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Hexenschuss, Ischias, Kreuzschmerzen – wie kann die

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Ausgabe 6
Juni 2014
RheinBlick
Hexenschuss, Ischias,
Kreuzschmerzen – wie kann
die Physiotherapie helfen?
Wem ist das Übel nicht auch schon begegnet? In gekrümmter
Haltung gehen die Mitmenschen umher und klagen über
«Hexenschuss», «Ischias» oder «Kreuzweh». Mussten Sie womöglich auch schon selbst ein solches Leiden erdulden? Die
Benennungen der Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule sind im Volksmund sehr unterschiedlich. Genauso vielfältig sind auch deren Ursachen. Der in der Medizin weit verbreitete Ausdruck «Low Back Pain» (LBP) beschreibt die
Schmerzen wohl am neutralsten.
Die verursachten Kosten sind nicht unerheblich: Sie werden
auf 7.4–9.2 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Die Regulation der Gesundheitskosten steht deshalb besonders bei
Rückenschmerzen im Fokus der Kostenträger.
Kreuzschmerzen sind eines der häufigsten Leiden weltweit.
In einer wissenschaftlichen Arbeit wurde 2012 gezeigt, dass
ungefähr 80% der Schweizer Rückenschmerzen kennen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik leiden 33% der Bevölkerung ab 15 Jahren nach eigener Aussage ein wenig und 10%
stark unter Rücken- oder Kreuzschmerzen.
Solche Schmerzen stehen nicht nur mit funktionellen Störungen und strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule in Zusammenhang, sondern auch mit psychosozialen Problemen
und sozioökonomischen Faktoren. Nicht nur anspruchsvolle
körperliche Arbeit, sondern auch das moderne Leben strapaziert den Rücken stark. Sitzende Tätigkeiten, monotone Arbeitsabläufe, Autofahren, Zeit- und Leistungsdruck, psychosoziale Einflüsse sowie die fehlende Bewegung in der Freizeit
haben einen zunehmend negativen Einfluss. Zudem zählen
die Genetik, das Geschlecht, der Tabakkonsum und das Alter
zu den Risikofaktoren.
Es wird zwischen spezifischen und unspezifischen Kreuzschmerzen unterschieden. Unspezifische Kreuzschmerzen
heilen in 80–90% der Fälle mit oder ohne Behandlung ab,
die Ursachen bleiben oft unklar. Spezifische Kreuzschmerzen
haben eine klar definierte strukturelle Ursache und müssen
entsprechend gezielt behandelt werden. Bei beiden soll der
Chronifizierung bestmöglich entgegengewirkt werden. Anhaltende Kreuzschmerzen sind deswegen frühzeitig medizinisch abzuklären und falls
Fortsetzung auf Seite 2 →
Liebe Leserin, lieber Leser
Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man
kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn
Zukunft kann man bauen.
(Antoine de Saint-Exupéry, 1900–1944)
Das Zitat des französischen
Fliegers und Schriftstellers
unterstreicht die Bedeutung von Wandel und Änderungen für zukünftige
Zeiten. Auch unsere Klinik
steht vor Veränderungen:
Die enge Kooperation mit
dem Kantonsspital Winterthur hat begonnen, Dr.
med. Adrian Forster hat als Chefarzt des Fachbereiches Rheumatologie und muskuloskelettale Rehabilitation seine Arbeit in Winterthur aufgenommen
und ich bin seit 1. April 2014 als neuer Chefarzt der
Klinik St. Katharinental tätig. Unterstützt werde ich
zusätzlich neu von Dr. med. Christoph Gorbach (Leitender Arzt) und von Anita Geser (Chefarztsekretärin).
Wir stellen uns Ihnen auf der letzten Seite vor.
Die Behandlung von Rückenerkrankungen ist einer
unserer medizinischen Schwerpunkte. Unser Physiotherapeut Fabian Gnädinger beschreibt in seinem
Artikel die Therapiestandards und das physiotherapeutische Vorgehen bei lumbalen Rückenschmerzen.
