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kh aktuell - Kreishandwerkerschaft Ennepe-Ruhr

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KH
AKTUELL
Das Magazin der Kreishandwerkerschaften Bochum, Herne, Castrop-Rauxel
Nr. 103//3/2010///K 4217
Handwerk 2.0: Wie Sie im
Netz dicke Fische fangen//Seite 14
Neuer Start: Manfred Hegerfeld übernimmt Geschäftsführung der KH Herne //Seite 9
Neue Ära: Kfz-Innung bereitet sich auf Elektromobile vor//Seite 13
Editorial
Inhalt
Es ist höchste Zeit,
ins Netz zu gehen!
Inhalt
D
Dirk Glücksberg // Redakteur
as Internet ist plötzlich durch
deutsche Straßen gerollt.
Autos mit Googles StreetviewKameras auf dem Dach haben Fotos
gemacht – von Ihrem Haus, von
unserem Haus. Ein Aufschrei ging
durch die Medien. „Ich will nicht ins
Internet!“, lautete der Tenor. Kein
Wunder. Google ist dreist: Niemand
wurde gefragt. Alle können erst im
Nachhinein Einspruch einlegen.
Erst dann wird man wegradiert
und findet bei Streetview nicht statt.
04
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O8
08
//Splitter
Tischler-Freisprechung//
Freisprechung Herne
Handwerk kickt im Eichsfeld//
Konjunkturprogramm II
Auslandsstipendium für Azubis//
Seminare der AdH
Opelaner für’s Handwerk
//Aktuell
09
Interview mit Kreishandwerksmeister Johann Philipps
KH Herne startet Neuanfang
10
//Ausbildung
Wie eine Vielzahl von Handwerksbetrieben, die nach wie vor
nicht im Internet stattfinden – weder mit einer eigenen Website
noch in anderer Form. Dabei stellt sich die Frage: Wenn sogar die
Mülltonnen Ihrer Nachbarn im Netz zu sehen sind, warum sollte
Ihr Betrieb dann außen vor bleiben?
11
Mädchen in der
Handwerksausbildung
Imagekampagne Handwerk
12
//Neue Märkte
13
Elektrotankstelle an der
KH Bochum// Hybridbusse im VRR
Hochvoltschulung in der AdH
Sie unterschätzen das Potenzial dieses Mediums! Wer heute ein
Produkt oder eine Dienstleistung kauft, der geht ins Netz, vergleicht
Preise, liest Bewertungen, informiert sich. Das Internet ist nicht nur
für meine Generation der Endzwanziger die erste Anlaufstelle zur
Informationsbeschaffung – auch meine Eltern Anfang 60 nutzen es
beinahe täglich. Und die Zahl derer, die sich im Internet informieren,
steigt rapide an. Ganz zu schweigen von ganz jungen Menschen, die
bereits das Internet bedienen, kurz nachdem sie zu denken gelernt
haben. Und wo wir schon dabei sind: Wie informieren Sie sich eigentlich selbst? Wo kaufen Sie ein? Wo finden Sie das, was Sie suchen?
14
//Schwerpunkt
18
//Innungen
Im Internet sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Als
Handwerksbetrieb haben Sie die Chance, sich angemessen zu präsentieren, Kunden zu gewinnen und Kontakte auszubauen. Zögern Sie
vielleicht, weil Sie glauben, dass es zu teuer und zeitaufwändig werden könnte, sich mit dem Netz zu beschäftigen? Oder halten Sie es für
zu kompliziert? In der Tat muss man sich mit dem Medium beschäftigen, bevor man die Vorteile für sich nutzen kann. Aber Sie sollten
andererseits auch wissen, dass nicht jeder Internetnutzer seine Website selber entwerfen muss – und dass eine schöne Internetseite gar
nicht so teuer ist, wie Sie vielleicht vermuten. Denn es gibt mittlerweile
einfache Software, die es Ihnen ermöglicht, die eigene Website
entspannt zu pflegen – ohne Vorkenntnisse, ohne Zeitaufwand.
21
IKK ist Partner des Handwerks//
Mentorinen gesucht
Sepp Maier bei Lueg//
Handwerk für Bildungscard//
Sparkassenkredite
22
//Recht
24
//Unter uns
Es ist also höchste Zeit, dass Kunden bei Ihnen ins Netz gehen!
(siehe Seite 14) Und wenn Sie bereits im Internet vertreten sind, steht
die Zeit trotzdem nicht still. Eine Website, die vor fünf Jahren online
gegangen ist, kann heute vielleicht durch eine bessere Seite ersetzt
werden, die besser gefunden wird, besser aussieht, besser anspricht.
Außerdem entstehen immer neue Möglichkeiten und neue Kanäle wie
Twitter oder Facebook, über die Sie ebenfalls Ihre Erreichbarkeit und
Ihren Einfluss erhöhen können. Stellen Sie sich also nicht die Frage, ob
Sie ins Internet gehen sollten, sondern werden Sie aktiv – am besten
auf allen Kanälen!
Dirk Glücksberg
3
10
12
18
Handwerk 2.0: Wie Sie im
Netz dicke Fische fangen
19
Nachruf auf Alfred Jacobi//
Vorleistungen bei Sozialversicherungsbeiträgen
KFZ-Innung Bochum
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//Marktplatz
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24
Anlernvertrag nichtig
Urlaubsanspruch verfällt//
Kein Kurzarbeitergeld für
Leiharbeiter// Bis zu zehn Prozent
plus müssen bezahlt werden
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20 Jahre Aldo//
Betriebsjubiläen// Neuzugänge
Geburtstage
26
//Zuletzt
22 Fragen an:
Gerd Pieper
Splitter
Fabian Stangier und Thorsten
Kaltwasser, stv. Obermeister
der Tischler-Innung Bochum.
Tischler-Nachwuchs zeigt sich „gut in Form“
Bochum. 24 frisch gebackene Gesellinnen
und Gesellen erhielten im Rahmen der
Freisprechungsfeier in der Sparkasse
Höntrop ihre Prüfungszeugnisse.
Das beste Prüfungsergebnis erzielte der
Tischler Fabian Stangier von der RuhrUniversität Bochum. Gleichzeitig wurde die Ausstellung „Die Gute Form
2010“ eröffnet. Der Gestaltungswettbewerb, den die Tischler-Innung
Bochum zum 25. Mal ausrief, spiegelt
den hohen Stellenwert der Formgebung und Gestaltung im Tischlerhand-
werk wieder. Ziel des Wettbewerbes
ist, bei Auszubildenden frühzeitig Fantasie und Gestaltungskraft anzuregen
und die Herstellung gut gestalteter Gesellenstücke zu fördern.
Aus den in die Ausstellung aufgenommenen zwölf Gesellenstücken wählte
eine fachkundige Jury bestehend aus
den Architekten Dipl.-Ing. Ralf Meyers
und Dipl.-Ing. Raphael Büsing, dem
Tischlermeister Hinrich Schöne-Warnefeld sowie dem früheren SparkassenGeschäftsstellenleiter Hans Kather drei
Preisträger aus : Alexander Hassinger
(1.), Stefan Spieker (2.) und Konstantin
Habel (3.). Ihre Werke hatten in Originalität, Gestaltungsqualität, Modernität, Funktionalität und Ausführungsqualität überzeugt. Belobigt wurden
Henrik Lübke und Sven Gernhardt.
Die Gewinner erhielten Geldpreise
im Wert von 600 Euro, die von der
Sparkasse Bochum gestiftet wurden.
Zwei Wochen lang konnten die
ausgestellten Gesellenstücke in der
Sparkasse begutachtet werden.
95 neue Gesellen
Die Gesellinnen der Friseur-Innung bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Herne.
4
Kreishandwerksmeister Hans Hausherr
begrüßte die Prüflinge, ihre Eltern sowie
Vertreter des Handwerks, der Kommunen
und vieler dem Handwerk verbundenen
Institutionen. Nachdem die Gesellenbriefe
ausgeteilt waren, wurde gemeinsam
fröhlich gefeiert.
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Fotos: Objektiv press, BHKH, Privat
Herne. 95 junge Handwerker und Handwerkerinnen der KH Herne/Castrop-Rauxel/ Wanne-Eickel wurden im feierlichen
Rahmen im Kaisersaal freigesprochen.
Splitter
Friseur-Obermeister
Edgar Pferner hatte in
seiner thüringischen
Heimat ein Fußballturnier zum Jubiläum
der Deutschen Einheit
organisiert.
Bochumer Handwerker kicken im Eichsfeld
Bochum. Seiner ursprünglichen Heimat,
dem thüringischen Eichsfeld, ist Edgar
Pferner, Obermeister der Bochumer
Friseure, noch eng verbunden.
Im Juli hatte er ein kleines Benefiztur-
nier im thüringischen Reinholterode
organisiert – einer Stadt im ehemaligen
Zonengrenzgebiet der DDR. Es kickten
drei Mannschaften aus dem Bochumer
und dem dort ansässigen Handwerk.
Das vierte Team hatte sich um den ehemaligen Ministerpräsidenten Dieter Althaus gebildet. Der CDU-Politiker hatte
dort bis zum Wechsel in die Privatwirtchaft Anfang 2010 seinen Wahlkreis.
Konjunkturprogramm II
Bochum. Zwei Drittel der Mittel aus dem Konjunkturprogramm
II für Bochum sind bereits vergeben. Von der Gesamtförderung
(rund 43,75 Mio. Euro) konnten bis zum 31. Juli 2010 für rund
33 Mio. Euro Aufträge vergeben werden.
Insgesamt wurden laut Angaben der Stadt Bochum bislang
1.095 Einzelaufträge vergeben. Davon blieben 800 Aufträge
(73 %) in Bochum, 198 Aufträge wurden im Ruhrgebiet (18 %)
und 97 Aufträge in das weitere Bundesgebiet (9 %) vergeben.
Mit 17,4 Mio. Euro floss mehr als die Hälfte des Auftragsvolumens an Bochumer Unternehmen. Aufträge in Höhe von 7,7 Mio.
Euro gingen an Ruhrgebiets-Firmen, für weitere 7,9 Mio. Euro
erledigten Firmen aus dem Bundesgebiet die Aufträge.
