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Jo, wir schaffen das! (Yes, we - Verein Pferde Stärken

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Wir halten es wie Bob der Baumeister und Barack Obama
Können wir es schaffen? (Can we fix it?)
Jo, wir schaffen das! (Yes, we can!)
Ein unglaubliches Jahr liegt wieder hinter uns und wieder haben wir vieles geschafft!
Ein besonderer Event ist inzwischen das
Sommerfest
des
Vereines
PFERDE
STÄRKEN in Schranawand geworden. Dazu
haben wieder viele Freiwillige beigetragen,
die unermüdlich (Denis ist so viel gerannt,
dass er die nächsten Tage ein „Gehproblem“
hatte) gelaufen, besorgt, aufgestellt……
haben. Die Anzahl der Helferinnen und Helfer
wird immer größer und so wird es inzwischen
unmöglich allen persönlich zu danken. An
dieser Stelle möchte ich dies aber aus
tiefstem Herzen tun und hoffe, ihr seid auch
beim Sommerfest 2011 am 19. Juni wieder
dabei. Das ist aber auch gleichzeitig ein
Aufruf an alle, die sich noch einbringen
möchten, denn wir brauchen noch viele, viele
Hände mehr!
(Anmeldungen schon jetzt unter 06644222535).
Neben unseren Vorführungen mit dem Thema „Die vier Elemente“ gab es noch
weitere Highlights wie z. B. der österreichische Jagdfalkenorden, der mit seinen
beeindruckenden Tieren großes Stauen, Ehrfurcht und Interesse ausgelöst hat.
Besonders nett fand ich, als „unser“ Gunther beim Anblick eines Habichtsadlers rief:
„Papagei!“
Organisiert hat diese Vorführung „unser“ ebreichsdorfer Trafikant Herrn Heinz
Oberhauser. Vielen Dank!
Der Obststand der Firma SanLucar wurde bestürmt und das nette Team schnitt
geduldig die Köstlichkeiten und selten habe ich so viele Menschen, besonders
Kinder, mit solcher Begeisterung Obst essen gesehen.
Liebe Marion und lieber Alexander Thaller, vielen Dank!
Weiters konnten die Kinder noch Kunstwerke unter Anleitung von Lennart Widhalm in
Ton formen.
1
Das Küchenteam zauberte Köstlichkeiten wie Chili con Carne, Chicken Wings, Würstl
und die Kuchenspenden „unserer“ Mamas versüßten den Kaffee aus der tollen
Maschine der Firma Selecta. Danke liebe Günter Bettinger, der dies wieder auf die
Beine stellte und gleich auch seine Frau als Unterstützung für das Kuchenbuffet
gewinnen konnte.
Ich könnte noch lange schwärmen, kann aber ohne Aufschneiderei sagen: „Feste
organisieren – Yes, we can!“
Maria Beisteiner, die kurz unser Therapeutinnenteam unterstützt hat, wurde durch
ihre Aufgabe am eigenen Hof, wo sie auch Therapien anbietet, so in Anspruch
genommen, sodass sie uns leider verlassen musste. Schnell wurde diskutiert und
organisiert und so konnten wir fast alle Klienten weiter betreuen - so können wir auch
im Organisatorischen wirklich behaupten – Ja, wir schaffen das!
Die nächste Herausforderung wird der zusätzliche Reitplatz, den wir hoffentlich von
der Pfarre Unterwaltersdorf/Schranawand Wien in Schranawand mieten können. Hier
gilt es noch einige bauliche, juridische und vor allem finanzielle Hürden zu nehmen.
Aber, wenn auch um einiges leiser, kommt aus meinem Inneren: „Jo, wir schaffen
das!“
Hier hoffe ich vor allem noch auf das Entgegenkommen der Pfarre Unterwaltersdorf,
als Besitzerin des Grundstückes, der Unterstützung der
Schranawander
Bevölkerung und der Gemeinde Ebreichsdorf.
Aus ganz viel Freude und Begeisterung sind die nächsten Seiten entstanden. Viele
Kinder konnten ganz viel dazu lernen, viele Erwachsene wieder etwas Boden unter
den Füßen spüren.
Leider mussten wir im Jänner auch Abschied von unserem Nicolas Hehn nehmen,
der völlig unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Einen Nachruf findet man auch
in diesem Bericht.
Viele Emotionen sind also hier in diesen Seiten verpackt, ich hoffe, Sie spüren dies
beim Lesen!
Andrea Ackerer, Vereinsobfrau
2
Das war das Sommerfest 2010
Die 4 Elemente waren das
Thema dieses Festes und eifrig
haben wir viele Ideen
zusammengetragen. Der
österreichische Falknerorden
kam mit einer beeindruckenden
Truppe und stellte sich und sein
Tiere vor. Kaum schöner kann
man das Element Luft
präsentieren und wir danken
herzlich für die Mühe, denn die
TeilnehmerInnen reisten aus
ganz Österreich an.
Und dann zogen der Verein PFERDE STÄRKEN mit seinen „KünstlerInnen“ ein!
Jedes Element wurde durch eine selbst gemalte Flagge vertreten. Und schon beim
Einzug flossen die ersten Rührungstränen.
3
Feuer
Wasser
In meiner Badewanne bin ich Kapitän.
„Unser“ Eric ist nicht nur hier der
Meister Fleißig hat er mit Monika für
seinen Auftritt trainiert – eine
meisterliche Leistung!
Jacquline unter Choreographie von
Monika Schumacher
4
Luft
Victoria Scharf
und
stellen in wunderbarer Art das Element Luft vor.
Lukas Berger
Erde
Bastian unter Choreografie Maria Beisteiner mit Moni Schumacher als Pferdeführerin
5
Viel Prominenz
Die Stallchefinnen
Obststand von SanLucar; mhmhm
Der ebreichsdorfer Bürgermeister
Mag. Wolfgang Kocevar
FOAK geigten wieder auf!
6
Am 12.12.2010 fand im Autohaus Keglovits unsere erste
Kunst&Brunch-Veranstaltung statt. Karin Eisler, Künstlerin
aus Ebreichsdorf, stellte uns Bilder und Keramikarbeiten zur
Verfügung. Karl Miziolek, niederösterreichischer Autor, stellte
sich mit Buchgeschenken ein. Er nahm sich die Zeit und
signierte sogar persönlich seine Werke. Danke!
