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// Das Problem kennen viele Unternehmen: wie können - com-a-tec

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 / indukom 01/2007
// Peter Ahne, Marketing Manager der
Kontron Modular Computer GmbH,
mahnt zu einem zurückhaltenden
Umgang mit Flash-Animationen. „Wir
sind im B2B tätig und wollen den
Einsatz dieser Technik möglichst
dezent halten. Überflüssige Showeffekte sind nicht erwünscht, der
Auftritt sollte zurückhaltend und
zweckmässig sein.“
Thema
Zeigen Sie’s den Kunden!
Multimedia-Präsentationen wirken image- und absatzfördernd
// Das Problem kennen viele Unternehmen: wie können erklärungsbedürftige Produkte oder komplexe Prozesse in der Marketingkommunikation am besten dargestellt werden? Multimedia-Technologie ist das
Zauberwort, mit dem immer mehr Kunden und Interessenten überzeugt
werden. Vielfältige Möglichkeiten bietet die Technologie: 3D-Animationen, Konfiguratoren und virtuelle Touren liegen besonders im Trend.
Indukom zeigt, was online und offline auch in der Industrie sinnvoll ist.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – das
ist bekannt. Noch mehr als ein starres Bild
sagt allerdings ein bewegtes Bild aus. Kein
Wunder also, dass Flash-Animationen, 3DVisualisierungen, Videos und sogar virtuelle
Rundgänge derart boomen und auch im B2B
immer mehr Anklang finden. Denn gerade
erklärungsbedürftige Produkte, Anlagen oder
Prozesse können multimedial oft viel besser
präsentiert werden als durch Prospekte und
Broschüren.
Eike Zuckschwerdt, Leiter Marketing bei der
MIWE Michael Wenz GmbH, kann das aus
der Praxis bestätigen. „Unser großes Produktspektrum präsentieren wir in mehreren
animierten Filmen, kombiniert mit Videosequenzen. Nur so können wir unseren Kunden den USP unserer Lösungen umfassend
vermitteln, auf Papier wäre das nicht möglich.“ In einem ‚Flug durch die Bäckerei’
geht MIWE auf Automatisierungstechnik,
Beschickungsroboter und vieles mehr ein.
„Das Wissen über so hochkomplexe Anlagen und Prozesse ist kaum in den Markt zu
transportieren. Die Verkaufsgespräche sind
wesentlich effizienter, wenn die Kunden
durch Multimedia-Präsentationen qualifizierte
Informationen erhalten und erleben.“
// Den USP besser vermitteln
Die mediaman GmbH sieht in MultimediaMaßnahmen die Möglichkeit, den OnlineDialog mit dem Kunden zu stärken. Patrick
Ulrich ist Flash-Developer bei mediaman.
Er bestätigt den Trend, Video-Einbindungen
mit Flash auf Webseiten zu präsentieren.
„Mit Videos können Inhalte visuell ansprechend und interessanter gezeigt werden, sie
entsprechen unseren täglichen Sehgewohnheiten mehr als Text und starres Bild. Wenn
Videoclips in Flashformate umgewandelt
werden, profitieren die Unternehmen noch
mehr, denn so können die Filme mit inter-
aktiven Elementen versehen werden und
sind noch effektiver.“
Interaktiv – das ist die Zauberformel der
Multimediatechnologie. Wolfgang Sailer, Geschäftsführer der mp moving-pictures gmbh
in Memmingen, sieht darin wie sein Kollege den Vorteil zum Video. „Im Unterschied
zum Imagevideo kann der Kunde bei einer
virtuellen Tour aktiv werden. In der Industrie nutzen daher inzwischen schon viele
Unternehmen dieses Mittel zur emotionalen
Information und es wird auch häufig im
Schulungsbereich eingesetzt. Viele unserer
Kunden, wie Bosch Engineering, Viessmann,
Pester oder Multivac laden Ihre Kunden auf
diese Weise ins Unternehmen ein, lassen
Mitarbeiter und Interessenten einen Blick in
Niederlassungen werfen oder ermöglichen
einen multimedialen Messebesuch. Der Kunde kann sich dabei genau das ansehen, was
ihn interessiert und das weglassen, was für
ihn nicht relevant ist. Mit der Maus kann er
Multimedia / Thema / // Die Miwe Michael Wenz GmbH präsentiert ein breites Produktspektrum in animierten Filmen, kombiniert mit Videosequenzen. Nur so
kann der USP vermittelt werden.
