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Gefragt wie nie zuvor - G+J Corporate Editors

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Ausgabe 02/2013
Ingenieure
Gefragt wie
nie zuvor
RATGEBER
Jobvielfalt für
Techniker
KARRIEREWEGE
Unsere Profis im
Gespräch
TERMINE
RWE auf
Kontaktmessen
02 Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
beginnen wir mit einer Frage: Könnten Sie sich ein Schiff ohne erfahrene
Seeleute vorstellen? Es würde wohl nie ankommen. Genauso würde es RWE
ohne Ingenieure gehen. Denn unsere technischen Spezialisten sind das
Fundament unseres Erfolgs. Ohne sie würde beispielsweise kein Strom- oder
Gasnetz dieser Welt funktionieren, brächen unsere Datenverbindungen
zusammen und würden die Bänder im Tagebau nicht laufen. Auch unser
Vorstoß in die Welt der Erneuerbaren Energien bliebe ohne Ingenieure eine
Fiktion. Wir finden es deshalb an der Zeit, dieser wichtigen Berufsgruppe
eine Ausgabe unseres Magazins KarriereEnergie zu widmen. Erfahren Sie mehr
über die vielfältigen Einsatzbereiche von Ingenieurinnen und Ingenieuren
in der RWE-Welt. Und lassen Sie sich überraschen, welche unkonventionellen
Berufswege es darin auch geben kann.
Viel Spaß bei der Lektüre!
Uwe Tigges
Personalvorstand der RWE AG
Vorschau
Sie haben Wirtschaftswissenschaften studiert und möchten mehr über die
Einstiegsmöglichkeiten in diesem Bereich bei RWE erfahren? Dann freuen Sie
sich auf die nächste Ausgabe der KarriereEnergie am 15. April 2014. Unser
kostenloses Magazin erscheint zweimal jährlich im Wechsel mit der Infocard.
Beides können Sie ganz bequem online abonnieren unter
rwe.com/karriereenergie.
Zahlen und Fakten 03 Job mit besten Aussichten
Sie interessieren sich für ein Ingenieursstudium? Oder haben Sie bereits
einen Abschluss als Ingenieur in der Tasche und sind nun auf der Suche
nach der passenden Stelle? Auf dieser Seite haben wir Wissenswertes
rund um die Themen Studium, Beruf und Jobeinstieg zusammengestellt.
2020 könnte für die Ingenieurszunft ein wichtiges Jahr werden. Ab diesem Zeitpunkt könnten laut Befürchtungen des Vereins Deutscher Ingenieure
e.V. (VDI) Engpässe im Ingenieurbereich spürbarer werden. Grund sei der
demografische Wandel: Es werden dann mehr Vertreter der Berufsgruppe
in den Ruhestand gehen, als an den Hochschulen nachrücken. Deshalb werden
nun verstärkt Fachkräfte aus dem Ausland angeworben, eine vollständige
Lösung des Problems ist laut VDI damit aber wohl nicht in Sicht.
Kein Exot ist mehr, wer sich für ein ingenieurwissenschaftliches Studium interessiert. Nach einem Knick in
einer Vielzahl ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen um die Jahrtausendwende ist die Zahl der Absolventen
inzwischen deutlich gestiegen: Im Jahr 2000 gab es knapp 37.000 Erstabsolventen, zuletzt waren es bereits über
56.000. Und gesucht werden noch mehr: Im Mai 2013 kamen hierzulande zweieinhalb offene Stellen auf einen arbeitslosen Ingenieur (Quelle: VDI, IW-Ingenieurmonitor und monitorING-Datenbank).
Einige Fachexperten sind besonders gefragt: Einen deutlichen
Arbeitskräfte-Engpass gab es laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft
in Köln zuletzt vor allem bei den Maschinenbauern und Fahrzeugtechnikern, aber auch
bei den Ingenieuren für Energie- und Elektrotechnik.
Weniger als zehn Bewerbungen bis zum Job. So sieht der Berufsstart aktuell bei
vier von fünf Hochschulabsolventen der Elektro- und IT-Technik aus, wie eine Umfrage des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. mit über 700 Teilnehmern ergeben hat. Nur jeder dritte befragte Young
Professional musste an mehr als drei Vorstellungsgesprächen teilnehmen. Über 50 Prozent hatten bei Vertragsabschluss noch mindestens ein weiteres Jobangebot.
