close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Auf die Apotheke ist Verlass Sparen wie in Griechenland? - Neue

EinbettenHerunterladen
Neue Allgemeine
KOSTENLOS
Gesundheitszeitung
Preisrätsel
Foto I JaBa, Shutterstock Inc.
Foto I
Seite
Seite 3
UNOLD AG
für Deutschland
Bezahlt von Ihrer Apotheke!
Nr. 39 · Jahrgang 4 · 1. Juni 2010
Reisezeit!
Wie Sie im Urlaub
optimal gerüstet
sind, verraten wir
Ihnen auf den
Ihre Apotheke wünscht Ihnen einen wunderschönen Juni!
Seiten 4 und 5
Tooor für Äskulapi!
Auf die Apotheke
ist Verlass
Sparen wie in
Griechenland?
Versuche, die Apotheke zu schwächen, sind erfolglos.
Der Verbraucher sieht das anders.
Die Euro-Krise hat auch Auswirkungen
auf das Gesundheitswesen
An Versuchen, die Apotheke „um die Ecke“ zu schwächen
oder sogar totzureden, mangelt es seit Jahren nicht.
Politiker aller Parteien, Krankenkassen, interessierte
Unternehmen und nicht zuletzt die Medien finden sich in
einer Reihe mit dem Chef der Monopolkommission,
Professor Justus Haucap. Der meinte jüngst in einem
Interview mit dem Branchendienst „Apotheke Adhoc“, es
müsse endlich Wettbewerb zwischen den Apotheken
geben.Deshalb habe er auch nichts gegen „Pick-up-Stellen“
und den Versandhandel mit Arzneimitteln. Im Übrigen sei
der Apotheker nicht schutzbedürftig, der Patient aber
schon. Nur um dann fortzufahren, die Arzneimittelsicherheit solle man aber auch nicht übertreiben. Wie das?
Es gibt keinen Wettbewerb zwischen Apotheken? Arzneimittelsicherheit soll man nicht übertreiben?
mit Arzneimittelfälschungen aus
dubiosen ausländischen Versandapotheken bei Bestellungen via
Internet beschert. Darauf wies
Wolfgang Schmitz vom Zollkriminalamt in einem Interview mit ebenjenem Branchendienst hin: Die Gewinne bei Fälschungen von Medikamenten seien höher als beim illegalen Handel mit Rauschgift, Waffen
oder Zigaretten – ganz abgesehen
von den lebensgefährlichen Folgen
gefälschter Arzneimittel. Die Koalition will wenigstens die Pick-upStellen verbieten. Aber reicht das?
Der Verbraucher ist angehalten,sorgfältigst zu prüfen, wie und wo er
seine Arzneimittel bestellt.
„Nur eins ist teurer als Bildung:
keine Bildung.“ John F. Kennedy, der
charismatische amerikanische Präsident, hat das vor vielen Jahren
gesagt. Dieser Satz ist heute so wahr
wie damals. Doch Roland Koch,
Ministerpräsident von Hessen, sieht
das anders: Jetzt, wo überall gespart
werden müsse, müsse man auch an
der Bildung sparen. Also weniger
Geld für Kindergärten, Schulen und
Universitäten?
Das müssen Patienten und Verbraucher beim Besuch einer Apotheke
nicht. Sie haben laut einer Umfrage
zur Selbstmedikation des InfasInstituts in Köln hohes Vertrauen in
ihre Apotheke „um die Ecke“. Ganze
69 Prozent der Befragten haben sogar
eine Stammapotheke,in der sie regelmäßig ihre Arzneimittel einkaufen.
Und 87 Prozent zeigen sich mit der
Beratung in ihrer Apotheke sehr
zufrieden. Das hat das Institut für
Handelsforschung an der Universität
Köln in einer Umfrage erfahren.
Auch wenn in geheimen „Sparrunden“ im Bundeskanzleramt andere
Beschlüsse gefasst worden sein sol-
„Pick-up-Stellen“ sind Abholstellen für Arzneimittel in
Drogeriemärkten, Blumenläden und Tankstellen. Entstanden sind sie als Auswuchs der Zulassung des Versandhandels von Medikamenten in Deutschland. Ganz
nebenbei hat uns diese Zulassung ein massives Problem
Fragen Sie Ihr Apotheken-Team
Ein besseres Ergebnis können sich
die Apotheken nicht wünschen.
Es wird so kommen – dank der
griechischen Schuldentragödie, für
die Deutschland mit der unfassbaren Summe von 125 Milliarden Euro
haften muss.
len: Länder und Kommunen tragen
die Hauptlast der Bildungs- und
Kinderbetreuungsausgaben. Insbesondere die Kommunen stöhnen
unter den vielen durch den Gesetzgeber aufgezwungenen Ausgaben. Da
liegt es nahe, hier den Rotstift anzusetzen. Doch wird das der Bürger
auch verstehen?
Richtig verstehen wird man dies
wohl nie. War FDP-Gesundheitsminister Rösler nicht gerade
dabei, die funktionierende solidarische Beitragsfinanzierung der
Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf eine für den
Staatshaushalt teure „Kopfpauschale“ umzustellen? War da nicht
sogar die Rede von Zuschüssen zu
dieser „Kopfpauschale“ – eleganter
auch „Gesundheitsprämie“ genannt
Auf der Kinderseite
erfährst du jede
Menge zum WMLand Südafrika!
Seite 8
– von bis zu 30 Milliarden Euro aus
Steuermitteln? Und hält Rösler nicht
immer noch,wenn auch in kleinerem
Rahmen, an diesem Umstieg fest?
Doch woher sollen die Zuschüsse
für die Versicherten kommen, die
sich diese „Gesundheitsprämie“
nicht leisten können? Aus Steuermitteln, die man nicht hat?
60 Milliarden Euro pro Jahr muss
Deutschland in seinen öffentlichen
Haushalten einsparen. Erst dann
würde Deutschland die europäischen Richtlinien zur Haushaltsund Schuldenpolitik der Staaten
wieder einhalten. Sechs Jahre Zeit
hat die Politik sich dazu gegeben.
Jedes Jahr müssen Einsparungen
Lesen Sie weiter auf Seite 2
Wir haben es geahnt
Ein Kommentar der Redaktion
Wie borniert,wie anmaßend,wie ungeheuer frech muss ein Politiker sein,wenn er wider jede Vernunft,wider
jeden Rat wirklich ernstzunehmender Experten, wider die übergroße Mehrheit des Volkes „seine“
Vorstellungen von Reformen durchsetzt – um jeden Preis. Ulla Schmidt hat dies mit dem überflüssigen und
unterfinanzierten „Gesundheitsfonds“ getan. Das fehlende Geld sollte der Staat zuschießen. Jetzt ist kein Geld
mehr da. Das sollte der Politik eine Warnung sein.
