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Ein wundervoller Flug... und weniger wundervolle Fotos. Wie - SHV

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Ein wund
wundervoller Flug... und
d weniger wundervolle
u
Fotos.
werden Enttäuschungen vermieden? Wie ge
gelingen
Wie werd
perfekte Gleitschirmfotos? Kniffe vermitteln ist nicht einfach.
Übung macht den Meister.
Martin Scheel
www.azoom.ch
Un vol magnifique… et des photos moins magnifiques.
Comment éviter les déceptions? Comment réussir des photos
de vol parfaites? Pas facile de donner des combines. C’est en
forgeant qu’on devient forgeron.
Martin Scheel
www.azoom.ch
Die Technik – in Kürze
La technique en bref
Verschlusszeit:
La vitesse d’obturation:
Bei Sportaufnahmen muss die Verschlusszeit kontrolliert werden
(= Blendenautomatik). Damit wird sichergestellt, dass schnell bewegte Objekte scharf oder absichtlich verwischt abgebildet werden.
Ausserdem schützt eine kurze Verschlusszeit vor Verwacklung.
Entscheidend ist, wie schnell sich ein Detail über welchen Anteil des
Sensors bewegt.
− Start (schräg von vorne): Eine Verschlusszeit von 1/800 Sekunde
hat sich bewährt. Da kann auch mitgezogen werden, ohne dass
gleich alles unscharf wird.
− Vorbeiflug: Wenn der Pilot nahe am Fotografen vorbeifliegt, allenfalls noch in einer Pendelbewegung, dann muss eine sehr kurze
Verschlusszeit gewählt werden. Mindestens 1/1000 Sek.!
− Wischeffekt: Hier gilt: Wenn schon, dann! Bei einem Start von der
Seite aufgenommen, kann 1/10 – 1/30 Sek. ausprobiert werden.
Plus allenfalls ein Blitzimpuls.
− Verwackeln: Die Regel heisst «Zeit gleich Umkehrwert der Objektivlänge», z.B. 1/50 Sek. bei 50 mm. Ich gehe jedoch lieber auf die
sichere Seite und nehme 1/100 Sek. Einhändig im Flug fotografiere ich bei Weitwinkelaufnahmen mit 1/1250 Sek. Selbst mit ImageStabilizer brauche ich bei einem 70-mm-Objektiv 1/1000 Sek. oder
mehr, um in schwierigen Körperhaltungen ein scharfes Bild zu
erhalten.
Blende:
Mit der Blendenvorwahl (= Zeitautomatik) kann die Tiefenschärfe
gesteuert werden. Die Tiefenschärfe ist zusätzlich auch von der
Objektiv-Brennweite abhängig. Grundsätzlich gilt: Bei vielen Fotos ist
zu viel auf dem Bild scharf. Verwendet wird die Blendenvorwahl:
− Für Portraits: Optimal ist ein Objektiv von 100 mm mit einer Blende von 2,8 bis 4.
− Für Objekte, die sich scharf von einem unscharfen Vorder- oder
Hintergrund abzeichnen sollen (z.B. Gurtzeug/Pilot im Flug, 200
mm/2,8).
Blitz:
Der richtige Einsatz des Blitzes hilft in verschiedenen Situationen:
− Aufhellblitz bei strahlender Sonne (sind sonst alle abgeschatteten
Stellen zu dunkel und können nur schlecht mit dem Filter «Tiefen/
Lichter» erhellt werden).
− Schärfe bei Wischeffekten: Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang (ausser bei Autoscheinwerfern) einstellen, damit der
unscharfe Schweif hinter dem scharf angeblitzten Objekt zu liegen
kommt! Bei Startaufnahmen im Schatten oder am Abend einfacher (wegen mangelnder Blitzleistung).
− Schärfe bei zu dunklen Lichtverhältnissen: Der Blitz bringt
scharfe, angeblitzte Objekte.
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Swiss Glider | 2008 | 6
Pour des photos de sport, on doit contrôler le temps d’ouverture du
diaphragme (= réglage automatique du diaphragme). Ainsi, on s’assure
que des objets qui se déplacent rapidement sont nets ou volontairement flous. Une vitesse d’obturation rapide permet également d’éviter
les «bougers». Ce qui est déterminant, c’est à quelle vitesse et sur
quelle partie du capteur se déplace un détail.
− Décollage (en biais par devant): une vitesse de 1/800 seconde a
fait ses preuves. On peut suivre le mouvement sans que tout ne
devienne flou.
− Passage en vol: si le pilote passe près du photographe, éventuellement dans un mouvement pendulaire, il faut une vitesse d’obturation très rapide, au moins 1/1000 de seconde!
− Effet de mouvement: surtout, ne pas hésiter! Pour un décollage pris
de côté, on peut essayer 1/10 à 1/30 s et rajouter éventuellement
une impulsion du flash.
− Eviter les flous: la règle, c’est une vitesse au moins égale à
l’inverse de la focale, par ex. 1/50 de seconde pour 50 mm. J’ai
pourtant tendance à assurer, et opte pour 1/100 de seconde. Pour
des photos en vol et d’une seule main avec un grand angle, j’opte
pour 1/1250 de seconde. Même avec un stabilisateur d’image et
un objectif de 70 mm, j’ouvre à 1/1000 de seconde ou plus, afin
d’obtenir une photo nette même quand elle est prise dans une
position difficile.
Le diaphragme:
On peut gérer la netteté de profondeur par le réglage du diaphragme
(= réglage automatique de la vitesse). La netteté de profondeur dépend
également de la distance focale de l’objectif. En principe, sur beaucoup
de photos, trop d’éléments sont trop nets. On utilise le mode priorité
diaphragme pour:
− Les portraits: l’idéal est un objectif de 100 mm et un diaphragme de
2,8 à 4.
− Pour les objets qui doivent se distinguer nettement d’un avant ou
d’un arrière-plan flou (par ex. pilote/sellette en vol, 200 mm/2,8).
Le flash:
La bonne utilisation du flash est une aide précieuse dans différentes
situations:
− Eclaircir quand le soleil est rayonnant (sinon, les zones d’ombre
sont trop sombres et ne peuvent pas être bien éclaircies à l’aide du
filtre «Renforcement/Accentuation»).