5
Der Erlös in Höhe von 1.000 Euro kam
einem Kindergarten in Reinholterode
zugute. Anlass des Turniers war der
20. Geburtstag der deutschen Einheit.
Zum 25. Geburtstag möchte Edgar
Pferner den Kick wiederholen. „Dann
aber in Bochum mit Handwerkern
aus der hiesigen Region.“
Splitter
Auslandspraktika für
Azubis nutzen auch
dem Betrieb
Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zahlt
sich aus. Diese Erkenntnis hat das Handwerk schon
früh erlangt und kann auf eine jahrhundertelange
Tradition der „Walz“ blicken.
Im Ausland lernen die
Azubis neue Arbeitsmethoden, die dem
deutschen Betrieb
nutzen können.
I
n Zeiten der Globalisierung und des zusammenwachsenden europäischen Wirtschafts- und Bildungsraumes gewinnen vor allem berufliche Erfahrungen im Ausland
immer mehr an Bedeutung. Im „let’s go!-Stipendienprogramm“ der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) sind bundesweit bis
Mitte 2012 noch etwa 140 Auslandspraktika-Plätze für junge
Handwerker zu vergeben.
Nicht nur die Azubis profitieren, sondern auch die heimischen
Ausbildungsbetriebe: Ihre jungen Mitarbeiter kommen in
der Regel selbstbewusster und selbstständiger zurück, haben neue Arbeitsmethoden, -abläufe und -techniken kennen gelernt und ihre Fremdsprachen- und interkulturellen
Kenntnisse erweitert. Zudem können sie häufig mit ihren
neuen Kontakten Brücken zu einem Auslandsengagement
des eigenen Unternehmens schlagen. Die Handwerkskammern befürworten berufliche Auslandsaufenthalte in der
handwerklichen Ausbildung und empfehlen eine entsprechende Freistellung der Auszubildenden durch die Betriebe und die Nutzung von bestehenden Fördermöglichkeiten. Das Angebot von Auslandspraktika während der
Ausbildung steigert die Attraktivität der dualen Ausbildung
im Handwerk und verschafft den Betrieben einen Wettbewerbsvorsprung im Kampf um die guten Köpfe.
i
Infos, Ansprechpartner und Erfahrungsberichte
für Azubis auf www.letsgo-azubi.de
für Betriebe auf www.letsgo-handwerk.de.
Seminare steigern den Erfolg der Unternehmen
betont Thomas Teipel (AdH). Darüber hinaus werden auch wieder die erfolgreichen
Englisch- und Computerkurse
für Senioren aufgelegt.
„Bei den kaufmännischen Seminaren
bieten wir eine Mischung aus neu aufgelegten Kursen und Seminarklassikern”,
Neu in das Schulungsprogramm aufgenommen wurden Seminare wie „Effektive
Personalsuche“, „Kundenmanagement für
die Umsatzsteigerung“ und „Selbstmanagment für die
effiziente Entscheidungsfindung“.
Ebenfalls neu ist
der Kurs „EgoMarketing“, der
lehrt, sich authentisch, glaubwürdig
und originell zu
präsentieren – frei
nach dem Motto
„Wir leben, was wir
Das Team der Akademie des Handwerks Ruhr: Thomas Teipel, Tanja Rathmann
verkaufen!“.
und Andreas Martin (v.l.).
6
Aufgrund der starken Nachfrage finden
im Herbst erneut das Verkaufseinstiegstraining , das Excel-Grundlagenseminar
und das Telefontraining statt.
An Führungskräfte richtet sich das
Seminar „das erfolgreiche Mitarbeitergespräch“. Innungsmitglieder können das
breitgefächerte Angebot zu ermäßigten
Beiträgen nutzen. Seminarunterlagen,
Teilnahmezertifikat und Kaltgetränke
inklusive.
Für alle Seminarangebote ist eine
frühzeitige Anmeldung notwendig.
Der Anmeldeschluss ist jeweils
zwei Wochen vor Seminarbeginn!
Infos und Anmeldung:
Thomas Teipel
Tel. 0234-3240-201
Fax: 0234-3240-324
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Objektivpress, Privat
Die Akademie des Handwerks Ruhr (AdH)
bietet im zweiten Halbjahr ihres Seminarprogramms wieder interessante Kurse für Betriebe und ihre Mitarbeiter an.
Aktuell
In einer neuen „Handwerksinitiative“ werden Opelaner für den
Einsatz in Handwerksbetrieben geschult.
Opelaner werden fürs Handwerk geschult
Bochum. Neue Zukunftsperspektiven können Opelaner im Handwerk finden. Am 1. September hat
die RAG BILDUNG Transfer GmbH
mit der Umschulung begonnen.
I
nnerhalb von zwölf Monaten werden Opel-Mitarbeiter aus dem Werk
Bochum in der neu gegründeten
Transfergesellschaft qualifiziert, um
anschließend in neue Beschäftigungsverhältnisse vermittelt zu werden. Bis
zu 1.800 Arbeitsplätze sollen bei Opel
in Bochum abgebaut werden, 650 davon noch in diesem Jahr.
Vorbild ist die „Handwerksinitiative“, die
Ende 1993 durch das Landesarbeitsamt Nordrhein-Westfalen, den Nordrhein-Westfälischen Handwerkstag,
durch die Unternehmen der Montanindustrie NRW und den Initiativkreis
Ruhrgebiet ins Leben gerufen worden
war. Bis Ende 2008 hatten sich fast
15.000 Beschäftigte aus der Kohle- und
Stahlindustrie beteiligt, von denen
rund 70 Prozent auf diesem Weg einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben. „Ziel ist es, gute und motivierte
Fachkräfte durch zusätzliche, individuelle Qualifizierungen in andere Wirtschaftszweige wie das Handwerk, die
Industrie oder in Dienstleistungsunternehmen zu vermitteln“, erklärt Hermann Oecking, Geschäftsführer der
RAG BILDUNG Transfer in Essen.
Der Grundgedanke der Neuauflage der
Handwerksinitiative sieht so aus:
Die RAG
BILDUNG
Transfer unterstützt die
Handwerksbetriebe, neues Personal
zu finden.
Die Betriebe
beschreiben
dafür
zunächst in
einem AnHermann Oecking
forderungsprofil ihre Vorgaben für zu besetzende Stellen. Die Mitarbeiter der RAG
BILDUNG Transfer gleichen diese Angaben mit den Qualifikationsprofilen
der Beschäftigten in der Transferge7
sellschaft ab und ermitteln so zeitnah
geeignete Bewerber.
Diese arbeiten sich dann für die Dauer
von drei bis maximal sechs Monaten
im jeweiligen Betrieb ein. Während
dieser Zeit bleiben sie aber weiterhin
Beschäftigte der RAG BILDUNG Transfer. Gehalts- bzw. Lohnkosten entstehen den Handwerksbetrieben somit
nicht. Zu entrichten ist lediglich eine
Verwaltungspauschale von 250 Euro
(zzgl. MwSt.). Im Anschluss wird gemeinsam entschieden, ob die Einarbeitung in ein reguläres Arbeitsverhältnis übergeht.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich
viele Betriebe bei uns melden und wir
die weiteren Einzelheiten zu dieser
Initiative bei Interesse näher erläutern
können. Auch unsere Projektleiterin
Katja Teske erteilt dazu gerne Auskunft“, so Oecking.
i
Projektbüro der RAG BILDUNG Transfer
Telefon-Hotline: 0234-989-2211
Aktuell
Christa Thoben war als
NRW-Ministerin für
Wirtschaft und Mittelstand häufig Gast der
KH Bochum. Kreishandwerksmeister Johann
Philipps hofft, dass
Harry K. Voigtsberger
dem regionalen Handwerk gleichermaßen
zugetan ist.
Interview: Johann Philipps
Politik muss den Mittelstand stärken
Die Wattenscheiderin Christa Thoben war als NRW-Wirtschaftsministerin häufig zu Gast bei der KH Bochum. Wird es diesen regen
Kontakt auch mit ihrem Nachfolger, Harry K. Voigtsberger, geben?
Als Ur-Bochumerin und in Wattenscheid zu Hause hat
Frau Thoben sicherlich eine besondere Verbundenheit zum
Bochumer Handwerk. Ihre Präsenz auf unseren Veranstaltungen war jedoch weniger der örtlichen Gegebenheit geschuldet, als vielmehr Ausdruck und Anerkennung der wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bedeutung des
Handwerks in Bochum. Insoweit hoffen wir, auch Herrn
Minister Harry K. Voigtsberger zukünftig beim Bochumer
Handwerk – Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan. – begrüßen zu dürfen.
Welche Chancen bietet das neu gebildete Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr für das Handwerk?
Zumindest der Bezeichnung nach handelt es sich bei
dem Ministerium ja tatsächlich um ein „Superministerium“
für das Handwerk. Dies müsste eigentlich zu guten Synergien führen. Der Koalitionsvertrag sieht ein neues Mittel-
standsgesetz vor. Die Meistergründungsprämie will man
im Dialog mit dem Handwerk durch weitere Initiativen
ergänzen.
Der Bereich „Energie und Klima“ enthält dabei naturgemäß
eine Reihe von Anknüpfungspunkten für das Handwerk, wie
z.B. innovative dezentrale KWK-Anlagen für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser, Erweiterung des EnergieWärme-Gesetzes auf den Gebäude-Bestand sowie die Entwicklung von Contracting-Modellen unter anderem mit den
Handwerksorganisationen.
Wie sieht für Sie mittelstandsfreundliche Politik aus?
Handwerk und Mittelstand sind das Rückgrat für Wachstum
und Beschäftigung in NRW und unverzichtbare Partner der
Politik wenn es um Innovation, Ausbildung und Integration
geht. Deshalb muss vor allem die Leistungskraft der Förderbanken als unverzichtbare Finanziers des Mittelstandes erhalten
bleiben. Das Vergaberecht muss fair gestaltet werden, damit
das Handwerk als lokaler Beschäftigungsmotor und Steuerzahler auch von öffentlichen Aufträgen profitieren können.
