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Im Web präsent - wie und wozu?

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Praxis Grundschule 1 / 2003
Im Web präsent - wie und wozu?
Dagmar Wilde
Immer mehr Schulen präsentieren sich im Internet. Welche Absichten verfolgen sie damit?
Ich möchte im Folgenden pädagogisch-didaktische Überlegungen anregen und einige
methodische Hinweise zum "Start ins Netz" geben.
Eine Schulwebsite ist zuerst einmal eine Visitenkarte im weltweiten Netz. Die Präsenz im Internet kann für
die Schule aber einen Mehrwert eröffnen, der deutlich über ein Erzielen öffentlicher Aufmerksamkeit
hinausreicht.
Unsere Schule braucht eine Website
Neben der Präsentation nach außen - den online gestellten Kommunikationsangeboten in die Öffentlichkeit kann das Internetangebot nachhaltige Impulse für die schulinterne Kommunikation setzen. Über
Zugriffsmöglichkeiten auf Materialien von und für Lehrer und Schüler, die eine Website beinhalten kann,
eröffnen sich Chancen, die Angebote auf der schuleigenen Website in die Arbeit der Schule zu integrieren
und für den Unterricht, das Schulleben und die Kooperation aller an der Schule Beteiligten zu nutzen. Die
Potenziale einer Internetpräsenz reichen weit über das hinaus, was an Kooperation und Informationsaustausch, über den Ordner mit Arbeitsblättern im Lehrerzimmer und die Ausstellungswand mit
Projektergebnissen einer Klasse auf den Fluren bislang praktiziert wird. Auf den Internetseiten der Schule
können Lehrer und Schüler die Unterrichtsprozesse und -ergebnisse dokumentieren - aber gleichfalls auch
begleitend unterstützen. Die Dokumentation von Arbeitsergebnissen und Prozess schritten eröffnet
Transparenz zum Lehren und Lernen in den Klassenzimmern. Dies befördert eine eigenverantwortliche
Lernhaltung der Schüler, unterstützt den kollegialen Austausch der Lehrenden und öffnet Schule nach außen,
denn auch die Eltern und externe Partner können am Lerngeschehen Anteil nehmen. Inhalte einer
Webpräsenz spiegeln die Identität der Schule wieder. Mehr noch: Die Präsenz im Internet kann die
Entwicklungsschritte unterstützen, die Lernkultur fördern, wenn sie als eine interaktive Plattform der
Unterrichtsarbeit und des Schullebens verstanden und genutzt wird.
Schritt für Schritt zur Website der Schule
"Ich finde es toll, was du auf die Beine gestellt hast! Ich wünschte, ich könnte das für unsere Schule auch.
Die Freeway-Fortbildung Ende letzten Jahres hat zwar Grundlagen gelegt und nun habe ich mich in Photoshop weitergebildet, aber ich stoße ständig an meine Grenzen. Die nötige Ruhe habe ich nur in den
Abendstunden. Aber wer mag da schon in der Schule sitzen ... Beim letzten Uploadversuch unserer Seiten
sind ein paar vorherf
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n“worden. Es ist zum Auswachsen! So richtig
vertraut fühle ich mich mit dem ganzen Webgeschehen nicht ... allerdings habe ich gestern gelernt, Overlays
mit Photoshop zu erstellen. Na ja, gelernt vielleicht nicht, aber immerhin mal ausprobiert!"
Die technischen Aspekte der Erstellung einer Internetpräsenz müssen heute nicht mehr im Vordergrund
stehen. Es gibt unterschiedlichste Programme für unterschiedliche Bedürfnisse. HTML muss niemand
erlernen, um mit den am Markt angebotenen Wysiwyg-Programmen eine Website zu gestalten und sie im
Internet zu veröffentlichen. Auch die Kostenfrage stellt keine unüberwindbare Hürde mehr dar. Neben
kommerziellen Produkten (Frontpage von Microsoft, Freeway, Go Live von Adobe, Dreamweaver von
Macromedia) bietet der Sharewaremarkt preisgünstige, zum Teil sogar kostenlose Angebote. Wenn ein
Programm so komplex erscheint, dass man erst den Besuch eines Fortbildungskurses überlegt, wären
Alternativen zu suchen. Viele Programme bieten ein Online- Tutorial, über das sich erste Schritte (je nach
Lernertyp) durchaus rasch erschließen. Bewährt hat es sich oft auch, sich in ein Programm in einer
kollegialen Kurz-Fortbildung einzuarbeiten. An der eigenen Schule, an Schulen in der näheren Umgebung
gibt es viele Kollegen, die über Kompetenzen verfügen und bereit wären, diese weiterzugeben. Neue Medien
- so zeigt es sich inzwischen - regen Lehrer immer häufiger zum selbstorganisierten schulinternen oder
schulübergreifenden Lernen von- und miteinander an. Zu komplexe Programme und anspruchsvolle
Gestaltungsvorhaben scheiden aber auch deshalb aus, weil die Schülerinnen und Schüler früher oder später
in die Herstellung der Seiten einbezogen werden sollen.