− Netteté sur effet de mouvement: régler le flash sur le deuxième
temps d’ouverture (sauf pour les phares de voitures), afin que la
traînée floue derrière l’objet flashé soit masquée. C’est plus simple
pour des photos de décollage à l’ombre ou le soir, à cause de la
faible performance du flash.
Martin Scheel / azoom.ch
Giorgio Sabbioni
Martin Scheel an der Arbeit. Martin Scheel en plein travail. | Andy Aebi über Poggio Bustone (Blende 4, 1/1250 Sek., 80 mm). Andy Aebi au-dessus de Poggio Bustone, en Italie
(diaphragme 4, 1/1250 s, 80 mm).
− Ausleuchten ganzer Räume: Direkter Blitz = hart, indirekter Blitz
= langweilig. Eine «Verteilhaube» (Diffusor) hilft eine natürliche
Ausleuchtung zu erzielen.
Empfindlichkeit:
Je höher diese ist, desto weniger Licht muss auf den Chip fallen,
desto grobkörniger (Rauschen) wird aber das Bild. Für Landschaftsaufnahmen, die im Format A3 gedruckt werden sollen (das typische
Gleitschirmposter ist eigentlich eine Landschaftsaufnahme), sollte
mit den heutigen Kameras nicht mit mehr als 200 ASA gearbeitet
werden. Am Abend, an einer Party, stelle ich ausnahmsweise auch
mal 800 ASA ein. Die Gesichter sind dann aber nicht mehr schön.
Farbtemperatur:
5000 – 5500 Kelvin gelten als natürliches Licht. Bei Bewölkung
sind’s 6000 und im Schatten 7000 und mehr. Künstliches Licht hat
zwischen 2500 und 4500 K. Stellen wir nun aber die «richtige» Farbtemperatur ein, zerstören wir die natürliche Wirkung. Die Automatik
moderner Kameras stellt die «richtige» Farbtemperatur sehr zuverlässig ein. Beim Nachbearbeiten korrigiere ich die Farbtemperatur
sehr selten.
− Netteté dans des conditions trop sombres: les objets flashés sont
plus nets.
− Eclairage de pièces entières: le flash direct est trop dur, le flash
indirect ennuyeux. Des diffuseurs permettent d’obtenir une lumière
plus naturelle.
La sensibilité:
Plus elle est élevée, moins le film ou capteur nécessite de lumière,
mais plus le grain de la photo est gros. Pour des paysages imprimés
au format A3 (un poster de parapente typique est un paysage), on
ne devrait pas utiliser plus de 200 ASA avec les appareils modernes.
Exceptionnellement le soir, pour une fête, je peux mettre du 800 ASA.
Mais les visages ne sont alors plus très beaux.
La température de couleur:
5000 à 5500°K correspondent à une lumière naturelle. Par temps nuageux, on a 6000, à l’ombre 7000 et plus. Une lumière artificielle donne
2500 à 4500°K. Cependant, si on règle la température de couleur «correcte», on neutralise l’effet naturel. Un appareil moderne règle automatiquement la «bonne» température de couleur. Lorsque je retouche les
photos, je ne corrige que très rarement la température de couleur.
6 | 2008 | Swiss Glider
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Die Ausrüstung
Wer langfristig gute Fotos gross publizieren möchte, sollte an der
Qualität der Ausrüstung nicht sparen. Die Qualität, insbesondere der
Objektive, ist nicht auf den ersten Blick sichtbar. Schärfe, Vignettierung und Brillanz eines Bildes hängen nicht nur vom Licht, sondern
auch von der Abbildungsleistung des Objektivs ab. Die Anzahl Pixel
der Kamera spielt hingegen nicht die Rolle, die ihr in der Werbung
angehängt wird. Eine gute Kamera hilft aber bei der Arbeit.
Die Kamera:
Knipser oder Body mit Wechselobjektiven?
Bei den Knipsern gibt’s nur eine kleine Auswahl an Modellen, bei
denen Zeit und Blende eingestellt werden kann – und dies nur sehr
umständlich. Für den motivierten Amateur wie jeden Profi ist deswegen klar: Eine Spiegelreflex mit Wechselobjektiven. Der Sucher ist
besser, die Kamera kann richtig gehalten werden, die Objektive sind
austauschbar und qualitativ besser (jedenfalls die teuren).
Knipser:
Bei Knipsern muss immer noch auf die Auslöseverzögerung geachtet werden. Sonst gelingt kein Schnappschuss. Nur wenige sind
brauchbar. Dafür gibt’s eine ganze Reihe Semi-Knipser (werden als
semi-professionell bezeichnet, Preissegment +/- SFR 1000.–), bei
denen Blende und Zeit kontrolliert werden und auch noch ein Weitwinkelvorsatz aufgesetzt werden kann (Achtung: grosser Qualitätsverlust!).
Body:
Der grösste störende Faktor ist neben dem Preis oft die Verlängerung der Objektivbrennweite (bei einem üblichen Faktor von 1,5 wird
aus dem 20er Weitwinkel ein 30-mm-Normalobjektiv). Der Faktor
kommt daher, dass der Chip kleiner ist als der Film (24 x 36 mm). Ein
Vorteil: Die Objektive werden im leistungsstärkeren mittleren Bereich
genutzt, was sich vor allem bei günstigen Objektiven positiv bemerkbar macht. Und: Kameras und Objektive sind leichter und handlicher.
In der Gleitschirmfotografie wird viel mit Weitwinkelobjektiven gearbeitet... die Verlängerung der Brennweiten ist deswegen ein Grund,
Objektive zu kaufen, die speziell für diese Chip-Grössen gebaut sind
– oder es wird noch tiefer in die Tasche gegriffen, um ein Modell mit
Vollformat-Chip zu erstehen (Canon ab EOS5, das Top-Modell von
Nikon).
Autofokus: Canon hat Kameras mit 47 AF-Feldern ... die dann nicht
zwischen den Leinen ferne Objekte anvisieren...eines der vielen
Felder findet meist den Piloten oder den Schirm. Und auch der Autofokus der neusten Nikon-Modelle decken einen grossen Bereich des
Suchers ab.