Auch die Moosbrunner Künstlerinnen Monika Schleidh und
Christine Pinter trennten sich von einigen Kunststücken. Alle
Kunstwerke wurden in und auf den ausgestellten, neuesten
SEAT-Modellen präsentiert.
Von den Firmen Ströck und Schirnhofer kamen das Gebäck
und die Wurstwaren, die kunstvoll von Tanja Schumacher in
ein Brötchenbuffet verwandelt wurden.
Birgit Hold schenkte uns noch einige Tonschalen und
Kerzenständer.
Danke, an euch alle!
Das Highlight für den Verein war sicher die Präsentation
unseres neuesten Projektes, dem PFERDE STÄRKEN
Kalender durch Frau Ing. Veronika Leimer. REZEPTE ZUM
GLÜCKLICH SEIN ist das Thema und unsere großen und
kleinen PFERDE STÄRKEN Freunde haben ihre Weisheiten,
wie man glücklich sein kann, verraten. Ich hoffe, dass er gut
ankommt und viele Menschen durch das Jahr 2011 begleiten
wird. Zu beziehen ist er gegen eine Spende von 7Euro bei der
Firma Qualityprint, die die ersten 200 Stück für den Verein
gratis produziert hat..
Bestellungen bei:
• Andrea Ackerer
Vielen Dank, Veronika Leimer!
aackerer@therapie-am-pferd.at
06644222535
• Fa. Qualityprint
office@qualityprint.at
Auch bei der anschließenden Vereinsweihnachtsfeier wurden noch viele Sachen
verkauft.
Der Erfolg der Veranstaltung war sehr gut und so denken wir schon an 2011 und
hoffen, dass es wieder KünstlerInnen gibt, die sich dafür von dem einen oder
anderen Werk trennen würden.
7
Liebe Freunde und Unterstützer des Vereins „Pferdestärken“!
Meine Tochter Emilia ist 8 Jahre alt und hat von Geburt an eine geistige und
motorische Behinderung ohne medizinische Diagnose.
Seit dem Frühjahr 2009 gehe ich mit ihr regelmäßig zum heilpädagogischen
Voltigieren beim Verein Pferdestärken in Schranawand.
Ihre Therapeutin Andrea Ackerer arbeitet mit ihr hauptsächlich daran ihre
Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern, sowie an der Sprachanbahnung, da Emilia nicht
spricht.
Die Reitstunden haben jedoch, je nach ausgeführter Übung, durchaus auch den
Charakter einer Physiotherapie.
Emilia genießt die wöchentliche Therapieeinheit auf den Therapiepferden Navajo
oder Obelix, die beide unglaublich einfühlsam auf Emilia und mich reagieren.
Ich konnte beobachten, dass Emilia, die vor Beginn einer Therapieeinheit heftig
freudig erregt ist, bei Berührung der Pferdekörper ruhig und ausgeglichen wird, eine
Eigenschaft, die eines unserer erklärten Therapieziel darstellt.
Andrea gestaltet die
Therapiestunden sehr
ideen- und
abwechslungsreich. Es ist
immer spannend, lustig
und zugleich dosiert
herausfordernd, sodass
Emilia nie überfordert
wird und somit
aufnahmebereit bleibt,
was ich in anderen
Therapien oftmals als
schwierige
Gratwanderung
wahrnehmen konnte.
So werden einmal bunte
Tücher, die Emilia
erreichen muss, dann
wieder Musik, zu deren Rhythmus sie bestimmte Bewegungen ausführen oder
Assoziationen herstellen soll, als Therapie unterstützende Mittel eingesetzt.
An anderen Tagen stehen eher Tempo und Körperarbeit im Vordergrund, und
Andrea lässt Navajo im Viereck traben und galoppieren.
Besondere Highlightes sind Ausritte in die umgebenden Felder des Reitstalles, wo
das Erleben der Natur Priorität hat. Und natürlich wird auch viel gelacht, denn Spaß
sollte bei einer Therapie nie fehlen.
Als Mutter registriere ich mit großer Freude die guten Entwicklungsforschritte, die
Emilia dank der Pferdetherapie macht.
Ich danke dem gesamten Pferdestärkenteam, allen voran Andrea Ackerer und
Monika Schuhmacher, die Emilia und mich - denn auch eine Mutter hat hin und
wieder Durchhänger - einfühlsam betreuen und begleiten, von ganzem Herzen.
Ursula Schneider
Oktober 2010
8
Unser Schutzengel Nicolas
Im
Dezember
Nicolas
2009
verstarb
Bei
seinem
Hehn.
Begräbnis im Jänner 2010 durfte
ich
mich
in
der
Kirche
stellvertretend für den Verein
PFERDE STÄRKEN von ihm
verabschieden. Ich möchte den
Jahresbericht
gerne
dazu
verwenden, ein paar Worte an
Nicolas zu richten:
Nicolas mit Navajo
Lieber Nicolas!
Es gab wie jedes Jahr beim Heilpädagogischen Voltigieren eine Winterpause und du
wurdest schon vorher oft krank. Was bist du aber für ein zäher kleiner Mann
gewesen!
Nie hätte ich es gedacht, dass es einmal Abschied für immer geben würde.
Und eigentlich war es auch keiner, denn du bist für mich noch immer so spürbar.
Wenn ich auf dem Pferd sitze, dann denke ich an die Stunden, wo du vor mir auf
dem Pferd gelegen bist und geschlafen hast.
Ich habe viel überlegt, ob wir vielleicht mit den anderen Kindern gemeinsam ein
schönes Abschiedsfest gestalten sollten. Doch ihr habt euch untereinander doch gar
nicht so gut gekannt. Ich wollte Luftballons fliegen lassen, aber dass fand ich dann
auch nicht wirklich passend. Nach einem Jahr denke ich, dass ich mich gerne mit
diesem Brief an dich wenden möchte.
Lieber Nicolas, Eric besucht dich ja oft an deinem Grab und er hat gesagt, dass du
unser Vereinsschutzengel bist. Ist das ein schöner Gedanke! Wir können dich so gut
gebrauchen! Wir versuchen immer unser Bestes zu geben, aber ein eigener
Schutzengel ist durch nichts ersetzbar!
