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Die „Silversurfer“ kommen! Wie Bitte? „Wenn einer eine Reise tut…“

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DIE HONNEFER
5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang | www.diebadhonnefer.de |
BAD
50 Cent
rieschweges
Teilbereich des D
Seite 2
ist voll gesperrt
Wochenzeitung
ZUKUNFT: Mit 66 Jahren, da fängt das Surferleben erst so richtig an
V
Teil 1
Die „Silversurfer“ kommen! Wie Bitte?
iele sind’s ja noch nicht – aber es werden immer schneller immer mehr.
Ob man’s glaubt oder nicht, die größte zurzeit wachsende Nutzergruppe im Internet ist die der älteren Mitbürger um die 60
und darüber. Insider nennen sie auch gern Silversurfer und sie finden mehr und mehr Gefallen an dem globalen Netzwerk, das seit einigen Jahren zunehmend unseren kleinen
Planeten verändert. Denken wir nur an die
Revolutionen des letzten Jahres in Nordafrika.
Ohne eine Vernetzung übers Internet hätte
man diese Menschenmassen nicht mobilisieren können. Zugegeben, wer heute schon an
die 70 geht und noch nie mit dem Netz in
Berührung gekommen ist, hat oft Schwierigkeiten sich zurechtzufinden, geschweige denn
einen Computer erstmalig zu benutzen.
Manchmal ist sogar unterschwellig Angst dabei, weil man wenig darüber weiß und in vielen anderen Medien verständlicherweise nur
das Negative berichtet wird. In diesem Alter
hört man Radio und nutzt den Fernseher
reichlich, sogar deutlich häufiger als die Jugend. Man informiert sich im Wesentlichen
aus Tageszeitungen. Die Mehrheit hat sogar
ein Zeitungsabonnement. Zwei Drittel haben
ein Handy aber fast ausschließlich zum Telefonieren. Handys geben auch ein Stückchen Sicherheit, wenn man unterwegs in Not gerät.
Nur wenige haben bisher ein modernes
Smartphone um sich von Zeit zu Zeit mobil
mit dem Internet zu verbinden. Die Hälfte der
älteren Mitbürger besitzt einen Computer. In
der Regel aber einen sogenannten DesktopPC, das sind die großen Kisten, die unter dem
Schreibtisch stehen und an die dann Monitor,
Tastatur und Maus angeschlossen werden.Wenige besitzen ein Notebook, in dem alles integriert ist. Interessant ist, dass von den stolzen
Besitzern eines Computers nur ein knappes
Drittel damit in das Internet geht. Und unter
den Silversurfern sind heute wesentlich mehr
Männer als Frauen. Laut Studien sagt fast die
Hälfte aller Befragten das Internet sei „zu
Dienstleistungen hat sich in der Altersgruppe
seit 2005 verdoppelt und steigt weiter rasant.
Bereits 35 Prozent der Reisen buchen und bezahlen sie übers Internet. Einen besonderen
Schwerpunkt bilden Medikamente, denn die
sind hier häufig billiger. Aber man muss auch
hier aufpassen, um nicht unseriösen Anbietern
in die Hände zu fallen.
Zugegeben, es ist mittlerweile unglaublich
einfach und bequem mit wenigen Mausklicks
zum Beispiel den Staubsauger bei einem Internetversandhandel zu bestellen. Aber so einfach das auch ist, so unheimlich erscheint es
den älteren Nutzern. Sie sind misstrauischer als
die Jugend, vor allem, wenn es um ihre persönlichen Daten und ihr Geld geht.Wie gesagt, es
ist wie im richtigen Leben. Eine gesunde Portion Misstrauen hilft auch hier weiter.
Silversurfer kommunizieren hauptsächlich
per E-Mail.Aber sie beginnen langsam sich auf
Social Media Plattformen miteinander auszutauschen. Diese Plattformen kann man mit
Räumen vergleichen, in denen man sich trifft
und wo man sich austauschen kann. Dabei bevorzugen sie ein altersgemäßes Umfeld und
geben ihre Informationen nicht so freizügig
preis, als Jugendliche. Und im Gegensatz zur
Jugend legen sie großen Wert auf richtige
Herrschaften, die die Zwanzig längst überschritten haben, mit grauen oder weißen Haaren,
Rechtschreibung. Aber, wie gesagt, sie haben
sorgen für Umsatzwachstum im Computermarkt: „Die Silversurfer“. Auf dem Foto: Peter Mohr,
größere Sicherheitsbedenken.
Peter Hurrelmann, Helmut Böndel (v.l.) bei der elektronischen Arbeit.
Die Industrie hat gelernt. Die meisten Unkompliziert“ und 40 Prozent wüssten über- bleiben ihrer Marke, die sie schon lange ken- ternehmen sprechen Silversurfer im Internet
haupt nicht, was sie damit anfangen sollten. Zu nen, treu.
nicht mehr als Senioren an. Denn seien wir
teuer ist es rund einem Drittel. Aber immerAber wo sind die Silversurfer, was tun sie mal ehrlich, Senioren sind alt und wer will
hin, fast 20 Prozent planen bereits, sich in im Netz, wo sind sie aktiv. Auch dazu gibt es schon alt sein. Alt ist immer der, der mindes­
nächster Zeit einen Anschluss anzuschaffen. aufschlussreiche Studienergebnisse. In erster tens zehn Jahre älter ist als man selbst. SilverLängst hat die Konsumindustrie die Silversur- Linie informieren sie sich. Ältere Menschen surfer schrecken vor schriller Werbung zurück,
fer entdeckt, denn nach ihren Untersuchun- haben noch die Gabe auch längere Texte ge- erwarten eine möglichst reale, überschaubare
gen hat diese Altersgruppe wesentlich mehr duldig lesen zu können. Zwei Drittel der Sil- Welt im Netz. Sie glauben einfachen WebseiZeit zur Mediennutzung, verfügt heute über versurfer nutzen das Internet als Zeitung oder ten auf denen sie klassisch angesprochen werein höheres Einkommen und eine bessere Bil- Lexikon und interessieren sich besonders für den. Und sie suchen und kaufen Produkte, die
dung. Ganz besonders interessant ist, dass sich Reiseinformationen. Ein Drittel sucht nach sie sofort nutzen können. In der nächsten WoSilversurfer nicht so schnell von vertrauten Gesundheitsinformationen.
che lesen Sie, wie das Internet entstand und
Produkten lösen, wie Jugendliche, die von
Und sie kaufen zunehmend übers Internet. wie es dazu kam, dass es sich so rasant entwick­
Peter Hurrelmann
Marke zu Marke springen. Ältere Mitbürger Die Anzahl der Bestellungen von Waren und eln konnte. AUSFLUG: Eintauchen in eine andere Welt. In Oberkirch öffnet sich das Rheintal zum Schwarzwald
...