Staub:
Der Chip muss bei Objektivwechseln vor Staub geschützt werden.
Das Reinigen ist mühsam. Die neuesten Modelle haben einen automatischen «Reiniger» eingebaut (Vibration oder statische Aufladung).
Objektive:
Je lichtstärker, desto besser. Grosse Zoombereiche sind meist ein
Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt – die Abbildungsleistung
ist mager. Ich selbst mache 60% meiner Flugbilder mit dem 16-35,
2,8, zudem verwende ich ein 24-105, 4,0 mit Image Stabilizer. Beides
sind Profi-Zooms erster Güte – und dennoch wären Festbrennweiten
leistungsstärker.
Die Geschwindigkeit des Autofokus ist auch durch das Objektiv
reguliert: Extrem schnelle Autofokus, z.B. von Canon (Ultrasonic) und
Nikon (Silent Wave) machens möglich, dass fast immer mit dem AF
gearbeitet werden kann. Umfangreiche Tests von Kameras und Objektiven finden sich auf vielen Seiten im Internet, z.B. www.dpreview.
com, www.dkamera.de.
Bearbeiten und Versenden
Wer Hand an seine Bilder legen will, braucht einiges an Know-how,
um in Magazinen gute Ergebnisse zu erzielen.
Aufnahmeformat: RAW oder JPG?
Das «normale» Bild von heute hat 3 Farben (RGB) und 8 Bit Farbtiefe. Dies ergibt die bekannten 16 Mio. Farben. Der Chip der Kamera
liefert aber eine grössere Farbtiefe – 12 oder sogar 16 Bit. Wird als
Aufnahmeformat «JPG» gewählt, entscheidet der Rechner in der
Kamera anhand von Algorithmen, welche Farbinformationen verwendet bzw. weggeworfen werden. Wir sind deswegen bei «RGB» dem
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Swiss Glider | 2008 | 6
L’équipement
Qui veut publier de bonnes photos à long
terme ne doit pas lésiner sur l’équipement.
La qualité, en particulier celle d’un objectif,
ne se voit pas au premier coup d’œil. La
netteté, le vignettage et la brillance d’une
photo ne dépendent pas seulement de la
lumière, mais aussi de la qualité de reproduction de l’objectif. Le nombre de pixels de
l’appareil ne joue cependant pas le rôle que
la publicité tente de lui donner. Mais un bon
appareil permet un bon travail.
L’appareil: compact ou à objectif amovible?
Il n’existe qu’un nombre restreint de
compacts qui permettent de régler, difficilement, d’ailleurs, le temps d’ouverture et
le diaphragme. Pour l’amateur enthousiaste
comme pour tout pro, le choix est donc clair:
un appareil reflex avec objectifs amovibles.
Le viseur est meilleur, l’appareil peut être
tenu correctement, les objectifs sont interchangeables et de bonne qualité (en tout cas
pour les plus chers).
Appareil compact: Pour de tels appareils, il
faut vérifier avant tout le retard au déclenchement. Sinon, impossible de faire des
prises sur le vif. Très peu sont bons. En revanche, il existe toute une
série d’appareils dits «semi-professionnels» (CHF 1000.– et plus),
sur lesquels le diaphragme et le temps peuvent être contrôlés, et
auxquels on peut adapter un grand-angle (attention à la perte importante de qualité).
Appareil à objectif amovible: En plus du prix, le facteur le plus délicat
est l’extension de la focale de l’objectif (avec un facteur habituel de
1,5, le grand angle de 20 mm devient un objectif normal de 30 mm).
Ce facteur vient du fait que la puce est plus petite qu’une pellicule 24
x 36. Reste un avantage: on n’utilise que les valeurs médianes des
objectifs, qui sont les plages les plus performantes, ce qui est surtout
avantageux pour les objectifs bon marché. Sans compter que les
appareils, objectif inclus, sont plus légers et maniables.
Pour les photos de parapente, on utilise beaucoup les objectifs
grand angle. L’allongement de la distance focale est donc une raison
d’acheter des objectifs adaptés à la taille de la puce – à moins de
dépenser plus encore en achetant un modèle avec puce plein format
(Canon EOS5 et supérieurs, le meilleur modèle chez Nikon).
Autofocus: Canon propose des appareils avec des AF à 47 points,
qui ne vont pas chercher des objets éloignés entre les suspentes. Un
des nombreux points trouve généralement le pilote ou l’aile. L’autofocus des nouveaux modèles Nikon couvre également une grande
plage du viseur.
Poussière: La puce doit être protégée contre la poussière lorsqu’on
change l’objectif. Le nettoyage est fastidieux. Les modèles les plus
récents sont équipés d’un «nettoyeur» automatique (par vibration ou
chargement statique).
Les objectifs: Plus ils sont lumineux, mieux ils sont. Des plages
étendues de zoom indiquent généralement que quelque chose ne va
pas – la qualité de reproduction est faible. Je fais moi-même 60% de
mes photos de vol en 16-35, 2,8 et j’utilise aussi un 24-105 4,0 avec
stabilisateur d’image. Tous deux sont des zooms professionnels de
première qualité, et pourtant des objectifs à focale fixe seraient plus
performants.
La rapidité de l’autofocus est également régulée par l’objectif.
Les autofocus ultrarapides, comme le Canon Ultrasonic ou le Nikon
Silent Wave par exemple, permettent de presque toujours travailler
avec l’AF. On trouve de nombreux tests d’appareils et d’objectifs sur
Internet, par exemple sur www.dpreview.com ou www.dkamera.de.
Retravailler et envoyer
Qui veut retoucher ses photos doit disposer d’un bon savoir-faire
afin d’obtenir de bon résultats dans un magazine.
Format d’enregistrement: RAW ou JPG? Aujourd’hui, les photos ont 3
Thomas Oetiker
Andy Busslinger an der Arbeit. Andy Busslinger en plein travail. | Andy über dem Landeplatz Stans-Oberdorf (Blende 7.1, 1/500 «Fischauge» 10.5 (KB etwa 15 mm). Andy au-dessus
de l’atterro de Stans-Oberdorf (diaphragme 7.1, 1/500 s, 15 mm fish-eye)
Belichtungsmesser und den Algorithmen auf Gedeih und Verderb
ausgeliefert.
