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1 1. Wie ist effiziente Schweineproduktion in - Agri Kontakt

EinbettenHerunterladen
Effizient Schweine produzieren,
im Team und mit Konzept
www.agrikontakt.de
1. Wie ist effiziente Schweineproduktion in Deutschland möglich?
(Dr. Dirk Hesse / Agri-Kontakt)
2. Effiziente Schweineställe in der Praxis?
(Heinrich Dönselmann / HDT)
3. Wie kann ich effizient Energie einsparen?
(Heinrich Dönselmann / HDT)
4. Wie kann ich effizient Schweine füttern?
(Nico Schumacher / BML)
www.agrikontakt.de
Ferkel für die Schweinemast
- Überschuss in D und Import aus NL und DK -
Fazit:
In Norddeutschland liegt
der Ferkelbedarf bei über 8
Mio. !
In Deutschland gibt es im
Süden und Osten einen
Überschuss von ca. 3,8
Mio. !
Aus den Niederlanden und
Dänemark kommen
insgesamt über 6,3 Mio. !
Dänemark hat auch 2008
den Import von Ferkeln
nach Deutschland
gesteigert !
Die Niederlande sind –
höchstwahrscheinlich – ab
01.2009 Aujetzky-Frei !
(Quelle: Hortmann-Scholten; 2008)
1
www.agrikontakt.de
Ferkel für die Schweinemast
- Größe der Lieferpartie von 26 Organisationen -
450
400
350
300
250
200
150
100
50
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
Fazit:
(Quelle: Hortmann-Scholten; 2008)
26 Organisationen liefern im Durchschnitt ca. 152 Ferkel pro Partie !
5 Organisationen liefern mehr 200 und mehr Ferkel pro Partie !
7 Organisationen liefern weniger als 100 Ferkel pro Partie !
In Vechta stieg von 1996 bis 2006 die durchschnittliche Platzzahl bei einem
Bauantrag von ca. 410 auf 1.450, hat sich also verdreifacht !
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
www.agrikontakt.de
- Berücksichtigung der Arbeitszeiten bei der Neubauplanung -
(Quelle: Dönselmann 2008)
Fazit:
Spätestens wenn Fremdarbeitskräfte eingesetzt werden, wird die
Wirtschaftlichkeit entscheidend durch die Arbeitskosten bestimmt !
Bei Neubauten sollte daher unbedingt geachtet werden auf:
-> kurze und gerade Gänge sowie Treibwege
-> Anordnung der Funktionsbereiche
-> umfassender und zentralisierter Technikeinsatz !
2
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
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- Was ist wirtschaftlicher, Neubau oder Umbau ? Umbau
(170 ZS Ist-Betrieb)
Jahreskosten
Kapitalbedarf
Kostenpunkt
Umbau Deck- und Abferkelbereich (+150ZS)
120.000 €
Erweiterung Wartebereich (+150ZS)
180.000 €
Neubau Sauenstall (320 Pl.)
Neubau
(320 ZS Neu)
Differenz
640.000 €
Neubau Ferkelaufzucht (1440 Pl.)
300.000 €
270.000 €
Gesamt
600.000 €
910.000 €
Kapitalkosten
18.120 €
28.114 €
9.994 €
Abschreibung
42.900 €
53.250 €
10.350 €
Unterhaltung u. Versicherung
310.000 €
12.000 €
13.650 €
1.650 €
Gesamt
73.020 €
95.014 €
21.994 €
Gesamt pro Sau
228 €
297 €
69 €
Fazit:
Im Vergleich zum Umbau, erfordert der Neubau:
-> etwa 310.000€ höheren Kapitalbedarf !
-> etwa
69€/Sau höhere Jahreskosten !
Wenn durch den Neubau mehr als 4 Std/Sau/Jahr an Arbeitszeit
eingespart wird, ist die Wirtschaftlichkeit des Neubaus besser !
(Quelle: P. Spandau 2008)
www.agrikontakt.de
Zwei Betriebe mit Ein-Wochen-Rhythmus
und unterschiedlicher Arbeitsbelastung
Betrieb A
9,7 AKh/Sau
330 Sauen
Betrieb B
18,9 AKh/Sau
187 Sauen
Fazit:
(Quelle: Spandau, P.; 2008)
Zwei Betriebe mit gleichem Rhythmus und 100% Unterschied im Akh-Bedarf !
Je höher der Anteil an regelmäßigen Arbeiten und je geringer der Anteil an
sonstigen Arbeiten, desto geringer die Arbeitszeit pro Sau !
3
Effizient Schweine produzieren
- Einsparpotential bei Heizung und Strom -
www.agrikontakt.de
Heizung
Min
Strom
Max
Min
Max
Strom+
Heizung
Einsparpotential
Summe
Durchschnitt
Max
6.000
Tiere/Jahr
7kg Ferkel
0,42 €
4,10 €
0,95 €
3,12 €
4,29 €
2,30 € 13.800 €
28kg Ferkel
0,45 €
3,20 €
0,41 €
2,95 €
3,50 €
2,10 € 12.600 €
115kg Mast
0,35 €
4,80 €
0,80 €
2,98 €
4,46 €
2,65 € 15.900 €
(Quelle: HDT; 2008)
Fazit:
Die maximalen Kosten zeigten sich in der Praxis als bis zu 14 mal so hoch wie
die minimalen Kosten !
