close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

4. unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Stärkung der

EinbettenHerunterladen
V. Resolutionen – Dritter Ausschuss
4. unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Stärkung der
internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte den Reichtum und die Vielfalt der internationalen
Gemeinschaft der Nationen und Völker zu bewahren sowie die
nationalen und regionalen Besonderheiten und die unterschiedlichen historischen, kulturellen und religiösen Voraussetzungen
zu achten;
5. unterstreicht außerdem, dass alle Menschenrechte allgemein gültig und unteilbar sind, einander bedingen und miteinander verknüpft sind und dass die internationale Gemeinschaft die Menschenrechte weltweit in gerechter und gleicher
Weise, auf derselben Grundlage und mit demselben Nachdruck
behandeln muss, und erklärt erneut, dass es, obschon die Bedeutung nationaler und regionaler Besonderheiten und unterschiedlicher historischer, kultureller und religiöser Voraussetzungen im Auge zu behalten ist, die Pflicht der Staaten ist, ohne Rücksicht auf ihre jeweilige politische, wirtschaftliche und
kulturelle Ordnung alle Menschenrechte und Grundfreiheiten
zu fördern und zu schützen;
6. erklärt erneut, dass alle Staaten die Herbeiführung,
die Wahrung und die Festigung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit fördern und zu diesem Zweck ihr Möglichstes tun sollen, um eine allgemeine und vollständige Abrüstung unter wirksamer internationaler Kontrolle herbeizuführen
und sicherzustellen, dass die durch wirksame Abrüstungsmaßnahmen freigesetzten Ressourcen für eine umfassende Entwicklung, insbesondere der Entwicklungsländer, verwendet werden;
7. erinnert daran, dass die Generalversammlung ihre
Entschlossenheit verkündet hat, nachdrücklich auf die Errichtung einer neuen internationalen Wirtschaftsordnung hinzuwirken, die auf Gerechtigkeit, souveräner Gleichheit, wechselseitiger Abhängigkeit, dem gemeinsamen Interesse und der Zusammenarbeit aller Staaten unabhängig von ihrem Wirtschaftsund Gesellschaftssystem beruht, die Ungleichheiten behebt und
bestehende Ungerechtigkeiten beseitigt, die die Aufhebung der
sich vertiefenden Kluft zwischen den entwickelten Ländern und
den Entwicklungsländern ermöglicht und eine sich stetig beschleunigende wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Frieden und Gerechtigkeit für die heutigen und die kommenden
Generationen gewährleistet462;
8. erklärt erneut, dass die internationale Gemeinschaft
Mittel und Wege finden sollte, um die derzeitigen Hindernisse
zu beseitigen und den Herausforderungen zu begegnen, die sich
der vollen Verwirklichung aller Menschenrechte entgegenstellen, und um weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, die sich daraus auf der ganzen Welt ergeben;
9. fordert die Staaten nachdrücklich auf, sich auch weiterhin durch eine verstärkte internationale Zusammenarbeit um
die Schaffung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung zu bemühen;
462
Siehe Resolution 3201 (S-VI).
423
10. ersucht die Menschenrechtskommission, die Menschenrechts-Vertragsorgane, das Amt des Hohen Kommissars
der Vereinten Nationen für Menschenrechte, die Mechanismen
der Menschenrechtskommission und die Unterkommission für
die Förderung und den Schutz der Menschenrechte, dieser Resolution im Rahmen ihres jeweiligen Mandats gebührende
Aufmerksamkeit zu widmen und zu ihrer Durchführung beizutragen;
11. ersucht den Generalsekretär, diese Resolution den
Mitgliedstaaten, den Organen, Organisationen und anderen
Teilen der Vereinten Nationen, den zwischenstaatlichen Organisationen, insbesondere den Bretton-Woods-Institutionen, und
den nichtstaatlichen Organisationen zur Kenntnis zu bringen
und so weit wie möglich zu verbreiten;
12. beschließt, die Behandlung dieser Frage auf ihrer
sechsundfünfzigsten Tagung unter dem Punkt "Menschenrechtsfragen" fortzusetzen.