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„Wenn einer eine Reise tut…“
dann kann er was erzählen, heißt es.
Diesmal hieß das Ziel nicht wie gefühlte 1.000
Mal, hölländische Nordseeküste, sondern ganz
schlicht und einfach Schwarzwald. Das gehört
sich so, werden Sie jetzt denken, alte Leute
fahren nun mal in den Schwarzwald. So ist es.
Aber: Die lauschige Stadt Oberkirch mit
20.000 Einwohnern und 1.000 Schnapsbrennereien liegt genial. In knapp 20 Minuten ist
man in Straßburg, in einer Stunde erreicht
man Basel. Für Menschen die Ausflüge mit
dem Auto mögen, oder Wanderungen zwischen Wald und Reben, ein idealer Ausgangspunkt. Denn auch zwischen Straßburg und
Basel gibt es einiges zu entdecken. Mal abgesehen von den Schnäpsen, dem badischen
Wein oder den üppigen Vesperplatten.
Oberkirch ist umgeben von Obstplantagen, Äpfel, Birnen oder Pflaumen werden hier
derzeit geerntet und in die Welt verschickt.
Die Hölle für ungeduldige Autofahrer, irgendwie taucht an jeder Ecke ein Traktor mit Obst­
anhänger auf und blockiert denVerkehr massiv.
Sei es drum. Oberkirch wurde erstmals im 11.
Jahrhundert als Besitz der Herzöge von Zähringen urkundlich erwähnt. 1303 wurde die
Stadt an den Bischof von Straßburg übertragen, 1326 erhielt sie Stadtrechte. Abgesehen
von kurzen Unterbrechungen blieb die Stadt
bis 1803 unter der Herrschaft der Straßburger
Bischöfe. Im 30jährigen Krieg wurde Oberkirch von den
Fortsetzung auf Seite 3
5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
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HWZ
BÜRGERBLOCK: Sorgen und Anregungen beachten
bösARTig
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich sitze völlig relaxt im Weingarten des
Hotels Renchtalblick in Oberkirch im
Schwarzwald. Vor ein paar Stunden wusste
ich nicht, dass es diesen Ort überhaupt gibt.
Nun bin ich da. Lange Rede kurzer Sinn:
Kurzurlaub ist auch mal ganz schön. Hier
fehlt nur eine vernünftige Kaffeebud und
die Aussicht op de Drachenfels. Die Verbindung zu unserem Grafiker Ralf Kolmsee,
der seit Anfang der Woche sein Atelier in
Bad Honnef hat, klappt ausgezeichnet.Auch
die Verbindung nach Kolumbien zu meiner
Tochter ist via Skype ungestört, ebenso wie
die Kommunikation mit meinem Präsidenten auf Malle. Alles schön. Aber: Ich hatte es
in der vergangenen Ausgabe bereits angedeutet, meiner Tochter gefällt es in Kolumbien, verdammt noch mal, unglaublich gut.
Wie hatte doch ein Reisender unlängst geschrieben: „Das einzige Problem an dem
Land ist, man will nicht mehr weg“. Frau
vielleicht auch nicht? „Gestern waren wir
den ganzen Tag am Strand und heute gibt’s
ne Grillparty“. Natürlich auch am Strand.
Wie wir alle wissen liegt dieses Land, quasi
übereck, nicht nur an der Pazifikküste, sondern auch noch an der Karibikküste. Karibik! Bad Honnef liegt am Rhein. Dort
wohnen Honnefer und kölsche Einwanderer. Die Bevölkerung in Kolumbien besteht
aus Mestizen, Mulatten,Weißen, Schwarzen
und indianischen Eingeborenen, einer sensationell interessanten Mischung aus unterschiedlichen Wurzeln und Traditionen. Das
Land wird als ein ethnisches Mosaik bezeichnet, was sich in der Kultur, Folklore,
Kunst und im Handwerk widerspiegelt.
Sagt meine Tochter. Früher hätte man gesagt, das Mädel ist arg altklug. Aber dieses
Wort gibt es nicht mehr. Heute heißt das:
Sie hat Interesse an fremden Kulturen. Ich
werde ihr vorschlagen, dass sie sich mal mit
den Aegidienbergern auseinander setzt.
Rein spaßeshalber. Nee, ernsthaft! Mein
Korres­pondent vor Ort in Bad Honnef, der
mit dem Moped und dem Cabrio, lässt mir
just eine Meldung zukommen: Die Mitgliederversammlung des Selhofer Orts- und
Verschönerungsvereins hatte im März 2011
beschlossen, alle zwei Jahre – beginnend mit
dem Jahre 2011 – einen Blumenschmuckwettbewerb zu organisieren. Diesem Beschluss folgend, haben sich dann unter Leitung von Gisela Graner-Müller, Gerda Linder, Dagmar Schmidt und Herbert
Neunkirchen Mitte Juni 2011 an die Arbeit
gemacht und die drei schönsten Gärten von
Selhof nach einem Bewertungssystem ermittelt. Die Jury hat nun folgende Gärten
prämiert:Platz 1: Eheleute Detlef und Hilde
Rickert, Karl-Simrock-Str. 41, Platz 2: Dietmar Küsgen, Dellenweg 51, Platz 3: Eheleute Theo und Marlies Osterholt, Menzenberger Str. 81. Das zieht sich hier aber mächtig
in die Länge. Noch 600 Buchstaben aus
dem Schwarzwald. Donnerstag, 19.30 Uhr,
es regnet, vor mir stehen Schweinelendchen
am Spieß mit Früchten in einer Currysauce
an Reis. Rechts davon ein Grauburgunder,
davor ein Obstler. Der wird die Curry-Sahnesauce neutralisieren. Frau Wirtin kommt
vorbei: Hat alles gepasst? Natürlich! Nur,
nun passt mir nichts mehr. Ich hätte gerne
noch einen Obstler für Erwachsene. Is recht.