Zu einer mittelstandsfreundlichen Politik gehört ferner eine
angemessene und flexible Bereitstellung von lokalen Gewerbeflächen. Durch das Gemeindewirtschaftsrecht muss weiterhin sichergestellt sein, dass die Tätigkeit öffentlicher Unternehmen am Hausübergabepunkt endet.
8
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Objektivpress
Nach „schwarz-gelb“ gestaltet nun eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Ministerpräsidentin Hannelore
Kraft die Politik in NRW. Im Interview skizziert Kreishandwerksmeister Johann Philipps die Erwartungen
des Bochumer Handwerks an die neue Regierung.
Aktuell
KH Herne leitet Neuanfang ein
Die Kreishandwerkerschaft
Herne/Castrop-Rauxel/WanneEickel hat sich nach der Trennung
von ihrem langjährigen Geschäftsführer neu aufgestellt.
D
er Vorstand hat Manfred Hegerfeld, selbst KH -Vorstandsmitglied und OM der Tischler, mit
der Geschäftsführung beauftragt.
Unterstützt wird er von Assessorin
Sylvia Theis und dem Team in der
KH-Geschäftsstelle an der HermannLöns-Straße 46 in Herne.
Der neue Geschäftsführer steht
seit vielen Jahren der Tischer-Innung
Herne/Castrop-Rauxel/Wanne-Eickel
als Obermeister vor. Außerdem ist
Hegerfeld Kreislehrlingswart. Für
die Handwerkskammer Dortmund
ist der diplomierte Tischlermeister
als öffentlich bestellter und vereidigter
Sachverständiger für das Tischlerhandwerk tätig. Die Tischlerei, die
dieses Jahr 60 Jahre alt wird, hat
Manfred Hegerfeld von seinem
Vater übernommen.
Vorstandsmitglied Manfred Hegerfeld ist kommissarischer Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
Herne/Castrop-Rauxel/Wanne-Eickel.
Neu strukturiert und basierend auf
einem soliden Fundament sucht die
KH Herne nun die Kooperation mit
den Handwerksorganisationen in der
näheren Umgebung. Die Zeiten des
Alleingangs scheinen vorbei.
An einer Zusammenarbeit der Kreis-
gehen öffentlich geäußert. Und Handwerkspräsident Otto Kentzler hatte
erst kürzlich auf einer Mitgliederversammlung in Herne zu einer Fusion
der drei Kreishandwerkerschaften
geraten.
handwerkschaften Herne, Bochum
und Ennepe-Ruhr-Kreis sind alle
Beteiligten interessiert. Auch die
Kreishandwerkerschaften Bochum
und Witten haben schon mehrfach
den Wunsch zu einem Zusammen-
Noch stehen alle am Anfang dieser
Bemühungen. Wie letztendlich die
Zusammenarbeit konkret aussehen
wird, müssen alle Beteiligten noch
aushandeln.
Imagekampagne
erfolgreich
Ein großer Erfolg ist die Imagekampagne
des ZDH: Aufkleber, Plakate und viele
andere Werbemittel können unter
www.handwerk.de bestellt werden.
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Herstellung von Treppen, Wendeltreppen, Balkongeländern,
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9
Ausbildung
Sichtlich gut aufgehoben fühlt
sich Theresa Vieth bei ihren
Azubi-Kollegen.
Frauen mildern den Ton auf der Baustelle
B
eispiel Theresa Vieth. Die 21-jährige Bochumerin
steht kurz vor ihrem Abschluss zur Anlagenmechanikerin Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. „Sie ist
die fünfte weibliche Auszubildende in unserer Innung
innerhalb der letzten 30 Jahre“, erinnert sich ihr Lehrherr,
Obermeister Albert Landsberger. Im technischen Bereich
ist sie seine erste weibliche Auszubildende.
„Eine gute Entscheidung“, so Landsberger, „Theresa ist
engagiert und couragiert und hat sich durch ihre Art und
ihre fachliche Kompetenz in die Männerwelt bestens eingefügt.“ Immerhin hat sie acht Ausbildungskollegen im
Betrieb. In der Berufsschule ist sie unter 30 Schülern die
einzige junge Frau. „Da könnten sich alle eine Scheibe von
ihren Leistungen abschneiden“, lobt Landsberger.
Die frische Tatkraft versprühende Auszubildende hat ihre
Entscheidung nicht bereut. Im Gegenteil: „Ich genieße
die praktische Arbeit, den Umgang mit den Kunden und
Kollegen. Jeder Tag ist anders und wenn ich abends
fertig bin, kann ich sehen, was ich gemacht habe“, erzählt
die junge Frau begeistert.
Inzwischen haben sich auch ihre Eltern mit ihrer Entscheidung arrangiert. Obwohl ihr Vater selbst seit 2003 als
SHK-Meister selbstständig ist, haderte er anfangs mit
dem Berufswunsch der einzigen Tochter. „Sie war eine
sehr gute Schülerin, machte ein gutes Abitur. Ich fürchtete,
sie würde ihre Kapazitäten nicht voll ausschöpfen“,
schildert er seine väterlichen Bedenken. Und was, wenn sie
eine Familie gründen wollte? „Als Chefin darf man in
einem kleinen Betrieb nicht lange ausfallen“, weiß Thomas
Vieth, der Vorstandsmitglied der Handwerkskammer
Dortmund ist.
Mahnungen und Warnungen, die die entschlossene Tochter
nicht von ihrem Weg abbringen konnten. Und sie
sieht sich durch ihre Freude an der Ausbildung
bestätigt und die vielen Möglichkeiten, die sich
einem gut ausgebildeten und engagierten Handwerker
bieten – egal, ob männlich oder weiblich: „Ich kann
meinen Meister machen, den Betriebswirt des
Handwerks, oder aber ein technisches Studium
beginnen“, nennt Theresa nur einige Beispiele.
Und falls sie das Fernweh plagt: Ein Handwerker ist
in jedem Land willkommen.
10
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Objektivpress
Mädchen sind gut fürs Betriebsklima. Mädchen mildern den rauen Ton auf der Baustelle. Mädchen
spornen die Jungs zu mehr Leistung an. Doch leider
sind Mädchen in vielen Männerdomänen immer noch
Mangelware – auch im Handwerk.
Ausbildung
Mach dir ein neues Bild vom Handwerk
Das fertige Bild können Benutzer im An-
Die multimediale Imagekampagne
des deutschen Handwerks ist ein
großer Erfolg. Die Fotobox steht ab
sofort unter www.handwerk.de
auch als Onlineversion zur
Verfügung.
E
inmal in die Rolle eines Schornsteinfegers, Konditors oder Malers schlüpfen. Die neue OnlineFotobox der Kampagnen-Website
www.handwerk.de macht es möglich.
Nutzer des Onlinetools können spielerisch erfahren, welches Bild sie als
Handwerker abgeben.
Zur Auswahl stehen 37 Berufe – vom
Augenoptiker bis zum Zahntechniker.
Sie stehen stellvertretend für die große
Vielzahl von rund 150 Handwerksberufen.
So funktioniert die Online-Fotobox:
Zunächst wählen Benutzer einen der
Berufe aus. Mithilfe einer Laptop- oder
Jetzt steht die beliebte Fotobox auch online
zur Verfügung.
Bildschirmkamera erstellen sie anschließend einen Schnappschuss von
sich selbst. Alternativ kann auch ein
vorhandenes Porträtfoto hochgeladen
werden. Der Kopf des Benutzers wird
dann automatisch in die zuvor ausgewählte Maske eingesetzt. Auf diese
Weise entsteht eine Fotomontage
einer typischen Arbeitsszene aus
dem Handwerk.
11
schluss als E-Card versenden – an die
Familie, an Kollegen oder gleich an den
ganzen Freundeskreis. Wer sein neues
Bild vom Handwerk noch vertiefen
möchte, findet auf der Kampagnenseite Beschreibungen aller Handwerksberufe. Ebenso hält die Seite zahlreiche
Informationen zur Imagekampagne
„Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht.
Von Nebenan.“ bereit.
Die Fotobox wurde ursprünglich als Veranstaltungsmodul entwickelt. Nach ihrer Vorstellung auf der Internationalen
Handwerksmesse in München (IHM)
im März 2010 kam sie bereits auf zahlreichen Messen und Events in ganz
Deutschland zum Einsatz, um Jugendliche auf die vielfältigen Berufs- und
Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk aufmerksam zu machen. Sie kann
wie auch andere Veranstaltungsattraktionen über die Aktion Modernes
Handwerk (AMH) gebucht werden.
Neue Märkte
fahrer profitieren, die dort tagsüber ihr Fahrzeug für längere
Zeit parken“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd
Wilmert.
„Als einer der bundesweit ersten Anbieter für die Ausbildung
von sogenannten Hochvolt-Monteuren für Elektrofahrzeuge
hält die KH es nur für konsequent, nun auch auf ihrem
Gelände ,elektrischen Treibstoff‘ anzubieten: Um so schöner, wenn dies mit einem langjährigen Partner geschieht!“,
so der Bochumer KH-Geschäftsführer Johannes Motz. Die
neue Ladesäule ist ebenfalls vom Hersteller 365 Energy,
verfügt über einen Netzanschluss für Schukostecker und
wird mit einer Stromstärke von 16 Ampere betrieben.
Bei leerer Batterie dauert ein vollständiger Ladevorgang
in der Regel zwischen sieben und acht Stunden.
Unter www.stadtwerke-bochum.de/elektromobilitaet erhalten
Die Stromladesäule Nr. 7 steht vor der KH an der Springorumallee.
Elektroautos tanken
Öko-Strom bei der KH
Elektromobilnutzern bietet sich seit kurzem eine weitere Möglichkeit, ihr Elektro-Gefährt an einer Stromladesäule der Stadtwerke Bochum mit umweltfreundlichem Ökostrom aus Wasserkraft „aufzutanken“.
D
ank enger Kooperation mit der KH Bochum fanden
die Stadtwerke auf der Parkfläche vor dem Bürogebäude der Kreishandwerkerschaft an der Springorumallee einen geeigneten Standort zur Installation der
mittlerweile siebten Ladesäule.