LEITARTIKEL
Fortsetzung von Seite 1
von 10 Milliarden Euro neu (!) gefunden
und realisiert werden. „Die Zeit der
Behutsamkeit ist vorbei“, sagte Roland
Koch in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.
Doch Gesundheitsminister Rösler gibt
nicht auf. Zwar spürt er, dass die Bürger
nicht mitziehen – die Landtagswahl in
NRW hat die FDP hart getroffen – doch
lassen will er von seiner Gesundheitsprämie nicht.Wenn schon nicht die ganze
Sache, dann wenigstens eine halbe: Es
werde lediglich ein Teil des einkommensabhängigen Arbeitnehmerbeitrags durch die Gesundheitsprämie
ersetzt – mit sozialem Ausgleich über
das Steuersystem, schreibt die FDP
Bundespartei auf ihrer Website. Wer soll
das noch verstehen?
Dennoch – für ihn scheint nichts wichtiger zu sein als der Umstieg in ein Finanzierungssystem, von dem niemand weiß,
wie viele Milliarden es kostet und wie viel
Bürokratie es produziert. „Die Pauschale
ist ein Monster-Thema, das schwarze
Loch der Gesundheitspolitik. Sie bindet Energie und Zeit, und sie nimmt
den Politikern die Kraft, sich um Wichtigeres zu kümmern“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“. Wie wahr.
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Sparen wie in Griechenland?
Rettung vor der „Monster-Pauschale“ gibt es
wohl nicht. Dazu sind
die koalitionsbedingten Machtkämpfe, Absprachen und Einigungen auf kleinstem
Nenner zu weit fortgeschritten. Doch täten
die Politiker gut daran,
sich eines Merksatzes
aus der Computerbranche zu erinnern: „Never
change a running system.“ – „Verändere niemals ein funktionierendes System.“
Karikatur zum Download: www.neue-allgemeine.de
Seite 2
1. Juni
2010
Es gibt eine moderne
Abwandlung dieser
Informatik-Weisheit.
Betrachtet man das
Reform-Chaos der letzten zwei
Jahrzehnte im Gesundheitswesen, dann
passt sie haargenau: „Never run a
changing system!“ – „Betreibe kein
System, das sich dauernd ändert!“
Aber zu einer solchen Entscheidung sind
mehr Einsicht,Weitsicht und Mut notwendig als zur Einführung unausgegorener
„Reformen“.
Gespart am falschen Ende
Die Union schlägt trotz Unterfinanzierung weitere Sparmaßnahmen in Krankenhäusern vor.
Mitte Mai schlug die Union über ihren
Sprecher Jens Spahn ein umfangreiches
Sparpaket für Kliniken vor.Anlass für diese
Botschaft waren die Meldungen über das
erwartete Milliardendefizit bei den Krankenkassen.Wie die ohnehin massiv gebeutelten Kliniken in Deutschland mit immer
weiter reduzierten Mitteln eine angemessene Patientenversorgung realisieren sol-
len, ist angesichts dieser Pläne nicht nur
den Krankenhausmitarbeitern ein Rätsel.
Wie schlecht es um die Patientenversorgung steht, verdeutlicht unter anderem das
„Pflege-Thermometer 2009“, das im Mai
vom Deutschen Institut für angewandte
Pflegeforschung (dip) in Köln veröffentlicht wurde. Im Rahmen der Studie hat das
dip mehr als 10 000 Pflegekräfte zu ihrer
Arbeitssituation befragt. Die Ergebnisse
sind schockierend: Die Kürzung von rund
50 000 Stellen in der Pflege in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass sich
die ohnehin schon angespannte Personalsituation weiter verschlechtert hat. Ein
Großteil der Befragten berichtet von Problemen, unter anderem bei einer ange-
messenen Überwachung von verwirrten
Patienten, der Mobilisierung und fachgerechten Lagerung von bewegungseingeschränkten Patienten und der Betreuung
Schwerstkranker. Mehr als die Hälfte der
Studienteilnehmer können Fehler und
Mängel bei der Medikationsverabreichung,
Verbandswechseln und Hygienemaßnahmen nicht mehr ausschließen.
Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers (früher Krankenschwester/
Krankenpfleger) wird für Schulabgänger
aufgrund der massiven Arbeitsbelastung
zunehmend unattraktiv. Darüber hinaus
wird auch in der Ausbildung gespart und
es werden immer weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Die Folge:
In der Pflege vollzieht sich ein berufsdemografischer Wandel. Pflegekräfte werden immer älter und die Arbeitssituation
sorgt dafür, dass sie – oft aus gesundheitlichen Gründen – deutlich früher aus
dem Beruf ausscheiden müssen. Besonders beunruhigend ist, dass die Zahl
der Pflegekräfte zunimmt, die sich in
„ihrem“ Krankenhaus nicht würden behandeln lassen.
Auch auf Seiten der Ärzte ist die Situation
alles andere als optimal. Zwar wurde die
Zahl der Stellen in den letzten Jahren erhöht, der Ärzteverband Marburger Bund
rief im Mai jedoch auch zum Streik an
kommunalen Kliniken auf, an dem sich
Ärzte aus fast allen Bundesländern beteiligten. Anlass für den Streik ist die
vom Marburger Bund beklagte mangelnde Vergütung von Bereitschaftsdiensten,
z. B. nachts und am Wochenende. Die von
den Streiks betroffenen Kliniken mussten
ihre Versorgung auf Notfallniveau herunterfahren.
Angesichts dieser desolaten Ausgangssituation ist es nicht nachvollziehbar, wie
die Union weitere, ausufernde Sparmaßnahmen vorschlagen kann. Dass eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung
Geld kostet, ist unbestritten. Statt sich
jedoch Gedanken darüber zu machen, wie
man das „Sparpotenzial“ des gebeutelten
Gesundheitswesen über das Maß des
Möglichen hinaus ausschöpft, sollte die
Politik endlich erkennen, dass das „Gut
Gesundheit“ mehr ist als ein herkömmlicher Wirtschaftsfaktor und dass es seit
Jahren an einer angemessenen Finanzierung scheitert.
Foto I VILevi, Shutterstock Inc.
PREISRÄTSEL
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Seite 3
1. Juni
2010
Mitmachen und gewinnen!
Das Preisrätsel im Juni
Arzneimittelgeschäft
ehemaliger
Schah
Persiens
handschriftl.
TöpferNamens- ware
zug
griechischer
Göttervater
Fachmann
herstellen,
produzieren
5
Stockwerke
12
zementartiger
Baustoff
Double
für gefährliche
Szenen
ein
Schwermetall
Ort der
Verdammnis
4
griech.
Göttermutter
9
asiatisches
Buckelrind
französisch:
er
Rufen Sie uns an und nennen Sie uns das
Lösungswort, Ihre Anschrift und den Namen
der Apotheke, in der Sie die Zeitung erhalten
haben, bis zum 16. Juli:
Hier anrufen und
mit etwas Glück
gewinnen:
Getöse
2
tausend
Milliarden
Initialen
von
Albers
6
0137 8 005 005
spanische
Anrede:
Herr
Kunsttanz
agieren
griechischer
Buchstabe
Neffe
von
Abraham
(A.T.)
span.