RESOLUTION 55/108
9HUDEVFKLHGHW DXI GHU 3OHQDUVLW]XQJ DP 'H]HPEHU RKQH $EVWLPPXQJ DXI (PS
IHKOXQJ GHV $XVVFKXVVHV $$GG XQG .RUU =LIIHU 55/108. Recht auf Entwicklung
Die Generalversammlung,
geleitet von der Charta der Vereinten Nationen und insbesondere ihre Entschlossenheit bekundend, den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit
zu fördern und den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker durch internationale Einrichtungen zu fördern,
daran erinnernd, dass die Erklärung über das Recht auf
Entwicklung464 bestätigte, dass das Recht auf Entwicklung ein
unveräußerliches Menschenrecht ist und dass Gleichheit der
Entwicklungschancen ein Vorrecht der Nationen wie auch der
Einzelpersonen ist, aus denen die Nationen sich zusammensetzen,
feststellend dass die vom 14. bis 25. Juni 1993 in Wien abgehaltene Weltkonferenz über Menschenrechte das Recht auf
Entwicklung als allgemein gültiges und unveräußerliches Recht
und als festen Bestandteil aller grundlegenden Menschenrechte
bekräftigte465,
anerkennend, dass die Erklärung über das Recht auf Entwicklung eine wesentliche Verbindung zwischen der Allgemei463
Der in dem Bericht empfohlene Resolutionsentwurf wurde im Ausschuss
eingebracht von: Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Belgien,
Botswana (im Namen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, die
Mitglieder der Bewegung der nichtgebundenen Länder sind, sowie Chinas),
Brasilien, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, ehemalige jugoslawische
Republik Mazedonien, El Salvador, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland,
Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien und
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.
464
Resolution 41/128, Anlage.
465
Siehe A/CONF.157/24 (Teil I), Kap. III.
424
Generalversammlung – Fünfundfünfzigste Tagung
nen Erklärung der Menschenrechte466 und der Erklärung und
dem Aktionsprogramm von Wien herstellt, die von der Weltkonferenz über Menschenrechte am 25. Juni 1993 verabschiedet wurden465, da sie eine ganzheitliche Vision entwickelt, die
die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte mit den
bürgerlichen und politischen Rechten verknüpft,
mit dem Ausdruck ihrer Besorgnis darüber, dass mehr als
fünfzig Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die unannehmbare Situation der
absoluten Armut, des Hungers, der Krankheit, des Mangels an
angemessenem Wohnraum, des Analphabetentums und der
Hoffnungslosigkeit noch immer das Los von mehr als einer
Milliarde Menschen ist,
betonend, dass die Förderung, der Schutz und die Verwirklichung des Rechts auf Entwicklung fester Bestandteil der Förderung und des Schutzes aller Menschenrechte sind,
feststellend, dass der Mensch zentrales Subjekt der Entwicklung ist und dass jede Entwicklungspolitik ihn daher zum
Hauptträger und -nutznießer der Entwicklung machen sollte,
betonend, wie wichtig es ist, ein wirtschaftliches, politisches, soziales, kulturelles und rechtliches Umfeld zu schaffen,
das es den Menschen ermöglicht, die soziale Entwicklung zu
verwirklichen,
bekräftigend, dass bei der Verwirklichung des Rechts auf
Entwicklung eine geschlechtsbezogene Perspektive einbezogen
werden muss, indem unter anderem sichergestellt wird, dass
Frauen eine aktive Rolle im Entwicklungsprozess spielen,
hervorhebend, dass die Ermächtigung der Frau und ihre
volle und gleichberechtigte Mitwirkung in allen gesellschaftlichen Bereichen für die Entwicklung von grundlegender Bedeutung ist,