Nach einer Phase, in der die technischen Überlegungen im Zentrum standen, sind die Inhalte und die
Funktion des Publizierens im Internet in den Fragehorizont gerückt. Das bedeutet zwar nicht, dass man für
die Konzeption einer Internetpräsenz keine medientechnischen Kompetenzen braucht. Das bedeutet aber,
dass die Handhabung der Programme nur ein Aspekt von vielen ist. Wenn sich eine Kollegin erst einmal
rudimentär mit der technischen Realisierung auskennt, reicht das völlig aus. Professionelle Webseiten sollten
nicht entmutigen: Allen, denen die Raffinessen von Flash, Fireworks und Ouicktime nicht geläufig sind, sei
geraten: Den Besuchern ein informationsreiches, klar gegliedertes Internetangebot zu bieten, ist wichtiger als
außergewöhnliche Gestaltung und raffinierte Effekte. Die wichtigen Schritte bestehen zu Beginn daher in der
Entwicklung einer Gesamtkonzeption, der inhaltlichen Gestaltung der Seiten und in der Folge dann in der
konstanten Betreuung (Aktualisierung, Ergänzung) der Inhalte.
Welche Inhalte wollen wir präsentieren?
Orientieren Sie sich bei anderen Schulen, sammeln Sie inhaltliche und gestalterische Anregungen online.
Machen Sie dann einen mentalen Gang durch die eigene Schule, ihre Entwicklung und ihre Perspektiven.
Sammeln Sie Ideen: Wer sind wir? Was bieten wir? Wo liegen unsere Stärken? Es ist unschwer zu erkennen:
Diese Überlegungen decken sich mit denen, die bei der Erstellung eines Schulprogramms zu diskutieren
sind.
In welcher Form wollen wir präsent sein?
Bei der Anlage der gesamten Seite, der Auswahl der Inhalte und der Formulierung der Texte gilt es,
unterschiedliche Adressatenbezüge zu berücksichtigen. Das Webangebot einer Grundschule richtet sich sowohl an jüngere Kinder als auch an Erwachsene. Diese heterogenen Zielgruppen gilt es auch bei der Wahl
des Layouts zu berücksichtigen (Farben, Schrift, Bilder, Navigationselemente des Gesamtauftritts wie der
Einzelseiten). Sehgewohnheiten und -vorlieben unterschiedlicher Zielgruppen gilt es ebenso zu bedenken
wie die Lesekompetenz der Erstklässler.
Generelles Vorgehen
Wie beim Bau eines Hauses, so ist es beim "Bau" einer Website erforderlich, erst einmal eine solide
Grundrissplanung vorzunehmen, bevor mit dem Rohbau - oder gar mit der Auswahl der Tapeten für einzelne
Zimmer - begonnen werden kann. Wer werden die "Bewohner" und ihre "Gäste" sein, welche Bedürfnisse
haben sie, welchen Raumbedarf haben sie im Moment und in der Zukunft? All diese Überlegungen gilt es
unabhängig vom verwendeten Programm zu treffen.
Dieser Entwurf sollte von einem einzelnen oder einem Team von "Architekten" erstellt und den künftigen
"Bewohnern" zur Diskussion gestellt werden (Gesamtkonferenz, Schüler). Überlässt man die Planung
ausschließlich einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft, wäre das so, als ob man das Haus später um das
Kinderzimmer oder den Hobbykeller herumbauen wollte. Gibt es im Kollegium noch keine Gruppe, die das
Konzept gemeinsam entwickelt, bietet es sich durchaus an, dass eine Kollegin allein beginnt, die
Entwicklung regelmäßig offen legt, Entscheidungen zur Diskussion stellt, um Mitarbeit wirbt. Vorhandenes
regt Ideen an und verlockt meist zum Mittun.
