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Getreidezüchtung Peter Kunz
aktuell
Biodynamische Pflanzenzüchtung
Sommer 2014
30 Jahre Getreidezüchtung
Peter Kunz (Ueli Hurter)
Am 28. Juni 2014 findet der Festtag zum
30-jährigen Bestehen der Getreidezüchtung
Peter Kunz (GZPK) statt. Und dies gleich in
den neuen Räumlichkeiten in Feldbach ZH,
wo in der Oberhus Scheune ein neues Arbeitszentrum für die GZPK entsteht.
Mit diesem Schritt, der auch eine neue
Dimension der Investitionen bedeutet, wird
der Wille manifest, den ersten 30 Jahren
mindestens weiter 30 folgen zu lassen.
Schauen wir also zurück und vorwärts in
diesem Jahr, das wie ein Same erscheint. Es
ist Resultat der Vergangenheit und gleichzeitig Keim für die Zukunft. Die Betrachtung
soll sich erstens an den Menschen orientieren, zweitens an den Pflanzen und drittens
an der Gesellschaft.
Der Züchter, die Züchterin
Am Anfang des Abenteuers war Peter
Kunz 30 Jahre alt; dieses Jahr wird er 60.
Die eigenständige Getreizüchtung ist sein
Lebenswerk: Vorher war Ausbildung und
Orientierung und jetzt wird es hoffentlich
wieder Ausbildung und Orientierung sein,
für seine Nachfolger, den Züchternachwuchs. Für ein Menschenleben sind 30
Jahre eine lange Zeit. Es ist etwa die WerkGetreidezüchtung Peter Kunz
Hof Breitlen 5
8634 Hombrechtikon
Schweiz
Tel: +41 55 264 17 89
www.getreidezuechtung.ch
office@gzpk.ch
Aussaatbereites Saatgut im
Spiegelbild: 30 Jahre Getreidezüchtung Peter Kunz
zeit, die biographisch zur Verfügung steht.
Fragen und Aufgaben, die einem aus der
Welt entgegenkommen, können werktätig aufgenommen und mit einem eigenen
Beitrag einen Schritt weiter gebracht werden. Für Peter Kunz war das die Pflanzenzüchtung allgemein und im Besonderen
die Züchtung von Weizen, Dinkel und Triticale. Seit wenigen Jahren werden auch
Mais, Sonnenblumen und Erbsen züchterisch bearbeitet. Wie kommt ein junger
Mensch dazu, sich mit Haut und Haar der
Pflanzenzucht zu verschreiben? Ich sehe
bei Peter vier Schlüsselerlebnisse:
Das erste ist die Kindheit auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb, mit dem
für die Schweiz pionierhaften Maisanbau
und allen züchterischen Fragen und pflanzenbaulichen Problemen, die da mit Händen zu greifen waren.
Das Zweite: die Erfahrung beim Ladewagenerfinder und Biopionier Ernst Weichel, dass sich die besten konventionellen Weizensorten unter Biobedingungen
mickrig entwickeln und ohne Doping
„hungern“ müssen.
Das Dritte: die Begegnung mit Peter
Züblin, dem Pionier der biodynamischen
Pflanzenzüchtung in der Schweiz, der ihm
als „Pate“ die Aufgabe zugesprochen hat.
Und schliesslich die intensive, jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema
Evolution und Züchtung bei J. Bockenmühl und Georg Maier am Goetheanum.
Damit verbunden ist die Gewissheit, dass
sich alle züchterischen Ideen verwirklichen lassen, wenn sie in derselben Realität beheimatet sind, wie das Leben der
Pflanzen.
Aus der Reihe dieser Erlebnisse kann
man sagen, dass ihm das Thema in die
Wiege gelegt worden ist und aus der Konsequenz, mit der diese Gabe aufgenommen und umgesetzt wurde, spricht ein
starker Wille, das Veranlagte und die Herausforderung auch zu realisieren.