Die Qualitätsentwicklung und -messung als auch die
Umsetzung des neuen Tarifsystems ST Reha werden
uns in Zukunft noch mehr beschäftigen. Ulrike Beckmann berichtet über die aktuell bereits obligatorische Datenerhebung zur Qualitätsmessung ANQ
sowie die Erhebung der Pilotdaten für das neue Tarifsystem.
«Von der Höll ins Paradies» ist keine Hoffnung für die
Zukunft, sondern die Beschreibung eines attraktiven
Wanderweges durch unsere wunderschöne Gegend,
welche Sie als Textauszug von Hannes Stricker in
dieser Ausgabe finden werden.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen des
RheinBlicks!
Rumpfstabilisation mit einer Langhantel, nachdem der Patient die Bewegungskontrolle beherrscht
Fortsetzung Artikel «Hexenschuss» S. 2
Von der Höll ins Paradies
S. 3
Datenerhebung in KSK
Fortbildungsprogramm
S. 4
S. 3
Dr. med. Patric Gross
Chefarzt
erforderlich zu behandeln. Die Physiotherapie hat dabei eine
nicht unwesentliche Rolle. Physiotherapeuten mit entsprechender Aus- und Weiterbildung verfügen bei uns nicht nur
über ein breites medizinisches Wissen, sondern sind Spezialisten für den Bewegungsapparat und pflegen klinikintern
und mit unseren Zuweisern die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ein Grossteil der Patienten kann bereits im Rahmen
einer ambulanten Physiotherapie erfolgreich behandelt werden. Bei komplexen und anhaltenden Beschwerden kann
eine stationäre Rehabilitation indiziert sein.
Ob im ambulanten oder stationären Setting, für uns Physiotherapeuten stehen am Anfang der Behandlung immer die
Befundaufnahme und die Zielsetzung mit dem Patienten. Die
physiotherapeutische Befundaufnahme ist die Grundlage für
den weiteren Denk-, Entscheidungs- und Handlungsprozess,
das sogenannte Clinical Reasoning. Dieses bezeichnet also die
Gedankenvorgänge und die Entscheidungsfindung während
des therapeutischen Handelns. Physiotherapeuten lernen
während ihrer Ausbildung und mit zunehmender Erfahrung,
klinische Muster zu erkennen. Damit gelingt es ihnen, die
Behandlung optimal zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die Behandlungshypothesen werden fortlaufend kritisch überprüft und bei Bedarf angepasst. Mittels in den Behandlungsprozess integrierter, standardisierter Assessments
versucht der Physiotherapeut, die Hypothesen zusätzlich zu
bestätigen. Diese Erhebungen vermögen ein Problem qualitativ und quantitativ zu objektivieren, dienen als Verlaufskontrolle und vereinfachen die Kommunikation mit anderen
beteiligten Berufsgruppen. Ein Beispiel für ein solches Assessment ist die Testbatterie, welche von Prof. H. Luomajoki an
der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
(ZHAW) entwickelt wurde. Bei dieser werden Dysfunktionen
der Bewegungskontrolle (Movement Control) bei Patienten
mit lumbalen Schmerzen erfasst und objektiviert.
Der Untersucher bewertet dabei sechs Bewegungstests als positiv oder negativ. Bei einem positiven Test kann der Patient
die instruierte Bewegung nicht ausreichend kontrollieren.
Daraus resultiert ein Score von null bis sechs Punkten. Je mehr
Punkte der Patient erreicht, desto schlechter ist die Bewegungskontrolle. Aus diesen Informationen gewinnen wir
weitere Erkenntnisse, welche uns ermöglichen, die Therapie
optimal auf den Patienten abzustimmen und dessen Wahrnehmung gezielt zu schulen.
Die Nutzung solcher Informationen wurde mit der Einführung
unseres Klinikinformationssystems (KISIM) deutlich verbessert. Die interdisziplinäre Therapieplanung wird dadurch
vereinfacht und jeder Beteiligte aus den verschiedenen
Berufsgruppen hat nun jederzeit Zugriff auf die benötigten
Daten.