Es fehlen noch 200 Buchstaben, aber der
Herr Kolmsee wird das schon richten.
Schönes Wochenende allerseits...
Wie bekannt, hat der Rat auf Antrag des
Bürgerblock noch in der letzten Ratsperiode
nach jahrelanger Diskussion mit breiter
Mehrheit die Erschließung des Selhofer Südens beschlossen. Neben dem Erhalt großer
Grünflächen sieht dieser Beschluss auch eine
Fläche für „Institutionen“ sowie eine Wohnbebauung im Umfang von maximal 50
Wohneinheiten vor. Mehr als 100 interessierte Bürger folgten Mitte Juli einer Einladung
der CDU, um sich im Rahmen einer Begehung des Gebiets von der Verwaltung in Person des Techn. Beigeordneten Bernd-Josef
Vedders und Herrn Ullrich von dem mit den
Planungen beauftragten Ingenieurbüro über
den aktuellen Sachstand informieren zu lassen. Sieht man einmal von der Fundamental-
kritik ab, welche die Vertreter der bekannten
Extrempositionen – gar keine Bebauung
versus komplette Erschließung – vorbrachten, so wurde von einer Vielzahl der Bürger
sachliche Kritik an der geplanten verkehrlichen Erschließung des Areals vorgetragen. In
der Tat käme es – so die jetzige Planung umgesetzt würde – auf allen Erschließungswegen zu deutlichen Engpässen, so zum Beispiel am Krachsnußbaumweg, der im oberen
Teil nur über unzureichende Fußgängerwege verfügt, an den Kreuzungen mit der Linzer Straße oder auch im Bereich Afelspfad/
Lichweg. Auch deshalb kam von den Bürgern immer wieder die Anregung, den Selhofer Süden doch über den neuen, leistungsstarken Kreisverkehrsplatz auf der Linzer
Straße zu erschließen.Verwaltung und Politik
täten gut daran, die von den Bürgern geäußerten kritischen Anregungen ernst zu nehmen. Die Erschließung des Selhofer Südens
über den neuen Kreisverkehrsplatz sollte
nicht schon zu einem so frühen Zeitpunkt
der Planungsarbeiten gänzlich verworfen,
sondern als ernsthafte Alternative, die es ermöglicht, weitere Verkehrsengpässe und damit Belastungen der Anwohner in Selhof zu
vermeiden, intensiv weiter bei den Planungen verfolgt werden. Ängste, eine solche Erschließung diene nur dazu, den aktuellen
Ratsbeschluss zu Gunsten einer stärkeren
Bebauung aufzuweichen, sind unbegründet,
denn die hierzu nötige Mehrheit im Rat ist
|eb
aktuell nicht ansatzweise in Sicht. Teilbereich des Drieschweges ist voll gesperrt
gesperrt wird. Seit vergangenen Mittwoch bis voraussichtlich 25. August ist der
Drieschweg, zwischen Wittichenauer Straße und der
Stichstraße Drieschweg daher
für den Gesamtverkehr nicht
befahrbar. Der Verkehr zum
Gewerbegebiet Bad Honnef
– Süd wird über die Bercksur-Mer-Straße,WittichenauDer Kreisel Richtung Rheinbreitbach wird nun vollendet.
er Straße bzw. aus FahrtrichDaher wird der Drieschweg zwischen „Hupperich und
tung Rheinbreitbach über die
Westhoven und „Elektro Wolf“ gesperrt. Die Zufahrt zum
Linzer Straße geführt. Die
„Waschbären“ ist über die Berk-sur-Mer-Straße frei.
Anfahrtsmöglichkeit zu den
Zurzeit befinden sich die Bauarbeiten des
Gewerbebetrieben in der
Kreisverkehrsplatzes Drieschweg / Wittiche- Stichstraße Drieschweg ist gegeben.
nauer Straße in den letzten Zügen. Zur AnDie Verwaltung bittet alle Verkehrsteilbindung dieses Kreisels an den bereits vor- nehmer um Verständnis. Für Rückfragen
handenen im Bereich der Linzer Straße / steht Marcel Gilbert, Tel. 02224 – 184149
Drieschweg ist es notwendig, dass ein Ab- vom Fachdienst Straßenverkehr zur Verfü|eb
schnitt des Drieschwegs vorübergehend voll gung.
Seit Mittwoch ist die Zufahrt in den
Drieschweg nur noch bis zur Einfahrt
„Elektro Wolf“ möglich.
Einsätze für die Jugendfeuerwehr Bad Honnef
Die Jugendfeuerwehr der Feuerwehr
Bad Honnef startete vergangenes Wochenende mit ihrer jährlichen 24-Stundenübung. Es wurden zwei spektakulärere Einsätze für die Jugendlichen von
den Betreuern vorbereitet. Die erste
Übung fand auf dem Marktplatz Bad
Honnef statt. Dort fanden die Jugendlichen eine Person unter einem PKW vor.
Die angefahrene Person wurde mittels
Hebekissen und Unterbaumaterial unter dem PKW hervor geholt. Mittels
einer Rauchbombe wurde zudem ein
plötzlicher PKW-Brand simuliert, der
entsprechend gelöscht wurde. Die zweite Übung fand dann in Aegidienberg
statt. Hier retteten die Jugendlichen im
Feuerwehr-Gerätehaus eine eingeschlossene Person in einer brennenden
|eb
Wohnung. HWZ
Pütz & Kloss – ausgezeichnet
mit dem Goldenen Zuckerhut
Unsere Getränke
sind der
derzeit eine Großbaustelle, immerhin führte
die Umleitung an den römischen Badruinen
vorbei. Hermine Bähr schaut wohlwollend auf
den reichlich gedeckten Abendtisch mit einer
überdimensionalen Schüssel Späzle, Wild aus
dem Schwarzwald und Pfifferlingen aus dem
Schwarzwald. Frau Bähr hatte das Haus mit
ihrem Mann Franz vor 50 Jahren erworben
und bis heute succsessive erweitert. Sie erzählt
über die schweren Nachkriegsjahre und betont, dass wir uns hier noch im Badischen befinden, das Schwabenländle fange erst ein paar
Kilometer weiter, „dort droben“ an. Ein
Glück, denn: „Die Schwaben sind geizig und
wir sind großzügig“. Fazit: Für zwei oder drei
Tage Kurzurlaub lohnt sich die dreistündige
Fahrt in eine andere Welt, in der alles etwas
behäbiger zu geht. Leut, ganz eifach abschalde.
