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8 Wie man hört . . . - Stiftung Appen hilft eV

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8
Wie man hört . . .
... hilft das Dana Pflegeheim den Helfern
UETERSENER NACHRICHTEN
SONNABEND, 26. OKTOBER 2013
X De plattdüütsche Bidrag von
Hans-Werner Wilhelm
Wat’n Tofall (Anno 1996)
Dana-Leiterin Anne Schäfer (Mitte) überreichte zusammen mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden
Karl Wilms (links) und Inge Steinke (rechts), ehrenamtliche Helferin im Pflegeheim, die symbolischen Schecks an Claudia Köster („Appen hilft“) und Rolf Heidenberger („Appen musiziert“). Foto: tp
Eine wunderbare Zusammenarbeit hat sich unter dem
Dach des Dana Pflegeheimes
gebildet. Der Seniorenbeirat
der Gemeinde trifft sich regelmäßig dort und wenn die Stiftung „Appen hilft“ ein Pressegespräch führt, können sie das
Bistro „La Santé“ nutzen. Bei
Veranstaltungen in dem Haus
am Schäferhofweg 10 zeigen
Seniorenvertreter und Mitglieder des Vereins Flagge, der
sich das Motto gesetzt hat
„Damit für alle Kinder die
Sonne scheint“.
Bei diesen Veranstaltungen
werden Speisen und Getränke
traditionell gegen eine Spende
verkauft. Nun konnte die
Heimleiterin Anne Schäfer
den Erlös überreichen, der in
den vergangenen Monaten gemacht worden ist. Jeweils 500
Euro gehen an „Appen musiziert“ und „Appen hilft“.
Der Initiator der größten
ehrenamtlichen Benefizveranstaltung Deutschlands, Rolf
Heidenberger, und die 2. Vereinsvorsitzende, Claudia Köster, nahmen die beiden sym-
bolischen Schecks entgegen.
Das Geld kam beim Weihnachtmarkt, dem Sommerfest
sowie dem Fest aus Anlass des
zehnjährigen Bestehens des
Seniorenheims in Appen zusammen.
„Die Menschen spenden
gern“, weiß Inge Steinke, die
sich ehrenamtlich im Pflegeheim unter anderem als Betreuerin engagiert. „Wir müssen mit niemandem diskutieren, denn ,Appen musiziert’
und ,Appen hilft’ sind im Dorf
bekannt.“
(tp)
X Kirchliche Nachrichten für Uetersen und Umgebung
(Ende der Sommerzeit:
Zeitumstellung!)
KIRCHE AM KLOSTER
Sonntag, 27. Okt., 19.00 Uhr
Abendgottesdienst mit Konfirmanden und Konfirmandinnen (Pastorin
Ruwoldt)
ERLÖSERKIRCHE
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Gottesdienst zur Goldenen
Konfirmation m. A.
(Pastor Bornholdt/Pastor Hild)
Es singt die Kantorei unter
Leitung von E. Kneifel
MARTIN-LUTHER-HAUS
Sonntag, 27. Okt., 11.00 Uhr
Gottesdienst (Prediger Wiese )
CHRISTUSKIRCHE –
EV.-FREIKIRCHLICHE
GEMEINDE
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Gottesdienst (Pastor Penno)
KATH. CHRISTKÖNIGSKIRCHE
HASELAU
Sonntag, 27. Okt., 9.30 Uhr
Heilige Messe
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Predigtgottesdienst
(Pastor Petersen)
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Gottesdienst,
anschließend Kirchenkaffee
(Pastor Matthiesen)
HASELDORF / HETLINGEN
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Gottesdienst m. A. (Saft)
in Haseldorf (Pastor Nagel)
MOORREGE / HEIST
Sonntag, 27. Okt., 18.00 Uhr
Abendgottesdienst in Heist
(Pastor Weißflog)
SEESTER
Sonntag, 27. Okt., 10.00 Uhr
Gottesdienst (N.N.)