Arbeiten wir aber mit «RAW»-Daten, können wir beim Umwandeln
zu RGB selbst entscheiden, welchen Bereich der Farbinformationen
wir verwenden. In der Praxis gibt’s damit fast keine unter- oder überbelichteten Bilder mehr. Auch die Farbtemperatur und vieles mehr
kann während dem Umwandeln korrigiert werden – mit qualitativ
besserem Resultat, als wenn’s die Kamera macht.
In der Praxis bewährt sich vor allem für die erste «RAW-Zeit»,
die Fotos in beiden Formaten abzuspeichern. Natürlich braucht das
mehr Speicherplatz – bei den heutigen Speicherpreisen sollte dies ja
aber kein Grund mehr sein. Der Vergleich des Kamera-JPG-Bildes
mit unserem RAW-Resultat ist aber interessant. Und: Das erste
oberflächliche Sichten geht bei JPG-Bildern für einen RAW-Anfänger
viel schneller.
Datensicherheit:
Alle Original-Bilder sollten in unveränderter Form aufbewahrt werden. Nur wenn Original-Daten wieder hervorgeholt werden, können
Fehler gut gemacht werden.
Bildgrösse/Auflösung:
Für die Archivierung bleiben die Bilder in der vorhandenen Auflösung. Erst für den Versand, vor allem per E-Mail, empfiehlt es sich,
die Bilder mittels (Photoshop)Befehl «Bildgrösse» in die richtige
Grösse mit der richtigen Auflösung zu bringen (Kontrollfeld aktivieren: neu berechnen mit Bikubisch und «Proportionen erhalten»).
Auflösung:
− Bildschirm: 72 dpi
− Zeitungen: 200 dpi
− Magazine: 300 dpi
Wird erwartet, dass das Bild in einer Zeitung gross gedruckt wird
(schöne Flugaufnahme), so stellen wir also 200 dpi ein und ein Format von 20 x 30 cm. Für ein Portrait im «Swiss Glider» wird 300 dpi
und 7 x (12) cm eingestellt – grösser kommt’s eh nicht.
Bildschirm:
Keinesfalls darf der eigene Bildschirm für die nachfolgend beschriebenen Korrekturen als Referenz hergenommen werden – nur
kalibrierte Bildschirme lassen eine Begutachtung der Farben und
Kontraste zu. Grundsätzlich gilt: Lieber zu wenig Korrektur als zu
viel! Die Litho-Abteilung der Druckerei kann die Bilder immer noch
verändern – aber nur, wenn die Informationen noch vorhanden sind.
Im Zweifelsfall immer unveränderte Daten abgeben oder das Original
zumindest noch anbieten.
couleurs (RVB) et une profondeur de couleurs de 8 bits, ce qui donne
les 16 millions de couleurs bien connus. La puce de l’appareil dispose
cependant d’une plus grande profondeur de couleurs, 12, voire 16
bits. Si on choisit le format JPG, le processeur de l’appareil décide,
à l’aide d’algorithmes, quelles couleurs il utilise ou jette. C’est pourquoi, en RVB, nous sommes à la merci du posemètre et des algorithmes, pour le meilleur et pour le pire.
Si l’on travaille au format RAW, on peut soi-même décider quelles
plages de couleurs on veut utiliser lorsqu’on convertit les données
en RVB. Dans la pratique, on n’obtient ainsi presque plus jamais de
photos surexposées ou sous-exposées. On peut également corriger
la température des couleurs et bien plus encore lorsqu’on convertit
soi-même les données au lieu de laisser faire l’appareil, et on obtient
des résultats de bien meilleure qualité.
Dans la pratique, il est bon d’enregistrer ses photos dans les
deux formats, surtout lorsqu’on débute en RAW. Cela nécessite
évidemment plus de mémoire, mais au prix que coûte la mémoire
aujourd’hui, ça ne devrait pas être un problème. La comparaison
entre la photo JPG de l’appareil et le résultat obtenu en RAW est
intéressante. Et pour quelqu’un qui débute en RAW, une première
appréciation de la photo en JPG est beaucoup plus rapide.
Sécurisation des données: Toutes les photos originales doivent être
conservées dans leur format d’origine. On ne peut corriger des erreurs qu’à partir des originaux.
Taille de l’image/résolution: Pour l’archivage, on conserve la résolution d’origine. Il n’y a que lors de l’envoi, en particulier par e-mail,
qu’il est conseillé de ramener les photos à la bonne taille avec la
bonne résolution, sur Photoshop à l’aide des fonctions Taille de
l’image (cocher les options Rééchantillonnage: bicubique et Conserver les proportions).
Résolution:
− Ecran: 72 dpi
− Journaux: 200 dpi
− Magazine: 300 dpi
Si la photo doit être imprimée en grand format dans un journal
(belle prise de vue en vol), on règle donc à 200 dpi pour un format de
20 x 30 cm. Pour un portrait dans le «Swiss Glider», régler 300 dpi et
7 x 12 cm – de toutes façons, ça ne sort pas plus grand.
Ecran: Il ne faut en aucun cas se baser sur son propre écran pour
les corrections décrites ci-après, seuls les écrans calibrés permettent d’évaluer les couleurs et le contraste. La règle de base pour les
corrections: plutôt peu que trop! Le service photogravure pourra
toujours retoucher les photos – mais uniquement si les informations
6 | 2008 | Swiss Glider
41
Korrekturen am Bild
Zu dunkles Bild, was am «Tonwerte-Berg» gut
zu sehen ist (Martin Brun, A, in Pioggio Bustone).
Photo trop sombre, ce qu’on voit bien sur le
diagramme des tons (Martin Brun, A, à Pioggio
Bustone).
Schlepp hinterm UL (Winterberg, D). Jörg Bajewski montierte die Kamera am Kielrohr. Delta
tracté par un UL (Winterberg, D). Jörg Bajewski a
fixé son appareil sur le tube de la quille.
