close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Das macht er so gut wie kein anderer - Caritas Oberösterreich

EinbettenHerunterladen
nahdran:
S O Z I A L • R E G I O N A L • C A R I T A S
• 3/2006
04:
Behindert ist,
wer behindert wird.
Landesrat Josef Ackerl im
Interview über Integration.
06:
Ausgebaut.
Dichtes Netz: Beratungsstellen
für Menschen in Notlagen.
07:
Top geshopt.
Caritas-Shopping mit Mehrwert.
08:
Tipps & Termine
Zukunftsgespräche,
youngCaritas T-Shirts
Zum Thema :
INTEGRATION
V
P.B.B. 06Z036887M, Verlagspostamt 4020 Linz
Das macht er so
gut wie kein anderer
„Die ,Mise en place‘ macht er so
gut wie kein anderer.“ Das dicke
Lob vom Chef gilt Markus Stadler, der seit sechs Jahren als Teilzeit-Kraft im Gasthaus Peham
in Peuerbach arbeitet.
D
ie „Mise en place“ ist der
gastronomische Fachausdruck für die Vorbereitung der Zutaten und Küchenutensilien – jedes Ding muss zur
rechten Zeit an seinem Platz
sein. Genau und sorgfältig
schneidet Markus Stadler Schinken, Zwiebel, Käse und was man
sonst noch so braucht für die
italienische Küche im Abendlokal „Da Vinci“, das zum Gasthaus gehört. Das ist aber nur ein
Teil seiner Arbeit. Geschirr abwaschen, Salat putzen, Schnitzel
panieren und Kartoffel schälen
sind die Aufgaben, die es als
Küchenhelfer zu erledigen gilt,
damit der Betrieb im Gasthaus
„wie geschmiert“ läuft.
KEIN HANDICAP IM JOB. Was ihm
an seiner Arbeit gefällt? „Alles“,
sagt der 36-Jährige. Seine Eltern
sind gestorben, als er noch ein
Kleinkind war, im Alter von 6
Jahren ist er nach St. Pius, eine
Einrichtung der Caritas für
Menschen mit Behinderungen
in Steegen/Peuerbach gekommen. Vor sechs Jahren hat er den
Schritt „in die Selbstständigkeit“
geschafft. „Markus ist einer der
ersten Bewohner von St. Pius,
die in eine Außenwohnung gezogen sind“, erzählt seine ehemalige Betreuerin, Elisabeth Antlinger. Und er war der Erste, der
in einem „regulären“, nicht geförderten Job – am so genannten
„ersten Arbeitsmarkt“ – Fuß ge-
fasst hat. Seine Beeinträchtigung
– er hat unter anderem Schwierigkeiten mit dem Lesen und
Rechnen – ist bei seinem Job im
Gasthaus kein wirkliches Handicap. Auch nicht, dass er die Uhr
nicht richtig lesen kann. Denn
erstaunlicherweise kommt er
immer pünktlich zur Arbeit.
„Und wenn er zum Beispiel einen Ausflug mit dem Zug macht,
ist er pünktlich am Bahnhof“,
lacht Elisabeth Antlinger. Eine
„innere“ Uhr also.
Fortsetzung auf Seite 2.
om Schützling zum Partner.
So könnte man die Veränderung betiteln, die sich in den letzten Jahrzehnten in der Arbeit für
und mit Menschen mit Behinderungen entwickelt hat. Behütung
und Bevormundung standen in früheren Zeiten im Vordergrund. Dieses Bild hat sich inzwischen entscheidend gewandelt. Heute geht es
darum, den Menschen mit seinen
persönlichen Bedürfnissen sowie
individuellen Fähigkeiten und Potenzialen wahrzunehmen und bei
einem weitgehend selbst bestimmten Leben zu unterstützen. Respekt
und Achtung des Individuums
stehen im Mittelpunkt. Auf gesellschaftlicher Ebene hat sich dieses
Bild noch viel zu wenig durchgesetzt. Menschen mit Behinderungen haben im Alltag immer noch
mit Diskriminierung und Barrieren
zu kämpfen. Integration kann aber
erst dann funktionieren, wenn sich
Menschen in allen Lebensbereichen gegenseitig achten und als
gleichberechtigte „Partner“ anerkennen. Im Mittelpunkt steht der
Mensch und nicht ein Handicap.
Mathias Mühlberger,
Direktor Caritas in Oberösterreich
AKTUELL
INTEGRATIONSBERATUNG
ES KLINGT SO
SELBSTVERSTÄNDLICH
F
ünfzehn Sonderkindergärtnerinnen sind in
OÖ als Mobile Integrationsberaterinnen der
Caritas für Kinder und Jugendliche unterwegs.
Sie begleiten im Auftrag des Landes OÖ Eltern
und Kindergärten sowie Horte, wenn es um die
Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen
geht.
Victoria konnte den Kindergarten in ihrem Heimatort besuchen und geht mittlerweile zur
Schule. Was so selbstverständlich klingt, ist in
Wirklichkeit eine viel längere Geschichte. Victoria ist seit ihrer Geburt schwer geistig und
körperlich behindert. Als es um die Frage ging,
ob Victoria den Regelkindergarten in St. Roman bei Schärding besuchen kann, fühlten
sich die KindergartenpädagogInnen zunächst
überfordert. Es gab zwar Erfahrungen mit Integrationskindern, aber ein Kind mit einer so
schweren Behinderung – Victoria konnte anfangs weder gehen, noch sitzen oder stehen –
war für sie mehr als eine Herausforderung. Die
Mutter befürchtete, dass sie ihre Kleine nach
Passau in den heilpädagogischen Kindergarten
bringen müsste.
Die Mobile Integrationsberaterin Christa Zauner machte allen Beteiligten Mut, und mit ihrer
tatkräftigen Unterstützung gelang die Integration in den Kindergarten im Ort. Die Integrationsberaterin begleitete den Integrationsprozess und beriet auch zu Beginn Kindergarten
und Eltern, was an Maßnahmen und zusätzlichen Förderungen erforderlich war. Inzwischen
hat Victoria enorme Fortschritte gemacht und
kann am Unterricht in einer Integrationsklasse
teilnehmen.
Doch die Begleitung durch eine Mobile Integrationsberaterin ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Mag. Peter Riedl, Leiter der Mobilen
Integrationsberatung der Caritas für Kinder
und Jugendliche: „Wir haben sehr lange Wartelisten, weil wir viel zu wenig Personal haben.
Im letzten Jahr betreuten wir 716 Kinder in
Kindergärten, für 281 weitere war eine Betreuung nicht möglich. Für alle Horte in OÖ
ist eine Mitarbeiterin im Einsatz – sie betreute
41 Jugendliche, 109 konnten nicht betreut
werden.“ Riedl hofft auf eine Änderung dieser
Situation im Zuge des neuen OÖ Kinderbetreuungsgesetzes: „Ich hoffe auf Verbesserungen der Rahmenbedingungen, damit der Besuch des Kindergartens im Heimatort und Integration für alle Kinder möglich und
selbstverständlich wird.“
Hinweis: Gastkommentar von
Landesrat Viktor Sigl zur Integration
in Kindergärten auf Seite 5.
02 CARITAS
AKTUELL
Fortsetzung von Titelseite.
„Darüber reden ist das Wichtigste“
Gerade diese Verlässlichkeit von Markus
Stadler schätzt sein Chef, Franz Peham,
sehr. „Er weiß genau, was er zu tun hat
und erledigt alles sehr gewissenhaft. Nur
mit Stress kann er nicht gut umgehen, da
ist er nicht belastbar. Aber das wissen wir
inzwischen schon und richten uns danach“, so Peham. Berührungsängste im
Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen kennt der Peuerbacher Wirt nicht:
„Unsere Generation ist mit St. Pius eng
verbunden. Wir waren ja als Kinder schon
dort Fußball spielen und sind gemeinsam
aufgewachsen.“
Von der aktuellen „Pflegedebatte“ sind
auch die pflegenden Angehörigen betroffen, von denen 80 % der 60.000 PflegegeldbezieherInnen in Oberösterreich betreut werden. Mit begleiteten Gesprächsgruppen und anderen Hilfestellungen
unterstützt die Caritas OÖ. die Betroffenen.
Zehn Minuten hat Markus Stadler zu
Fuß von der Arbeit zu seiner Wohnung.
