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Hornby: „Ich verliebte mich in den Fussball, wie ich mich später in

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Gott ist nicht der liebe Gott, aber er ist ein Gott
der Liebe /22.04.12
Vielleicht hat sich mancher von Euch gefragt: „Was ist
das denn für ein „doppelt gemoppeltes“ Thema. Nun,
ganz einfach: Mit der ersten Betonung: „Gott ist nicht
der „liebe Gott“, wollte wir betonen, dass wir nicht
von dem Gott reden, der hier und da gern mal
„verniedlicht“ wird. Mit der zweiten Betonung: „…
aber ein Gott der Liebe“, will ich auf den Kern der
Frage zu sprechen kommen: „Wer ist Gott“?
Tatsache ist „echte Liebe“ darf auch „weh tun!“.
Wenn ich beschreiben soll, wer Gott, bzw. Jesus für
mich ist – würde ich sagen: (und dabei meine Hände
zu einem Kreuz ausbreiten: „Jesus kann mich echt
leiden – ja er hat echt für mich gelitten!“
Unter einer E- mail, las ich letzte Woche folgendes:
„WAS Jesus für mich ist? - EINER, der für mich ist!
Was ich von Jesus halte? - Das ER MICH hält!“
Stark, echt stark, wie Lothar Zenetti, beschreibt. Wer
Jesus ist: ER ist für mich - und ER HÄLT MICH.
Auch der Apostel Johannes fasst einmal wunderbar
zusammen, wer Gott ist. Im 1. Joh. 4,16 sagt er:
Im Urlaub las ich in der „Welt“, unter dem Stichwort
„Diese Liebe“, folgenden Kommentar von Nick
Hornby: „Ich verliebte mich in den Fussball, wie ich
Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der
bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Das ganze Ausmaß
mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich,
unerklärlich, unkritisch und o h n e einen Gedanken
an den Schmerz und die Zerrissenheit zu
verschwenden, die damit verbunden sein würden.“
der göttlichen Liebe zeigt sich darin, dass wir dem Tag
des Gerichts ohne Angst entgegengehen können (Hfa),
Wahrlich ein „echter Fußballfan“ kann leiden – und
wie! Wer echt liebt, macht sich verletzlich und wird
auch leiden. Wenn das schon beim Fußball so ist, wie
viel mehr bei Menschen, die einem nahe stehen…
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denn auch wenn wir noch in dieser Welt leben, sind wir
doch, wie Christus, mit dem Vater verbunden. (Neue
Genfer Übers.) 18 Wo die Liebe regiert, hat die Angst
keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt
jede Angst. Angst hat man nämlich dann, wenn man mit
einer Strafe rechnen muss. Wer sich also noch vor dem
Gericht fürchtet, bei dem ist die Liebe noch nicht zum
vollen Durchbruch gekommen.
2
19 Der tiefste Grund für unsere Zuversicht liegt in Gottes
Liebe zu uns: Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt
hat. 20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, aber
seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein
Lügner. Denn wenn jemand die nicht liebt, die er sieht,
wie kann er da Gott lieben, den er nicht sieht? 21 Denkt
an das Gebot, das Gott uns gegeben hat: Wer Gott liebt,
ist verpflichtet, auch die Geschwister zu lieben.
(Neue Genfer Übersetzung )
Klarer und deutlicher kann man den Kern des christl.
Glaubens nicht beschreiben: Gott ist Liebe!
Krass ist nur, dass uns diese größten Sätze der Bibel
nicht mehr wirklich vom Stuhl reißen.
O.k. = Gott ist Liebe – das haben wir schon x mal
gehört und was gibt‘ s sonst Neues, spannendes zu
sagen? Nichts! Es gibt nichts Größeres! Weiter kommt
Johannes nicht: Gott ist Liebe. Punkt. Oder besser:
Ausrufezeichen! Gott ist unglaublich leidensfähig!
Und diese Liebe Gottes ist offen für andere, die sich
von ihr anstecken lassen. Was ich sagen will:
Liebe ist kein billiges Gefühl.
Liebe ist auch keine unverbindliche Sympathie.