Ich begleite Peter seit 24 Jahren. 1990
gingen wir gemeinsam über den Hof der
Ferme de L’AUBIER oberhalb Neuenburg,
und ich fragte ihn, was er mir für eine Weizensorte aus der schweizerischen Sortenliste empfehlen könne. Langes Schweigen,
dann: „Wir könnten ja einen Versuch anlegen“. So nahm der erste Sortenversuch
auf unserem Hof seinen Anfang. Wir haben nachts zusammen gesät, zusammen
die Wildschweine verflucht, die mageren
Halme konstatiert, die schönen Ähren bewundert, die Resultate gesichtet. Alljährlich gab es eine öffentliche Führung. Peter
Die Getreidezüchtung Peter Kunz ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden für unsere
Projekte sind steuerabzugsberechtigt (Handelsregister CH-020-6.000.558-4).
CHF 84-34345-2 (Postfinance)
€ IBAN: CH43 8148 1000 0025 0523 7, BIC: RAIFCH22E81 (Raiffeisenbank, Stäfa)
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Gesucht: Geschäftsleitung
(70 % - 100%)
Im Sinne einer sukzessiven Nachfolgeregelung für Peter Kunz suchen wir per 1. November 2014
oder nach Vereinbarung eine Geschäftsleitung.
Sie übernehmen schrittweise
die operative Verantwortung über
den gesamten Betrieb mit 10 - 15
Mitarbeitenden.
Begeistert Sie die ökologische
Kulturpflanzenzüchtung?
Bei uns erwartet Sie eine herausfordernde, anspruchsvolle und
langfriste Aufgabe in einem lebendigen Umfeld.
Informationen unter:
www.gzpk.ch/offene stellen
erläuterte seine Zuchtlinien, ich übersetzte ins Französische. Es war nicht nur eine
sprachliche Übersetzung; vielmehr war es
auch eine Übersetzung aus dem Innenblick des Züchters in den Aussenblick der
Besucherinnen und Besucher. Das intime
Zusammenleben des Züchters mit „seinen“ Pflanzen, gekoppelt mit der Frage
eines erlaubten aber gleichsam von der
Pflanze auch erwarteten züchterischen
Eingriffes. „Wie können wir gemeinsam
einen Schritt weitergehen?“ - so definiert
Peter den Züchterblick. Mit diesem Blick
bewerkstelligt er den gesamten Züchtungsablauf: Die Auswahl der Kreuzungspartner, die Bonitierung und Beurteilung,
die Selektion. Konkret bedeutet das auch
das tausendfache Verwerfen von Kreuzungslinien, das Sichten ellenlanger ExcelTabellen und so weiter und so fort. Jedes
Jahr stand ich erneut neben ihm auf dem
Feld und musste feststellen, dass ich ihn
nicht habe, den Züchterblick. Er aber hat
ihn. Er hat ihn entwickelt, geschult und
geläutert. Wird er ihn an die junge Generation weitergeben können? Schon längst
besteht die GZPK nicht mehr nur aus Peter,
sondern aus einem Team. Die einen kommen aus der Landwirtschaft und erlernen
das Züchtungshandwerk, die anderen
sind an der Universität ausgebildete ZüchterInnen und lernen die Anforderungen
des real existierenden Biolandbaues neu
kennen. Die Arbeitsspitzen sind punktuell enorm, die Teamarbeit anspruchsvoll
– eine bewundernswerte Leistung, die
Jahr für Jahr erfolgreich vollbracht wird.
Und doch ist das alles nur die Grundlage für die eigentliche Absicht der GZPK,
die meines Erachtens darin besteht, eine
Schule des „Züchterblickes“ zu sein. Er ist
einerseits ganz individuell von allen Züch-
terInnen selbst zu erarbeiten, andererseits
ist er ganz auf die objektive Pflanzenwelt
auszurichten. Es ist unter anderem das
Ziel der GZPK, aus der Praxis ein Curriculum für die Befähigung zur biodynamische Züchtung zu entwickeln, sozusagen
einen "Master of Research" zur Erlangung
des Züchterblickes.
Die Kultur-Pflanze
Was sind schon 30 Jahre in Anbetracht
der jahrtausendalten Geschichte der Kulturpflanze Weizen? Kaum der Rede wert?
