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Das Anthropozän – Wie viel ist genug ? - Forum Zukunft Baden-Baden

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Das Anthropozän – Wie viel ist genug ? „Nicht mehr die Natur prägt den Menschen, sondern der Mensch die Natur.“ Harry Lehmann Über den sinnvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Welt Forum Zukun= Baden-­‐Baden 02. März 2013 Dr. Harry Lehmann
Federal Environmental Agency of Germany
Harry Lehmann – Lüneburg WS12/13
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Climate Change
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use of resources
22 kg per cap and day / 44 kg (EU)
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Transition
Economies
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resource scarcity
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„Große TransformaMon“ Source: Harry Lehmann, 2004
Inhalt Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick Das Anthropozän -­‐ Ist mit dem Menschen ein neues Erdzeitalter angebrochen ? „Die Natur, wie wir sie kennen, ist eine Idee der Vergangenheit. Der Mensch macht die Natur.“ Quelle: Das Anthropozän-­‐Projekt. Kulturelle Grundlagenforschung mit den MiHeln der Kunst und der WissenschaI; Haus der Kulturen der Welt (www.hkw.de) Anthropozän: §  „Zeitalter des Menschen“ in Anlehnung an geologische Zeitalter wie Paläozän oder Holozän §  Begriff von Nobelpreisträger Paul Crutzen mit Eugene Stoermer im Jahr 2000 geprägt §  Erdzeitalter, in dem die Einwirkungen menschlicher AkMvitäten auf die Umwelt eine globale Dimension erreicht haben, mit erheblichen Veränderungen der Ökosysteme bis hin zu deren Zerstörung §  Etwa seit dem späten achtzehnten Jahrhundert (Analysen von in Polareis eingeschlossener Lu= zeigen seit dem z. B. eine signifikant ansteigende KonzentraMon an Kohlendioxid und Methan) In Anlehnung an: WGBU 2011 Anthropozän -­‐ Mensch-­‐gemachte „Einwirkungen“ auf die Ökosphäre, täglich ∼ 90 million tons of
carbon dioxide (CO2)
emitted*
∼ 420 000 tons
of fish caught*
∼ 35 500 hectares
of forests destroyed*
Up to 150 – 200
species extinct*
Sources new data*: UNEP (2010), European Commission’s Joint Research Centre 2011, Food and Agriculture OrganizaZon of UN (2010/2011) Ungebrochene Dynamik im Anthropozän 42
42
35
35
21
14
Rohstoffentnahmen
21
14
7
7
1900
1950
0
2000
1850
1900
1950
0
2000
* (Erze, Industrie- und Bauminerale)
* (umgerechnet auf 1990 international Dollars)
90
Verbrauch fossiler
Rohstoffe
45
30
15
1900
1950
2000
80
Elemente aus dem
Periodensystem
60
40
20
0
1850
1900
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Quelle: SRU 2013 380
6
5
361
CO2Konzentration
1850
1900
343
1950
2000
2000
7
399
ppm
1850
100
Bevölkerungsentwicklung
4
324
3
306
2
287
1850
1900
1950
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1
Mrd.
60
120
Gigabarrel Öläquivalent/a
75
0
Stück
1850
Gt/a *
Weltweites reales
Bruttoinlandsprodukt
28
Billion Dollar *
28
Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick Große TransformaMon Ressourcen Source: Harry Lehmann, 2004