Der Zeitrahmen, der für die Konzeption, die Erstellung des Grundgerüsts, die Einrichtung und Pflege der
Seiten erforderlich ist, lässt sich pauschal nicht messen. Es hängt von den Zielen, den technischen Fertigkeiten und von der Konsensfähigkeit der Beteiligten ab. Empfehlenswert erscheint es in jedem Fall, den
Aufwand erst einmal gering zu halten, um den Beginn zu ermöglichen und von ersten Produkten über ein
vielleicht noch instabiles Gerüst sukzessive zu einem ansehnlichen Gebäude zu gelangen. Das
Gesamtkonzept der Seite lässt sich im Nachhinein nämlich nicht mehr grundlegend ändern. Je einfacher die
Struktur der Seite konzipiert ist, desto unkomplizierter lässt sie sich auf Dauer ergänzen, verändern,
ausbauen. Ein systematisches Vorgehen ist dabei notwendig. In der Logik des Gesamtaufbaus einer Website
(Stammverzeichnisseiten, Unterordner, Seitenverzweigungen, Verlinkungen) liegt die Qualität einer
Internetpräsenz und die Praktikabilität ihrer späteren Pflege begründet. Erst wenn das Konzept auf dem
Papier "steht", sollten Fragen des Gesamtdesigns und des Seiten-Lay-outs in den Blick kommen. Wichtig ist
es, von vornherein Platz für Erweiterungen einzuplanen. Die Lösungen für die Navigation innerhalb der
Seite wollen inhaltlich wie auch formal bedacht sein. Auch hier erweist es sich als hilfreich, Internetangebote
anderer Schulen aufzusuchen und Anregungen zu sammeln. Je genauer man sich darüber im Klaren ist, wie
das Seitenangebot aussehen und wie es strukturiert sein soll, desto leichter wird die Realisierung fallen. Erst
wenn die Struktur der Gesamtpräsenz im Detail "steht", sollte man mit der Erstellung der Eingangsseite(n)
und der Unterseiten beginnen.
Von der Eingangsseite zur Unterseite
Steht erst einmal der Rohbau (Scribble der Website), geht es an die Planung des Eingangsbereichs
(Homepage) und der einzelnen Zimmer (Seiten). Es zeigt sich, dass beim Bau einer Internetseite
verschiedene Kompetenzen gefragt sind. Die technische Seite ist nur eine. Unterm Strich kommt es darauf
an, die Inhalte online zu stellen, die man anbieten möchte. Auch wenn das alles vielleicht nicht so attraktiv
ausschaut wie bei den Profis und interaktive Elemente fehlen - das Ziel jeder Webpräsenz besteht darin, dass
Besucher der Seiten interessante Angebote finden. Einfach beginnen, das bedeutet einfache Gestaltungen
wählen: klares Farbkonzept, übersichtlicher Seitenaufbau, benutzerfreundliche Navigationsstruktur vielleicht mal ein Foto. Frames, voraus ladende Rollover oder Flash-Seiten müssen nicht sein. Die eigenen
Grenzen sollte man akzeptieren. Eine ultimative Eingangsseite unter Einsatz eines FlashFilms lässt sich
jederzeit später noch herstellen, die erste Version lässt sich dann ersetzen. Die Inhalte sind das
Entscheidende für die Qualität jedes Internetangebots. (Oder besuchen Sie Seiten mehrfach, weil sie attraktiv
anzuschauen sind?)
Im Web präsent: Was noch?
Nach dem Planen und Gestalten folgt der Upload der Webseite auf den Server. Die Schule ist "drin" - aber
damit ist es nicht getan. Die Herausforderung besteht darin, eine Seite zu konzipieren, die "lebt" und
reichhaltig - vor allem aktuell - bestückt ist. Internetseiten sind im Gegensatz zu Printprodukten auch nach
ihrer Veröffentlichung nicht statisch, sondern jederzeit veränderbar. Dies hat Vorteile, denn ein Streben um
Perfektion ist nicht erforderlich. Sofern kurze Zeit später Veränderungen oder Ergänzungen sinnvoll
erscheinen, lassen sie sich umgehend vornehmen. Aktuelle Inhalte und laufender Ausbau sind dann
allerdings Pflicht. In keinem Medium kommt es so auf Aktualität an wie im Internet. Betrachtet man die
Webseiten von Grundschulen, so fällt auf: Es gibt viele bunte und manche klar strukturierte. Es gibt jedoch
wenige, bei denen sich regelmäßige Besuche lohnen, weil z. B. immer einmal neue Angebote zu finden sind.
