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Borreliose- Prophylaxe und Metaphylaxe Zur Vorbeuge können wir

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Borreliose- Prophylaxe und Metaphylaxe
Zur Vorbeuge können wir- wie Hahnemann bei der Cholera - den gefährdeten Personen (in unserem Falle
den von einer Zecke Gestochenen) ein Mittel verabreichen, das ein ähnliches Arzneimittelbild aufweist wie
eine akute Borreliose. Ledum palustre (Sumpfporst) ist ein Mittel, das Samuel Hahnemann bereits zu
Anfang des 19. Jahrhunderts in den homöopathischen Arzneischatz eingeführt hat. Es heilt Schmerzen
infolge von Gelenkentzündungen sowie Folgen von Insektenstichen und Bissen giftiger Tiere. Damit
erscheint es als prophylaktisches Mittel zum Schutz vor Borreliose prädestiniert. Wurde die Person bereits
gestochen und ist also wahrscheinlich infiziert, spricht man von „Metaphylaxe“
Indem wir den von der Zecke Gestochenen die Information “Ledum” zuführen, haftet die Infektion mit der
Information “Borreliose” (die eine ganz ähnliche Verstimmung der Lebenskraft darstellt, also
frequenzähnlich ist) nicht. Hierbei ist zu beachten, daß das Infektiöse informationaler Natur ist und nicht
stofflich.
Die Borrelien sind das stoffliche Korrelat der Infektionsübertragung, aber nicht die Ursache der
Infektionskrankheit!
Die Borreliose- „Nosode“ ist eigentlich kein „Krankheitsstoff“, sondern eine Bakterienkultur von Borrelia
burgdorferi. Solche erweisen sich oft als hilfreich, wenn infektiöse Krankheiten sich auf die Konstitution des
Kranken ausgewirkt (und durch Veränderung des Erbgutes des Infizierten bleibende Schwächungen
hinterlassen) haben oder wenn die Schwäche per Erbinformation an die Nachkommen weitergegeben wurde
und hier zu einer chronischen Schwäche führt. Der Verfasser hat mit Kollegen Borrelia burgdorferi als
homöopathische Arznei geprüft. Akutreaktionen nach Zeckenstich gehören nicht zum Arzneimittelbild und
es sollte daher auch nicht für diesen Zweck angewendet werden.
Auslöser der chronischen Borreliose
… sind nach Beobachtungen des Autors Impfungen, Schwermetallvergiftungen und/oder andere
Immunschwächungen wie zum Beispiel Langzeiteinwirkung geringer radioaktiver Strahlendosen. Diese
chronischen Krankheiten müssen immer individuell durch erfahrene Homöopathen behandelt werden.
Derzeit empfehlen wir, zur Prophylaxe/Metaphylaxe einer Borreliose- Erkrankung nach Zeckenstich
folgende Vorgehensweise:
1. Die Zecke sollte sofort vollständig entfernt werden. Wander- und Hundefreunde werden bereits in der
Apotheke oder beim Tierarzt eine der bekannten Zeckenfaßzangen erworben haben, die sich hierfür besser
eignen als Pinzette oder Fingernägel (wobei der Kopf abgerissen werden kann und dann in Bezug auf die
Infektionsverhütung nichts gewonnen ist).
Sollte der Kopf der Zecke dennoch in der Haut steckenbleiben, ist es nicht hilfreich (außer für die Bilanz des
Chirurgen), ihn herauszuschneiden. Wundinfektionen und Narbenbildung sind oft unnötige Folgen. Durch
ein in 1/2 Flasche Wasser aufgelöstes Kügelchen Silicea C 12 aus der homöopathischen Notfallapotheke
(mehrmals täglich nach kräftigem Verschütteln über 2 Tage teelöffelweise eingenommen), wird meist der
Zeckenrest von allein herauskommen.