Er sperrt die Wohnungstür auf und
steuert gleich auf die Küche zu. Ganz
perfekter Gastgeber, macht er sofort Kaffee für seinen Besuch. Und stellt auch
gleich noch einen selbst gebackenen Kuchen auf den Tisch. „Freilich hab ich
den selbst gemacht. Mir taugt das, was
auszuprobieren“, erklärt er. „Wenn mich
etwas interessiert, dann frag ich, wie das
geht. Und dann mach ich es einfach.“
Das gilt nicht nur für das Backen und
Kochen, sondern auch für das Verschönern der eigenen Wohnung. Die Wand in
der Küche ist in einem schönen GrünTon mit Wischtechnik gestaltet. Der Mosaiktisch im Wohnzimmer, Bilder im
„Van Gogh-Stil“ – kreatives Gestalten ist
eine Leidenschaft des 36-Jährigen. Ebenso wie Ausflüge machen. „Im Sommer,
wenn es warm ist, steht er an seinen
freien Tagen manchmal schon um 6 Uhr
auf und macht eine Radtour. Oder er
fährt mit der ,Lilo‘ nach Linz“, berichtet
CARITAS UND EUROJOBS
D
ie Caritas für Menschen mit Behinderungen
geht einen neuen Weg der beruflichen Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen.
Sie kooperiert mit der großen internationalen Arbeitsüberlassungsfirma EUROJOBS. Ziel ist die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen
auf dem Arbeitsmarkt. Die Caritas für Menschen
mit Behinderungen bietet dazu die nötigen
Beratungen und Unterstützungen für die Arbeit
suchenden Menschen ebenso wie für die Firmen. Die Firma EUROJOBS akquiriert die potenziellen Arbeitgeber und begründet die Arbeitsverhältnisse.
I
Markus Stadler
lädt seine frühere
Betreuerin Elisabeth
Antlinger gerne zu
einem Kaffee ein.
Antlinger, die Markus gerne ab und zu
besuchen kommt, weil sie auch im selben Ort wohnt. Sein Chef kennt noch
eine besondere Leidenschaft von ihm:
„Am Sonntag zu Mittag wird er in der
Arbeit immer schneller“, lacht Franz
Peham. „Da will er so schnell wie möglich nach Hause.“ Denn da läuft am
Nachmittag immer ein Heimatfilm im
Fernsehen.
Das selbstständige Wohnen in der eigenen
Wohnung genießt Markus sehr. In St. Pius
wurde er mit einem Haushaltstraining
gut darauf vorbereitet. Die Möbel, die
Miete und alle anderen Ausgaben finanziert er sich vom selbst verdienten Geld
im Gasthaus. Ebenso wie die Mobile Begleitung der Caritas für Menschen mit
Behinderungen, die er seit ein paar Monaten in Anspruch nimmt. Eine mobile
Begleiterin kommt einmal in der Woche
für ein paar Stunden zu ihm nach Hause
und unterstützt ihn etwa beim Ausfüllen
von Formularen, beim Einkaufen und
der Haushaltsplanung. Aber ansonsten
„schupft“ Markus heute seinen eigenen
Haushalt ganz allein.
ch pflege meinen Mann Hans seit
Jahren. Seit September 2005 wissen
wir, dass seine Lebenszeit sehr begrenzt ist. Die sechs Monate Familienhospizkarenz habe ich ausgeschöpft und
muss meine berufliche Tätigkeit (40 Wochenstunden mit Führungstätigkeit) wieder aufnehmen. Vor drei Jahren hätte ich
mich um Reduzierung der Arbeitszeit bemüht, dies war aber nicht möglich. Nun
bin ich schon ziemlich erschöpft und
ausgelaugt.“ So beschreibt eine pflegende
Angehörige ihre Situation im „n@tzwerk
pflege“, dem Internet-Forum der Caritas
OÖ. für Menschen in Pflegesituationen.
Hier wird deutlich, wie sehr sich die Situation pflegender Angehöriger durch
den gesellschaftlichen Wandel verschärft
hat: Die Anhebung des Pensionsalters
und die zunehmende Berufstätigkeit der
Frauen – 87 % der Betroffenen sind weiblich – führt zu erheblichen Mehrbelastungen. Knapp die Hälfte der Pflegenden
sind zwischen 40 und 49 Jahre alt, stehen
also mitten im Berufsleben. Oft lastet die
Pflege sowohl der Eltern als auch der
Schwiegereltern auf den Schultern einer
Person, häufig sind auch noch Kinder zu
betreuen. Die durchschnittliche Pflegedauer in der Familie beträgt 6,5 Jahre,
und „Pflegekarrieren“ von zehn oder sogar 20 Jahren sind keine Seltenheit. Oft
müssen also über einen ganzen Lebens-
Die Gesprächsgruppen der
Caritas-Servicestelle bieten
Unterstützung für pflegende
Angehörige mit professioneller Begleitung.
abschnitt hinweg Beruf, Familie und
Pflege miteinander vereinbart werden.
Die Mehrfachbelastung führt in vielen
Fällen zu Burn-out, Depression, seelischer Überforderung und nicht selten zu
eigener Erkrankung.
In der „Pflegedebatte“, die den Nationalratswahlkampf thematisch beherrscht
hat, wurde immer wieder betont, wie
wichtig es sei, dem größten „Pflegedienst“, nämlich den pflegenden Angehörigen, unter die Arme zu greifen. Etwa,
so Caritas-Direktor Mühlberger, durch
„leicht zugängliche und leistbare Unterstützungs- und Entlastungsangebote“.
GESPRÄCHSGRUPPEN. Drei von vier pflegenden Angehörigen nennen das „Darüber reden“ als wichtigste Möglichkeit,
mit ihrer Situation besser zurande zu
kommen. Die Servicestelle für pflegende
Angehörige der Caritas trägt mit ihren 25
Gesprächsgruppen in ganz Oberösterreich diesem Bedürfnis Rechnung. Diese
ZEIT FÜR MENSCHEN
sind von Selbsthilfe-Initiativen mittlerweile zu „begleiteten Gesprächsgruppen“
gewachsen, die sich einmal monatlich
treffen. Hier können Erfahrungen ausgetauscht, Rat eingeholt und neuer Mut
geschöpft werden. Für spezifische Themen werden ExpertInnen eingeladen. Die
Gruppen werden von ausgebildeten
GruppenleiterInnen geführt. Im März
2007 startet bereits der dritte Lehrgang
zur „Begleitung von Gruppen und Beratung pflegender Angehöriger“, der in
zweitägigen Seminaren über ein Jahr hinweg abgehalten wird.
Informationen über die Angebote der
Servicestelle für pflegende Angehörige
und die Ausbildung zur GesprächsgruppenleiterIn erhalten Sie unter Tel.
0732/7610-2440 oder 2441 oder unter der
E-Mail-Adresse: pflegende.angehoerige
@caritas-linz.at Das Internet-Forum
„n@tzwerk pflege“ finden Sie unter
www.caritas-linz.at/weblog.
EHRENAMT IN DER CARITAS
30 Jahre Ausbildung für Altendienst
„Du bist meine zweite Mama“
„Ich denke, dass die jährlichen gegenseitig bereichernden Begegnungen, die
zwischen Menschen aus zwei Nationen
mit unterschiedlichen Mentalitäten geschehen, eines meiner Ziele sind“, begründet Veronika Pernsteiner ihr Engagement. Bereits zum 18. Mal hat sie heuer
ehrenamtlich die Tschernobyl-Kindererholungsaktion im Raum Feldkirchen
in OÖ organisiert.
D
iese Aktion der Caritas OÖ. entstand 1991 aus einer Hilfsaktion
der Zeitschrift „Welt der Frau“
für die von der Tschernobyl-Katastrophe
betroffenen Kinder. Damals wurde die
Idee geboren, Kindern aus den verstrahlten Gebieten Erholungsaufenthalte in
Österreich zu ermöglichen. Seither kommen jährlich rund 400 bis 800 Kinder
und Jugendliche im Alter zwischen acht
und 14 Jahren aus Weißrussland nach
Österreich, um hier für drei bis vier Wochen erholsame Ferien zu verbringen.
Untergebracht werden die Kinder vor
allem bei Gasteltern in Oberösterreich,
einige davon auch in Tirol, Wien und
Kärnten. Seit 1991 sind bereits über
10.500 Kinder im Rahmen der Aktion
nach Österreich gekommen. Heuer waren
408 Kinder aus Weißrussland bei rund
140 Gasteltern untergebracht, 286 davon
in Oberösterreich. Auf die Beine gestellt
wird die Aktion von ehrenamtlichen OrganisatorInnen, die für jeweils eine Kindergruppe zuständig sind, Spenden für
die Aktion sammeln, Gasteltern suchen
und die gemeinsamen Unternehmungen
der Kindergruppen während ihres Aufenthaltes organisieren.
Von Anfang an war Veronika Pernsteiner
selbst Gastmutter. Und ihr erstes Gastkind war für sie auch Motivation und Impulsgeber für ihr weiteres Engagement:
„Nadja war ein blasses, erholungsbedürftiges stilles Mädchen, das gut in unsere
Familie und zu unseren eigenen Kindern
gepasst hat – wo die Chemie gestimmt
hat, wie man so schön sagt“, so Pernsteiner. Heuer kam Nadja wieder: Als 22-jährige junge Dame und als Dolmetscherin
der Gruppe von 40 Kindern. „Dass sie
Veronika
Pernsteiner
2006 gibt es nicht nur das 60-Jahr-Jubiläum der Caritas in OÖ zu feiern. Auch
eine wichtige Caritas-Bildungseinrichtung, die Fachschule für Sozialberufe in
Linz, hat einen runden Geburtstag. Seit
30 Jahren werden hier Fachkräfte zur
Betreuung und Pflege alter Menschen
ausgebildet.
