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Kunst, wie eine Art Liebesspiel«

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MITTELBADISCHE PRESSE
www.bo.de
Dienstag, 2. Oktober 2012
AUS STADT UND LAND
Kurz und bündig
Zünftiges Oktoberfest steigt heute Abend
Achern-Mösbach (red/djb). Der Sportverein Mösbach veranstaltet heute sein jährliches Oktoberfest. Die Gäste erwartet
ein stimmungsvoller Abend mit viel Musik, Tanz und tollen
Showeinlagen, unter anderem mit Maßkrug-Stemmen, dem
Dirndltanz der Tanzgruppe Toxic und dem Auftritt einer
professionellen Jodlerin aus Mösbach Um 19.30 Uhr ist Fassanstich durch die Ortsvorsteherin Sonja Schuchter. Für das
leibliche Wohl ist mit bayrischen Spezialitäten gesorgt.
Wirbelsäulengymnastik und Spanisch-Kurs
Achern (red/djb). Bei der Volkshochschule Ortenau/AcherRenchtal beginnen heute wieder Kurse: Los geht es mit der
»Wirbelsäulengymnastik« um 18 Uhr und 19.05 Uhr, ebenso
gibt es den Kurs »Spanisch erstes Jahr«, der um 18.30 Uhr
beginnt. Nähere Infos bei der Vhs-Geschäftsstelle Achern,
Oberacherner Straße 19, • 078 41/40 05, oder im Internet unter
www.vhs-ortenau.de
Am Donnerstag: Infos zur geplanten Israelreise
Sasbach (hl). Für die Israelreise der Heimschule Lender
2013 findet am Donnerstag, 4. Oktober, im Musiksaal 2 der
Schule um 19 Uhr ein Informationsabend für Teilnehmer
und Interessierte statt. Die Heimschule Lender veranstaltet
zum vierten Mal in Kooperation mit Abraham Steinberg eine
Israelreise vom 16. bis 26. Mai 2013. Parallel zur Reise in das
Heilige Land findet eine Projektarbeit zwischen der Partnerschule Leyada an der Hebräischen Universität »Tichon
Scheleyad Ha´Universita« und der Heimschule Lender in
Jerusalem in den Bereichen Musik, Theater und Kunst statt.
Sportlich: Laufkurs für Anfänger startet
Achern/Yburg (red/djb). Der Sportverein SR Yburg
Steinbach bietet in Zusammenarbeit mit Lauf Weise wieder
einen Laufkurs für Anfänger an. Los geht es am Dienstag, 6.
Oktober ab 18 Uhr. Gestartet wird bei Lauf Weise, Kirchgassweg 5, in Bühl. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl wird um
Voranmeldung gebeten. Nähere Infos unter • 072 23/957 690
oder www.laufweise.de oder bei der Kursleiterin Melitta
Engelen, • 072 23/912 626. Es wird auch noch auf den Lauftreff
des SR Yburg jeden Montag von 18.30 bis 20 Uhr aufmerksam
gemacht.
Aussichtsreiche Wanderung zum Fohrenbühl
Achern/Yburg (red/djb). Die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins Achern wandert am Sonntag, 7. Oktober, von Schramberg zum Fohrenbühl. Mit dem Zug wird nach Schramberg
gefahren. Von dort geht es zur Burgruine Hohenschramberg.
Weiter geht es dann am Rand des Luftkurorts Lautenbach mit
schöner Aussicht auf das Sulzbachtal über das Kapfhäusle
bis zum Fohrenbühl. Rucksackverpflegung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Abfahrt ist um 8.15 Uhr am Bahnhof
Achern. Eine Anmeldung bei der Tourist-Info in Achern bis
Samstag, 6. Oktober, 11 Uhr, ist notwendig. Auskunft gibt es
bei Brigitte und Walter Bühler unter • 078 41/240 90.
Wie viel Elektrosmog
ist noch zulässig?