9
Ich durfte dich fast 7 Jahre mit meinen Pferden begleiten. Anfangs bist wie kleines
Würmchen in deinem Schianzug auf dem Pferd gelegen und nach nur wenigen
Einheiten konntest du sitzen. Wir waren ja alle so stolz auf dich! Deine Eltern
erzählten, dass du nach dem Reiten sehr oft ganz etwas Neues mit deinen
Spielsachen ausprobiert hast. Wir waren übermütig und hofften sogar, dass du das
Gehen erlernen könntest. Du aber hattest aber immer deinen eigenen Rhythmus und
deinen eigenen Willen. Auch ohne Sprache hast du mir mitgeteilt, dass du jetzt nicht
sitzen, sondern auf dem Pferd liegend einfach schlafen möchtest. So wurden wir oft
beide von Dago (er ist ja auch schon im Pferdehimmel) und Navajo getragen. Es war
auch für mich sehr schön. Alle anderen Reiterinnen am Reitplatz hast du dann ein
Schmunzeln auf ihre Lippen gezaubert und manchmal mussten wir sogar lachen,
wenn du so gemütlich auf dem Pferd laut geschnarcht hast.
Deine Eltern haben auf deinem Partezettel um Spenden für den Verein PFERDE
STÄRKEN gebeten. Ich war beeindruckt, dass sie in dieser so schmerzvollen Zeit an
so etwas denken konnten. Und viele, viele Menschen haben auch ganz viel
gespendet. Mit diesem Geld
konnten wir wieder andere
Kinder unterstützen. Danke an
alle! Dir danke ich auch für die
schönen
Stunden
und
die
tollen Erfahrungen, die ich mit
dir machen durfte. Viele Kinder
werden davon noch profitieren.
Nicolas mit dem Therapiepferd Dago
Lieber Nicolas, ich weiß, dass du uns noch begleitest!
Das ist ein unglaublich schönes Gefühl!
Deine Andrea
10
Jessica zeichnet und berichtet
11
12
Hallo, wir sind David und Jonathan Stempfel!
Wir wurden am 30.5.08 durch einen Kaiserschnitt 8 Wochen vor dem Termin zur
Welt gebracht und haben Trisomie 21 (Down Syndrom).
Nachdem wir letztes Jahr unsere Herzoperation gut hinter uns gebracht haben, sind
wir jetzt fleißig dabei uns zu entwickeln. Eine großartige Unterstützung sind uns
dabei die überaus freundlichen und bemühten Mitarbeiterinnen vom Verein PFERDE
STÄRKEN. Obwohl kaum freie Termine vorhanden waren, wurden wir kurzfristig
noch im Oktober diesen Jahres herzlich aufgenommen. DANKE!
Die Therapie am Pferd ist für uns etwas Neues, aber sehr aufregend und jedes Mal
ein großer Gewinn. Wir dürfen schon alleine am Pferd sitzen und lernen, wie unser
Pferd auf unsere "Hoppa"- Kommandos reagiert.
Besonders freundlich finden wir, dass unsere beiden großen Geschwister Christoph
(10) und Victoria (7), ebenfalls ein paar Runden auf dem Pferd reiten dürfen! Spitze.
Mit den besten Grüßen!
Martin, Ulli, Christoph, Victoria,
David und Jonathan Stempfel
13
Von der Bereicherung ein behindertes Kind zu haben.
Es ist Sonntag, kurz nach 6 Uhr früh und ich sitze wie so oft, völlig übermüdet, mit meinem
Sohn Gunther im Wohnzimmer und fühle mich einsam. Gunther ist offensichtlich nicht mehr
müde, will aber auch nicht fernsehen, will keine Bücher ansehen, will nichts essen, will auch
nichts trinken. Wenn ich ihn berühre, stößt er mich weg. Ins Bett will er jedenfalls auch nicht.
Er steht einfach da und sobald ich ihn ansehe sagt er „Nein“. Er kann mir aber auch nicht
sagen, was ihn bedrückt …
Vor mittlerweile mehr als fünf Jahren, als wir 10 Wochen nach Gunthers Geburt erfahren
haben, dass er einen Gendefekt hat und nie ein „normales“ Kind sein wird, ist meine – bis
dahin perfekte Welt – zerstört worden. Lange habe ich den Gedanken nicht ertragen, dass
gerade mein Kind nie dem „perfekten Normkind“ entsprechen wird, das unsere perfekte Welt
fordert. Verwöhnt durch eine lustige, tolle, kleine Tochter, musste ich mich nun von der
Forderung nach „gesund“ und „perfekt“ verabschieden. Nachdem mir eine Ärztin erklärt hat
„wer weiß, ob er jemals sitzen wird können“ (kann er seit seinem 3 . Lebensjahr), ist mir mit
einem Schlag bewusst geworden, dass nun auch mein Leben auf ewig anders sein wird.
Dabei habe ich noch gar nicht an die ewigen Wartezeiten in Spitalsambulanzen,
Krankenhäusern, Wartezimmern und den Kampf mit sämtlichen Beihilfestellen gedacht. Ich
war einfach nur verzweifelt bei dem Gedanken, dass mein Sohn Gunther kein normales
Leben führen wird. Keine Freunde, keine normale Schullaufbahn, keine tollen Jobs, keinen
Führerschein, keine eigene Wohnung, keine Urlaube mit Freunden, keine eigene Familie, …
nichts von alldem was ein „normales“ Leben ausmacht.
Nach vielen tränenreichen Tagen war es für mich wie ein Schlag ins Gesicht, als mir eine
Psychologin im Krankenhaus erklärt hat „Aber ein behindertes Kind ist auch eine
Bereicherung für Ihr Leben“. Ich empfand diesen Ausspruch als Hohn, und empfinde es auch
heute noch manchmal als Zumutung. Na, warum teilt dann das Schicksal nicht jeder Familie
automatisch „sein“ behindertes Kind zu, wenn es denn so bereichernd ist?
Seit dem Ausspruch der Psychologin von damals sind einige Jahre vergangen. Noch lange
war ich zornig, wenn ich an besagte Dame gedacht habe. Immer wieder habe ich den Inhalt
dieses Gesprächs weitererzählt. Eines Tages hat mir jemand in einem Gespräch gesagt,
dass damit doch auch gemeint sein könnte, dass man durch das Schicksal, ein behindertes
Kind zu haben, toleranter wird oder auch lernt, Neues und Ungewohntes zu akzeptieren
und dadurch auch neue Leute kennen lernt.
