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Einblicke wie bei einer richtigen Operation - Ortema

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STADT LUDWIGSBURG
DO., 23. AUGUST 2012
WWW.LKZ.DE
■■■■■■
LKZ-SOMMERPROGRAMM
Einblicke wie bei einer richtigen Operation
Blick hinter die Kulissen der Orthopädischen Klinik Markgröningen – Chefarzt informiert über neue Entwicklungen bei künstlichen Gelenken
VON MARION BLUM
Etwas schrauben, ein wenig fräsen und
exakt ausmessen: Wie ein künstliches
Kniegelenk eingesetzt wird, zeigte Anke
Geiger den Lesern der Ludwigsburger
Kreiszeitung. Normalerweise reicht die
OP-Schwester in der Orthopädischen Klinik Markgröningen (OKM) den Ärzten
die passenden Instrumente für den jeweiligen Eingriff an, doch bei dem unblutigen Eingriff am Modell legte sie selbst
Hand an. Solche Eingriffe sind in der
Fachklinik längst Routine. Eine Stunde
dauert es, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen. Für eine künstliche Hüfte benötigen die Mediziner vom Schnitt bis
zur Naht zwischen 30 und 45 Minuten.
Rund 9000 Operationen jährlich
„Hobbyhandwerker hätten Spaß daran,
uns bei der Arbeit zuzuschauen“, hatte
Johann Bernhardt, Direktor für Pflegeund Personalmanagement der Klinik, bei
seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen. Bevor die knapp 70 Besucher hinter die Kulissen der Klinik schauten, entführte er sie in die Historie des Krankenhauses, das als Kinderheilanstalt im Jahr
1841 in Ludwigsburg gegründet wurde.
Heute werden im OKM rund 9000 Operationen jährlich durchgeführt. Die Zahl
der stationären Patienten liegt bei 7000,
und die der ambulanten bei circa 40 000
pro Jahr. Seit der Neustrukturierung im
Jahr 2004 befinden sich fünf Kliniken sowie zwei Praxen als Kooperationspartner
unter dem Dach der OKM. Das Krankenhaus ist nicht nur die älteste orthopädische Fachklinik Europas, sondern gilt als
gute Adresse für Spitzensportler, die sich
hier behandeln lassen.
„Drei Hüften, drei Knie am Tag, mal ei-
Sommerprogramm
2012
ne Schulter dazwischen“, beschrieb OPSchwester Geiger das durchschnittliche
Programm in der Klinik für Endoprothetik. Ingrid Mössner war eine der Besucherinnen, die beobachtete, aus wie vielen
Teilen eine Hüftprothese zusammengesetzt wird. „Mein Vater und mein verstorbener Mann sind schon hier behandelt
worden. Mich interessiert einfach, wie
hier gearbeitet wird“, sagte sie. Trotz Zipperlein sei ein Ersatzteil für sie noch kein
Thema, erklärte sie schmunzelnd.
Reha, Fitness und Orthopädie
Ein Erfolgsmodell ist auch die im Jahr
1993 gegründete Ortema: Sie bietet unter
ihrem Dach nicht nur die klassische Orthopädietechnik, sondern außerdem medizinische Rehabilitation und Fitness sowie Sportprotektion. Unter der Leitung
von Hartmut Semsch tauchten die Besucher in die Welt der Gipsabdrücke, Bandagen, Korsette und Kompressionsstrümpfe ein. Dabei handelt es sich um
Orthesen, sie korrigieren Fehlhaltungen
oder stützen Wirbelsäule und Gelenke.
Die Orthopädietechniker fertigen aber
auch Prothesen, also Körperersatzstücke,
an. Mikroprozessoren und Platinen steuern die künstlichen Beine und Arme.
30 000 Euro kann so eine Prothese kos-
In Geschichte und Organisation der Klinik führte Johann Bernhardt, Direktor für Pflege- und Personalmanagement, ein.
ten, die in enger Zusammenarbeit mit
dem Patienten entwickelt und angepasst
wird. „Es steckt viel Arbeit darin. Aber es
ist ein tolles Gefühl, wenn einem ein
Beinamputierter ohne Gehhilfe entgegenläuft und die Hand schüttelt,“ erzählte Orthopädietechniker Willi Unger. „Die
Abteilung ist der Hammer“, zeigte sich
LKZ-Leserin Bettina Müller begeistert.
„Die Klinik ist bekannt, deshalb fand ich
es einfach interessant und spannend,
hinter die Kulissen zu schauen“, sagte sie.
Doch nach dem Schauen war Zuhören
angesagt, als Dr. Sven Schemel, Chefarzt
Froum glänzt mit LED-Leuchten
und umfassender Sanierung
Wenn das Forum Sommerpause macht, zieht dort keine Ruhe ein. Die wenigen
Wochen im August und Anfang September sind die
Zeit der Handwerker und
Techniker. Vor und hinter
der Bühne wird renoviert,
um das Forum optisch und
technisch auf dem neuesten Stand zu halten.