Was sind natürliche Ressourcen ? Ökosystemgüter/-­‐leistungen: §  Biodiversität §  Fuiermiiel und Nahrung §  Mineralien und Metalle §  Fossile Energieträger §  Wasser §  Lu= §  Land (Fläche) und Böden §  Meeresressourcen §  Strömungsressourcen Ressourcenverbrauch zur Bedürfnisbefriedung Sozioökonomisches (-­‐industrielles) System und Metabolismus Quelle: Lebensministerium Austria, 2011 Ressourcenflüsse und daran ansetzende Indikatoren Quellen: C. Manstein 2011 (Darstellung); SkySails GmbH & Co. KG, Hamburg (Abbildung) DefiniMon wichMger Ressourcen-­‐Indikatoren Indikator Kürzel Beschreibung Direct Material Input DMI Menge an inländischen Rohstoffen und imporMerten Rohstoffen, Halbwaren und FerMgwaren, gemessen in Tonnen, die in einer Volkswirtscha= für ProdukMon und Konsum genutzt/benöMgt werden Raw Material Input RMI Menge an genutzten Rohstoffen, gemessen in Tonnen, die in einer Volkswirtscha= für ProdukMon und Konsum genutzt/benöMgt werden. Hierbei werden die imporMerten Güter entsprechend der zu ihrer Herstellung eingesetzten Rohstoffe berücksichMgt. Total Material Requirement TMR Global betrachtete Primärrohstoffmenge, die der Natur entnommen wurde, um Konsum und Export einer Volkswirtscha= zu bedienen. DomesMc Material ConsumpMon DMC Menge an inländischen Rohstoffen und imporMerten Rohstoffen, Halbwaren und FerMgwaren, gemessen in Tonnen, die in einer Volkswirtscha= für Konsum benöMgt werden. Hierbei werden die exporMerten Materialien und Güter vom DMI subtrahiert. Raw material ConsumpMon RMC Menge an genutzten Rohstoffen, gemessen in Tonnen, die in einer Volkswirtscha= für Konsum benöMgt werden. Hierbei werden die exporMerten Güter entsprechend der zu ihrer Herstellung eingesetzten Rohstoffe vom RMI subtrahiert. Total Material ConsumpMon TMC Global betrachtete Primärrohstoffmenge, die der Natur entnommen wurde, um den Konsum einer Volkswirtscha= zu bedienen. Ressourcenverbrauch in Deutschland 2008 Quelle: J. Günther 2013 (Darstellung); Datenbasis: SERI 2012, destaZs 2012 8000 120 7000 100 Tonnen pro Person Millionen Tonnen Die Entwicklung des Ressourcenverbrauchs (TMR) in Deutschland -­‐ absolut und pro Person 6000 80 5000 Erosion 4000 60 Andere Produkte Metallerze 3000 40 2000 Energieträger Minerale 20 1000 Biomasse 0 0 1980 1990 Quelle: Sustainable Europe Research InsZtute (SERI) 2012 2000 2008 Tonnen pro Person Historische Entwicklung der Material-­‐ und ArbeitsprodukMvität in Deutschland Quellen: destaZs, Wuppertal InsZtute, Roland Berger Ressourcenverbrauch weltweit (TMR) Quelle: Sustainable Europe Research InsZtute (SERI) 2012 Historische Entwicklung Ressourcenverbrauch: Pro-­‐Kopf-­‐Metallverbrauch im 20. Jahrhundert Quelle: Hennicke / Kristof / Dorner 2009 Heute muss für die Rohstoffgewinnung dreimal so viel Material bewegt werden als vor 100 Jahren Erzgehalte in Nickel-­‐ und Kupferminen, 1885-­‐2010 Quelle: UNEP/Fischer-­‐Kowalski et al., 2011 Ressourcenverbrauch nach Bedarfsfeldern material intensity
per capita per year
76 tonnes =
hidden material “backpack”
100 %
others
11
community
6
leisure
13
education
5
health
9
clothing
6
food
20
residence
29
tonnes 10
per capita
erosion
8
earth
displacement
6
Source: Maihews et al. 2000; Bringezu / Schütz 2001 4
visible material load
unconverted
materials
2
mineral raw
materials
0
2
fossil
fuels
4
biological raw
materials
6
Zwischen-­‐Fazit: Warum ist Ressourcenschonung essenMell ? §  Knappheit / Ressourcenkonflikte / kriMsche Ressourcen §  Preissteigerungen und -­‐fluktuaMon §  Umweltprobleme oder soziale Probleme, die durch Ressourcenverbräuche entstehen, und die die Senken überstrapazieren §  VerteilungsgerechMgkeit (z.B. Nord-­‐Süd oder zwischen den GeneraMonen) §  Importabhängigkeit mit der damit verbundenen wirtscha=lichen und poliMschen „Erpressbarkeit“ Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick Große TransformaMon Ziele Source: Harry Lehmann, 2004