Referenten sprechen zum Thema im Josefshaus Achern
Achern (red/djb). Ins Josefshaus in Achern lädt der Bund
Ortenaukreis und die Interessengemeinschaft Funkmast,
Ortsgruppe im Mobilfunk
Bürgerforum, am Donnerstag, 11. Oktober, um 19.30 Uhr
ein. Einlass ist bereits um 19
Uhr, der Eintritt kostet drei
Euro, Schüler sind frei. Bei
der Gemeinschaftsveranstaltung geht es um Fragen der
elektromagnetischen Strahlung.
Nach einer kurzen Einführung durch den Vorsitzenden
der IG, Bernhard Falk, berichtet der Freiburger Fachanwalt Frank-Ulrich Mann,
über die derzeitige Rechtslage angesichts der allgemeinen funktechnischen Aufrüstung. Seine Erfahrungen,
Erkenntnisse und Forderungen sind sowohl für engagierte Funkkritiker als auch für
nachdenkliche Menschen von
größtem Interesse, heißt es.
Hauptredner des Abends
ist Bernd Irmfried Budzinski,
der bis zu seiner Pensionierung Verwaltungsrichter am
Verwaltungsgericht Freiburg
war. Er ist seit Jahren ein unermüdlicher und engagierter Referent in Sachen Mobilfunk und Recht. Budzinski
wirft die grundsätzliche Frage auf, ob die Durchdringung
privaten Raumes mit elektromagnetischer
Strahlung
ohne Zustimmung des Inhabers überhaupt zulässig sein
kann, zumal die eigene Wohnung als natürlicher Rückzugsraum grundgesetzlich geschützt ist.
Stehen immer wieder in der
Kritik: Welche Gefahr geht
von Funkmasten aus?
Durch
das
Ignorieren
sämtlicher
unabhängigen,
neueren wissenschaftlichen
Erkenntnisse vernachlässige der Gesetzgeber auch das
Vorsorgeprinzip, wird dazu weiter mitgeteilt. Es dürfe nach den jüngsten Studien zu Krebsrisiken und der
Initiative des Europaparlaments vom Mai dieses Jahres nicht mehr von einem
hinzunehmenden
Restrisiko gesprochen werden. Budzinskis Forderungen laufen
darauf hinaus, bestehende
Grenzwerte sehr deutlich zu
senken und die sogenannte
Indoor-Versorgung nicht zu
erzwingen, das heißt, auf die
ungefragt eingerichtete Verfügbarkeit sämtlicher Funknetze innerhalb der eigenen
vier Wände zu verzichten.
Am Ende der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit,
den Referenten Fragen zu
stellen. Mehr zum Thema auf
der Internetseite www.funkmast-ortenaukreis.de.
»Kunst, wie eine Art Liebesspiel«
Werkschau des Dresdner Künstlers Kai Hügel in Toni-Merz-Museum eröffnet / Skulpturen voller Magie
Die »Thrashers« überschriebene Werkschau
mit Arbeiten des Dresdner Künstlers Kai Hügel
wurde am Sonntag im
Toni Merz-Museum in
Sasbachwalden eröffnet.
Von Wolfga ng W i n t er
Sasbachwalden. Zwei geduckt lauernde Hyänen, ein Urzeit-Chamäleon und drei ekstatisch spielende Musiker – sie
alle in voller Lebensgröße gehören zu einer am Sonntag eröffneten Kunstausstellung im
Toni-Merz-Museum. Sie präsentiert Skulpturen des Dresdner Künstlers Kai Hügel, deren
umweglos ins Auge fallende Authentizität von Jung und Alt begriffen und mit großer Bewunderung erfasst werden kann.