2. Am Tag des Stiches und den zwei darauffolgenden Tagen empfiehlt sich die Einnahme von je 1 Teelöffel
einer Auflösung von 1 Globulus Ledum palustre C 30 (in jeder guten homöopathischen Notfallapotheke
enthalten). Das Glas mit der Lösung kann man über die 3 Tage zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Vor jeder Einnahme ist die Lösung kräftig zu rühren oder zu schütteln.
Ledum ist ein bewährtes Mittel, sowohl für Insektenstiche als auch für infizierte Wunden allgemein.
Außerdem entspricht das Arzneimittelbild von Ledum der Gelenk-Form der Borreliose nach dem
Ähnlichkeitsgesetz. Sind schon Gelenkschmerzen aufgetreten, kann Ledum auch bis zum Abklingen der
Schmerzen noch einige Tage (!) weiter genommen werden.
3. Zur Sicherheit geben wir am 6. und 12. Tag nach dem Stich je 1 Teelöffel einer Auflösung von 1
Globulus Aurum arsenicosum C 200 (wie bei Ledum beschrieben). Aurum arsenicosum ist das Mittel für
eine Borreliose- Empfindlichkeit (da wir es nicht vorher wissen können, also vorsichtshalber nehmen).
Sehen Sie, daß der regionäre Lymphknoten geschwollen ist (bei Stich in die Kniekehle also der
Leistenlymphknoten derselben Seite), nehmen Sie anstelle der beiden anderen Mittel nur Mercurius
solubilis C 30 oder C 200 über einige Tage, bis dieser Lymphknoten wieder abschwillt.
Auf die häufigste Frage: Da die wenigsten Leser diesen Text am Tage des Zeckenstiches lesen, ist Tag 1
der Anleitung = Behandlungsbeginn= der Tag, wo sie es lesen- früher können Sie die
Prophylaxe/Metaphylaxe ja nicht beginnen.
Es sei von einer Selbstbehandlung chronisch Borreliosekranker mit diesen oder anderen
homöopathischen Potenzen abgeraten, da eine spezielle Ausbildung und klinische Erfahrung
dazugehören, chronische Krankheitsfälle zu behandeln!
Vor häufiger Wiederholung dieser vorbeugenden Gaben in kurzen Abständen (öfter als alle 6 Wochen) sei
gewarnt! Es besteht die Gefahr, daß eine homöopathische Arzneimittelprüfung provoziert wird, wobei
(reversible, Prüfungs-) Symptome der jeweiligen Arznei erscheinen können.
Sprechen Sie wiederholte prophylaktische Gaben also mit der Homöopathin/ dem Homöopathen Ihres
Vertrauens ab.
Labortests bei Borreliose- Verdacht (aus Peter Alex "Borreliose- Hintergründe und Heilung")
Die Diagnostik ist in aller Regel ein Feld, auf dem homöopathische und allopathische Medizin
Übereinstimmungen aufweisen. Zwar verwerten wir als Homöopathinnen die Ergebnisse der Diagnostik oft
in einem weiteren Rahmen, dennoch sind Erkenntnisse über Ursprung und Verlauf einer Infektion sowie
klinische Befunde für die homöopathische Behandlung von Wert. Sofern Untersuchungen für den Kranken
kein Gesundheitsrisiko darstellen und brauchbare Ergebnisse liefern, werden wir sie daher ausdrücklich
empfehlen. Wir bitten deshalb Kranke, für die Fallaufnahme alle Befunde ihrer bisherigen Diagnostik bei
vorbehandelnden Ärzten mitzubringen.
Heute kommen Borreliosekranke zumeist schon mit einem Laborbefund über einen (meist ELISA und
Western- Blot-) Titer von Borrelia- burgdorferi- Antikörpern in unsere Behandlung.
Wie unsere Nachforschungen (in der Literatur und bei ausgewiesenen Laborfachärzten) ergeben
haben, sind diese Antikörpertests- und zwar alle in Deutschland zugelassenen- nicht zu einem
eindeutigen Nachweis geeignet, daß vorhandene Beschwerden ursächlich auf eine Borreliaburgdorferi- Infektion zurückzuführen sind.