Wie viel ist genug ? Ziele für ein Ressourcen-­‐leichtes Deutschland Ressourcenbereich Ziele quanTtaTv Ziele qualitaTv Verbrauch natürlicher Ressourcen Absolute RedukMon der Inanspruchnahme der Primärrohstoffe um den Faktor 10 auf 4-­‐6 t TMC/pro Jahr und Kopf Ressourcenschonung als Kriterium bei Beschaffungs-­‐ und Planungsprozessen Nachwachsende Rohstoffe 0 % Überschreitung der RegeneraMonsfähigkeit unter Erhalt der Ökosystem-­‐Dienstleistungen Gute Land-­‐ und Forstwirtscha=liche Praxis orienMert sich an der ökologischer FunkMon und nicht an der Maximierung der Erträge (d.h. Humusauuau/Kohlenstofffixierung) Nicht-­‐erneuerbare Rohstoffe OpMmierung der Kreislaufwirtscha= (≈ Zero Waste) Möglichst hochwerMge und mehrstufige Kaskadennutzung. Inanspruchnahme und Zersiedelung von Landflächen Zusätzliche Inanspruchnahme der SuV-­‐Fläche auf 0 ha/Jahr reduzieren. Grünflächenanteil in Städten >200 qm / Kopf (incl. Dach-­‐ und Fassadenbegrünungen) Den guten ökologischen Zustand und die Vielfalt der Böden erhalten bzw. wiederherstellen Erhalt Biodiversität und Bewahrung der Vielfalt der Ökosystemleistungen > 10% der Fläche Deutschlands Naturschutzgebiete > 5% der Waldfläche für die natürliche Waldentwicklung > 25% der landwirtscha=lichen Fläche nach den Grundsätzen ökologische Landwirtscha= Guter ökologischer Zustand der terrestrischen und aquaMschen Ökosysteme sichert die Ökosystemdienstleistungen TMC = Total Material ConsumpZon; SuV = Siedlungs-­‐ und Verkehrsflächen Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick Große TransformaMon PoliMk Source: Harry Lehmann, 2004
Integrierte RessourcenpoliMk -­‐ Kernstrategien und die mit ihnen verfolgten Ziele Quelle: UBA Schwerpunkte 2012 Stand der PoliMk: Das deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) KabineUsbeschluss 29.02.2012 Ø  Ziel: §  Entkopplung des Wirtscha=swachstums vom Ressourceneinsatz §  dadurch RedukMon der Umweltbelastungen und Stärkung der WeUbewerbsfähigkeit Ø  durch: §  Marktanreize, InformaMon, Beratung, Bildung, Forschung, InnovaMon §  Stärkung freiwilliger Maßnahmen und IniMaMven in Wirtscha= und Gesellscha= Ø  Grundlagen: §  Rohstoffstrategie §  NachhalMgkeitsstrategie (Verdoppelung der RohstoffprodukMvität) §  EU: LeiMniMaMve Ressourcenschonendes Europa Quelle: Schwenk 2012 Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) Übersicht I. LeiTdeen: Für Umwelt und Wirtscha= Globale Verantwortung Entkoppelung und Kreislaufführung QualitaMves Wachstum II. Handlungsansätze entlang der gesamten WertschöpfungskeUe: Rohstoffversorgung ProdukTon Konsum Kreislaufwirtscha^ Übergreifend Rohstoffstrategie Effizienzberatung Bewusstseinsbildung Produktverantwortung Nachwachsende Rohstoffe Effiziente ProdukMon Handel+Verbraucher Recycling Ökon. Instrumente EMAS ZerMfizierungssysteme Forschung
Produktgestaltung Öffentliche Beschaffung Illegale Exporte verhindern technische Normung III. Beispiele: §  Massenmetalle § 
§ 
§ 
§ 
Seltene Erden/KriMsche Metalle NachhalMges Bauen Zukun=stechnologien, Green IT Nachwachsende Rohstoffe Marktdurchdringung Rechtlicher Rahmen Technologie-­‐ und Wissenstransfer EU -­‐ InternaMonal §  Phosphor § 
§ 
§ 
Indium Gold Kunststoffabfälle IV. AkTvitäten: 6 Bundesministerien, 16 Länder, 23 Verbände und Einrichtungen Quelle: Schwenk 2012 Stand der PoliMk: Europäische Union (EU) Europäische Kommission: §  2005: ThemaTsche Strategie für nachhalMge Nutzung natürlicher Ressourcen (breiter Ressourcenbegriff – alle natürlichen Ressourcen) §  2011: Strategie Europa 2020, LeiMniMaMve und Fahrplan Ressourcenschonendes Europa (Roadmap) §  2012: Europäische Ressourceneffizienzplaform (EREP) Europäisches Parlament: §  Entschließungen zur Rohstoffstrategie (BüTkofer-­‐Bericht) §  