Liebe sieht den Menschen wie er ist und kann nicht
anders, als sich für ihn zu opfern.
Liebe verlässt die Komfortzone und begibt sich mitten
ins Getümmel.
Liebe wendet sich dem widerspenstigen Geliebten zu,
o h n e ihn zähmen zu können.
Liebe zahlt, wenn es darauf ankommt, den höchsten
Preis.
Liebe gibt lieber sich selbst in den Tod, als den
Geliebten preiszugeben. DAS ist Gottes Liebe.
DAS bist Du ihm wert!
Dietrich Bonhoeffer bringt’s einmalig auf den Punkt:
„Die Liebe will nichts vom Anderen. Sie will alles für
den Anderen.“
Gott ist durchtränkt, geformt, bewegt, bestimmt und
durchwebt von Liebe. Und zwar von der Liebe zu uns.
Interessanterweise redet die Bibel von diesem einen Gott
so, dass immer drei Personen ins Spiel kommen:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Der Grund
dafür ist einfach: Von Ewigkeit her > liebt der Vater, den
Sohn. > Und der Sohn ehrt den Vater. > Und der Geist
verbindet alle drei in Liebe. Von Ewigkeit her ist Gott
selbst eine Gemeinschaft voller Hingabe, voller Liebe!
3
Von nichts anderem könnte man das in gleicher
Weise behaupten, nicht von Gottes Gerechtigkeit,
nicht von Gottes Kraft, auch nicht von Gottes Wissen.
4
Mit nichts anderem können wir Gott so identifizieren
wie mit Liebe. Gott ist Liebe.
Gottes Wesen ist Liebe, und diese Liebe gilt uns.
anziehend ist. Etwas ist irgendwie attraktiv und
liebenswert, und dann lieben wir es.
Du bist –
> ob Du es weißt oder nicht
> ob Du es fühlst oder nicht
> ob Du meinst es zu verdient zu haben oder nicht
> ob Du gerade gut drauf bist oder völlig neben der Spur
Du bist von Gott geliebt!
Du bist in seinem Herzen!
Du stehst vor seinen Augen.
Du bewegst sein Empfinden.
Du rührst ihn zu Tränen.
Du bringst ihn zum Lachen.
Du bist von ihm umsorgt und umgeben, getragen und
erhalten, begabt und gesendet, und das aus einem
Grund: weil er Dich liebt.
Bei Gottes Liebe ist es Gott sei Dank ganz anders.
Und es scheint so, als haben wir ein Leben lang damit
zu tun, das zu buchstabieren: Gottes Liebe findet das
Liebenswürdige nicht vor, sondern ER schafft es erst!
Martin Luther sagt in der ihm eigenen Art und Weise:
„Die Sünder sind darum schön, weil sie geliebt werden;
nicht darum werden sie geliebt, weil sie schön sind.“
Michael Herbst hat es so formuliert: „Liebe macht
schön! Darum seid Ihr eine schöne Versammlung
oder eine Versammlung der Schönen.“
Und wie ist das mit der Liebe von unserer Seite?
Es ist ganz einfach: Nur wer geliebt ist – kann lieben!
Johannes schreibt: „Wir lieben, weil er uns zuerst
geliebt hat.“ V.19
Wir müssen also nichts aus uns heraus produzieren,
was wir nicht haben.
Johannes sagt an anderer Stelle: „Darin besteht die
Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern
dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn
zur Versöhnung für unsere Sünden“ (4,10).
C. S. Lewis unterscheidet zwei Weisen der Liebe:
> die schenkende Liebe und
> die empfangende Liebe.
Die schenkende Liebe gibt sich für andere hin.
Siehe Jesus!
Bei Plato heißt es, dass sich die Liebe immer auf
etwas richtet, was durch seine Liebenswürdigkeit
5
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Die empfangende Liebe lässt sich beschenken – und
beschenkt andere.
Unsere Liebe ist empfangende Liebe.
Wir können nur geben, was wir empfangen.
Eine stadtbekannte Dirne kam einmal zu Jesus und
übergoss Jesu Füße mit so wertvollem Öl, dass einem
stadtbekanntem frommen Mann die „Luft wegblieb“.
