close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Mentale Gesundheitsförderung im Krankenhaus - ONGKG

EinbettenHerunterladen
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
Wie können Krankenhäuser zur
Förderung der mentalen
Gesundheit beitragen?
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Jürgen M. Pelikan (juergen.pelikan@univie.ac.at)
Christina Dietscher (christina.dietscher@univie.ac.at)
Ludwig Boltzmann Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie,
WHO-Kooperationszentrum für Gesundheitsförderung in Krankenhaus
und Gesundheitswesen, Wien
Gefördert vom
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
Pelikan / Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
„Es gibt keine Gesundheit ohne
mentale Gesundheit“
(World Federation on Mental Health,
1948)
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Gefördert vom
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
Inhalt
• Warum sind mentale Gesundheit und
mentale Gesundheitsförderung wichtige
Themen in Europa und Österreich?
• Wie kann mentale Gesundheit gefördert
werden?
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Gefördert vom
• Wie kann mentale Gesundheit im
Krankenhaus gefördert werden?
Pelikan/Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
3
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
Warum sind mentale
Gesundheit und mentale
Gesundheitsförderung wichtige
Themen in Europa und
Österreich?
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Gefördert vom
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
Warum ist mentale Gesundheitsförderung
derzeit aktuell?
Problemdiagnose
Mentale Störungen und mentale Erkrankungen stellen eine sehr große
Belastung für die Gesellschaft dar:
• Bis zu 25% der erwachsenen EU-Bürger sind betroffen
–
–
–
–
–
•
•
Ängste und Depressionen (30 Mio.)
Alkoholerkrankungen (21 Mio.)
Alzheimer und andere Demenzerkrankungen (7 Mio.)
Schizophrenie, manisch-depressive Störungen, Panikerkrankungen (je 4 Mio.)
Stigmatisierung ist für Betroffene ein zusätzliches Problem
Durch Selbstmorde sterben jährlich mehr EU-Bürger als durch
Verkehrsunfälle
(58 000 Menschen)
Die Kosten belaufen sich auf 3-4% der Bruttonationalprodukte
(insbesondere Folgen von Produktivitätsverlust)
Lösungsmöglichkeiten
• Alle Settings, auch der Behandlungssektor, müssen jeweils spezifische
Beiträge leisten.
Pelikan/Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Gefördert vom
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
5
Mentale Gesundheitsförderung in Europa
1948- World Federation for Mental Health
1985- Mental Health Europe
1993: Vertrag von Amsterdam – Artikel 152: Mandat der EU für Public Health
1997: Initiative Finnlands 1. Diskussion der EU-Gesundheitsminister zum Thema
1998-2004 13 EU-Projekte zum Thema, darunter
–
–
–
IMPHA (2003-2005)
EMIP (2004-2006)
European Alliance against depression (erste Phase: 2004-2005)
2003-2008: Mental Health als Thema des Public Health-Programms der EC
–
2003 Etablierung der EC Working Party on Mental Health
2005 (Jänner): WHO-Konferenz der Gesundheitsminister – Launch:
Mental Health Declaration for Europe
WHO Mental Health Action Plan
2005 (Oktober): Launch EU-Green Paper on Mental Health & Start eines EUweiten Konsultationsprozesses zur Förderung der Implementierung
Österreich:
–
–
–
–
2003- FGÖ-Schwerpunkt, regelmäßig Teil der jährlichen Arbeitsprogramme
2004- Verstärktes Agenda Setting durch das BMG, FGÖ-Konferenz
2005 FGÖ-Österreich-Workshop im Rahmen von EMIP
2006 Follow-Up-Workshop zur mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
6
Aktionsbereiche des EU-Projektes “Implementing
mental health promotion action” (2005)
1.