Bürgermeister
Wolfgang
Reinholz und Museumsbeauftragter Kurt Degen freuten sich, die erste Schau in den
frisch renovierten Museumsräumen zeigen zu können. Rainer Beck, Dekan der Fakultät
Bildende Kunst der Dresdner
Kunsthochschule, hielt die
Laudatio. Bereits vor seiner
Rede schwärmte Beck im kleinen Kreis: »Einen Studenten
im Format von Kai Hügel hatten wir seit zehn Jahren nicht
mehr.«
Der 1977 in Halle geborene Künstler studierte von 2003
bis 2006 an der Dresdner Hochschule, um sein Können danach
über drei Jahre als Meisterschüler von Monika Brandmeier zu vervollkommnen. »Hügel
zeigt Menschen in der Ekstase des Spiels, im rauschhaften
Musizieren, auf dem Kulminationspunkt sportlichen Handelns, dann wieder in sich ruhend, authentisch, mit sich
eins, auf jeden Fall in individueller Weise dem Zugriff einer
banalen
Alltagswirklichkeit
entzogen«, erklärte Beck. Der
Verarbeitet in seinen Werken zumeist »verbrauchte« Materialien: Daraus erschafft Kai Hügel lebensgroße Objekte, die sich der Realität zu entziehen scheinen.
Foto: Daniela Busam
Künstler bevorzugt die so genannten »armen Materialien«
wie Gebrauchtes, Zerstörtes,
Müll oder Industriegefertigtes,
wobei Reste von alter Farbe
oder einfach nur die Dreckpatina verflossener Tage darauf
noch zu finden sind.
Idole der Gegenwart
Es sind die Helden und Idole der Gegenwart die Hügel ins
Blickfeld rückt. Zum Beispiel
erzählt jeder der drei ausgestellten Musiker-Skulpturen
seine eigene Geschichte. Slash,
der supercoole Leadgitarrist
von Guns N'Roses, ist dank seines berühmten Zylinders unverkennbar, vor ihm verbiegt
der ausgeflippte HellacoptersGitarrist den Körper himmelwärts, während ein namenloser Kontrabassist. in typischer
Rockabilly-Manier, sein erklettertes Instrument bespielt. Au-
STICHWORT
Zur Werkschau
Die Ausstellung ist bis
zum 11. November im
Toni-Merz-Museum,
Schulstrasse 25, in Sasbach-Obersasbach zu sehen. Geöffnet sonn- und
feiertags von 14 bis 17
Uhr. Führungen für Schulklassen und andere
Gruppen können telefonisch, • 078 41/26079,
vereinbart werden. wowi
ßerhalb des Trios hängt ein
Skater an der Wand. »Wallride« heißt die Skulptur, die eine
Momentaufnahme seiner artistisch rasenden Fahrt festhält.
Diese und viele alle anderen
in Obersasbach gezeigten Arbeiten enthalten übrigens häu-
fig ausgesägte Holzstücke aus
ausrangierten
Skateboards.
Bei Hügel führen jedoch alle
noch so genauen Beschreibungen der verwendeten (Alt-) Materialen in die Irre, wenn man
die Authentizität und meisterhafte Ausarbeitung der Skulpturen nicht mit eigenen Augen
gesehen hat.
Beck beleuchtete in seiner
Laudatio die »Kunst als schöpferisches Spiel« und erklärt: »Es
geht hier wie im Liebesspiel um
den Augenblick der Erfüllung,
um jenen Augenblick der Vollendung, in die man sich hineingesteigert hat, um jenen Augenblick rauschhafter Ekstase,
die uns für kurze Zeit in einen
Zustand der Selbstvergessenheit versetzt und somit unabhängig macht von Zeit und
Raum. Dieser magische Moment wird in den Skulpturen
Hügels deutlich spürbar.