VON JÜRGEN SCHMIDT
Die wichtigste Neuerung bleibt
dem Besucher verborgen. An
den Bühnen im Bürger- und im
Theatersaal wurde die bisherige
Arbeitsbeleuchtung – das ist das
Licht, das Techniker zum Aufbau
von Bühnenbild und -ausstattung benötigen – durch modernste LED-Technik ausgetauscht. Da LED-Leuchten nur
einen Bruchteil des Stroms konventioneller Lampen benötigen,
werden im Forum nicht nur die
Energiekosten erheblich gesenkt, sondern auch ein deutlicher Beitrag zur Einsparung von
Kohlendioxid geleistet.
lang kein Austausch der Leuchten erforderlich.
Zur Energieeinsparung tragen
auch eine Reihe kleinerer Vorhaben bei, die in den vergangenen
Wochen umgesetzt wurden. So
wurde im Seminarbereich und
im zweiten Stock des Backstagebereiches eine neue Beleuchtung
installiert. Im Restaurant Kubus
wurden die Kühlaggregate sowie
die Kühlgeräte für die Getränke
ausgetauscht. Und auch im Bürgersaal wurde die Kältemaschine
erneuert.
Neben diesen Arbeiten hinter
den Kulissen wird das Forum
derzeit noch an verschiedenen
Stellen optisch aufgefrischt. Besucher dürften als erstes das
spiegelnde Parkett im Bürgersaal
und dem Foyer auffallen. Der
Boden wurde abgeschliffen, ausgebessert und neu versiegelt. Im
Kubus wurden die Wände gestrichen, Decken gereinigt und die
Steuerung der Beleuchtung erneuert. Ein Teil der Arbeiten sei
dabei von Pächter Eberhard
Aspacher finanziert worden,
heißt es seitens des Forums. Die
Stadt als Eigentümerin lässt sich
die Arbeiten nach Angaben einer
Sprecherin in diesem Jahr rund
370 000 Euro kosten.
Auch Backstagebereich
wird renoviert
Stück für Stück wird auch der
Backstagebereich renoviert. In
diesem Jahr ist der zweite Stock
dran. Dort werden während der
Sommerpause Wände und Türen gestrichen und ein neuer Boden verlegt. Hinzu kommen Malerarbeiten im Seminarraum und
Sanierungsarbeiten am Flachdach des Bürgersaals. Im kommenden Sommer sollen dann
der dritte Stock und die Garderobe an die Reihe kommen.
81 000 Kilowattstunden
weniger pro Jahrr
Statt 93 000 Kilowattstunden
Strom werden künftig nur noch
11 800 Kilowattstunden pro Jahr
benötigt. Durch den niedrigen
Stromverbrauch hat sich der
Einbau der neuen Arbeitsbeleuchtung nach Angaben des Forums schon in zweieinhalb Jahren amortisiert.
Dazu trägt auch bei, dass die
Anlage lange Zeit praktisch wartungsfrei ist. Die Leuchtdioden
haben eine Lebensdauer von
60 000 Betriebsstunden. Da die
Beleuchtung im Durchschnitt etwa 3000 Stunden pro Jahr benötigt wird, ist also zwanzig Jahre
der Ambulanten Rehabilitation, das Für
und Wider von stationärer und ambulanter Behandlung erörterte. In der RehaAbteilung von Ortema werden die Patienten mit neuer Hüfte oder Knie wieder fit
gemacht, ohne ihr gewohntes häusliches
Umfeld für längere Zeit verlassen zu
müssen.
Über die 100 Ursachen für Rückenschmerzen informierte Oberarzt Dr. Harald Schall. Operiert werde nur bei bestimmten Krankheitsbildern, wenn alle
konservativen Therapien ausgeschöpft
worden seien und trotz Schmerztherapie
der Leidensdruck der Menschen hoch
sei, betonte er. Künstliche Hüften von der
Stange gibt es nicht. „Jede Fahrgestellbreite wird exakt eingestellt“, betonte
Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Fink bei seinem Vortrag, untermalt von Röntgenaufnahmen und Fotos. Für eine neue Hüfte
gebe es nur einen richtigen Zeitpunkt:
„Wenn der Patient sagt, dass er nicht
mehr kann.“ Längst gebe auch für jeden
das passende Knie. Die Behauptung, dass
zu viele künstliche Gelenke eingesetzt
werden, ist für ihn „politisch gewollter
Schwachsinn“.