B
mich zu ihrer Hochzeit Mitte September
eingeladen hat, war die größte Überraschung“, freut sich die ehemalige Gastmutter. „Veronika, du bist meine zweite
Mama“, hat Nadja einmal zu ihr gesagt.
Für ihr ehrenamtliches Engagement bei
der Kindererholungsaktion wurde Veronika Pernsteiner auch kürzlich ausgezeichnet: Bei der Voluntaria 2006 wurde
sie in der Kategorie „Jugend – Gemeinsam
für Europa“ zu einer der „Freiwilligen des
Jahres“ gewählt.
ereits 1950 begann die Caritas
nach holländischem Vorbild, Familienhelferinnen auszubilden.
Was als neunmonatiger Ausbildungskurs
begann, entwickelte sich bald zu einer
Schule mit Öffentlichkeitsrecht. Als einzige soziale Berufsgruppe unterstützten
damals die Familienhelferinnen die Menschen zu Hause. In den 1970er-Jahren
führten die gesellschaftlichen Entwicklungen zu neuen Aufgaben. An der Fachschule wurde ein neuer Lehrgang eingerichtet,
der theoretische und praktische Kenntnisse für die Betreuung alter, hilfsbedürftiger
Menschen vermittelte. „Man war auf dieses Bedürfnis aufmerksam geworden, weil
immer mehr Einsätze der Familienhilfe für
die Betreuung alter und kranker Menschen zu leisten waren, und man wollte
KURZ GEMELDET
diesem Bedürfnis ganz bewusst im Sinne
der Caritas entgegenkommen, die schon
immer versucht hat, den Menschen in der
Bewältigung ihrer konkreten Lebenssituation beizustehen“, schrieb die damalige
Leiterin der Fachschule Hedwig Meisinger
in die Schulchronik. Aus dem zunächst als
einsemestriger Lehrgang gedachten Angebot für pflegende Angehörige wurde im
Laufe der letzten drei Jahrzehnte eine
zweijährige Fachschule für Altendienste,
deren AbsolventInnen die Berufsbezeichnung „AltenfachbetreuerInnen“ tragen.
„Betreuung und Pflege wurden in diesem
Beruf immer miteinander verknüpft, um
so dem alten Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, mit all seinen körperlichen,
seelischen und sozialen Bedürfnissen gerecht werden zu können“, so die heutige
Schulleiterin Agnes Hochgerner. „,Nah
dran‘ – so kann man sagen, war die Caritas schon damals, nah dran an den Bedürfnissen und Nöten der Menschen.“
Auch in nächster Zukunft wird sich bei
den Sozialberufen einiges ändern (siehe
Kasten) und damit ein weiterer Meilenstein in der Professionalisierung der sozialen Berufe gesetzt.
INFO
W
er ist bereit, einem anderen Menschen
ein wenig Zeit und Lebensfreude zu
schenken? Unter dem Motto „Zeit für Menschen“ startet der Stützpunkt St. Georgen an
der Gusen der Mobilen Dienste der Caritas für
Betreuung und Pflege den „Caritas Besuchsdienst“. Ehrenamtliche besuchen dabei Menschen mit Betreuungsbedarf, ältere Menschen
ebenso wie jüngere, die aufgrund von Krankheit
oder Behinderungen Unterstützung benötigen.
Es geht darum, ein wenig „Sonne“ und Leben
in den Alltag zu bringen – sei es durch gemeinsame Spaziergänge, Einkaufsfahrten, Unternehmungen wie z. B. Kaffeehausbesuche, Friedhofsbesuche oder auch kleinere Ausflüge. Für
den „Caritas Besuchsdienst“ werden noch
engagierte Ehrenamtliche gesucht. Nähere Informationen: Tel. 07235-658750, Lydia Stütz.
SPIELE FÜR DIE LOGOPÄDIE
D
ank der großzügigen Unterstützung der Firmen
Piatnik, Ravensburger und HABA konnten die
Logopädischen Zentralen in Linz und Wels, sowie
einige Außenstellen in den Bezirken Rohrbach,
Vöcklabruck, Linz-Land, Freistadt, Ried, Kirchdorf
und Steyr mit wertvollem Spielematerial ausgestattet werden. Da die logopädische Therapie bei Vorschulkindern in sehr spielerischer Art und Weise
erfolgt, erfreuen sich die Spiele großer Beliebtheit.
EINLADUNG ZUM TANZ
E
DIE ZUKUNFT DER SOZIALBERUFE
Tätigkeiten, Anforderungen und Umfeld der Sozialberufe haben sich in den letzten Jahren stark
gewandelt. Nun haben sich die Länder auf ein
österreichweit einheitliches System geeinigt, das
ab 2007 gilt. In den Schulen der Caritas kann man
künftig in den Fachrichtungen Alten-, Behinderten- und Familienarbeit nach dreijähriger Ausbildung mit der Berufsbezeichnung „Diplom-Sozialbetreuer“ abschließen, Behinderten- und Altenarbeit nach zwei Jahren als „Fach-Sozialbetreuer“. Das System ist modular und durchlässig
aufgebaut, die SozialbetreuerInnen können künftig leichter in ein anderes Arbeitsfeld wechseln.
ine große Freude machte die Linzer Tanzschule Citydance – Meissner einer Gruppe
von Kindern aus Weißrussland, die im Rahmen
der Tschernobyl-Kindererholungsaktion in Oberösterreich war. 23 Kinder, die im Raum Kirchschlag ihren Erholungsaufenthalt bei Gasteltern
verbrachten, wurden zu einem Tanz-Nachmittag
eingeladen. „Obwohl die Kinder kein Deutsch
sprechen, haben wir uns sofort gedacht, dass gerade beim Tanzen Sprachbarrieren kein Hindernis
sind und Tanzen die Menschen weltweit und über
alle Grenzen hinweg verbindet. Wir wollten ihnen
ein bisschen Lebensfreude durch Musik und Tanz
vermitteln“, so Mario Meissner, Besitzer der
Tanzschule.
CARITAS 03
FORUM
FORUM
Behindert ist,
wer behindert wird
INTEGRATION
EIN ZUKUNFTSGESPRÄCH
Bereits zum vierten Mal veranstaltet die Caritas für
Menschen mit Behinderungen mit großem Erfolg
ein Symposium aus der Reihe „Zukunftsgespräche“. Unter dem Titel „Integration und …!?“ soll
diesmal einerseits Vergangenes reflektiert, Gegenwärtiges analysiert und anderseits Zukünftiges diskutiert und kreiert werden. ExpertInnen und ReferentInnen aus unterschiedlichen Fachgebieten
konnten zu dieser spannenden Auseinandersetzung gewonnen werden. Neben Univ.-Prof. Dr.
Johann Bacher und Univ.-Prof. Irene Dyk von der
Uni Linz nehmen u. a. Landesrat Josef Ackerl,
Dr. Erhard Prugger, Leiter Sozialabteilung der Wirtschaftskammer, Mag. Gerald Mandlbauer, Chefredakteur der OÖ Nachrichten sowie Landesmusikschulwerkdirektor Karl Geroldinger an den Workshops teil. Moderiert werden die Workshops von
VertreterInnen der oö. Behindertenorganisationen.
Termin: 29. November 2006, von 8.00 – 17.00
Uhr im Schloss Puchberg/Wels OÖ.
Infos & Anmeldungen: Dr. Roland Pelzl,
VALUE Communications, 0676-8776-7800,
0732-604926-0,
office@value-communications.at
Zukunftsgespräche „Integration“
29. 11. 2006, Bildungshaus Puchberg, Wels
N
und kulturellen Ereignissen. Die mobilen
Dienste in Form von persönlicher Assistenz
und mobiler Hilfe und Betreuung ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigungen eine individuellere und freiere Lebensgestaltung, mehr bzw. überhaupt Mobilität und
damit einen größeren Aktionsradius. Natürlich darf auch auf die mittlerweile große Anzahl an integrierten Kindern und Schülern
in den Kinderbetreuungseinrichtungen und
Schulen nicht vergessen werden. Der starke
Anstieg in den letzten Jahren in diesem Bereich hat eine Bewegung forciert, andere
Modelle in der Wohnbetreuung (Wohnoffensive) und in der Beschäftigung zu etablieren. Der Entwurf des Chancengleichheitsgesetzes, welcher im Sozialausschuss diskutiert wird, stellt den rechtlichen Rahmen dar,
um Integration für die Zukunft abzusichern.
ah dran bat Landesrat Josef
Ackerl zu einem Interview über
die aktuelle Situation der Integration von Menschen mit Behinderungen in Oberösterreich.