betonend, dass es auf nationaler Ebene einer wirksamen und
effizienten Entwicklungspolitik und auf internationaler Ebene
ausgewogener Wirtschaftsbeziehungen und eines förderlichen
wirtschaftlichen Umfelds bedarf, wenn das Recht auf Entwicklung verwirklicht werden soll,
in diesem Zusammenhang erfreut über die Verabschiedung
der Agenda für Entwicklung467 durch die Generalversammlung,
in der erklärt wird, dass die Entwicklung eine der obersten Prioritäten der Vereinten Nationen ist, und die darauf gerichtet ist,
einer auf der Grundlage des Gebots des gegenseitigen Nutzens
und echter Interdependenz neu geschlossenen und neu gestalteten und gestärkten Entwicklungspartnerschaft Auftrieb zu verleihen,
mit dem Ausdruck ihrer Besorgnis darüber, dass die Erklärung über das Recht auf Entwicklung nicht ausreichend verbreitet ist und dass sie bei bilateralen und multilateralen Kooperationsprogrammen, einzelstaatlichen Entwicklungsstrategien und
-politiken und bei den Aktivitäten der internationalen Organisationen entsprechend berücksichtigt werden sollte,
betonend, dass es zur wirksameren Förderung und Verwirklichung des Rechts auf Entwicklung im gesamten System der
Vereinten Nationen der Koordinierung und Zusammenarbeit
bedarf,
unterstreichend, dass der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte entsprechend dem Auftrag in
Ziffer 4 c) der Resolution 48/141 der Generalversammlung
vom 20. Dezember 1993 bei der Förderung und dem Schutz
des Rechts auf Entwicklung eine wichtige Rolle zukommt,
unter Hinweis auf ihre Resolution 54/175 vom 17. Dezember 1999,
Kenntnis nehmend von der Resolution 2000/5 der Menschenrechtskommission vom 13. April 2000468,
mit Genugtuung über den Bericht über die zweite Tagung
der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für das Recht
auf Entwicklung469, namentlich die darin vorgeschlagene Strategie, und insbesondere mit Genugtuung über die Empfehlung,
einen Folgemechanismus einzurichten, um die Förderung und
Verwirklichung der Erklärung über das Recht auf Entwicklung
sicherzustellen,
1. erklärt erneut, dass das Recht auf Entwicklung als ein
fester Bestandteil der grundlegenden Menschenrechte für jeden
Menschen und für alle Völker in allen Ländern, insbesondere in
den Entwicklungsländern, von Bedeutung ist und dass seine
Verwirklichung zur vollen Ausübung aller Menschenrechte und
Grundfreiheiten beitragen könnte;
2. ist sich dessen bewusst, dass mehr als fünfzig Jahre
nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte466 verstärkte Anstrengungen erforderlich sind, um
alle Menschenrechte, und in diesem Zusammenhang besonders
das Recht auf Entwicklung, an die Spitze der globalen Agenda
zu stellen;
3.
a) dass das Wesen des Rechts auf Entwicklung in dem
Grundsatz liegt, dass der Mensch zentrales Subjekt der Entwicklung ist und dass das Recht auf Leben ein menschenwürdiges Dasein unter Deckung des Existenzminimums einschließt;
b) dass die weite Verbreitung absoluter Armut die volle
und wirksame Ausübung der Menschenrechte behindert und die
Demokratie und die Teilhabe der Bevölkerung auf eine schwache Grundlage stellt;
c) dass es, wenn Frieden und Stabilität Bestand haben
sollen, nationaler und internationaler Maßnahmen und Zusam468
466
Resolution 217 A (III).
467
Resolution 51/240, Anlage.
erklärt erneut,
Siehe Official Records of the Economic and Social Council, 2000, Supplement No. 3 und Korrigendum (E/2000/23 und Korr.1), Kap. II, Abschnitt A.
469
E/CN.4/1998/29.
