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Beschäftigungssicherungskonten – wirksame Vorbeugung gegen

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Ausgabe 6/2012 — Seite 1
Wie krisenfest sind Ihre Arbeitszeitmodelle?
Wie sich die Konjunktur in den
ressourcen
betrei-
Beschäftigungssicherungskonten als
nächsten 12 Monaten entwickelt,
ben. Dabei stellt sich insbesondere
wirksame Vorbeugung gegen Krisen
kann aktuell niemand seriös prog-
die Frage: Wie krisenfest sind unse-
und Auslastungsschwankungen.
nostizieren. Dass der nächste kon-
re Arbeitszeitmodelle?
junkturelle
Einbruch
früher
Krisenvorsorge
oder
Eine anregende Lektüre wünscht Ihr
später kommen wird, ist dagegen
Unser Geschäftsführender Partner,
Team von Dr. Scherf Schütt & Zan-
sehr sicher. Jede Organisation sollte
Dr. Burkhard Scherf, beschreibt in
der!
daher mit Blick auf Ihre Personal-
diesem Beitrag das Konzept von
Beschäftigungssicherungskonten – wirksame Vorbeugung gegen Auslastungsschwankungen
Die Indikatoren für den Konjunktur-
ments, sich auch auf schwierige Zei-
spart werden. Wo dies der Fall ist,
verlauf weisen derzeit keine eindeu-
ten strategisch vorzubereiten.
können auch Auftragseinbrüche von
tige Richtung auf. Die Auftragsein-
10 oder 20% über größere Zeiträu-
gänge im Maschinen- und Anlagen-
Wie kann und wird Ihr Unternehmen
me aufgefangen werden, ohne dass
bau waren zuletzt wieder anstei-
reagieren, wenn die Auslastung um
zu Instrumenten wie Kurzarbeit o-
gend, der ifo Geschäftsklimaindex
10 oder 20% sinkt? Werden Sie sich
der Stellenabbau gegriffen werden
hat sich im November etwas aufge-
dann mit hohen Begleitkosten von
muss.
hellt. Die OECD erwartet für 2013 in
qualifizierten
Deutschland mit 0,5 Prozent ein nur
müssen, die Sie dann – angesichts
Zahlenbeispiel zur Nutzung des
schwaches Wachstum, in einigen
der andauernden Diskussion um den
Beschäftigungssicherungskon-
großen Unternehmen (z.B. Thyssen-
Fachkräftemangel – beim nächsten
tos
Krupp, Opel, MAN)
wird bereits
Anziehen der Nachfrage nicht mehr
wieder Kurzarbeit praktiziert oder
oder nur mit erneut hohen Begleit-
Ein Rechenbeispiel dazu (siehe Ab-
angekündigt.
kosten wieder neu akquirieren kön-
bildung 1): Ein Unternehmen mit
Mitarbeitern trennen
nen? Oder bauen Sie allein auf die
einer
Der nächste konjunkturelle Ein-
erneute
Stunden-Woche
bruch kommt bestimmt – die
von Kurzarbeit, so dass dann „nur“
durch verbesserte Nachfragesituati-
Frage ist nur: Wann?
Ihre Mitarbeiter die Leidtragenden
on um 3% gestiegenen Personalbe-
sein werden, weil sie in dieser Zeit
darf
gegenüber. Anstelle zusätzli-
Wir wollen hier keinem Konjunktur-
auf einen Teil ihres Einkommens
cher
Einstellungen
pessimismus das Wort reden. Es
verzichten müssen?
chentliche Arbeitszeit um 3% auf
Erweiterung
der Laufzeit
wird nichts besser, wenn wir pessi-
tariflich
vorgegebenen
sieht
sich
wird
38-
einem
die
wö-
durchschnittlich 39,1 Stunden ange-
mistisch sind, also bleiben wir lieber
Gut aufgestellt mit einem Be-
hoben. Dadurch erwerben die Mitar-
optimistisch. Klar ist allerdings: Der
schäftigungssicherungskonto
beiter in einem Jahr ein Guthaben
nächste
marktbedingte
Einbruch
von durchschnittlich 52,4 Stunden
wird für jedes einzelne Unterneh-
Gut aufgestellt sind in dieser Hin-
auf ihren Beschäftigungssicherungs-
men früher oder später kommen.