Doppelkonsonant
In dieser Ausgabe wartet ein toller Sommergewinn auf Sie! Nutzen Sie Ihre Chance auf
einen von 10 Preisen und nennen Sie uns das
gesuchte Lösungswort. Sie finden den Begriff
heraus, indem Sie das Kreuzworträtsel lösen.
Hier noch ein kleiner Tipp: Exzessives Sonnenbaden ist aufgrund des erhöhten Hautkrebsrisikos besonders gefährlich. Es gibt
jedoch einen weiteren, kosmetischen Nebeneffekt, der sich erst nach einigen Jahren bemerkbar macht: Zu viel Sonne beschleunigt
einen bestimmten Prozess. Wir suchen den
Begriff für diesen Prozess.
Lösung und Gewinner werden in der
Augustausgabe veröffentlicht. Die Zustellung des Gewinns erfolgt per Versand.
niemals
japanische
Währung
10
Tropenstrauch
schwach
glänzend
Motorsportwettbewerb
Himmelsblau
Papagei
Mittelund Südamerikas
8
niederl.
Karibikinsel
Zeitalter
Gottes
Gunst
kleiner
Feuerwerkskörper
sehr
schlank,
knochig
11
vorausgesetzt,
falls
Schönling
(franz.)
dt.
Komponist,
† 1847
1
3
kurz für:
an das
Nordeuropäer
Ausruf
des
Erstaunens
standhaft
‚Prag‘
in der
Landessprache
7
fein
zerkleinerte
Speise
Kosten,
Auslagen
50 Cent pro Anruf aus dem Festnetz. Mobilfunk ggf. höher.
DEIKE-PRESS-1413-21
Das Lösungswort der 37. Ausgabe lautete:
„Kompression“
Diese Apotheken freuen sich für die 10 Gewinner
des Telefons GIGASET S795 :
Barbara-Apotheke
Ludwigstr. 13-15
in Oer-Erkenschwick
gratuliert
Theresia Werth
Birken-Apotheke
Flörsheimer Str. 4
in Flörsheim am Main
gratuliert
Edith Schadl
Germania-Apotheke
Gerstenstraße 7
in Allstedt gratuliert
Hans-Joachim Liske
Kur-Apotheke
Bahnhofstr. 11
in Bad König gratuliert
Ursula Reis
Schwanen-Apotheke
Schlossstr. 4
in Nordkirchen gratuliert
Elisabeth Lohmann
Germania-Apotheke
Friedrich-Ebert-Str. 46
in Unna gratuliert
Karla Rach
Oberland-Apotheke
Rudolf-Breitscheid-Str. 6
in Schleiz gratuliert
Regina Leich
Apotheke am Markt
Am Markt 10
in Wittmund gratuliert
Walburga Bücher
Werre-Apotheke
Lübbecker Str. 14
in Löhne gratuliert
Otto Scherbarth
Hubertus-Apotheke
Ringehanstr. 4
in Olbersdorf gratuliert
Armin Köckritz
Der gesuchte Begriff lautet:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Anzeige
Gewinnen Sie einen von 10 praktischen Elektrogrills des Herstellers UNOLD. Das Gerät kann
sowohl im Garten oder auf dem Balkon als auch in
Innenräumen genutzt werden. Der Grill ist komplett
zerlegbar und verfügt über zwei praktische, klappbare
Seitenablagen.
Die Grillplatte
ist antihaftbeschichtet und spülmaschinengeeignet.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter und Angehörige der
NOWEDA-Gruppe sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Fotos I Grill: UNOLD AG, Gräser: irin-k, Shutterstock Inc.
Impressum
Neue Allgemeine Gesundheitszeitung
für Deutschland
Verlag und Redaktion: NOWEDA eG
Heinrich-Strunk-Straße 77 · 45143 Essen
Telefon: 0201 802-0
E-Mail: redaktion@neue-allgemeine.de
Web: www.neue-allgemeine.de
Vorstand der NOWEDA eG:
Wilfried Hollmann (Vorsitzender)
Peter Bömelburg · Rudolf Strunk · Joachim Wörtz
Erscheinungsweise der Zeitung: Monatlich
Verantwortlicher Redakteur Leitartikel (Seiten 1 u. 2):
Wolfgang P. Kuck, Diplom-Volkswirt
Verantwortliche Redakteurin: Tanja Kahlert
Anzeigen: Beatrix Baumert
E-Mail: anzeigen@neue-allgemeine.de
Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG
Frankfurter Straße 168 · 34121 Kassel
Auflage: 1 Million
Grafik und Layout: commedia GmbH
Lenaustraße 12 · 45128 Essen
Web: www.commedia.de
Mit der Einsendung eines Leserbriefes geben Sie
gleichzeitig die Genehmigung zur Veröffentlichung.
Die Redaktion behält sich Auswahl und Kürzung vor.
Diese Zeitung wird von der Apotheke bezahlt
und kostenlos an ihre Kunden abgegeben.
Geschmacklos
Immerhin: Am 19. Mai hat das
Europaparlament die Zulassung des
Enzyms Thrombin zur Verwendung
in der Fleischproduktion gestoppt.
So positiv die Ablehnung zu
bewerten ist: Ein bitterer Beigeschmack bleibt angesichts der Tatsache, dass
die Entscheidung mit
370 Stimmen sehr
knapp ausfiel.
Der Hintergrund:
Mit Hilfe
des ungefährlichen
Enzyms Thrombin kann die
Lebensmittelindustrie rohe
Fleischreste zusammenkleben und daraus z.B.Schinken
herstellen. Mit dem bloßen
Auge ist dieser Betrug am
Verbraucher nicht erkennbar.
Auch die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert den Einsatz
von Thrombin, weist jedoch
auch darauf hin, dass die
Bastelfreude der Lebensmittelindustrie mit Hilfe anderer Substanzen
in vielen Bereichen bereits seit längerer Zeit üblich ist.
So ist es in der Lebensmittelindustrie z. B. gang
und gäbe, mit Hilfe von
Transglutaminase aus
kleinen Schinkenstücken
ein großes Stück zu kleben.
Weder kann der Verbraucher diese
Irreführung mit dem bloßen Auge
erkennen, noch findet sich auf den
Lebensmittelverpackungen ein Hinweis auf dieses Enzym.
Foto I Miguel Angel Salinas Salinas, Shutterstock Inc.
Anzeige
Seite 4
1. Juni
2010
REISELUST
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Gesund bräunen
Hau(p)tsache Sonnenschutz
Die Hauptreisesaison steht kurz bevor.
Etwas Ruhe genießen, die Seele baumeln lassen und eine ordentliche
Portion Sonne tanken – darauf freuen
sich viele Urlauber besonders. Trotz der
bekannten Risiken nehmen jedoch viele
Reisende den Sonnenschutz
nicht ernst.