Nach der Befundaufnahme und der Hypothesenbildung werden in Absprache mit dem Patienten, und bei Bedarf mit den
Angehörigen oder Betreuungspersonen, die Behandlungsziele festgelegt und die Behandlung geplant. Im Fokus der Physiotherapie stehen die Wiedererlangung der alltäglichen
Funktionen sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Dem
Physiotherapeuten stehen zahlreiche Behandlungstechniken
zur Verfügung, welche je nach Problemstellung und Individualität des Patienten genutzt werden. Zudem wird informiert, geschult und beraten. Als Fachleute erachten wir die
Erhöhung der individuellen Belastbarkeit als wichtigste Voraussetzung, damit der Patient den Alltag wieder erfolgreich
meistern kann. Beim akuten Rückenschmerz sind die Zeiten
der wochenlangen Bettruhe definitiv vorbei. Es gilt Aktivität
statt Passivität.
Je nach Aktivitätsniveau des Patienten wird die Intensität der
Rehabilitation über die Wahl des Behandlungspfades und die
Anzahl Therapien gesteuert (siehe Tabelle). Die Trainingsintensität wird an die Diagnose, die Belastbarkeit, die Rehabilitationsziele und den Verlauf angepasst. Im Rahmen der Einzeltherapie, verschiedener Gruppentherapien oder der
medizinischen Trainingstherapie werden Grundlagen erarbeitet, welche das Beschwerdebild des Patienten positiv beeinflussen. Zusätzlich schulen wir die Betroffenen bezüglich
ergonomischem Verhalten im Alltag und bieten wenn nötig
ein arbeitsspezifisches Training an.
Es ist es uns ein Anliegen, dass nach einem stationären Aufenthalt eine optimale Weiterführung der Physiotherapie
gewährleistet ist. Wir organisieren zusammen mit dem Patienten die weiteren Massnahmen und lassen dem nachbehandelnden Physiotherapeuten alle nötigen Informationen
zukommen. Entscheidend für den Erfolg der Therapie sind
aber nicht nur die richtigen Behandlungstechniken und das
Training vor Ort, sondern auch das Fortsetzen des individuellen Übungsprogrammes und die konsequente Umsetzung
des Verhaltenstrainings im Alltag.
Unabdingbare Voraussetzung sind natürlich immer der Wille
und die Kooperationsbereitschaft des Betroffenen – ohne
Fleiss kein Preis. Es liegt uns deswegen am Herzen, den Patienten für die Ziele und die Massnahmen zu deren Erreichung bestmöglich zu gewinnen. Dazu ist uns nicht nur ein
überzeugender sachlicher, sondern auch ein angemessener
emotionaler Austausch wichtig.
Fabian Gnädinger
Physiotherapeut
Stationäre
Behandlungspfade bei Kreuzschmerzen
Therapien pro Woche
Ziel
Komplexität
Belastbarkeit
Schmerzverarbeitung
Arbeitsspezifität
• geheilteWunden
• gesichertesOperationsresultat
• verbessertesFunktionsniveau
• verbessertesAktivitätsniveau
• erhöhteSelbständigkeit
• RückkehrnachHause
• verbesserteKondition
• gesteigerteBelastbarkeit
• verbesserteKraftundAusdauer
• verbesserteMobilität/Ergonomie
• erhöhteSelbständigkeit
• RückkehrnachHause
• verbesserterUmgangmitchronischen
Schmerzen
• gesteigerteBelastbarkeitauf
Aktivitäts- und Partizipationsebene
• verbesserte/realistische
Selbsteinschätzung
• KennenundAnwendenvon
Bewältigungsstrategien
• gesteigerteArbeitsfähigkeit
Beruf/Haushalt
• verbessertesVerständnisbezüglich
Umgang mit chronischen Schmerzen
• verbesserte/realistische
Selbsteinschätzung
• gesteigerteBelastbarkeitauf
Aktivitäts- und Partizipationsebene
• Beherrschenkörperlichschonender
Arbeitstechniken
Bis 13 Therapien
• bis5spezifischeEinzeltherapien
• bis12Gruppentherapien(z.B.