Unterstützung von Eltern und Familien in den ersten
Lebensjahren
2. Mentale Gesundheitsförderung in der Schue
3. Mentale Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz und Prävention
von arbeitsbezogenem Stress
4. Mentale Gesundheitsförderung im Alter
5. Spezifische Unterstützung für Risikogruppen
6. Prävention von Depression und Selbstmord
7. Prävention von Gewalt und negativen Auswirkungen von
Substanzenmissbrauch
8. Kooperation mit dem primären und sekundären
Gesundheitssektor
9. Reduktion von Ungleichheit und Stigmatisierung
10. Sektorenübergreifende Kooperation in der Entwicklung
unterstützender Rahmenbedingungen
WHOKooperationszentrum für
Gesundheitsförderung in
Krankenhaus und
Gesundheitswesen
Health
Promoting
Hospitals
Österreichisches
Netzwerk
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
Ludwig Boltzmann
Institute für
Medizin- und
Gesundheitssoziologie
Institut für
Soziologie
Universität Wien
Gefördert vom
Bundesministerium
für Gesundheit und
Frauen
World Health
Organization,
European Office for
Integrated Health
Care Services,
Barcelona
Pelikan/Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
7
Wie kann mentale Gesundheit
gefördert werden?
Die WHO-Definition mentaler Gesundheit
Mentale Gesundheit:
„ein Zustand des Wohlbefindens, in dem der
Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen,
die normalen Lebensbelastungen bewältigen,
produktiv und fruchtbar arbeiten kann und
imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft
beizutragen“
(WHO 2001)
Mentales Wohlbefinden &
Funktionsfähigkeit
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
9
Promotion
Prävention
Was beeinflusst die körperliche, mentale und soziale
Gesundheit?
R
K U L T U
M
Verhalten/
Handeln
K
S
n
en
t
ot
io
n
n
Pr
om
io
io
ot
Pr
äv
t
en
om
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
FT
äv
io
n
Pr
CHA
GESELLS
Pr
NATUR
10
Determinanten mentaler Gesundheit
Factors Risiken
Persönliche
Faktoren
Situative
Faktoren
Ressourcen
• Erbliche Vorbelastung
• Körperliche Erkrankung
• Negative Erfahrungen
• Niedriger sozioökonomischer Status
• Einsamkeit
• Niedrige Bildung
• Niedriger Sense of
Coherence
• Niedrige Selbstwirksamkeit
•…
• Erbliche Ausstattung
• Körperliche Gesundheit
• Positive Erfahrungen
• Guter sozio-ökonomischer
Status
• Soziale Netzwerke
• Hohes Bildungsniveau
• Hoher Sense of Coherence
• Hohe Arbeitslosigkeit
• Niedrige soziale Sicherheit
• Geringe psychosoziale
Unterstützung
• Restriktive kulturelle Werte
• Gute Arbeitsmarktsituation
• Hohe soziale Sicherheit
• Ausreichende psychosoziale
Unterstützung
• Unterstützende kulturelle
Werte
• Niedrige Selbstwirksamkeit
•…
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
11
Determinanten/ Einflussfaktoren der
Reproduktion mentaler Gesundheit
Faktoren
Ressourcen
Risiken
Persönliche
Phys: Gute körperliche Gesundheit
Kult: Selbst-Sicherheit durch gute
Erfahrungen, Wissen, Bildung
• Fähigkeit zur Sinnstiftung &
Kommunikation
•Gutes Spannungsmanagement
Soz: Gute ökonomische Basis,
Sozial Integration,
Phys: Schlechte k. Gesundheit
Kult: Unsicherheit durch wenig
Bildung, schlechte Erfahrungen
• Unfähigkeit zur Sinnstiftung &
Kommunikation
• Schlechtes
Spannungsmanagement
Soz: Armut, Isolation
Situative
Phys: Gesunde phys. Umwelt
Kult: Solidarische, d.h.
orientierende, akzeptierende,
wertschätzende, unterstützende
Kultur
Soz: Gute Konjunktur, soziale
Sicherheit; gute psycho-soziale
Unterstützungsangebote
Phys: Ungesunde phys. Umwelt
Kult: Sozial-Darwinistische, d.h.
intransparente, ablehnende,
abwertende, ausgrenzende
Kultur
Soz: Schlechter Arbeitsmarkt,
wenig soziale Sicherheit;
geringe psycho-soz.
Unterstützung
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
12
Wie können Determinanten der mentalen
Gesundheit beeinflusst werden?