Strahlender Sonnenschein bei 30° C im
Schatten sind bei uns selten genug. Was
kann es da schaden, im Urlaub beim
Sonnenbad ein wenig über die Stränge zu
schlagen? Leider ist der Schaden, den man
seiner Haut in nur zwei Wochen Urlaub
zufügen kann, möglicherweise immens. Denn eine übermäßige UVStrahlung sorgt nicht nur für vorübergehende, sichtbare Schäden
wie Verbrennungen – die Zellen
werden dauerhaft geschädigt.
Nur eine einzige, von UVStrahlung verursachte Ver-
●
Kinder besonders gefährdet
Das langfristige Hautkrebsrisiko steigt, je
jünger die „Sonnenbrandopfer“ sind. Daher sollten Eltern unbedingt darauf achten,
ihre Kinder niemals ungeschützt in die
Sonne zu lassen. Sonnenenschutzprodukte
mit sehr hohem Lichtschutzfaktor und, vor
allem für Kleinkinder, leichte, aber langärmlige Kleidung sowie ein Kopfschutz
sind besonders wichtig. Ihre Apotheke
Kurz gesagt
?
●
brennung kann nach Jahren zu einer bösartigen Veränderung der Hautzellen führen: Krebs entsteht.
Cremen Sie Ihre Kinder stets in ausreichender Menge mit
Sonnenschutzprodukten ein, die über einen sehr
hohen Lichtschutzfaktor verfügen.
Bedenken Sie, dass jeder Sonnenbrand eine Zellschädigung
verursacht, die noch nach Jahren zu Hautkrebs führen kann.
Berücksichtigen Sie beim Cremen jedes Hautareal, das der
Sonne ausgesetzt ist.
Einige Arzneimittel machen die Haut lichtempfindlich;
lassen Sie sich in der Apotheke individuell beraten.
●
●
berät Sie gern zu
den richtigen
Sonnenschutzprodukten für
Kinder und Erwachsene.
Lückenloser
Schutz
Eincremen will
gelernt sein! Denn
selbst wenn geeigneter Sonnenschutz
im Koffer gelandet ist:
Viele Urlauber cremen
sich nicht ausreichend ein.
Gern vernachlässigt werden
der Haaransatz, die Ohren, die
Lippen, die Füße und die Übergänge zur Badekleidung. Auch wenn die
Cremes als wasserfest deklariert sind, ist es
notwendig, sich nach jedem Bad erneut
einzucremen.
Hautpflege für danach
Auch wenn ausgiebige Sonnenbäder vermieden wurden: Die Kraft der Sonne,kombiniert mit vielen Bädern im Meer oder
Pool, trocknet die Haut aus. Am Abend ist
es daher sinnvoll, die gestresste Haut mit
einer nachhaltigen
Pflege zu regenerieren. Ihre Apotheke informiert Sie selbstverständlich auch zu diesen Produkten und berät Sie individuell
unter Berücksichtigung Ihres Hauttyps.
Fotos I Foto links: Yuri Arcurs, Sonne: Vjom, Palmen: Petr Vaclavek, Shutterstock Inc.
!
Dr. med. Marcus Happe
Dr. Marcus Happe ist Facharzt für Phlebologie, Dermatologie und Allergologie mit eigener Praxis
in Lünen (www.hautarzt-luenen.de).
Reisethrombose vorbeugen!
Die Thrombose ist eine Gefäßerkrankung,bei der es zu einem
vollständigen oder teilweisen Verschluss von Gefäßen durch
ein Blutgerinnsel (Thrombus) kommt.
Am häufigsten kommen Thrombosen in den Venen vor
(Phlebothrombose). Bevorzugt finden sich dabei die
Gefäßverschlüsse in den Venen der unteren Körperhälfte
(tiefe Beinvenen, Beckenvenen). Thrombosen können sich
allerdings auch in den Herzhöhlen oder den oberen Gliedmaßen entwickeln. Frauen sind von dieser Gefäßerkrankung
häufiger betroffen als Männer. Die Wahrscheinlichkeit, ein
weiteres Mal eine Thrombose zu entwickeln, ist dann um ein
Vielfaches größer.
Die Reisethrombose, oft auch als „Touristenklasse-Syndrom“
bezeichnet, tritt besonders auf Langstreckenflügen auf. Der
geringe Sitzabstand schränkt Passagiere über einen langen
Zeitraum in ihrer Bewegungsfreiheit extrem ein.Der Blutfluss
in den Venen verschlechtert sich. Die Folge sind schwere
Beine, es kann sich Flüssigkeit einlagern und in ungünstigen
Fällen sogar eine Thrombose entstehen. Dabei bildet sich in
einer Beinvene ein Blutpfropf.
Dieser Thrombus kann sich lösen und eine lebensgefährliche
Lungenembolie verursachen.
erweitert die Gefäße, was den
Blutrückfluss erschwert.Rauchen verengt die Gefäße, die
Durchblutung verschlechtert
sich.
Bleiben Sie wach! Wenn
sich die Beinmuskeln durch
Bewegung zusammenziehen,
drücken sie auch das Blut in
benachbarten Venen nach
oben.
Vitamin E:Amerikanische
Studien haben gezeigt, dass Kapseln mit natürlichem Vitamin E eine thrombosevermeidende Wirkung haben. Nehmen
Sie eine Kapsel vor dem Flug ein oder essen Sie Vitamin-Ereiche Lebensmittel, wie Nüsse und pflanzliches Öl.
Beine ausstrecken: Je stärker die Beine angewinkelt sind,
desto langsamer fließt das Blut zum Herzen zurück.
Bequem geht vor: deshalb einschneidende Kleidungsstücke meiden.
Massieren Sie die Waden regelmäßig kräftig und streichen
Sie sie von den Knöcheln zum Knie aus.
Sie können das Thromboserisiko um 90 Prozent senken,
wenn Sie medizinische Kompressionsstrümpfe tragen.
Spritzen mit dem stark blutverdünnenden Medikament
Heparin sollten nur in Abstimmung mit einem Arzt verwendet werden und nicht als Routineprophylaxe auf langen
Flügen.
●
●
●
●
●
●
Einmal pro Stunde aufstehen und herumlaufen oder
Venengymnastik machen.
Pro Stunde mind. einen Viertelliter Mineralwasser oder
verdünnte Fruchtsäfte trinken.
Kein Alkohol und Nikotin vor und auf dem Flug. Alkohol
●
●
●
●
Anzeige
REISELUST
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Seite 5
1. Juni
2010
Diabetiker: Gut ausgerüstet in den Urlaub
Nicht immer war es für Diabetiker
selbstverständlich zu verreisen. Heute
steht Ihrem Traumurlaub an vielen
Reisezielen kaum noch etwas im Wege:
vorausgesetzt, Sie treffen ausreichende
Vorkehrungen.