Welche zentralen Projekte zur Integration
von Menschen mit Behinderungen werden
derzeit in OÖ umgesetzt?
ACKERL: Die Schaffung von Wohnplätzen
im Rahmen der Wohnoffensive ist ein wesentlicher Meilenstein zur Erhöhung der
Lebensqualität von Menschen mit Beeinträchtigungen. Für Menschen mit Beeinträchtigungen werden gemeinwesenintegrierte und kleinstrukturierte Wohneinheiten geschaffen. Nach dem Normalitätsprinzip soll im Mit- und Nebeneinander
Integration ermöglicht bzw. erleichtert werden. Supported Employment bietet Menschen mit Beeinträchtigungen in Form von
begleiteter Arbeitsüberlassung die Möglichkeit, einem Erwerbsleben in der freien Wirtschaft nachzugehen. Berufliche Eingliederungsplätze werden derzeit ausgebaut. Hier
werden Jugendliche in jenen Schlüsselfähigkeiten qualifiziert, die für ein Berufsleben in
der freien Wirtschaft erforderlich sind. Die
erfolgreiche Vermittlung gelingt vor allem
durch die individuellen Entwicklungspläne.
Finanzielle Unterstützung von Vereinen,
welche Freizeitaktivitäten vor allem für Jugendliche mit Beeinträchtigungen organisieren und begleiten, ermöglichen Jugendlichen eine Teilhabe an gesellschaftlichen
04 CARITAS
Landesrat
Josef Ackerl
„Für Menschen mit
Beeinträchtigungen
werden gemeinwesenintegrierte und kleinstrukturierte Wohneinheiten geschaffen.“
Wo besteht aus Ihrer Sicht noch am dringendsten Handlungsbedarf?
ACKERL: In der Mit- und Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier stecken wir noch in Kinderschuhen. Schulung von Interessenvertretungen,
Beteiligung von Menschen mit Beeinträchtigungen in diversen Entscheidungsprozessen sowie Rückmeldungen über die Zufriedenheit von Menschen mit Beeinträchtigungen als Leistungsbezieher müssen einen
stärkeren Schwerpunkt erhalten. Unterschiedlichste Formen der Kommunikation
z. B. Gestützte Kommunikation, Easy to
Read, Gebärdensprache stellen dabei einen
wichtigen Schlüssel dar, um Mitsprache
und Beteiligung zu sichern.
Was sind die größten Barrieren auf dem
Weg zur Integration?
ACKERL: Räumliche und funktionelle Integration ist gestaltbar. Soziale Integration bedarf jedoch der Bereitschaft der Individuen
in einer Gesellschaft, in Interaktion mit
Menschen mit Beeinträchtigungen zu treten. Letzteres stellt eine Barriere dar, weil
viele Bürgerinnen und Bürger keinen Kontakt haben bzw. keine Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen
sammeln konnten durch spezielle Sonderbehinderteneinrichtungen.
Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die Zukunftsgespräche der
Caritas für Menschen mit Behinderungen?
ACKERL: Die Zukunftsgespräche bieten einerseits einen Rahmen, um im Kreise von
Experten aufzuzeigen, wie weit die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen
vorangeschritten ist und welche Schritte
noch zu tun sind. Andererseits sind sie damit aber auch ein wichtiger Beitrag, um jene Barrieren, die in der vorigen Frage angesprochen wurden, abbauen zu helfen. Denn
die stete Diskussion und Weiterentwicklung
des Themas schafft eben die notwendige
Auseinandersetzung und in weiterer Folge
das nötige Bewusstsein in einer breiteren
Öffentlichkeit.
GASTKOMMENTAR VON VIKTOR SIGL:
Integration im
Kindergarten und Hort
Für die Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindergärten, Horten und Schulen waren bisher in der OÖ
Landesregierung drei Ressorts zuständig. Künftig erfolgen Förderung und Finanzierung ausschließlich durch die Bildungsabteilung. Für die Kindergärten
und Horte liegt die Zuständigkeit ab
2007 bei Landesrat Viktor Sigl.
GASTKOMMENTAR LANDESRAT VIKTOR SIGL
K
indergärten und Horte in OÖ haben die Aufgabe, Entwicklungschancen für alle Kinder zu bieten.
Die Akzeptanz von unterschiedlichen
Voraussetzungen und der Verschiedenartigkeit von Kindern gehört zum pädagogischen Grundverständnis und zur alltäglichen Praxis im Kindergarten und Hort.
Im Zuge der Entstehung des OÖ Chancengleichheitsgesetzes und des OÖ Kinderbetreuungsgesetzes haben sich die
verantwortlichen politischen Referenten
in der OÖ Landesregierung darauf verständigt, dass alle die Integration von
Viktor
Sigl
Kindern in Kindergärten und Horten betreffenden Angelegenheiten im OÖ Kinderbetreuungsgesetz geregelt werden
sollen. Die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Kinder mit Beeinträchtigungen sollen sichergestellt werden. Auf
dieser Vereinbarung beruhen auch die
nunmehr vorliegenden Vorschläge für die
Neuregelung der Integration, die ab
Herbst im OÖ Landtag diskutiert wer-
den. Die Agenden, die Kinder mit Beeinträchtigung in Kindergärten und Horten
betreffen (Integration in Kindergärten
und Horten, aber auch heilpädagogische
Kindergärten und Horte), sollen ausschließlich im Bildungsressort angesiedelt
werden. Damit wird ein maßgebliches Signal, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in OÖ als gleichberechtigte Partner in
der Gesellschaft und nicht als „Betreuungsobjekte“ betrachtet werden, gesetzt.
UNTER ANDEREM SIND
FOLGENDE NEUERUNGEN GEPLANT:
1.) Behindertenbescheid entfällt: Der
oftmals als Stigmatisierung empfundene
„Behindertenbescheid“ bzw. eine Antragstellung für eine Maßnahme der Eingliederungshilfe nach Behindertengesetz
soll zukünftig nicht mehr notwendig sein.
Für die Eltern der Kinder mit Beeinträchtigungen wird der Zugang zu den Leistungen damit wesentlich vereinfacht. Sie
müssen ihr Kind lediglich in einem Kindergarten oder Hort genauso anmelden
wie die Eltern aller anderen Kinder.
2.) Stützkräfte: Die Verantwortung für
die Beistellung der erforderlichen Stützkräfte tragen die Rechtsträger der Kindergärten und Horte, die dabei vom Land
finanziell unterstützt werden. Das Land
wird die Kosten für die Stützkräfte im
Rahmen der zur Verfügung stehenden
Mittel zu 100 % übernehmen.
3.) Mobile Integrationsberatung: Die
mobile Integrationsberatung hat sich seit
1997 zu einem wesentlichen Faktor für
die Integration in Kindergärten und Horten entwickelt. 22,5 Personeneinheiten
sind im Kindergarten- und Hortbereich
eingesetzt, 14 davon sind bei der Caritas
angestellt und stehen für alle OÖ Regelkindergärten und -horte zur Verfügung.
Nunmehr ist beabsichtigt, für die mobile
Integrationsberatung im OÖ Kinderbetreuungsgesetz eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Das Land OÖ soll diese
Aufgabe subsidiär zu den Rechtsträgern
wahrnehmen. Das Land wird sich dabei
Dritter bedienen. Eine bedarfsgerechte
stufenweise Ausweitung ist in den nächsten Jahren geplant. Wesentlich ist auch,
dass es zu einer Dezentralisierung der
mobilen Integrationsberatung und zu einer klaren Aufgabendefinition kommen
soll. Die nächsten Schritte werden ab
Herbst gesetzt werden, je nach dem Verlauf der Diskussionen und Beschlussfassungen im OÖ Landtag. Ich bin der
Überzeugung, dass mit den vorgeschlagenen Regelungen die angestrebten Ziele
erreicht werden können. Die Stellungnahmen im Begutachtungsverfahren
werden weitere wertvolle Impulse für die
Diskussionen im OÖ Landtag liefern, sodass letztendlich für alle Beteiligten zukunftsweisende Regelungen gefunden
werden können.
