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Löcher, so groß wie Münzen - Torgauer Zeitung

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Eure Ansprechpartnerin
Denise Kraut
Tel. 03421 721098
denise.kraut@haus-der-presse.de
Integration dargestellt
Löcher, so groß
wie Münzen
Torgau (TZ/dk). Integration wurde gestern wieder
im Kino des Kap.uze Jugendzentrums in Torgau gelebt. Im
Zuge der Interkulturellen
Woche der Kreisstadt veranstaltete die AG alternativ
Handeln gemeinsam mit dem
Kap eine Aufführung des sogenannten „armen Theaters“
aus Chemnitz. Jugendliche
Migranten aus Afghanistan
führten für Schüler aus Torgau ein etwas anderes Stück
auf. Durch einfache Alltagssituationen eines Flüchtlings,
Körpersprache und das
Darstellen von weitverbreiteten Vorurteilen wurde
den Torgauer Jugendlichen
die Geschichte der afghanischen Flüchtlinge näher
gebracht. Am Vormittag
gab es einen vorbereitenden Workshop
zu diesem Theater,
gegen 13 Uhr begann schließlich
die Aufführung.
Anschließend
konnten die jungen Torgauer ihre
Fragen loswerden
und somit eine Gesprächsrunde entstehen lassen.
Donnerstag, 29. September 2011
Die sogenannten Tunnel werden immer größer und beliebter
Torgau (TZ/dk). Überall sieht man sie. Manche sind so
klein wie ein dünner Bleistift, manche größer als ZweiEuro-Münzen und wieder ganz andere sind so groß
wie eine Untertasse. Die Rede ist von den sogenannten
Tunneln, die in den vergangenen Jahren immer mehr an
Beliebtheit zugenommen haben. Der 27-jährige Enrico
Potzelt aus Torgau weitet seine Ohrläppchen bereits seit
mehr als zwei Jahren. „Ich wollte damals einfach aus der
Masse hervorstechen. Leider wurden Tunnel dann immer
beliebter und mittlerweile ist es auch nichts besonderes mehr“, erzählt er MENK. Mittlerweile haben seine
Tunnel auf beiden Seiten schon einen
Enricos Tunnel ist
größer als eine
Ein-Euro-Münze
.
Durchmesser von 3,6 Zentimetern. Ob er sie noch weiter
vergrößern möchte weiß Enrico noch nicht. „das passiert
meistens aus einer Laune heraus“, sagt der Torgauer.
Aber wie funktioniert das eigentlich? Enrico hat seine
Läppchen mit sogenannten Dehnungsstäben oder Expandern geweitet. Mit Gewichten wird das Ohrläppchen
dann sozusagen nach unten hin ausgeleiert. „Das ist
wichtig, damit das Ohr nach oben hin nicht aufreißt“,
sagt der 27-Jährige. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, um das Loch größer zu machen. Zum Dehnen
selbst verwenden viele ganz normale Gegenstände. Sogar
Kugelschreiber werden hin und wieder verwendet. Das
ist jedoch eine recht unhygienische Methode. Andere
schneiden sich das Läppchen auch auf, was
jedoch Schmerzen, Narben und Entzündungen
verursachen kann. Eine weitere Möglichkeit ist
Teflonband, dass immer wieder um das Piercing
gewickelt wird, um es zu vergrößern. „Was bei
Tunneln ganz wichtig ist und was viele nicht
beachten, ist die Tatsache, dass der Schmuck
täglich sauber gemacht werden sollte, um Entzündungen zu vermeiden“, appelliert Enrico an
alle Tunnel-Träger. Eine Ausnahme sind dabei
Tunnel aus organischem Material wie Horn
oder Holz. Diese sollten zwar auch regelmäßig
sauber gemacht und desinfiziert werden, jedoch
nicht täglich. Insgesamt hat Enrico Potzelt fünf
Piercings. Zwei Tunnel, zwei Stecker in den Brustwarzen und ein sogenanntes Septum – also ein
Piercing zwischen den Nasenflügeln.