Die Seitenpflege beginnt somit erst nach dem ersten Upload. Wird sie vernachlässigt, registrieren die
Besucher Links, die nicht funktionieren oder in eine leere Seite führen, externe Links, die nicht mehr
existieren, Ferientermine des letzten Schuljahres, unter "Aktuelles" die Fotos vom Schulfest des vorletzten
Jahres usw.
Impulse für eine lebendige Schulkultur
Ziel ist es, die Gäste zum regelmäßigen Besuch der Seiten zu motivieren. Insofern ist es nicht günstig, im
Rahmen einer Projektwoche oder einer Arbeitsgemeinschaft einmal einige Webseiten zu erstellen. Diese
bleiben meist isoliert stehen, weil ihnen der Bezug zur Schule als Ganzes fehlt und sie von den Erzeugern
nicht mehr aktualisiert werden. Die Produktion von Beiträgen, der Austausch von Materialien und
die Aktualisierung der Angebote sind nur möglich, wenn alle an der Schule Beteiligten mitwirken. Hier liegt
der Punkt, an dem die Internetpräsenz einer Schule zur Schulentwicklung beitragen und die Lernkultur
verändern kann: Die Erstellung einer Webseite setzt Nachdenken über das Schulprofil, Unterrichtskonzepte,
gemeinsame Ziele und Prioritäten in Gang. Das Veröffentlichen erfordert ein Verschriften der
Diskussionsergebnisse - das bef6rdert das Überdenken der Inhalte. Die bei der Pflege der Internetpräsenz
anfallenden Aufgaben befördern die Kooperation von Kollegen und Schülern. In diesem Verständnis ist die
Erstellung einer Schulwebsite ein Motor von Schulentwicklung. Wenn Kinder und Lehrer Arbeitsergebnisse
aus dem Unterricht im Internet veröffentlichen, verändert sich ihre Einstellung zum Lernen und zum
Unterricht. Lehr-Lernkonzepte und -ergebnisse erhalten einen veränderten Stellenwert. Sie werden öffentlich
kommunizierbar und regen zum Austausch an. Urteile und Botschaften gewinnen an Authentizität und
Relevanz auch aus der Perspektive der Kinder. Für Lehrkräfte wird ihre Unterrichtsarbeit dadurch öffentlich,
sie öffnen die Klassentür, wenn sie Lehr-Lernszenarien in Form von Texten und Fotos veröffentlichen. So
gesehen kann die Erstellung einer Schulwebseite zur Veränderung der Lernkultur beitragen.
Die für die Erstellung und Pflege einer Website erforderlichen Arbeitsprozesse können dazu beitragen,
Schulentwicklungsprozesse zu befördern und die Unterrichtsarbeit zu unterstützen. Wo die Webpräsenz zum
festen Bestandteil der schulischen Arbeit geworden ist, bietet sie produktive Möglichkeiten zur Vermittlung
und Erweiterung von Medienkompetenz und Veränderung der Lernkultur.
Auf den Seiten 32 und 34 finden Sie Tipps, die Sie beim Aufbau Ihrer schuleigenen Internetpräsenz befolgen
können.
Literatur:
Wieser, Reinhard: Wie kommt man zu einer guten Schulhomepage?
www.lehrerforum.at/internetauftritt1.html April 2002
Tipps für den Weg ins Netz
Tipp 1: Was bieten wir auf den Internetseiten an?
 Rund um das Schulleben für Lehrer, Schüler, Eltern und alle an der Schule Interessierte.
 Materialien für den Unterricht (für Schüler und Lehrer).
 Lerntipps für Schülerinnen und Schüler.
 Unterrichtsergebnisse aus verschiedenen Klassen.
 Berichte rund um das Schulgeschehen (von Klassenfahrten, Projekttagen, Festen und Feiern bis hin zu
schulpolitischen Entwicklungen, die die Schule betreffen ...).
 Freizeittipps.
 Termine aus dem laufenden Schuljahr.
Tipp 2: Adressatenbezug abwägen
 Besucher zwischen 5 und 95 in Texten und Gestaltung differenziert ansprechen.