V. Resolutionen – Dritter Ausschuss
menarbeit bedarf, um bessere Lebensbedingungen für alle in
größerer Freiheit zu fördern, wozu maßgeblich die Beseitigung
der Armut gehört;
4. bekräftigt, dass Demokratie, Entwicklung und die
Achtung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten, einschließlich des Rechts auf Entwicklung, sich gegenseitig bedingen und
verstärken und bestätigt in diesem Zusammenhang,
a) dass die einzelnen Länder unterschiedliche Erfahrungen zu verzeichnen haben, was die Fortschritte beziehungsweise Rückschritte bei der Entwicklung betrifft, und dass die Entwicklung im Ländervergleich wie auch innerhalb der Länder in
einem breiten Spektrum verläuft;
b) dass eine Reihe von Entwicklungsländern in letzter
Zeit ein rasches Wirtschaftswachstum verzeichnen konnten und
zu dynamischen Partnern in der Weltwirtschaft geworden sind;
c) dass gleichzeitig die Kluft zwischen den entwickelten
Ländern und den Entwicklungsländern nach wie vor unannehmbar groß ist, dass die Entwicklungsländer sich auch weiterhin Schwierigkeiten in Bezug auf ihre Teilhabe am Globalisierungsprozess gegenübersehen und manche Gefahr laufen,
ausgegrenzt und von seinen Vorteilen nahezu ausgeschlossen
zu werden;
d) dass das weltweite Voranschreiten der Demokratie
überall mit gestiegenen Erwartungen an die Entwicklung einhergegangen ist, dass die Nichterfüllung dieser Erwartungen
die Gefahr eines Wiederauflebens antidemokratischer Kräfte
birgt und dass Strukturreformen, die die soziale Wirklichkeit
nicht berücksichtigen, die Demokratisierungsprozesse destabilisieren könnten;
e) dass die wirksame Teilhabe der Bevölkerung ein unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen und dauerhaften
Entwicklung ist;
f)
dass Demokratie, die Achtung aller Menschenrechte
und Grundfreiheiten, namentlich des Rechts auf Entwicklung,
eine transparente, rechenschaftspflichtige Regierungs- und
Verwaltungsführung in allen Sektoren der Gesellschaft sowie
eine wirksame Teilhabe der Bürgergesellschaft zu den unentbehrlichen Grundlagen für die Verwirklichung einer nachhaltigen sozialen Entwicklung gehören, in deren Mittelpunkt der
Mensch steht;
g) dass die Teilhabe der Entwicklungsländer an den internationalen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen ausgeweitet und verstärkt werden muss;
5. fordert alle Staaten nachdrücklich auf, alle Hindernisse für die Entwicklung auf allen Ebenen zu beseitigen, indem
sie die Förderung und den Schutz der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte vorantreiben, umfassende Entwicklungsprogramme auf einzelstaatlicher
Ebene durchführen und diese Rechte in die Entwicklungsaktivitäten einbeziehen sowie eine wirksame internationale Zusammenarbeit fördern;
425
6. erklärt erneut, dass alle Menschenrechte allgemein
gültig und unteilbar sind, einander bedingen und miteinander
verknüpft sind, und dass die Universalität, Objektivität, Unparteilichkeit und Nichtselektivität der Behandlung von Menschenrechtsfragen sichergestellt werden muss;
7. bekräftigt, dass die internationale Zusammenarbeit
immer mehr als eine Notwendigkeit gesehen wird, die sich aus
anerkannten gegenseitigen Interessen ableitet, und dass diese
Zusammenarbeit daher gestärkt werden sollte, um die Anstrengungen zu unterstützen, die die Entwicklungsländer unternehmen, um ihre wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu lösen
und ihre Verpflichtung zur Förderung und zum Schutz aller
Menschenrechte zu erfüllen;
8. begrüßt die Absicht des Generalsekretärs, dem Recht
auf Entwicklung hohe Priorität zuzuweisen, und fordert alle
Staaten nachdrücklich auf, das Recht auf Entwicklung als unerlässlichen Bestandteil eines ausgewogenen Menschenrechtsprogramms weiter zu fördern;
9. begrüßt es außerdem, dass die Hohe Kommissarin der
Vereinten Nationen für Menschenrechte den Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Recht auf Entwicklung hohe Priorität
zuweist, und fordert das Amt des Hohen Kommissars nachdrücklich auf, die Resolution 1998/72 der Menschenrechtskommission vom 22. April 1998470 weiter durchzuführen;