Viel Wald und Reben, historische Städte (Titel), Kitsch, Obstplantagen, und altertümliche Gemäuer prägen die badisch-elsässische Gegend
zwischen Schwarzwald und Rhein.
Anschlag auf das Verlagsgebäude in Selhof?
HIT
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8 – 19 Uhr, Sa. 8 – 16 Uhr
Fortsetzung von Seite 1 Schweden eingenommen. Von 1650-1668 lebte der BarockDichter Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen in Oberkirch und schrieb hier
seinen „Simplicius Simplicissimus“. 1689
wurde die Stadt von französischen Truppen
niedergebrannt. 1803 kam Oberkirch an den
Markgraf von Baden. Klosterruinen, Wallfahrtskirchen und Museen zeugen von der
wechselhaften Geschichte.
Das Hotel „Renchtalblick“, in dessen Gemäuern aus dem Jahre 1846 ich mich urlaubsbedingt befinde, war beispielsweise bis zum 2.
Weltkrieg eine Brauerei mit einem in Fels gehauenen Kühlkeller in dem das berühmte Löwenbräu gekühlt wurde. Lange rede kurzer
Sinn: Zu den Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe gehört auf jeden Fall die sogenannte Schwarzwaldhochstraße zwischen
Freudenstadt und Baden Baden. Etliche Motorradfahrer benutzen die gut ausgebaute, 40
Kilometer lange Straße als Rennstrecke, aber
sie bietet auch einiges für die Augen. Beispielsweise den Mummelsee in knapp über 1.000
Meter Höhe. Mummeln, so wurden im 18.
Jahrhundert im Badischen die Seejungfrauen
genannt. Der Sage nach zeigen sie sich auch
heute noch hin und wieder. Ich habe keine
gesehen. Dafür aber, ein paar Kilometer weiter,
ein völlig ausgestorbenes Fachwerkdorf am
Rande des dunklen Waldes. Am Ende der
Schwarzwaldhochstraße liegt Baden Baden,
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WOGUT LEBENWENIG KOSTET
5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
Foto: joujou/pixelio
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Wohl nicht, aber: Am vergangenen Samstagvormittag um 4.19 Uhr wurde die Feuerwehr zum Dellenweg 2 gerufen. Dort standen vier Mülltonnen lichterloh in Flammen.
Direkt neben einem parkenden Fahrzeug.
Direkt unter einem Baum.
Ein Nachbar wurde von einem „Knall,
wie von einem Feuerwerkskörper“ geweckt,
dann sah er die „fünf bis sechs Meter“ hohen
Flammen am gegenüberliegenden Gebäude
hoch züngeln. Irgendwie wurde ich 10 Minuten später wach. Quasi vier Stunden vor
meiner üblichen inneren Weckuhr. Ich bemerkte einen üblen Gestank.
Auf der Straße standen vier wild blinkende Feuerwehrwagen. Lunge an Gehirn: Wo
bleibt die Zigarette. Aber das Gehirn hatte
andere Probleme: Feuerwehr vor der Haustür? Übler Qualmgeruch in der Wohnung?
Es könnte brennen. Aber was? Wo? Schlafzimmertür aufgerissen. Nichts. Flur, Küche,
Arbeitszimmer – nichts.Alle Türen und Fenster waren dort geschlossen. Wohnzimmertür auf. Rauchwolken. Die Balkontür war
auf Kipp, der Qualm konnte ungehindert
eindringen. Ein furchtbarer Gestank.
Unter dem Wohnzimmerfens­ter brannten die Mülltonnen. Kappe auf, Zigaretten
eingepackt, und Abmarsch zum Brandort.
Gefühlte 20 Feuerwehrmänner und einige
Polizisten wuselten um das Haus herum. Ein
paar Meter weiter unten im Krachsnussbaumweg standen weitere Mülltonnen in
Flammen.
Eine junge Polizistin fragt, wer ich bin.
Woher soll ich das um vier Uhr in der Frühe
wissen? Die Mülltonnen qualmen. Die
Flammen sind gelöscht. Nach knapp zwei
Stunden zieht die Feuerwehr ab. Ich überlege, was passiert wäre, wenn die Flammen auf
das Auto übergegriffen hätten, oder auf den
|bö
Baum? Keine Ahnung. HIT-Markt Bad Honnef
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53604 Bad Honnef
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5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
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HWZ
Rückblick: Der Herbstmonat Juli 2011
Viele sagen: Das war doch klar. Nach dem sensationellen Frühjahr mit Temperaturen bis 40 Grad,
Dürre und extremen Niedrigwasser im Rhein,
konnte der Sommer nur noch mies werden. Wettermänner sagen: Eigentlich ein ganz normaler Juli.
Aber: Der Juli ist der erste Monat des Jahres 2011
gewesen, der kühler als im Durchschnitt war. Vor
allem in der Südwesthälfte lag die Mitteltemperatur
ein bis eineinhalb Grad darunter. Insgesamt gab es
ein munteres Auf und Ab. Nach unterkühltem Monatsbeginn mit einstelligen Frühwerten und sogar
vereinzeltem Bodenfrost folgte die wärmste Periode. Am 12. Juli lagen die Spitzenwerte am Rhein
bei bis zu 33 Grad.Aber ein Tag macht noch keinen
Hochsommer. Zum ersten Augustwochenende
setzt sich, nach einem sommerlichen Quicky in der
Wochenmitte, der Abwärtstrend fort. Nach derzeitigem Stand sacken die Temperaturen im Nordwes­
ten auf Werte um oder unter 20 Grad und liegen
dann schon wieder auf dem Niveau der letzten Tage und Wochen. In der Südosthälfte bleibt es noch
deutlich wärmer, dort kommt die richtig kühle Luft
wohl erst einige Tage später an. Der Schaukelsommer 2011 geht also weiter.
Neue Auszubildende bei der Stadtsparkasse
Für zwei Auszubildende begann am 1.
August 2011 ein neuer Lebensabschnitt.