Wassergruppe, Ausdauergruppe,
Medizinische Trainingstherapie,
Gehtraining, Heimgymnastikgruppe,
Schulung «Gesund leben»)
Bis 28 Therapien
• bis5spezifischeEinzeltherapien
• bis26Gruppentherapien(z.B.
Wassergruppe, Aquafitgruppe,
Ausdauergruppe, Medizinische
Trainingstherapie, Nordic Walking
Gruppe, Entspannungsgruppe,
Heimgymnastikgruppe, Sauna zur
Regeneration, Ergonomie-Schulung)
Bis 28 Therapien
• bis5spezifischeEinzeltherapienund
psychologische/ergotherapeutische
Behandlungen nach Bedarf
• bis26Gruppentherapien
(z.B. Workshops Schmerzverarbeitung,
Ergonomie-Schulung, Wasser- und
Aquafitgruppe, Ausdauergruppe,
Medizinische Trainingstherapie,
Nordic Walking Gruppe,
Entspannungsgruppe, Heimgymnastikgruppe, Sauna zur Regeneration)
Bis 21 Therapien
• bis5Einzeltherapien(exkl.Testungen
der arbeitsspezifischen Belastbarkeit)
• bis16Gruppentherapien(z.B.
Arbeitsspezifisches Training, Medizinische
Trainingstherapie, diverse
Ausdauertrainings, Ergonomie-Schulung,
Workshops Schmerzverarbeitung,
Entspannungsgruppe, individuelles
Selbsttraining, Sauna zur Regeneration)
Datenerhebung zur Qualitätssicherung
und zur Erarbeitung leistungsabhängiger
Tagespauschalen
An der Klinik St. Katharinental erheben wir seit anfangs 2014
Daten zur Qualitätsmessung (ANQ) und zur Erarbeitung leistungsgerechter Tagespauschalen (PCS).
Der nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern
und Kliniken (ANQ) ist aus dem Zusammenschluss der nationalen Gesellschaft für Qualitätssicherung KIQ und dem
interkantonalen Verein für Qualitätssicherung und -förderung IVQ entstanden. Der ANQ und die nationalen Trägerorganisationen H+, GDK, santésuisse und die eidgenössischen
Sozialversicherer (UV, IV, MV) regeln mit dem nationalen Qualitätsvertrag die Finanzierung und Umsetzung der Qualitätsmessungen gemäss den Vorgaben des ANQ. Diese Messungen
sind für die Institutionen des Gesundheitswesens obligatorisch. Die Ergebnisse der Messungen werden in der Charité in
Berlin ausgewertet.
Das Patientenklassifikationssystem (PCS) bildet die Intensität
der Behandlung über die durchschnittlichen Behandlungskosten und die Art der Behandlung über fachbereichspezifische PCS-Raster ab und soll die Grundlage für die künftigen
leistungsgerechten Tagespauschalen sein. Für die Auswertung
der Ergebnisse ist die ZHAW in Winterthur zuständig.
Seit dem 01.01.2014 nehmen wir in der Rehabilitation diese
von ANQ und PCS vorgeschriebenen Messungen vor. Dies erhöht für die einzelnen Fachbereiche den administrativen
Aufwand. Um diesen so gering wie möglich zu halten, stehen
alle Frage- und Erhebungsbogen elektronisch zur Verfügung.
Mit einer eigens dafür installierten Software werden die Daten erfasst, ausgewertet und an die Charité in Berlin und die
ZHAW versandt.
Es bedarf besonderer Sorgfalt und Disziplin von Seiten des
Personals, um bis Austritt des Patienten seinen Datensatz
komplett zu erheben. Die Auflagen sind streng und die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Erhebung vollständiger
Datensätze anspruchsvoll ist. Die Datenqualität muss noch
verbessert werden. Es ist zu hoffen, dass die erzielten Ergebnisse zur Qualitätsverbesserung und zu einer adäquaten Tarifstruktur in der Rehabilitation beitragen werden.