Eine Begegnung voller Sympathien
Schülergruppe aus Slowenien zu Gast in Sasbach / Gemeinsame Projekte erarbeitet und auf Ausflugsfahrt
Sasbach (sp). »Durch das
Schauen deutscher Zeichentrickfilme hab ich die deutsche
Sprache gelernt.« In sehr gutem
Deutsch erzählte die junge Slowenin Janja Moškon von ihrem
»Fernseh-Unterricht«,
zählte
jede Menge Zeichentrickfilme
auf und war hellauf begeistert
von der deutsch-slowenischen
Schülerbegegnung an den Beruflichen Gymnasien der Heimschule Lender.
»Ich bin mit nach Sasbach
gefahren, um mein Deutsch zu
verbessern«, so die Schülerin
aus dem Gymnasium in Brezice, zu dem das Wirtschaftsgymnasium seit vielen Jahren
eine Partnerschaft unterhält.
Diese ist für engagierte Jugendliche und begeisterte Europäer wie Janja Moškon eine sehr gute Möglichkeit, ein
anderes Land kennenzulernen, sich persönlich, fachlich
und sprachlich weiter zu entwickeln.
Bekenntnis zu Europa
Auch Barbara Daskijevic, die sieben Jahre in Österreich lebte, liebt es, verschiedene Kulturen und andere
Schulsysteme
kennenzulernen. Nach ihren guten Erfahrungen bei einem Aufenthalt
in Düsseldorf wollte Spela Dimic nochmals nach Deutschland und engagierte sich im
Schüleraustausch, der für sie
ein wichtiger Baustein der
deutsch-slowenischen Kooperation ist. Die drei Sloweninnen sprachen sich klar für Europa, für offene Grenzen und
die gemeinsame Euro-Währung aus.
Die deutsch-slowenische Freundschaft ist grenzenlos: Unser Foto zeigt die Teilnehmer der Schülerbegegnung rings um den »Brunnen der Begegnung« der Heimschule Lender.Foto: Roland Spether
Nach dem Besuch der WGSchüler im Mai kam es nun
zum Gegenbesuch von 31 slowenischen Schülern und deren
Lehrern, die an der Heimschule Lender und in den Gastfamilien der Schüler aus der
Jahrgangsstufe 12 mit Musik,
Gesang und Tanz begrüßt und
herzlich aufgenommen wurden.
Für den Aufenthalt waren die Lehrer Michael Krübel, Erika Frey-Schlumberger, Ulrike Keller und Uwe
Geiger verantwortlich, die
ein abwechslungsreiches Programm mit deutsch-slowenischen Projekt-Einheiten vorbereitet hatten. Im Fokus stand
dabei das Thema »Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Slowe-
nien«, das die Jugendlichen in
Gruppen und zu einer Vielzahl
an Einzelthemen reflektieren,
ausarbeiten und für eine Präsentation vorbereiten sollten.
Die Aufgabenstellung reichte
von politischen Institutionen
bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit über den aktuell viel diskutierten Euro bis
zum Vergleich der schulischen
und universitären Ausbildung
oder Infrastrukturpolitik der
EU im jeweiligen Land.
Viele Themen beackert
Landwirtschaft, Lebensmittel, Industrie und Tourismus
waren weitere Themenfelder,
mit denen man nach detaillierten Vorgaben befassen musste. Neben den Projektarbeiten und der Präsentation der
Ergebnisse durften die Gäste auch in den Unterricht am
Wirtschaftsgymnasium hineinschnuppern und konnten
sich ein Bild machen, was anders als an ihrer Schule ist.
Schulleiter Lutz Großmann,
die Abteilungsleiterin der Beruflichen Gymnasien, Lisa
Storz, und Bürgermeister Wolfgang Reinholz begrüßten die
Gäste, während mit einer DorfRallye über »Länderspiele« in
Fußball und Volleyball Spiel
und Sport bis zu Fahrten nach
Stuttgart und Straßburg ein attraktives Programm angesagt
war. Hierzu gehörten auch eine Betriebsbesichtigung bei
Weber Haus, die Besichtigung
der Fischtreppe Gambsheim
und ein Ausflug in den Europa Park.
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