in eine Richtung steuern, virtuelle Türen öffnen und visuelle Informationen aktiv abrufen. Diese Form der Internetpräsentation dient
der Imagesteigerung und schafft eine enorme Kontaktqualität und
-quantität auf der Page. Laut GFK ist die Verweildauer auf einer Page
mit virtueller Tour fünffach höher.“ Eine derartige Effizienzsteigerung des Mediums Internet überzeugt. Auch offline können virtuelle
Touren zum Beispiel bei Messen oder mittels DVD oder CD-ROM
im Außendienst und bei Schulungen eingesetzt werden.
Es müssen aber nicht immer gleich ganze Filme sein, bei denen der
Kunde aktiv werden kann. Auch bei Produkt- oder Prozessanimationen und Konfiguratoren ist dies möglich. Mittels Flash-Animationen können Objekte dreidimensional drehend im Raum dargestellt
werden. Die Betrachter können sie bewegen, zoomen und prüfen.
Das überzeugt natürlich weit mehr als eine eindimensionale Darstellung auf Papier. Die Produkte oder selbst ganze Prozessabläufe
werden so in Szene gesetzt. „Die Produktvisiualisierung ist vor allem
für Firmen interessant, die ihre Produkte bereits im Internet anbieten
oder auch ihrem Außendienst offline-Visualisierungen zur Verfügung stellen wollen. Der Kunde erhält eine spezifische, auf seine
Bedürfnisse zugeschnittene Beratung. Die Produktpräsentation wird
dadurch dynamisch, interaktiv, spannend und viel aussagekräftiger.
Aber auch die Funktionalität ganzer Prozesse kann mittels Animationen viel besser dargestellt werden“, erklärt Wolfgang Sailer.
Peter Ahne, Marketing Manager der Kontron Modular Computer
GmbH, nutzt zwar auch Flash-Animationen zur Produktanimation auf
der Unternehmenswebsite, gibt aber zu Bedenken: „Manche Websites
sind schon übersättigt. Wir sind im B2B tätig und wollen den Einsatz
// Der Schlüsseleffekt: Interaktivität
dieser Technik möglichst dezent halten. Überflüssige Showeffekte sind
von unserer Seite nicht erwünscht, der Auftritt sollte zurückhaltend
und zweckmäßig sein.“ Werner Geilenkirchen, Geschäftsleiter von
Herzig Marketing Kommunikation, rät Kunden aus einem anderen
Grund zum Teil schon wieder von Flash animierten Bildern ab. „Aus
netzwerktechnischen oder Sicherheitsgründen ist in manchen Unternehmen der Download der aktuellen Flash-Version nicht möglich, so
dass die Seiten mit aufwändigen Animationen nicht richtig angezeigt
werden. Das ist natürlich ärgerlich.“ Bei moving-pictures hat man
für dieses Problem schon eine technische Lösung gefunden. Diese
setzen mit Flash 6,0 auf den einfachsten Flash-Standard. Hier liegt der
Verbreitungsgrad laut Macromedia bei 98,5 % bei den Internetusern.
Darüber hinaus hat moving-pictures ein Konzept entwickelt, bei dem
der Kundenrechner blitzschnell den Stand seiner installierten Software
ausliest und die interaktive Anwendung danach so startet, wie es der
jeweilige Rechner ermöglicht.
// Bosch Engineering setzt die virtuelle Tour im Internet, auf
Messen und Schulungen ein. Crossmedial weisen auch DirectMailings auf die Tour im Web hin.
