Matthias Tiefenbacher bewegte sich
zwar in den vorhersehbaren Bahnen, war aber trotzdem
charmant und deutlich besser als das, was einem die ARD
normalerweise am Freitagabend serviert. Eine rundum nette
Wohlfühlkomödie mit einigen gelungenen Pointen – und das
ist für diesen Sendeplatz schon eine ganze Menge.
»Die Amerikaner haben Walt Disney, wir haben Karl May« – Schauspieler Erol Sander (42) ist ab Ende Mai wieder bei den Karl-MaySpielen in Bad Segeberg als Winnetou zu sehen. Fotos: Ulrich Marx
»Knusprig wie immer«
Schauspieler Erol Sander (42) erzählt, warum seine Ehe auch in 100 Jahren noch lustig ist
Von I u n i a M i h u
G
uten Tag!« – Gut gelaunt
empfängt uns Schauspieler Erol Sander bei
»Starvisit« im Offenburger
Burda-Medien-Park. Im Interview mit der M ittelbadischen
P resse erzählt er, warum er
sich nicht auf romantische Rollen festlegen lassen will.
■■Lassen Sie uns über die
Liebe sprechen. Sie sind seit
14 Jahren mit Ihrer Frau
zusammen, seit zehn Jahren
verheiratet. Das ist für
heutige Verhältnisse nicht
gerade kurz, oder? Gibt es
da noch Dinge, die man am
anderen entdecken kann?
Erol Sander: Wie alt sind
Sie?
■■27. Ich war noch nie
verheiratet.
Sander: Deswegen frage
ich. Das kann man nicht für jeden definieren. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Ich
glaube, es ist wichtig, im Leben
Spaß zu haben, das kann man
aber nicht machen, bis man 80
ist. Irgendwann muss man die
Entscheidung treffen: Lohnt
sich das oder nicht? Die muss
man nicht treffen, wenn man
jung ist, die kann man auch etwas später treffen. Wichtig sind
Erfahrungen. Das ist meine
Meinung.
■■Und wenn man die Erfahrungen gemacht hat?
Sander: Dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo
man sagt: Jetzt ist es so weit!
Ich habe jetzt keine Lust mehr,
da rauszugehen. Ich möchte
einfach eine Basis, möchte eine
Familie gründen. Das ist viel
interessanter. Es sind so viele
Abschnitte im Leben, die man
genießen kann. Man ist verheiratet, dann hast du Kinder und
irgendwann ist man Großvater. Und mit meiner Frau, das
ist seit 14 Jahren knusprig wie
immer. Das ist schön und interessant.
■■Gibt’s auch mal Krach?
Sander: Wir zoffen wie alle
anderen auch, aber wir versuchen die Probleme noch am selben Tag zu lösen. Auch wenn es
fünf Uhr in der Früh ist, dann
zoffen wir bis fünf in der Früh,
gehen aber Arm in Arm schlafen. Und wenn man sich entscheidet zu heiraten, heißt es in
guten wie in schlechten Zeiten.
Und dann muss man dafür eine Lösung finden. Man hat jemanden, der immer da ist. Und
das Einzige, was man machen
muss, ist, immer ehrlich und
geradlinig zu sein. Wenn man
ehrlich und offen ist, dann ist
das auch in 100 Jahren noch
lustig.
■■Das klingt alles so
romantisch. Spielen Sie
deshalb überwiegend romantische Rollen?
Sander: Nein, ich sehe das
nicht so. Es wird mir aufgelegt.
Ich habe die ersten zwei, drei
Jahre meiner Karriere Krimis
gemacht. Für ZDF und ARD
habe ich sehr viele romantische Filme gedreht. Ich glaube,
50 oder sogar 60 Prozent sind
romantische Filme und HerzSchmerz-Geschichten.
Aber
der Rest sind Krimis. Ich habe auch dreimal einen Mörder
gespielt. Ich versuche facetten-
»Das Ziel ist Unterhaltung«: Schauspieler Erol Sander im Gespräch mit Iunia Mihu von der Mittelbadischen Presse.
reich zu bleiben. Wenn Sie aber
eher meine Herz-Schmerz-Geschichten kennen, bin ich auch
ganz glücklich drüber, denn
die versuche ich auch mit Liebe zu machen.