INFO
UMFRAGE:
MEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN MIT INTEGRATION
Erika Eller, Bewohnerin invita, Psychosoziale Begleitung der Caritas: „Mit meinen 47 Jahren sollte ich eigentlich alleine wohnen können
und integriert sein. Aber ich schaffe es nicht. Mit meinen Betreuern hingegen mache ich Ausflüge, Kaffeehausbesuche und Tagesstruktur. Vor
kurzem waren wir in Bad Füssing auf Urlaub. Jedes Mal, wenn ich mich dann in der ,gesunden, normalen Welt‘ befinde, fühle auch ich mich normal und gesund. Da bin ich unter Menschen, höre normale Gespräche, lache, sehe Leute tanzen und ich kann mitmachen. Falle nicht auf und fühle
mich wohl; meistens zumindest. Mein nächster Schritt ist das integrierte Wohnen. Da werde ich mit unbeeinträchtigten Menschen in einem Gebäude
wohnen. Dem sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen, weil ich bisher in einer WG wohnte. Mit Hilfe meiner Betreuer werde ich es schaffen.“
Marc Windischhofer: Marc Windischhofer ist sechs Jahre alt und wohnt mit seinen Eltern in Pasching/Langholzfeld. Marc leidet unter dem
Down-Syndrom. Mit sieben Wochen wurde er am Herzen operiert, seither ist es wieder voll funktionsfähig. Marc leidet auch unter schwachen
Muskeln, und Hörgeräte und Brille gehören zu seinem Alltag. Bevor er in den Kindergarten kam, war er sehr schüchtern, er konnte noch
nicht gehen und sprechen. Seine Eltern überlegten lange, welcher Kindergarten der Beste für Ihn wäre und entschieden sich schließlich für
den Pfarrcaritas-Kindergarten in Langholzfeld. „Katharina und Hildegard sind super!“, sagt Marc über die beiden Kindergartenpädagoginnen
in seiner Gruppe. Um dem Sechsjährigen bei der Bewältigung seines Alltags zu helfen, unterstützt Hildegard ihn bei vielen Aktivitäten. „Auch
beim Basteln, Turnen oder Spielen ist sie immer an meiner Seite“, erzählt Marc. „So habe ich schon viel gelernt. Mittlerweile trinke ich schon aus dem Becher!“
Die Unterstützung durch Pädagoginnen ist wichtig, damit Marc für alles die Zeit bekommt, die er braucht. Auch durch das Beobachten der anderen Kinder lernt
er viel. Vor geraumer Zeit hat er seine ersten Schritte allein gemacht, und auch mit dem Sprechen wird es immer besser. „Ich habe auch schon viele Freundinnen und Freunde, mit denen ich spiele“, berichtet Marc stolz. „Manchmal besuchen sie mich daheim, und das macht dann so richtig Spaß!“
Radoslav Dodig, Mitarbeiter der Caritas Mostar, Bosnien und Herzegowina: „Die Situation der Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Bosnien und Herzegowina scheint mir eine der schlimmsten in Europa zu sein. Die Fürsorge um diese Menschen liegt grundsätzlich bei
den Familien und organisierte Betreuung in Einrichtungen deckt nur einen Teil ihrer Bedürfnisse oder ist nur für ein bestimmtes Alter bestimmt.
Die Möglichkeit der Integration in Werkstätten ist für Menschen mit Behinderung ein Angebot an neuen Erfahrungen, Arbeitstherapie, Förderung – und was wichtig ist: die Integration und Sozialisierung außerhalb der Familie, wo sie sonst die ganze Zeit verbringen. Es reicht zu
sehen, mit welcher Freude sie in die Werkstätte kommen und dort arbeiten, um zu begreifen, was für sie diese Art der Integration und des
Miteinanders bedeutet. Was immer wir als Caritas für Menschen mit Behinderung tun, ist sehr wenig im Vergleich, was unsere Gesellschaft tun sollte und nicht tut.
Es besteht ein großer Bedarf, damit die Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen aus dem Schatten, wo man sie versteckt hat, ins Licht kommen.“
Mag. Wolfgang Scheidl, Leiter Bereich Betriebe & Innovation, Caritas für Menschen mit Behinderungen:
„Als Hinderungsgründe für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt erweisen sich immer wieder Berührungsängste, eine unzureichende Informationslage sowie fehlende Erfahrungen der Unternehmen mit beeinträchtigten Personen. Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung zählen daher zu Kernaufgaben bei der Integrationsunterstützung. Im Vordergrund müssen die Fähigkeiten und die berufliche Eignung
des Einzelnen stehen, die mit den betrieblichen Anforderungen weitgehend übereinstimmen müssen. Dann geht es darum, (indirekt) behinderungsspezifische Unterschiede durch entsprechende Ressourcen und Hilfestellungen zu minimieren. Dies schließt sowohl den Arbeitsplatz
als auch die zukünftigen KollegInnen und Vorgesetzten als Integrations- und Sozialisationsraum mit ein. In Wahrheit bedarf es einer Partnerschaft aller Beteiligten – der Betroffenen, der Wirtschaft und der fördernden Stellen – um eine effektive und langfristige Verbesserung der Situation zu schaffen und die Chancen
auf erfolgreiche Integration zu erhöhen.“
RECHTSBERATUNG
FÜR FAMILIEN
I
m Rahmen des Projekts Meander hat sich
der Lions Club Linz bereit erklärt, kostenlose Rechtsberatung für Familien mit Kindern
und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen in
St. Isidor zur Verfügung zu stellen.
Anmeldung bei Mag. Elisabeth Kuhn,
Tel.: 0732/6791-7263 oder
elisabeth.kuhn@ caritas-linz.at.
Wir danken dem Lions Club
Linz für diese Unterstützung!
HOMER
DIE PREISTRÄGER 2006
M
it dem „HOMER“ zeichnen Bundessozialamt Landesstelle OÖ, Land OÖ
Sozialressort und Caritas OÖ – in Kooperation
mit der Wirtschaftskammer OÖ – Unternehmen und Gemeinden aus, die in vorbildlicher
Weise Menschen mit Beeinträchtigungen in
ihrem Betrieb beschäftigen und einen wesentlichen Beitrag zur Integration in die Berufswelt
leisten. Im ORF-Landesstudio Oberösterreich
wurden am 19. September 2006 die Sieger in
vier Kategorien mit dem „HOMER“ ausgezeichnet: ABATEC Electronic AG mit Sitz in
Regau in der Kategorie Großbetriebe, das
Welser Unternehmen SLI – Logistik und Instrumentenmanagement in der Kategorie Mittelbetriebe und Pecho Druck GmbH in Linz als
Kleinbetrieb. Das Magistrat Linz (mit 106 MitarbeiterInnen mit Beeinträchtigungen) ging als
Sieger in der Kategorie Gemeinden und öffentlichkeitsnahe Betriebe hervor.
CARITAS 05
AKTUELL
CARITAS-SHOPPING
Immer mehr Menschen
suchen Hilfe
Die Beratung und Hilfe der Caritas unterstützt Menschen in existenziellen Notlagen. Das Netz der Beratungsstellen wurde
in den letzten Jahren immer dichter geknüpft.
F
rau G. ist 23 Jahre alt und erwartet in
wenigen Wochen ihr erstes Kind.
Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten bittet die junge Frau um Rat und
Hilfe: Das Geld ist knapp, die Wohnung
klein, die Arbeitslosigkeit belastet die
junge Familie und lässt wenig finanziellen
Spielraum. Alltag in der Schwangerenberatung der Caritas für Menschen in Not in
Linz. Nach einem abklärenden Gespräch
und Sichtung der Unterlagen unterstützt
die Caritas Frau G. mit einer Erstausstattung Babybekleidung, Schnullern, Lätzchen und einer Babybadewanne sowie einem Geldbetrag, damit sie die ausständige
Betriebskostenrechnung bezahlen kann.
Neben dieser Überbrückungshilfe werden
aber auch Weichen für die Zukunft gestellt:
Die junge Familie wird über Ansprüche
auf Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe und Fördermöglichkeiten informiert,
gemeinsam wird ein Finanzplan erstellt.
INLÄNDERINNEN UND EU-BÜRGERINNEN. Der
Fall von Frau G. ist einer von vielen – und
typisch für die Arbeit der Caritas Beratung
und Hilfe, deren Angebot für InländerInnen und EU-BürgerInnen gilt. Einerseits
wird schnell und unbürokratisch Überbrückungshilfe geleistet, und zwar in Form
von Gutscheinen für Lebensmittel oder
gebrauchte Möbel, von Kleidung, Hausrat,
aber auch Direktüberweisungen für Miete,
Strom und Heizung. Andererseits werden
gemeinsam mit den KlientInnen Lösungen
und Perspektiven entwickelt, damit derar-
Elisabethsammlung 2006
Im November bittet die Caritas wieder um
Spenden für Menschen in Not in
Oberösterreich. Sehr häufig kommen
Menschen in die Caritas-Beratungsstellen,
weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen
können.
F
rau S. ist eine Alleinerzieherin mit
drei Kindern. Die Notstandshilfe,
von der sie derzeit leben muss, beträgt 582 Euro, die Miete ihrer Wohnung
kostet jedoch 584 Euro. Ihr Einkommen
reicht also nicht aus, um die Miete voll ab-
06 CARITAS
zudecken. Trotz intensiver Bemühungen
war es ihr bisher nicht möglich, eine billigere Wohnung zu bekommen. Die Lebenskosten für sich und ihre Kinder muss sie
ausschließlich mit der Familienbeihilfe und
den Alimenten bestreiten. Jede Sonderausgabe, wie z. B. zum Schulbeginn oder ein
kaputter Herd bringen sie an ihre finanziellen Grenzen, da Rücklagen mit dem
wenigen Einkommen nicht möglich sind.