„In der Bochumer Innenstadt haben wir bislang fünf Lade-
säulen an Parkflächen in Parkhäusern und an unserem
Verwaltungsgebäude installiert. Von der Ladesäule im Innovationspark Springorum, der Standort für Dienstleister,
Forschungs- und Bildungsstätten ist, können Elektromobil-
Elektromobilnutzer einen europaweiten Überblick über alle
Ladesäulen der Firma 365-Energy. Darunter sind natürlich
auch die Bochumer Ladesäulen zu finden. Sie können dank
Routenplaner einfach gefunden und angefahren werden. Sowohl die KH Bochum als auch die Stadtwerke Bochum sind
aktive Mitglieder im Verein ruhrmobil-E und setzen sich für
die Förderung der Elektromobilität ein.
Der Bochumer Energieversorger hat sich den Ausbau der Infrastruktur, sprich des Ladesäulen-Netzes, zur Aufgabe gemacht. „Mit der
siebten öffentlichen Ladesäule
Die Ladesäulen der Stadtwerke Bochum:
zeigen wir als
Matthias-Claudius-Straße
Stadtwerke BoParkhaus P1 Husemannplatz
chum deutlich,
Parkhaus P3 Rathaus/BVZ und
dass wir den
Parkhaus P6 HBF/Buddenbergplatz
Worten auch
Scharnhorststraße (zwei Ladesäulen)
Taten folgen
Springorumallee
lassen. Das Angebot, E-Mobile
Infos unter der Tel. 0234-960–1300
kostenlos an
unseren Säulen
aufzuladen, halten wir auch weiterhin aufrecht“, betont
Bernd Wilmert.
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)
fördert mit einer Summe von rund 10,5
Millionen Euro den Kauf von insgesamt
22 neuen Hybridbussen.
Die Fahrzeuge werden zu 85 Prozent
über zwei Jahre hinweg gefördert. Insgesamt 12 kommunale und private Verkehrs-
unternehmen bestellen nun 18 Gelenk- und
vier Solobusse, die mit der neuen und umweltschonenden Technologie ausgestattet
sind. Ziel ist die Förderung innovativer Technologien und eine nachhaltige Qualitätsverbesserung der Busflotte im VRR. Der Einsatz
von Hybridbussen in diesem Umfang in einem
Verbundraum ist bisher einmalig.
12
Durch die Hybridtechnologie können
Lärm und Schadstoffemissionen deutlich
reduziert werden – insbesondere stark
belastete Innenstadtgebiete werden so
wirksam entlastet. Der VRR unterstützt
damit das Ziel der Landesregierung,
zur Modellregion für Elektromobilität
zu werden.
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Satdtwerke, Objektivpress
VRR fördert 22 umweltfreundliche Hybridbusse
Neue Märkte
Kfz-Handwerker unter Hochspannung
Als eine der ersten Bildungseinrichtungen in NRW bietet die Akademie
des Handwerks Ruhr Hochvoltschulungen an.
W
er meint, die Elektromobilität
sei Zukunftsmusik, der irrt:
„Wir sind schon mittendrin“,
sagt Andreas Busse, Kfz-Schulungsleiter
der Kreishandwerkerschaft Bochum.
Immer mehr Fahrzeuge rollen unter
„Hochspannung“ mit Hybrid-Technologie durchs Revier – als Pkw, aber auch
als Linienbus. „E-Mobilität ist auf dem
Weg zum Massenphänomen“, so Busse.
Hybrid-Fahrzeuge sind klassische Benzi-
ner, die durch Elektromotoren ergänzt
werden. Sie kann man nicht an der Steckdose auftanken. Sie beziehen ihre Energie aus Benzin und einer Batterie mit 200
bis 300 Volt. Im Vergleich: Die normale
Auto-Batterie hat 12 Volt. „Alles über 60
Volt gilt als Hochspannung“, erklärt Busse. Kommt so ein Hochspannungs-Fahrzeug in die Werkstatt, darf nur ein KfzMechaniker, mit der Zusatzausbildung
zum Fachmann für Arbeiten an Hochvoltsystemen, die Spannung vom Auto
nehmen. Erst danach ist der Wagen für
seine Kollegen, die ebenfalls unterwiesen sein müssen, freigegeben. Auch reine
Elektroautos sind nicht mehr aufzuhalten: Sieben Stromtankstellen in Bochum
sind ein unübersehbares Zeichen. Zu
AdH-Schulungsleiter Andreas Busse macht Kfz-Mechaniker fit für den Umgang mit Hochvolt-Autos.
Schulungszwecken wird auch in Kürze
ein solches Fahrzeug in die Kfz-Werkstatt
der Akademie des Handwerks rollen.
„Damit sind wir technisch auf dem absolut neuesten Stand“, betont Busse.
Damit auch die Kfz-Werkstätten mit dieser
Entwicklung nicht nur Schritt halten,
sondern sie sogar antreiben, werden in
der Akademie ab dem 23. September
2010 Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker, KfzMechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker sowie Handwerker
mit einer Zusatzausbildung als Kfz-Servicetechniker oder Meister geschult.
13
Insgesamt sind in Kooperation mit
der Hochschule Bochum an der
Springorumallee zweimal zehn Schulungen mit jeweils 15 Teilnehmern vorgesehen. Sie werden öffentlich gefördert. KH-Geschäftsführer Johannes
Motz: „Das wird dem Thema noch einmal einen enormen Schub geben.“
i
Akademie des Handwerks Ruhr
Freie Plätze gibt es noch im Januar
und Februar 2011,
Thomas Teipel, Tel. 0234-3240-201
Schwerpunkt
Rubrik
Facebook: 10 Millionen Nutzer haben
Google: Mit über 90% Marktanteil ist
Google die wichtigste Suchmaschine in
Deutschland. Hier werden Sie gesucht!
Qype: Auf qype.com bewerten Nutzer
Dienstleistungen. Die Website hat rund
10 Millionen Besucher im Monat.
Gelbe Seiten: Der Klassiker unter
den Branchenführern – online sind hier
monatlich 5 Millionen Nutzer unterwegs.
gutefrage.net: Wer Fragen hat,
meinestadt.de: Viele Möglichkeiten,
MyHammer: Handwerker können
sich hier auf 60.000 Ausschreibungen
im Monat mit Angeboten bewerben.
openPR: Pressemitteilungen lassen
sich kostenlos, schnell und unkompliziert
über Portale wie openPR verbreiten.
Twitter: Wer viel zu erzählen hat,
WordPress: Blog-Software wie Word-
Xing: Über das Business-Netzwerk Xing
können Sie sich mit Geschäftspartnern
vernetzen und diese leicht informieren.
YouTube: Auf dem Videoportal
Press erlaubt es auch Laien, ein Onlinetagebuch zu führen.
kann bei gutefrage.net Antworten
finden – ob von Laien oder Profis.
14
die Städte zu bieten haben, sind bei
meinestadt.de verzeichnet.
kann mit Twitter 140 Zeichen lange
Nachrichten an Abonnenten verschicken.
YouTube stellen Nutzer ihre eigenen
Videos anderen Nutzern zur Schau.
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Eric Isselée/Fotolia.com
sich im deutschen Facebook registriert.
Das soziale Netzwerk dient dem Austausch.
Schwerpunkt
Handwerk 2.0: Wie Sie im
Netz dicke Fische fangen
72.000.000 Suchaufrufe nach Handwerkern werden jährlich auf der
Internetseite MyHammer getätigt. Auch die Suchmaschine Google
ist eine der ersten Anlaufstellen, wenn Menschen Handwerker
suchen. Falls Sie mit Ihrem Betrieb noch nicht im Internet
sind, sollten Sie sich jetzt darüber Gedanken machen. Ob Sie
eine eigene Website erstellen, sich in Branchenverzeichnisse
eintragen oder gar Blogs, Twitter und Facebook benutzen –
in jedem Fall machen Sie auf sich aufmerksam. Und wer weiß:
Vielleicht gehen die dicken Fische ja schon bald bei Ihnen ins Netz!
M
an muss sich nichts vormachen: Viele Handwerker
sind im Internet nach wie
vor nicht vertreten. Beispielweise hat
gerade einmal jeder zehnte Betrieb
der Friseurinnung Bochum eine eigene Website. Bei den Elektrotechnikern
ist immerhin jeder zweite Betrieb online. Was sollte man also tun, wenn
man nicht weiß, wie man sich im Netz
präsentiert? „Man sollte auf jeden Fall
Profis mit ins Boot holen, wenn man
die Maßnahmen nicht selbst ergreifen
kann“, erklärt Anne Leisurs, Referentin
im Bereich Marketing bei der ZukunftsInitiative Handwerk NRW (ZIH).
„Über die ZIH kann man zum Beispiel
kostenlose Marketing-Beratungen in
Anspruch nehmen. Hierfür stehen 16
Berater in ganz Nordrhein-Westfalen
zur Verfügung. Außerdem gibt es ZIHWorkshops, in denen die Teilnehmer
lernen, eigene Internetseiten zu entwerfen – oder wie man Online-Marketing betreibt.“
„Man muss als Handwerker heutzutage im Netz gefunden werden.
Die eigene Homepage ist dafür eine
wichtige Basis“, sagt die MarketingSpezialistin Anne Leisurs. „Zuerst
sollte man sich selbst einmal googeln,
um sich ein Bild davon zu machen,
wie oder ob man im World Wide
Web gefunden wird. “
Website für Google optimieren
Da Unternehmen meist über Suchmaschinen wie Google gefunden
werden, sollte die eigene Website für
Suchmaschinen optimiert werden. Zumal man nicht davon ausgehen kann,
dass selbst langjährige Kunden jederzeit die Internetadresse ihres Handwerkers im Kopf haben und diese
direkt aufrufen. Ganz im Gegenteil:
Sie suchen vielleicht den Namen ihres
Kunden gewinnen und halten
Dabei können kleine und mittlere
Handwerksbetriebe heute mit einem
relativ geringen Budget im Internet
Neukunden gewinnen und ihre
Stammkunden binden. Wobei die
Homepages der Betriebe oft als erste
Informationsquelle genutzt werden,
wenn sich Kunden über ein Produkt
oder eine Dienstleistung informieren.