/ indukom 01/2007
Ein besonders interessantes Multimediainstrument bieten viele Unternehmen inzwischen mit Produktkonfiguratoren an. Auch
diese gibt es online im Internet oder offline
für den Außendienst oder Händler. Bruno
Boroewitsch, Geschäftsführer der com-a-tec
GmbH hat dieses Tool für seinen Kunden
IMS Connector Systems realisiert. Die Website
Besucher von IMSCS können seitdem online
individuelle Kabelkonfektionen schnell und
einfach generieren. Bruno Boroewitsch beschreibt die Vorteile für Interessenten und
Vertrieb. „Die Nutzer können mit dem Kon-
// Produktkonfigurator
spart viel Zeit
figurator korrekte und detaillierte Anfragen
stellen. Das spart im Vorfeld einer Anfrage viel
Zeit. Sie erleichtert aber auch IMS Connector
Systems die Angebotserstellung. Denn der Kabelkonfigurator lässt nur Kombinationen zu,
die technisch sinnvoll sind und schließt somit
Fehler und unnötigen Bearbeitungsaufwand
aus. Darüber hinaus generiert das System
von jeder Konfiguration automatisch eine
detaillierte Kabelzeichnung im pdf-Format.“
Aljona Krol, verantwortlich für Marketing bei
IMS Connector Systems, ist überzeugt von
diesem Instrument. „Die Kundenakzeptanz
war bei unserem Kabelkonfigurator von Anfang an sehr hoch und die internen Einsparungen erheblich. Viele Anfragen kommen
von neuen potenziellen Kunden, die über
dieses Tool gewonnen werden.“
// IMS Connector Systems bietet seinen
Website Besuchern einen Konfigurator
an, mit dem individuelle Kabelkonfektionen schnell und einfach generiert
werden können. Das spart den Kunden
Zeit und erleichtert dem Vertrieb die
Angebotserstellung.
Für Bruno Boroewitsch bieten sich Konfiguratoren vor allem im Maschinen-, Apparateund Gerätebau an. „Diese Möglichkeit ist bei
technisch erklärungsbedürftigen Produkten
und Leistungen sinnvoll. Vor allem dort, wo
konfigurierbare Leistungen angeboten werden und es mehrere Möglichkeiten gibt, Teile
zusammenzuführen.“ Ähnliche Erfahrungen
hat Harald Welz, Emuge-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG, einer Fabrik für Präzisionswerkzeuge, gemacht. Emuge bietet nunmehr seit acht Jahren mit dem „Toolfinder“
einen besonderen Katalog an. „Der Kunde
nennt seine Zerspanungsaufgabe und kann
mit dem Toolfinder die richtigen Werkzeuge
oder ergänzende Produkte wie zum Beispiel
Prüftechnik oder Schmierstoffe ermitteln und
bestellen. Die Bilder kann er direkt in seine
Planungsunterlagen einfließen lassen. Damit
ist dieses Instrument sehr hilfreich für unsere Kunden und es kommt dementsprechend
auch sehr gut an. Der Aufwand war zwar immens groß, aber es hat uns auch bei anderen
Projekten geholfen, so zum Beispiel bei einer
medienneutralen Datenbank, die wir für die
Erstellung der Preislisten nutzen. Dieser Vorgang dauert nunmehr nur noch drei Stunden
statt früher zweieinhalb Monate.“
Dass der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht, sollte eigentlich selbstverständlich
sein, ist es aber offensichtlich nicht. Martin
Politzer, Berater bei ISI – Agentur für neue
Medien, stellt fest, dass „inzwischen viele
Unternehmen den Aufwand für sinnvoll und
effektiv halten. Gerade im Mittelstand muss
man aber darauf achten, dass Multimedia-
// Vorteil für Kunde
und Vertrieb
Anwendungen wirklich Arbeitsmittel sind,
die zu den Anforderungen des Unternehmens
passen, einen Mehrwert bieten und finanziell
im Verhältnis stehen.“
Die Multimedia-Technologien bieten noch
echtes Ausbaupotenzial für viele Unternehmen. Der Trend geht eindeutig in die Richtung, die Kunden und Interessenten aktiv
werden zu lassen und ihnen Unternehmen,
Produkte und Leistungen möglichst interessant und plastisch zu präsentieren. Auch
Thomas Sandner, Marketingleiter der Lukas
Hydraulik GmbH, will in der Kommunikation
künftig mehr multimediale Inhalte anbieten.
„Das ist für uns eine wichtige Imagemaßnahme, wir versprechen uns aber auch unmittelbare Absatzeffekte. Im B2B und bei
erklärungsbedürftigen Produkten kommen
wir mit diesen Mitteln viel mehr in die Breite
und erreichen ein viel größeres Publikum.“
Solange der Einsatz der Maßnahmen sinnvoll
und angemessen ist und es im B2B nicht
„überall blitzt und blinkt“, wie Peter Ahne
befürchtet, kann man nur froh sein, dass in
die Marketingkommunikation der Industrie
Bewegung gekommen ist. (dw)
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