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Brennholz gesucht wie noch nie - und Waldbesitzervereinigungen

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Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen e.V.
Humbach 7, 83623 Dietramszell
Telefon 0 80 27 / 90 46 57, Telefax 0 80 27 / 90 46 58
Mail info@wbv-wolfratshausen.de, Internet www.wbv-wolfratshausen.de
Mitteilungsblatt Nr. 159
Juni 2014
Der neue Vorstand ist der alt bewährte (v. r.): Johann Killer, erster Vorsitzender; Johann Höck, zweiter Vorsitzender; Johann Öckler (hinten) dritter Vorsitzender; Josef Pallauf, Kassier; Martin Strobl, Schriftführer; mit dabei: MdL
Walter Nussel, Referent; Wolfgang Neuerburg, AELF
Beil und X Wach mit Staatswaldrevierleiter Klaus Wehr und Hans Killer über das Wachstum dieser natürlich verjüngten Douglasie.
rach mit dem Thema „Anlage von Ökokontoflächen“. Hintergrund war die neue Kompensationsverordnung des Freistaates Bayern und unsere
schnell wachsende Wirtschaftsregion München.
In seinem kurzen, sehr aussagekräftigen Referat
stellte Herr Nussel klar, dass es für einen Betrieb
durchaus sinnvoll sein kann, Ökokontoflächen als
Geschäftsfeld anzulegen. Wichtig sind aber vorher eine Absprache mit den zuständigen Behörden sowie eine genaue Abwägung der Vor- und
Nachteile, da diese Flächen im Grundbuch dinglich gesichert werden. Der finanzielle Ausgleich
für die Bereitstellung dieser Flächen wurde absichtlich nicht angesprochen, da dieser je nach
Marktwert der Region sehr unterschiedlich ausfällt.
Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern für meine
Wiederwahl und freue mich auf eine konstruktive
Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren.
Johann Killer
Liebe Mitglieder,
bei der diesjährigen Hauptversammlung wurden
turnusgemäß der Vorstand, die erweiterte Vorstandschaft und die Kassenprüfer gewählt.
Wie bereits im letzten Mitteilungsblatt angesprochen, hat sich die bisherige Vorstandschaft komplett wieder zu Wahl gestellt und wurde durch die
Wahl der Mitglieder bestätigt (siehe Bild).
Die erweiterte Vorstandschaft besteht aus: Josef
Brunner, Endlhausen; Valentin Gröbmair, Geilertshausen; Johann Ertl, Schäftlarn; Josef Orterer, Jachenau; Johann Schwaiger, Grafing; Johann Eberl, Arget und Alois Bauer, Wackersberg.
Die Kasse prüfen Michael Aichler, Fraßhausen
und Johann Kanzler, Egelsee.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Gewählten, besonders aber bei unserem Wahlleiter Johann Demmel.
Das Hauptreferat bei der Jahresversammlung
übernahm MdL Walter Nussel aus Herzogenau1
Tabelle: Holzvermarktung der WBV 2013 in Einheiten
2013
2012
Insgesamt
Forstliche Förderung
Die neue waldbauliche Förderrichtlinie (WaldFöPR 2014) soll in der zweiten Jahreshälfte 2014
kommen. Nach der „alten“ WaldFöP-R 2007 können weiterhin Förderanträge gestellt werden.
Am AELF Miesbach werden momentan vor allem
Seilkranbringungen im Bergwald und Jungdurchforstungen nachgefragt und entsprechend umfangreich beantragt.
105.634 Fm/Rm 125.254 Fm/Rm
Langholz
10.037 Fm
11.553 Fm
Kurzholz
52.997 Fm
68.838 Fm
Papierholz
6.539 Fm
7.185 Fm
Staketen
2.213 Rm
1.984 Rm
Laubholz
687 Fm
1.279 Fm
Buche IL
1.608 Fm
3.695 Fm
Submission
10 Fm
61 Fm
Hackschnitzel
31.543 Srm
32.660 Srm
Wegen des Richtlinienwechsels sollten Maßnahmen, für die bereits ein Förderantrag gestellt wurde oder zurzeit gestellt wird, möglichst noch heuer zum Abschluss kommen. Ist
von vorneherein schon klar, dass ein Vorhaben 2014 nicht mehr fertig wird, empfiehlt das
AELF Miesbach, mit der Antragstellung auf
die neue Richtlinie zu warten.