Handwerkers kombiniert mit der Stadt
bei Google. Neukunden hingegen
suchen nur den Ort und die Leistung,
die sie benötigen. Also muss man sich
in die Kundenperspektive begeben
und sich fragen, welche Begriffe Kunden suchen könnten. Wenn diese Fragen – auch mithilfe der eigenen Kunden und Mitarbeiter – gelöst wurden,
weiß man, welche Wörter in den Texten auf der eigenen Website auf jeden
Fall vorkommen müssen. Die Texte
sind also enorm wichtig, denn sie
werden von Suchmaschinen in jedem
Fall gefunden, was hingegen für Animationen und Bilder in der Regel
nicht zutrifft.
Ansprechende Bilder finden
Andererseits bedeutet das nicht, dass
Fotos keine Bedeutung im Internet
haben. Ganz im Gegenteil: Je professioneller und harmonischer die Bildelemente auf einer Homepage sind,
desto professioneller ist auch der Eindruck der Kunden von der Website.
Das hat wiederum zur Folge, dass sich
Man muss als Handwerker im Netz
gefunden werden!
Anne Leisurs, Marketing-Referentin bei
der Zukunfts-Initiative Handwerk NRW
15
Schwerpunkt
Kunden im Zweifelsfall lieber für den
Handwerker mit der professionelleren
Website entscheiden. Wobei es bei der
Bebilderung auch wichtig ist, die Menschen vorzustellen, mit denen die
Kunden zu tun haben werden. So
erreicht man ohne viel Aufwand
relativ schnell eine persönliche Ebene,
denn die Kunden wollen sich ein Bild
von ihrem Handwerker machen.
MyHammer ist der
Ort, wo die meisten
Suchaufrufe
stattfinden.
Markus Berger-de León, CEO MyHammer AG
In Branchenverzeichnisse eintragen
Zudem ist es wichtig, an mehreren
Stellen im Internet Kontaktinformationen zu hinterlegen. So können sich
Handwerker zum Beispiel ins Google
Branchencenter (google.de/places)
umsonst eintragen, was zur Folge hat,
dass sie bei einem Suchaufruf mit
handwerklichen Stichworten in einem
gesonderten Kasten angezeigt werden
– nebst einer Landkarte, auf welcher
der Betrieb eingezeichnet ist. Weitere
Services wie zum Beispiel qype.com
oder meinestadt.de bieten ebenfalls
die Möglichkeit, sich einzutragen und
erhöhen damit das Potenzial, von Interessenten gefunden zu werden. In
jedem Fall sollte man den Link zur eigenen Website angeben, denn jeder
Link verbessert auch die eigene Position bei Google. Darüber hinaus kann
es auch Sinn machen, sich in RatgeberCommunities zu beteiligen, etwa bei
gutefrage.net. Hier stellen Menschen
Fragen, die von Laien und Experten
beantwortet werden. Wenn man als
Handwerker Fragen sinnvoll beantworten kann, besteht die Möglichkeit,
dass die Fragenden später einmal als
Kunden auf den Ratgeber zurückkommen.
Angebote mit Mausklicks generieren
Konkretere Möglichkeiten, Kunden zu
gewinnen, bietet das Ausschreibungsportal MyHammer. Nach Angaben des
Betreibers werden dort jeden Monat
6 Millionen Suchaufrufe getätigt. Privatleute stellen hier Ausschreibungen
ein – immerhin 60.000 im Monat. Wobei sie von rund 250.000 registrierten
Betrieben und Dienstleistern Ange-
bote erhalten können. Fragt man
Markus Berger-de León, den Vorstandsvorsitzenden von MyHammer,
warum sich Handwerker auf dem Portal registrieren, so antwortet er: „Wir
bieten Handwerksbetrieben wie kein
anderes Portal Möglichkeiten, günstig
gute Kunden zu gewinnen – mit wenig Aufwand.“ Dabei betont Berger-de
León die Zeitersparnis: „Ein Handwerker verbringt mitunter die halbe
Woche damit, Angebote zu schreiben.
Bei uns hingegen braucht er meist
nicht länger als eine Viertelstunde pro
Ausschreibung.“ Um den Service zu
nutzen, muss man eine monatliche
Pauschale ab 20 Euro entrichten – und
pro Auftrag wird eine prozentuale
Provision gezahlt.
Mittels Blog das Image steigern
Neben Maßnahmen, die sich direkt
auf die Auftragslage auswirken, können Handwerker auch Imagemaßnahmen ergreifen. Beispielsweise können
sie sich ein Blog einrichten: ein Onlinetagebuch. Wobei man der Kreativität
inhaltlich freien Lauf lassen sollte,
ob mit nutzwertigen Artikeln oder
unterhaltsamen Geschichten. Besonders praktisch: Über den Kanal ist die
direkte Interaktion mit Lesern und
Kunden möglich, die sich zu Wort
melden und direkt Feedback auf das
Schaffen geben können. Wichtig ist
es aber, dass regelmäßig Beiträge
veröffentlicht werden und dass diese
positiv geschrieben sind. Lästereien
über Konkurrenten sind genauso fehl
am Platz wie negative Erfahrungen
mit Kunden.
Nutzwertige Kurznachrichten verschicken
Mitarbeiter der Firma Hasenkamp beim Dreh des Imagefilms mit der Bochumer Fußballlegende Michael
„Ata“ Lameck vor dem Stadium des VfL Bochum. Der Film wurde auch bei YouTube hochgeladen und dort
bereits fast 10.000 Mal aufgerufen. Ein weiterer Imagefilm der Firma Hasenkamp erreichte sogar schon mehr
als 33.000 Aufrufe bei YouTube.
16
Wer noch öfter knappe Nachrichten
verschicken möchte, kann sich bei
twitter.com anmelden. Hier lassen
sich aktuelle News aus dem Betrieb
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Schwerpunkt
als 140 Zeichen lange Botschaften
ins Netz senden. Je interessanter ein
Twitter-Kanal ist, desto mehr Nutzer
abonnieren sich diesen. Bevor man
startet, sollte man andere Kanäle abonnieren, um ein Gefühl für das Medium
und eigene Themen zu bekommen.
Ziel sollte es sein, Nutzwert zu bieten
statt Werbebotschaften zu versenden.
Die ZIH-Referentin Leisurs sieht den
Dienst aber skeptisch: „Twitter ist
meiner Ansicht nach noch nicht zu
empfehlen, weil der Aufwand zu hoch
ist. Man sollte dafür mindestens eine
Stunde pro Tag an Zeit investieren.“
Die Zukunft liegt im Internet
Am Ende stellt sich also gar nicht so
sehr die Frage, ob man überhaupt im
Internet präsent sein sollte, sondern
welche konkreten Maßnahmen man
ergreifen will. Die Bochumer Hasenkamp GmbH setzt schon jetzt auf einen breiten Marketing-Mix im Netz:
Die eigene Website ist stets auf dem
neuesten Stand und für Suchmaschinen optimiert, wodurch das Unternehmen bestens bei Google gefunden
wird. Darüber hinaus sind Mitarbeiter
etwa im Business-Netzwerk Xing ver-
Wer im Internet nicht
gut aufgestellt ist,
wird wirklich ein
Problem haben.
André Kuntjoro, Marketing-Leiter
der Hasenkamp GmbH
Kontakte über Soziale Netzwerke
Ferner bieten Soziale Netzwerke wie
Facebook, Xing oder LinkedIn die
Möglichkeit, sich mit Partnern oder
Lieferanten zu vernetzen und Kundenkontakte zu knüpfen. Über diese Portale können Sie ihre „Freunde“ gezielt
informieren und Kunden direkt am
Marketing beteiligen. Sie können auf
Feedback eingehen oder auch exklusive Angebote veröffentlichen. Je mehr
Präsenz Sie in Sozialen Netzwerken
zeigen, desto besser ist auch Ihre Erreichbarkeit. Nicht zuletzt werden sie
über Suchmaschinen besser gefunden:
Wenn man etwa bei Facebook registriert ist, wird dieser Kontakt auch
bei Google angezeigt.
17
treten – und selbst auf YouTube findet
man Imagefilme von Hasenkamp, die
häufig geklickt werden. „Wahrscheinlich wird das Geschäft in den nächsten
10 Jahren hauptsächlich über das Internet laufen. Wir merken das schon
jetzt und variieren somit unser Marketing-Budget,“ erklärt André Kuntjoro,
Marketing-Leiter der Hasenkamp
GmbH. „Es wird immer mehr internetaffine Menschen geben, die Kunden
sind und zu Kunden werden können.
Wenn man im Internet nicht gut aufgestellt ist, dann wird man wirklich
ein Problem haben.“ Dirk Glücksberg
Handwerk
Kreishandwerkerschaft Bochum
trauert um Obermeister Alfred Jacobi
D
ie Kreishandwerkerschaft Bochum trauert um
Alfred Jacobi, der am 31. August 2010 im Alter
von 64 Jahren verstarb. Mit ihm verliert das
Bochumer Gesamthandwerk eine herausragende
Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte an vorderster
Stelle in der Region, Land und Bund nachhaltig für
die Interessen des Handwerks eingesetzt hat.
Alfred Jacobi hat sich als Obermeister der TischlerInnung Bochum und als stellvertretender Kreishandwerksmeister im Besonderen um die berufliche
Bildung und Qualifizierung des handwerklichen
Nachwuchses verdient gemacht. Dazu gehörte auch
sein herausragendes Engagement bei der Errichtung
unserer Bildungseinrichtung „Akademie des Handwerks Ruhr“ im Innovationspark Springorum.
„Konsequent zum Wohle der Unternehmen und
ihrer Mitarbeiter agieren“, war eine Maxime, der
Alfred Jacobi stets gerecht wurde. Als Präsident
des deutschen Tischlerhandwerks und Vorsitzender
des Fachverbandes Tischler NRW setzte er wertvolle
Akzente für das Tischlerhandwerk. Aus vollster
Überzeugung und mit großer Leidenschaft brachte
er immer wieder mutig Neuerungen auf den Weg,
von denen die Betriebe stets profitieren konnten.
Seine Arbeit wird den Bundes- und Landesverband
noch auf Jahre prägen.
Alfred Jacobi
Mit Alfred Jacobi verliert das Bochumer Handwerk einen wertvollen Freund und Mitstreiter,
der sich durch Gradlinigkeit und Kompetenz
auszeichnete, gepaart mit menschlicher Wärme
und Herzlichkeit.