Im Vorfeld der Reiseplanung ist es sinnvoll,
sich ausführlich über landesspezifische
Gegebenheiten zu informieren: Wie gut ist
die medizinische Versorgung? Wie gut sind
Arzneimittel erhältlich? Welche Speisen
sind landestypisch? Wie verträglich ist das
Klima? Im Rahmen der konkreten Vorbereitung ist auch die Kontaktaufnahme
zum Hotel der Wahl sinnvoll.
Medizinische Beratung
Selbst wenn zu Hause mit der Diabetestherapie alles reibungslos funktioniert:
Ziehen Sie vor einem Urlaub Ihren Hausarzt zu Rate und besprechen sie Ihre Pläne
mit ihm. Auch Ihre Apotheke hält gute
Tipps für Sie bereit und hilft Ihnen dabei,
Ihre persönliche Reiseapotheke auf Ihre
Bedürfnisse abzustimmen.
Doppelt hält besser
Da es immer wieder vorkommt, dass
Koffer verloren gehen oder im falschen
Flieger landen, ist es bei Flugreisen empfehlenswert,die für den Urlaub notwendige
Menge Arzneimittel und weitere notwen-
dige Utensilien in doppelter Ausführung,
einmal im Handgepäck und einmal im
Koffer, mitzuführen. Gerade bei Langstreckenflügen kann jedoch die Wirksamkeit von Insulin, das im Koffer transportiert wurde, nicht garantiert werden, da
im Transportraum des Flugzeuges häufig
eisige Temperaturen herrschen.
Bedenken Sie beim Arzneimitteltransport im Handgepäck mögliche Flugreisebestimmungen und halten Sie daher
stets ein mehrsprachiges ärztliches Attest
(mindestens deutsch und englisch) bereit. Erkundigen Sie sich außerdem bei
Ihrer Fluglinie nach den aktuellen Vorschriften.
Vollständige Reiseapotheke
Beim Kofferpacken vergessen
die Deutschen die Gesundheit
Egal ob zur WM nach Südafrika oder
zum Familienurlaub in den Bergen –
eine Reiseapotheke gehört immer ins
Gepäck. Laut einer aktuellen Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Forsa nehmen jedoch acht von zehn Befragten auf
längere und weitere Reisen keine vollständige Reiseapotheke mit.
Doch bei kleineren Übeln mal schnell
in die Apotheke zu gehen, ist im Urlaub
nicht immer möglich. Außerdem sind
bestimmte Medikamente in manchen
Ländern nicht erhältlich oder häufig
gefälscht.
Die deutliche Mehrheit der Deutschen ist
auf Reisen mangelhaft mit Verbandszeug
und Medikamenten ausgestattet: Fast die
Hälfte aller Befragten packt nur eine
Basisausstattung mit Pflastern und ein bis
zwei Medikamenten ein. Knapp jeder
Vierte nimmt nicht einmal diese Dinge
auf längere Reisen mit. „Wer seine
Reiseapotheke richtig zusammenstellt,
kann sich im Urlaub viel Ärger sparen.
Apotheken sind in fremden Ländern mitunter nicht einfach
zu finden, Medikamente haben
im Ausland häufig andere Namen oder sind
gar nicht erhältlich. Vor
Reiseantritt sollte
man sich
deshalb
in der heimischen Apotheke
beraten lassen“, sagt Tim Steimle,
Apotheker bei der Techniker Krankenkasse (TK).
Quelle: Apotheken.de
Foto I Martine Oger, Shutterstock Inc.
!
Was muss mit?
Am besten wissen Sie selbst und Ihr
Hausarzt, was Sie benötigen. Hier stellen
wir Ihnen noch eine kleine Checkliste für
ggf. benötigte Utensilien zur Erleichterung
Ihrer Planung vor:
Insulin und/oder andere
Diabetes-Arzneimittel
Einwegspritzen, falls Pen oder
Pumpe beschädigt werden
Kanülen
Lanzetten
Blutzuckermessgerät (inkl. Ersatzbatterien) und Teststreifen
Kühlbehältnisse für Insulin
(Styroporbox, Thermoskanne)
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Kühlelemente
Traubenzucker
BE-Reserven, z. B. in Form
von Müsliriegeln
Ärztliches Attest (mehrsprachig) und
Diabetikerausweis in Landessprache
Glucagon-Set (falls ein Risiko für eine
schwere Unterzuckerung besteht)
Küchenwaage
Bedenken Sie bei Ihrer Planung stets, dass
Ihr Körper auf den Reisestress und veränderte Klimabedingungen reagieren wird.
Messen Sie Ihren Blutzucker daher unbedingt häufiger als gewöhnlich.
Foto I avecfort, Shutterstock Inc.
Nikola Bechthold-Herrmann
Nikola Bechthold-Herrmann ist Inhaberin einer Apotheke in Witten.
Schnelle Hilfe bei Reiseübelkeit
Je mehr Zeit die Anreise an den gewünschten Urlaubsort in
Anspruch nimmt, desto größer sind die Ängste von
Menschen, die unter Reiseübelkeit leiden. In Ihrer
Apotheke können Sie sich zu verschiedenen
freiverkäuflichen Arzneimitteln beraten lassen,
die diese unangenehmen Begleiterscheinungen
wirkungsvoll bekämpfen. Besonders viele Arzneimittel gegen Reiseübelkeit enthalten den
Wirkstoff Dimenhydrinat. Dieser zählt zur Klasse
der so genannten Antihistaminika, die den für
Reisebeschwerden mitverantwortlichen Botenstoff
Histamin blockieren. Diese Arzneimittel, die z. B. in
Form von Tabletten, Zäpfchen oder Kaugummis
erhältlich sind, werden in aller Regel gut vertragen.
Trotzdem sollten Sie sich in der Apotheke eingehend
beraten lassen, denn eine bekannte Nebenwirkung von
Dimenhydrinat ist z. B. verstärkte Müdigkeit bis hin zu
Schwindel. Auch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind möglich.
Bewiesen ist, dass auch Ingwer eine positive Wirkung
haben kann, z. B. wenn die
Betroffenen ein kleines Stück
geschälte Ingwerknolle kauen
oder frisch gebrühten Ingwertee trinken.Ihre Apotheke
hält selbstverständlich auch
Ingwerpräparate für Sie bereit.Vorsicht walten lassen bei der Einnahme von Ingwer sollten Menschen, die unter Gallensteinen leiden. Bei überdurchschnittlich starken Beschwerden ist es empfehlenswert, den
Hausarzt zu Rate zu ziehen. Es gibt weitere sehr wirksame
Arzneimittel, die jedoch verschreibungspflichtig sind.
Seite 6
1. Juni
2010
ERNÄHRUNG
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Nüsse gegen Cholesterin
Trotz Fettgehalt senken Nüsse
die Blutfettwerte
Nüsse gehören zu einer gesunden Ernährung, auch wenn sie einen hohen
Fettgehalt aufweisen. Eine Studie belegt
jetzt sogar, dass Nüsse bei schlechten
Blutfettwerten helfen. Das gilt vor allem
für Menschen mit sehr schlechten
Werten und für Schlanke.