Vorstandsvorsitzender Hellmuth Buhr
schaute in strahlende Gesichter als er
einen kurzen Einblick in die Ausbildung zur Bankkauffrau/Bankkaufmann
gab. 10 junge Menschen befinden sich
zur Zeit in der Ausbildung bei der
Stadtsparkasse Bad Honnef. Nach zwei
Einführungstagen entließ Ausbildungsleiterin Ursula Stark die Azubis Janine
Lenzgen und Florian Schneider zu Ihrem ersten Einsatz in die Geschäftsstellen, um die Kundenberatung und die
Servicetätigkeiten vor Ort kennenzulernen. Die theoretischen Kenntnisse
werden durch innerbetrieblichen Unterricht,Verkaufstrainings, einem Planspiel sowie durch ein Fernstudium vermittelt. Der Berufsschulunterricht findet in Form vom Blockunterricht im
Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in
Siegburg statt. Mit Abschluss dieser
zweieinhalb jährigen Ausbildung endet
das Lernen noch lange nicht. Auch
nach der Ausbildung stehen den jungen
Menschen in der Sparkassenorganisation viele Weiterbildungsmöglichkeiten
offen. Für das Ausbildungsjahr 2012
findet am 29. September 2011 ein weiterer Einstellungstest statt. Bewerben
Sie sich bis zum 15.09.2011 bei: Stadt-
sparkasse Bad Honnef, Ursula Stark,
Hauptstr. 34, 53604 Bad Honnef. Weitere Informationen findet Sie im Internet unter www.sparkasse-honnef.de
oder erhalten Sie direkt bei der Ausbildungsleiterin Ursula Stark, Tel:
02224/181-172, ursula.stark@sparkas|eb
se-honnef.de. Westerwaldstraße
Rezept der Woche
In den vergangenen Jahren sind an der Westerwaldstraße, der einzigen Verbindungsstraße von Rheinbreitbach zum Ortsteil Breite
Heide, massive Schäden aufgetreten. Diese sind zum Teil auf Frostschäden der letzten beiden strengen Winter zurückzuführen, es
sind aber auch Hangbewegungen oberhalb und unterhalb der
Straße sichtbar geworden. So sind nach einem Hang­rutsch vor
mehr als zwei Monaten, Warnbaken an der Westerwaldstraße zu
einer Dauereinrichtung geworden. Es ist also dringend Handlungsbedarf gegeben. Auch angesichts der Erfahrungen Mit der
Verbindungsstraße zwischen Unkel und Bruchhausen und deren
teilweisen Sperrung hat die SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat
|eb
von Rheinbreitbach Haushaltsmittel beantragt.
Ein leckeres Rezept mit einer
Vorbereitung von 15 Minuten und einer Zubereitung
von 10 Minuten: ZucchiniHirsch(Reh)-Pfanne für 4
Portionen.
Zutaten: 4 Hirschkalboder Rehsteaks a 125 g, 3
Zucchini, 2 Zwiebeln, 2
Knoblauchzehen, 60 g Pinienkerne, 4 EL Olivenöl, Salz,
Pfeffer, 1 Becher Sahne 200 g.
Zubereitung: 1. Zucchini vierteln und in Scheiben schneiden. Zwiebeln
und Knoblauch abziehen, in
dünne Scheiben teilen. Pinienkerne ohne Fett goldgelb rösten. 2. Olivenöl in einer großen
Pfanne erhitzen und die Steaks darin von jeder Seite 2-3 Minuten
anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, aus der Pfanne nehmen.
Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch ins Bratfett geben und 3-4
Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Sahne einrühren
und kurz aufkochen. 3. Steaks und Pinienkerne unterheben, kurz
erhitzen und auf Tellern anrichten. Dazu passt: Vollkorn-Baguette.
Norbert Kramer
5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
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SFA-Fußballerinnen auf Mannschaftstour
Ein vergnüglicher Ausflug
schloss die erfolgreiche
Fußball-Saison der B-Juniorinnen der Sportfreunde Aegidienberg (SFA) ab.
Begleitet von ihren Trainern und Betreuern Daniel
Gutsch, Andreas Tix sowie
Sabrina und Jürgen Schemel verbrachten die jungen
Damen ein langes sportliches und unterhaltsames
Wochenende an der Lahn.
In Weilburg gab es reichlich Kultur mit dem mittelalterlichen Schloss und der
schönen Altstadt, einen
großen Eisbecher und einen langen Spieleabend in
der Jugendherberge. Die
Paddeltour auf der Lahn in
Dreier- und Vierer-Kanus
erforderte nicht nur wegen
der Betätigung der Schleusenräder, für die jeweils zwei Leute aus den Booten aus- und wieder einsteigen mussten, viel
Geschick. Auch die Kanus bei der mehr als dreistündigen
Fahrt auf Kurs zu halten, kostete Kraft und sorgte für durchnässte Kleidung, obwohl es zum Glück nicht regnete. Das
für den Abend geplante Fußballspiel fiel der allgemeinen
Müdigkeit zum Opfer. Dafür waren am nächsten Tag in einem Klettergarten in Wetzlar wieder Geschicklichkeit und
körperliche Anstrengung gefragt. In kleinen Gruppen mussten Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade in vier bis
acht Metern Höhe und teilweise mit gegenseitiger Hilfe
bewältigt werden. Entspannung gab es dann bei einem zu-
fällig in der Nähe stattfindenden Volksfest. Die anschließende Heimreise verschliefen alle, die nicht selbst fahren mussten. Mit kleinen lustigen Geschenken wurde den Trainern
bei einem abschließenden Besuch in der Aegidienberger
Eisdiele gedankt und mit Freude bereits an den Ausflug nach
der nächsten Saison gedacht. Übrigens: Die SFA-Juniorinnen-Fußballmannschaft kann noch Verstärkung brauchen.