Oberarzt Dr. Michael Berger
aus dem Torgauer Kreiskrankenhaus zeigt sich auf Anfrage
der MENK zurückhaltend
zum Thema Piercings und
Tunnel. Für ihn seien das keine
medizinischen Eingriffe. „Jeder
muss ganz persönlich für sich
entscheiden, was er mit seinem
Körper machen möchte“, so
der Oberarzt. Aus medizinischer Sicht ist er weniger
ein Befürworter dieses Kults.
„Ich sehe keinen Sinn darin“,
sagt Dr. Michael Berger. Wie
sehen eigentlich Eure Meinungen und Erfahrungen aus? Habt
Ihr selbst auch Piercings? Wenn ja,
wie viele, wo und warum schmückt
Ihr Euch mit Metall?
Schickt der MENK-Redaktion
unter denise.kraut@hausder-presse.de Eure Meinungen, Erfahrungen
und vielleicht auch
Bilder zum Thema Piercings.
Wir freuen uns
über jede Zusendung.
Enrico Potzelt weitet seine Ohrläppchen schon seit mehr als
zwei Jahren.
Fotos: TZ/Kraut
Nicht mehr wiederzuerkennen
Ein paar Wochen genügen und der „Ortsteil Halle“ ist komplett anders
Seite 20
Graditz (TZ/dk). Es brauchen nur ein paar
Wochen vergehen, um den sogenannten
„Ortsteil Halle”, zumindest von Innen, nicht
mehr wiederzuerkennen. Äußerlich sieht
man beim Vorbeifahren einen, naja, einen
Kuhstall eben. Hinter den Wänden verbirgt
sich aber viel, viel mehr. Beim Eintreten wird
man von bunten Wänden und von Backe begrüßt. Backe, alias Silvio Lutterbach, ist einer
der Besitzer des ehemaligen Kuhstalls. Gemeinsam mit Marcel Bühne, oder auch nur
Bühne genannt, baut er schon seit Jahren an
dem Gebäude herum. Mittlerweile wurden
schon wieder mehrere Wände hochgezogen.
Türen wurden komplett versetzt und Räume
des „Ortsteil Halle“.
Fan
ter
ech
ein
ist
l
Ryl
werden mal eben verlegt. „Das ist halt das
Christian
Schöne. Wer uns einmal besucht lernt zwar
die Halle kennen, erkennt sie beim zweiten
Besuch aber meistens nicht mehr wieder“, erzählt
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Backe grinsend. Und das ist nicht nur beim zweiten
Besuch so. Auch beim dritten und vierten und xten
Mal gibt es immer wieder etwas Neues. Mittlerweile
kann man im „Ortsteil Halle“ seine gesamte Freizeit
verbringen. Es gibt dort einen kleinen Fitnessbereich
für die Sportler unter den Besuchern. Eine Dartscheibe
wurde erst kürzlich an die Wand gebracht. Eine riesige
Leinwand für gemütliche DVD-Abende mit Freunden
Terrasse, die mehr als 150 Quadratmeter misst, lädt
zum Chillen bei schönem Wetter ein, und draußen
gibt es sogar noch ein Volleyballfeld auf echtem Sand.
Und selbst für Tierfreunde gibts im „Ortsteil
Halle“ etwas – Lotte. Das Schweinchen hat
erst kürzlich ein komplett neues Außengehege
mit Häuschen bekommen. Damit ist aber noch
lange nicht Schluss, denn Backe und Bühne
sind schon wieder, eigentlich immer dabei
weiterzuplanen. „Der Gemeinschaftsraum
wird jetzt größer und in einen anderen Bereich verlegt. Dort soll es dann eine Küche und
eine Innen- und Außenbar geben“, planen
die beiden Jungs. Dann sollen die Toiletten,
die sich noch draußen befinden, nach innen
verlegt werden, um nur die ersten Pläne
zu nennen. Weitere werden aber sicherlich
au
gen
all
hst
noch folgen. Der ehemalige Kuhstall, also die
in dem ehemaligen Ku
ut Halle, hat einen ganz eigenen Charme. Eine
Kra
TZ/
Gemütlich Chillen geht
os:
Fot
n.