2013 war bayernweit gekennzeichnet durch einen
verhaltenen Holzeinschlag. 2014 ist vom Holzaufkommen für die WBV wieder ein „normales“ Jahr.
Gegenüber 2013 ist zum jetzigen Zeitpunkt ein
fast 30% höherer Holzumsatz festzustellen.
Noch ein Hinweis am Rande: Aufgrund einer Änderung beim Förderhaushalt kann die Förderung
für alle Anträge, die ab sofort gestellt werden, erst
2015 zur Auszahlung kommen, egal ob noch
nach der derzeit gültigen WaldFöP-R 2007 oder
nach der WaldFöP-R 2014 beantragt. Ihr zuständiger Förster steht Ihnen für weitere Auskünfte
gerne zur Verfügung.
Böhmerwaldlehrfahrt mit großen Zielen
vom 21. – 23. September
Der wohl bekannteste Urwald Europas, der Kubany-Urwald, ist seit 150 Jahren vor menschlichen Eingriffen geschützt. Die z.T. über 400 Jahre alten Fichten-Tannen-Buchenwälder mit
Baumhöhen bis zu 57 m beeindrucken durch ihre
Wuchsleistung und Atmosphäre. Ihn besichtigen
wir ebenso, wie die berühmten Kreuzberger Plenterwälder.
Kulturinteressierte kommen in der UNESCOWeltkulturerbe-Stadt Krumau mit ihrem historischen Stadtzentrum sowie unserem „Wohnort“
Prachatice voll auf ihre Kosten.
Gerrith Hinner folgt Markus Müller nach
Das Forstrevier Forstenried des AELF Ebersberg
hat einen neuen Förster und eine neue Dienststelle in Pullach. Zugleich wurde der Reviername
in Forstrevier Pullach im Isartal umbenannt.
Seit 01.03.2014 bin ich,
Gerrith Hinner, nach dem
Amtswechsel meines Vorgängers Markus Müller für
das Forstrevier Pullach zuständig. Das Revier beinhaltet wie vorher die Gemeinden Baierbrunn, Gräfelfing,
Grünwald, München West und Süd, Neuried, Planegg, Pullach, Schäftlarn und die gemeindefreien
Gebiete Forstenrieder Park und Grünwalder
Forst. Ich bin 43 Jahre alt und gebürtiger Münchner. Ich freue mich auf alle kommenden Aufgaben, insbesondere auf die Beratung der Waldbesitzer.
Dienstelle Forstrevier Pullach: Am Isarkanal 8,
82049 Pullach/Höllriegelskreuth
Telefonnummer: 089 756870, mobil: 0151
12177303
Abgerundet wird das Programm durch eine
Schauschwemme (Holztrift) am Schwarzenbergischen Schwemmkanal.
Die Teilnehmerzahl ist wegen des Hotels auf
45 begrenzt. Anmeldung bitte baldmöglichst
an der Geschäftsstelle. Die Kosten (Busfahrt,
Übernachtung mit Halbpension, Schauschwemme und Stadtführung) betragen 160 €/pro Person bei Doppelzimmer und 180 €/pro Person
bei Einzelzimmer.
Motorsägenkurse für Waldbesitzer
Terminhinweise und Ansprechpartner im Jahr
2014 finden Sie unter www.aelf-mb.bayern.de.
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Unsere Lehrfahrt für die junge Generation U 35 war ein voller Erfolg. Hier diskutieren Stefan Beil und Franz Wach mit Staatswaldrevierleiter
Klaus Wehr und Hans Killer über das Wachstum dieser natürlich verjüngten Douglasie.