Diese Aussage hat mich zum Nachdenken angeregt und hat sich seither für mich auch
oftmals bestätigt.
Hätte ich meinen Sohn Gunther nicht, würde ich viele Menschen, die ich bisher kennen
gelernt habe, sehr mag und schätze gar nicht kennen.
Unsere ehemalige Frühförderin Daniela, deren wöchentliche Besuche oft ein Lichtblick
waren und mir ein bisschen freie Zeit geschenkt haben. Daniela wohnt jetzt im Waldviertel.
Viele Therapeuten, die mir gute Ratschläge und Hilfestellungen geben konnten und denen
man ansieht, dass sie Ihre Arbeit gerne und mit ganzem Herzen machen.
Das gesamte Team des HPI Kindergarten Brendanihof in Schwechat, die sich toll um
Gunther kümmern und ihn optimal fördern. Jedes Mal, wenn ich den Kindergarten betrete,
merke ich, dass Gunther gemocht wird, auch wenn er trotzig, unzufrieden und grantig ist.
Unsere “Ferientagesmutter“ Gabi, die uns Gunther abnimmt und bei der er sich sehr wohl
fühlt. Besonders ihr Hund und die Meerschweinchen sind für unseren Gunther, als großen
Tierfreund, eine Quelle der Freude.
Alice und Yana, unsere bisherigen Babysitterinnen, die uns sogar in den Urlaub begleitet
haben und deren Bekanntschaft wir nicht missen wollen. Alice ist wieder in Brasilien und
Yana hat es nach Italien verschlagen.
Viele Eltern anderer „Nicht-Norm-Kinder“, die total nett sind und die mir, ohne bewusst
helfen zu wollen, dann doch Mut machen, indem ich sehe, dass auch andere ihre
Schicksalsschläge gut bewältigen.
14
Eine ganz besondere Begegnung hatten Gunther und ich aber mir Andrea und Monika vom
Verein PFERDE STÄRKEN. Ich war früher nie besonders interessiert an Pferden, hatte als
kleines Mädchen keine Pferdeposter an der Wand und wollte auch keine Reitstunden
nehmen. Meine Kinderärztin hat uns dann vom Verein PFERDE STÄRKEN erzählt. Nun ja,
warum nicht. Ich habe sogleich mit Andrea Kontakt aufgenommen und kurz darauf waren wir
zum ersten Mal im Reitstall in Schranawand. Seit gut drei Jahren gehört das
heilpädagogische Voltigieren nun zu unserem Leben. Am Anfang war es immer ein
Mittwoch-Vormittag, auf den ich mich immer sehr gefreut habe. Gunther ist begeistert auf
Obelix geritten und ich konnte danach noch mit Andrea und Monika Kaffee samt Tratsch
genießen. Mittlerweile ist es ein Freitag- Nachmittag und für mich ein schöner Abschluss
einer langen Woche. Gunther reitet mit Andrea auf Navajo, meine Tochter Sigrun voltigiert
mit Monika auf Obelix . Ich bin heute überzeugt davon, dass Pferde sehr
unvoreingenommene Tiere sind, die allem und allen mit Neugier begegnen. Egal ob „perfekt“
oder behindert, Pferde mögen Kinder. Und meine Kinder mögen Pferde! Und ich mag
Andrea und Monika, die ich ohne meinen Sohn Gunther nie kennen gelernt hätte.
P.S.: Wenn mich Gunther dann um 8 Uhr früh anlächelt und mich „Puppi“ nennt, bin ich fast
schon wieder versöhnt mit meiner nicht perfekten Welt.
Gunther beim
letzten
Sommerfest
(Juni 2010)
Sigrun beim letzten
Sommerfest (Juni 2010)
15
Sigrun malt für Andrea und Monika
16
Besondere Mütter mit behinderten Kindern
von Erma Bombeck (übersetzt aus dem Englischen)
Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter. Manche
freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck, andere haben
es lange geplant und erhofft, und ein paar werden Mutter aus
reiner Gewohnheit. Dieses Jahr werden mehr als 100.000
Frauen Mütter behinderter Kinder werden.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen
Gesichtspunkten die Mütter behinderter Kinder auserwählt werden? Ich stelle mir
Gott vor, wie er auf die Erde sieht und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit
größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann
seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.
"Maier, Irmgard: Einen Sohn. Schutzheiliger: Matthias
Förster, Margot: Eine Tochter. Schutzheilige: Cäcilie
Rüster, Carola: Zwillinge. Schutzheiliger? Gebt ihr Gerhard, der ist es gewohnt, dass
geflucht wird."
Schließlich nennt er einem Engel einen Namen und sagt lächelnd: "Ihr gebe ich ein
behindertes Kind."
Der Engel ist neugierig: "Warum gerade ihr, oh Herr? Sie ist doch so glücklich! "Eben
deswegen!" Sagt Gott lächelnd. "Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter
geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.
"Aber hat sie denn die nötige Geduld?" fragt der Engel.
"Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von
Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der erste Schock und Zorn abgeklungen sind,
wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für
Selbständigkeit und Unabhängigkeit, der bei Müttern so selten und so notwendig ist.
Verstehst du, das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt
leben. Und sie muss es dazu bringen, in der ihren zu leben. Das wird nicht leicht
werden."
"Aber Herr, soviel ich weiß, ist ihr Glaube an dich nicht besonders stark !"
Gott lächelt. "Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist
hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus."
Der Engel ringt nach Luft. "Egoismus ? Ist das denn eine Tugend?" Gott nickt. "Wenn
sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht
überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind
beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird
sie ein 'gesprochenes Wort' als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Nie 'einen Schritt'
als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal 'Mama' sagt, wird ihr klar sein,
dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem Kind einen Baum, einen
Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine
Schöpfung sehen. Ich werde ihr erlauben, vieles deutlich zu erkennen, was auch ich
erkenne --- Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile --- und ich werde ihr erlauben,
sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden
Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie ihre Arbeit ebenso sicher tut, als
wäre sie hier neben mir."
"Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen ?" fragt der Engel mit gezückter
Feder.
Da lächelt Gott: „Ein Spiegel wird genügen!“
17
Ob Regen, Wolken, Sonnenschein
Lorain maschiert mit mir aus
Schranawand hinaus und wieder hinein.
Musik und Tanz dazu juchee,
das ist für uns Beide ein riesen Schmäh.