In Gedanken und tiefer Trauer sind wir bei
seiner Frau, seinen Kindern und seiner Familie.
Kreishandwerkerschaft Bochum
Herne. Abwicklung und Abrechnung der
Gesamtsozialversicherungsbeiträge
stoßen bei vielen Handwerksbetrieben
auf Kritik. „Hierin sind nur Nachteile für
das Handwerk und Kleinbetriebe vorhanden“, betont Manfred Hegerfeld, Vorstandsmitglied der KH Herne.
oder die Schätzung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages.“ Dadurch muss die
Lohnabrechnung des laufenden Monats
bereits um den 20. herum erfolgen. „Dann
sind aber erst zwei Drittel des Monats um
und die Abrechnung ist noch ungenau“,
erklärt Manfred Hegerfeld.
Die Zahlung habe im Regelfall am 27. des
Monats oder je nach Wochenkonstellation
auch früher zu erfolgen. Der Nachweis
müsse aber noch zwei bis drei Tage früher
beim Versicherungsträger sein. „Erfolgt
dies nicht, droht ein Versäumniszuschlag
Deshalb muss der Arbeitgeber nach dem
letzten Drittel des Monats die Abrechnung
für den Gesamtmonat wiederholen.
Hegerfeld: „Das bedeutet doppelte Arbeit
und doppelte Kosten zu Lasten der
Arbeitgeber und des Handwerks.“
18
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Objektivpress, Privat, Manfred Jahreis/pixelio.de
Nachteile für Handwerk und Kleinbetriebe
Innungen
Carsten Sammrei (43), absolvierte seine
Meisterprüfung als Kfz-Mechaniker
1991. Selbstständig ist der Obermeister
seit Oktober 1992 in Bochum-Werne.
Kfz-Innung: Industrie gibt das Tempo vor
Bochum. Die Autoindustrie kennt kein Tempolimit,
wenn es um die Entwicklung neuer elektronischer
Raffinessen geht.
D
ie Innovationen bei den Fahrzeugherstellern stellen
immer höhere Ansprüche an jede Meisterwerkstatt“,
betont Carsten Sammrei, seit Dezember Obermeister der Kfz-Innung Bochum. Um weiter erfolgreich am
Markt bestehen zu können, müssen die Betriebe für einen
effizienten und kompeteten Service mehr denn je in moderne Diagnosetechnik investieren.
Das Kfz-Gewerbe hat verstanden, dass man die Fachleute von
morgen bereits heute ausbilden muss. Sammrei: „Mit 80
neuen Ausbildungsverträgen (Stand Anfang August 2010)
in diesem Jahr wird das Ausbildungsengagement 2009
bereits um zehn Prozent übertroffen.“
i
Kfz-Innung Bochum
Kreishandwerkerschaft, Springorumallee, Tel. 0234-3240-0
Informationen über aktuelle Entwicklungen erhalten die über
120 Mitgliedsbetriebe über die Innung. Zudem werden
Neuerungen im kaufmännischen und technischen stets
auf den zweimal jährlich stattfindenden Innungsversammlungen erörtert.
Doch mit der Anschaffung der neuen ComputerdiagnoseGeräte und Tester allein ist es nicht getan. Die neuen Geräte müssen auch bedient werden können. Deshalb bietet
die Kfz-Innung in Zusammenarbeit mit der Akademie des
Handwerks Ruhr und der TAK Lehrgänge und Schulungen
zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter an.
Ein aktuelles Thema ist dabei die E-Mobilität: Dank des
Engagements der Akademie des Handwerks Ruhr bietet
das Schulungszentrum an der Springorumallee als erste
Bildungseinrichtung in NRW Hochvoltschulungen an.
„Nur wer diese Schulungen absolviert hat, darf nach den
Vorgaben der Berufsgenossenschaft an Elektroautos
arbeiten“, erklärt Carsten Sammrei.
19
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Marktplatz
Vereinigte IKK ist
Partner des Handwerks
Mentorinnen ebnen
den Weg in den Beruf
Die Signal Iduna IKK und die IKK Nordrhein haben zur Vereinigte
IKK fusioniert. Werner Terlohr, Vorstandsvorsitzender Vereinigte
IKK, erläutert die Vorteile.
Noch immer sind zu viele junge Mädchen mit Migrationshintergrund ohne Ausbildung. Die LGH (Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) und
das Zentrum Frau in Beruf und Technik suchen deshalb
Mentorinnen, um qualifizierten jungen Frauen mit Zuwanderungshintergrund den Weg in den Beruf zu erleichtern.
Versteht sich die Vereinigte IKK
nach wie vor als Partner des
Handwerks?
Die Fusion unterstreicht die Position der Vereinigten IKK als Partner des Handwerks. Seit dem 1.
Juli belegen wir mit 1,6 Millionen
Versicherten Platz 13 von etwa 165
gesetzlichen Krankenkassen.
Dies bedeutet eine starke Verhandlungsposition im Interesse
unserer Kunden.
Werner Terlohr
Welche Tarif- oder Leistungsänderungen gibt es durch die Fusion?
Wir haben Leistungen und Tarife beider Krankenkassen verglichen
und das jeweils bessere Angebot für die Vereinigte IKK übernommen. Versicherte der ehemaligen IKK Nordrhein erhalten dadurch
beispielsweise zusätzliche Leistungen bei der Haushaltshilfe und
können sich in den Arzttarif persönlich-plus einschreiben. Auch
das Bonusprogramm einfach-gesund-plus gilt ab sofort für alle
Versicherten, die sich damit eine Zusatzversicherung ohne Mehrkosten sichern können.
Welche Vorteile haben die Betriebe im Handwerk?
Für rund 190.000 Betriebe und deren Mitarbeiter bieten wir
maßgeschneiderte Gesundheitsförderung. Ob Dachdeckermeister
oder Friseurlehrling – unsere Gesundheitsmanager wissen, welche
Tätigkeiten „ins Kreuz“ gehen, und schaffen Abhilfe. Auch das
Bonusprogramm belohnt weiterhin gesundheitsbewusste
Unternehmen.
Warum sollen sich Versicherte für die Vereinigte IKK entscheiden?
Werner Terlohr: Wer wie die Vereinigte IKK keinen Zusatzbeitrag
erhebt, ist klar im Vorteil. Am besten sind Konzepte, die auf Gegenseitigkeit beruhen, wie unser Arzttarif persönlich-plus. Wer
etwas für die Gesundheit tut, wird von uns belohnt.
Mentorinnen sollen Migrantinnen den Weg in den Beruf erleichtern.
Die Mentorinnen begleiten Schülerinnen ein Jahr lang individuell.
Sie besprechen Berufswünsche, arbeiten Stärken und Qualifikationen heraus, üben Bewerbungsgespräche, helfen mit anderen
praktischen Erfahrungen und manchmal auch mit ein wenig
Ermunterung.
Ideal geeignet sind beruflich „gestandene“ Frauen, die Interesse
daran haben, ihr Wissen weiterzugeben und dabei neue Einblicke
in die Lebenswelt junger ausländischer Frauen gewinnen wollen.
Für mehr als 150 Schülerinnen, die so genannten Mentees, sucht
„Neue Wege in den Beruf“ Mentorinnen – unter anderem aus
Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne und
Witten.
i
Landes-Gewerbeförderungsstelle (LGH)
Wolfgang Trefzger, Tel. 0211-30108-331, E-Mail: trefzger@lgh.de .
20
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Unternehmen
Sepp Maier übergibt MercedesBenz Vito in Wattenscheid
Bochumer Unternehmen setzen
auf Sparkassen-Kredite
Bochum. Der Wettbewerb „Meister vs. Meister“ von MercedesBenz Transporter fand mit der Preisverleihung auf dem LuegGelände in Bochum-Wattenscheid seinen feierlichen Abschluss.
Die Bochumer Unternehmen sind mit der Sparkasse Bochum
gut durch die Krise gekommen.
„Das weiterhin steigende Kreditvolumen ist ein Indikator dafür,
dass die wirtschaftliche Entwicklung trotz Weggang von Nokia,
trotz Mitarbeiterabbau bei Opel
und trotz Finanzmarktkrise keine
herben Rückschläge hinnehmen
musste,“ erklärt Karl Jochem
Kretschmer, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der
Sparkasse Bochum.
Nachdem im Geschäftsjahr 2009
das Kreditvolumen auf RekordKarl Jochem Kretschmer
höhe geklettert war, setzt sich
dieser Trend nun fort: Der Kreditbestand der Unternehmen stieg
bei der Sparkasse Bochum in den ersten sechs Monaten 2010
um 3,9 Prozent auf rund 2 Mrd. Euro. Um 20 Prozent stieg auch
die Vermittlung öffentlicher Kredite.
Jürgen Tauscher, Vorstandsvorsitzender der LUEG AG, Towartlegende Sepp
Maier, Thomas Urbach, Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland, Dirk Wiesner,
Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge bei LUEG (v.l.) mit dem Gewinnerteam.
Torwart-Legende Sepp Maier übergab dem Gewinner, einem
Handwerksbetrieb aus Velbert, einen Mercedes-Benz Vito.
Der Gerüstbaubetrieb hatte das beste Ergebnis gegen die DFBAllstars erzielt, darunter Fußballwelt- und Europameister von
1954, 1974 und 1990 – wie Horst Eckel, Sepp Maier, Andi Brehme
und Karl-Heinz Riedle. „Die Gerüstbauer haben auch auf dem Fußballplatz eine meisterliche Leistung abgeliefert. Sie haben uns in
einem packenden Spiel alles abverlangt und damit verdient gewonnen“, zeigte sich Sepp Maier von den fußballerischen Fähigkeiten der Handwerker beeindruckt.
„Gute Fahrt“ wünschte Thomas Urbach, Mitglied der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland, bei der
Schlüsselübergabe im Mercedes Nutzfahrzeug-Center von
LUEG in Bochum-Wattenscheid.
Handwerk für die Bildungscard
Die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Bildungscard ist aus Sicht des Westdeutschen
Handwerkskammertags nur zu begrüßen.
