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.Hallo wie gehts. Nr.4 - Dunlop

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Rosche, Paul (MSa 32/2003)
Der Nocken-Paule
Rosche war als oberster BMW-MoPihnaul
torenmann eine Art Galionsfigur – ohne
ging bei den Weiss-Blauen nichts. Der
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gemütlich wirkende Mann mit ausgeprägter Vorliebe für Weissbier und bayerische
Lebensart gilt als Architekt des gesamten
BMW-Motorsports und als Personifizierung
des Münchner F1-Engagements. Jede seiner Kreationen wurde zum Hit – egal ob
im 700er oder in den 2-Liter-Tourenwagen,
im legendären CSL Coupé, M1 oder M3, im
F2-March oder im F1-Brabham.
Aber nicht alles, was «Nocken-Paule»
und seine ihm treu ergebenen Männer konstruierten und initiierten, hatte offiziellen Segen der Vorstandsetage. So mussten
neue Projekte oft genug auf eigene Faust
vorangetrieben werden, die Untergrundarbeit wurde sogar zur einer Art Rosche-Spezialität: «Wir wurden so oft dazu gezwungen, dass wir im Laufe der Zeit eine gewisse Routine entwickelt haben», erinnert
sich der PS-Guru grinsend vor allem an die
70er- und frühen 80er-Jahre.
Die Situation besserte sich erst, als er
in BMW-Marketing-Mann Karl-Heinz Kalbfell einen dauerhaften Verbündeten fand.
Unermüdlich schoben sie neue Ideen an,
so auch den erfolgreichen neuen F1-V10Motor. Ende 1999 wurde Rosche in den Ruhestand verabschiedet. Als absolute High-
lights seiner fast 40 BMW-Jahre gelten der
Formel-1-WM-Titel 1983 mit dem bärenstarken Turbo, der 2-Liter-4-Zylinder-F2Motor (129 Rennsiege, 6 EM-Titel) und der
6-Liter-V12-Sauger mit zwei Le Mans-Erfolgen (1995, ’99).
Rosche, inzwischen 69, ist BMW nach
wie vor als Berater verbunden und flüchtet mit Vorliebe in seine «Dienstvilla»,
wenn Gattin Hildegard (fast 40 Jahre verheiratet; Tochter Susanne, 32, arbeitet bei
BMW im Marketing), ihn zur Haus- und Gartenarbeit verpflichten will. Oder er schiebt
wichtige Oldtimer-Events vor, wie Mille Miglia, Silvretta- oder Ennstal-Classic. Natürlich verfolgt er alle F1-GP und freut sich
über jeden Sieg der BMW-Truppe. Vor Ort
ist er selten, «weil man sich da ohne Job
so komisch vorkommt». Da fühlt er sich im
Biergarten bei Weissbier und Brotzeit viel
wohler. Auch gesundheitlich geht’s ihm
gut – «bis auf das übliche Alterszwicken».
Wer mehr über «Nocken-Paule» wissen
möchte, kann sich auf eine demnächst in
der Buchreihe «BMW Portraits» erscheinende Biographie freuen. Das Werk erscheint unter dem Titel «Ein genialer Motoreningenieur – Geschichten zur Geschichte», 160 Seiten, 29,90 Euro, Autor:
Kalli Hufstadt, Herausgeber: BMW Mobile
Tradition.
BMW-Erfolgsgarant: Rosche 1982
Flucht vor Hausarbeit: Rosche ’03
Einer von Rosches grössten Würfen: Weltmeister-Turbo 1983 mit Piquet
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