■■Hat es Sie herausgefordert, zur Abwechslung einen
Bösewicht zu spielen?
Sander: Das Ziel ist Unterhaltung und das Publikum zu
überraschen. Ich habe eine gewisse Fangemeinschaft und
die erlaubt es mir, überhaupt
Filme zu drehen. Und das
macht mich glücklich.
■■Sie verkörpern meist
den Guten: In der TV-Reihe
»Die Alpenklinik« spielen
Sie einen Arzt, bei den
Karl-May-Spielen sind Sie
Winnetou...
Sander: Ja, Ende Mai geht’s
wieder los. Mit echten Pferden,
echten Geschossen, echten
Stunts, bis zu 8000 Zuschauer.
Das ist ’ne wahre Herausforderung, die Spaß macht.
■■Da müssen Sie sich ja
richtig ins Zeug legen, oder?
Sander: Ja. Der Miniskus
war schon kaputt, dann hatte ich einen Knorpelriss. Es ist
nicht einfach. Aber wir versuchen das schön zu machen. Ein
Theater zum Anfassen für die
Kinder, in dem wir wichtige
Werte wie Freundschaft und
Gerechtigkeit vermitteln. Die
Amerikaner haben Walt Disney, wir haben Karl May.
■■Wechseln wir doch mal
das Thema. Sie haben einen
ziemlich komplizierten
Namen.
Sander: Einen komplizierten echten Namen. Ja, durch
den Haken über dem G und
am C ist auch ein Haken. Das
ist immer kompliziert. Dann
wird es oft Urçun Salat ausgesprochen. Da hat man irgendwann keine Lust mehr und
findet doch einen Künstlernamen, damit es für alle einfacher ist.
■■Aber warum gerade eine
Mischung aus dem dubiosen
Leinwandhelden Errol Flynn
und der Modedesignerin Jil
Sander?
Sander: Das ist ein Gag gewesen. Hat aber mit mir nichts
zu tun. Es war nur wichtig,
dass er meinen Ursprung nicht
verneint. Erol ist ein türkischer Name und Sander ist ein
türkisches Wort.
■■Und was bedeutet es?
Sander: Stuhl. (lacht) Und
Erol Sander bedeutet so etwas
wie: Sei unser weiser Mann, der
uns leitet.
■■Da haben Sie sich ja
schon was dabei gedacht.
Sander: Nein, eben nicht. Es
ist wirklich ein Name, den ich
rein von der Aussprache, vom
Klang her ausgesucht habe und
nicht der Interpretation wegen.
Es geht nur darum, dass man
ihn in England, Frankreich und
Deutschland aussprechen kann,
ohne dass ich ihn noch einmal
wiederholen muss. Und das ist
perfekt.
■■Sie sind in der Türkei geboren. Welchen Bezug haben
Sie denn noch zu dem Land?
Sander: Ich liebe die Türkei.
Ich habe einen romantischen
Bezug zu dem Land, da krieg
ich Gänsehaut. Aber ich bin mit
fünf Jahren nach Deutschland
gekommen. Meine Heimat, mein
Zuhause – worauf ich stolz und
wo glücklich bin – das ist München. Ich bin zwischen Oberbayern und München aufgewachsen, habe in München mein Abi
gemacht. Ich bin Deutscher.
■■Machen Sie dort auch
Urlaub?
Sander: Urlaub weniger.
Ich bin gerade für zwei Monate
dort, weil ich für die ARD-Reihe »Mordkommission Istanbul«
vor der Kamera stehe. Ich entdecke das Land sozusagen mit dem
Zuschauer mit.
ZUR PERSON
Erol Sander
Erol Sander, geboren am
9. November 1968 in Istanbul, heißt eigentlich
Urçun Salihoglu. Als Vierjähriger kam er mit seiner Familie aus der Türkei nach München. In
Paris machte er Karriere als Model, 1999 debütierte er im deutschen
Fernsehen als erster türkischer Fernsehkommissar in der Rolle des Sinan Toprak. Er hat viele
Herz-Schmerz-Filme gedreht und spielt seit
2008 Winnetou bei den
Karl-May-Spielen in Bad
Segeberg. In Paris lernte
er seine Frau, die Französin Caroline Godet – eine
Nichte von Regisseur Oliver Stone – kennen. imu
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