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Eine Liebesgeschichte - so schön wie wahr Darf - Impuls Mittelschule

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Regionalausgabe
Zürich
Auflage 6x wöchentlich 23'509
1044548 / 374.003 / 68'239 mm2 / Farben: 3
Seite 43
14.07.2008
Eine Liebesgeschichte - so schön wie wahr
Von Carmen Roshard
neue Beziehung entstand. Keine unglück-
man nach fünfzig noch von
der grossen Liebe träumen? Das
ist die Frage im Sommer, wenn
die Hoffnung, die im Frühling
erwacht war, schon wieder zu verblassen
droht. Die folgende Liebesgeschichte ist
all jenen gewidmet, die den Glauben an
die Liebe trotz erheblicher sich wiederholender Widerstände nicht aufgeben mö-
wie die eine damals in Barcelona.
Darf
gen. Sie soll allen Licht spenden im dunklen Tunnel der Liebeslosigkeit. Eine Geschichte also, wie sie Rosamunde Pilcher
nicht besser hätte dichten können.
Das Glück kam spät für Regula Pfeiffer
(8), Kantonsschullehrerin in Wetzikon,
und Josep C. Vergüs (6'), Buchautor aus
Sant Cugat del Valls aus Katalonien. '9
und 22 Jahre alt waren sie damals in Cam-
bridge. Regula verbrachte einen Sprachaufenthalt. Josep, der Spanier, studierte
Okonomie. Der Himmel hing voller Geigen, und das Leben schien nur aus Freude
zu bestehen. Später zogen die Verliebten
nach Heidelberg, und bald gings weiter
nach Barcelona.
Dunkle Wolken zogen auf am Horizont, als Regula sich im jugendlichen
Ubermut in den Venezolaner Frederic
verguckte. Josep, der stolze Spanier, liess
sich auch von Regulas Reue nicht umstimmen Die Beziehung ging in die Brüche und begrub mit sich den Traum von
der grossen Liebe. Wenig später heiratete
Regula den Mann aus Südamerika und
zog mit ihm nach Zürich.
Die Liebe aber, die ging verloren. Sie
kam auch nicht zurück, als Regula mit
Frederic nach Venezuela zog, um eine
kleine Ferienhaussiedlung am Meer aufzubauen. Was an Gefühlen noch übrig
war, spülte die Brandung davon. Nach
zwei Jahren kam die mittlerweile 36-Jährige
alleine nach Zürich zurück. Das
Glück hatte sich endgültig auf und davon
liche zwar, aber auch keine, die so war
Google sei Dank
Vor drei Jahren, Regula hatte sich mit
dem Gedanken, das Leben sei beziehungsmässig endgültig an ihr vorbeispaziert, abgefunden, kam die Nachricht aus
der Vergangenheit. Josep, inzwischen Va-
ter von vier erwachsenen Kindern und
wieder allein lebend, hörte ab und an den
Satellitensender Radio Swiss Jazz, dem
übrigens auch Regula regelmässig
lauschte. Dabei erinnerte sich 10sep an
seine grosse Jugendliebe aus der Schweiz.
Als Mann der Tat schritt er gleich zur Sache, sprich zum Google-Search-Button.
Ein paar Monate früher als Josep hatte
sich auch Regula an den Mann aus Barcelona erinnert. Per Zufall hatte sie gelesen,
dass Joseps Vater, ein bekannter spanischer Verleger, gestorben war. Also
schritt auch sie zur Tat und fand via Internet gar eine Fotografie ihrer Jugendliebe. Sie wollte schreiben, zum Tode des
Vaters kondolieren. Das ausgedruckte
Foto wanderte, nachdem es monatelang
auf der Pendenzen-Ablage gelegen hatte,
jedoch in den Papierkorb und etwas spä-
ter von dort wieder in die Pendenzen.
Tatsächlich war statt Entsorgung Recycling angesagt.
Nach einem Monat aufgeregtem elektronischem Briefwechsel trafen sich Regula und Josep in Barcelona wieder - nach
über dreissig Jahren. Amors Pfeil traf sie
ein zweites Mal wie der Blitz aus heiterem Himmel. Das Leben konnte nochmals
von vorne beginnen, dachten beide und
schwebten über dem Erdboden, fühlten
sich jung wie damals.
Am Samstag haben die beiden im
Schloss Rapperswil geheiratet.
gemacht. Jahre gingen ins Land - eine
Argus Ref 31918499
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Zürich
Auflage 6x wöchentlich 23'509
1044548 / 374.003 / 68'239 mm2 / Farben: 3
Seite 43
14.07.2008
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Dk Obcrl.ändcrin Regula L'kiffer und der Spaiiier Josep 0. Vcrg6s gaben sich in Rapperswil das Ja Wort
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Reisen
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