10. begrüßt ferner den Beschluss 1998/269 des Wirtschafts- und Sozialrats vom 30. Juli 1998, in dem der Menschenrechtskommission die Einrichtung eines Folgemechanismus genehmigt wurde, bestehend aus einer allen Mitgliedstaaten offen stehenden Arbeitsgruppe über das Recht auf Entwicklung und einem unabhängigen Experten, der den Auftrag hat,
der Arbeitsgruppe auf jeder ihrer Tagungen eine Studie über
den jeweiligen Sachstand der Verwirklichung des Rechts auf
Entwicklung vorzulegen, wie in der Kommissionsresolution
1998/72 vorgesehen;
11. begrüßt es, dass die erste Tagung der allen Mitgliedstaaten offen stehenden Arbeitsgruppe über das Recht auf Entwicklung unter dem Vorsitz von M. S. Dembri (Algerien) vom
18. bis 22. September 2000 in Genf stattfand, und legt der Arbeitsgruppe nahe, die Vorbereitungen für ihre zweite Tagung
fortzusetzen, die für Januar 2001 anberaumt ist;
12. nimmt Kenntnis von den Koordininierungsmechanismen und -initiativen innerhalb des Systems der Vereinten Nationen, an denen das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten
Nationen für Menschenrechte mitwirkt, um die Verwirklichung
des Rechts auf Entwicklung zu fördern;
13. nimmt außerdem Kenntnis von dem zweiten Bericht
des unabhängigen Experten für das Recht auf Entwicklung471,
der sich auf die Beseitigung der Armut konzentriert, als Be470
Siehe Official Records of the Economic and Social Council, 1998, Supplement No. 3 (E/1998/23), Kap. II, Abschnitt A.
471
Siehe A/55/306.
426
Generalversammlung – Fünfundfünfzigste Tagung
reich, der bei der Verwirklichung des Rechts auf Entwicklung
vorrangige Aufmerksamkeit erfordert;
14. nimmt ferner Kenntnis von dem Bericht über die
menschliche Entwicklung 2000, herausgegeben von dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen472, und von dem
Weltentwicklungsbericht 2000/2001: Bekämpfung der Armut,
herausgegeben von der Weltbank473, die beide Themen behandeln, die für die Menschenrechte und das Recht auf Entwicklung relevant sind, und begrüßt es, dass Vertreter der internationalen Finanzinstitutionen sowie der zuständigen Sonderorganisationen, Fonds und Programme der Vereinten Nationen und
von nichtstaatlichen Organisationen in der Arbeitsgruppe mitwirken, im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des
Wirtschafts- und Sozialrats;
15. bittet die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen
für Menschenrechte, der Menschenrechtskommission jährlich
Bericht zu erstatten, solange der Mechanismus besteht, der Arbeitsgruppe Zwischenberichte vorzulegen und diese Berichte
dem unabhängigen Experten zugänglich zu machen, wobei jeder Bericht Angaben zu folgenden Punkten enthalten soll:
a) die Tätigkeit ihres Amtes in Bezug auf die Verwirklichung des Rechts auf Entwicklung, wie in ihrem Mandat vorgesehen;
b) die Durchführung der Resolutionen der Generalversammlung und der Menschenrechtskommission, die sich auf
das Recht auf Entwicklung beziehen;
c) die interinstitutionelle Koordination innerhalb des
Systems der Vereinten Nationen in Bezug auf die Durchführung der diesbezüglichen Resolutionen der Kommission;
16. fordert das System der Vereinten Nationen nachdrücklich auf, weiterhin die Durchführung der in letzter Zeit
verabschiedeten Resolutionen der Menschenrechtskommission
zum Recht auf Entwicklung zu unterstützen;
17. fordert den Generalsekretär auf, dafür zu sorgen, dass
die Arbeitsgruppe und der unabhängige Experte alle erforderliche Hilfe erhalten, insbesondere das Personal und die Finanzmittel, die sie zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben benötigen;
18. fordert die Arbeitsgruppe auf, von den Beratungen
über das Recht auf Entwicklung während der fünfundfünfzigsten Tagung der Generalversammlung und der sechsundfünfzigsten Tagung der Menschenrechtskommission sowie von allen anderen für das Recht auf Entwicklung relevanten Fragen
Kenntnis zu nehmen;
19. ersucht den Generalsekretär, der Generalversammlung
auf ihrer sechsundfünfzigsten Tagung und der Menschenrechtskommission auf ihrer siebenundfünfzigsten Tagung einen
umfassenden Bericht über die Durchführung der verschiedenen
Bestimmungen dieser Resolution vorzulegen;
20. beschließt, die Behandlung dieser Frage auf ihrer
sechsundfünfzigsten Tagung mit Vorrang fortzusetzen.