DAS ABGEORDNETENWORT
Endlich Bürokratiecheck
Liebe Leserin, lieber Leser,
anfang dieses Monats beschlossen die 28 EU-Kommissare in Brüssel einstimmig, die EU-Gesetzgebung
einem „Fitness-Check“ zu
unterwerfen und einer Verschlankungskur zu unterziehen.
Dieser Entscheidung waren zähe Kabinettsverhandlungen vorausgegangen. In
bestimmten Bereichen beabsichtigt die Kommission auf
Legislativmaßnahmen
zu
verzichten und bestehende
EU-Rechtsakte aufzuheben.
Damit macht Kommissionspräsident José Manuel Barroso seine Ankündigung wahr,
dass sich Europa weniger in
national lösbare Aufgaben
einmischen sollte. Die Kommission reagiert damit auch
auf dem Vorwurf der Überregulierung.
Ich finde, dass die Entscheidung endlich die Gesetzgebung einem Bürokratiecheck zu unterziehen,
richtig ist und längst überfällig war. Jahrelang vorgebrachte Forderungen aus der
CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament tragen
endlich Früchte.
Zum Beispiel beim Boden-
schutz muss die EU endlich
die Verantwortung der Mitgliedstaaten anerkennen. Mit
dem heute beschlossenen
Check steigt die Chance, dass
wirksamer Bodenschutz, im
Reimer Böge.
Sinne der Subsidiarität, dort
geregelt wird, wo sich der
Boden befindet: in den Mitgliedstaaten. Dieser einfachsten Logik wird sich die
Kommission nicht entziehen
können. Sie sollte ihren Vorschlag zum Bodenschutz
endlich zurückziehen.
Auch bei der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
sehe ich dringenden Handlungsbedarf, um Bürokratie
und Mehrkosten einzudäm-
dat müssen gliecks`n poor
mehr ween.
Dor sä Wolfgang Behnke,
he seet vörn vör den Disch,
opp eenmol ganz lies: „Kiek
mol dor, is dat nich de Reinhold Beckmann, de Sportjournalist vun SAT1“? „Wohrhaftig, dat is he, dat wi den ook
mol in echt erleevt, wat hebt
wi blots vun Glück,“ sä Heino
Slowig.
Reinhold Beckmann
ut de Sportredaktion
Reinhold Beckmann sät in
een Strandkorf, blang sick een
Kinnerwogen mit wat Lüttes
bin’n, den he jümmer lies hin
und her schaukeln de, und vör
sick op’n Disch har he Kaffee
und Kooken stohn und wer
an’t lesen.
„Du heetst doch ook Beckmann, blots dat dien Vörnam
Reiner is, ne, wat’n Tofall,“ sä
Knut Pietczek. Stell di doch
mol bi emm vör, so ass Namensvedder, und frochst emm
mol, wat he de Reinhold Beckmann is, den wi all ut de SAT1
Sportredaktion kennen dot.
„Dat woch ick mi nich“, sä
Reiner, lot uns man leever
erstmol noch een Beer drinken, denn mach dat angohn,
dat ick den Mot heff.
No de veerte Runn, güng
Reiner denn los, stell sick vör
den Strandkorf op und sä
denn: „Good’n Dach, entschulligen se bitte, mien Nom
is Reiner Beckmann, sünd se
nich de Sportjournalist Reinhold Beckmann, den wi all ut’n
Fernsehn kennt?“
Und wi uut de Pistol antert
sien Gegenöber: „Ne, ick bün
Harry Valerien, ober mit den
Beckmann bün ick ganz good
bekannt. Wi hebt uns bogen
vör Lachen öber düsse Slachfertigkeit vun Reinhold Beckmann. Dor har Reiner Beckmann nicht reckend, he köm
ganz bedröppelt an unsen
Disch to sitten und sä: „Dat is
he nich, dat is Harry Valerien.“
Sunn Beleefnis het man nich
jeden Dach und wenn ick mol
no Sylt fohr, mutt ick ümmer
an dütt Beleefnis trüchdenken
und kann mi hüt noch doröber
amüseern.