42
Swiss Glider | 2008 | 6
Martin Scheel / azoom.ch
Alle nachfolgend beschriebenen Korrekturen sollen erst nach der
Reduktion der Grösse durchgeführt werden. Optimal ist die Anzeige
am Bildschirm (Zoom) auf 50% für die Beurteilung von Schärfe etc.
Tonwerte/Gradationskurven: Klicken wir «Bild – Tonwerte einstellen» (bzw. Gradationskurven), sehen wir in einem Diagramm einen
Berg: Das ist die Helligkeitsverteilung unseres Bildes. Ziehen wir die
Regler links oder rechts, wird der Bereich ausserhalb des Reglers im
Bild weiss bzw. schwarz.
Mit diesen Reglern müssen wir vorsichtig umgehen. Sicher, weisser Schnee soll weiss sein, aber auch im Schnee drin gibt es Konturen. Schieben wir zu stark, verlieren wir diese Konturen. Dasselbe
gilt für die dunklen Bereiche. Verlorene Informationen können nicht
wiederhergestellt werden! Der dritte Regler in der Mitte korrigiert
das so genannte «Gamma» – eine von vielen Möglichkeiten, den
Kontrast des Bildes zu verändern. Mit Gradationskurven können die
unterschiedlichen Helligkeitsbereiche genau eingestellt werden.
Übrigens: Bei Klick aufs Bild wird auf der Kurve der Wert angezeigt.
Farbe und Sättigung: Da gibt’s jede Menge Möglichkeiten... Schon
bei Tonwertkorrektur und Gradationskurven können die einzelnen
Farben separat behandelt werden. Einfacher ist aber die Anwendung
spezieller Farb-Werkzeuge: Farbbalance, Farbton/Sättigung und
selektive Farbkorrektur. Nur: Weil kaum jemand einen kalibrierten
Bildschirm besitzt, rate ich von Korrekturen grundsätzlich eher ab.
Helligkeit/Kontrast: Diesen Regler verwende ich oft vor dem Versand der Daten an die Tagespresse: Ich mache die Bilder heller und
kontrastreicher, als sie für den Druck auf gestrichenem Papier (z.B.
«Swiss Glider») sein sollten. Dies hat sich bewährt; die Bilder wirken
freundlicher als ohne diese Zeitungskorrektur.
Tiefen/Lichter: Ein sehr mächtiger Filter, der für eine harmonischere Belichtung sorgen kann. Er verstärkt die Kontraste innerhalb der hellen oder dunklen Bereiche. Ich verwende den Regler
«Lichter» oft, um flaue Wolken kontrastreicher zu machen und
«Tiefen», um dunklen Bereichen Zeichnung zu geben. Aber Achtung:
Der Filter arbeitet wie «Scharfzeichnen», und es besteht nebst unnatürlich wirkenden Bildern die Gefahr von Säumen an den Konturen
und verstärktem Rauschen in den Tiefen.
Schärfe: Unter dem Menü «Filter» – «Scharfzeichnen» – «unscharf
Maskieren» haben wir ein geniales Werkzeug in der Hand, um leicht
schwammige Fotos nachzuschärfen. Aber Achtung: Es dürfen keine
«Säume» um die Konturen entstehen! Auch hier gilt: Lieber zu wenig
als zu viel.
sont encore disponibles. En cas de doute, il vaut mieux livrer des
données inchangées ou proposer au moins l’original.
Corrections sur la photo
Toutes les corrections suivantes ne doivent être entreprises
qu’après réduction de la taille de l’image. Le mieux, c’est un zoom à
50% pour évaluer la netteté, le contraste, etc.
Valeur tonale/courbe de gradation: Dans le menu Image, aller dans
Réglages des Niveaux (ou courbe de gradation). Un diagramme en
forme de montagne apparaît: c’est la répartition de la luminosité sur
notre photo. Si on fait coulisser le curseur à droite ou à gauche, les
zones en dehors du curseur deviennent noires ou blanches.
Il faut utiliser ces curseurs avec parcimonie. Bien sûr, la neige
blanche doit être blanche. Mais dans la neige aussi, il y a des
contours. Si l’on pousse les curseurs trop loin, on perd ces contours.
C’est aussi valable pour les zones sombres. Les données perdues
sont irrécupérables! Le troisième curseur, celui du milieu, corrige ce
qu’on appelle le gamma. C’est une des nombreuses possibilités de
régler le contraste de la photo. Au fait: lorsqu’on clique sur la photo,
les valeurs sont affichées dans la courbe.
Teinte/saturation: Là, les possibilités sont multiples. Les couleurs
peuvent être traitées séparément à l’aide des valeurs tonales et des
courbes de gradation. L’utilisation d’outils propres aux couleurs est
cependant plus simple: Balance des couleurs, Teinte/Saturation et
Correction sélective. Mais comme quasiment personne ne possède
d’écran calibré, je déconseille par principe toute correction.
Luminosité/contraste: J’utilise souvent ce curseur avant l’envoi de
données à la presse quotidienne: Je rends les photos plus claires et
plus contrastées que pour du papier couché («Swiss Glider», par ex.).
Cette méthode a fait ses preuves, les photos apparaissent ainsi plus
agréables que sans correction.
Renforcement/accentuation: Dans le menu Filtre, un filtre très
puissant qui permet d’obtenir une luminosité plus harmonieuse. Il
renforce les contrastes dans les zones claires ou sombres. J’utilise
souvent le curseur «Gain et rayon» pour rendre des nuages fades
plus contrastés et «Seuil» pour marquer les contours de zones sombres. Mais attention: Ce filtre fonctionne comme l’outil de netteté. En
plus d’obtenir des photos moins naturelles, on risque de franger les
contours et de renforcer le bruit en arrière-plan.
