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Gerecht leben – aber wie? - hoffnung weltweit ev

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Gerecht leben –
aber wie?
Was ist der Fluch?
J
Ein Vers-für-VersKommentar
zum Galaterbrief
Teil 18
Kapitel 3,
Verse 10 bis 11
20
eder, der Galater 3,10 sorgfältig liest und mitdenkt, muss zu dem
Schluss kommen, dass der Fluch die Gesetzesübertretung ist. Das
Nichtbefolgen von Gottes Gesetz ist der Fluch; denn »durch einen
Menschen [ist] die Sünde in die Welt gekommen … und der Tod
durch die Sünde« (Römer 5,12). Sünde bringt den Tod mit sich. Ohne Sünde gäbe es keinen Tod, denn »der Stachel des Todes … ist die
Sünde« (1. Korinther 15,56).
»Die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch.«
(Galater 3,10) Warum? Weil das Gesetz ein Fluch ist? – Keineswegs.
»So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und
gut.« (Römer 7,12) Warum sind dann, die aus den Werken des Gesetzes leben, unter dem Fluch? – »Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): ‘Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er’s tue!’« (Galater
3,10) Vorsicht! Sie sind nicht verflucht, weil sie das Gesetz halten,
sondern weil sie es nicht halten.
Wir sehen daher, dass »aus den Werken des Gesetzes leben« nicht
bedeuten kann, dass man das Gesetz hält. Nein! »Fleischlich gesinnt
sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes
nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht.« (Römer 8,7) Alle
sind unter dem Fluch. Wer meint, sich durch eigene Werke von ihm
befreien zu können, bleibt auch dort. Der Fluch besteht darin, dass
man sich nicht an das hält, was im Gesetzbuch geschrieben steht;
deshalb besteht auch der Segen darin, dass man das Gesetz völlig
befolgt. Das ist so klar, wie man es klarer nicht sagen kann.
Unser festes FUNDAMENT 6/2002
Ellet Waggoner
Segen und Fluch
S
iehe, ich lege euch heute
vor den Segen und den
Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN,
eures Gottes, die ich euch heute
gebiete; den Fluch aber, wenn
ihr nicht gehorchen werdet den
Geboten des HERRN.« (5. Mose
11,26-28) Hier spricht das lebendige Wort Gottes jeden von uns
an. »Das Gesetz wirkt Zorn.« (Römer 4,15 Elberfelder), aber der
Zorn Gottes trifft nur die Kinder
des Ungehorsams (Epheser 5,6).
Wenn wir wirklich glauben,
werden wir nicht verdammt,
doch nur deshalb nicht, weil
uns der Glaube in Einklang mit
dem Gesetz bringt – mit dem Leben Gottes. »Wer aber in das
vollkommene Gesetz der Freiheit hineinschaut und dabei
bleibt, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein
Täter des Werkes wird, der wird
in seinem Tun glückselig sein.«
(Jakobus 1,25 Elberfelder Anm.)
Gute Werke
D
ie Bibel wertet gute Werke nicht ab. Im Gegenteil,
sie hält sie hoch. »Das ist gewisslich wahr. Und ich will, dass du
dies mit Ernst lehrst, damit alle,
die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht
sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützt
den Menschen.« (Titus 3,8)
Die Anklage gegen die Ungläubigen ist, dass sie »zu allem guten Werk untüchtig [sind]« (Titus
1,16). Timotheus wurde ermahnt: »Den Reichen in dieser
Welt gebiete … dass sie Gutes
tun, reich werden an guten Werken.« (1. Timotheus 6,17-18)
Und der Apostel Paulus betete
für uns alle, dass wir des Herrn
würdig leben, ihm in allen
Stücken gefallen und Frucht
bringen in jedem guten Werk
(Kolosser 1,10). Ferner wird uns
versichert, dass Gott uns »in Christus Jesus zu guten Werken [ge-
schaffen hat] … dass wir darin
wandeln sollen« (Epheser 2,10).
