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Das IGA-Barometer 2007: Wie schätzen Beschäftigte ihre Arbeit ein?

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i.Punkt 20
Januar 2008 . www.iga-info.de
Das IGA-Barometer 2007:
Wie schätzen Beschäftigte ihre Arbeit ein?
IGA führte zum zweiten Mal
die Erhebung IGA-Barometer durch, eine repräsentative
te­lefonische Befragung von
ca. 2.000 Erwerbstätigen. Es
bietet die Möglichkeit, den
Wandel von Einstellungen
und Wahrnehmungen zur
Arbeitswelt zu beobachten
und in arbeits- und sozialpolitische Diskussionen einzubeziehen. Neben den hier vorgestellten „Sonntagsfragen“,
die jedes Mal wieder abgefragt werden, beinhaltet das
IGA-Barometer auch einen variablen Frageteil.
Über uns
Das IGA-Barometer beschreibt auf Grundlage
einer repräsentativen Befragung den Wandel von
Einstellungen und Wahrnehmungen der Erwerbstätigen zur Arbeitswelt. Die Befragung des Jahres
2007 zeigt, dass die Zahl der positiven Einschätzungen weiterhin auf hohem Niveau liegt, aber
tendenziell auch gesunken ist.
Positive Einschätzung der Arbeit
Die Befragten beschreiben ihre Arbeitssituation weiterhin außerordentlich positiv. Zusammengefasst
m finden 79 Prozent der Männer und 87 Prozent der
Frauen, dass ihre Arbeit sie fit hält,
m finden 87 Prozent der Männer und 89 Prozent
der Frauen, dass ihre Arbeit ihnen Anerkennung
bringt,
m halten 90 Prozent der Männer und Frauen ihre Arbeit
für vielseitig und abwechslungsreich,
m finden 85 Prozent der Männer und 89 Prozent
der Frauen Unterstützung durch Kollegen und
Vorgesetzte,
m finden 57 Prozent der Männer und 62 Prozent der
Frauen, dass der Stellenwert der Arbeit in ihrer
Lebenssituation genau richtig ist,
m
m
m
m
m
m
m
m
sind 51 Prozent der Männer und 55 Prozent der
Frauen der Ansicht, dass sich bei ihnen Arbeit,
Familie, Partnerschaft, Sport und Freizeit in einem
ausgewogenen Verhältnis befinden,
finden 79 Prozent der Männer und 77 Prozent der
Frauen ihre Arbeit genau richtig,
würden 70 Prozent der Männer und 72 Prozent der
Frauen nicht den Beruf wechseln, wenn sie die
Möglichkeit hätten,
würden 66 Prozent der Männer und 70 Prozent der
Frauen nicht die Branche wechseln, wenn sie die
Möglichkeit hätten,
würden 60 Prozent der Männer und 65 Prozent der
Frauen nicht den Arbeitgeber wechseln, wenn sie
die Möglichkeit hätten,
sehen 48 Prozent der Männer und 50 Prozent
der Frauen in der Flexibilisierung der Arbeitszeit
persönliche Vorteile,
finden 61 Prozent der Männer und 51 Prozent der
Frauen, dass ihr Unternehmen sich um ihre Gesundheit kümmert,
können sich 54 Prozent der Männer und 48 Prozent
der Frauen vorstellen, ihre derzeitige Arbeitstätigkeit bis zum 65. Lebensjahr auszuüben.
In der Initiative Gesundheit und
Arbeit (IGA) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, um arbeits­bedingten
Gesundheits­gefahren vorzubeugen. Gemeinsam werden Präventionsansätze für die Arbeitswelt
weiterentwickelt und vorhandene Methoden oder Erkenntnisse
für die Praxis nutzbar gemacht.
IGA erarbeitet Lösungen und gibt
Impulse zu den Schwerpunkten:
Präventionsziele, Arbeit im Wandel, Gestaltung gesunder Arbeit
und Wirksamkeit von Prävention.
Darüber hinaus fördert IGA in verschiedenen Projekten Vernetzung
und Informationsaustausch.
IGA wird getragen vom BKK
Bundesverband, der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung
(DGUV) und dem AOK-Bundesverband. Neuer Partner ist der Arbeiter-Ersatzkassen-Verband (AEV).
www.iga-info.de
i.punkt 20
Einschätzungen zur Arbeit im Vergleich 2004 und 2007 in Prozent
Männer
Frage
Frauen
2004
2007
2004
2007
Meine Arbeit hält mich fit.
24
25
34
35
Meine Arbeit bringt Anerkennung.1
27
27
39
35
Mein Unternehmen kümmert sich um meine Gesundheit.
14
17
11
14
Meine Arbeit ist vielseitig und abwechslungsreich.
53
49
54
47
Der Stellenwert der Arbeit ist genau richtig.
59
57
66
62
Das Verhältnis Arbeit, Familie, Freizeit ist ausgewogen.
55
51
58
55
Die Anforderungen meiner Arbeit sind genau richtig.