Netteté: Dans le menu Filtre (Renforcement, puis Contour plus
net), on dispose d’un outil génial pour rendre plus nettes des
photos un peu floues. Mais attention: il ne faut pas qu’apparais-
Ethik
Da Fotos zuerst auf die Rechner der Fotografen und erst dann zu
den Redaktionen gelangen, sind Abänderungen ein Kinderspiel und
bei guter Arbeit auch kaum nachzuweisen. Drei Bemerkungen dazu:
− Retuschiert, scharfgezeichnet, Helligkeit verändert und vieles
mehr wurde schon immer. Dies hat bei der analogen Fotografie
der Lithograf erledigt – heute ist es oft der Fotograf selber, bevor
das Bild dann doch noch zum Lithografen kommt.
− Stärkere Retuschen gab’s auch schon allzu oft: Die Befestigungsleinen der Kamera unter dem Gleitschirmsitz. Diese Leinen verschwanden bei so manch bekanntem Bild, leider ohne dass davon
gesprochen wird.
− Auch Trick-Aufnahmen wurden schon immer gemacht. Es wird ja
niemand glauben, dass Werbeaufnahmen «echt» sind – Skisprünge auf dem Trampolin, geputzte Autos im Studio, die später in eine
Landschaft gesetzt werden und so weiter.
− Ein Fotograf aber, der etwas auf sich hält, zeigt authentische Bilder. Jedenfalls, wenn’s authentisch sein soll. Oder er schreibt die
veränderten Werke entsprechend an.
sent des «franges» sur les contours! Ici encore, mieux vaut peu
que trop.
Tampon: L’automatique ne fait pas tout: poussières et autres saletés
sont nettoyées manuellement à l’aide du tampon. On s’assure ainsi
de ne perdre aucun détail dans le reste de la photo.
Enregistrer: La forte compression en JPG engendre des pertes.
Pour l’archivage, on enregistre donc les photos en JPG de la plus
haute qualité. Pour l’envoi par e-mail, la qualité peut être réduite.
Pour un réglage de même qualité lors de l’enregistrement et de
la compression en JPG, chaque image aura une taille différente.
Cela tient au procédé: le format JPG regroupe les blocs de couleurs
similaires. Une photo avec de grandes surfaces unies nécessite ainsi
moins d’espace de stockage qu’une photo très détaillée.
Palette et profil des couleurs: Pour l’impression, la photo est convertie en 4 couleurs (CMJN) ou plus. Chaque palette de couleurs a ses
forces et ses faiblesses, ce qui explique que chaque conversion
entraine des pertes. C’est pourquoi il est conseillé de laisser la photo
au format RVB et de ne pas en altérer le profil. Pour les pros: si on
change le profil, choisir «eciRGB_v2».
Ethique
Vu que dans un futur proche, toutes les photos vont passer par
l’ordinateur du photographe avant d’arriver sur celui des rédactions,
les corrections sont un jeu d’enfant, et sont indétectables si le travail
est bien fait. Trois remarques à ce sujet:
− Netteté, luminosité et bien d’autres retouches ont toujours été
effectuées. En argentique, c’est le photograveur qui procédait à
ces retouches. Aujourd’hui, le photographe la retouche lui-même
avant de l’envoyer au photograveur.
− De grosses retouches ont souvent été effectuées: la cordelette
de sécurité de l’appareil photo accroché sous la sellette. Elle a
disparu de bien des photos connues sans que personne ne s’en
émeuve.
− Le trucage aussi est un vieux procédé. Personne ne va croire que
toutes les photos de pub sont réelles – saut à ski sur trampoline,
voitures lustrées en studio puis placées dans un paysage etc.
− Cependant, tout photographe qui se respecte montre des photos
authentiques. En tout cas s’il recherche l’authenticité. Sinon, il
ajoute une légende appropriée aux œuvres retouchées.
Jörg Bajewski
Stempeln: Automatik hin oder her: Staub und andere Verschmutzungen werden von Hand weggestempelt. Nur so ist sichergestellt,
dass wir im restlichen Bild keine Details verlieren.
Speichern: Das starke Komprimieren zu JPG ist verlustbehaftet.
Zum Archivieren werden Bilder deswegen als JPG in höchster Qualität abgespeichert. Für den Versand mittels E-Mail kann die Qualität
reduziert werden. Bei gleicher Bildgrösse und Qualitätseinstellung
wird jedes Bild eine andere Grösse erhalten, weil das Verfahren
Blöcke gruppiert mit ähnlichen Farben. Ein Bild mit grossen Flächen
braucht deshalb weniger Speicherplatz als ein Bild mit vielen Details.
Farbraum und -profil: Für den Druck wird das Bild in 4 oder mehr
Farben umgewandelt (CMYC). Jeder so genannte Farbraum hat Stärken und Schwächen – und deswegen gibt es bei jeder Umwandlung
Verluste. Empfohlen wird deswegen, das Bild im RGB zu belassen
und auch das Profil nicht zu ändern. Für Profis: Wenn in ein neues
Profil umgewandelt wird, dann in «eciRGB_v2».
6 | 2008 | Swiss Glider
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Appareil photo: Le plus important, c’est un appareil avec un bon viseur, qu’on peut manier d’une seule main et équipé d’un grand angle.
Cockpit: Ich hab meine Kamera in einer «Banane», die auch noch
ein wenig als Cockpit dient. Da muss aber wohl jeder – je nach
Kameragrösse und Anzahl der GPS – seine eigene Lösung basteln.
Natürlich «dynamisch» gesichert, indem die Kamera an einem nicht
starren Riemen am Gurtzeug angehängt ist. Die Kamera kann auch
nur um den Hals gehängt werden – das stört mich aber, und beim
rückwärts fotografieren besteht die Gefahr, die Kamera zu verlieren.
Cockpit: J’emporte mon appareil dans une «banane» qui me sert
aussi un peu de cockpit. Mais chacun bricole un peu son propre système en fonction de la taille de l’appareil et du nombre de GPS. Il faut
évidemment bien sécuriser l’appareil en le fixant à la sellette à l’aide
d’une cordelette souple. On peut aussi simplement porter l’appareil
autour du coup, mais personnellement ça me gêne et on risque de le
perdre en prenant des photos en arrière.