Mit den Spenden aus der Elisabethsammlung hilft die Caritas Menschen in Oberösterreich, der Armutsspirale zu entkommen.
Zum Beispiel im Haus für Mutter und Kind,
wo AlleinerzieherInnen zu einer tragfähigen Zukunft für sich und ihre Kinder finden
können. Oder in den Caritas-Beratungsstellen, wo Menschen Hilfestellung erhalten, um wieder neue Lebensperspektiven
zu gewinnen.
Ihre Spende hilft! Damit Armut für
Menschen in Oberösterreich kein
Schicksal bleibt. Spendenkonto:
RLB 1.245.000, BLZ 34 000 oder
P.S.K. 7.700.004, BLZ 60 000
Kennwort: Elisabethsammlung
KURZ GEMELDET
Der erste Weg
führt in die CARLA
KundInnen schätzen an den Secondhandshops der Caritas vor allem das
vielfältige Angebot und die freundliche
Atmosphäre.
tige Notsituationen in Zukunft vermieden
werden können. Auch bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen und bei Ansuchen um öffentliche Mittel ist die Beratung
und Hilfe mit Rat und Tat zur Stelle. Bei der
Caritas Schwangerenberatung in Linz bekommen werdende Mütter außerdem
rechtliche Informationen und Beratung
rund um Schwangerschaft, Geburt und
Karenzzeit.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Hilfesuchenden in den Beratungsstellen stark
gestiegen. Um auch Menschen in ländlichen Regionen den Zugang zu Beratungsstellen zu erleichtern, hat die Caritas ihr
Angebot ausgebaut und erweitert. Regionalstellen gibt es nun in Linz, Wels, Steyr,
Ried und Braunau. Außerdem wurden
Sprechtage in Gmunden, Vöcklabruck,
Schärding, Kirchdorf und Rohrbach eingerichtet, seit 12. September gibt es auch
einen in Perg.
V
„SCHICKSAL ARMUT?“
AM LINZER TAUBENMARKT
E
ine Caritas-Suppe zum Aufwärmen, Spiele
zum Mitmachen und Nachdenken – mit verschiedenen Aktionen macht die Caritas OÖ. am
3. November 2006 von 11 bis 16 Uhr am Taubenmarkt in Linz darauf aufmerksam, was es bedeutet, arm zu sein. Es sind nicht nur Naturkatastrophen und Kriege, die Menschen aus der Bahn
werfen: Tag für Tag kämpfen Kinder, Frauen und
Männer auch in Oberösterreich mit ihrer ganz
persönlichen Katastrophe: Sie werden krank, arbeitslos oder ihre Familie bricht auseinander. Oft
genügt ein Schicksalsschlag und das Leben gerät
aus der Balance. Wir laden Sie ein, am 3. November zu unserem Aktionstag am Taubenmarkt zu
kommen. Das Programm an diesem Tag:
Zum Aufwärmen: Caritas-Suppe
Zum Mitmachen: Wie schnell gerät
mein Leben aus der Balance?
Zum Thema Armut: Zahlen und Infos
Zum Thema Caritas: So hilft die Caritas in OÖ.
Zum Thema Helfen: So können Sie
Menschen in Not helfen.
MIGRANTINNEN UND FLÜCHTLINGE. Auch das
Netz von Beratungsstellen für MigrantInnen und Flüchtlinge hat die Caritas in Oberösterreich dichter geknüpft. Die Beratung
und Hilfe für MigrantInnen und anerkannte Flüchtlinge, die in Österreich Asyl erhalten haben, gibt es neben Linz, Wels und
Steyr auch in Grein, St. Georgen/Attergau
und Schärding. Neben materieller Soforthilfe in Notsituationen steht hier die Hilfe zur
Selbsthilfe im Mittelpunkt. Beratungsstellen
für Flüchtlinge und Fremde gibt es in Linz,
Grein und St. Georgen/Attergau. Adressen
und Öffnungszeiten aller Beratungsstellen
in Oberösterreich erfahren Sie auf unserer
Homepage www.caritas-linz.at oder unter der Tel.: 0732/7610-2020.
or nicht allzu langer Zeit kam eine
Dame zu mir ins Geschäft, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen
worden war. Ihr erster Weg, so vertraute sie
mir an, war nicht nach Hause, sondern in
die CARLA, weil ihr das ,Stöbern‘ im Laden
so gefehlt hat“, erzählt Christiane Dangl, die
die beiden Secondhandshops der Caritas in
Linz und Braunau leitet. Im Laufe der Jahre, berichtet sie stolz, haben sich zwischen
den KundInnen Freundschaften gebildet:
„Immer wieder kommen sie gemeinsam,
stöbern im Geschäft und tauschen den
neuesten Tratsch aus.“ Aber nicht nur, weil
sich die KundInnen hier besonders wohl
fühlen, sind die CARLAs ganz besondere
Geschäfte, sondern auch deshalb, weil jeder
Kauf hier gleichzeitig eine Spende ist, die
Lebensräume gestalten –
Glaubensräume öffnen
B
ei diesen Treffen wollen wir ein
Stück aus dem Alltagsgeschehen
heraustreten und einen Blick zurück und einen nach vorne tun. Diese
Zusammenkünfte bieten die Möglichkeit,
sich in Ruhe auszutauschen und Neues
von anderen Pfarren sowie aus der Caritas
der Diözese zu erfahren“, so Lucia Zeiner
von der Pfarrcaritas. Die zu Ende gehende Pfarrgemeinderats-Periode soll diesmal unter dem Motto „Lebensräume gestalten, Glaubensräume öffnen“ ein An-
lass sein, auf das Vergangene zu blicken,
um für das Neue gerüstet zu sein und
neuen Schwung für die Zukunft zu gewinnen. Bei den Regionaltreffen werden u. a.
folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:
Was konnte ich persönlich ins
Pfarrleben einbringen?
Wodurch bzw. durch wen habe
ich mich in der Pfarrcaritas-Arbeit
unterstützt gefühlt?
Was ist mir durch diese Arbeit
bewusst geworden?
Was bringt insgesamt pfarrliche
Caritasarbeit in Kirche und
Caritas ein?
Auskunft über Termine und
Orte der Regionaltreffen
im Sekretariat Pfarrcaritas
Tel.: 0732/7610-2341
hilfsbedürftigen Menschen zugute kommt.
Mit der Einrichtung der Secondhandgeschäfte ging die Caritas einen neuen Weg
in der sinnvollen Verwertung der ihr anvertrauten Sachspenden. Von Anfang an sollte
die CARLA ein „Geschäft für alle“ sein: So-
wohl für sozial Benachteiligte als auch für
jene, die eine günstige Einkaufsmöglichkeit
gerne in Anspruch nehmen. Mittlerweile
kommen die KundInnen aus allen sozialen
Schichten, und durch die einladend dekorierten Schaufenster wird immer wieder
Immer wieder sind KundInnen begeistert,
weil sie hier Stücke finden, die man anderswo nicht mehr bekommt, und weil sie sich
hier verstanden und bestens betreut fühlen.
Im November 1989 wurde die CARLA (CARitas LAden) in Linz eröffnet, im Oktober
1994 der zweite Laden in Braunau.
Schnäppchenjäger aufgepasst: Die Geburtstagswochen vom 16. bis 21. Oktober (Braunau) bzw. 6. bis 11. November (Linz) werden
mit tollen Angeboten gefeiert!
Caritas-Shopping mit „Mehrwert“
St. Elisabeth, St. Pius und invita bieten Produkte an, die in den hauseigenen Werkstätten hergestellt werden. In diesen Caritas-Einrichtungen leben, lernen und arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Im Sozialprojekt Hartlauerhof finden arbeits- und wohnungslose Männer ein Zuhause auf Zeit mit Begleitung durch
Sozialarbeiter. Durch die Arbeit in den Werkstätten und das kreative Gestalten werden die BewohnerInnen aller dieser Einrichtungen in ihren Fähigkeiten gefördert und
haben die Möglichkeit, Selbstwertgefühl sowie Selbstbewusstsein zu gewinnen. Und die Produkte können sich sehen lassen. Sie sind damit in zweifacher Hinsicht wertvoll:
Für den Käufer ebenso wie für die „Produzenten“. Vielleicht wäre auch für Sie die eine oder andere Idee für ein Weihnachtsgeschenk mit „Mehrwert“ dabei?
BOUTIQUE ST. ELISABETH
SHOP ST. PIUS
I
CARITAS IN DEN PFARREN
Jedes Jahr im Herbst veranstaltet
die Pfarrcaritas der Diözese Linz Regionaltreffen für die LeiterInnen und
MitarbeiterInnen der Caritas-Fachausschüsse in den Pfarren. Herzlich
willkommen sind auch die PfarrleiterInnen und Dechanten bei diesen
Treffen.
