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Gesang wie Glockenklang - Archiv - Hamburger Abendblatt

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NORDERSTEDTER ZEITUNG
Hamburger Abendblatt
Falkenbergkirche platzte beim internationalen Drei-Chöre-Treffen aus den Nähten
Schiedsmann erhielt Bürgerpreis
gh Bad Bramstedt − Mehr als 25
Jahre lang war Willi Lockstedt als
Schiedsmann in Bad Bramstedt
ehrenamtlich tätig. Jetzt wurde
seine Arbeit gewürdigt: Der FDPOrtsverband zeichnete Lockstedt
mit dem Liberalen Bürgerpreis
aus, den der Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung, Joachim Behm, über-
reichte. „Willi Lockstedt konnte
wesentlich dazu beitragen, Streitigkeiten zwischen Menschen im
vorgerichtlichen Raum aus der
Welt zu schaffen oder wenigstens
so zu mildern, dass Nachbarn
sich wieder grüßen oder wenigstens ohne Groll einander begegnen konnten“, lobte Behm den
ehemaligen Schiedsmann.
Der Liberale Bürgerpreis ist
mit 500 Mark dotiert. Doch das
Preisgeld stellte Willi Lockstedt
dem Kinderschutzbund zur Verfügung. Daraufhin lud der FDPLandesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Jürgen Koppelin aus Bad Bramstedt Lockstedt
spontan zu einem Besuch in Berlin ein.
Ein Auto, das nicht fährt . . .
Der Blick auf den Motor gehört für Reinhold Ahrens zum Autoalltag − der Norderstedter ist mit seinem Opel
Omega Stammgast in der Werkstatt.
Foto: SCHICK
ms Norderstedt − Èr mag schon
gar nicht mehr ins Auto steigen
und den Motor starten: Reinhold
Ahrens hat Ärger mit seinem Auto, seitdem er es vor zwei Jahren
gekauft hat. Regelmäßig ist der
Norderstedter mit seinem Opel
Omega Kombi, den er als fünf Monate alten Vorführwagen erworben hatte, zu Gast in der Werkstatt
von Opel Dello an der Niendorfer
Straße. „Erst blinkte die AirbagKontrolleuchte immer auf, dann
verlor das Fahrzeug Kühlwasser“,
sagt Ahrens.
Allein wegen dieser Mängel sei
er mindestens ein Dutzendmal in
der Werkstatt gewesen. Nachdem
der Omega dann vorübergehend
ohne Murren lief, wollte der Motor
plötzlich nicht mehr. Das Trieb-
werk ging einfach aus, völlig unvorhergesehen streikte die Maschine, mal bei der Fahrt in der
Stadt, aber auch bei Tempo 200
auf der Autobahn. Mal stand seine
Frau plötzlich still, mal er selbst:
„Das ist ja schon lebensgefährlich“, sagt Ahrens. Passiert ist bisher allerdings nichts, dennoch haben der Betroffene und seine Frau
die Nase voll. Ahrens will jetzt ein
gleichwertiges Ersatzfahrzeug.
Die Mitarbeiter von Dello haben
durchaus Verständnis für den Ärger des Kunden: „Natürlich ist es
ärgerlich, wenn man die Werkstatt häufiger aufsuchen muss als
üblich“, sagt Sigfried Otte, Leiter
des Opel-Hauses. Solche mängelbehafteten „Montagsautos“ gebe
es allerdings quer durch die Mar-
Sonnabend/Sonntag, 5./6. Mai 2001
ken immer wieder. Otte weist aber
zugleich alle Vorwürfe gegen das
Autohaus entschieden zurück: Die
Monteure und Meister hätten sich
immer bemüht, die Mängel abzustellen, was ja bei den meisten Defekten auch gelungen sei.
Und wenn der Motor beim
Check in der Werkstatt sauber
laufe und nicht ausgehe, lasse sich
der Mangel weder finden noch beheben. Außerdem seien die Arbeiten als Garantieleistungen auf Kulanz ausgeführt worden, so dass
dem Kunden keine Kosten entstanden seien. Er habe sich inzwischen mit Ahrens darauf geeinigt,
dass er ein anderes Auto bekommt, aber: „Es ist nicht so einfach, auf die Schnelle ein adäquates Fahrzeug zu finden“, sagt Otte.
Gesang wie Glockenklang
lin Norderstedt − Das war
wahrlich „pathosissimo“,
was der Männergesangverein „Kreutzer-Chor“
auf dem „Drei-ChöreTreffen“ in der Falkenbergkirche bot. Ob Franz
Schuberts Sanctus, Carl
Stiehls
„Abendfrieden“
oder „Die Himmel rühmen“ und „Hymne an die
Nacht“ von Ludwig van
Beethoven; die 40 Männer
sangen aus vollstem Herzen und gaben stimmgewaltig alles an Inbrunst
und Emphase.
Gotthilf Fischers „Frieden“ mutete dadurch aber
eher an wie Grabgesang.
Mehr fröhliche Leichtigkeit hätte die Botschaft
noch mehr in die Herzen
des Publikums getragen.
Ein
quicklebendiges
Symbol für Frieden und
Toleranz bot der Kinderchor der vierten Klasse
der Hamburger HeinrichHertz-Schule. 21 Kinder
aus neun Nationen, so aus
Afrika und Israel, aus
England und der Türkei,
sangen
internationale
Friedenslieder und begeisterten mit unbefangener Fröhlichkeit.