Wie: Beide Bremsen in die linke Hand nehmen. Es versteht sich von
selbst, dass damit nur nach rechts gekurvt werden kann. An Wettkämpfen konzentriere ich mich deswegen auf die Tage, an denen im
Startschlauch nach links gedreht werden muss, auf Startaufnahmen;
an «Rechtstagen» auf die Flugaufnahmen.
Méthode: Prendre les deux commandes dans la main gauche. Il est
clair qu’on ne peut alors plus tourner qu’à droite. C’est pourquoi lors
de compétitions, quand les pilotes enroulent à gauche dès le départ,
je me concentre sur les photos au décollage. Les jours où ça enroule
à droite, je fais des photos en vol.
Kälte: Die Hände sind ein Problem. Ich verwende feine Windstopper-Haglöfs-Handschuhe mit einem Überhandschuh, der nach
hinten weggeklappt werden kann (Bergsport-Fachhandel).
Froid: Les mains posent problème. J’utilise des gants fins windstopper Haglöfs sous une paire de gants qu’on peut rabattre en arrière
(voir magasins spécialisés dans les sports de montagne).
Motiv: Das Motiv ist die Landschaft. Der Gleitschirm ist das Objekt,
das optimal in diesem Bild positioniert werden muss. Dies geschieht
normalerweise, indem sich der Fotograf zuerst an den richtigen Ort
manövriert und dann – einhändig steuernd – um das Objekt fliegt, um
es genau vor dem richtigen (ruhigen) Hintergrund zu haben. Darauf
achten, dass der Horizont gerade ist.
Cadre: Mon cadre, c’est le paysage. Le parapente, c’est l’objet qu’il
faut placer idéalement dans cette image. Pour cela, il faut normalement que le photographe se dirige vers le bon endroit puis vole
autour de l’objet convoité en pilotant d’une main afin de le saisir
exactement devant l’arrière-plan adéquat (c’est-à-dire calme). Veiller
à ce que l’horizon soit droit.
Objekt: Nahe ran kann man nur, wenn man sich kennt. Ruhige Luft
ist Voraussetzung für genügend Sicherheit. Wenn Fotos (auch bei
gemeinsamen Streckenflügen) geplant werden, ist ein vorgängiges
Briefing nützlich.
Objet: On ne peut s’approcher très près que lorsqu’on se connaît.
Seule une atmosphère calme peut assurer une sécurité suffisante.
Un briefing préalable est très utile lorsqu’on prévoit de prendre des
photos, même lors d’un vol de distance commun.
Gegenlicht: Hat wenig Farbe, aber schöne Stimmungen. Die Sonne
macht einen Stern bei guten Objektiven und geschlossener Blende.
Siegerehrung: Oft schwierig, wegen weissem Hintergrund und/
oder Gegenlicht. Oft muss massiv korrigiert (überbelichtet) werden.
Sponsoren müssen in Kopfnähe auf dem Bild sein, sonst werden sie
abgeschnitten.
Contre-jour: Peu de couleurs, mais de belles ambiances. Avec un
bon objectif et un diaphragme fermé, le soleil forme une étoile.
Remise de prix: Souvent difficile à cause d’un arrière-plan blanc ou
d’un contre-jour. Il faut souvent beaucoup corriger (surexposer). Les
sponsors doivent se trouver au niveau des têtes des sujets photographiés, sinon, ils sont coupés.
SHV-Nummer: Ohne SHV- oder Herstellernummer keine Publikation
– jedenfalls wenn der ganze Schirm zu sehen ist.
Numéro FSVL: Pas de publication sans le numéro FSVL ou celui du
constructeur, tout au moins si toute l’aile est visible.
Jörg Bajewski
Kamera: Das Wichtigste ist eine Kamera mit gutem Sucher, die
einhändig zu bedienen ist, und ein Weitwinkelzoom.
Kamerabefestigungen am Trapez – und das Resultat (Sauerland, D). Appareil fixé au trapèze – et le résultat (Sauerland, D).
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Swiss Glider | 2008 | 6
Je nach Weitwinkel sind «Pilotenaufnahmen» mit ausgestrecktem
Arm möglich. Achtet darauf, dass das Sicherungsband lang genug
ist und wenn möglich zur Hälfte aus reissfestem Gummiseil für die
Rückführung ins Gurtzeug besteht. Sonst könnte man mit einem zu
langen am Gurtzeug entlang flatternden Seil unfreiwillig seine Rettung betätigen. Die unkomplizierteste Kamerataschenposition ist in
einer kleinen Fototasche im Trapezeck. Hier ist sie schnell entnommen und in turbulenter Luft auch schnell wieder verstaut, ohne dass
man blind am Gurtzeug den Tascheneingang finden muss. Richtet
Euch beim Fotografieren ein wenig auf (durch die Anstellwinkelverstellung des Gurtzeugs ein Leichtes) oder «setzt» Euch ins Trapez
und steuert mit den Füssen an der Basis (Verwacklungsschutz).
Bei Bildern mit einer Halterung am Kiel, an der Basis oder aussen
am Flügelrohr kommt es auf den richtigen Winkel zum Objekt an –
dafür muss man sich Winkelschablonen anfertigen – und auf eine
praxistaugliche Halterung (Stativ). Ein Kameraausleger darf den
Piloten niemals während der Start- und Landephase behindern! Er
ist entweder ein-/ausklappbar oder ausziehbar per Teleskoparm zu
konstruieren und vor dem Start bzw. der Landung zu sichern. Trotz
Kamera-Leichtgewichten wäre eine stabile Leichtbauweise aus Alu
(ausgediente Segellatte) oder Carbon ratsam. Um der Hebelwirkung
entgegenzuwirken eignen sich besonders dünne Gleitschirmschnüre.
Falls sie in der Aufnahme verschwinden sollen, empfiehlt sich als
Abspannung eine starke Angelschnur. Bei einer Kompaktkamera mit
Weitwinkelobjektiv empfiehlt sich ein gekrümmter Auslegerarm, sodass möglichst wenig Ausleger am Bildrand mit aufgenommen wird.
Kurze, handliche Ausleger sollten mit zwei Kugelköpfen ausgestattet sein, um die exakte Kameraposition leicht zu arretieren. Sollte
die Kamera in einem Lande-Gefahrenbereich installiert sein, z.B.
unterhalb des Kiels oder per Ausleger am Flügelende, ist es ratsam,
die Kamera durch Styroporplatte oder Schaumstoff abzupolstern.