Sie ermögliche es, insbesondere Kinder aus bildungsfernen
Schichten verstärkt zu fördern – und zwar mit Angeboten, die der
frühzeitigen Förderung dieser Kinder dienen. „Die Bildungscard
für Kinder ist hervorragend geeignet, um Kindern das zukommen
zu lassen, was ihnen auch zusteht“, betont Franz-Josef Knieps,
Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags.
Agentur für Arbeit Bochum
Universitätsstraße 66 | 44789 Bochum
Bochum.TeamAGS@arbeitsagentur.de
21
Recht
Walter Grätz (KH Bochum) und Sylvia Theis (KH Herne) beraten in Rechtsfragen.
„Anlernvertrag“ für einen anerkannten Ausbildungsberuf ist nichtig
Gemäss § 4 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz ist die Berufsausbildung für einen anerkannten Ausbildungsberuf nur nach
der jeweiligen Ausbildungsordnung zulässig.
Falls ein solches nicht vereinbart werde, kann stattdessen
auch ein Arbeitsverhältnis begründet werden.
Es sei jedoch unzulässig, die Berufsausbildung in einem ande-
ren Vertragsverhältnis durchgeführt, sind diese Verträge für
den Zeitraum ihrer Durchführung wie ein reguläres Arbeitsverhältnis zu behandeln.
In dem zugrunde liegenden Rechtsstreit wandte sich ein
Betrieb des Maler- und Lackierer-Handwerks gegen eine
Verurteilung zur Zahlung der im Arbeitsverhältnis
üblichen Entlohnung, nachdem er mit der Klägerin einen
„Anlernvertrag“ im Beruf „Maler und Lackierer“ geschlossen
und eine Vergütung vereinbart hatte, die deutlich hinter
der für Arbeitnehmer üblichen Mindestvergütung
zurücklag.
Die Revision gegen das landesarbeitsgerichtliche Urteil vor dem
BAG – Urteil vom 27.07.2010, 3 AZR 317/08 – blieb jedoch im
Wesentlichen erfolglos. Das BAG verurteilte den Betrieb zur
Zahlung des vollen Lohnes in Höhe des geltenden Mindestlohnes für das Maler- und Lackierer-Handwerk. Zur Begründung führte das BAG aus, dass die Ausbildung grundsätzlich
in einem Berufsausbildungsverhältnis stattzufinden habe.
ren Vertragsverhältnis nach § 26 BBiG, etwa einem „Anlernverhältnis“ durchzuführen, denn derartige Verträge seien
wegen Gesetzesverstosses gemäss § 134 BGB nichtig, mit
der Rechtsfolge, dass das „Anlernverhältnis“ für die gesamte
Dauer der Durchführung entsprechend der Regeln über das
Arbeitsverhältnis auf fehlerhafter Vertragsgrundlage – sogenanntes faktisches Arbeitsverhältnis – wie ein Arbeitsverhältnis zu behandeln und so nach § 612 Absatz 2 BGB die übliche Vergütung zu entrichten ist.
Nicht entscheiden musste das BAG, ob sich der Arbeitgeber
ohne Weiteres aus dem Rechtsverhältnis lösen kann, oder
ob dieses wegen des Schutzzweckes des BBiG, wofür einiges spricht, nicht möglich ist.
Für Detailfragen stehen Ihnen Ihre Kreishandwerkerschaften
Bochum und Herne gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns an!
KH Bochum, Assessor Walter Grätz, Fon: 0234-3240120
KH Herne, Assessorin Sylvia Theis, Fon: 02323-9541-15
22
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: KH-Herne
Wird ungeachtet dessen die Berufsausbildung in einem ande-
Recht
Urlaubsanspruch verfällt auch
bei gleichzeitiger Pflege
eines erkrankten Kindes
Gemäss § 45 SGB V haben Versicherte einen Anspruch auf
Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes, wenn das Kind das
12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und
auf Hilfe angewiesen ist.
Arbeitnehmer haben nach einer Entscheidung des Arbeitsgerich-
tes Berlin vom 17.06.2010 – 2 Ca 1648/10 – jedoch keinen Anspruch auf eine Nachgewährung von Urlaubstagen für die
Dauer einer Freistellung und auch keinen Anspruch auf finanziellen Ausgleich, wenn ihr Kind während der Inanspruchnahme des Erholungsurlaubs pflegebedürftig erkrankt.
Die Klägerin musste während des bereits seitens ihres Arbeit-
Kein Kurzarbeitergeld
für Leiharbeiter
Leiharbeitnehmer erhalten kein Kurzarbeitergeld, denn konjunkturell bedingte Auftragsrückgänge sind für Zeitarbeit
typisch und stellen ein Betriebsrisiko der Verleihfirma dar
(Urteil des Bundessozialgerichts, Aktenzeichen B 7 AL 3/08 R).
Bis zu zehn Prozent plus
müssen bezahlt werden
Liegt der Rechnungsbetrag nicht mehr als zehn Prozent über
dem Kostenvoranschlag, so hat der Auftraggeber nach einer
Entscheidung des Landgerichts Coburg den vollen Betrag
zu zahlen (Landgericht Coburg, Aktenzeichen 13 U 74/08).
gebers bewilligten und angetretenen Erholungsurlaubs im
Zeitraum vom 16.11.2009 bis zum 21.11.2009 ihr erkranktes
neunjähriges Kind für die Dauer von sechs Tagen betreuen.
Eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vom
16.11.2009 legte sie ihrem Arbeitgeber vor.
Mit ihrer Klage verlangte die Arbeitnehmerin die Feststellung,
dass der Erholungsurlaubsanspruch in Höhe von sechs
Urlaubstagen wegen der nachweislichen Erkrankung ihres
Kindes im Urlaubsjahr 2009 nicht verbraucht sei.
Diese Klage blieb vor dem Arbeitsgericht Berlin jedoch erfolglos. Zwar gilt grundsätzlich, dass wenn ein Arbeitnehmer
während des Urlaubs erkrankt und dieses entsprechend
nachweist, dieser Urlaub faktisch „nicht genommen“ wurde
und dementsprechend gemäss § 9 BUrlG auf den Jahresurlaub auch nicht angerechnet wird.
Für den Fall, dass der Arbeitnehmer aber nicht selbst erkrankt,
sondern sein Kind im Urlaub pflegt, gelten diese Grundsätze
jedoch nicht. Infolge der Bewilligung des Urlaubsanspruches
und der tatsächlichen Inanspruchnahme im Zeitraum vom
16.11.2009 bis zum 21.11.2009 durch die Arbeitnehmerin erlosch unabhängig in Folge der Erkrankung des Kindes
gemäß § 45 Absatz 3 Satz 1 SGB V die Arbeitspflicht der
Klägerin für den gesamten Urlaubszeitraum. Somit wurde
die Herbeiführung des mit der Bewilligung des Urlaubs bezweckten Leistungserfolges – nämlich die Verpflichtung von
einer Freistellung von der Arbeitsleistung – aus von keiner
Partei zu vertretenden Umständen unmöglich.
So geht Urlaub.
Stefanie Rintjema, Meike Reck, Christiane Abel
Michael Rossa, Oliver Adamski
Urlaub ist, wenn man sich um nichts kümmern muss.
Unser Team vom TUI ReiseCenter weiß das genau, und deshalb stehen Sie und Ihre Wünsche jederzeit bei uns im Mittelpunkt. In aller Ruhe suchen unsere freundlichen Mitarbeiter
mit Ihnen gemeinsam nach dem passenden Reiseziel. Ist das
gefunden, kümmern Sie sich nur noch um Ihre Reisevorbereitungen, wir kümmern uns um Ihren unbeschwerten Urlaub!
Folge ist der ersatzlose Untergang des Urlaubsanspruches für
Kommen Sie vorbei! Überzeugen Sie sich selbst.
die Dauer der sich nach § 45 Absatz 3 SGB V ergebenden
Arbeitsfreistellung, denn das Risiko urlaubsstörender
Ereignisse hat der Arbeitnehmer zu tragen.
Da es auch nicht Zweck dieser Vorschrift ist, den Arbeitnehmer
vor Vergütungseinbussen wegen der Pflege eines erkrankten
Kindes zu schützen, kommt in diesem Falle auch kein Schadensersatzanspruch auf Nachgewährung von Erholungsurlaub
in Betracht.
Reisebüro Adamski GmbH
Behrensstr. 17, 44623 Herne, Tel. 0 23 23/3 87 93-0, Fax 0 23 23/3 87 93-19
www.tui-reisecenter.de/herne1
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Unter uns
Neue Innungsmitglieder
Betriebsjubiläen
Buchbinder-Innung für den
Handwerkskammerbezirk Dortmund
Car la Carte Buthe GmbH
Am Heerbusch 71, 44894 Bochum
Druckzentrum der Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
Armin Dieckhoff
Heinrich-König-Straße 82, 44795 Bochum
Elektro-Innung
Automobilcenter Weitmar Dirksmeyer und
Venne GmbH
Elsa-Brändström-Straße 31, 44785 Bochum
Thomas Gruhn
Martin-Luther-Straße 11, 45525 Hattingen
Klaus und Frank Löhner sowie
Hans-Jürgen Smollich GbR
Kassenberger Straße 95, 44879 Bochum
INTRA photovoltaics AG
Ottostraße 29, 44867 Bochum
Angelika Thielker
Zu den Kämpen 10, 44781 Bochum
Oliver Weitkamp
Alte Bahnhofstraße 5, 44892 Bochum
Maler- und Lackierer-Innung
Ulrich Podlewski
Riemker Straße 59, 44809 Bochum
Innung für Orthopädietechnik für den
Regierungsbezirk Arnsberg
Vitalcenter Kraft e. K.