Allgemein: Reduktion von Risiken & Verbesserung von (Bewältigungs-)
Ressourcen
• Personen-orientiert
–
–
•
Interventionen können sich beziehen auf:
–
–
–
•
Psyche (via Kommunikation)
Körper (z.B. Anti-Depressiva)
Sozialen Status
Situationsbezogen:
–
–
•
Reduktion persönlicher Risiken – z.B. Lebensstile, persönliche Werte
Verbesserung von Ressourcen – z.B. Stressmanagement, Kommunikationsfähigkeiten,
Krisenintervention, Mediation, Konfliktmanagement
Reduktion von situativen Stressoren (z.B. Lärm, unklare Verantwortung)
Verbesserung unterstützender situativer Faktoren (z.B. Unterstützungsangebote)
Mögliche Interventionsbereiche:
–
–
–
–
–
Umfassende Entwicklung des Krankenhaus-Settings (z.B. Werte, Normen)
Lebensphasen (z.B. spezifische Unterstützung für ältere MitarbeiterInnen)
Spezifische Themen (z.B. krankheitsbezogene Ängste, Süchte, Gewalt)
Spezifische Risikogruppen (z.B. PatientInnen mit chronischen / terminalen Erkrankungen)
Aufbau von Wissen und Know-How bei MitarbeiterInnen durch Forschung, Weiterbildung,
Training
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
13
Wie kann mentale Gesundheit im
Krankenhaus gefördert werden?
Das Krankenhaus und seine
Nutznießer
• Patient/innen
– Viele Personen werden erreicht – bis zu 20% der
Bevölkerung pro Jahr
– Viele Mental-Health-Risiken
– Kurze Verweildauer
• Mitarbeiter/innen
– Ca. 3% der Arbeitnehmer/innen in Europa
– Hoch riskantes Arbeitssetting
– Jahrelanger Einfluss des KH
• Regionale Bevölkerung
– Diffuse Wirkung des KH
– Diffuse Erreichbarkeit
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
15
Besonderheiten der mentalen
Selbstreproduktion als Patient im
Krankenhaus
• Belastungen (Entlastungen) der Krankheit
– Eingeschränkte Gesundheit
– Existentiell bedrohlich (schmerzhaft, unsicher)
–
Stressful life event
• Belastungen (Linderungen) durch Krankenbehandlung
–
Stressful intervention
• Belastungen (Entlastungen) durch
Krankenhausaufenthalt
– Fremde/ ungewohnte, unpersönliche (bürokratische,
professionelle), bedrohliche, anstrengende (laute, …)
Umgebung
–
Stressful environment
– Wegfall stabiler Zonen/ (Coping-)Routinen
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
16
Epidemiologie / Probleme bei
Patient/inn/en
• Lt. WHO: Eine/r von 4 Krankenhauspatient/inn/en hat
ein manifestes mentales Gesundheitsproblem
• Der Großteil davon wird weder erkannt noch behandelt
• Auch für mental gesunde Patient/innen bedeutet ein KHAufenthalt eine Reihe von mental health-Risiken:
– Krankheit als „stressful life event“
– Zusätzlicher Stress durch Herausgerissenwerden aus den
gewohnten Lebenszusammenhängen (insbesondere bei
Kindern und älteren Patient/inn/en Risiko für HospitalismusPhänomene)
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
17
Epidemiologie / Probleme bei KHMitarbeiter/inn/en
• Belastung durch hohe Arbeitsanforderungen bei
vergleichsweise niedrigem Kontrollniveau über
die eigene Tätigkeit (European Foundation for
the Improvement of Working and Living
Conditions 2005)
• Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen:
Deutlich höhere Betroffenheit von Stress und
Burn-Out (Firth-Cozens 1998)
• Überdurchschnittliche Bedrohung durch Gewalt
(disziplin-abhängig)
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
18
Probleme in der Region
Allgemein:
• Mentale Gesundheit ist noch immer
stigmatisiert
• Insbesondere sozio-ökonomisch
benachteiligte Gruppen haben einen
schlechteren Zugang zu Versorgung
• Das KH kann gemeinsam mit anderen
Akteuren einen Beitrag zur Bearbeitung
dieser Probleme leisten
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
19
Welche Interventionsbereiche des
Krankenhauses ergeben sich?
1.
2.
3.
4.