Er selbst hat diese Werke vorbereitet, gewirkt und aufbewahrt
für die, die auf ihn trauen (Psalm
31,20 unrev. Elberfelder). »Das
ist Gottes Werk, dass ihr an den
glaubt, den er gesandt hat.« (Johannes 6,29) Die guten Werke
werden also gelobt, und doch
können wir sie nicht tun. Sie
können nur von dem vollbracht
werden, der gut ist, und das ist
Gott. Sollte jemals etwas Gutes
in uns zu finden sein, dann nur
Gott, der in uns wirkt. Was er
tut, kann man nicht abwerten.
»Der Gott des Friedens aber, der
den großen Hirten der Schafe
aus den Toten heraufgeführt
hat durch das Blut eines ewigen
Bundes, unseren Herrn Jesus,
vollende euch in allem Guten,
damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor
ihm wohlgefällig ist, durch Jesus
Christus, dem die Herrlichkeit sei
von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen.« (Hebräer 13,20-21 Elberfelder)
Wer sind die Gerechten?
W
enn wir die häufige
Aussage lesen »Der Gerechte wird aus Glauben leben«
(Galater 3,11; vgl. Habakuk 2,4;
Römer 1,17; Hebräer 10,38), so
müssen wir eine klare Vorstellung davon haben, was das
Wort gerecht oder rechtschaffen bedeutet. Gerechtfertigt
werden aus Glauben bedeutet:
durch den Glauben gerecht gemacht werden. »Jede Ungerechtigkeit ist Sünde« (1. Johannes 5,17) und »Sünde ist die Gesetzesübertretung« (1. Johannes 3,4 Schlachter). Daher bedeutet Ungerechtigkeit »das Gesetz übertreten« und Gerechtigkeit »das Gesetz befolgen«. Wir
sehen demnach, dass der Gerechte jener ist, der das Gesetz
hält und dass »gerechtfertigt
werden« bedeutet, dass man zu
einem Täter des Gesetzes gemacht wird.
Gerecht leben – aber wie?
G
erechtigkeit ist das Ziel und
Gottes Gesetz ist der Maßstab. »Das Gesetz wirkt Zorn«,
»denn alle haben gesündigt«, und
daher »kommt der Zorn Gottes
über die Söhne des Ungehorsams«
(Römer 4,15; 3,23; Epheser 5,6 Elberfelder). Wie können wir nun Täter des Gesetzes werden und dem
künftigen Zorn, oder dem Fluch,
entrinnen? (Römer 2,13; Lukas 3,7)
Die Antwort lautet: »Der Gerechte
wird aus Glauben leben.« Aus Glauben, nicht aus Werken werden wir
zu Tätern des Gesetzes. »Wenn
man von Herzen glaubt, so wird
man gerecht.« (Römer 10,10) Dass
niemand in Gottes Augen durchs
Gesetz gerechtfertigt wird, ist offensichtlich. Woher nehmen wir das?
Hieraus: »Der Gerechte wird aus
Glauben leben.« Wenn Gerechtigkeit aus Werken käme, wäre sie
nicht aus Glauben; »wenn aber
durch Gnade, so nicht mehr aus
Werken; sonst ist die Gnade nicht
mehr Gnade.« (Römer 11,6 Elberfelder) »Dem aber, der mit Werken
umgeht, wird der Lohn nicht aus
Gnade zugerechnet, sondern aus
Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den,
der die Gottlosen gerecht macht,
dem wird sein Glaube gerechnet
zur Gerechtigkeit.« (Römer 4,4-5) Es
gibt keine Ausnahme, keine halben
Sachen. Es heißt nicht, dass einige
Gerechte aus Glauben leben werden oder dass sie aus Glauben und
Werken leben werden, sondern
einfach: »Der Gerechte wird aus
Glauben leben.« Das beweist, dass
es nicht durch eigene Werke geschieht. Alle Gerechten werden
und bleiben nur aus Glauben gerecht. Denn das Gesetz ist so heilig.
Es fordert mehr, als die Menschen
halten können; nur göttliche Kraft
kann ihm entsprechen. Daher nehmen wir aus Glauben den Herrn Jesus im Herzen auf, dann lebt er das
Gesetz vollkommen in uns aus.
Aus: Ellet J. Waggoner, Glad Tidings,
Oakland, Cal.: Pacific Press Publishing
Co. (1900), S. 53-55
Unser festes FUNDAMENT 6/2002
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Seele and Geist
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