Jesus erklärte diesem Mann: Lk.7,47 „Ich sage Dir: Ihre
große Schuld ist ihr vergeben; sonst hätte sie mir
nicht so viel Liebe zeigen können. Wem wenig
vergeben wird, der liebt auch wenig.“
Alles kommt drauf an, wie nah wir Gott an uns „ran“lassen, wie „ehrlich, offen“ wir ihm gegenüber werden
Gottes Wesen färbt also auf uns ab.
Wer sich in Gottes Nähe aufhält, verändert sich:
Da wächst die Fähigkeit andere zu lieben.
Und wo die Liebe wächst, da schwindet die Angst.
Wir wissen das. Und doch fragen wir uns, wie es
kommt, dass Gottes zuvorkommende und mitfühlende
Liebe oft so wenig auf mich abfärbt?
O.k., mit den Netten geht es ja noch einigermaßen,
aber warum gibt es so viele Nervige? Aber ich soll sie
doch lieben, sonst bin ich am Ende ein Lügner.
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Also quetsche ich so viel angestrengtes Lieben aus
mir heraus wie nur möglich.
Und dann erwische ich mich doch dabei, schlecht zu
denken, hinter dem Rücken zu reden, spitze
Kommentare abzuschießen und mich keinen Deut um
die Not des andern zu scheren. Und was ist das
Ergebnis: ich bin völlig mit mir beschäftigt.
So geht es nicht. Aber wie dann?
Es geht nur so:
> Weg von mir selbst!
> Weg von dem Versuch, Gott gute Gründe zu liefern,
warum er mich doch lieben müsste. Hör auf damit!
> Weg von dem Versuch, in mir warme Gefühle zu
erzeugen. Hör damit auf!
> Weg von dem Versuch, aus eigener Kraft alle, alle
zu lieben. Hör auf damit! Du schaffst es doch nicht!
Gott ist Liebe, du bist es nicht!
Gott ist Gewissheit, du bist es nicht.
Gott ist Kraft zum Lieben, Erbarmen, Mitfühlen, du
bist es nicht. (Beispiel: Schw. Ro.)
Wie also kommen wir weg aus dieser Drehung um
uns selbst?
Durch Umkehr!
Ich bekenne meine Lieblosigkeit.
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Ich räume mein notorisches Misstrauen Gott
gegenüber ein. Ich wende mich ab von mir, hin zu
Jesus. Gottes Wesen ist immer noch Liebe.
Erstaunlich genug! Es war gestern so, ist heute so,
und wird morgen auch so sein.
Wie es begann?
Sie hatte einen Bekannten im Altersheim, auch über
70, er lebte schon im Altersheim. Sie telefonierten
miteinander, trafen sich hin und wieder.
Also:
> Ich darf mich abkehren von meinem Versagen.
> Ich darf mich wegwenden von meinem Misstrauen.
> Ich muss meinen Gefühlen nicht trauen.
Hin zu Jesus!!
Wer liebt, sieht - und sieht nicht.
Er sieht den anderen, er sieht die unausgesprochene
Bitte und die ausgestreckte Hand des anderen.
Als sie wieder einmal telefonierten, erzählte sie von
einer Einladung bei Freunden, und er hörte
interessiert zu. Dann fragte er sie:
„Und was hattest du an?“ Da fing sie an zu weinen.
Warum weinte sie?
„Weißt du, wie viele Jahre es her ist, dass mich
jemand gefragt hat, was ich anhatte?“.
Das ist das Kleingeld der Liebe:
> Sie hört zu.
> Sie schaut hin.
> Sie sieht die Trauer.
> Sie erkennt den müden, erschöpften Blick.
> Sie weiß um den Geburtstag.
> Sie erinnert sich an d e n Todestag.
> Sie denkt an die Examensprüfung und fragt nach.
> Sie repariert die Lampe.
> Sie streicht die Wohnung mit an.
> Sie übernimmt den kleinen Fahrdienst.
> Sie geht dem nach, der länger nicht mehr da war.