sicht diejenigen Unternehmen, die
konten. Im nächsten Jahr wächst
Wir wissen nicht, wann dies sein
schon in der Vergangenheit für ihre
der Personalbedarf noch einmal um
wird und wie stark sich der Einbruch
Mitarbeiter ein Beschäftigungssiche-
4%. Nun wird die wöchentliche Ar-
auswirken wird. Aber wir wissen,
rungskonto eingerichtet haben. Also
beitszeit im Durchschnitt auf 40,7
dass er kommt und dass die kon-
ein langfristig angelegtes Arbeits-
Stunden angehoben, die Beschäfti-
junkturellen Zyklen in der Tendenz
zeitkonto, auf dem in beschäfti-
gungssicherungskonten der Mitar-
immer kürzer und im Ausschlag
gungsstarken Zeiten systematisch
beiter wachsen im Laufe des Jahres
stärker werden. Es gehört daher zu
Arbeitszeiten bis zu einem Volumen
auf durchschnittlich 176,9 Stunden
den Hausaufgaben guten Manage-
von ca. 100 bis 200 Stunden ange-
an. Damit ist ein gutes Polster für
© Dr. Scherf Schütt & Zander GmbH
Ausgabe 6/2012 — Seite 2
Abbildung 1: Rechenbeispiel zur Nutzung eines Beschäftigungssicherungskontos
die nächste Krise geschaffen. Träte
darf an Kurzarbeit oder Stellenab-
dies, aber der Anteil hat in den
nun nach diesem zweiten Jahr ein
bau!
letzten Jahren deutlich zugenom-
echtes
Krisenszenario
Nachfrageeinbruch
mit
einem
Leider sind es noch viel zu wenige
ist, sollten Unternehmen massiv
würde das die Rückführung der wö-
Unternehmen, die in diesem Sinne
auf die Einbringung entsprechen-
chentlichen Arbeitszeit auf durch-
systematische
der Konzepte in die Tarifver-
schnittlich 36,6 Stunden erforder-
konjunkturelle Krisen betreiben. Die
lich machen. Selbst nach einem
Regel ist, dass Arbeitszeitkonten
ganzen
hauptsächlich
eines
10%
men. Wo dies noch nicht der Fall
ein,
Jahr
um
solchen
Ein-
Vorbeugung
oder
ausschließlich
bruchs wären dann im Durchschnitt
für
noch ca. 114 Stunden Guthaben auf
schwankungen im Rahmen von bis
den
Beschäftigungssicherungskon-
zu einem Jahr genutzt werden. Ent-
ten der Mitarbeiter. Auch ein Rück-
sprechend ist das Volumen auf die-
gang der Nachfrage von 15% könn-
sen Konten meist zu gering, um bei
te mit einer Reduzierung der wö-
echten Krisen noch wirksam werden
chentlichen
34,6
zu können. Doch was ist die Alter-
Stunden über ein ganzes Jahr auf-
native? Ein extrem teurer Zyklus
gefangen werden, ohne die Gutha-
aus Stellenauf- und -abbau (siehe
ben auf den Beschäftigungssiche-
Abbildung 2), der zudem zeitlich
rungskonten vollständig aufzuzeh-
immer der Realität nachläuft, so
ren. Selbst wenn sich über ein gan-
dass in vielen Unternehmen nur
zes Jahr ein Einbruch der Nachfrage
selten Personalbedarf und Personal-
um 20% einstellt, müssten dazu die
kapazität gut übereinstimmen.