Nüsse sind reich an Fettsäuren und haben
deshalb viele Kalorien.Doch bei den Fetten
handelt es sich um die gesunden, ungesättigten Fettsäuren, wie sie auch in wertvollen pflanzlichen Ölen enthalten sind.
Zudem stecken in Nüssen viele Vitamine,
Pflanzeneiweiße und Mineralien. Für eine
ausgewogene und gesunde Ernährung
werden sie deshalb empfohlen – zumal in früheren Studien gezeigt
wurde, dass Nüsse das Risiko von HerzKreislauf-Erkrankungen verringern.
Der Grund dafür könnte sein, dass sie
die Blutfettwerte senken, wie die aktuelle
Studie der kalifornischen Loma Linda
Universität jetzt zeigt. Sie analysierte die
Daten von 583 Männern und Frauen, die
in sieben verschiedenen Ländern an insgesamt 25 Studien zum Verzehr von
Nüssen teilgenommen hatten. Sie aßen im
Schnitt rund 70 Gramm Nüsse pro Tag
und das senkte ihren Gesamtcholesterinwert um über fünf Prozent. Der Wert des
gesundheitsschädlichen LDL-Cholesterins sank sogar um 7,4 Prozent.
Dadurch besserte sich auch
das Verhältnis von
„gutem“ HDL-Cholesterin zu „schlechtem“
LDL-Cholesterin. Ein
anderer
Blutfettwert, der des
Triglyzerids, sank sogar um über
10 Prozent,allerdings nur bei Teilnehmern,
die tatsächlich zu hohe Werte hatten.
Foto I Elena Schweitzer, Shutterstock Inc.
Dabei kam es nicht darauf an,welche Sorte
von Nüssen die Teilnehmer aßen, sie sind
offenbar alle gesund. Der Effekt variierte
allerdings je nach Ausgangssituation:„Am
meisten sanken die Blutfettwerte bei
Teilnehmern mit hohen Ausgangswerten,
bei schlanken Personen und bei solchen
mit einer eher ungesunden Ernährung mit
viel Fleisch und Weißmehlprodukten“,
sagt Studienleiter Joan Sabaté. Er empfiehlt, Nüsse in kleinen Mengen auf den
täglichen Speiseplan zu setzen, natürlich
ungeröstet und ungesalzen.
Quelle: Apotheken.de
?
●
●
●
●
Kurz gesagt
Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff.
Zu viel des von vielen Experten als „schlechtes“ Cholesterin bezeichneten LDL
sowie erhöhte Triglyceride können die Gefäße schädigen und erhöhen damit
das langfristige Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken.
Eine unausgewogene, deftige Küche – reich an tierischen Fetten – begünstigt
erhöhte Cholesterinwerte, während eine mediterrane Ernährung mit viel Fisch,
hochwertigen Fetten (z. B. Olivenöl und Rapsöl), Gemüse, Obst und magerem
Fleisch einen positiven Effekt hat.
Schlechte Blutfettwerte können auch erblich bedingt sein und sind dann durch
eine gesunde Ernährung nicht immer vollständig zu regulieren.
Anzeige
Tag der Organspende
Selbsthaftender Silikonverband zur Narbenbehandlung
Auf Herz
und Nieren
Ihre Vorteile mit Mepiform:
Haben Sie einen Organspendeausweis? Statistisch betrachtet ist es
ziemlich wahrscheinlich, dass Sie ohne
dieses Dokument unterwegs sind.Denn
nur wenige Bundesbürger entscheiden
sich bewusst für eine Organspende.
Die Gründe dafür sind nachvollziehbar:
Unsere Gesellschaft setzt sich nur ungern
mit dem Tod auseinander. Auch hier sprechen Umfragen Bände: Mehr als die Hälfte
aller Deutschen kann sich grundsätzlich
vorstellen, nach dem Tod Organe zu spenden, doch nur etwas mehr als 15 Prozent
tragen einen Spenderausweis mit sich.
Entscheidung
für das Leben
Rund 12 000 Patienten warten
derzeit auf ein Spenderorgan,
davon mehr als 8 000 auf eine
Niere – sie sind lebensbedrohlich
erkrankt und benötigen das Spenderorgan dringend. Besonders frustrierend ist
für Betroffene und deren Familien der Gedanke, dass viele Menschen zu Lebzeiten
einer Organspende zugestimmt hätten,
diesen Willen aber niemals mithilfe eines
Ausweises festgehalten haben. Denn viele
Angehörige sind mit dieser schwierigen
Entscheidung überfordert, vor allem, wenn
ihnen der Wille des Verstorbenen nicht bekannt war.
Die Entscheidung für einen Organspendeausweis ist eine Entscheidung für das
Leben.Auch wenn ein Großteil der Besitzer
dieses Dokumentes einen gesunden Lebensabend erreichen und daher nie zu
Organspendern werden: Je mehr Menschen das Dokument mit sich tragen,desto
mehr Schwerkranke bekommen eine
Chance auf einen zweiten Geburtstag.
Immer noch viele Vorurteile
Organspende und Transplantation sorgen
bei vielen Menschen für ein ungutes
Bauchgefühl. Fragen und Sorgen stehen
der Bereitschaft, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen oder sicher zu hinterlegen, gegenüber.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung hält auf der Internetseite
www.organspende-info.de viele Informationen für Interessenten bereit. Weitere
Informationen werden auf www.dso.de
von der Deutschen Stiftung Organtransplantation zur Verfügung gestellt. Das
„Infotelefon Organspende“ ist unter der
Rufnummer 0800 9040400 erreichbar.
Foto I RoxyFer, Shutterstock Inc.
™
für erhabene und wuchernde Narben
™
ganz einfach, unauffällig und komfortabel
™
sehr viel einfacher, angenehmer und
sanfter als ein operativer Eingriff
™
die äußerliche Behandlung mit Silikonverbänden hat einen positiven Einfluss auf die
Narbenrückbildung
™
Wirkung ist empirisch nachgewiesen
™
das Alter der Narbe spielt keine Rolle
Viel flacher und weniger verfärbt.
Eine hypertrophe Narbe nach der Behandlung mit Mepiform®!
vor der Behandlung
nach 2 Monaten
Behandlung
nach 6 Monaten
Behandlung
Mepiform erhalten Sie in Ihrer Apotheke.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: www.molnlycke.com
GESUNDHEITSNEWS
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Hyaluronsäure als Helfer gegen Arthrose
mp Neuss – In der Behandlung von
Arthrose wird in jüngster Zeit häufig
Hyaluronsäure angewendet. Nicht nur das
Verabreichen per Injektion, sondern auch
die Einnahme als Nahrungsergänzung soll
Linderung bringen.
