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K70 fahren ist wie fliegen - 1. Internationalen K70-Club

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Am Rabennest machten die K70-Besitzer Station. Jörg Fauteck aus Groß-Berkel bei Hameln ist Mitglied des K70-Clubs, der die Tradition des Kult-Autos aufrechterhält. Das Fahren im Golf-Vorgänger ist wie fliegen, meint er. ■ Fotos: Reen
K70 fahren ist wie fliegen
Pfingsttreffen des K70-Clubs führte zum ersten Mal nach Rüthen,
wo die Oldtimer-Besitzer die Gegend in ihren bunten Autos erkundeten
KALLENHARDT ■ Er kommt
in knalligen Farben daher
und ist ein Stück Automobilgeschichte: Der K70 war der
erste Volkswagen mit Wasserkühlung und Frontantrieb und ebnete mit seiner
Technik den Weg für den
späteren Golf. Gerade einmal rund 380 Exemplare des
kultigen Autos, das von 1970
bis 1975 produziert wurde,
gibt es heute noch. 20 von ihnen fanden am Pfingstwochenende ihren Weg in die
Großgemeinde, wo erstmalig
das alljährliche Pfingsttreffen des K70-Clubs stattfand –
organisiert von Elke Wiese
und ihrem Partner Bernhard
Kramer.
Die rund 60 Besucher erkundeten die Umgebung dabei – wie sollte es anders sein
– in erster Linie auf vier Rädern. Am Samstagabend
machten sie Station am Rabennest bei Kallenhardt. Gekommen waren die Autofreunde aus dem ganzen
Bundesgebiet, den Niederlanden und Belgien. Sie alle
verbindet nicht nur die Liebe
zum K70 selbst, sondern
auch zum Fahrgefühl, das
dieser Wagen bietet. „Das ist
noch Autofahren in seiner
ursprünglichen Form“ erklärt Uli Neumann aus Heide
an der Nordsee. Es gab noch
keine Servolenkung und andere moderne Ausstattungen, aber dennoch ist es „als
wenn man fliegt“.
Auch sonst ist das Kultauto bequemer als die heutigen
Pkw, wissen die K70-Fahrer
zu schätzen. Sitzt man einmal auf der Rückbank, weiß
man, was die Besitzer meinen. So weich und anschmiegsam wie sie ist, hat
Nicht nur knallige Lackfarben, sondern auch Wackeldackel
und behäkelte Klorollen gehören zur Autotradition der 70er.
man den Eindruck, man
fährt auf einem Sofa durch
die Gegend. Sehr geschätzt
wird von den K70-Liebhabern auch die Beinfreiheit
und das große Fassungsvermögen des Kofferraums: Mit
600 Litern Volumen passt in
den K70, obwohl er um einiges kürzer ist, immerhin
mehr als in die heutige S-
Klasse.
Ein ganz großer Unterschied findet sich unter der
Motorhaube, die man übrigens nach vorne aufklappen
muss. Unter ihr lassen sich
noch die einzelnen Elemente
des Herzstücks des Autos erkennen. „So etwas freut Oldtimer-Freunde und lässt das
Herz eines jeden Bastlers hö-
Nein, das ist kein Parkplatz aus den 70ern, sondern die Zusammenkunft des K70-Clubs, dessen Mitglieder sich an Pfingsten in der Bergstadt versammelten.
her schlagen“, weiß Jörg
Fauteck aus Groß-Berkel bei
Hameln, der seinen K70 seit
nunmehr 23 Jahren besitzt.
Er pflegt zudem eine typische Auto-Tradition der
60er- und 70er-Jahre, sammelt er doch Plaketten, die
fein säuberlich hinter der
Heckscheibe
präsentiert
werden. Angefangen mit der
Sammlung hat der Vorbesitzer seines knallig-orangen
K70. Jörg Fauteck setzt diese
Sammlung mit Plaketten
fort, die er von diversen Oldtimer-Treffen mitbringt. Bewacht werden die Plaketten
von einem ebenfalls typischen Auto-Accessoire der
70er-Jahre: einem WackelDackel, der auch in zahlreichen anderen der Kultautos
mit seinem Köpfchen nickt.
Außerdem findet man in vielen der Autos eine behäkelte
Klorolle, die genau wie die
knalligen
Bonbon-Farben
der Autos, typisch für die
70er-Jahre ist.
Zu ihrem Hobby kamen
die meisten der K70-Besitzer
durch ihre Eltern, die einen
besaßen oder auch durch
Zufall. Fahrlehrer Andreas
Kernke aus der Nähe von
Diepholz beispielsweise hat
selbst in einem K70 fahren
gelernt. Seinen eigenen hat
er in einem Hühnerstall gefunden. „Solche Funde
nennt man dann auch Hühnerstall-Funde“, erklärt er.
Neben der Freude mit der
Beschäftigung
am
K70
möchten die Mitglieder auch
zum Erhalt des Fahrzeuges
beitragen und den Nachfahren die Entwicklung des Automobils zeigen. ■ tina
www.k70-club.de
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Seele and Geist
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