Das Einsparpotential liegt bei deutlich über 2 € pro Tier !
Bei 6.000 produzierten Tieren pro Jahr liegen hier über 12.000 € drin !
Ferkelzahl und Produktionskosten ?
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- Feststellung der eigenen Produktionskosten -
(Quelle: Spandau 2008)
Fazit:
Die Zahl der pro Sau und Jahr erzeugten Ferkel hat einen maßgeblichen
Einfluss auf die Höhe der Produktionskosten pro Ferkel !
Zur Liquiditätssicherung müssen mindestens die Direktkosten erreicht werden!
4
www.agrikontakt.de
Welche Kostenunterschiede ergeben sich aus
den Produktionsrhythmen ?
Rhythmus
Gruppen
Säugezeit
Sau
Gruppe
Anzahl
prod.
Sauen
Plätze
Gesamt
Mehr
Plätze
1
21
26
8
168
180
12
2598
0,69
1
20
21
8
160
164
4
866
0,23
1,5
14
26
12
168
192
24
5197
1,39
2
11
26
15
165
192
27
5846
1,56
2
10
21
17
170
182
12
2598
0,69
3
7
26
24
168
204
36
7795
2,08
4
5
21
33
165
177
12
2598
0,69
5
4
26
42
168
175
7
1516
0,40
Fazit:
Fest-kosten/Pl. Kosten pro
Ø 217€
Ferkel
(mod. Quelle: Verholen, B.)
Je nach Rhythmus und Säugezeit ergibt sich ein Mehrbedarf an Plätzen !
Bei standardisierten Festkosten ergeben sich unterschiedliche Kosten/Ferkel !
1-WR bewirkt geringste, und 3-WR höchste Kosten pro Ferkel !
www.agrikontakt.de
Fruchtbarkeit sächsischer Betriebe mit
Gruppenhaltung ?
(Quelle: Meyer, E.)
Fazit:
Tierindividuelle, elektronisch gesteuerte Fütterungen, wie zum Beispiel
Abruffütterungen ermöglichen die meisten leb. geb. Ferkel pro Wurf, verbunden
mit wenig tot geb. Ferkeln und geringen Ferkelverlusten = viele abg. Fe. / Wurf !
5
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Der Partnerverbund auf hohem Niveau
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Das Ziel:
Alle Komponenten eines Stalles optimal aufeinander abzustimmen
auf hohem fachlichem Niveau
Das Gebäude: Hohe Effizienz, kurze Wege, langlebig
Das Stallklima: Optimal bei geringsten Energiekosten
Die Fütterung: Für die Stallgröße das effektivste System
Die Stalleinrichtung: Praktisch, stabil und langlebig
Abstimmung aller Partner aufeinander durch das:
6
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Der Landwirt möchte bauen.
Beispiel: Ein Sauenstall
Welches Material für die Bauhülle ?
Was für eine Fütterung ?
Welches Güllesystem ?
Was für ein Energieträger für die Heizung
?
Wo gibt es Reibungspunkte zwischen
Aufstallung und dem Lüftungssystem ?
Fragen die zu klären sind und die während
der Bauphase auflaufen.
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Der Landwirt hat eigene klare
Vorstellungen
Er möchte nicht den typischen Fertigstall !
Er legt Wert auf Qualität, hohe Effizienz
des Stalles und möchte auch seine Ideen
berücksichtig haben !
Er möchte mit Fachfirmen des jeweiligen
Bereiches arbeiten !
Seine Zeit ist jedoch sehr begrenzt er kann
sich nicht um alles kümmern !
7
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Der Landwirt hat eigene klare
Vorstellungen
Er braucht eine Partner mit Kompetenz
Wir kümmern uns um den Ablauf er hat
nur einen Ansprechpartner
Er wird Kunde des Konzept.teams, die Partner sind
Lieferanten beim Konzept.team
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Die Planung mit modernster Technik
BisErst
zumder
Model
DieGrundriss
Lüftung
8
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Die Umsetzung in der Praxis
Vom Model
Bis zum fertigen Stall
DLG-Forum Eurotier 2008
Stallbaukonzepte mit hoher Effizienz
Der Partnerverbund auf hohem Niveau
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DLG-Forum Eurotier 2008
Wie kann ich effizient Energie
einsparen ?
Welche Energiekosten
entstehen in der
Schweinezucht und der Mast
Elektro + Heizung
(Energieverschwendung)
DLG-Forum Eurotier 2008
Wir unterscheiden in:
 produziertes Ferkel bis 7 kg
 produziertes Ferkel bis 28 kg
 produziertes Mastschwein bis 115 kg
Weder die Anzahl der gehaltenen Sauen, noch
die Anzahl der Ferkelaufzucht bzw. Mastplätze,
sind entscheidend, sondern nur die Kosten pro
produziertem Tier.