Ich freu mich jedes Mal neu,
mit Martina und Ihrem Pferd, das ist nicht scheu!
Ich bring Loreen Äpfel und Karotten,
dann freut sie sich viel mehr aufs herum galoppen.
Manchmal träum ich nachts von Dir,
zu fliegen wie auf Wolken,
dann sehe ich mich sitzend auf Dir,
mit Decke ohne Geschirr jubelnd und frohlockend!
Dein Manuel Leon
18
Martina Heberger berichtet:
Von Dezember 2009 bis heute ein Jahr später hat sich bei Lukas vieles geändert.
Viele kennen Lukas noch vom PFERDE STÄRKEN Benefizweihnachtsfest für ihn,
wo er noch im Rollstuhl saß. Nicht nur das PFERDE STÄRKEN-TEAM, sondern alle
EinstellerInnen des Reitclubs Schranawand putzten, backten und zauberten einfach
ein wunderbares Fest, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Jetzt braucht Lukas den Rollstuhl nur noch für weite Strecken. Er hat in diesem Jahr
sehr viel aufgeholt und viel dazu gelernt. Essen und Trinken machen ihm jetzt keine
Probleme mehr- probiert sogar manchmal was Neues aus. Auf sein Lieblingsessen
(Käsespätzle, Pizza) möchte er aber nicht verzichten.
Durch den Hausunterricht bei Katrin Reisinger hat er sehr viel aufgeholt. Jetzt geht
Lukas in die Schulwerkstatt in Ebreichsdorf, wo er manchmal noch an seine
Grenzen geht. Aber mit der Unterstützung von Katrin schafft er es. Im Sommer hat
er auch schon Tischtennis und Federball gespielt. Es hat uns das ganze Jahr auch
die Traude Zahour begleitet, sie bastelt jeden Montag mit Lukas und bringt immer
gute Laune mit wenn es Lukas nicht gut geht. Seine Bewegungen werden immer
besser, er ist glücklich über seinen Fortschritt und gibt nicht auf. Ist zurzeit auf der
Suche
(Facebook)
nach
Freunden,
da
er Freunde
vermisst. Spitalsbesuche gibt es
noch regelmäßig , da er
Infusionen
für
den
Knochenaufbau bekommt.
Wenn man Lukas heute sieht,
weiß man was er in einem Jahr
aufgeholt hat. Ein besonderes
Dankeschön geht auch an Herrn
Wessin
von
der
Firma
Erlebnisgarten
Wessin
in
Ebreichsdorf,
der
die
Reittherapie
für
ein
Jahr
gespendet hat.
Möchten uns noch einmal bei
allen bedanken, die uns so eine
tolle Unterstützung in dieser Zeit
waren und noch weiter mit uns
den Weg gehen.
Vielen, vielen Dank an alle!
Lukas Heberger und Familie
19
IL-DO® Österreich
und der Verein „Pferde stärken“
Den Verein „PFERDE STÄRKEN“ und deren Tätigkeit haben wir vor einigen Jahren durch
eine schwerwiegende Hüfterkrankung unserer Tochter Nina kennen gelernt. Monika
Schumacher, eine langjährige Freundin von uns, hat uns angeboten unsere Tochter auf
ihren Leidensweg sanft zu begleiten und stellte uns Andrea Ackerer und ihr Team vor.
Tierische Begleitung bekam Nina vom gemütlichen und geduldigen Obelix. Monika nützte
Ninas Tierliebe um sie Schritt für Schritt durch Übungen, Spiele, Aufgaben und Gespräche
auf ihrem Weg weiter zu führen. Sowohl Monika wie auch Obelix, reagierten feinfühlig auf
Ninas Gemüts- und körperlichen Zustand. Der spezielle heilpädagogische Voltigiersattel
ermöglichte Nina seitlich oder rückwärts auf Obelix’ Rücken zu sitzen oder sogar zu liegen.
Nicht nur die körperlichen Übungen sondern auf das Arbeiten mit einem Pferd, für das Nina
eine gewisse Verantwortung bekam, half ihr für diese paar Stunden von ihrem Leiden
abzulenken. Sie fütterte und striegelte
Obelix mit großer Freude. An den Tagen,
wo sie zu große Schmerzen gehabt hat
um selber zu reiten, führte sie ihn als
„Helferin“ bei Therapien anderer Kinder.
Nina
wuchs,
ihre
Hüfterkrankung
besserte sich, und trotzdem ist sie bis
heute noch sehr gerne bei den herzlich
gestalteten und familiären, dennoch
professionellen
Sommerund
Winterfesten dabei.
Während der Jahre als unsere Tochter
von dem Verein „PFERDE STÄRKEN“
betreut wurde, bekamen wir einen
tieferen Einblick für ihre gefühlvolle Arbeit. Wir haben gesehen, wie betroffene Kinder und
sogar deren Geschwister, jahrelang kompetent und stets qualitativ begleitet werden.
Währenddessen haben wir auch erfahren, dass trotz der ehrenamtlichen Arbeit der
engagierten Vereinsmitglieder, und das Verständnis und Unterstützung der Stallbesitzer, der
Verein selbst einiges an Ausgaben hat und selber Stärkung vertragen kann. So haben wir
uns vor 3 Jahren entschieden, von unserer Firma aus,
den Verein „PFERDE STÄRKEN“ finanziell zu
unterstützen.
Da unsere Firma ein energetisches Naturprodukt, die ILDO® Körperkerze produziert, die von zahlreichen
Therapeuten in ganz Österreich verwendet wird freut es
uns besonders, dass die Betreuerin unserer Tochter,
Monika Schumacher auch eine energetische Ausbildung
hat und unser Produkt auch gerne verwendet.
Wir danken für die Hingabe und Ausdauer aller
Vereinsmitglieder und wünschen weiterhin viel Freude an
eurer Arbeit.
Ildiko und Gregor Papp
IL-DO® Österreich
20
Wer SanLucar kennt, weiß dass man uns nicht
nur in Verkaufsregalen mit bestem Obst &
Gemüse findet, denn SanLucar widmet sich
schon seit vielen Jahren und ganzjährig auch
sozialen Projekten. An vielen namhaften
Veranstaltungen waren wir bereits vertreten, als
wir uns vor 2 Jahren entschieden, ein eigenes
SanLucar Charity Golf Turnier ins Leben zu
rufen. Neben Sport, Spiel und Spaß stand für
meinen Mann und mich immer der soziale
Aspekt im Vordergrund.