und zum Fahrplan Ressourcenschonendes Europa (Gerbrandy-­‐Bericht) Die nächsten EU-­‐SchriAe (Roadmap): Ø  KonkreMsierung von Maßnahmen Ø  DefiniMon von geeigneten Indikatoren und Zielen Quelle: Schwenk 2012 EEA Report 2011: Resource efficiency in Europe Policies and approaches in 31 EEA member and cooperaMng countries §  Übersicht und Analyse naMonaler Ansätze zur RessourceneffizienzpoliMk (Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu PoliMken, Strategien, Indikatoren, Zielen, PoliMk-­‐Treibern, insMtuMonellem Auuau und InformaMonslücken); §  Schlussfolgerungen für die zukün^ige Ressourceneffizienz-­‐PoliTk auf europäischer und naMonaler Ebene; §  Darstellung von Beispielen poliMscher IniMaMven in den Mitgliedsländern (Länderprofile). www.eea.europa.eu/publicaZons/resource-­‐efficiency-­‐in-­‐europe Stand der PoliMk: InternaMonale Entwicklungen (Beispiele) §  InternaMonale Debaie über eine “Green Economy” §  Rio+20: Prozess für „Sustainable Development Goals” (SDGs) bis 2014 §  United NaMons Environment Programme (UNEP): InternaMonal Resource Panel §  OECD: Sustainable Materials Management IniMaMve §  World Resources Forum Davos §  Prozesse und Entwicklungen G8/G20 §  World Business Council for Sustainable Development (WBCSD): “Vision 2050 – The new agenda for business” §  McKinsey Sustainability and Resource ProducMvity -­‐ “Resource RevoluMon” Aktuelles UBA-­‐Forschungsprojekt InternaMonale Ziele Ressourcenschonung („IntRes“) „Wissenscha=liche Diskussion und Stakeholder-­‐Prozess für die Weiterentwicklung von internaMonalen Prozessen und die Etablierung von Zielen einer nachhalMgen Ressourceninanspruchnahme“ §  Wissenscha=: QuanMtaMve Herleitung von Zielen (Material, Wasser, Fläche) §  Umsetzung: „Windows of opportuniMes“ §  Sind natürliche Ressourcen „Common goods“? §  Machbarkeit: Regierungskonferenz §  Machbarkeit: InternaMonale Ressourcen-­‐KonvenMon §  Stakeholder-­‐ und ExpertInnen-­‐Workshops §  Projekt-­‐Abschluss: InternaMonale Konferenz 2015 Kontakt: christopher.manstein@uba.de
ALRENE
Ingenieurbüro
Große TransformaMon OpMonen Source: Harry Lehmann, 2004
Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung für Unternehmen / Industrie Ansatzpunkt Produktlebenszyklus Ansatzpunkt WertschöpfungskeUe Ansatzpunkt Veränderung in den Köpfen RessourceneffizienzopMmierte Produktgestaltung: Produktdesign und Produkt-­‐Dienstleistungs-­‐Systeme
Lebenszyklusweite Betrachungen
Veränderung der ProdukMonsmuster
Rohstoff-­‐ und Werkstoffauswahl / neue Werkstoffe und nachwachsende Rohstoffe
Ressourceneffizienz-­‐
orienMerte Gestaltung von Wertschöpfungskeien
RessourceneffizienzorienMerte ganzheitliche Managementsysteme (inkl. InformaMonssysteme)
RessourceneffizienzopMmierte ProdukMonssysteme / Querschniistechnologien
Ressourceneffizienz-­‐
opMmierte Infrastrukturlösungen
Forschung & Entwicklung / Forschungstransfer
RessourceneffizienzopMmierte Produktnutzungsphase / Langlebige Produkte
Partnerscha=en für regionales Stoffstrommanagement
Lernprozesse / Weiterbildung / Lebenslanges Lernen
Weiter-­‐/Wieder-­‐/Umnutzung in Kaskadennutzungssystemen / Recycling
De-­‐zentrale Versorgungsstrategien
Veränderung der Konsummuster
Quelle: Kristof 2009; Ergänzungen C. Manstein 2013 Beispiel „Gießen stai Fräsen“ im Flugzeugbau: 80 % Materialeinsparung ! Quelle: Effizienz-­‐Agentur NRW (2009); Darstellung: VDI-­‐ZRE (2011) Beispiel „Hochhaus aus Holz“: Fast 100 % ressourcen-­‐leichter, lebenszyklusweit ! Life-Cycle Tower:
Ein Hochhaus aus Holz