Wer Lust hat, kann beim Training vorbeischauen: Mittwoch
und Freitag jeweils ab 18:30 Uhr auf der Kunstrasenanlage
in Rottbitze – auch in den Ferien. Kontakte: Jürgen Schemel (02224 81469 oder 0171 2357546), Andreas Tix (0177
|eb
2674571) und Daniel Gutsch (0157 83058410). IN KÜRZE
Geburtstag mit Live-Musik
stifting NRW, teilte jetzt Manfred Speck,
Staatssekretär a.D., und Mitglied des
Honnefer Aalkönigskomitee, mit, dass
die Landesregierung ihn erneut in das
Kuratorium der Kunststiftung NRW für
die Dauer von 5 Jahren berufen hat. Kraft
dankte Speck, dass er sich weiterhin zu
Fahrt nach Roermond
diesem ehrenamtlichen Engagement zu
Am 31. August unternimmt die kfd-St. Gunsten der Kulturarbeit in NRW bereit
Johann Baptist eine Tagestour nach Hol- erklärt hat.Weitere Mitglieder neben der
land. Abfahrt ist um 8 Uhr an der Post in Politik sind u.a. WDR-Intendantin MoBad Honnef, die Rückkehr ist für 19 nika Piel, Rechtsanwalt Gerhard Baum,
Uhr vorgesehen. Ziel ist die sehenswerte sowie Prof. Dr. Gottfried Honnefelder,
Stadt Roermond in den Niederlanden. Vorsteher des Börsenvereins des deut|eb
Die Stadt ist berühmt für ihr reichhalti- schen Buchhandels.
ges, kulturelles Angebot, eine sehenswerte Altstadt, schöne romanische und goti- Der Ski-Club wandert
sche Kirchen, ein großes Shopping-Zen- Der Ski-Club Bad Honnef wandert am
trum und vieles mehr. Geplant ist auch Sonntag den 7. August. Es geht über den
eine Stadtführung „Die Kaiserinnen- Löwenburger Hof nach Aegidienberg.
wanderung“. Die Kosten betragen für Treffpunkt ist der Parkplatz „EinsiedlerBusfahrt und Führung 20 Euro, Gäste tal“ im Schmelztal um 10 Uhr. Auskunft
zahlen 25 Euro. Restkarten erhältlich bei und Anmeldung bei Wanderwartin Gise|eb
Karin Horn, Telefon 0224 - 6523. |uv la Todaro, Tel 02224 / 4340. Im Rahmen der Sommernacht 2011, am
26. August ab 18 Uhr, feiert Barbara
Mormina „5 Jahre MB Ambiente Mediterraneo” in der Hauptstraße. Mit LiveMusik der Gruppe „Meo-Neo“. |eb
Kraft ruft Speck
„Berg der Sänger“
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bereits seit 1967 veranstaltet der MännerVorsitzende des Kuratoriums der Kunst- Gesangverein sein Sommerfest, das
„Hupperichfest“ rund um die von den
Sängern gebaute Schutzhütte auf dem
„Berg der Sänger“, dem Hupperich, hinter dem Gestüt Feldmann. Dazu laden die
Sänger auch in diesem Jahr wieder alle
Freunde, Bekannte, Mitglieder und
Nichtmitglieder herzlich ein. Wir bieten
Ihnen Gegrilltes, leckere Bratkartoffeln,
Salate, Getränke, Kaffee, Kuchen und interessante Gespräche. Gegen einen einmaligen Kostenbeitrag von 7,50 Euro
(Kinder bis 14 Jahre frei) können Sie nach
Herzenslust essen, trinken, reden und zuhören. Also am 7. August hinauf zum
Hupperich! Auf Ihren Besuch freuen sich
der Vorstand und die Sänger des MännerGesangverein „Liederkranz“ 1875 Aegi|eb
dienberg. Trödel-Markt
Verkauf im Hof: Werkzeug,
Maschinen, Geräte und
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Bad Honnef, Bergstraße 6,
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dadurch gehoben. Im Stirn- und
Mundbereich erzielt man mit dieser Methode schöne Erfolge.
Störende Falten werden weniger
sichtbar oder verschwinden ganz. Mit was unterspritzt wird, ist individuell abgestimmt auf Form und
Tiefe der Falte. Die Palette reicht von Hyaluronsäure
bis zu Eigenfett-Transplantation. Mimikfältchen werden mit Botulinum Toxin Typ A behandelt. Muskeln
und extreme Hautbewegungen, die für die Falten
verantwortlich sind, werden entspannt und die
Faltenbildung verhindert. Bereits vorhandene
Fältchen werden geglättet. Sinnvoll ist es frühzeitig
mit einer Therapie zu beginnen, bevor aus kleinen
Fältchen tiefe Furchen werden.
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5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
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Bustouristen lieben unsere Gegend
Vergangene Woche fand in Köln der
RDA-Workshop, die Leitmesse für
Gruppenreisen, statt. Rund 1100 Aussteller aus 38 Ländern präsentierten
ihre Produkte und Ideen für die zukünftigen Geschäftsjahre.
Zentrales Messethema war der
Eventtourismus, der in den vergangenen Jahren eine gesteigerte Nachfrage
verzeichnete. Im Verbund mit den
Rheinstädten Düsseldorf und Köln sowie den Partner Beethovenfeste Bonn,
Bonner Personen-Schifffahrt und der
Bundeskunsthalle präsentierte sich die
Tourismus & Congress GmbH Region
Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler
(T&C) den zahlreichen nationalen sowie internationalen Reiseveranstaltern.
Entgegen des bundesweit eher
rückläufigen Trends im Busreisesektor
kann der Großraum Bonn zunehmende Entwicklungen verzeichnen. „Dies
liegt vor allem an einem intensiven
Marketing und einer Vielzahl attraktiver Offerten, die stetig um neue Highlights ergänzt werden. Zudem werden
die Bedürfnisse der Kunden fortwährend berücksichtigt und Angebote
maßgeschneidert angepasst“, so Thomas von dem Bruch, Leiter Touristik
und Marketing bei der T&C. „Zu beobachten ist außerdem eine zunehmende Internationalität der Zielgruppen. So konnten wir in den vergangenen Tagen beispielsweise neue Partner
aus Österreich und der Schweiz gewinnen. Diese sind begeistert von den
vielfältigen Möglichkeiten der Region
und möchten verstärkt mehrtägige
Reisen nach Bonn anbieten.“ Der romantische Rhein fasziniert die Gäste.
Entsprechend dem Hauptthema
war in diesem Jahr der Eventtourismus
ein bedeutender Schwerpunkt der Beratungsgespräche. Vor allem das bei
Gruppenreisen beliebte „Rhein in
Flammen am Siebengebirge“ erfreute
sich außerordentlicher Popularität.