Doch, sie sind der Rede wert, denn die
Biographie des Weizens ist nicht gegeben. Sie entsteht, indem sich eine Generation von Züchtern und Bauern nach der
anderen mit dieser Pflanze beschäftigt.
Diese Kette ist über die Jahrtausende nie
unterbrochen. Es liegt im Wesen einer
Kulturpflanze, dass sie nur durch die Kultivierung – und dazu gehörte immer auch
die Züchtung – wirklich am Leben bleibt.
In welcher Richtung hat die GZPK nun die
Getreidepflanze kultiviert?
Ein erster Schritt war die Züchtung
standortangepasster Sorten. Anders als
im konventionellen Anbau, wo mit Dünger und Agrochemie dauernd Make-up
aufgetragen wird, ist im biodynamischen
und im biologischen Anbau der Standortfaktor Realität. Die Sorte muss zum Standort passen, d.h. verschiedene Standorte
brauchen tendenziell verschiedene Sorten. Andererseits muss die Sorte in sich
aber auch eine gewisse Beweglichkeit
besitzen, um sich dem Standort anpassen
zu können. Im Idealfall können sich Standort und Sorte gegenseitig so unterstützen,
dass ein Optimum erreicht wird. Für unseren Betrieb ist ein solches Optimum zum
Beispiel mit der Sorte Aszita gefunden
worden.
Zweitens: die Aufmerksamkeit auf die
Architektur der Pflanze. Diese resultiert
aus dem richtigen Verhältnis einer starken
vegetativen Entwicklung, die dann in die
Ausgestaltung der Internodien und der
Ähre umgesetzt werden kann. Die Architektur wiederum ist dann als dritter Schritt
die Grundlage für die Substanzbildung
in der Kornfüllungsphase. Und woher
kommt die Substanz, die das Korn bildet?
Sie kommt beim spät gedüngten Weizen
eben direkt aus den gelösten Mineralsalzen aus dem Boden. Bei den GZPK-Sorten
auf biodynamischem Standort kommt
diese Substanz hingegen aus der Umlagerung: aus den vegetativen Organen,
Stängel und Blatt. Die wiederum kommen
substantiell aus der vegetativen Masse
von Spross und Wurzel bis Ende der Bestockung. „Nahrung ist doppelt umgewandelter Erdsaft“ sagt Paracelsus. Und dies
war während Jahren ein wichtiger Leitsatz
für die züchterische Arbeit der GZPK. An
diesem Punkt geht es auch um die Qualität der Nahrung, eine andere wesentliche
Fragestellung der GZPK. Woher kommen
die weitverbreiteten Weizenallergien, bei
gleichzeitiger Verträglichkeit der Dinkelprodukte? Eine Arbeitshypothese geht in
die Richtung, anzunehmen, dass die züchterische Verfremdung des Weizens im Hinblick auf Höchsterträge zu den Ursachen
gehören könnte. Es müsste darum möglich sein, eine Weizensorte zu züchten, die
für mindestens einen Teil der allergenen
Menschen wieder verträglich ist.
Als letzten Schritt gibt es seit drei Jahren die Idee, das Konzept und die züchterische Umsetzung der Stickstoff-Effizienz.
Der Stickstoff ist oft der limitierende Faktor im ökologischen Anbau. Züchterisch
kann man die Pflanze steuern, ob sie diesen Faktor mehr in Mengenertrag oder in
Feuchtklebergehalt umsetzt. Zwischen
beiden Zielen muss entschieden werden.
Und hier jetzt der neue Ansatz: Auf Linien selektieren, die aus dem limitierenden
N-Angebot mehr herausholen und eine
Fortsetzung auf Seite 4
Ein Teil des GZPK-Teams vor dem zukünftigen Arbeitszentrum in Feldbach ZH.
v.l.n.r. Michael Locher, Benedikt Haug, Franca dell'Avo, Agata Leska, Stefanie Rost,
Florian Burkard, Nicole Bischofberger
28. Juni 2014: wir feiern dreifach − feiern Sie mit uns!
Jubiläum: 30 Jahre GZPK
Einweihung der Werkhalle
Offene Zuchtgärten
Meilensteine
Die Oberhus-Scheune in Feldbach ZH
wird zur Werkhalle für Züchtung und Forschung umgebaut. In den neu isolierten
und beheizten Wänden entsteht ein Büround ein grosszügiger und befahrbarer Labor-Arbeitsraum für 10-15 Arbeitsplätze.