Dargestellt ist der lebenszyklusweite Ressourcenverbrauch, d. h. die Errichtung inkl. Vorkeien, die Nutzungsphase (inkl. Energieverbrauch) sowie die Bereitstellung an die Wiederverwendung bzw. Entsorgung nach 60 Jahren. Quelle: C. Manstein 2011 (Darstellung); Rhomberg Bau GmbH, Forschungsprojekt BRIX www.brix-­‐index.net (Zahlen) Beispiel „Hochseeschiffe mit Segel“: Bis zu 50% weniger Treibstoffverbrauch ! Quellen: C. Manstein 2011 (Darstellung); SkySails GmbH & Co. KG, Hamburg (Abbildung) Good PracMce ? VW Käfer 1948-­‐2008: gleicher Spritverbrauch, 50 % mehr Gewicht Quelle: C. Manstein 2011 in Anlehnung an: www.ForLessPolluZngCars.com OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung für Haushalte Phase Basisstrategien zur Ressourceneffizienzsteigerung Bedarfe hinterfragen
•  ReflekMon des eigenen Bedarfs („Suffizienz“) •  InformaMonssuche und -­‐beschaffung sowie -­‐bewertung •  Konsumdiskurse in sozialen Arenen
Bewusst Kaufen
• 
• 
• 
• 
• 
Sparsam Verbrauchen
•  Ressourcensparen in der Nutzungsphase •  Müllvermeidung
Nutzen ohne Eigentum
•  Mieten (z.B. Leasing Kopierer), Sharing (z.B. Car-­‐Sharing) oder Pooling (z.B. Waschsalon) •  Privates Leihen, Teilen und Tauschen (z.B. Werkzeuge, Fahrgemeinscha=en) •  Virtualisierung (z.B. elektronische Daten stai Produkte wie Musik-­‐CDs, Bücher)
Länger Nutzen
•  Produkte wiederverwenden •  Produkte selbst instandhalten (z.B. pflegen oder säubern) und reparieren •  Wartungs-­‐ und Reparaturdienstleistungen nutzen
Rückführen
•  Recyclingfähige und noch nutzbare Produkte zurück-­‐/weitergeben
Ressourcenleichte Produkte; kleine und / oder leichte Produkte MulMfunkMonale und / oder modular nutzbare Produkte Langlebige Produkte (zeitloses Design, robust, reparaturfähig) Wieder-­‐ und weitergenutzte sowie Recycling-­‐Produkte Verpackungsminimierung
Quelle: Kristof / Süßbauer 2009 Anthropozän Ressourcenverbrauch und Ressourcen-­‐Indikatoren Wie viel ist genug? ZieldefiniMonen Integrierter PoliMkansatz und Stand der PoliMk OpMonen zur Ressourceneffizienzsteigerung Fazit / Ausblick Fazit: Elemente einer globalen Ressourceneffizienz-­‐Strategie §  Absolute decoupling of resource use from economic development (“Factor X”) §  IntroducMon of effecTve policy measures to greatly enhance resource producMvity as well as curbing demand over Mme §  Seeking societal consensus on ecological and economic indicators §  Seeking dialog with business community to help redesign business models where revenues would be increasingly derived from quality of services rather than by selling material products §  IniMaMng process to rethink lifestyles and help develop consumpMon paierns based on sufficiency and careful use of natural resources DeclaraZon World Resources Forum 2009 World Resources Forum (WRF 2013)
www.worldresourcesforum.org
European/National Resources Forum (ERF/NRF 2014)
www.resourcesforum.eu
UBA Kurzfilm "Beyond Climate Change – Flow“ www.uba.de/ressourcen („Factor X“)
Elements of sustainable Development
“Good” GOVERNANCE
NEW GREEN DEAL
SUSTAINABLE
AGRICULTURE
NEW ECONOMY SYSTEM
RESOURCE
PRODUCTIVITY
Factor 10 ... X
RENEWABLE ENERGY
NEW WEALTH SYSTEM
ENERGY EFFICIENCY
EQUITY
CAPACITY BUILDING
SUSTAINABLE MOBILITY
SUSTAINABLE WATER
MANAGEMENT
TECHNOLOGY TRANSFER
Free access to Information (Internet)
Große TransformaMon Happiness Source: Harry Lehmann, 2004
Happiness Source: Harry Lehmann, 2004
Happiness Dr. Harry Lehmann
Federal Environmental Agency of Germany
Harry Lehmann – Lüneburg WS12/13
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit ! harry.lehmann@uba.de
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