Laufkundschaft angelockt. Besonders gefragt, so die Erfahrung von Christiane
Dangl, sind Bekleidung sowie Raritäten und
besondere Stücke, die sich die KundInnen
anderswo nicht leisten könnten. Angeboten
werden in der freundlichen, hellen Atmosphäre der CARLAs neben Damen-, Herren- und Kinderbekleidung auch Babyausstattung, Sportartikel, Gebrauchsgegenstände, Kleinmöbel, Spielsachen, Bücher
und vieles mehr.
B
esonders sind unsere Produkte. Jedes Stück
ein Unikat, kreativ, formschön, qualitativ
hochwertig und originell. Besonders sind auch die
jungen Menschen, die diese Produkte für Sie hergestellt haben. Junge Menschen mit besonderen
Fähigkeiten und mit Beeinträchtigungen. St. Elisabeth, eine Einrichtung der Caritas für Menschen
mit Behinderungen, qualifiziert diese jungen
Menschen für einen Beruf und fördert sie in ihren
individuellen Fähigkeiten. Sie arbeiten mit Stoff,
Keramik, Holz und Metall oder mit ein wenig von
allem und noch mehr.
So entstehen ...
... Patchworkdecken, Keramikschüsseln,
Schmuck, Taschen, Dekorationen für Hochzeiten
und besondere Feste und vieles mehr.
Sie finden uns in Linz:
Leondinger Straße 20, 4010 Linz
Tel.: 0732 / 79 73 68 - 15
E-Mail: boutique.elisabeth@caritas-linz.at
Öffnungszeiten:
Mo – Do: 8.30 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr
Fr: 8.30 – 12 Uhr und 13 – 15 Uhr
m Shop St. Pius finden Sie Schönes, das Freude
macht. Freude steckt bereits in jedem einzelnen
Produkt. Denn alles, was im Shop angeboten
wird, ist mit viel Eifer am Arbeiten, Geschick und
Kreativität hergestellt worden. In Handarbeit. Von
Menschen mit Beeinträchtigungen in der Werkstätte von St. Pius – einer Einrichtung der Caritas
für Menschen mit Behinderungen.
Im Angebot: Teppiche aus Naturmaterialien,
Filz- und Textilprodukte, Leder- und Holzprodukte,
Acrylbilder, Keramikwaren, handgeschöpfte Papierwaren, Artikel für den Wellnessbereich, Holzspielwaren, Sonderanfertigungen auf Anfragen,
Dekorationsstücke und vieles mehr.
Sie finden uns in Steegen/Peuerbach:
Steegen 13, 4722 Peuerbach
Tel.: 07276 / 25 66-76 60
E-Mail: uli.aichlberger@caritas-linz.at
Öffnungszeiten:
Mo – Do: 8.00 – 16.00 Uhr
Fr: 8.00 – 12.00 Uhr
SHOP INVITA
I
n den Werkstätten von invita finden Sie sicherlich die richtigen Mitbringsel und Geschenke für
Weihnachten: Arbeiten aus Ton, Holz, dekorative
Mosaike und vieles mehr. Neben schönen Geschenken kaufen Sie mit unseren Produkten ein
Stück Sinngebung für unsere Bewohnerinnen und
Bewohner – also schenken mit mehr Sinn.
Gerne versenden wir auch unsere Produkte
Nähere Informationen:
Margot Fischer, Tel.: 07717 / 784015
Sie finden uns in Engelhartszell:
Stiftstraße 8, 4090 Engelhartszell
(Verkauf im Café des Neubaues)
Tel.: 07717 / 7840-15
Öffnungszeiten:
Mo – Do: 8.00 – 16.00 Uhr,
Fr: 8.00 – 12.00 Uhr
HARTLAUERHOF
I
n der projekteigenen Werkstatt gestalten
die Bewohner des Hartlauerhofes mit
professioneller Begleitung kreative, funktionelle und/oder originelle, „verrückte“
Holz- und Metallskulpturen für Haus und
Garten, sowie grafische Arbeiten. Die
Werke sind eigenwillig, eigensinnig, einzigartig, wie die Bewohner des Hartlauerhofes selbst. Bevorzugt finden Materialien Verwendung, die in herkömmlicher industrieller Fertigung
keinen Wert haben oder Ausschuss sind
(Schwemm- u. Wildhölzer, Alteisen, Schrott, ...).
Im Angebot: Holzschnitte: ein- und mehrfarbige
Handdrucke von selbst geschnittenen Druckstöcken, verschiedene Motive in limitierter Auflage
Kalender: eine Auswahl grafischer Arbeiten, im
digitalen Reprint, zu einem wertvollen Kalender
gebunden. Balance – Das Spiel: Geschicklichkeitsspiel mit Hintergedanken.
Außerdem: Skulpturen und Objekte aus
Holz, Wand-Spiegel mit natürlich gewachsenem Rahmen, Bienenwohnungen,
Wildholzmöbel, geschnitzte Masken,
Skulpturen und Möbel aus Stahlschrott,
Wertgutscheine (original Holzschnitt in
Handdruck) und vieles mehr.
Besuch im Hartlauerhof ist herzlich
willkommen – wir bitten um tel. Vereinbarung: Tel.: 07224 / 65863,
4481 Asten, Bahnhofstraße 29,
hartlauerhof.asten@caritas-linz.at
CARITAS 07
TIPPS & TERMINE
Veranstaltungen:
KIDS CHARITY DAY
Ausgehend von den Aktivitäten der Caritas für
Betreuung und Pflege für die Kampagne „Kultursensible Altenhilfe“ ist die Idee zur Gestaltung
einer Wanderausstellung entstanden. Diese wurde von den vier OÖ Schulen, die AltenfachbetreuerInnen ausbilden, in Zusammenarbeit mit
der Sozialabteilung des Landes OÖ umgesetzt.
Ziel war eine Sensibilisierung für dieses Thema
zu erreichen. Ab Jänner 2007 steht die Ausstellung Einrichtungen, Verbänden, Trägern oder Gemeinden zur Verfügung und kann ab der Dauer
einer Woche gebucht werden.
Info und Anmeldung:
Altenbetreuungsschule des Landes
OÖ, Tel.: 0732 / 731694-23,
wilma.steinbacher@ooe.gv.at
MOBILES HOSPIZ /
PALLIATIVE CARE
18. November 2006, 10 – 17 Uhr
In der PlusCity Pasching dreht sich an diesem
Tag wieder alles rund um Kinder und ihre Rechte. Anlass ist der Jahrestag der Unterzeichnung
der Kinderrechtskonvention von den Vereinten
Nationen. Eine Forderung daraus steht beim
„Kids Charity Day“ besonders im Mittelpunkt:
„Behinderte Kinder sollen keine Außenseiter
sein!“ Ein Anliegen, das speziell die Caritas für
Menschen mit Behinderungen vertritt, die diesen
Tag veranstaltet. Rund um den Marcusplatz erwartet Klein und Groß ein buntes Programm mit
verschiedenen Aktionen und Musik für Kinder.
Kooperationspartner: OÖ Landesmuseen, Kinderund Jugendanwaltschaft des Landes OÖ und
PlusCity Pasching.
WINTERREITTURNIER
16. Dezember 2006
Bereits zum vierten Mal findet das Winterreitturnier für Therapeutisches Reiten im Integrativen
Reitzentrum St. Isidor statt. Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene aus der Hippotherapie, dem Heilpädagogischen Voltigieren und
dem Behindertenreiten stellen wieder ihr Können
und ihre Fähigkeiten unter Beweis. Preisschleifen und Urkunden gibt es für alle Aktiven.
MOZART.UNGEWÖHNLICH:
INTEGRATIVE BANDABENDE
Im November lädt die Caritas für Menschen mit
Behinderungen zu einem ungewöhnlichen Projekt ein: Bei „mozart.ungewöhnlich“ haben
Bands, die MusikerInnen mit und ohne Behinderung in ihren Reihen haben, die Möglichkeit, live
vor Publikum in ganz Oberösterreich aufzutreten.
An fünf Orten, in regionalen Locations mit eigenen Songs. Um auch dem Mozartjahr gerecht zu
werden, werden auch Mozartwerke einmal ganz
ungewöhnlich performt. Partner des Projektes ist
das OÖ Landesmusikschulwerk. Integrative
Bandabende: 16. 11. 2006, 18. 11. 2006,
24. 11. 2006, 25. 11. 2006. Die Veranstaltungsorte stehen noch nicht fest, sind aber in Kürze
auf der Caritas-Homepage www.caritas-linz.at
nachzulesen.