Ulrike Beckmann
Pflegedirektorin
Es werden folgende Daten erhoben:
Während Rehabilitation:
Ärztlicher Dienst:
- Cumulative Illness Rating Scale (CIRS), Erhebung
bei Ein- und Austritt
- Zielvereinbarung und Zielerreichung, Erhebung
bei Ein- und Austritt
- Leistungen pro Patient pro Woche in Minuten
Therapeutische Dienste:
- Schmerzskala, Erhebung einmal wöchentlich
- Leistungen pro Patient pro Woche in Minuten
Pflegedienst:
- Health Assessment Questionnaire (HAQ), Erhebung
einmal wöchentlich
- Soziodemographische Daten, Erhebung einmalig
- Leistungen pro Patient pro Woche in Minuten
Nach Rehabilitation:
•Zufriedenheitsmessungbeiallenausgetretenen
Patienten über 2 Monate
Qualitätsmessungen: Selbständige wöchentliche Dateneingabe durch die
Patienten am Tablet-PC
Von der Höll ins Paradies
Die Wiedergabe der nachfolgenden Wegbeschreibung aus
dem Wanderbuch «Von der Höll ins Paradies: Ausflüge statt
Fernflüge» (Seite 99) wurde freundlicherweise vom Autor
Hannes Stricker genehmigt.
Durch den Schaarenwald ins Paradies:
Es ist wirklich ein schöner Pfad, der von Diessenhofen ins Paradies führt, zu jeder Jahreszeit. Am Wegweiser am Bahnhof
steht: Katharinental 20 min. Über den sehr originellen Schulplatz erreicht man eindrückliche Reste der mittelalterlichen
Stadtmauer. Sehenswert sind aber auch der Siegelturm (1546),
das Stoffdruck- und Roesch-Museum und der restaurierte
Unterhof mit Palas, ursprünglich aus dem 12. Jh. Die gedeckte Holzbrücke über den Rhein wurde 1799 von den Russen
zerstört, 1814–1818 neu gebaut und 1945 renoviert nach einer
amerikanischen Bombardierung.
Der Rheinpromenade entlang geht’s flussabwärts. In den
Wiesen darf es noch zirpen: Ein gutes Zeichen! In der Klinik
St. Katharinental empfiehlt sich eine Besichtigung der prächtigen Klosterkirche im vorarlbergisch-schweizerischen Barock
(1732–1735). Für das leibliche Wohl bietet sich ein Besuch in
der Cafeteria direkt am Rheinufer an. Anschliessend folgt man
dem Reservats-Lehrpfad unmittelbar dem Rheinufer entlang,
mal auf- dann wieder abwärts, bei Hochwasser ausweichend
auf die Waldstrasse, begleitet von einem vielfältigen Vogelkonzert. Der Rastplatz «Mörderbuck» wurde mit interessanten
Info-Tafelnmöbliert:Themen:Rheinkastell1798/99,Schaarenwies, Geologie Schaarenwald, Pirol, Eisvogel, Waldschnepfe, Wildsau, Amphibien, Ringelnatter, Moschusbock und Perlmutterfalter als Bewohner desselben: Eindrücklich! Das
Naturschutzgebiet Schaarenwies ist so bekannt, dass man so-
Blick von der Höll Richtung Paradies
gar mobile WC-Anlagen aufstellen musste, um eine menschliche Überdüngung verhindern zu können. Am unteren Ende
des Badeplatzes blühen die seltenen Iris sibirica im Mai, evtl.
Juni. An einer schönen Blumenwiese vorbei erreicht man den
Badeplatz Petriwiese und über einen kleinen Hügel die Klostermauer Paradies. Das ehemalige Klarissinnenkloster ist
heute ein Ausbildungszentrum. Die Barockkirche (1726) ist
wirklich sehenswert. Der Wanderweg nach Schaffhausen liegt
auf der rechten Rheinseite (1h Fähre). Spannender ist nach
einem Halt in der Gartenwirtschaft direkt am Wasser eine
Fortsetzung zum Kohlfirst (1h 10min, sensationeller Aussichtsturm) und nach Feuerthalen.