RESOLUTION 55/109
9HUDEVFKLHGHW DXI GHU 3OHQDUVLW]XQJ DP 'H]HPEHU RKQH $EVWLPPXQJ DXI (PS
IHKOXQJ GHV $XVVFKXVVHV $$GG XQG .RUU =LIIHU 55/109. Stärkung der internationalen Zusammenarbeit auf
dem Gebiet der Menschenrechte
Die Generalversammlung,
unter Hinweis auf ihre Resolution 54/181 vom 17. Dezember 1999, Kenntnis nehmend von der Resolution 2000/70 der
Menschenrechtskommission vom 26. April 2000 über die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Menschenrechte475, sowie unter Hinweis auf die Versammlungsresolution 54/113 vom 10. Dezember 1999 über das von
den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr des Dialogs zwischen
den Kulturen,
in Bekräftigung ihrer Entschlossenheit, im Sinne der Charta
der Vereinten Nationen, insbesondere des Artikels 1 Absatz 3,
sowie der einschlägigen Bestimmungen der Erklärung und des
Aktionsprogramms von Wien, die am 25. Juni 1993 von der
Weltkonferenz über Menschenrechte verabschiedet wurden476,
die internationale Zusammenarbeit zu fördern, damit es in stärkerem Umfang zu einer echten Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der Menschenrechte kommt,
anerkennend, dass die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte für die volle
Verwirklichung der Ziele der Vereinten Nationen, namentlich
für die wirksame Förderung und den wirksamen Schutz aller
Menschenrechte, unabdingbar ist,
sowie anerkennend, wie wichtig es ist, die Universalität,
Objektivität und Nichtselektivität der Behandlung von Menschenrechtsfragen sicherzustellen, und betonend, wie wichtig
die Förderung des Dialogs über Menschenrechtsfragen ist,
erneut erklärend, dass der Dialog zwischen den Religionen,
Kulturen und Zivilisationen auf dem Gebiet der Menschenrechte erheblich zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit
auf diesem Gebiet beitragen könnte,
472
Human Development Report 2000, Veröffentlichung der Vereinten Nationen,
Best.-Nr. E.00.III.B.8. Deutsche Ausgabe: Bericht über die menschliche
Entwicklung 2000, veröffentlicht durch die Deutsche Gesellschaft für die
Vereinten Nationen e.V., Bonn, 2000.
473
World Development Report 2000/2001: Attacking Poverty, veröffentlicht für
die Weltbank durch Oxford University Press, New York, 2000. Deutsche
Ausgabe: Weltentwicklungsbericht 2000/2001: Bekämpfung der Armut,
veröffentlicht durch UNO-Verlag, Bonn, 2000.
474
Der in dem Bericht empfohlene Resolutionsentwurf wurde im Ausschuss
eingebracht von: Botsuana (im Namen der Mitgliedstaaten der Vereinten
Nationen, die Mitglieder der Bewegung der nichtgebundenen Länder sind,
sowie Chinas) und El Salvador.
475
Siehe Official Records of the Economic and Social Council, 2000, Supplement No. 3 und Korrigendum (E/2000/23 und Korr.1), Kap. II, Abschnitt A.
476
A/CONF.157/24 (Teil I), Kap. III.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
7
Dateigröße
72 KB
Tags
1/--Seiten
melden