Diese Attraktivität gründet nach wie
vor auf dem Mythos des romantischen
Rheins. Viele interessierte Anfragen
bezogen sich deshalb auch auf das neue
Musical „R(h)ein vom Gefühl“.
Für besondere Aufmerksamkeit hat
die für Juli 2012 angekündigte Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit dem
Arbeitstitel „Pixar“ gesorgt, die bereits
in New York und Hongkong sämtliche
Besucherzahlen gesprengt hat. Die
Ausstellung gibt einen Einblick in die
Arbeitsweise der zur Walt Disney
Company gehörenden Pixar-Studios,
die für Kinokassenschlager wie Toy
Story, Findet Nemo oder Cars berühmt sind.Viele Nachfragen bezogen
sich auch auf die Beethovenfeste sowie
auf das bevorstehende Deutschlandfest,
das in diesem Jahr die Feierlichkeiten
des Tages der Deutschen Einheit mit
dem Nordrhein-Westfalen-Tag in
|eb
Bonn verbindet.
Geschwisterkindregelung erfolgreich
Deine Stadt. Deine Zeitung. Dein Jahr.
HWZ
Der Stadtelternrat konnte auf seiner
Sitzung kurz vor den Sommerferien
nochmal zahlreiche Elternvertreter zu
seiner 4. Sitzung 2011 begrüßen. Gemeinschaftlich wurde bereits zu Beginn deutlich, dass die Aktion des StER
zum Thema OGS-Beiträge zur Ratssitzung Ende Juni erfolgreich war. Wie
in der Presse zu lesen war, hat der Offene Brief des Stadtelternrats an Bürgermeisterin Wally Feiden und die Präsenz von Eltern bei der Ratssitzung
dazu geführt, dass die Geschwisterkindregelung in der kommenden Haushaltsjahrplanung der Stadt überprüft
wird. Dazu bestätigte Feiden, so berichtete Steffen Klinzmann, Pressewart
des StER, kurz nach Erscheinen des
Offenen Briefes schriftlich, sich dafür
einsetzen zu wollen. Mittlerweile hat
sich auch das Bundesministerium für
Jugend und Familie von Dr. Kristina
Schröder und die Staatskanzlei von
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
gemeldet. Man wäre in der Bearbeitung der Angelegenheit und melde sich
dann schriftlich.
Aus dem Jugendhilfeausschuss
konnte Nicole Geier als Vertreterin des
StER berichten. So ist aktuell ein Informationsflyer zum Thema „Kindeswohlgefährdung“ gemeinsam mit der
Stadt Bad Honnef und dem „Bündnis
für Familie“ erstellt worden, der zu
Schuljahresbeginn im September ver-
Deine Stadt. Deine Zeitung. Dein Jahr.
Petra Neunkirchen, Steffen Klinzmann, Renate Künzel, Corinne Kremling (v.l.)
vom Stadtelternrat verkauften Kaffee und Kuchen für den Stadtjugendring.
öffentlicht wird. Zudem wird es in diesem Jahr wieder die Informationsveranstaltung für die weiteren Schulen
geben. Dazu werden sich dann Bad
Honnefer Einrichtungen im Oktober
präsentieren und den Viertklässlern
und deren Eltern Argumente für die
jeweilige Bildungseinrichtung geben,
so Renate Künzel, 2. Vorsitzende des
StER.
Die freie Wahlmöglichkeit der Eltern ist hierbei immer grundsätzlich
gegeben. Diesmal wurden auch drei
Gäste aus Aegidienberg begrüßt, die
sich speziell zu den sozialen Themen
des Stadtelternrats, hier speziell die
HWZ
Schul- und Bildungssituation der Stadt,
informieren wollten.Auch der Stadtjugendring Bad Honnef war mit Stefanie
Gross vertreten. Sie bedankte sich im
Namen des Veranstalters von „R(h)einspaziert“ für das Engagement des
StER bei dem Open-Air-Event auf der
Insel Grafenwerth. Sie deutete die Beteiligung als Signal für weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der StER
war auf kurzfris­tigen Wunsch des Veranstalters mit Spenden für das Kaffeeund Kuchenbuffet eingesprungen, und
konnte mit seinem Verkaufsstand über
200 Euro zugunsten des Stadtjugend|eb
rings einnehmen. 5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
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SFA verabschiedet langjährige Übungsleiterin
Es war eine wahrhaft bedeutende
Stunde, sowohl für die Gruppe als auch
für Anni Wehrens (u.m.). Seit 28 Jahren
ist Anni Mitglied bei den Sportfreunden Aegidienberg und fast genau solange für den Verein aktiv tätig. Anni
trat 1983 in den Verein ein und hat bei
der Gymnastikgruppe sofort mit geholfen. So unterstützte sie ihren ersten
Übungsleiter, half gleichzeitig bei der
Kindergruppe und übernahm schließlich die Kindergruppe als Übungsleiterin. Wer sich wie Anni einbringt wird
natürlich auch für weitere Aufgaben
auserkoren. So ließ sich Anni von 1985
bis 1989 in den Abteilungsvorstand
wählen. Viele Jahre hat sie auch die
Sportabzeichenabnahme mit unterstützt. Wie wir wissen, hat Anni viele
Gelegenheiten wahrgenommen, sich
für ihren Sport weiterzubilden. 2003
hatte sie dann die Idee, mit der ihr Name noch heute fest verbunden ist. Sie
rief die Gruppe „Wer rastet, der rostet
- fit ab 50“ ins Leben. Hier bot sie den
für dieses Lebensalter altersgerechten
Sport an - und fand viel Zuspruch.Annis Leistungen für den Sport und damit
auch für die Sportfreunde Aegidienberg wurden bei der Jahreshauptversammlung des Vereins durch die Goldene Ehrennadel des Vereins gewürdigt.