Und wie das Schicksal eben sooft spielt, sind
wir auf Andrea Ackerer gestoßen. Ich kann mich
noch sehr gut an unser erstes persönliches Gespräch am GC Schloss Ebreichsdorf erinnern.
Andrea war mir von Beginn an sehr vertraut, so als hätten wir uns schon seit vielen Jahren
gekannt. Sie erzählte mir aus vollster Überzeugung von ihrer Arbeit mit dem Verein PFERDE
STÄRKEN und ich war sofort begeistert. Als wir dann noch über „zwischen menschliche
Themen“ gesprochen haben, bzw. über viele ihrer einzelnen Kinder, welche sie therapiert
und begleitet, war es um mich geschehen.
Ich wusste, dass dieser Verein wertvolle Arbeit leistet und ganz dringend Unterstützung
braucht, und so wurden bei unserem letzten SanLucar Charity Golf Turnier im Juni 2010 €
17.000 Euro an PFERDE STÄRKEN gespendet.
Die Scheckübergabe war ein sehr berührender Augenblick, als ich Andrea dann auch noch
mit Tränen in den Augen sah, wusste ich – auch unser TUN wird belohnt. Die Freude die in
Andreas Augen abzulesen waren, taten auch uns sehr gut.
Wir wissen, dass mehr als nur dieser Betrag benötigt wird, denn Andrea hat wirklich ein
großes Projekt vor Augen, das sicher zu realisieren ist.
Andrea schätze ich sehr, da sie für mich unglaublich Menschliches leistet. Die Begleitung
schwer kranker Kinder bis hin zur Trauerarbeit sehe ich persönlich nicht als
Selbstverständlichkeit, sondern als ihre Berufung.
Wenn man in das Team von PFERDE STÄRKEN ein ganz wenig hinein schnuppern kann,
darf man etwas Einzigartiges spüren, … Menschlichkeit über Menschlichkeit.
Wir sind Eltern von zwei gesunden Kindern, und den größten Respekt schenke ich allen
Mamas und Papas, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat.
Eltern, die für ihre kranken Kinder alles geben, um ihnen das Leben so schön wie möglich zu
gestalten.
Denn Kinder bleiben immer Kinder, egal wie alt sie sind.
Selbst wenn unsere 11 jährige Tochter, als gesunde Julia zur Welt gekommen ist, und immer
wieder in die Pferdewelt eintauchen möchte, weiß sie, dass sie bei Andrea genau richtig ist.
Ein Anruf genügt und schon genießt Julia die Stunden mit Andrea und den Pferden, sie lässt
sich von den Pferden „tragen“ und vergisst für kurze Zeit ihre Kindersorgen.
PFERDE schenken eben Kindern eine ganz besondere STÄRKE.
Liebe Andrea,
wir wünschen Dir und Deinem Team weiterhin so viel Kraft und Energie, und ganz besonders
Lichtblicke für deine Therapiekinder und all Deine Wünsche mögen für Pferde Stärken in
Erfüllung gehen.
ALLES GUTE
Marion & Alexander Thaller
und das gesamte SanLucar Team
21
Ich bin Veronika und wohne seit ca. 3
Jahren zusammen mit meinem Mann
und – seit 19. März 2009 – auch mit
unserem kleinen Sohn Lukas in
Gramatneusiedl. Den Verein PFERDE
STÄRKEN habe ich vor ca. 2,5 Jahren
kennen gelernt, als ich mit meiner
Firma dann ebenfalls nach Gramat
übersiedelt bin. Andrea hat damals per
mail jemanden gesucht, der dem
Verein ein wenig unter die Arme greift.
Ich
bin
nur
ein
kleines
Einzelunternehmen und damit nicht mit
den
finanziellen
Mitteln
eines
Großbetriebes ausgestattet, aber meine Zeit (und ein wenig Material) kann ich
verschenken und das haben mein Mann und ich dann auch gerne getan, indem wir
Andreas Auto beschriftet haben. Das war unser erster Schritt des Kennen Lernens.
Andrea war uns - und besonders mir - gleich sympathisch, da sie voll auf meiner
„Wellenlänge“ liegt.
Ich hatte bis lang zu Weihnachten meine Kunden immer mit kleinen Präsenten
beglückt. Jedes Jahr ein Hin- und Herüberlegen, was es wohl diesmal sein soll – zu
teuer dürfte es nicht sein, weil mein Budget nicht riesig war – Ramsch sollte es auch
keiner sein … dann läutet ständig das Telefon und jeder will eine Spende oder ein
Inserat für seine Broschüre (wenn ich da jedem zustimmen würde, dann wäre ich
schon pleite…) ABER wieso in die Ferne schweifen!!! Da gibt’s doch einen kleinen
Verein ganz in der Nähe und der freut sich über jede (finanzielle) Hilfe! Kurzerhand
haben mein Mann und ich dann beschlossen, ab sofort den Verein PFERDE
STÄRKEN mit unserem „Weihnachtsgeld“ ein wenig zu unterstützen!
Wir besuchen seither, wenn möglich, jedes Fest. Und wenn ich dann bei den Feiern
immer sehe, welchen Spaß die Kinder und natürlich auch die Erwachsenen und
Eltern haben, wenn gezeigt wird was alles auf und mit den Pferden gelernt wurde,
dann steigen mir (wie auch jetzt gerade) immer die Tränen vor Freude in die Augen.
Wenn ich könnte – aber dazu fehlt mir einfach die Zeit, dann würde ich gerne auch
tatkräftig helfen. So versuche ich halt auf der materiellen Seite meines dazu zu tun.
Jedes Mal wenn mich Andrea nun um ein paar Drucksorten oder Beschriftungen
bittet, gibt es eine Diskussion darüber, was sie zahlen darf – und da sie es sich leider
nicht nehmen lässt, zumindest die Materialkosten zu übernehmen, wird das
Sparschwein von unserem Lukas jedes Mal ein bisschen dicker.
Ich finde es toll – dass es Menschen wie Andrea und ihre Kolleginnen gibt, die so viel
Zeit für andere opfern um sie zu fördern und dabei selber viel Freude daran haben.
Leider muss auch der finanzielle Background stimmen und die Tiere versorgt werden
und das gehört unterstützt!