Das Chortreffen wurde
vom Kreutzer-Chor zu Ehren ihres Gastchores, dem
Kammerchor der Pädagogischen Universität aus St.
Petersburg, initiiert. Den
Gästen war der Hauptpart
des Abends zugedacht,
sehr zur Begeisterung des
Der Kammerchor der Pädagogischen Universität St. Petersburg, ein internationaler Kinderchor der Hamburger Heinrich-Hertz-Schule und der Kreutzer-Chor Hamburg boten ein herausragendes Konzert.
Foto: LINDE-LEMBKE
Publikums in der übervoll
besetzten Kirche.
Mit dem Klang schwingender Glocken verzauberten die 25 Sängerinnen und zehn Sänger in
Peter Tschaikowskys „Wir
singen Dir, o Gott“.
Der ganz große, an beste Opernchöre erinnernde
Ton kam mit Alexander
Archangelskis „Swyschnich prisiraja“. Herausragende Aufschwünge ließ
der Chor mit Sergej Rachmaninovs „Gottesmutter,
Jungfrau, freu dich“ hören. Voll Süße Tschaikowskys „Die goldene Wolke“,
mit Melancholie Georgii
Sviridovs
„Weltensehnsucht“.
Furore aber machte der
Chor mit den russischen
Volksweisen und einem,
jetzt strahlenden Beethoven, die „Hymne an die
Natur“. Ein beseelter Abschluss des Konzerts gelang allen drei Chören mit
dem gemeinsam gesungenen „Dona nobis pacem“.
Schützenverein hält an alter Tradition fest
gh Kaltenkirchen − Schützenfeste
haben in vielen Orten nicht mehr
den hohen Stellenwert wie in früheren Jahren. In einigen Gemeinden ist das Schützenfest bereits
„gestorben“. Der Schützenverein
Kaltenkirchen hält jedoch an der
Tradition fest und will nach einem
Beschluss der Mitgliederversammlung auch in diesem Jahr
ein Schützenfest feiern. „Das
Schützenfest ist für den Verein
wichtig, da es den Verein für viele
Kaltenkirchener öffnet und mit einem angestrebten Überschuss die
Jugendarbeit gefördert werden
soll“, sagt Hartmut Pollack, Pressesprecher des Schützenvereins.
So soll das Schützenfest denn
vom 8. bis 10. Juni im Vereins-
heim im Freizeitpark gefeiert werden. Schießwettbewerbe und Geselligkeit stehen auf dem Programm. Auch Gastvereine werden
erwartet.
Höhepunkt
des
Schützenfestes wird die Königsproklamation sein. Auch ein Bürgerkönig wird gekürt.
Die „Vorrunde“ zum Schützenfest beginnt schon am 12. Mai.
Dann geben die Mitglieder des
Schützenvereins den Königsschuss im Schützenhaus ab. Doch
die Namen der neuen Majestäten
bleiben bis zum Schützenfest im
Juni streng geheim. Auch der Ehrenteller der Stadt Kaltenkirchen
und mehrere Pokale werden am
12. Mai unter den Mitgliedern ausgeschossen.
Attraktive
Lebensphase
ms Norderstedt − Der Begriff der
„jungen Alten“ verdeutlicht, dass
das Alter nicht nur als Last, sondern zunehmend als attraktive
Lebensphase empfunden wird.
Damit steigt auch der Erfolgsdruck für die Senioren, der
Wunsch, den natürlichen Alstersdefiziten durch Pillen und Eingriffe entgegenzuwirken, nimmt
zu. Das jedenfalls sagt die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita
Süssmuth in ihrem Vorwort für
den aktuellen Kongress „Medizinische Ethik im 21. Jahrhundert“
− die Politikerin hat die Schirmherrschft für das hochkarätig besetzte Symposium übernommen,
das von einem Norderstedter organisiert wurde: Peter-Alexander Möller hat die Fachtagung,
die noch bis morgen im Ostseebad Kühlungsborn stattfindet,
zum zweitenmal auf die Beine gestellt.
Diesmal steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Zukunft einer
menschwürdigen Heilkunde gesichert werden kann. Ziel ist, geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Aspekte zu einem tragfähigen Fundament zu
vereinen.
Sitzung in Nahe
bw Nahe − Die Gemeindevertretung Nahe trifft sich zu ihrer
nächsten Sitzung am Donnerstag,
10. Mai, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus. Unter anderem sollen überund außerplanmäßige Ausgaben
genehmigt und über die zweite
Änderung des Bebauungsplans
für das Gewerbegebiet Kronskamp beraten werden.
Ausstellung
lin Norderstedt − Den Titel „Farbe
− Licht − Schatten“ wählten der
Kunstkeis und das städtische Forum für Kultur und Städtepartnerschaften für die Ausstellung
mit 19 Künstlerinnen und Künstlern, die am Mittwoch, 16. Mai, um
20 Uhr in der Galerie im Forum
des Rathauses Norderstedt, mit
Livemusik von Peter Weber eröffnet wird.
Mit den Norderstedtern Karsten
Hein, Erika und Beatrix Sieh, der
Ulzburgerin Ingrid Hartmann und
den Hamburgern Theo Mark und
Uta Stolle zeigen Künstler aus
ganz Deutschland und aus der
Schweiz ihre Arbeiten. Die Ausstellung ist bis Dienstag, 12. Juni,
sonntags bis donnerstags von 11
bis 18 Uhr zu sehen.
LL
Norder£tedter Zeitung
Nr. 104
Seite 4
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E-Blau
E-Rot
E-gelb
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Seele and Geist
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