Steinweg 8, 59929 Brilon
85 Jähriges
Am 05.07. Edmund Mielke GmbH,
Herner Straße 88, 44791 Bochum
Innung für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik Bochum
50 Jähriges
Am 01.06. Harald Retzlaff
Gollheide 6, 44866 Bochum,
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
Am 15.06. Wilhelm Grauthoff GmbH
Rombacher Hütte 15, 44795 Bochum
Dachdecker-Innung Bochum
25 Jähriges
Orthopädie Feuerabend GmbH
Roßbachstraße 1, 44369 Dortmund
Am 04.06. Norbert Klein
Altenbochumer Straße 3, 44803 Bochum
Raumausstatter-Innung Bochum
Friseur-Innung
Tugba Öztürk und Suna Uras GbR
Hattinger Straße 787, 44879 Bochum
Innung für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik
Jasmin Vetter - Hair Joker
Watermannsweg 72, 44866 Bochum
Mirco Weniger
Bergener Straße 189, 44807 Bochum
Sükran Acar
Karl-Friedrich-Straße 104, 44795 Bochum
Tischler-Innung
Hussein Hussein
Hattinger Straße 291, 44795 Bochum
Melissa Schiedung
Kemnader Straße 50, 44795 Bochum
Klammer + Team
Objekt-Messe-Konzept GmbH
Ruhrstraße 202, 44869 Bochum
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes
Krusche bauness,
Inhaber Sascha Krusche e. K.
Ottostraße 40 - 43, 44867 Bochum
Jens Grzembowski und Daniel Sohn GbR
Markstraße 387 b, 44795 Bochum
Ralph Landen
Markstraße 332 a, 44801 Bochum
Am 12.06 Martin Kleingarn
Wallbaumweg 79, 44894 Bochum
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes
Bochum
Am 26.06. Sanitätshaus Ilse,
Inhaber Peter Schröder e. K.,
August-Bebel-Platz 12, 44866 Bochum
Innung für Orthopädietechnik für den
Regierungsbezirk Arnsberg
Am 17.07. Hubert Szymanski,
Auf der Krüke 74, 44797 Bochum
Innung für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik Bochum
Am 07.08. Uwe Westermeier
Erwin-Topp-Straße 1, 44866 Bochum
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes
Bochum
Am 07.08. Angela Husemann
Bochumer Straße 36, 44866 Bochum
Friseur-Innung Bochum
Lösungen für alle Generationen
Bochum. Sein 20-jähriges Bestehen feierte am 1. Juli 2010 der Meisterbetrieb aldo GmbH für Heizung, Sanitär, Anlagen- und Lüftungsbau.
Mit drei Mitarbeitern startete Geschäftsführer und Innungsobermeister
Albert Landsberger 1990 an der Castroper Straße in Bochum. Heute setzen
34 Mitarbeiter, darunter sechs Auszubildende, innovative Konzepte für generationengerechtes Wohnen, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie intelligentes Heizen und Kühlen um. 2005 ließ sich Landsberger von der Handwerkskammer Düsseldorf als einer der ersten zur „Fachkraft für alten- und
seniorengerechtes Bauen und Wohnen“ ausbilden, die aldo GmbH wurde zum
„Zertifizierten Betrieb für Barrierefreiheit“.
Mitarbeiterjubiläen
40 Jähriges
Am 01.08. Raimund Siepmann
Kraftfahrzeug-Mechaniker
Auto Spürkel GmbH & Co KG,
Poststraße 20 – 28, 44809 Bochum
25 Jähriges
Seit 2008 zeigt der Showroom „aldo – design in funktion“, dass funktionelles,
bewegungsgerechtes Wohnen, stilvolles Design und anspruchsvolle Technik
kein Widerspruch sind. Für diese Idee wurde Albert Landsberger noch 2008
mit dem Innovationspreis des Landes NRW ausgezeichnet.
24
Am 01.08. Jörg Neuber
Kraftfahrzeug-Mechaniker
Auto Spürkel GmbH & Co KG,
Poststraße 20 – 28, 44809 Bochum
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Unter uns
Glückwünsche
zum Geburtstag
zum 85. Geburtstag
zum 65. Geburtstag
zum 50. Geburtstag
Am 11.06. Ferdinand Meuser
Baugewerken-Innung Bochum – Ehrenobermeister
Am 20.05. Wulf Platte
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
Am 21.05. Dietmar Weingarten
Elektro-Innung Bochum
zum 70. Geburtstag
Am 25.05. Wolfgang Dobers
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
Am 17.06. Volker Niederhagemann
Elektro-Innung Bochum
Am 28.05. Manfred Gerlach
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Bochum
zum 60. Geburtstag
Am 19.06. Jürgen Altenscheidt
Friseur-Innung Bochum – Ehrenmitglied
Am 10.06. Heidi Michalak
Friseur-Innung Bochum
Am 02.06. Jürgen Mergelmeyer
Innung für Orthopädietechnik für den Regierungsbezirk Arnsberg
Am 23.06. Hans Werner
Tischler-Innung Bochum
Am 03.07. Richard Kordt
Tischler-Innung Bochum - Vorstand
Am 28.06. Hans Skock
Maler- und Lackierer-Innung Bochum – Altmitglied
Am 16.07. Werner Siegmund
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
Am 01.07. Werner Schrey
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Bochum
zum 55. Geburtstag
Am 24.06. Heinz-Peter Anschütz
Tischler-Innung Bochum
Am 08.07. Ulrich Jahn
Friseur-Innung Bochum
Am 01.07. Harald Uwe Szajstek
Metallbauer-Innung Bochum
Am 21.07. Ulrich Beutel
Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Bochum
Am 01.08. Uwe Westermeier
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
Am 01.08. Christoph Stadie
Strassen- und Tiefbau-Innung Bochum
Am 01.08. Dirk Itzen
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
Am 02.08. Dieter Tag
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
Am 04.06. Kai Künzelt
Innung für Orthopädietechnik
für den Regierungsbezirk Arnsberg
Am 21.06. Hanns-Joachim Anacker
Elektro-Innung Bochum
Am 01.08. Andreas Lemm
Zimmerer-Innung Bochum - Vorstand
Am 10.08. Volker Wucherpfennig
Gebäudereiniger-Innung Südwestfalen/
Mittleres Ruhrgebiet
SIGGI, die innovative fondsgebundene Rentenversicherung der SIGNAL IDUNA, macht das Leben leichter.
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Hauptagentur Peter Urban
Springorumallee 10
(Kreishandwerkerschaft)
44795 Bochum
Tel. (02 34) 3 24 05 50
Fax (02 34) 6 40 68 27
25
Bezirksdirektion Frank Tomczak
Generalagentur Holger Erdt
Herner Str. 152
44575 Castrop-Rauxel
Tel. (0 23 05) 35 96 66
Fax (0 23 05) 35 96 67
Zuletzt
Gerd Pieper
Alter: 66 Jahre
Familienstand: verheiratet.
Sternzeichen: Jungfrau
Hobbys: Fußball und Reisen.
Mein größtes Laster…
kennen andere besser.
Drei Dinge, dich ich am meisten hasse …
gibt es nicht: Ich hasse nichts!
22 Fragen an: Gerd Pieper
Drei Wünsche, die mir die Fee erfüllen
soll …
Inhaber der Stadt-Parfümerie Pieper, Präsident der IHK zu Bochum,
Vize-Präsident BVB Borussia Dortmund
sind nicht zu erfüllen – da sie Träume
bleiben.
Am Handwerk schätze ich …
Ich tanke auf, wenn ich …
Mein Lieblingsschriftsteller ist …
die Qualität der Arbeit.
Sport treibe.
E. Kishon.
Meinen Beruf liebe ich, weil …
In meiner Freizeit…
ich unabhängig bin.
lasse ich gerne „alle viere
gerade sein“.
Im Theater/Kino/TV sehe ich am
liebsten …
Krimis.
Mein Traumberuf als Kind war …
Fußballspieler.
Ich lebe gerne in Herne und im Ruhrgebiet
weil …
Für einen Tag möchte ich in die Haut
schlüpfen vom …
Kaufmann sollte man werden, weil …
fast alle „normal“ sind.
Papst und das Zölibat abschaffen.
Wenn nicht hier, würde ich am liebsten
leben …
Meine Vorbilder sind …
Meine Mitarbeiter schätzen an mir …
Toleranz.
in Hamburg.
Ich schätze an meinen Mitarbeitern …
Urlaub mache ich am liebsten …
Solidarität zum Unternehmen.
dort, wo ich noch nicht war.
Ich gerate in Rage, wenn …
Auf eine einsame Insel muss mit …
Als Henkersmahlzeit lasse ich mir
auftischen …
der BVB verliert.
meine Frau.
Himmel und Erde.
es nichts Schöneres gibt.
meine Eltern.
Mein Lebensmotto ist ...
carpe diem.
Impressum
KH Aktuell – Offizielles Magazin der Kreishandwerkerschaften
Bochum//Herne//Castrop-Rauxel
Verlag: RDN Verlags GmbH & Co. KG
45657 Recklinghausen
Telefon 02361-490491-10
Telefax 02361-490491-29
www.rdn-online.de
E-Mail: redaktion@rdn-online.de
Chefredaktion: Stefan Prott
Redaktion: Johannes Motz und Britta Klein, KH Bochum (verantw. für den Inhalt),
Dieter Mrowald, KH Herne (verantw. für den Inhalt), Karl F. Augustin, Sabine Strohman
Anzeigen: Bernd Stegemann
Telefon 02361-9061145 · Telefax 02361-5824190
E-Mail: b.stegemann@rdn-online.de
Titelbild: Titelbild/Komposition:
Karl-Hermann Hildebrandt unter Verwendung eines Bildes von Eric Isselée/Fotolia.com
Satz und Lithografie: Typoliner Media
Druck und Vertrieb: Silber Druck, Niestetal
Bezugsbedingungen: Für die Innungsmitglieder ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag
enthalten. Einzelbezug über den Verlag zum Preis von 2,– Euro.
Erscheinungstermin: Vierteljährlich – März, Juni, September, Dezember
Anzeigenschluss: Jeweils am 15. des Vormonats. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13.
Nachdruck nur unter Quellenangabe und mit Belegexemplar an den Verlag.
26
KH AKTUELL // Nr. 103 // 3/2010
Foto: Stadtwerke Bochum
Herausgeber:
Kreishandwerkerschaft Bochum
Springorumallee 10 · 44795 Bochum
Telefon 02 34-3240-0
Kreishandwerkerschaft Herne
Hermann-Löns-Str. 46 · 44623 Herne
Telefon 02323-9541-0
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Seele and Geist
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