 Rubriken für unterschiedliche Nutzergruppen einrichten.
 Bedürfnisse der Nutzergruppen (Kinder, Lehrer, Eltern, Verwandte) abwägen.
 Welche Seiten sollen welche Inhalte - für wen haben?
 Klare, für Kinder wie Erwachsene verständliche Orientierungshilfen bieten. (Wo befinde ich mich? Wo geht es noch
hin? Wie komme ich zurück?)
Tipp 3: Planung kommt vor Gestaltung
 Welche Rubriken benötigen wir? Welche Hauptseiten soll/muss es geben? Welche Unterrubriken bieten sich an?
Welche Seiten sollen von wo aus wohin verzweigen?
 "Scribble" auf Papier anfertigen (Inhalte, Rubriken, Seitengliederung mit Eingängen und Unterseiten, Navigation).
 Seitenstruktur aufzeichnen (Organigramm, Mind-Map): Wo brauchen wir welche Unterseiten, wo muss es Verlinkungen
zwischen Unter- und Hauptseiten geben etc.?
 Eine Skizze des Seitenverzeichnisses mit seinen Verlinkungen sollte man aufbewahren. Sie ist für spätere Ergänzungen
und Updates hilfreich, um die Struktur in Erinnerung zu rufen.
 Navigation auf dem Papier planen: Wie kommt der Besucher von A nach B und nach C und von C nach A? Kommt
man von jeder Seite zurück auf die Startseite bzw. auf die Eingangsseite und die eine Ebene höhere Seite?
 Es spart Zeit, das Layout der Einzelseite zuerst einmal auf dem Papier zu planen, bevor mit der Erstellung im
Programm begonnen wird.
Eine einheitliche Gestaltung der Seiten erleichtert Besuchern die Orientierung, die Site gewinnt an Klarheit. Manche

Programme ermöglichen das Erstellen von Vorlagen.
Tipp 4: Überblick ist entscheidend
 Bei der Einrichtung des Seitenverzeichnisses sind aussagekräftige Dokument- und Ordnernamen sowie klar
gegliederte Unterverzeichnisse - nach Inhalten (Schulorganisation, Fachbereiche, Klassen, Projekte) und Dateitypen
(Texte, PDFs, Fotos, Navigationsbuttons, Grafiken) sortiert - unverzichtbar. Unter Nummern oder Kürzeln vermag
man sich nach einigen Monaten nichts mehr vorzustellen, Kollegen aus dem Team schon gar nicht.
 Legt man von vornherein eine klare Ordner- und Unterordnerstruktur an, auch wenn die Ordner vielleicht
momentan noch leer bleiben, erleichtert das die weitere Arbeit. Die Seite wird wachsen, das Einsortieren der neu
hinzukommenden Elemente ist so bereits vorbereitet.
 Alle Elemente (Navigationselemente, Buttons, Fotos, Grafiken), die benötigt werden, sollten bearbeitet, ausgewählt
und in passenden Ordnern vorhanden sein, bevor man mit der Erstellung einer einzelnen Seite beginnt.
 Wichtig sind aussagekräftige Seitentitel sowie eine klare Gliederung der Einzelseiten und des Gesamtauftritts für
die Besucher (Platzierung der Elemente, Lesbarkeit, Farbgestaltung).
 Es empfiehlt sich, mehrere, einfach aufgebaute Einzelseiten zu konzipieren, statt wenige komplexe und
inhaltsreiche Seiten anzulegen, durch die der Benutzer lange scrollen muss.
 Bieten Sie den Nutzern Ihrer Seiten kurze Ladezeiten, vermeiden Sie aufwändige Grafiken, animierte Logos und
großformatige Fotos. (Die wenigsten Besucher sind mit einer DSL-Verbindung unterwegs.)
 Die Veröffentlichung von Fotos und Arbeitsprodukten der Kinder erfordert eine Einverständniserklärung der Eltern.
Das Internet ist ein weltweites Netz. Der Zugriff auf die Seiten und die Informationen ist jedermann möglich. Es
sollten keine Informationen, die eine Identifizierung von Kindern ermöglichen, existieren (Name, Klasse, geschweige
denn persönliche Daten eines Kindes neben seinem Foto). Bei Gruppenfotos ist darauf zu achten, dass einzelne
Kinder nicht identifizierbar sind. (Achtung: Die Dateibezeichnung, z. B. lisafranke4a.jpg, liefert im Quellcode der
Seite oft mehr Informationen als erwünscht.) Auch hier wäre eine Einverständniserklärung der
Erziehungsberechtigten sinnvoll.