77
79
78
77
Ich würde den Beruf wechseln.
29
30
26
29
1
1
1
Ich würde die Branche wechseln.
30
34
28
30
Ich würde den Arbeitgeber wechseln.
36
40
31
35
Die Vorteile und Nachteile durch Flexibilisierung der Arbeitszeit sind ausgeglichen.
42
42
45
42
Die derzeitige Tätigkeit ist bis zum 65. Lebensjahr vorstellbar.
51
53
44
48
1
trifft voll und ganz zu
Die Zeiten werden härter
Andererseits lässt ein Vergleich des IGA-Barometers
2007 zu dem von 2004 – trotz insgesamt nur geringen Änderungen – mögliche Trends für einen Einstellungswandel erkennen. Positive Veränderungen zeigen sich hiernach nur bei zwei Themen: Die Zahl der
Befragten, die ohne Abstriche sagen, dass ihr Unternehmen sich um ihre Gesundheit kümmert, ist um
drei Prozentpunkte gestiegen. Gestiegen ist auch
die Zahl derjenigen, die sich vorstellen können, ihre
derzeitige Tätigkeit bis zum 65. Lebensjahr auszuüben. (Männer + 2 %, Frauen + 4 %). Bei anderen Aspekten deutet sich dagegen ein negativer Trend an:
Die Zahl der Frauen, die durch die Arbeit Anerken-
nung erfahren, ist um vier Prozent gesunken. Weniger
Beschäftigte als 2004 bezeichnen das Verhältnis von
Arbeit, Familie und Freizeit als ausgewogen (Männer
- 4 %, Frauen - 3 %). Weni­ger Beschäftigte bewerten
ihre Arbeit als vielseitig und abwechslungsreich
(Frauen - 7 %; Männer - 4 %). Dafür sind mehr Beschäftigte bereit, den Beruf, die Branche oder den Arbeitgeber zu wechseln. Allerdings sind diese Tendenzen nicht
in allen Berufsgruppen gleich ausgeprägt.
Mehr Ergebnisse des IGA-Barometers 2007
finden Sie auf www.iga-info.de.
Ausgewählte Einschätzungen zur Arbeit im Vergleich
Kleinst- und Großunternehmen und nach Geschlecht 2007
Frauen
Derzeitige Tätigkeit bis
zum 65. Lebensjahr ist
vorstellbar.
58,8
42,5
21,5
20,7
13,6
46,6
26,0
41,8
50
40
30
20
10
0
Kleinstunternehmen < 10 Mitarbeiter
1
trifft voll und ganz zu
27,4
Mein Unternehmen kümmert sich um meine
Gesundheit1.
19,0
Meine Arbeit bringt
Anerkennung1.
19,0
Prozent
Hrsg.:
BKK BV, DGUV, AOK-BV und AEV,
Januar 2008.
Verantwortlicher Redakteur:
Dr. Wolfgang Bödeker,
BKK Bundesverband,
projektteam@iga-info.de
Layout/Grafik:
Heimrich & Hannot, Dresden
Druck: Medienhaus Lißner
24,2
35,2
28,9
15,8
0
10
20
30
40
Weitergehende Informationen:
projektteam@iga-info.de
Impressum
33,7
Meine Arbeit hält mich fit1.
29
60
63,7
52,0
Ich würde Beruf wechseln.
33,9
70
Männer
ausgewählte Fragen
Beschäftigte in kleinen Unternehmen sehen ihre Arbeit
besonders positiv
Die Einschätzungen der Arbeit
variieren mit der Größe der Unternehmen, in denen die Befragten beschäftigt sind. Insbesondere in Unternehmen
unter zehn Beschäftigten sind
die positiven Sichtweisen im
Vergleich zu Unternehmen mit
über 250 Beschäftigten besonders ausgeprägt. In Kleinstunternehmen:
m meinen doppelt so viele
männliche Mitarbeiter, dass
die Arbeit sie fit hält, gegenüber 16 Prozent in der
Größenkategorie mit über
250 Beschäftigten,
m schöpfen 35 Prozent der befragten Männer besondere
Anerkennung aus ihrer Arbeit gegenüber 19 Prozent
der Männer in Großunternehmen,
m sind Beschäftigte häufiger
der Auffassung, dass ihr
Unternehmen sich um ihre
Gesundheit kümmert und
ihre Arbeit vielseitig und
abwechslungsreich ist,
m ist das Interesse von Frauen, sich beruflich zu verändern, geringer als bei der
anderen Unternehmensgröße,
m ist der Anteil der Mitarbeiter, die sich vorstellen können, ihre Tätigkeit bis zur
regulären Altersrente auszuüben, deutlich höher,
m tendieren Frauen verstärkt
zu einer positiven Einschätzung ihrer Arbeitssituation.
50
Großunternehmen >= 250 Mitarbeite r
60
70
ISSN: 1865-4061 (Print)
ISSN: 1865-407X (Internet)
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Seele and Geist
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