er Dart spiele
so wie Sport treiben od
Mischung aus rustikal und modern ist das
Erste, was man beim Anblick der Innenräume
hängt in einem der hohen, großen Räume. Seit einigen denkt. „Eigentlich ist das für jeden anders. Jeder sollte
Wochen funktioniert sogar das Internet in der Halle, einfach mal herkommen und sich ein eigenes Bild
das von allen Besuchern genutzt werden kann. Eine verschaffen“ meint Backe. Für einen ersten Eindruck
am 1. Oktober
Oktoberfest
@ Brückenkopf Torgau
am 1. Oktober ab 20 Uhr
Die Disco-Session
@ Kreisi Torgau
ist es aber
bald auch
möglich,
einfach
ins Internet zu
gehen
denn in
etwa vier
bis sechs
Wo c h e n
wird die
Internetseite
der Halle
online
tterbach.
Lotte und Silvio Lu
gehen.
Bilder von
der Entstehung der Halle bis heute und die komplette
Geschichte gibt es dort ebenso wie Infos zur gesamten
OT-Crew und News zu kleinen, gemütlichen Runden,
die die Jungs hin und wieder machen. Mal wird gemütlich DVD geguckt, mal wird zusammen gekocht
oder einfach mit ein bisschen Musik gechillt.
am 2. Oktober
5 Years Pop-In
@ Ostelbienhalle Beilrode
Das „arme Theater“ aus Chemnitz war gestern im Zuge der Interkulturellen Woche Torgaus im Kap.uze Jugendzentrum.
Foto: TZ/Kraut
MENK-KliCK
Kann man zuviele
Piercings haben?
Torgau (TZ/dk). 82 Prozent der MENK-Leser hatten überhaupt
kein Interesse am Besuch des Papstes in der vergangenen Woche.
Das ergab der letzte Klick auf dem MENK-Blog. Die restlichen
18 Prozent waren genau gegenteiliger Meinung. Über dieses
Thema wurde außerdem rege diskutiert. Wer auch eine Meinung
dazu hat, kann sich unter www.menkblog.de an der Diskussion
beteiligen. In dieser Woche geht es um Piercings. Wie Ihr in dem
Artikel der heutigen MENK (29. September) lesen konntet, werden
Tunnel immer beliebter. Aber nicht nur diese. Piercings allgemein
sind bei Jugendlichen ein Schmuck, der scheinbar kaum an Wirkung verliert. Doch kann man eigentlich auch zu viele Stecker haben? Das will MENK in dieser Woche von allen Lesern wissen.
a) Nein, je mehr Piercings desto besser.
b) Wenn schon der halbe Körper aus Metall besteht, ist es
nicht mehr schön.
c) Nur ein paar wenige reichen vollkommen.
d) Ich finde Piercings allgemein ganz schrecklich.
Unter www.menkblog.de kann jeder seine Meinung zu diesem
Thema hinterlassen oder auch einfach nur seine Stimme
abgeben.
KINO-PROGRAMM
KAP Torgau e. V.
im Soziokulturellen Zentrum KULTURBASTION
Straße der Jugend 14 b, 04860 Torgau
Tel. 03421 737610 • www.kap-torgau.de
Donnerstag & Samstag, 20 Uhr
Nichts zu Verzollen
Freitag & Sonntag, 20 Uhr
Four Lions
EXPERT-GEWINN
In dieser Woche hat sich das
Torgauer Expert-Team das
aktuelle Album von Marlon
Roudett – „Matter Fixed“ zur
Verlosung ausgeschaut. Wer
die Scheibe sein Eigen nennen möchte, beantwortet bitte
folgende Gewinnfrage: Wo
befindet sich der „Ortsteil
Halle“? Antwort wie immer
per Mail oder Postkarte.
Der Gewinner aus der vergangenen Woche ist Matthias
Kunze aus Großwig. Deinen
Gewinn kannst Du Dir innerhalb von zwei Wochen im Torgauer
Expert-Geschäft abholen.
dk
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Seele and Geist
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