Unser Sohn ist – Gott sei Dank – gesund zur Welt gekommen und wird von uns
gehegt und gepflegt wo es nur geht. Seit seiner Geburt kann ich mich viel besser in
die Situation einer Mutter versetzten, die sich um ihr Kind sorgt – in welcher Weise
auch immer. Ich bewundere Eltern, wenn ich sehe welche Kraft und Stärke sie
aufbringen um ein behindertes Kind auf diese Welt vorzubereiten. Ich hoffe. nie
selbst in diese Situation zu kommen – auch wenn ich mir sicher bin, dass mein
Mann und ich dann auch diese „Kraft und Stärke“ aufbringen würden. Weil es einfach
unser Kind ist.
Veronika Leimer
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Michael Vukovits unterstützt seit dem Weihnachtsreiten 2009 unseren Verein durch
sein Wissen als Medienexperte. Auf die Frage WARUM? Antwortet er:
Was brauchen Menschen die ehrenamtlich und
ohne jemals auf die Uhr zu schauen tätig sind,
wenn
sie
Menschen
mit
besonderen
Bedürfnissen helfen? Sie brauchen eine fundierte
Ausbildung, viel Zeit, Geduld und Nächstenliebe.
Sie brauchen allerdings auch die Öffentlichkeit
um über all das zu informieren. Der Verein
PFERDE STÄRKEN lebt von Spendengeldern
und wird dabei von Medienberichten unterstützt.
Wenn auch nur ein einziger Mensch mit
besonderen Bedürfnissen durch meine Arbeit im
Bereich der Öffentlichkeitsarbeit für den Verein
PFERDE STÄRKEN ein Licht am Ende seines
"Tunnels" sehen kann, wäre das ein tolles
Erlebnis für mich.
Sagen Sie es bitte weiter.“
Michael Vukovits
michael.vukovits@wavenet.at
PFERDE STÄRKEN
Früher hieß es „Dritte Welt-Laden“, in den 90-er-Jahren des vorigen Jahrhunderts
wurde das Wort „Dritte“ gestrichen weil wir uns auch für unsere direkte
Nachbarschaft verantwortlich fühlen: Faire und gesunde Welt - und hier treffen sich
unsere Ideen mit „PFERDE STÄRKEN“: Menschen zu stärken, zu fördern, zu
begleiten, das ist unser gemeinsamer Nenner. Dazu kommt, dass diese
Unterstützung nicht einseitig ist, sondern in Moosbrunn über Fam. Hauser eine
„Beinahe-Filiale“ des Weltladens existiert.
Gemeinsame Ideen und Visionen stärken uns selbst auch …
Veronika Ranftler,
Weltladen Ebreichsdorf
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Wir hatten das Glück, dass wir uns um unsere Kinder selten Sorgen machen
mussten, wofür wir sehr dankbar sind. Ein bisschen von diesem Glück möchten wir
zurückgeben. Schon immer haben wir deshalb mit unseren Autohäusern im
Rahmen unserer Möglichkeiten versucht, gemeinnützige Projekte zu unterstützen.
Und als Andrea, die Gattin meines Bruders Roman, den Verein „PFERDE
STÄRKEN“ gegründet hat, waren wir sofort dabei. Wir sponsern die beliebten
Vereins-T-Shirts und greifen dem Verein mit Tombolaspenden für die Feste unter die
Arme.
Es ist wunderschön anzusehen, wie viel Freude Andrea und die vielen guten Seelen
im und rund um den Verein geben und ein Lächeln auf die Gesichter jener zaubern,
die nicht immer so viel zu Lachen haben. Diese Arbeit ist von unschätzbarem Wert
und hat unseren vollsten Respekt.
Franz Keglovits
Franz Keglovits
Roman Keglovits-Ackerer
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Das Glück
der Erde liegt auf
dem Rücken der
Pferde.
Das ist sicher ein Spruch der
für viele, die mit uns und
unseren Pferden zu tun haben,
einen Zuspruch findet. Ein
strahlendes Kindergesicht ist
für mich persönlich der
schönste Lohn und macht
meine Arbeit mit den Kindern
am Pferd zu einem
wunderschönen Erlebnis.
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Liebe Kinder, Eltern und Freunde des Vereines PFERDE STÄRKEN
Wieder ist ein Arbeitsjahr vorbei und es heißt für mich als Finanzreferentin Bilanz zu
ziehen. Zuerst möchte ich einmal Danke sagen an unsere Therapeutinnen Andrea,
Martina und Monika, sowie an unsere vierbeinigen Therapeuten Navajo, Obelix,
Lorain, Sippin und Domino. Sie waren viele Stunden unermüdlich für unsere Klienten
zur Stelle. Ich möchte nur kurz in Zahlen fassen, was in diesem Jahr geleistet wurde:
Von 1.11.2009 – 31.10.2010 wurden 34 Klienten und zwei Caritasgruppen in 423
Therapieeinheiten betreut. Wenn man bedenkt, dass alle Mitarbeiter ehrenamtlich,
neben ihrem Hauptberuf, tätig sind, ist das eine gewaltige Menge. Durch diese
Einheiten konnte ein Betrag von € 13.425,-- erwirtschaftet werden. Die Einstell- und
Futterkosten betrugen € 10.942,80, Hufschmied und Tierarzt beliefen sich auf €
2.831,79. Versicherungen, Bankspesen sowie sonstige Anschaffungen für den
Therapiebetrieb machten € 1214,22 aus. Außerdem wurden für alle Mitarbeiter zwei
Fortbildungen in der Höhe von € 1540,--finanziert, denn die fachliche Kompetenz
unserer Arbeit ist uns sehr wichtig. Nicht zu vergessen ist auch die finanzielle
Unterstützung des Vereins an Klienten, dafür wurden heuer € 1660,-- verwendet. Wie
man sieht waren die Ausgaben wieder einmal höher als die Einnahmen, nur dank der
Spenden unserer Unterstützer sowie der Einnahmen beim Sommerfest können wir
den laufenden Betrieb finanzieren. Ein großer Dank daher auch an alle Eltern,
Bekannten und Freunde der Klienten, sie haben einerseits beim Sommerfest
mitgeholfen andererseits durch ihren Besuch einen großen finanziellen Beitrag
geleistet.