Dazu kommen Garderoben, Infrastruktur,
Cafeteria/Küche, Konferenz- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Pünktlich zum 30-Jahre-Jubiläumfest
wollen wir den mehrfach angekündigten
Bau mit Ihnen einweihen.
Statt trockene Projektberichte auf Papier
zu lesen, sehen und erfahren Sie das Neueste aus unseren Projekten bei Weizen,
Dinkel, Triticale, Erbsen, Sonnenblumen
und Mais 1:1 auf dem Feld.
Im Anschluss an die Führungen um
10.30 Uhr und 16.00 demonstrieren wir
an verschiedenen Posten ausgewählte
züchterische Hangriffe und Laboruntersuchungen.
Erleben Sie mit den GZPK-MitarbeiterInnen wie Bio-Züchtung konkret und
praktisch funktioniert!
1984 erste gezielte Weizen- und Dinkelkreuzungen
1985 erste Präsentation des Projekts
„Züchtung standortangepasster Weizenund Dinkelsorten“ an der IFOAM Tagung
in Budapest.
1994 Beginn der Brandresistenzzüchtung
1997 Beginn OP-Maiszüchtung
1998 Alkor, erste Dinkelsorte angemeldet
2000 Gründung der Getreidezüchtung
Peter Kunz, Verein für Kulturpflanzenentwicklung, Zusammenarbeit mit Sativa
Rheinau und Gutsbetrieb Rheinau. Anmeldung Weizensorten Pollux, Ataro, Aszita
2001 Erster grossflächiger Anbau von Weizen Ataro und Pollux sowie Dinkel Alkor in
Süddeutschland
2002 Erstes Sativa-Brot aus GZPK-Sorten
bei Coop erhältlich
2003 Übernahme des Dinkelzuchtmaterials von Agroscope. Erste Zusammenarbeitsvereinbarung mit Coop-Fonds für
Nachhaltigkeit, regelmässige Sativa- Monatsbrote und Brote im ständigen Sortiment. Zulassung Ataro, Pollux, Aszita
2005 Zulassung der Top-Sorten Wiwa,
Scaro. Erste Kreuzungen mit Erbsen, Beginn der Erbsenzüchtung
2006 Anbau von Sonnenblumen-Populationen. Übernahme des Areals Oberhuswis in Feldbach ZH durch Pächtergemeinschaft Kunz, Richartz, Käfer und GZPK.
2009 Intensivierung der Populationsmaiszüchtung (OP-Mais) mit Hilfe von Markeranalysen. Beginn HQ-Maiszüchtung
(Protein-Mais). Gründung Fonds für Kulturpflanzenentwicklung
2010 Zusammenarbeit mit Weleda AG, Beginn der HO-Sonnenblumenzüchtung
2011 Intensivierung der Erbsenzüchtung,
Übernahme des Zuchtmaterials von der
LfL Bayern. Verbesserung der Qualitätsanalytik für N-effiziente Weizensorten
2012 Übernahme des Triticale-Zuchtmaterials von Agroscope Changins. Zulassung des Zürcher Oberländer Rotkorns und
der Top-Weizensorte Pizza. 2 Kandidaten
für N-effiziente Weizen und 2 Triticalesorten zur Zulassung angemeldet
2013 Intensivierung der Triticalezüchtung.
10 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit
mit Coop Fonds für Nachhaltigkeit. Gründung HO-Sonnenblumen-Konsortium mit
10 ölverarbeitenden Firmen
2014 Umbau Oberhus-Scheune Feldbach
ZH zum Arbeitszentrum.