Der Weg zur Station Schlatt ist kurz. Wenn man durch den
Schaarenwald zurück wandern möchte, ist vor allem das restaurierte «Rheinkastell» mit Biotop sehenswert, ein imposanter Wall. Die andern Naturschutzgebiete sind nicht zugänglich.
Zu kaufen sind die von Hand beschriebenen und aquarellierten Wanderbücher von Hannes Stricker in der Cafeteria am
Rhein der Klinik St. Katharinental, Telefon 052 631 67 25.
Lena Herzog
Administration Hotellerie
Kurz gemeldet
Bilderausstellung:
Bis Juli 2014 stellt René Bernet aus Kesswil seine Bilder im
Südkorridor (1. Stock) der Klinik St. Katharinental aus. Die
Bilder werden aus handgeschöpftem Papier aus dem Heilpflanzentrester der Firma Ceres Heilmittel AG hergestellt.
Alle Patienten und Besucher sind herzlich zur Ausstellung
eingeladen. In der Cafeteria am Rhein können Abzüge in
Form von Grusskarten gekauft werden.
Geniessen Sie die Ausstellung und staunen Sie über die
Details – viel Vergnügen.
Öffnungszeiten Klosterkirche St. Katharinental
Von April 2014 bis September 2014:
Dienstag und Mittwoch 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr.
Während der Öffnungszeiten wird in der Regel
um 15 Uhr eine öffentliche Führung angeboten.
Dr. med. Patric Gross,
Chefarzt
Aufgewachsen bin ich
in Winterthur, mein
Medizinstudium absolvierte ich in Zürich.
Bereits früh lagen meine medizinischen Interessen im Bereiche des
Bewegungsapparates. Meine Weiterbildung
zum Facharzt Rheumatologie resp. Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Innere
Medizin führte mich bereits 1998 als Assistenzarzt erstmals nach Diessenhofen und später
Dr. med. Christoph
Gorbach,
Leitender Arzt
Aufgewachsen bin ich
im Kanton St. Gallen.
In meiner Jugendzeit
bin ich als Patient mit
den Möglichkeiten und Erfolgen der manuellen Behandlung in Berührung gekommen,
welche mich seither fasziniert. So habe ich
nach Absolvierung des ersten Propädeutikums
an der Universität Zürich während vier Jahren
in Kanada Chiropraktik studiert. Nach meiner
Anita Geser,
Chefarztsekretärin
Seit Dezember 2013
arbeite ich als Chefarztsekretärin in der
Klinik St. Katharinental. Die Arbeit ist durch
den direkten Patientenkontakt, die verschiedensten administrativen Aufgaben und die
Teamführung sehr abwechslungsreich. Die Re-
nach Zürich an die Rheumaklinik im USZ und
an die Schulthessklinik. Nach vier Jahren Oberarzttätigkeit an der Rheumaklinik in Winterthur mit Aufbau einer sportmedizinischen
Sprechstunde wechselte ich 2005 erneut ans
USZ als Oberarzt. Dort leitete ich den Bereich
interventionelle Schmerztherapie bis Ende
2010. Gleichzeitig nahm ich eine rheumatologische Teilzeit-Praxistätigkeit mit drei Grundversorgern in Effretikon auf.
Neben einer Ausbildung in Manueller Medizin,
Sportmedizin und Ultraschall des Bewegungsapparates absolvierte ich eine Ausbildung in
interventioneller Schmerztherapie.
Zusätzlich brachte mir ein Nachdiplomstudium
an der ZHAW (MAS Managed Health Care) einen
umfassenden Blick auf das Gesundheitswesen.
Mit der Tätigkeit als Medizinischer Leiter bei
WintiMed AG (2008–2010) konnte ich diesen
noch erweitern und meine erwobenen Managementfähigkeiten als Mitglied der Geschäftsleitung auch anwenden.