Harry Valerien (Sportjournalist) und Reiner Beckmann
leeft beide all nich mehr, und
Reinhold Beckmann is hüt ook
nich mehr bi SAT1, ne, de is nu
ook all wiet öber tein Johr bi
de ARD und blang bi mokt he
noch goode Musik mit siene
Band, und dat Lütte ut den
Kinnerwogen is hüt ook all
grot.
So vergeiht de Tied.
APPEN
Sonntag, 27. Okt., 18.00 Uhr
Willkommensgottesdienst für die
neuen Konfirmanden und Konfirmandinnen (Pastor Schüler)
TORNESCH
Am 6. Mai 1996 heff ick mit
mien domolige Dienstogstennisgrupp, acht Mann hoch,
mol ne Herrntour no Westerland op Sylt mokt. Wi wull’n
uns mol sunn Weekenend den
Nordseewind ümm de Ohrn
weihn loten und wat Witziges
hebt wi dorbi ook noch beleeft.
Uns Quatier wer dat bekannte Hotel Wünschmann,
nich wiet wech vun’t Woter,
merden in Westerland.
Den ersten Dach harn wi
uns in de Tennishall in SyltOst twee Plätze bucht und
twee Stünn’n Doppel speelt,
achterran schön wat eeten,
noch`n poor Sluck Köm und
Beer hat, und den güng dat jo
so obends Klock twölf rümm
to Bett.
Annern Dach erst mol utsloopen, denn önnich fröhstücken, und achterrann het Reiner Beckmann (Festutschuss)
meent, wi schull’n uns jeder
een Fahrrad mieten und den
dormit no List föhrn. Goode
Idee vun emm. Ober so wiet
sünd wi gor nich kommen.
Klock twee wern wi in Kampen und harn bannigen Döst.
Rinn in’t Gogärtchen und sett
uns dor mit alle Mann hoch an
sunn grooten Disch und bestellt wat to drinken. Dat bleef
den jo ook nich bi een Beer, ne,
men. In der Plenarabstimmung hierzu konnte zwar in
vielen Einzelabstimmungen
Verbesserungen
durchgesetzt werden, insgesamt wurde aber das bereits existierende UVP-Regelwerk verschärft. Zum Beispiel bei der
„Abschätzung der optischen
Auswirkungen beim Bau
neuer Windräder“. Dies ist
des Guten eindeutig zu viel!
Etwas anders liegen die
Dinge beim Bürokratieabbau
bei verschiedenen Rechtsakten der Binnenmarktgesetzgebung. Auch hier gilt, dass
nicht alles, was auf nationaler Ebene gut ist, auch auf europäischer Ebene gut sein
muss. Wir sollten es uns
zweimal überlegen, ob, wann
und wo wir auf europäischer
Ebene handeln. Bei im Sinne
der Subsidiarität schwierigen Entscheidungen ist ein
weniger an EU-Gesetzgebung
manchmal
mehr.
Gleichzeitig muss durch die
Harmonisierung im Binnenmarkt Wettbewerbsverzerrungen vorgebeugt werden.
Das muss im Einzelfall geprüft werden.
Mit freundlichen Grüßen
Reimer Böge,
EU-Abgeordneter der CDU
DAS WORT ZUM SONNTAG
Mehr Freiheit für alle
Liebe Leserin, lieber Leser,
nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl habe man sich parteiintern auf grundlegende
Werte besonnen, las ich vor
einigen Wochen in der Zeitung. Es gehe den Grünen um
„mehr Ökologie“, „mehr soziale Gerechtigkeit“ und
„mehr Freiheit für alle“. Zugegeben, das Blatt, das ich
hier zitiere, ist kein politisches Fachblatt, sondern
zeichnet sich vor allem durch
ein bequem zu lesendes Format aus.
Wie dem auch sei, mich
brachte dieser Artikel zum
Nachdenken. Mehr Freiheit
für alle! Mehr Freiheit für
den Unternehmer, der aus
Massentierhaltung Kapital
schlägt und mehr Freiheit für
die Hühnchen? Mehr Freiheit
für die Arbeitgeber und für
die Arbeitnehmer?