KULTUR IN DER STADT
„Das Theater unter freiem Himmel
ist auch ein bisschen wie Urlaub“
Derzeit gilt aber ihre ganze
Konzentration der Arbeit in „Kalle
Blomquist“. Und die Kinder sind
von ihrer Lotta begeistert. Kein
Wunder, im Kostüm wirkt sie tatsächlich wie eine unternehmungslustige Göre, die bereit ist,
die Welt aus den Angeln zu heben
oder zumindest gefährliche Verbrecher zur Strecke zu bringen.
Und so zahlt sie das Vertrauen,
das ihr so hilft, auch zurück, hat
auch großes Vertrauen zu Christiane Wolff, die offenbar ein Händchen für die junge Mimin hat.
Gerne würde Stefanie Friedrich
im nächsten Jahr wieder dabei
sein, aber zunächst steht der
nächste Karriereschritt ins Haus.
Für eine junge Schauspielerin hat Stefanie Friedrich
schon reichlich Erfahrungen
gesammelt.
VON ARNIM BAUER
Stefanie Friedrich, 1987 in Magdeburg geboren, lebt inzwischen
in Stuttgart, wo sie auch an der
privaten, aber staatlich anerkannten LiveAct Akademie der Schauspielkünste von 2007 bis 2010 ihre
Ausbildung absolvierte. Beim
Theatersommer ist sie zum zweiten Mal dabei, und sie ist immer
noch sehr glücklich darüber, dass
sie im vergangenen Jahr „als Anfängerin“ gleich für den Theatersommer engagiert wurde.
Tatsächlich eine Auszeichnung,
denn inzwischen können Peter
Kratz und Christiane Wolff unter
Dutzenden von Bewerbern auswählen, wenn sie ihre Castings
ausschreiben. Im vergangenen
Jahr war es „Tintenherz“, in diesem Jahr spielt sie Lotta, die
Freundin des jungen Meisterdetektivs Kalle Blomquist.
Reger Austausch mit Kindern
Im Bürgersaal werden die Bühnenzüge gewartet, Seile überprüft und
Foto: Holm Wolschendorf
Spannschlösser gewechselt.
Foto: Holm Wolschendorf
Ganz im Sinne von Regisseurin
Christiane Wolff kann sie ihre Erfahrungen über die spezielle Arbeit im Clussgarten-Ensemble an
neue Kollegen weitergeben. So
kann sie sehr gut nachfühlen, wie
es ihrem Kollegen Severin
Gmünder vor der Premiere von
„Kalle Blomquist“ ging, denn wie
immer gehört auch ein reger Austausch mit den Kindern im Publikum zur Rolle. Und das, so Stefanie Friedrich, muss man erst mal
ausprobiert haben.
Der Stil des Theatersommers
macht ihr keine Mühe, wie sie
selbst sagt. Denn ihre Ausbildung
war sehr auf das körperbetonte
Stefanie Friedrich.
Foto: privat
Spiel ausgerichtet. „Ich weiß, was
mich hier erwartete, und ich habe
mich sehr gefreut, dass ich dieses
Jahr wieder dabei sein darf“,
strahlt sie.
Vor allem das Vertrauen, das ihr
Christiane Wolff und die ganze
Truppe entgegen bringen, beflügelt sie. Und die Wohlfühlatmosphäre ohnehin. „Das ist hier auch
ein bisschen wie Urlaub, das Theater unter freiem Himmel, quasi
im Wald, und dann auch noch der
Biergarten daneben“, lächelt sie
schelmisch.
Für den Anfang hat sie einen
recht guten Start ins Berufsleben
erwischt. Sie hat mannigfaltige
Erfahrungen gesammelt, etwa
beim Tourneetheater, aber auch
bei Produktionen am Karlsruher
Kammertheater oder bei der Theatergalerie Neckartailfingen. Auch
hat sie schon zweimal bei der
Fernsehserie „Soko Stuttgart“ gedreht, und wenn der Theatersommer zu Ende geht, wird sie im
Stuttgarter Renitenztheater in
dessen neuer Hausproduktion
mitwirken.
Festes Engagement ist das Ziel
Stefanie Friedrich will ein festes
Engagement. Dabei raten ihr Kolleginnen auch, nicht so schüchtern zu sein und sich durchaus
auch einmal an großen Häusern
zu bewerben. Ein wenig Selbstvertrauen schadet in diesem Beruf sicher nicht, und für die ersten
beiden Jahre hat sie schon reichlich Erfahrung gesammelt. Und so
sollte ihr Herzenswunsch realistisch sein, nämlich von der
Schauspielerei dauerhaft ordentlich leben zu können.
SERIE
Schauspieler
im Porträt
Sie stehen auf der Bühne im
Clussgarten. Wer sind die
Schauspieler in den Rollen des
Theatersommers? Wir stellen
sie in einer Serie vor. Infos zum
Programm und Karten:
www.theatersommer.net oder
(0 71 41) 2 42 31 55.
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Seele and Geist
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