Hierzu ein Zitat aus dem Bulletin des Robert- Koch- Institutes Berlin:
Antikörpernachweis: Die serologische Diagnostik soll als Stufendiagnostik erfolgen: 1. Stufe ELISA, IFT
oder Hämagglutinations-Test (HAT), wobei ELISA und IFT bereits die IgM- und IgGKlassendifferenzierung erlauben. Bei reaktivem HAT soll ein klassenspezifischer ELISA oder IFT folgen.
Der Immunoblot (IgG-, IgM-spezifisch) dient dann als Bestätigungstest und darf nicht primär als ScreeningTest eingesetzt werden.
Ein großes Problem der serologischen Diagnostik ist in der bislang fehlenden Standardisierung der
Testverfahren zu sehen.
Als Hauptgründe für die häufig differenten Testergebnisse sind vor allem anzuführen: unterschiedliche
serologische Techniken, unterschiedliche Borrelienstämme als Testantigen, unterschiedliche
Vorbehandlung der Seren und unterschiedliche Cut-off-Definitionen.
Insbesondere der Immunoblot wird dem hohen Anspruch als Bestätigungstest in der Praxis vielfach nicht
gerecht. Die kommerziell erhältlichen Testkits erlauben nur selten die zuverlässige Identifikation
spezifischer Banden. Es fehlen auch allgemeinverbindliche Auswertekriterien. Die in den USA geltenden
Kriterien sind auf die europäische Situation nicht übertragbar. Es wurde gezeigt, daß zuverlässige
Auswertekriterien im Sonikat-Immunoblot nur stammspezifisch erarbeitet werden können. Derzeit wird in
einer Immunoblot-Studie im Rahmen von EUCALB (EU Concerted Action on Lyme Borreliosis) geprüft, ob
diese Kriterien auch für das EUCALB-Serum-Panel valide sind. Es ist für die Zukunft zu fordern, daß
kommerzielle Anbieter ihre serologischen Teste entsprechenden Qualitätskontrollen unterziehen lassen
müssen und eine Zulassungspflicht für Borrelienteste eingeführt wird. Für den Immunoblot ist zu fordern,
daß die spezifischen diagnostischen Banden eindeutig identifiziert werden können.
Was bedeutet das konkret? Da die Anzüchtung von Borrelia burgdorferi in Nährlösungen sehr kompliziert
(und damit teuer) ist, behelfen sich Hersteller von Antikörpertests, indem sie ihre Produkte (die
Testsubstanzen) an anderen Borrelienstämmen testen, zum Beispiel solchen, die in unserer normalen
Mundflora vorkommen. Das führt dazu, daß oft falsch-positive Befunde auftreten und dann unberechtigt die
Diagnose "Borreliose" gestellt wird.
Auch das Gegenteil kann der Fall sein- in der Fachliteratur lesen wir:
Seronegative Borreliose- Patienten positiv für HLA-DR1
Bestimmte HLA-Merkmale könnten zusätzlich die Ursache einer fehlenden oder nur schwachen
Borrelien-Antikörperbildung sein.
Neben der Assoziation zur therapierefraktären Lyme-Disease steht auch die Frage der HLA-DR-Assoziation
mit Seronegativität bei nachweislich stattgefundener Borrelien-Infektion (Borrelien-PCR- und Kultur
und/oder Borrelien-LTT positiv) im Focus neuer Untersuchungen. In einigen Fällen entwickeln Patienten
nach stattgefundener Borrelien-Infektion keine spezifischen Antikörper gegen Borrelia burgdorferi.
Wang & Hilton konnten zeigen, dass fast 40% dieser seronegativen Borreliose-Patienten positiv für HLADR1 sind (5).
