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Hüftoperationen – Wie geht es weiter? - Schulthess Klinik

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Austrittsinformation
Hüftoperationen –
Wie geht es weiter?
Orthopädie Untere Extremitäten
Sie haben eine Hüftarthroskopie, eine chirurgische ­
Hüftluxation, eine Hüft-Totalprothese oder einen Oberflächenersatz (mit oder ohne Trochanterosteotomie), eine PAO?
Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen einige Hinweise
geben, worauf Sie nach der Operation achten sollen, um
den Heilungsverlauf optimal zu unterstützen.
Bitte beachten Sie folgende Punkte in den nächsten Tagen (mindestens bis zur
­nächsten vorgesehenen Arztkontrolle):
Wundheilung / Wundpflege
Bevor Sie uns verlassen, wird die letzte Wundkontrolle durchgeführt. Kontrollieren Sie­
die Wunde regelmässig. Plötzlich und neu austretendes Wundsekret erfordert eine
ärztliche­Kontrolle und entsprechend neue Verordnungen. Zögern Sie deshalb nicht,
uns zu kontaktieren. Wunden, die mit klarsichtigem Pflasterverband abgedeckt sind,
ermöglichen das Duschen. Die Faden- / Klammerentfernung erfolgt 10 bis 14 Tage nach der
Ope­­ration, sofern nicht anders besprochen, durch Ihren Hausarzt. Selbstauflösende
Fäden müssen nicht entfernt werden. Schützen Sie die Narbe in den ersten 6 Monaten
vor direkter Sonnenbestrahlung und Hitzeeinwirkung (Solarium, Sauna).
Schmerzen und Schwellung
Schmerzen nach der Operation sind nichts Ungewöhnliches und meistens Ausdruck
einer muskulären Überlastung oder einer Reizung des Gewebes. Sie können aber auch­
nach Überdehnung oder Druck durch die Operationslagerung zustande kommen.
Die Schmerzen verschwinden in der Regel nach 1 bis 2 Wochen, wobei kurz andauernde
Schmerzen auch später auftreten können. Es tritt immer eine Schwellung im Ope­
rationsbereich auf, welche sich entlang der Schwerkraft (Oberschenkel-Knie) a­ usbreitet
und verbunden ist mit einem Spannungsgefühl in der betroffenen Region. Auch
­diese Schwellung heilt in der Regel nach 2 bis 4 Wochen ab.
Die medikamentöse Therapie
Schmerz- oder Entzündungshemmer können gegen die Schwellung helfen, müssen
aber nicht zwingend eingenommen werden. Solange Sie aber Entzündungshemmer ein­
nehmen, empfehlen wir zusätzlich die Einnahme eines Magenschutzes.
Die Thromboembolieprophylaxe
Fertigspritzen (Fraxiparine, Fraxiforte, Liquemin) sollen bis und mit Vollbelastung oder gemäss
unserer Empfehlung durchgeführt werden.
Die bereits vor der Operation eingenommenen eigenen Medikamente können wieder unverändert
eingenommen werden.
Unsere Empfehlungen zur Prophylaxe
Nach einer Kunstgelenkoperation ist eine regelmässige und sehr gute Zahnhygiene
zu ­empfehlen.
Im ersten Jahr nach der Kunstgelenkoperation sollten wenn möglich keine grossen
­Zahnsanierungen vorgenommen werden.
Grundsätzlich ist beim Zahnarzt keine Antibiotikaprophylaxe notwendig. Bei Infektionen
im Mundbereich muss eine korrekte Antibiotikatherapie durchgeführt werden. Ihr Zahnarzt
oder Hausarzt wird Sie dabei betreuen.
Wichtige Quellen für Kunstgelenkinfektionen sind Lungenentzündungen, Haut- und
Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen). Solche Infektionen sollten früh und
konsequent behandelt werden.
Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome feststellen:
Neu aufgetretene Rötungen, Überwärmung und Schwellung der Narbe
Neu aufgetretene Schwellung des Unterschenkels und Schmerzen
Massiv neu aufgetretene Schmerzen nach einem Sturzereignis
Fieber / Schüttelfrost und permanente Schmerzen
Physiotherapie
Je nach Operationseingriff wird Ihnen Physiotherapie verordnet. Aber nicht alle E­ ingriffe
be­nötigen eine sofortige Physiotherapie. Oft wird diese auch erst nach Abheilung­
der Weichteile in 5 bis 6 Wochen nötig. Der behandelnde Orthopäde wird dies mit Ihnen
in der ersten Nach­kontrolle besprechen. Das entsprechende Physiotherapie-Programm
­wird Ihnen durch unsere Physiotherapeuten erklärt wie auch zusätzlich durch die Spitalärzte. Zögern Sie nicht, bei Unklarheiten nachzufragen.
Nachkontrolle
Den ersten Kontrolltermin werden Sie ca. 4 bis 8 Wochen nach Operationseingriff erhalten.
Arbeitsunfähigkeit
Je nach Ihrer beruflichen Tätigkeit und erfolgter Operation wird diese individuell
­zwischen 4 bis 6 Wochen ausgestellt. Körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten verlangen eine
längere Krankschreibung als z. B. eine Bürotätigkeit.
Gefahr der Auskugelung des neuen Gelenks (Luxation)
Die Luxationsgefahr in den ersten 6 Wochen ist erhöht ­bei einem Operationsverfahren mit
hinterem Zugang. Deshalb sollten Sie generell breit­­sitzen und die Hüfte nicht über 90 °
beugen. Innenrotationsbewegungen in der Hüfte führen zu Überdehnungen der Weich­
teilstrukturen und erhöhen somit die Luxationsgefahr.
Falls es dennoch zu einer Luxation kommt (sofortige Gehunfähigkeit und starke
Schmerzen), sollten Sie eine Einweisung zu uns oder in das nächstgelegene Spital orga­
nisieren. Dort wird dann nach einer radiologischen Abklärung die luxierte Hüfte wieder
eingerenkt, meistens in einer Kurznarkose.
1In der ambulanten Physiotherapie wird ein
individuelles Kräftigungsprogramm instruiert.
Ihr Behandlungsplan
nach der Operation
Patient :
Datum : Arzt:
Was Sie dürfen … (vom behandelnden Arzt auszufüllen)
Diese Sitzhaltung ist empfehlenswert (Frontal- und Seitenansicht).
Sitzhaltung beim Schuhebinden.
Beugung
Weniger
Mehr
Frei, nach
Hüfteals 90 °als 90 °Schmerzen
10 – 15 kg
½ Körper-
Voll-
4-Punkte-Gang mit
Belastung
HüfteTeilbelastunggewichtbelastungfreier Belastung
Gehhilfen
voraussichtl.
2 Wochen
4 Wochen
6 Wochen
In 2 Wochen
In 4 Wochen
Nach der
Autofahren
voraussichtl.
1. Kontrolle
Folgende Punkte wurden mit Ihnen besprochen:
Rezept und Medikamenten-Dosierung
Arztzeugnisse (Arbeit, Spitex)
Verhaltensmassnahmen / Physiotherapie
Hilfsmittel: Gehhilfen, Sitzkissen, Toilettenaufsatz
Dienstarzt Orthopädie Untere Extremitäten: Telefon +41 44 385 78 97 oder +41 44 385 74 60
Wichtig: Diese Informationen sind lediglich eine Ergänzung zum Gespräch mit dem Arzt und
zum persönlichen Behandlungsplan. Beachten Sie auch weitere Hinweise zu Komplikationen und
Nebenwirkungen auf dem Aufklärungsprotokoll.
In dieser Drucksache wird der Einfachheit halber die männliche Form ver­wendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.
Autoren: Team der Hüftchirurgie
Bilder: Bilddokumentation der Schulthess Klinik und Schaffner & Conzelmann, Basel
Schulthess Klinik
Orthopädie Untere Extremitäten
Lengghalde 2, 8008 Zürich, Schweiz
Postadresse: Postfach, 8032 Zürich, Schweiz
Telefon +41 44 385 74 12
Fax +41 44 385 78 42
E-Mail: huefte@kws.ch
www.schulthess-klinik.ch
© Schulthess Klinik 2013, 14013.1113.02000
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