Leider sind die Infrarot-Fernauslöser der Kompaktkameras mit
Kinderkrankheiten behaftet. Das liegt zum einen an der Reichweite
(4 – 5 m), zum anderen an der Fehlfunktion bei Sonneneinstrahlung
durch Lichtreflexe, indem der Kamerasensor das Signal nicht erkennt. Zudem muss recht exakt auf den Sensor gezielt werden. Und
wenn keine 2-Sekunden-Auslöseverzögerung aktiviert werden kann,
sieht ein ausgestreckter Arm recht merkwürdig aus. Ein weiteres
Manko ist der oftmals nicht abstellbare Standby-Modus – d.h. die Kamera schaltet sich nach 10–20-minütiger Nichtauslösung einfach ab.
Jörg Bajewski
Avec un grand angle, on peut éventuellement se prendre en photo
bras tendu. S’assurer que la cordelette de fixation est suffisamment longue et qu’elle est faite si possible pour moitié d’élastique
résistant (type tendeur) pour permettre un rangement facile dans le
harnais. Avec une cordelette trop longue flottant le long du harnais,
on risque de déclencher accidentellement le secours. Le plus simple
est de fixer une petite pochette dans l’angle du trapèze. On peut ainsi
rapidement sortir l’appareil et tout aussi rapidement le ranger si les
conditions deviennent turbulentes, sans avoir à tâtonner aveuglément pour trouver la pochette sur le harnais. Relevez-vous un peu
pour prendre la photo (simplement en modifiant l’angle d’incidence
du harnais) ou «asseyez-vous» dans le trapèze en pilotant avec les
pieds (évite les prises floues).
Pour des photos à partir de la quille, de la barre ou du tube extérieur de l’extrémité l’aile, l’important est d’avoir le bon angle par
rapport au sujet – il faut se confectionner des gabarits d’angles – et
une fixation adéquate, type trépied. L’équipement installé pour un
appareil photo ne doit en aucun cas gêner le pilote durant les phases
de décollage et d’atterrissage. L’installation doit être pliable ou télescopique et doit être sécurisée avant le décollage ou l’atterrissage.
Malgré le poids réduit d’un appareil photo, choisir une installation
légère et stable, en alu (une vieille latte de voile) ou en carbone. Les
suspentes fines de parapentes sont particulièrement adaptées pour
contrer l’effet de levier. Si on veut éviter qu’elles n’apparaissent sur
la photo, on peut aussi utiliser du fil à pêche solide. Avec un appareil
compact équipé d’un grand angle, un bras recourbé permet de ne
faire apparaître qu’un minimum de l’installation au bord de la photo.
Afin de positionner facilement et exactement l’appareil, on peut
équiper un bras court et facilement maniable de deux boules rotatives. Si l’appareil est placé à un endroit risqué à l’atterrissage, sous
la quille ou sous le bout d’une aile, par exemple, il est conseillé de le
protéger à l’aide de plaques de polystyrène ou de mousse.
Les déclencheurs à infrarouges des appareils compacts sont hélas
peu fiables. Cela est dû à leur portée (4 à 5 mètres) d’une part, et
d’autre part à un dysfonctionnement relatif à la réflexion des rayons
du soleil qui empêchent le capteur de reconnaître le signal émis. De
plus, il faut viser très exactement le capteur. Et quand on ne dispose
pas d’un déclencheur à retardement d’au moins 2 secondes, un bras
tendu n’est pas du meilleur effet. Le mode «standby» qu’on ne peut
généralement pas couper pose un autre problème: l’appareil se met
en veille après 10 à 20 minutes si on ne l’utilise pas.
Jörg Bajewski
Wäre es mit dem «Goldenen Schnitt» getan, würden alle langweiligen Fotos super bewertet werden – und das ist ja das Gegenteil von
dem, was wir wollen.
Aussage und «Konzentration aufs Wesentliche»: Weniger ist mehr.
Das Spiel mit der Grösse des Objekts im Bild, der Schärfe (Hintergrund evtl. unscharf) und vor allem des Kontrasts des Objekts vor
dem Hintergrund (Ruhe hinter dem Objekt) ist enorm wichtig. Übrigens: Das Objekt von vorne ist normalerweise besser, insbesondere
bei Startaufnahmen.
Originalität: Aus fototechnischer Sicht gibt es seit Jahren kaum
neue Bilder – das Meiste ist schon gemacht worden. Aber bekannte
Sujets neu und besser zusammenzusetzen – das ist die Kunst des
heutigen Fotografen. Glück hat, wer Aktuelles fotografiert: Er darf
auch Gesehenes abknipsen – es bleibt ihm nichts anderes übrig.
Technische Qualität: Technische Qualität ist ein Muss.
Und: Das Atemberaubende, das Verrückte, das Unglaubliche. Das
unmögliche Foto machen – dann haben wir es geschafft.
Si il y avait un nombre d’or, on apprécierait toutes les photos,
même fades, et c’est bien le contraire de ce que nous voulons.
Message et «Se concentrer sur l’essentiel»: Le mieux est l’ennemi
du bien. Il est essentiel de jouer avec la taille du sujet, la netteté
(arrière-plan éventuellement flou) et surtout avec le contraste entre
le sujet et son arrière-plan (sujet sur fond calme). Au fait: le sujet
est généralement mieux de face, en particulier lors de photos de
décollages.
Originalité: Sur un plan purement technique, il n’y a pas de photo
novatrice depuis des années, presque tout a déjà été fait. L’art du
photographe d’aujourd’hui, c’est de mieux associer les sujets connus,
et de les associer différemment. Qui peut photographier ce qui est
d’actualité a de la chance. Il peut aussi photographier ce qui a déjà
été vu – il ne lui reste pas d’autre choix.
Qualité technique: La qualité technique est impérative.
Pour finir: Photographier ce qui coupe le souffle, ce qui est fou ou
incroyable. Celui qui prend la photo impossible a atteint son but.
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