Leben im Krankenhaus
Koproduktion in der Krankheits-Versorgung
Entwicklung des Krankenhaus-Settings
Gesundheitsförderndes
Krankheitsmanagement
5. Gesundheitsfördernde Lebensstilentwicklung
6. Beiträge zur Entwicklung des regionalen
Settings
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
20
Überblick: 18 GFKHKernstrategien
MGF für...
MGF durch ...
PatientInnen
MitarbeiterInnen
MIT-1
Region
REG-1
Leben im
Krankenhaus
PAT-1
Mitgestaltung
Behandlung
PAT-2
Arbeitsleben im
Krankenhaus
MIT-1
Mitgestaltung
Arbeitsprozesse:
MIT-2
Zugang zum
Krankenhaus
REG-1
Mitgestaltung Vor+ Nachbetreuung
REG-2
Entwicklung
des KHSettings
Lebenswelt
Krankenhaus
PAT-3
Arbeitswelt
Krankenhaus:
MIT-3
Umwelt
Krankenhaus
REG-3
Krankheitsmanagement
Umgang mit
Krankheit
PAT-4
Umgang mit
(Berufs)Krankheit
MIT-4
Umgang mit
Krankheit
REG-4
Lebensstilentwicklung
Lebensstil
PAT-5
Lebensstil
MIT-5
Lebensstil
REG-5
Leben im
Krankenhaus
Koproduktion
von Gesundheit
Unterstützende
Unterstützende
Region
Region
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz,
19. Oktober 2006, BruckMIT-6
/ Mur
PAT-6
Lebensraumentwicklung
Unterstützende
Region
REG-6
21
Standards der Gesundheitsförderung im
Krankenhaus
• Standard 2 – Feststellung des
Gesundheitsförderungsbedarfs bei Patient/inn/en:
– Substandard 2.1 – Sicherstellung entsprechender Maßnahmen
zur Feststellung bei allen Patient/innen auch unter
Berücksichtigung des psycho-sozio-ökonomischen Status
– Substandards 2.4 – dabei wird der soziale und kulturelle
Hintergrund berücksichtigt.
• Standard 3 – Patienteninformation und -intervention:
Patient/inn/en werden in einer empowernden, aktiven
Partnerschaft in den Informations- und
Interventionsprozess einbezogen.
• Standard 4 – Förderung eines gesunden Arbeitsplatzes:
– Substandard 4.3 – Mitarbeiter/innen werden in sie betreffende
Entscheidungen einbezogen.
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
22
Für nachhaltig Entwicklung: Einbau von mentaler
Gesundheitsförderung in das (Q-)ManagementSystem des Hauses
• Verankerung von mentaler Gesundheitsförderung im Leitbild
und in der Management-Struktur
• Explizites Budget für mentale Gesundheitsförderung
• Jährliche MGF-Aktionspläne mit spezifischen Zielen,
Projekten, Implementierungsstrategien
• Einbau von MGF in bestehende Leitlinien und Standards
des Krankenhauses und wo nötig Entwicklung neuer Leitlinien
• Spezifisches MGF-Training für MitarbeiterInnen und
Führungskräfte
• Partizipative Entwicklungsstrukturen
• Regelmäßige Information über MGF-Aktivitäten
• Mitarbeit in (regionalen) Allianzen für MGF
• Regelmäßige Evaluation, Monitoring und
Berichterstattung über MGF in der Organisation (z.B. auf
Basis von PatientInnen- und MItarbeiterInnen-Befragungen,
Balanced Score Card)
(Source: “Putting HPH Policy into Action.” Working Paper of the WHO
Collaborating Centre on Health Promotion in Hospitals and Health Care May 2006)
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
23
Wer können Partner im Krankenhaus
sein?
•
•
•
•
•
•
•
Leitung
Gewerkschaften
Qualitätsmanagement
Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit
Personalentwicklung
PatientenvertreterInnen
…
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
24
Wie kann umfassende MGF bei
Mitarbeiter/innen gestaltet werden?
1.
Vorbeugen:
–
Situationsanalyse und -entwicklung durch:
•
•
•
•
•
–
Personen-Entwicklung durch:
•
2.
Trainings in Selbstmanagement, Kommunikation, ...
„Behandeln“ / Symptombearbeitung:
–
–
3.