Die Internationale Gesellschaft für Borreliose- und andere Zecken-übertragene Krankheiten (International
Lyme and Associated Diseases Society, ILADS) ging noch 2004 davon aus, daß zwischen 45 und 90 % aller
Antikörper- Tests falschnegativ sind, also Borreliose viel häufiger vorlag, als mit Tests labortechnisch
feststellbar war. Selbst wenn ein positiver Antikörpertest vorliege, lasse er keinen Schluß darüber zu, ob
eine akute oder chronische Infektion vorliege oder der Test lediglich eine durchgemachte Infektion ohne
aktuellen Krankheitswert beweise. Ebenso wird von der ILADS geraten, Liquorpunktionen nicht
routinemäßig durchzuführen, sondern nur in den wenigen Fällen, wo klinische Zeichen und andere
Laborbefunde keinen Anhaltspunkt für das Vorliegen einer Borreliose liefern (2).
Das bedeutet, daß Menschen, die im Antikörpertest Borreliose- negativ getestet wurden, dennoch an
Borreliose leiden können. Durch eine bestimmte Struktur ihrer Gewebe- Antigene reagieren sie aber auf den
Test nicht.
Noch verwirrender kann es werden, wenn Kranke mit Borreliose- Symptomen auf Antikörper getestet
werden und aufgrund der - eventuell sogar durch die Infektion mitbedingten- Immunschwäche keinen
erhöhten Antikörperspiegel aufweisen (weil Borrelia burgdorferi auch die Lymphozyten befallen und so
deren Funktion- die Produktion von Antikörpern- behindern kann). Werden diese Kranken auf Verdacht hin
mit Antibiotika behandelt, kann es zu der paradox anmutenden Situation kommen, daß als Erfolg der
Antibiotika- Gaben (durch die - allerdings nur vorübergehende- Verminderung der Infektionslast des
Organismus) zu einem Anstieg der Borrelia- Antikörper kommt und die Kranken - nach der Behandlung!als Borreliose-positiv diagnostiziert werden (4).
Jüngere Forschungen ergaben neue Erkenntnisse und beim Erscheinen dieses Buches mögen diese Angaben
schon wieder überholt sein. Der Augsburger Laborarzt Dr. Armin Schwarzbach berichtete z.B. von einer
meßbaren Verminderung einer Fraktion der weißen Blutzellen - den sogenannten CD3-/CD 57+ NKZellen ("natural killer cells") - bei chronisch Borreliosekranken. Er empfiehlt die Bestimmung dieser
Zellfraktion im Bluttest- sie soll sich nach erfolgreicher Antibiotika- Therapie normalisieren. Gleichzeitig
erwähnt er, daß Borrelien das Immunsystem schwächen und deshalb diese Zellen im Blut abnehmen
würden (3). Ein Labor, das diesen Test anbietet, ist z.B. Dr. Staber & Kollegen, Bremer Str. 9, 01665
Klipphausen, www.staber-kollegen.de.
Im Abschnitt 5 wurde auf die für eine Borreliose- Erkrankung ursächlichen Immunschwäche- Faktoren
verwiesen. Auf die Behandlung dieser ursächlichen Faktoren/Krankheiten sollte sich jede Therapie
sinnvollerweise beschränken. Nur dann ist mit dauerhaften Heilerfolgen zu rechnen.
Quellen
1. Ferrie, Helke; The National Theatre of the Absurd, in: Ending Denial- The Lyme Disease Epidemic- A Public
Health Disaster, KOS Publishing Inc., Caledon/ ON, 2010
2. http://www.borreliose-ulm.de.vu/
3. Schwarzbach, Armin; C3a und C4a bei chronischer Borreliose- Neue sinnvolle Laborparameter? in: Borreliose
Wissen, Nov 2008
4. The International Lyme and Associated Diseases Society; Evidence-based guidelines for the management of
Lyme disease, Expert Rev. Anti-infect. Ther. 2(1), (2004)
5. Wang, P. & E. Hilton (2001): Contribution of HLA Alleles in the Regulation of Antibody Production in Lyme
Disease. Frontiers in Bioscience 6: 10-16
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