Bei der Arthrose handelt es sich um
einen schmerzhaften, übermäßig starken
Gelenkverschleiß,der bei vielen Menschen
im Alter von über 60 Jahren auftritt. Besonders häufig sind die Knie betroffen, die
Beweglichkeit der Patienten
ist teils erheblich
eingeschränkt.
Seit einiger Zeit setzen Ärzte die unter
anderem aus dem Kosmetikbereich bekannte Hyaluronsäure zur Behandlung
von Arthrose ein. Die Substanz wird zum
Beispiel in die Knie injiziert und wirkt
dort wie eine „Gelenkschmiere“.
Eine weitere Maßnahme zur Unterstützung der Therapie bietet sich an: „Um
den positiven Effekt der Hyaluronsäure auf
eine Arthrose auszunutzen,kann die regelmäßige Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, das Hyaluronsäure enthält,
sinnvoll sein“, erklärt Professor
Jörg Jerosch, Chefarzt der
Klinik für Orthopädie,
Unfallchirurgie und
Sportmedizin des
Johanna-EtienneKrankenhauses in
Neuss. Seit Kurzem
sind Präparate zum
Einnehmen
(orale
Hyaluronsäure) in Apotheken rezeptfrei erhältlich.
Besonders wichtig ist
es, den Lebensstil und die Ernährung der Arthroseerkrankung
anzupassen. Bewegungsmangel
und Übergewicht sind nicht nur
Hauptrisikofaktoren für den Gelenkverschleiß, sie können zudem
sein Voranschreiten beschleunigen.
Neben regelmäßiger Bewegung sollte deswegen auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet werden.
Foto I xjbxjhxm123, Shutterstock Inc.
Anzeige
Sodbrennen?
Seite 7
1. Juni
2010
Alternative für Spritzen beim Zahnarzt entdeckt
mp Düsseldorf – Ein Betäubungsmittel
zum Einatmen könnte in Zukunft die
Nadelstiche bei vielen Zahnarztbehandlungen ersetzen. Indem ein gängiges
Mittel durch die Nase verabreicht wird,
wandert es in die wichtigen Nerven und
betäubt so den Mund, die Zähne und den Kiefer. Über diese
neue Erkenntnis berichten
nun US-Forscher im Fachmagazin „Molecular Pharmaceutics“. Sie fanden heraus, dass
man das Betäubungsmittel als
Nasentropfen oder -spray verabreichen kann und so in vielen
Fällen dieselbe Wirkung erzielen kann wie mit einer Spritze.
Foto I Image Wizard, Shutterstock Inc.
Babysprache kann Sprachfähigkeiten ausbremsen
mp Amsterdam/
Niederlande – Die
Sprachfähigkeiten
von Vorschulkindern können ausgebremst werden, wenn ihre
Eltern mit ihnen oft in
Babysprache
reden.Dagegen ist es für die Sprachentwicklung der Kleinen förderlich, wenn ernsthaft mit ihnen gesprochen wird, belegte nun eine
niederländische Forscherin. Für
ihre Studie beobachtete Lotte
Henrichs von der Universität
Amsterdam drei- bis sechsjährige Kinder mehrere
Jahre lang und analysierte,
wie die Eltern mit den Sprösslingen sprachen. Dabei zeigte sich der negative
Einfluss der Kleinkindersprache, wenn
diese auch im Alter von mehr als drei
Jahren beibehalten wird. Diejenigen
Heranwachsenden, die zu Hause in normaler Sprache mit ihren Eltern reden,
können sich später in der Schule in aller
Regel besser ausdrücken.
Foto I Petrenko Andriy, Shutterstock Inc.
Diabetes: Neues Mittel verlängert
Wirksamkeit von Insulin
mp Düsseldorf – Ein neues Mittel soll
die Wirksamkeit von Insulin bei Diabetikern verlängern können. Es handelt
sich um winzige Moleküle, die dafür sorgen, dass Insulin länger als bisher im
Körper verweilt. Wie die Experten von
der Niederlassung der Mayo Clinic in
Florida im Fachmagazin „PLoS ONE“
berichten, kann so über einen ausgedehnteren Zeitraum der über die Nahrung aufgenommene Zucker aus dem
Blut entfernt werden. Das von den USForschern entwickelte Präparat könnte
in Zukunft den Grundstein für eine neue
Klasse von
Diabetesmedikamenten
bilden.
Foto I Svanblar,
Shutterstock Inc.
Ratgeber: Narben richtig pflegen
Jetzt rezeptfrei in
Ihrer Apotheke
NEU!
von BAYER
Antra®. Wirkstoff: Omeprazol. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen. Hinweis: Enthält
Sucrose (Zucker). Bitte Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker. Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland. Stand: 08/2009.
Antra® ist ein eingetragenes Warenzeichen der AstraZeneca Gruppe.
mp Essen – Die Narbenbildung ist ein
natürlicher Vorgang, der sich oft positiv
beeinflussen lässt. Durch die richtigen
Vorsichtsmaßnahmen kann man der Entstehung unschöner oder gar
schmerzhafter Narben
häufig vorbeugen.
Bei tief reichenden
Verletzungen können
Narben entstehen, weil
bei einer Durchtrennung der Oberhaut
bis in die darunter
gelegene Lederhaut
auch das gefäßreiche
Bindegewebe in Mitleidenschaft gezogen wird.
Es ist im Körper für das Ersetzen zerstörter Zellen zuständig. Doch ist es selbst zu
Schaden gekommen, wird in den Bereichen darüber die Wunde mit Ersatzgewebe aufgefüllt. Dieses ist schwächer
durchblutet und weniger elastisch als das
ursprüngliche Gewebe – es handelt sich
um das sogenannte Narbengewebe.
Anfangs ist es leicht erhöht und rötlich
gefärbt, mit der Zeit senkt es sich auf das
Hautniveau und verblasst.
Damit Narben nicht zu dick
werden und später
zu Beschwerden,
wie Bewegungseinschränkungen,
Schmerzen oder
einem unästhetischen Empfinden,
führen, sollte so früh
wie möglich gegengesteuert werden:
„Die optimale Narbenpflege beginnt schon
nach einer Operation beziehungsweise bei der Wundbehandlung“,
erklärt der plastisch-ästhetische Chirurg
Petr Bolatzky.
Absolutes Muss ist laut des Experten
die gründliche Reinigung der Wunde.
Frische Narben können mit klarem
Wasser gereinigt werden. Schorf dient der
Wundheilung und er sollte auf der Verletzung bleiben. Nach der Reinigung der
Narbe ist diese deshalb nur leicht trockenzutupfen. Intensive Sonnenbestrahlung, Solarium, Saunawärme, Rauchen,
Sport oder extreme Kälte können vor
allem bei frischen Narben die Gewebsbildung negativ beeinflussen.