Klaus Katzenberger
Dragons gehen endgültig in der ProB an den Start
Nun sind die Würfel endgültig gefallen:
Die Dragons Rhöndorf werden in der
kommenden Saison in der ProB-Süd
antreten. Bei der Abstimmung unter
den 40 Teams der „Jungen Liga“ erhielt
der Antrag eines Solidaritäts-Fonds zur
Absicherung eines wettbewerbsfähigen
Rhöndorfer ProA-Etats zwar mehr
„Ja“ als „Nein“-Stimmen, verfehlte jedoch die erforderliche Zwei-DrittelMajorität. „Natürlich hätten wir uns
einen positiven Ausgang gewünscht, für
uns Dragons aber auch für die 2. Basketball-Bundesliga. Dennoch können
wir mit dem Ergebnis gut leben,
schließlich haben wir uns unter den uns
gegeben Umständen vor rund vier Wochen selbst für die ProB-Teilnahme
entschieden. Über den aktuellen Vorschlag mussten die Clubs eine Entscheidung in einem für alle transparen-
ten Prozess treffen und das haben sie
gemacht,“ zeigte sich Dragons-Geschäftsführer Michael Wichterich keineswegs enttäuscht. Nach einem turbulenten Saisonfinish außerhalb der Basketballhallen – mit dem zunächst
eigenen sportlichen Abstieg und den
Lizenzentzügen gegen Osnabrück und
Freiburg - hatten die Drachen ursprünglich auf ihr ProA-Teilnahmerecht zur neuen Saison aufgrund einer
nicht unerheblichen Etatunterdeckung
verzichtet. Die Situation mit nur 15
Mannschaften in der ProA, dafür 13
Teams in der ProB-Nord veranlasste
aber Vereine wie auch Liga, noch einmal das Gespräch zu suchen. Die Dragons hatten daraufhin ihre Bereitschaft
signalisiert, unter der Bedingung einer
etatdeckenden Bürgschaft am ProASpielbetrieb teilzunehmen. Michael
Wichterich: „Dass der Vorschlag des
Solidaritäts-Fonds nicht einhellig auf
Zustimmung stoßen würde, war klar,
denn es wäre ein absolut ungewöhnliches Konstrukt gewesen, wenn auch
mit einmaligem Charakter. Dennoch,
der Antrag der Liga hatte seine Berechtigung, die Mehrzahl der Clubs dafür
gestimmt. Für den Fall der Fälle wären
wir ein guter Partner gewesen, der alle
Anstrengungen unternommen hätte,
die Bürgschaft nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Jetzt gehen wir wie
geplant mit einer guten und jungen
Mannschaft in der ProB an den Start,
ohne eine finanzielle Hypothek auf die
Zukunft aufnehmen zu müssen. Die
Personalplanungen hierfür sind fast abgeschlossen, ich denke wir werden Ende nächster Woche unseren Kader für
die neue Saison stehen haben.“ |eb
Das Personalkarussell dreht sich
Nach der Verpflichtung von Routinier
Marco Leschek können die Dragons
Rhöndorf den zweiten Zugang vermelden. US-Flügelspieler Earnest Jones
wechselt zur kommenden Saison an
den Menzenberg und soll auf der Position 4 seine Landsmänner Sanijay Watts
und Ryon Howard ersetzen, die nach
einem Jahr den Verein wieder verlassen
werden. Jones gilt als ein exzellenter
Rebounder, der seine Stärken vor allem
unter dem gegnerischen Brett ausspielen kann. In seinem letzten CollegeJahr für die Southern University Jaguars
erzielte das 1,98-Meter große und 105
Kilogramm schwere Kraftpaket durchschnittlich 11.1 Punkte und 6.9 Rebounds in der höchsten Division
NCAA I und war damit Topscorer seines Teams. Zuvor war er für das JuniorCollege Paris aktiv, wo er gemeinsam
mit Ex-Drache DeUndrae Spraggins
auf Korbjagd ging. Headcoach Eric
Detlev: „Earnest war eine Empfehlung
von Jürgen Maaßmann, der als Spielertrainer in Oberelchingen kurz mit ihm
zusammen gearbeitet hat. Er ist ein sehr
vielseitiger Spieler und verfügt über ei-
ne starke Physis. Unter den Körben
weiß er sich durchzusetzen, kann aber
auch von Außen für Gefahr sorgen.“ In
Rhöndorf soll der Combo-Forward die
Lücke schließen, die durch die Abgänge
von Sanijay Watts und Ryon Howard
entstanden ist. Der letztjährige Topscorer Watts war für die ProB nicht zu
halten. Mit Howard befand man sich
lange in konstruktiven Gesprächen,
konnte aber letztendlich keine Einigung für ein weiteres Jahr erzielen. Die
Dragons wünschen beiden für die Zu|eb
kunft alles Gute. Ihr Ansprechpartner: Jens Wilke, Telefon 0 22 24 / 181-149
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5. August 2011 | Nr. 260 | 6. Jahrgang
Aktuelles aus der grünen Hölle
ROWE-Racing feiert ersten Gesamtsieg
Michael Zehe (Floersheim), Alexander Roloff (Berlin) und
Roland Rehfeld (Blankenfelde) feierten beim sechsten Lauf
der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring den ersten
Gesamtsieg für das Team ROWE-Racing. Das Trio wurde im
Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beim 34. DMV Grenzlandrennen mit einem Vorsprung von 22,464 Sekunden auf Sabine Schmitz (Barweiler), Niclas Kentenich (Neuss) und Arno
Klasen (Karlshausen) im Porsche 911 GT3 R gewertet. Mit
Platz drei freuten sich Dennis und Marc Busch (beide Bensheim), die einen Porsche 911 GT3 in der SP7-Klasse pilotieren, über ihren ersten Podestplatz in der Langstreckenmeisterschaft. Das auf vier Stunden angesetzte Rennen des Rheydter
Club für Motorsport wurde aufgrund von Unfällen einmal
mit der Roten Flagge unterbrochen und nach 162 Minuten
Fahrzeit dann schließlich vorzeitig beendet. Eine 30-minütige
Zusammenfassung des Rennens wird am 6. August um 13
Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt. Quelle: www.vln.de
w w w . d i e b a d h o n n e f e r. d e
Impressum:
DIE BAD HONNEFER Wochenzeitung – www.diebadhonnefer.de –
diebadhonnefer@gmx.de – Redaktion: Helmut Böndel, ViSdP – Telefon 0 22 24 / 70 182
– Fax 0 22 24 / 90 23 71 – Postanschrift: Dellenweg 2 – 53604 Bad Honnef | Layout und
Anzeigengestaltung: Ralf Kolmsee – F5 Mediengestaltung – Telefon 0 22 24/ 187 40 38 –
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