Die Zahl der Frauen in Ingenieurberufen hat
laut Branchenverband VDI zuletzt erheblich zugenommen. Dennoch
sind Frauen in technischen Branchen hierzulande noch immer deutlich
unterrepräsentiert. Das spiegelt auch die jüngste Entwicklung an
den Hochschulen wider. Dort ist nur rund jeder fünfte Absolvent der
Ingenieurwissenschaften weiblich.
04 ratgeber
Kaleidoskop der Möglichkeiten
Der Beruf des Ingenieurs ist seit Anfang des neuen Jahrtausends immer vielfältiger geworden. Erfahren Sie hier,
warum das so ist und welche Fülle an Möglichkeiten
RWE in diesem Berufsbild bietet.
G
ute Nachrichten für Ingenieure:
Geht es um den Fachkräftemangel in Deutschland, landet
diese Berufsgruppe seit Jahren
immer wieder ganz vorn bei den
besonders stark gefragten Spezialisten. Denn trotz Eurokrise reicht das
Angebot an Ingenieuren auf dem
deutschen Arbeitsmarkt bei Weitem
nicht aus. Die Industrie reißt sich
um gut ausgebildete Bewerber,
gelten Ingenieure doch als Motor
von Innovation und Wirtschaftswachstum.
Dabei hat seit der Einführung der
Master- und Bachelorstudiengänge
vor mehr als zehn Jahren nicht
nur die Zahl der Studierenden,
sondern auch das Angebot bei den
Ingenieurstudiengängen rapide
zugenommen. Experten sprechen
von über 2.500 verschiedenen Studienmöglichkeiten. Viele Nischen
und Spezialisierungen haben sich
eröffnet – das ist nicht nur positiv
für Jobsuchende und Arbeitsmarkt,
sondern auch für uns als RWEKonzern. Denn auch wir suchen
hochspezialisierte Profis, die uns
auf dem Weg in die Energiewelt
von morgen begleiten.
Ingenieursvielfalt
bei RWE
Auch bei RWE ist das Spektrum der
Möglichkeiten für technische Spezialisten breit gefächert – so breit,
wie der Konzern selbst. Tausende
Ingenieure sind täglich rund um den
Globus für uns tätig. Ihre Einsatzgebiete: von konventionellen
Kraftwerken über Wasserkraft- und
Biomasseprojekten bis hin zur Windkraftenergie im On- und OffshoreBereich – und das allein in der
Stromerzeugung. Dort treffen wir
Jenneke Verhoef. Die Maschinenbauingenieurin arbeitet für RWE
beim Bau des ersten RWE-OffshoreWindkraftwerks Nordsee Ost.
„Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass wir den Windpark über
die nächsten 20 Jahre hinaus profitabel betreiben können“, erläutert
Verhoef. „Dazu müssen wir Entwicklungsvorgaben berücksichtigen,
Strategien entwickeln und Vertragsverhandlungen führen.“ Ein Job, der
mehr verlangt als nur technisches
Know-how: „Ich bin mit Leidenschaft dabei“, sagt die Ingenieurin.
05 Sie wollen mehr vom beruflichen Alltag unserer Ingenieure
erfahren und einen exklusiven Einblick in ihre spannenden
Einsatzbereiche bekommen? Erfahrungsberichte und
Videos finden Sie unter rwe.com/erfahrungsberichte.
Innovation trifft
Tradition
Sie sind vom klassischen Bergbau
fasziniert? Auch dann sind Sie bei
RWE natürlich genau richtig. Die
Berufsbilder in der Kohlegewinnung
über Tage sind nicht weniger
facettenreich und sehr innovativ.
Bergbau- und Rohstoffingenieure,
Maschinen- und Elektroingenieure,
Verfahrenstechniker, Geologen und
Hydrologen, Bau- und Wirtschaftsingenieure – Spezialisten nahezu
aller ingenieurwissenschaftlichen
Fachrichtungen halten unsere Tagebaue am Laufen.
Finden Sie Ihre
Herausforderung
Spannende Projekte, persönliche
Herausforderungen und die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren – all das bietet die RWE-Welt.
Unsere technischen Experten sind
wie wichtige Zahnräder beispielsweise in der Öl- und Erdgasförderung, aber auch bei Planung, Neubau und Betrieb unserer Kraftwerke
sowie der Strom- und Gasnetze. Profis sind hier auf allen Gebieten gefragt. Baukalkulatoren, Nachrichten-
techniker, Hafenspezialisten, aber
auch Asset-Manager und Experten
für Kommunikation sind nur einige
wenige Beispiele für die mannigfaltigen Aufgaben unserer Ingenieure.