„KULTURSENSIBLE
BEGLEITUNG ÄLTERER“
Eröffnung der Wanderausstellung
22. November 2006, 16.00 Uhr
im Festsaal des Petrinum in Linz
08 CARITAS
Benefizveranstaltung
29. Oktober 2006, 19.30 Uhr
im Palais Kaufmännischer Verein zugunsten des
Mobilen Hospiz Palliative Care Linz und Umgebung.
Dennis Russell Davies, Klavier; Maki Namekawa,
Klavier und Mitglieder des Brucknerorchesters
ERWACHSENENBILDUNG HOSPIZ
21. Oktober 2006, 9 – 17.30 Uhr
Seminar „Wer loslässt, hat die Hände frei – und
auch die Seele“, Lösendes und Entspannendes
in belastenden Situationen. Ort: Marienschwestern, Friedensplatz 1, 4020 Linz. Referentinnen:
Dr.in Maria Prieler-Woldan, Hildegard Haydn
18. November 2006, 9 – 17 Uhr
Seminar Spezialisierte Palliativpflege – Palliative
Care und Ernährung „Verhungern und Verdursten?“
Ort: Marienschwestern, Friedensplatz 1, 4020 Linz
ReferentInnen: DGKS Martina Steinbeiß,
OA Dr. Johann Zoidl. Zielgruppe: Seminar für
DGKP und AltenfachbetreuerInnen
25. November 2006, 9 – 17.30 Uhr
Seminar Umgehen mit Widerstand
„Störrisch wie ein Esel ...“ (Num 22, 22 – 35)
Ort: Marienschwestern, Friedensplatz 1, 4020 Linz
Referentin: Dr.in phil. Maria Prieler-Woldan
12. – 13. Jänner 2007
Seminar „Die Kraft der Rituale –
Hilfe für Umbruch und Aufbruch“
Ort: Bildungshaus Schloss Puchberg,
Puchberg 1, 4600 Wels
Referentin: Dr.in Maria Prieler-Woldan
Information und Anmeldung:
Tel.: 0732 / 786360-7914,
bildungsreferat.hospiz@caritas-linz.at
DIES ACADEMICUS
6. November 2006
„Wie viel Caritas braucht die Kirche?“ Antworten
auf diese Frage werden beim Dies Academicus
der Katholisch-Theologischen Universtität in Linz
in Kooperation mit der Caritas OÖ. gesucht und
zwar bei Vorträgen, Diskussionen und Workshops.
Anmeldung bis 25. Oktober an der
KTU, Tel.: 0732 / 784293-4139,
rektorat@ktu-linz.ac.at
INTEGRATIVES KINDERHOTEL
LEBENSRAUM KINDERGARTEN
S
S
piel und Spaß für Kinder mit und ohne
Beeinträchtigungen und eine „Auszeit“
für die Eltern: Die Caritas für Menschen mit
Behinderungen startet ab Oktober 2006 ein
„Integratives Kinderhotel“ für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren in St. Isidor,
Leonding. Das „Kinderhotel“ ist an Wochenenden Samstagnachmittag bis Sonntagmittag geöffnet, die Kinder werden in dieser Zeit
von erfahrenen PädagogInnen betreut. Der
„Wohlfühlfaktor“ kommt dabei nicht zu
kurz: Den kleinen Gästen wird ein auf Alter
und Entwicklungsstand angepasstes Freizeitprogramm geboten – u. a. eine Musikwerkstatt, Theaterspielen, Märchenabende,
Feste feiern und vieles mehr. Zur Verfügung
stehen außerdem ein Schwimmbad, ein
Abenteuerspielplatz und viele weitere Spielund Beschäftigungsangebote in den Räumen des Kindergartens St. Isidor. Die Gäste
des Kinderhotels erwartet außerdem ein
leckeres Abendessen und ein spezielles Kinderfrühstücksbuffet. Auch Diätmenüs können angeboten werden. Kosten: Der Aufenthalt im Kinderhotel mit einer Übernachtung, Abendessen, Frühstück und Jause
kostet 30 Euro.
Information und Anmeldung:
0732 / 6791-7200 oder 0664 / 6128804,
E-Mail: rosa.trappel@caritas-linz.at
T-SHIRTS DER YOUNGCARITAS
U
nter www.youngCaritas.at/shop gibt
es lässige T-Shirts für Jugendliche und
Junggebliebene mit außergewöhnlichen sozialen Botschaften (z. B. Not gehört ausgehungert, Tanz die Toleranz, mein letztes
Hemd, …). Die T-Shirts sind in den Farben
Weiß, Schwarz, Sand und Olive erhältlich
und mit allen Sprüchen kombinierbar. Preis:
EUR 15,– plus Versandkosten. Außerdem
gibt es bequeme youngCaritas-at-Hoodies
(Kapuzensweater) zum Preis von EUR 28,–
plus Versandkosten. Also: reinklicken, ansehen und bestellen …
eit vielen Jahren engagiert sich die
von der Caritas herausgegebene
Fachzeitschrift „Unsere Kinder“ auch in
der Ausbildung künftiger KindergartenpädagogInnen und verlegt Schulbücher für Praxis
und Didaktik. Soeben wurde die komplette
Überarbeitung und Aktualisierung der Reihe
„Methoden des Kindergartens“ abgeschlossen. Den erfolgreichen Neuerscheinungen
„ZeitRaum Kindergarten“ und „EntwicklungsRaum Kindergarten“ folgte nun Band 3
„LebensRaum Kindergarten“. Das Buch beschäftigt sich mit Qualitätsentwicklung in
Kindertageseinrichtungen ebenso wie mit
Fragen der Berufsidentität, Teamfähigkeit,
Konfliktkultur, Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Sprache kommen auch kindliche Lebensrealitäten, einschließlich Trennungs- und
Übergangserfahrungen, Gewalt, Missbrauch,
Sucht oder Armut. Weitere Schwerpunkte
sind Werterziehung, religiöse Bildung, Medienpädagogik und Schulvorbereitung. „LebensRaum Kindergarten“ kostet 21,80 Euro
und ist erhältlich im Verlag Unsere Kinder, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Tel. 0732/7610-2091,
unsere.kinder@caritas-linz.at
BETRIFFT UNSERE
KINDER – KALENDER 2007
Z
um zweiten Mal nach 2006 veröffentlicht
die Fachzeitschrift „Unsere Kinder“ in
Kooperation mit der Berliner Fachzeitschrift
„Betrifft Kinder“ einen grenzüberschreitenden Taschenkalender. Der ansprechende Kalender im Format 16 x 15 cm mit Spiralbindung eignet sich ideal als Geschenk für PädagogInnen und alle, die Kinder gern haben.
Lieferbar ab Ende Oktober 2006; Preis: 9,80
Euro. Bestellungen bitte an die Verlagsadresse (s. o.). www.unsere kinder.at
WEITERBILDUNGSPROGRAMM
F
ür MitarbeiterInnen in kirchl. Krippen,
Kindergärten und Horten sowie Ehrenund Hauptamtliche in der Trägerschaft und
Verwaltung bietet die Caritas für Kinder und
Jugendliche wieder Veranstaltungen und interessante Weiterbildungs-Seminare an. „Ergänzend bieten wir auch den Austausch
untereinander an. Im Voneinander-Lernen
sehen wir eine große Chance, den hohen
Qualitätsstandard in unseren kirchlichen
Einrichtungen auch weiterhin aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln“, so Mag.
Renate Krenn, GF der Caritas für Kinder
und Jugendliche. Programm zum Download unter www.caritas-linz.at.
VORTRÄGE MEANDER
FÜR ELTERN UND ANGEHÖRIGE VON KINDERN MIT BEHINDERUNGEN
Warum ist unser Kind behindert?
30. 10. 2006, 19.30 Uhr, St. Isidor, Leonding, 13. 11. 2006, 19.30 Uhr, Stadtpfarramt Freistadt
Wieviele Therapien braucht unser Kind?
21. 11. 2006, 19.30 Uhr, St. Isidor, Leonding, 04. 12. 2006, 19.30 Uhr, Stadtpfarramt Freistadt
Referentin: Dr. Manuela Baumgartner, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde
Information und Anmeldung: Tel.: 0664 /9175731; E-Mail: eva.stockbauer@caritas-linz.at
INFORMATION
Ihr Kontakt: Caritas Information,
Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Tel.: 0732/7610-2020,
Fax: DW 2121, E-Mail: information@caritas-linz.at
Homepage: www.caritas-linz.at
IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber: Caritas der Diözese
Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel.: 0732/7610-2020,
Leitung Redaktion: Mag. Edith Zehetner, Caritas Kommunikation,
Produktion: Zielgruppen-Zeitungsverlags GmbH, Zamenhofstraße 9,
4020 Linz, Druck: Friedrich VDV, Erscheinungsweise: viermal im
Jahr, Auflage: 9.000 Stück, Fotos: Wenn nicht anders angeführt:
Caritas OÖ.
CARITAS 03
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
11
Dateigröße
1 459 KB
Tags
1/--Seiten
melden