Regelmäßige Mitarbeiter/innen-Befragungen
Führungskräfteschulungen (z.B. Rudolfstiftung)
Einbeziehen von Arbeitnehmer/innen in Entscheidungen, von denen sie betroffen sind (z.B. über
Gesundheitszirkel)
Regeln / Richtlinien / Betriebsvereinbarungen zu spezifischen Risikobereichen (z.B. Mobbing,
sexuelle Belästigung, Gewalt) – (z.B. ÖGB-Vorgaben)
Wenn nötig: Umgestaltung von Arbeitsaufgaben, -plätzen und –abläufen
Situationsbearbeitung durch Analyse und Umgestaltung von riskanten Arbeitsbereichen –
u.U. in Kooperation mit Externen (z.B. Alkoholberatung)
Personen-Unterstützung durch spezifische Beratungen / Schulungen, Supervision,
Coaching etc.
Rehabilitation:
–
–
Personen-Unterstützung z.B. durch Beratung und Therapie am Arbeitsplatz, Coaching,
Krisenintervention
Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit (z.B. Versetzung auf weniger belastenden
Arbeitsplatz)
(vgl. Dietscher / Nowak / Stidl 2003)
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
25
Wie kann umfassende MGF bei
Patient/inn/en gestaltet werden?
1.
Vorbeugen:
–
Situationsanalyse und -entwicklung durch:
•
•
•
•
•
•
•
2.
„Behandeln“ / Symptombearbeitung:
–
Personen-Unterstützung durch
•
•
–
3.
Regelmäßige Patient/innen-Befragungen
Mitarbeiter/innen-Schulungen in empowernder, empathischer Kommunikation
Sicherstellung der Orientierung der Patient/innen im Haus
Partnerschaftliches Einbeziehen von Patient/innen in Diagnose, Behandlung, Therapie (Standard 3)
Angebot von Besuchsdiensten und Unterstützungsleistungen für Patient/inn/en ohne eigenes
soziales Netzwerk (z.B. Patientenhilfsteam Rudolfstiftung)
Regeln / Richtlinien / Betriebsvereinbarungen zu spezifischen Risikobereichen wie Mobbing,
sexuelle Belästigung, Gewalt
Freundliche räumliche Umgestaltungen von Krankenzimmern / Aufenthaltsräumen /
Behandlungsräumen („nimmt die Angst“)
krankheitsspezifische Beratungen / Schulungen, Supervision, Training, Coaching etc. (z.B.
psychologische Betreuung von lebensbedrohlich, chronisch oder terminal kranken Patient/innen)
Problemspezifische Unterstützung (z.B. bei Mobbing, Gewalt)
Situationsbearbeitung durch Analyse der Symptomursachen und Umgestaltung von
Bereichen / Abläufen, die ein mental health-Risiko für Patient/inn/en darstellen (z.B.
Tagesabläufe)
Rehabilitation:
–
–
Schulungen zum Selbstmanagement der eigenen psychischen Befindlichkeit
Unterstützung in der kontinuierlichen Betreuung bestehender mentaler Probleme auch
nach der Entlassung
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
26
Wie kann das Krankenhauses zur MGF in der
Region beitragen?
Vorbeugen
• Schulungen / Trainings (z.B. SuchtpräventionsWorkshops des OWS in Schulen; Erarbeitung von
betrieblichen Alkohol-Strategien, Anton Proksch-Institut)
• Beiträge zum Abbau von Stigmatisierung – z.B. durch
Kampagnen, Veranstaltungen
• ...
Behandeln
• Erleichterung des Zugangs zur Behandlung
insbesondere für sozio-ökonomisch benachteiligte
Gruppen (z.B. FEM-Süd, Wien)
• ...
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
27
Weitere Informationen
• HPH-Task Force „Health Promotion in
Psychiatric Health Care Services“
http://www.hpps.net/
• 15. Internationale Konferenz
Gesundheitsfördernder Krankenhäuser,
Wien – geplanter Workshop zu mentaler
Gesundheitsförderung im Krankenhaus:
http://www.univie.ac.at/hph/vienna2007
Pelikan/ Dietscher: 11. ÖNGK-Konferenz, 19. Oktober 2006, Bruck / Mur
28
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
4
Dateigröße
1 297 KB
Tags
1/--Seiten
melden