Wenn ich in die Zukunft schaue, „träume“ ich von einem überdachten Reitplatz,
vielleicht von einem eigenen Stück Wiese, von vielen Menschen die uns unterstützen
aber vor allem von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die sich bei uns
geborgen fühlen und dafür möchte ich mich auch im nächsten Jahr einsetzen.
Hauser
Gabriele
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„ Fliegen ohne Flügel und
siegen ohne Schwert“
Mohammed
Sie sagen das geht nicht! Doch, ich erlebe es immer wieder, während der
Therapieeinheit.
Angst, Unbehagen, Kummer und Sorgen begleiten die Klientin.
Ich hole Obelix, eines unserer Therapiepferde aus der Box und bringe ihn zur
Anbindestange.
Schon der Anblick dieses dicken, langsamen und verlässlichen Pferdes, lässt
den Blick der Klientin heller werden. Sehr zaghaft und ängstlich, beginnt sie
das weiche Fell zu streicheln. Die Ruhe und Wärme, die Obleix ausstrahlt,
macht Lust auf Berührung.
Vorsichtig legt sie ihren Kopf an den dicken Bauch des Pferdes und verweilt
einige Sekunden so. Obleix steht ganz ruhig da, denn Pferde sind sehr
sensible Wesen und nehmen die emotionalen Schwingungen des Menschen
gut auf.
Dann gehen wir auf den Reitplatz. Die Klientin führt Obelix eine Runde, dann
ist sie bereit zum Aufsteigen.
Total verkrampft mit ängstlichem Blick schaut sie mich jetzt von da oben
herab an. Ganz langsam geht Obelix los.
Die Klientin macht sich mit der dreidimensionalen Bewegung (links-rechts,
vor-zurück und auf-ab) des Pferdes vertraut. Diese Impulse wirken sich,
unter anderem, positiv auf das Gleichgewicht und die Motorik aus und sind in
Verbindung, mit der Wärme des Pferdes muskelentspannend.
Sehr vorsichtig hebt sie den Kopf und ich sehe ein zufriedenes Lächeln. Die
gleichmäßigen Bewegungen, die Wärme und das Getragenwerden, geben ihr
ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.
Sie hat ihre Angst besiegt, ohne Schwert.
Sie kann ihre Gedanken fliegen lassen, ganz ohne Flügel.
Monika Schumacher
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Mystik – Pferde – Energetik
Die Geschichte der Pferde und ihr mystisches Flair, reichen bis in die Antike
zurück.
Denken wir an Chiron, ein heil-kundiger Zentaur. Seine Gestalt symbolisiert
die Harmonie des Menschen mit dem Pferd. Die Vernunft des Menschen mit
der Kraft und Güte des Pferdes.
Oder an Pegasus, ein geflügeltes, halbgöttliches Pferd, es half seinem Reiter
Bellerophon bei zahlreichen Heldentaten. Es wurde zum Symbol der
Unsterblichkeit.
Odin, aus der Mythologie der Wikinger, er galoppierte, der Sage nach, auf
seinem achtbeginigen Pferd Sleipnir über die Meere und durch die Luft.
Bis in die heutige Zeit, haben Pferde ihre ganz eigene Mystik nicht verloren.
Sie haben ein sensibles Wesen und die besondere Gabe, emotionale
Schwingungen des Menschen aufzunehmen.
Als Energetikerin sind mir diese Schwingungen nicht fremd.
Mit Hilfe des Pferdes kann ich gut auf die Emotionen, Befindlichkeiten und
Bedürfnisse des jeweiligen Klienten eingehen und es ist immer wieder
erstaunlich zu sehen was eine, gut aufeinander abgestimmte, Arbeit mit
Pferden und Energetik, bei Menschen bewirkt und auslöst.
Gemeinsam mit unseren Therapiepferden, bemühe ich mich die Mystik der
Pferde nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Monika Schumacher
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Wir danken:
Allen Helferinnen und Helfern, die uns das ganze Jahr über so treu zur Seite stehen.
Es muss nicht immer finanzielle Hilfe sein, alleine die Rücksichtnahme am Reitplatz
ist eine tolle Unterstützung, die kleinen und großen Handgriffe dazwischen, aber
natürlich auch die kleinen und großen Geldspenden. Ich hoffe, dass sich alle
Freunde der Vereines PFERDE STÄRKEN angesprochen fühlen! Stellvertretend für
diese Menschen möchte ich hier einige nennen:
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Ildo Körperkerzen, www.il-do.at
SanLucar, www.sanlucar.com
Michael Vukovits, Medienbetreuung, michael.vukovits@wavenet.at
Autohaus Keglovits www.keglovits.at
Qualityprint Veronika Leimer, www.qualityprint.at
Karl Miziolek, Autor, www.mizio.at
Getränke Ludwig, Münchendorf
Gemeinde Ebreichsdorf
Familien Holzeis und Kickmaier
EZA-Laden Ebreichsdorf
Reitclub Schranawand
Firma SELECTA, besonders Günther Bettinger
Carl Anzinger (Coca Cola)
Hundesalon Judith Graf
Gartengestaltung Wessin; www.garten-pool.at
Magna Racino Ebreichsdorf, www.winwin.at
Ulla Weigerstorfer; www.weigerstorfer.com
Trafik Ebreichsdorf, Herrn Heinz Oberhauser
Andreas Stummer, Landwirt Moosbrunn
Karin Eisler, Künstlerin
Institut La Mano, Birgit Hold; www.institut-lamano.at
Activ-Theater / Landjugend Bezirk Schwechat
Nadine Graf/ Nähmaschinenzubehör Bruck a. d. Mur, Mittergasse 22
Reitclub Schranawand
Die Gruppe FOAK; www.foak.at
Die Moosbrunner Künstlerinnen Chrisine Pinter und Monika Schleidh
Bäckerei Ströck; www.stroeck.at
Firma Schirnhofer; www.feinkost-schirnhofer.at
Linedancer Greenhorns aus Gramatneusiedl
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Leben lernen
Von der Sonne lernen,
zu wärmen,
von den Wolken lernen,
leicht zu schweben,
von dem Wind lernen,
Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen,
Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen,
standhaft zu sein.
Von den Blumen
das Leuchten lernen,
von den Blättern im Herbst
das Fallenlassen lernen,
von der Erde lernen,
mütterlich zu sein,
vom Mond lernen,
sich zu verändern,
von den Sternen lernen,
einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen,
dass das Leben
immer, an jedem Tag,
von neuem beginnt ...
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Seele and Geist
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