Auch ältere Narben lassen sich später
noch behandeln. „Die Haut benötigt viel
Zeit,um sich wieder zu erholen.Beispielsweise dauert es etwa sechs Monate, bis
die Wundfläche bei einer Bauchdeckenstraffung vollkommen abgeheilt ist“, erläutert der Experte. „Zwar gibt es noch
keine Möglichkeit, Narben vollständig zu
entfernen. Aber sie können deutlich verkleinert werden,beispielsweise durch den
Laser“, so Bolatzy.
Foto I Jeremys78, Shutterstock Inc.
DIE SEITE FÜR KINDER
Neue Allgemeine
Gesundheitszeitung
für Deutschland
Äskulapi
Ich wünsch dir viel Spaß
mit meiner Seite!
Dein
A
Afrika
m 11. Juni beginnt in
Südafrika die Fußballweltmeisterschaft.
Mannschaften aus 32 Ländern
SÜDAFRIKA
reisen zum südlichen Zipfel
Afrikas, um den Pokal zu gewinnen. Ihr Motto lautet „Ke Nako“.
Das bedeutet in der Sprache der
Zulu „Es ist Zeit“. Stimmt genau:
NAMIBIA
Es ist Zeit Südafrika kennenzulernen.
Da gibt es nämlich viel zu entdecken:
Pinguine, die Brillen tragen. Ein gefürchteter Felsen. Eine knallbunte
Flagge. Und noch viel mehr! Die Fußbälle
auf der Landkarte zeigen dir außerdem
an, in welchen Städten die WM-Stadien
liegen. Also: Ke Nako und viel Spaß!
„Ke Nako“, Südafrika!
B O T S WA N A
Nespruit
Rustenburg
PRETORIA
(Hauptstadt)
Kalahari-Wüste
Drakensberge
Bloemfontein
LESOTHO
Durban
Im Norden liegt eines der
weltgrößten Wildschutzgebiete,
der Kruger-Nationalpark. Dort
leben Elefanten, Leoparden,
Nashörner, Löwen und viele
andere Tiere.
Tafelberg
Kapstadt
Port Elizabeth
Kap der
Guten Hoffnung
Kleines SprachenLexikon
Zulu sprechen vor allem die
schwarzen Südafrikaner,
Afrikaans die weißen. Es ist
eng mit dem Niederländischen
verwandt, denn die Niederländer waren die ersten Siedler
aus Europa.
Die steilen Felsen an
der Südspitze des
Landes heißen „Kap
der Guten Hoffnung“.
Schiffe können hier
leicht auf Grund laufen. Ohne moderne Navigation war diese Stelle sehr
gefährlich – 23 Segelwracks liegen hier begraben.
Zulu
Afrikaans
SWASILAND
Johannesburg
Die Flagge von Südafrika ist genauso bunt wie seine
Menschen. Hier leben Schwarze und Weiße, manche
in modernen Städten, andere als Jäger in der Wildnis.
Offiziell werden elf Sprachen gesprochen. Am häufigsten sind Zulu, Afrikaans und Englisch.
An der Südküste leben
rund 170 000
Brillenpinguine. Ihren
lustigen Namen bekamen sie wegen des
rosafarbenen Flecks
um ihre Augen, der wie
eine Brille aussieht.
MOSAMBIK
Kruger
Nationalpark
Polokwane
SÜDAFRIKA
Dies ist wohl der berühmteste
Südafrikaner: Nelson Mandela.
Er hat dafür gekämpft, dass die
unterdrückten schwarzen
Südafrikaner die gleichen
Rechte bekommen wie die weißen. Schließlich hat Mandela es
geschafft und war einige Jahre
lang Präsident des Landes.
news
Deutsch
sawubona
allo
Hallo !
igama lami ngu ...
My naam is ...
Ich heiße ...
ibhola
voetbal
Fußball
phola
pragtig
toll
woza
naderkom
Komm her!
kunye, bili, thathu
een, twee, drie
eins, zwei, drei
ngilambile
Ek het honger
Ich hab Hunger.
u-ayisikhilimu
ys
Eiscreme
Äskulapi fragt:
Du fliegst auf eine einsame
Insel und darfst nur eine
Person mitnehmen.
Wen und was
nimmst du mit?
• „Meinen Freund Felix,
eine Tischtennisplatte,
zwei Schläger und Bälle.“
Tibor Reißack, 11 Jahre,
aus Schweinfurt
• „Ich nehme das Spiel
„Siedler von Catan“ mit
und meine Mutter. Leider
gewinnt sie oft gegen mich.“
Ariane Schneying, 12 Jahre,
aus Hesepe
Die Frage der nächsten
Ausgabe lautet:
Was kannst du besser als
deine Eltern?
Schicke deine Antwort an:
NOWEDA eG
Redaktion Äskulapi
Postfach 10 27 21
45027 Essen.
Oder per Email an:
aeskulapi@neueallgemeine.de
Karte Michael Baranski, Shutterstock Inc.; Weltkugel Iculig, Shutterstock Inc.
Seite 8
1. Juni
2010
In Kanada wurde der größte
Biberdamm der Welt entdeckt.
Er ist 850 Meter lang und liegt an
einem Fluss im Wood-BuffaloNationalpark.
Biber bauen
solche
Dämme, um
das Wasser
aufzustauen
und in dessen
Mitte eine
sichere Burg aus Ästen und Schlamm
zu errichten. Der Damm in Kanada
wurde von vielen Biberfamilien in mehr
als 30 Jahren erbaut.
Musik des Komponisten Mozart
macht nicht intelligenter.
Jahrelang hatte man geglaubt, dass
das Hören von klassischer Musik die
Intelligenz
von Babys
und
Kindern steigere. Das stimmt jedoch
nicht, fanden österreichische
Wissenschaftler heraus.
Ärzte in Fernseh-Serien behandeln ihre Patienten oft falsch.
Ein Team echter Ärzte schaute sich insgesamt 327 Folgen der TV-Serien
„Emergency Room“, „Grey’s Anatomy“
und „Dr. House“ an. Die Mediziner
stellten fest,
dass die
Mehrheit
der Kranken
im Fernsehen
die falschen
Medikamente bekommt oder nicht
so versorgt wird, wie es in Wirklichkeit
nötig wäre.
Das Meer rund um England
ist nahezu leer gefischt. Vor
100 Jahren gab es dort 17-mal mehr
Fische als heute, berichten
Wissenschaftler der englischen
Universität
York.
Steinbutt,
Schellfisch
und
Scholle
seien fast
ausgerottet, weil sie zu viel gefischt
werden. Die Forscher wollen mit
ihrem Bericht zum Schutz der Meere
aufrufen.
Äskulapi hilft den Tieren
Die Seite für Kinder: Konzept und Texte Dr. Helen Bömelburg Grafik Sandra Helberg Comic/Illustration www.carolingoertler.de Äskulapi (Kopf) Bernd Mittelhockamp/4K Animation
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
24
Dateigröße
3 097 KB
Tags
1/--Seiten
melden