> Sie wird verlässlich.
Und er sieht sich selbst nicht.
Es ist wie mit dem gesunden Auge: Es sieht sich
selbst nicht, aber es sieht den anderen.
Je mehr wir wachsen, umso wichtiger wird es, dass
wir sehen lernen und nicht übersehen.
John Ortberg erzählt von einem kleinen Skandal.
Eine 70jährige, korpulent, Haarausfall und Arthritis,
hat eine Liebesaffäre.
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> Sie nimmt sich ein Herz und spricht an, was
unangenehm ist, aber hilft.
> Sie ermutigt den, der an sich zweifelt.
> Sie versucht zu verbinden, was sich trennen will.
> DAS alles, tut sie aus einem einzigen Grund:
Für die Liebe ist der andere unaufgebar!
Eindrücklich hat Professor Michael Herbst im Januar
2012 auf dem Willow Chreek Kongress in Stuttgart
davon gesprochen, „ Was für Jesus unaufgebbar ist!
DAS ist Jesus! DAS ist unser Gott! Nicht der
verniedlichte „liebe Gott“, sondern der Gott, der uns
„leiden kann“, ja der für uns gelitten hat!
Alles gibt er auf, aber uns gibt er nicht auf!
Einen nach dem anderen holt Jesus aus dem
brennenden Haus, obwohl er selbst dabei verbrennt.
SO ist Gott – SO ist Jesus – SO ist das mit der Liebe:
UNAUFGEBBAR bist Du und bin ich für Jesus!
Ich kenne niemanden, der uns so sehr liebt wie Jesus!
Er sagte: Du bist für Jesus unaufgebbar!
Ich schließe mit einem Erlebnis gestresster Eltern.
Sie erzählen:
> Du hast Dich aufgegeben? Jesus nicht!
> Andere haben Dich aufgegeben? Jesus nicht!
> Dein Arbeitgeber hat Dich aufgeben? Jesus nicht!
> Dein Lehrer hat dich aufgeben? Jesus nicht!
Als Jesus am Kreuz hängt, hätte er nur mit dem
Finger schnipsen müssen – und schön wäre er von
seinem Leiden erlöst gewesen.
Selten war er so frech wie heute. Die Bockigkeit
unseres siebenjährigen Sohnes verdarb uns
ausgerechnet an diesem Urlaubstag die gute Laune.
Ständig widersprach er uns. Dann weigerte er sich,
trotz strömenden Regens eine Regenjacke anzuziehen.
Jesus hätte nur seine Hand von uns loslassen müssen.
Aber- Jesus lässt nicht los. ER geht den Weg zu Ende.
Er gibt DICH und mich nicht auf!
Jeder, der Jesu Hand ergreift, wird von Jesus hören:
Du bist für mich unaufgebbar!
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Statt mit uns gemeinsam zu gehen, blieb er dauernd
weit hinter uns zurück. Den ganzen Tag über testete
er, wie stark unsere Nerven waren.
Am Abend entdeckte der Junge bei einem
Spaziergang im Park ein Geländer, über das er gerne
balancieren wollte. Schon hörte ich seine Frage:
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»Papa, kannst du mich bitte festhalten? «
Ich nutzte meine Chance, noch einmal sein bockiges
Verhalten an diesem Tag anzusprechen:
»Hast du keine Angst, dass ich dich jetzt einfach
fallen lasse, weil du heute so ungezogen warst? «
Als er verneinte, fragte ich weiter, warum er sich da
so sicher sei. Die Antwort kam ganz spontan:
»Weil du mich lieb hast!«
Diese Reaktion – so der Vater - hat mich unsagbar
gefreut. Mein Sohn hatte verstanden:
»Ich muss mir die Liebe meines Vaters nicht
durch gutes Benehmen verdienen. Er hält mich
fest, auch wenn ich ungehorsam war.«
„WAS Jesus für mich ist? - EINER, der für mich ist!
Was ich von Jesus halte? - Das ER MICH hält!“
Von ganzem Herzen wünsche ich Dir und mir, das
diese Liebe Jesu auf uns abfärbt.
AMEN.
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