 Lehrer und Eltern entscheiden selbst, welche Informationen sie über sich ins Netz stellen wollen und welche nicht
(Telefonnummern, E-Mail-Adressen etc.). E-Mail-Adressen einzelner Kinder sollten nicht veröffentlicht werden.
Tipp 5: Seitenpflege ist Pflicht
 Sind die Inhalte und Links noch relevant und aktuell? Stimmen die Termine, die Namen der Verantwortlichen
noch?
 Spiegeln sich Unterrichtsarbeit und Schulleben des laufenden Schuljahres wider (oder nur die Projektergebnisse der
Referendarin, die vor zwei Jahren die Schule verlassen hat)?
 Sind Produkte von Kindern oder Kollegen entstanden, die online gestellt werden können?
 Gibt es neue Links oder Angebote, die die Unterrichtsarbeit unterstützen können?
Tipp 6: Kooperation und Kommunikation fördern
 Alle Fachbereiche stellen sich auf der Website vor, dazu müssen die beteiligten Kollegen sich über Arbeitsinhalte und ziele verständigen.
 Unterstützung durch die Schulleitung einholen. Das Erstellen und Warten einer Internetpräsenz erfordert zeitliche
Kapazitäten und z. T. auch finanzielle Ressourcen (Webspace, Programme), die bereitgestellt werden müssen. Gab es
früher für die Betreuung der Lehrerbücherei schulintern Stundenentlastung, so könnte heute Entlastung für die
Webmaster geschaffen werden.
 Klassen und Arbeitsgemeinschaften können Beiträge für die Website inhaltlich und gestalterisch selbst planen und
realisieren.
 Arbeitsgruppen bilden, schulinterne Fortbildungen durchführen, um Betroffene zu beteiligen und Kompetenzen zu
teilen.

Kollegen anregen, Beiträge zur Verfügung zu stellen (Fotodokumentation der letzten Klassenfahrt, Texte aus dem letzten
Buchprojekt) - bei der technischen Aufbereitung Unterstützung anbieten oder kooperieren.
Anregungen für Inhalte und Gliederung
 Wer (Personen in der Schule, Lehrer, Klassen, Eltern, Verwaltung),
 Was (Schulgeschichte, Schulprofil, Räume und Angebote),
 Service (Adressen, Telefonnummern, Ferientermine, Fristen etc. auch das Schuljahr allgemein betreffende
Hinweise),
 Forum für Lehrer (Links, Materialien von Kollegen für Kollegen),
 Forum für Kinder (Links, Tauschbörse, Schülerzeitung, Seiten von Kindern für Kinder),
 Forum für Eltern (Links, Gesamtelternvertretung, Erziehungsberatungsstellen, Förderverein etc.),
 Schulaktivitäten und Unterrichtsprojekte (fächerübergreifende Projekte, Schulfeste, Projektwochen, Klassenfahrten
etc.),
 Fachbereiche (Präsentation der Leitkonzepte, der Arbeitsvorhaben und -produkte, der Fachräume),
 Klassen (Kinder einzelner Klassen stellen sich und ihre Arbeit vor),
 Arbeitsgemeinschaften,
 Schulpartnerschaften,
 Aktuelles (Informationen für alle an der Schule Beteiligte über aktuell an der Schule Laufendes).
Gliederung
 Startseite,
 Seiten, die zu Einzelbereichen führen (Themeneingänge, Zwischenkapitel),
 Einzelseiten (ggf. untereinander verlinkt, wenn Bezüge es nahe legen).
Tipps für Kinder und Lehrer zum sicheren Surfen
www.jugendschutz.net
www.fsm.de
www.polizei.hessen.de/hlka/abteilung5/infoblattr.html
www.fairlink.de
www.internet-abc.de/daten/html/index.php
www.polizei.propk.de/kids/index.html
www.blja.bayern.de/Service/Gesetze/Gesetze.Startseite.htm
www.jugendschutz.de
www.isinet-mv.de
www.saferinternet.org/news/safe-ukde.asp
www.baselland.ch/docs/jpd/ds/konk/konk-123.htm
www.blinde-kuh.de/fbitips.html
www.internet-abc.de/daten/html/index.php
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