Programm
Ab 10.00 Uhr Kaffee und Gipfeli
10.30 - 13.00 Uhr Führung durch die Zuchtgärten, Demonstration ausgewählter
Züchtungsschritte und Laboruntersuchungen
12.00 - 14.00 Uhr Mittagsbuffet
14.00 -16.00 Uhr Offizieller Teil mit Nationalrätin Maya Graf, Peter Doleschl
(Leiter Institut für Pflanzenbau, LfL Bayern) und weiteren
Persönlichkeiten. Einweihung der Werkhalle und Überraschungen
16.00 Uhr Führung durch die Zuchtgärten, Demonstration ausgewählter
Züchtungsschritte und Laboruntersuchungen
17.00 - 21.00 kaltes Buffet und Barbetrieb
Uhr
19.00 Uhr Playback Theater, ein spielerischer Blick von aussen
20.30 Uhr in concert: betinko social musík orkestar
Musikalische Umrahmung durch Intermezzi von Bergrausch
Das ganze Team der Getreidezüchtung Peter Kunz freut sich auf einen schönen,
informativen und heiteren Tag mit Ihnen!
Das Fest findet bei jeder Witterung statt. Informationen auf www.gzpk.ch/aktuell
Fortsetzung von Seite 2
Das Saatgut im sozio-kulturellen
Umfeld
Als die GZPK gegründet wurde, war Züchtung in der Schweiz noch Staatsaufgabe. Inzwischen hat sich der Staat aus der
Züchtung vieler Kulturpflanzen zurückgezogen und gleichzeitig ist ein Weltmarkt
für Saatgut entstanden, den es so vorher
nicht gegeben hat und der von wenigen
globalen Playern beherrscht wird. Ein privates Züchtungsunternehmen in gemeinnütziger Trägerschaft wie die GZPK, insbesondere für Ackerkulturen, ist ein Novum
und in gewisser Weise auch ein Unikum.
Neben der biologischen Züchtungsarbeit hat die GZPK in den 30 Jahren ihres
Bestehens auch eine Gestaltungsarbeit
am Saatgut geleistet, die sich auf die kulturellen, rechtlichen und wirtschaftlichen
Dimensionen von Züchtung und Saatgut
bezieht. Dies ist vor dem Hintergrund
des „Schreckengespenstes“ Gentechnik
passiert; auch in Zusammenarbeit mit
andern biodynamischen Züchtungsinitiativen und ihren unterstützenden Kreisen.
Die Bearbeitung der Frage, wie Saatgut
kulturell, rechtlich und wirtschaftlich eingebunden werden soll und wie aus der
Nutzergemeinschaft die Züchtung finanziert werden soll, ist noch in vollem Gange. „Keine Patentierung von Leben“ ist ein
erster Schritt, „Saatgut ist Gemeingut“ ein
zweiter. Weitere Schritte sind aber zu tun,
damit aus den Schlagworten handhabbare Sozialgestaltungen werden. Die GZPK
optiert in diesem Suchen stark für die individuelle Unternehmerschaft des Züchters, weil im intimen Verhältnis des Züch-
Fonds für Kulturpflanzenentwicklung
Die gemeinnützige Stiftung will ausschliesslich langfristige Bio-Züchtungsprojekte fördern. Ihre Finanzmittel bekommt sie aus Spenden,
Schenkungen und Legaten.
Informationen auf www.kulturpflanze.ch oder unter Tel. +41 55
264 17 88.
Redaktion: Peter Kunz | Layout: Michel Bossart | Lektorat: Peter Kunz | Bilder: GZPK
optimale Splittung in Ertrag und Qualität
vollziehen.
Welche Schritte folgen bei der züchterischen Bearbeitung der Kulturpflanzen
in Zukunft? Erstens hat das Arbeitsfeld,
mit den seit einigen Jahren neu in Arbeit
genommenen Pflanzenarten Mais, Sonnenblumen und Erbsen, eine enorme
Verbreiterung erfahren. Zweitens ist der
erschlossene Zugang zur Kulturpflanze
so ergiebig, dass eine langfristige und aus
der Tiefe sprudelnde Quelle für züchterische Fortschritte vorhanden ist. Dies sowohl für die agronomischen Eigenschaften, für die Verarbeitungseigenschaften,
als auch für die Nahrungsqualität.