Arbeitszeit
auf
kürzerfristige
gegen
lediglich auf einen Stand von ca. 70
Was benötigen Sie, um das Konzept
Minusstunden geführt werden, um
eines Beschäftigungssicherungskon-
sie dann im nächsten Aufschwung
tos umzusetzen:
wieder zu füllen. Auch nach einem
•
chen bestünde also noch kein Be-
Einen Tarifvertrag, der die betriebliche Nutzung von Langzeitkonten ermöglicht. Noch nicht
alle
•
Tarifverträge
Ein stringentes Konzept der Planung und Steuerung bedarfsge-
Beschäftigungs-
Beschäftigungssicherungskonten
Jahr mit starken Nachfrageeinbrü-
handlungen drängen!
rechter Arbeitszeiten. Dazu gehören ggf. auch flexible Schichtmodelle, die sich an veränderliche Bedarfssituationen anpassen
lassen und nicht bei jeder Veränderung der Wochenarbeitszeiten
ein komplett neues Schichtdesign erfordern. Auch hierfür gibt
es gute Lösungen, die zudem
eine bessere Absicherung gegen
krankheits– oder urlaubsbedingte Ausfälle schaffen (siehe unseren Newsletter 5/2011).
•
Eine
Betriebsvereinbarung,
die
die Spielregeln zum Umgang mit
dem
Beschäftigungssicherungs-
konto regelt: Unter welchen Bedingungen
werden
wie
viele
Stunden pro Woche dem Beschäftigungssicherungskonto
ermöglichen
© Dr. Scherf Schütt & Zander GmbH
Ausgabe 6/2012 — Seite 3
Abbildung 2: Begleitkosten des zyklischen Auf- und Abbaus von Personal
zugeführt oder von ihm abge-
zeitmodelle und Betriebsvereinba-
Ist die Gestaltung von Beschäf-
bucht?
rungen. Sprechen Sie uns an! Wir
tigungssicherungskonten
ein
entwickeln mit Ihnen maßgeschnei-
Thema in Ihrer Organisation?
Dr. Scherf Schütt & Zander ist Ihr
derte
kompetenter Berater in allen Fra-
schäftigungssicherung
gen der Planung und Steuerung des
Nutzung von Arbeitszeitkonten in
info@ssz-beratung.de
Personaleinsatzes sowie der Ent-
Ihrer Organisation umzusetzen!
oder rufen Sie an unter:
wicklung
entsprechender
Vorgehensweisen,
um
Be-
Sprechen Sie uns an! Senden
durch
die
Sie eine Email an
Arbeits-
+49. 89. 437 37-259.
Autor
Dr. Burkhard Scherf studierte In-
leiter und in operativer Führungs-
formatik und Betriebswirtschaft an
funktion. Er ist Gründer und Ge-
der Rheinischen Friedrich-Wilhelm
schäftsführender Partner der Bera-
Universität in Bonn und promo-
tungsgesellschaft
vierte zum Dr. rer. nat. an der
Schütt & Zander, die Beratung im
Technischen Universität München.
Bereich
Es folgten drei Jahre Tätigkeit im
Arbeitszeit und Demografieanalyse
Forschungsbereich
Siemens
anbietet. Er ist Autor diverser Ver-
AG. Seit 1990 beschäftigt er sich
öffentlichungen zu den Themen
in
Arbeitszeitgestaltung, Personalein-
mit
der
unterschiedlichen
Funktionen
Arbeitszeitmanagement
und
Personaleinsatzplanung: Als Soft-
Dr.
Scherf
Personaleinsatzplanung,
satzplanung
und
demografischer
Wandel.
ware-Entwickler, Berater, Projekt-
Herausgeber:
Sitz der Gesellschaft: Feldkirchen
Dr. Scherf Schütt & Zander GmbH
Fon
+49. 89. 437 37-259
HRB 186701 Amtsgericht München
Olympiastraße 2a
Fax
+49. 89. 437 37-260
Geschäftsführer: Dr. Burkhard Scherf,
85622 Feldkirchen
Web http://www.ssz-beratung.de
Guido Zander
© Dr. Scherf Schütt & Zander GmbH
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