Starke Werbung für regionales Holz beim
Lernfest 2014
Waldlehrfahrt für junge Generation U 35
Am 04. April 2014 fand die Fahrt für junge Waldbewirtschafter/innen gemeinsam mit der WBV
Wolfratshausen e.V., dem AELF Miesbach und
dem VLF statt. Auf den Fichtenversuchsflächen
der Technischen Universität München wurde
deutlich, dass sich eine hohe Ausgangspflanzenzahl ohne frühzeitige Stammzahlreduktion sehr
negativ auf die spätere Stabilität der Fichte auswirkt. Selbst mit sehr starken und regelmäßigen
Durchforstungen (alle fünf Jahre) werden auf
Kahlflächen begründete stammzahlreiche Fichtenbestände nur noch eingeschränkt stabil.
Im Staatswald zeigte uns Förster Klaus Wehr
seine vorbildliche Fichtenpflege. Der Zuwachs
wird konsequent genutzt, die Fichten werden unter Beachtung der Stabilität vom starken Ende her
genutzt. Durch intensive Jagd kann sich das ganze Baumartenspektrum einschließlich Tanne und
Douglasie natürlich verjüngen bzw. in Reinbeständen ohne größeren Schutz gepflanzt werden.
Die Diskussionen waren sehr lebhaft, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr interessiert. Um die vielen Eindrücke zu „verdauen“,
beendeten wir die Fahrt im Kloster Andechs.
„Wald und Holz aus der Region für die Region“.
Unter diesem Motto beteiligte sich der IMPULS
Forst und Holz (und damit die WBV) beim Lernfest in Benediktbeuern. Mit unserem attraktiven
Stand lockten wir mit über 600 Interessierten
überdurchschnittlich viele Besucher an.
In Zeiten, in denen selbst eine vorbildliche Waldbewirtschaftung immer größerer Kritik ausgesetzt
scheint, machten wir aktiv Werbung für Wald und
Holz aus der Region: Waldbesitzerinnen und
Waldbesitzer zeigten auf professionellen Bildern
im Großformat die enge Verbindung zu ihrem
Wald und den von ihnen verwendeten Holzprodukten wie einem selbst geschreinerten Stuhl
oder einem Dachstuhl.
3
Alt-Landrat Otmar Huber ließ es sich nicht nehmen, mit dem
Sägefahrrad ein 200-Gramm-Birkenstück abzuschneiden und
sich am Stand des IMPULS FORST UND HOLZ zu informieren.
Eschentriebsterben:
jetzt auszeichnen
Befallene
War die Abfuhr des Holzes bis Mitte März noch
fließend und ohne Einschränkungen möglich, so
stockte sie ab da doch deutlich. Haben wir im
Hochwinter noch bis zu 30 Fuhren täglich
abwickeln können, waren ab Mitte März nur noch
max. um die 10 Fuhren jeden Tag möglich.
Die Anfuhrsperren der Sägewerke trafen nicht
nur uns, sondern auch andere WBV’en und
Holzhändler. So konnten die Holzmengen nicht
mehr regelmäßig abgefahren werden und ein
Vorrat im Wald baute sich auf, der sich erst
Anfang Mai wieder entzerrt hatte.
Länger liegen gebliebene Hölzer bitten wir hiermit
zu entschuldigen, aber uns waren die Hände
gebunden und absolut jeder Lieferant war davon
betroffen.
Seit Mitte Mai bietet sich für uns jedoch wieder
ein anderes Bild. Das „Holzlager Wald“ ist wieder
leer geräumt und die Sägewerke sind wieder
aufnahmefähig, sehr wohl sie jedoch ihre
Grundversorgung
aufgrund
großflächiger
Kalamitäten in der Slowakei, in Slowenien und in
der Steiermark herstellen können.
Das Preisniveau ist nach wie vor gut. War nach
dem
Holzstau
noch
von
deutlichen
Preisrücknahmen zu hören, so hat sich der
Holzpreis stabilisiert. Für die Sommermonate
Juli/August
sind
zwar
noch
keine
Vertragsabschlüsse gemacht, jedoch ist von
einem Holzpreis von um die 100,- € weiterhin
auszugehen.