Das zukünftige Arbeitszentrum für die Bio-Pflanzenzüchtung in Feldbach ZH.
ters zu seinen Pflanzen die Quelle für die
Innovationskraft zur Weiterentwicklung
der Kulturpflanzen liegt. Diese Leistung
aber wird nicht zur privaten Bereicherung,
sondern zum Nutzen der Gemeinschaft
erbracht. Die Kombination von privater,
persönlich verantworteter Unternehmerschaft und Gemeinnützigkeit ist in der
GZPK anfänglich realisiert und will weiterentwickelt werden.
Ueli Hurter ist Mitglied des Vorstands der GZPK,
biodynamischer Landwirt L'AUBIER und Co-Leiter
der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum
Dank Ihrer Unterstüzung!
Genauso wie beim laufenden GZPK-Betrieb, gibt es keine staatlichen Beiträge für
die Investition von CHF 1.6 Mio in den Umbau der Oberhus-Scheune. Die Werkhalle
wird ausschliesslich aus privaten Spenden,
aus Stiftungsbeiträgen und Darlehen finanziert. Aufgrund der jahrelangen Unterfinanzierung war es bisher nicht möglich,
Reserven für Investitionen zurückzuzulegen. Die verfügbaren Finanzmittel wurden stets zu 100% den Züchtungsprojekten zugeführt.
Erfreulicherweise kamen im Laufe des
letzten Jahres Privatspenden und Stiftungsbeiträge von über CHF 300‘000 für
den Bau zusammen. Als zusätzliches Finanzierungselement wurde Ende 2013
eine Obligationsanleihe über 1 Mio Franken zu 1.5% oder zinsfrei publiziert. Bis
Ende Januar wurden diese 100 Obligationen von etwa 60 Privatpersonen vollständig gezeichnet, was ein sehr hohes Vertrauen in die GZPK signalisiert. Herzlichen
Dank!
Damit fehlen jetzt bis zur vollständigen
Finanzierung noch rund CHF 300‘000. Wir
sind sehr zuversichtlich, dass die Bauabrechnung am Ende eine schwarze Null
aufweisen wird und danken Ihnen allen
im Voraus für Ihre grosszügige Unterstützung!
Die Finanzierung des Mobiliars –
unser „Wunschzettel“
Neue und viermal grössere Büro-, Labor-,
Konferenz- und Arbeitsräume erfordern
entsprechendes Mobiliar. Was vom alten
Büro noch brauchbar ist, wird selbstverständlich weiterverwendet. Die Vergrösserung erfordert aber auch Neuanschaffungen, insbesondere Tische, Stühle und
eine gute Arbeitsplatzbeleuchtung. Das
sind Kosten von insgesamt etwa CHF
70‘000, die im Baubudget nicht enthalten
sind. Wir haben deshalb einen „Wunschzettel“ zusammengestellt und freuen uns
über Ihre Beteiligung. Jeder kleine oder
grosse Beitrag ist willkommen!
Das Budget des Jubiläums- und
Einweihungsfestes…
…beträgt rund CHF 30‘000. Für ein
schönes Fest braucht es Getränke, Kaffee
und Kuchen, Verpflegung am Mittag und
Abend, Musik und Theater, Zelt- und Geschirrmiete, HelferInnen und vieles mehr.
Einige Sachspenden sind schon zugesagt.
Unser Festmanager Michel Bossart (079
475 75 85 oder m.bossart@gzpk.ch) informiert Sie gerne über die Möglichkeiten
zur Unterstützung.
Danke!
Ohne die vielen Partner im Umfeld der
Bio-Landwirtschaft wäre die GZPK sehr
einsam. Wir wollen die Wichtigsten hier
namentlich erwähnen und Ihnen für die
gute Zusammenarbeit danken:
Sativa Rheinau AG, Bioland Handelsgesellschaft mbH, Bio Suisse, ProBio, FiBL,
bioverita, Coop Fonds für Nachhaltigkeit,
Software AG Stiftung, Mahle Stiftung,
Saatgutfonds Zukunftstiftung Landwirtschaft, Ernst Göhner Stiftung, INWO Belcampo, Valüna Stiftung, Seidlhof Stiftung,
SA Pinault, Weleda AG.
Und ein grosses Dankeschön auch allen
privaten SpenderInnen!
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