Wir merken, die Parole
„mehr Freiheit für alle“
könnte man ebenso durch
„mehr Freiheit für die Gummibärchen“
ersetzen.
Schließlich hört die Freiheit
des einen dort auf, wo die
Freiheit des anderen beginnt
– und umgekehrt.
Dennoch ist Freiheit ein
grundlegender Wert. Unsere
westliche Gesellschaft hat
sich in einem jahrhundertelangen Prozess Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungs- und Religionsfreiheit erkämpft. Das ist gut
so – und bedarf einer stetigen
Ausjustierung. Das ist ja das
Spannende an der Politik, der
„Juristerei“ und auch - der
Theologie!
Im Denken und Wirken
Martin Luthers war dies eine
zentrale Frage. Luther war
dabei auch für Überraschungen gut. Bereits 1520 hatte
Luther seinen Freiheitsbe-
griff in der kleinen Schrift
„Von der Freiheit eines
Christenmenschen“ dargelegt. Er selbst stand, entscheidungsstark, unerschütterlich in seinen Grundsätzen, unerschrocken in seinen
Äußerungen, sozusagen als
Sinnbild für die Freiheit des
Protestantismus. Als dann
aber der Humanist Erasmus
von Rotterdam sein Werk
über den „freien Willen“ „de libero arbitrio“ veröffentlichte, antwortete Luther im
Jahr 1525 überraschender
Weise mit einer Gegenschrift: „de servo arbitrio“.
Der menschliche Wille ist
nicht frei, sondern versklavt!
Wir sind auch innerlich
bestimmt durch Zwänge. Luther sah die Gefahren einer
reformatorischen Strömung,
Pastorin Kirsten Ruwoldt.
die im Freiheitsrausch zur
Selbstüberhebung des Menschen führt. Nach dem Motto: es ist uns alles erlaubt –
unter Vernachlässigung des
paulinischen Nachsatzes: …
aber nicht alles ist nützlich
oder: …nichts aber soll Macht
über uns gewinnen (zwei
großartige Bibelstellen: 1.
Kor. 6,12 und 10,23).
Paulus wie Luther hielten
fest: Das Nachdenken über, ja
das Streben nach Freiheit
führt an unsere Grenzen. Der
geniale Gedanke war, dass
die Freiheit eines Christenmenschen sich immer in Polaritäten bewegt: er ist zugleich frei und unfrei. Damit
ist der Mensch selber eigentlich ein paradoxes Wesen. Er
wird niemals fehlerlos handeln können – aber er kann
sich entscheiden – und jede
Entscheidung ist eine Herausforderung! Mehr Freiheit
für alle! Ja – ich bin dafür!
Wenn es jene Freiheit ist, die
sich freiwillig in Grenzen begibt: die aus Achtung und
Respekt, bewegt von der Liebe zu Gott und den Menschen, gerne verzichtet auf
ihre angeblich so großen
aber im Grunde doch auch
kümmerlichen menschlichen
Möglichkeiten. Die Freiheit,
ein verletzendes Wort nicht
zu sagen (auch wenn ich
„Recht“ hätte!) - die Freiheit,
den Mund aufzutun für die
Sache derer, die vergessen
werden - die Freiheit, die
nicht konsumieren muss, um
sich frei zu fühlen, die - im
Gegenteil - achtsam und freien Herzens auf den Konsum
verzichten kann, der unseren
Mitmenschen und Mitgeschöpfen schadet.
Diese
Freiheit könnte ein Gegenentwurf sein zum postmodernen Schwanengesang, der
uns versklavt im Sinne von:
„ich will alles, ich will alles und zwar sofort!“ Es wäre ein
Gegenentwurf, der mehr Liebe ermöglicht. Übrigens
auch zu sich selbst – trotz aller unserer eigenen engen
Grenzen.
So lieben zu können, dieser Liebe zu glauben und zu
trauen, das ist die großartige
geschenkte Freiheit, die Gott
uns in Jesus Christus gibt.
Pastorin Kirsten Ruwoldt,
Kirche am Kloster
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