Alles wird mobil: Auch in innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind unsere Ingenieure
Teil des Teams. Stichwort E-Mobility: In Amsterdam etwa haben unsere Experten 80 Ladesäulen für
Elektroautos aufgestellt und eine
App entwickelt, mit der Autobesitzer sofort den nächsten freien Platz
ermitteln können.
Wir haben Sie neugierig
gemacht?
Dann ist es Zeit weiterzudenken.
RWE bietet jungen Ingenieurinnen
und Ingenieuren Positionen in
verschiedensten Einsatzbereichen
an. Mehr Infos gibt es unter
rwe.com/einsatzbereiche.
Sie wollen unsere innovativen
Projekte kennenlernen?
Dann schauen Sie auf unserer
interaktiven Karte nach:
rwe.com/innovation
06 Karrierewege
Grenzgänger
Das Bild vom Ingenieur mit Helm auf dem Kopf und
Bauplan in der Hand ist längst überholt. Wir haben mit
zwei Frauen gesprochen, die den Vorstoß in diesen
Job gewagt haben. Und wir haben einen Mann getroffen, der Ingenieur und noch viel mehr sein wollte.
Skizzieren Sie bitte kurz Ihren Werdegang.
Andreas
Brabeck hat in
Aachen Bergbauingenieurwesen
studiert. Als Leiter
Politik Netze/Vertrieb/Gas arbeitet
er heute an der
Schnittstelle
zwischen Energiewirtschaft und
Gesellschaft.
Brabeck: Nach dem Studium war ich zunächst bei einem mittelständischen Maschinenbauer im Vertrieb tätig und habe Anlagen
im Bergbau projektiert. Danach kam der
Wechsel in die Kommunikation – ich war unter
anderem Redakteur und Pressesprecher.
Von Ihrem Studium bis zu Ihrem jetzigen
Job ist es ein weiter Weg.
Brabeck: Ich hatte schon immer einen Faible
für Kommunikation – ich hatte nur nicht gedacht, dass man davon auch leben kann. Ich
habe aber im ersten Job als Ingenieur schnell
gemerkt, dass es mir Spaß macht, mit Menschen zu diskutieren.
Wie sieht Ihre aktuelle Tätigkeit aus?
Brabeck: Wir besprechen beispielsweise
Gesetzesentwürfe mit unseren Experten und
übersetzen deren eventuelle Vorbehalte in
eine politikgängige Sprache. Wir gehen aber
auch direkt auf die Politik zu, wenn wir finden,
dass Gesetzesvorhaben oder Ziele energiewirtschaftlich nicht umsetzbar sind.
Welches sind die besonders spannenden
Momente in Ihrem Beruf?
Brabeck: Spannend ist das Ringen um tragfähige Lösungen. Und mich reizen vor allem
die Gespräche mit herausfordernden Teilnehmern wie etwa den Umweltverbänden.
Könnte auch ein Nichtingenieur Ihre
Position ausfüllen?
Brabeck: Es gibt auch viele Volkswirte und
Betriebswirte in unserem Team. Mein Job
verlangt aber genau die Fähigkeiten, die ein
Ingenieur typischerweise mitbringt: das
Analytische kombiniert mit der Anwendungsorientierung etwa.
Was würden Sie einem jungen Menschen
für die berufliche Zukunft raten?
Brabeck: Sich erst auf das Ingenieur-Fachstudium zu konzentrieren und dies auch
bestmöglich abzuschließen. Wenn man dann
auch noch Organisations-, Management- oder
Kommunikationstalent entwickelt, gibt es
für Ingenieure eine riesige Spannbreite der
Möglichkeiten.
07 Noch mehr Infos über den Einstieg
als Trainee finden Sie unter
rwe.com/traineeporgramme.
Sie haben in Bosnien studiert. Wurde Ihr
Diplom anerkannt?
Sehic: Ja, da gab es kein Problem.
Warum der Berufsstart als Trainee?
Fata Sehic
Wieso ein Ingenieursstudium?
ist Trainee bei der
Westnetz GmbH.
Ihre Abteilung
betreut das Datennetz der Bürokommunikation im
RWE-Konzern. Frau
Sehic hilft bei
besonders schweren technischen
Problemen.
Vogt: Ich habe die Realschule im technischen
Zweig absolviert und mich danach für die Ausbildung zur Technischen Zeichnerin entschieden. Das Maschinenbaustudium war eine
logische Konsequenz und ich wusste: Diese
Arbeit wird mir Spaß machen.