Seit 2011 arbeite ich als Leitender Arzt in der
Klinik St. Katharinental im ambulanten und
stationären Bereich der Rehabilitation und zusätzlich als Konsiliararzt Rehabilitation im
Kantonsspital Frauenfeld. Auf April 2014 wurde
ich von der Geschäftsleitung der Spital Thurgau
AG zum Chefarzt Rehabilitation gewählt. Die
grosse Vielfalt der Patienten, das interdisziplinäre Arbeiten sowie die Weiterbildung und das
Teaching gefallen mir sehr gut. Ich freue mich
auf meine neue Aufgabe als Chefarzt im Katharinental.
Mit meiner Partnerin lebe ich in Winterthur. Ich
koche, reise und bewege mich gerne, vorzugsweise auf dem Fahrrad, und hoffe auch weiterhin die schöne Strecke nach Diessenhofen
möglichst oft auf zwei Rädern zurücklegen zu
können.
Rückkehr in die Schweiz arbeitete ich drei Jahre als Chiropraktor in einer Privatpraxis. Während dieser Zeit erwachten in mir der Wunsch
und das Interesse, mein Wissen über die Schulmedizin weiter zu vertiefen. 2002 erlangte ich
das eidgenössische Arztdiplom. Da mein Interesse nach wie vor dem Bewegungsapparat
galt, entschied ich mich für die Facharztausbildung in Rheumatologie an der Universität
Zürich.
Als Assistenzarzt arbeitete ich in verschiedenen
Spitälern der Region Zürich: Orthopädie Universitätsklinik Balgrist, Innere Medizin Spital
Limmattal, Rheumatologie Triemlispital, Inne-
re Medizin Kantonsspital Baden, Rheumatologie Schulthess Klinik und Rheumatologie Universitätsspital Zürich.
2007 promovierte ich mit einer Arbeit über Facettengelenkinfiltrationen. Den Facharzttitel
FMH erlangte ich 2010. Da die Klinik St. Katharinental eine lange Tradition in der konservativen und insbesondere in der interventionellen Behandlung des Bewegungsapparates hat
und auch viele Patienten mit entzündlichen
rheumatologischen Leiden betreut werden,
habe ich mich 2011 entschieden, hier als Oberarzt zu arbeiten. Parallel zu dieser abwechslungsreichen Arbeit habe ich an der Uniklinik
Balgrist die Sprechstunde für chiropraktische
Medizin aufgebaut und unterrichte in diesem
Fach an der Universität Zürich im Rahmen eines
Lehrauftrages. Da mir das Arbeiten hier in Diessenhofen sehr gefällt, freue ich mich nach drei
Jahren Spagat zwischen hier und Zürich auf die
Herausforderung, welche die Stelle als Leitender Arzt bietet.
Meine Leben besteht aber nicht nur aus Arbeit.
Ich geniesse mit meiner Freundin und mit Kollegen die Natur, treibe sehr gerne Sport, koche
gerne und schätze ein gutes Glas Wein. Daneben schaue ich mir auch mal einen Film an
oder verbringe meine freie Zeit mit Lesen.
gion Diessenhofen, der Rhein und die grüne
Umgebung sind mir schon seit vielen Jahren
bekannt, bin ich doch im nahegelegenen
Stammertal aufgewachsen. So bin ich auch
noch heute sehr gerne in der Natur unterwegs,
sei es auf den Ski, mit dem Velo, den Inlineskates oder beim Wandern.