Eschen
Viele Alt-Eschen zeigen dieses Jahr massive Befallssymptome des Eschentriebsterbens und treiben nur sehr spärlich aus. Ursache hierfür ist das,
aufgrund des vergangenen milden Winters, weniger stark gehemmte Wachstum des den Schadens verursachenden Pilzes. Da im Winter der
Belaubungszustand nicht eingeschätzt werden
kann, wird empfohlen, bereits jetzt befallene
Eschenbestände auszuzeichnen und damit für
den Wintereinschlag vorzubereiten.
Borkenkäfer: drei Generationen möglich
Die erste Generation des Buchdruckers ist längst
ausgeflogen.
Schwerpunkte des Schwärmflugs scheinen bislang Bestände, in denen in den Vorjahren eine
Holznutzung stattgefunden hat. Auch ist aufgrund
der warmen Witterung verstärkter Liegendbefall
festzustellen.
Bitte kontrollieren Sie daher Ihre gefährdeten
Fichtenbestände. Frischen Stehendbefall melden
Sie bitte dem zuständigen Privatwaldförster.
Es wäre gut, diese Kontrollen über den Sommer
bis in den Herbst hinein mindestens alle vier Wochen zu wiederholen. Bei entsprechend günstiger
Witterung könnten heuer erstmals seit längerer
Zeit wieder drei volle Buchdruckergenerationen
entstehen.
Aktuelle Informationen über die derzeitige Gefährdung durch den Borkenkäfer im Landkreis
unter www.borkenkäfer.org.
Sorgenkind Energieholz
Der milde Winter sorgte dafür, dass ca. 1/3
weniger Holz für die Verbrennung in den
Heizanlagen benötigt wurde.
Dementsprechend viel Energieholz ist nun nach
wie vor vorhanden, da auch die Heizanlagen
mehrheitlich gut mit Hackschnitzel versorgt sind.
Es können zwar nach wie vor Mengen abgesetzt
werden, jedoch können wir nicht voraussehen, in
wie fern sich dies auf den Preis auswirkt, da sich
die meisten Heizwerke bereits jetzt gut für den
nächsten
Winter
eingedeckt
haben.
Preisrücknahmen sind sehr wahrscheinlich.
Auch die Sägewerke haben mit einem Preisverfall
für Sägerestholz (z. B. Sägespäne) zu kämpfen.
Dies wirkt sich natürlich auch auf den
Rundholzpreis
aus,
Berechnungen
haben
ergeben, dass die Preisrücknahmen des
Restholzes umgerechnet ca. 7 € je fm Rundholz
ausmachen.
Holzmarkt
Langholz dringend gesucht!
Trotz hoher Einschlagsmengen im vergangen
Winter ist die Nachfrage nach Holz nach wie vor
gut. Gerade unsere kleinen Sägewerke vor Ort
brauchen noch dringend frisches Langholz zur
Erfüllung ihrer Aufträge. Dementsprechend
können auch größere Käferholzlose (ab 25 fm)
als
Langholz
ausgehalten
werden.
Die
Aushaltung von Langholz ist vor allem preislich
interessanter gegenüber dem Kurzholz, da
sowohl beim Frischholz, als auch beim Käferholz,
höhere Durchschnittspreise erzielt werden
können. Die Qualitätsansprüche sind jedoch
unverändert, Randbäume und C-Holz sind als
Langholz ungeeignet.
Sortimente und Aushaltung entnehmen Sie
bitte einem der letzten Mitteilungsblätter oder
unter www.wbv-wolfratshausen.de.
Nachfrage nach Kurzholz wieder spürbar gut!
Der schneearme Winter sorgte in den Wäldern für
hervorragende Arbeitsbedingungen.
Dementsprechend
wurden
die
Kurzholzsägewerke aus dem Südbayerischen
Raum regelrecht mit Holz „überschüttet“.
Aktuelle Preise bitte an der Geschäftsstelle
nachfragen unter 08027/904657.
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Seele and Geist
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