10
DLG-Forum Eurotier 2008
 Beispiele mit geringen Energiekosten:
7 kg Betrieb Pohlschneider Damme:
450 prod. Sauen, Heizung: 0,43 € Strom: 0,79 € Gesamtkosten:
1,22 €
25 kg Betrieb Altmärkische Agrargenossenschaft
Lückstedt
1.200er Ferkelaufzuchtstall, Heizung: 0,39 € Strom: 0,40 €
Gesamtkosten: 0,79 €
115 kg Betrieb Daling, Emsbüren:
1.200er Endmaststall, Heizung: 0,20 € Strom: 1,29 €
Gesamtkosten: 1,49 €
DLG-Forum Eurotier 2008
Welche Maßnahmen nutzen
der Energieeinsparung
11
DLG-Forum Eurotier 2008
 Detaillierte Planung einer Anlage
 Wärmebedarfsberechnung
 Physikalische Grundgesetze beachten
 Unterflurabsaugungen einsetzen
 Intelligente Regelungstechnik
DLG-Forum Eurotier 2008
Beispiele:
12
DLG-Forum Eurotier 2008
„Moderne“ Stecker Rein-Raus Methode
(Die Praxis in einigen Betrieben)
Stallklima 2008
DLG-Forum
Eurotier 2008
So sollte es sein (mit Fühler)
13
DLG-Forum Eurotier 2008
So nicht (ohne Fühler)
DLG-Forum Eurotier 2008
Was bedeutet: Intelligente Regelung
Nur 3 Beispiele:
 Regelung der Minimalluftrate über
Wassergehalt
 Tageszyklusprogramm (Ruhe-Aktivzeiten)
 Wettererkennung (Mittelwerterfassung)
Daraus resultierend Regelveränderungen
14
DLG-Forum Eurotier 2008
Ferkelnester sollten möglichst eine Abdeckung erhalten !
DLG-Forum Eurotier 2008
Thermik in einem Ferkelnest ohne Abdeckung.
15
DLG-Forum Eurotier 2008
Thermik in einem Ferkelnest mit Abdeckung.
DLG-Forum Eurotier 2008
Nur 5 % der Möglichkeiten
zur Energieeinsparung habe
ich erwähnt.
16
DLG-Forum Eurotier 2008
Mit einem Cartoon von Marunde
www.stallklima.de
bedanke ich mich,
auch im Namen
des gesamten
Teams für Ihre
Aufmerksamkeit
Nico Schumacher
Forum Schwein – 13. November 2008
Effizient Schweine produzieren, im Team und mit Konzept!
17
Fütterungs-Effizienz
Arbeit:
Einsparung von Arbeitszeit
Vereinfachung von Arbeitsabläufen
Futter:
Verbesserung der Futterverwertung
Reduzierung des Futterverbrauchs
Überblick
Effiziente Schweinefütterung
1. Sauen in Gruppenhaltung im
Wartestall an Abruffütterung
2. Einzeltierfütterung im Abferkelstall
3. Ferkelaufzucht und Mast am
Sensorgesteuerten Rundtrog
Effiziente Schweinefütterung
18
1. Im Wartestall
Abruffütterung Intec
1. Im Wartestall
Effiziente Schweinefütterung
Effizienz im Wartestall
Investitionskosten geringer
laufende Futtereinsparung
bessere Futterzuteilung
Arbeitsaufwand
Arbeitsablauf
Effiziente Schweinefütterung
19
2. Im Abferkelstall
Einzeltierfütterung RaFü
Kontrolllampen
Vorratsbehälter
Verriegelung
Antriebsrad
Zellenrad
2. Im Abferkelstall
Effiziente Schweinefütterung
Effizienz im Abferkelstall
tägliche Futteranpassung
keine vollen Futtertröge
Arbeitszeitvorteil ca. 45 €/Platz/Jahr
weniger Substanzverlust
Vorteil Futterkosten 100 €/Platz/Jahr
Effiziente Schweinefütterung
20
3. In der Aufzucht
Sensor-Rundtrog Rondomat
3. In der Aufzucht
Effiziente Schweinefütterung
Sensor-Rundtrog Rondomat
Effiziente Schweinefütterung
21
3. In der Aufzucht
Effizienz in der Aufzucht
Arbeitswirtschaft beim Anfüttern
höhere Zunahmen
Mehrwert: 1,41 €/Ferkel (Düsse, Lücker)
Mehrwert je Rondo: 500 €/Jahr
Fazit
Effiziente Schweinefütterung
Einsparung von Arbeitszeit
Futter nach Kurve/Appetit/Sensor
weitere Automatisierung (Wasser, …)
automatische Kontrolle
Datenaustausch
Bessere Futterausnutzung
Wartestall: Einzeltiere füttern
Abferkelstall: mehr Futter
Ferkel: schnell anfüttern
Effiziente Schweinefütterung
22
Vielen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit!
Informieren Sie sich an
unserem Stand hier in Halle 12!
Nico Schumacher
Forum Schwein – 13. November 2008
Effizient Schweine produzieren, im Team und mit Konzept!
www.agrikontakt.de
Vielen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit!
23
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