Nach der obligatorischen Schulzeit habe ich die
Ausbildung zur Pflegefachfrau gemacht und
bereits währenddessen haben mich die notwendigen administrativen Arbeiten vor, wäh-
rend und nach einem Spitalaufenthalt sehr interessiert. Deshalb habe ich bald nach der
Diplomübergabe die Ausbildung zur Arztsekretärin absolviert und das Röntgendiplom für die
Arztpraxis erworben. Nach mehrjähriger Berufstätigkeit in einer Hausarzt- und Rheumatologiepraxis habe ich weitere Berufserfahrung
im administrativen Bereich gesammelt und
das Arbeitsfeld klinischer Studien in der Rheumatologie kennengelernt. Später arbeitete ich
einige Jahre in einer Privatklinik im Bereich der
Patientenaufnahme, OP- und Bettendisposition. In bisher jedem gearbeiteten Bereich habe
ich erfahren und gelernt, dass die Patienten im
Zentrum stehen. Genau diese Begegnungen
mit verschiedenen Berufsgruppen und Kunden
mit einem gemeinsamen Ziel machen für mich
die Arbeit im medizinischen Umfeld immer
wieder herausfordernd und spannend.
Die Klinik St. Katharinental ist in den historischen
Räumen des ehemaligen Dominikanerinnenklosters
beheimatet. Als Betrieb der Spital Thurgau AG bieten
wir ein qualitativ hochwertiges Spektrum von
Gesundheitsleistungen.
→ Rehabilitation, stationär und ambulant
→ Langzeitpflege
→ Ärztliches Ambulatorium
→ Physio- und ergotherapeutisches Ambulatorium
Klinik St. Katharinental
8253 Diessenhofen
T +41 (0) 52 631 60 60
F +41 (0) 52 631 60 61
www.stgag.ch
Impressum
Newsletter der Klinik St. Katharinental
Erscheinungsweise: Zweimal jährlich
Ausgabe Juni 2014
Herausgeber: Klinik St. Katharinental,
8253 Diessenhofen
Redaktion: Nicole Solenthaler, nicole.solenthaler@stgag.ch
Elektronischer Download unter www.stgag.ch
Möchten Sie unseren Newsletter nicht mehr oder bevorzugt
in elektronischer Form erhalten, bitten wir um Mitteilung
an info.ksk@stgag.ch
Fortbildungsprogramm
Medizinische Fortbildung
in der Klinik St. Katharinental
Ort: Konvent
Neu jeweils Donnerstag, 16.30 bis 17.30 Uhr
(ausser Ferien und Feiertage)
Nächste Veranstaltungen:
Symposium vom Donnerstag, 12. Juni 2014, 17 bis 20 Uhr,
Kantonsspital Frauenfeld, Vortragssaal Etage P
«Fragilitätsfrakturen – der interdisziplinäre Behandlungsweg geriatrischer Patienten»
Programm
17.00
Begrüssung: PD Dr. Ralph Zettl
26. Juni
Grundlagen der Hygiene
Frau Karin De Martin, Hygienefachfrau STG AG
17.10
Orthopädische Besonderheiten der
Fragilitätsfrakturen
Referent: PD Dr. Ralph Zettl
24. Juli
Fragilitätsfrakturen bei geriatrischen Patienten
PD Dr. med. Ralph Zettl, Chefarzt Orthopädie, KSF
17.30
Perioperative Optimierung des geriatrischen
Patienten
Referent: PD Dr. Alex Dullenkopf
21. August
«Fragebögen in der Klinik» von der Entwicklung bis
zum Einsatz
Dr. Jaap Swanenburg, Leiter Physiotherapie-Forschung,
Uniklinik Balgrist
17.50
Postoperatives Delir: erkennen, behandeln,
vermeiden
Referent: Dr. Vinzenz Mühlstein
18.10
Rehabilitation nach Stürzen
Referenten:Dr.PatricGross/InaKoppermann
18.30
Behandlung der geriatrischen Patienten:
State of the art und Studienlage
Referentin: Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari
18.50
Diskussion
19.00
Apéro
11. September
Diagnostik und Abklärung von Rückenerkrankungen
Dr. med. Patric Gross, Chefarzt Klinik St. Katharinental
16. Oktober
Demenz
PD Dr. med. Bernd Ibach, Leitender Arzt Alterspsychiatrie
PKM und Klaus Engel, Heimleiter Langzeitpflege
Klinik St. Katharinental
Anmeldung
Gerne per Mail: seraina.von-salis@stgag.ch
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Seele and Geist
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