Sehic: In einem großen Unternehmen ist es
sehr wichtig, dass man es richtig kennenlernt.
Woher kam Ihr Interesse für Technik?
Sehic: Ich habe mich schon als Kind gefragt,
wie etwas funktioniert und warum das so ist.
Welche Fähigkeiten sollte man
mitbringen?
Sehic: Natürlich gutes Fachwissen. Aber auch
großes Engagement, Organisationstalent und
Einfühlungsvermögen.
Arbeiten weibliche Ingenieure anders?
Sehic: Vielleicht. Ingenieurinnen haben oft
viel Geduld, eine gute Intuition und gehen
Probleme analytisch an. Und wenn mindestens eine Frau im Team ist, ist das Arbeitsklima gleich entspannter.
Vogt: Ich bin als Qualitätsingenieurin für die
Umspannstation sowie die Parkverkabelung
des Entwicklungsprojektes Nordsee One verantwortlich. Hier arbeite ich eng mit Zulieferern zusammen und werde zum Beispiel bei
der Fertigung von Windpark-Komponenten
vor Ort dabei sein.
Sie stehen erst kurze Zeit im Berufsleben –
wo sehen Sie Ihre Zukunft?
Worin sehen Sie den Reiz Ihrer Arbeit?
Sehic: Erstens im Erforschen des Lösungsweges. Und am Ende ist es ein klasse Gefühl,
geholfen zu haben und zu wissen, dass die
Kunden zufrieden sind.
Wie sieht Ihr aktueller Job aus?
Miriam Vogt
ist Maschinenbauingenieurin mit einem
Master „Erneuerbare Energien“.
Nach dem Traineeprogramm startete
sie im Frühjahr
2013 bei RWE
Innogy als Qualitätsingenieurin. Ich
bin als Qualitätsingenieurin für die
Umspannstation
sowie die Parkverkabelung des Entwicklungsprojektes
Nordsee One verantwortlich.
Vogt: Zunächst möchte ich meine fachliche
Kompetenz vertiefen, ganz nach dem Motto:
„Zuerscht muass ma en Stall ham, eh mr a Kuh
kauft.“ Von allem anderen lasse ich
mich gerne überraschen.
Termine
„Knüpfen Sie erste Kontakte“
Ab Oktober 2013 ist RWE wieder auf zahlreichen Jobkontaktmessen mit einem Stand vor Ort. Sie sind Student oder Absolvent
auf Jobsuche? Dann schauen Sie doch einfach mal vorbei.
Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche vor Ort.
Alle Veranstaltungen auf einen Blick:
Termin
23.10.2013
14.11.2013
19. – 20.11.2013
27. – 28.11.2013
02.12.2013
Geplante Veranstaltung
Firmenkontaktmesse Chance 2013
Hochschule Osnabrück
konaktiva Dortmund
Messe Westfalenhallen
Karrieretage
Hochschule Ravensburg-Weingarten
Absolventenkongress Deutschland
Messe Köln
bonding Aachen
Bendplatz
Mehr unter: rwe.com/veranstaltungskalender
Buchtipp:
Ob Doppelintegrale, Vektorkalkulation oder Laplace Transformation: Dr.
Chris Tisdell widmet sich in seinem Arbeitsbuch „Engineering Mathematics“
jenen mathematischen Formeln, die für Ingenieure besonders wichtig sein
können. Jedes Kapitel im Arbeitsbuch ist in einzelne Lernmodule mit kurzen
Erläuterungen und Beispielrechnungen unterteilt. Der Clou: E-LearningProfi Tisdell erklärt noch einmal alles online. Zu jeder Lektion findet sich
ein eigenes Online-Tutorium des Autors auf YouTube. Die Links dazu gibt
es im Buch.
IMPRESSUM
Herausgeber
RWE AG, Personalmarketing Konzern
Jens Hartung (verantw.)
Andrea Große Onnebrink
Objektleitung Birthe Kretschmer
Text Tanja Schweppe (FR)
Grafik Mareike Krause
Druck Lonnemann GmbH, Ludgeristr. 13,
59379 Selm, Tel: 02592/927-10
Redaktion
G+J Corporate Editors GmbH
Stubbenhuk 10
20459 Hamburg
Bildnachweis
Titel: Getty Images, iStockphoto (6)
Innen: RWE AG, RWE AG/ Andre Laaks; iStockphoto (6), plainpicture/Johner, Getty Images;
Maurice Kohl (3); plainpicture/Johner
Disclaimer
Die RWE AG übernimmt keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Einzelne Beiträge geben die
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