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148 Araceae. (Erigier.) Die Knollen und Rhizome aller Arten sind

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148
Araceae.
(Erigier.)
Die Knollen und Rhizome aller Arten sind wie die ganzen Pfl. giftig, doch sind sie
getrocknet und namentlich geröstet genießbar und wegen ihres reichen Gehaltes an Stärke
nahrhaft.
92. Dracunculus Schott [Anarmodium Schott). Thecae mit kleinen, rundlichen
Löchern, am Scheitel sich öffnend. Placenten apical und basal. — Große Knollengewächse
mit lußförmig eingeschnittenen B. und einem auf langem Stiel siehenden Blütenstande, an
welchem nur wenige Blütenrudimente neben den fertilen Bl. vorkommen.
2 Arten, davon im (Mittelmeergebiet von Portugal bis Kleinasien D. vulgaris Schott,
mit 13—-1 Steiligen B. und 1,8—2 dm langer, dunkelpurpurröter Spatha, aus welcher ein
2,5—3 dm langer Kolben hervorragt, dessen kegelförmiger Anhang unten 1,5—2-cm dick
ist. Der Blutenstand entwickelt einen aashaften Geruch, durch welchen Aaskäfer angelockt
werden. Früher war das Rhizom officinell. (Fig. 94, D.)
93. Helicodieeros Schott,
Bl mit 2—3 Stb. Thecae mit kurzen, am Scheitel
zusammenfließenden Spalten aufspringend. Zwischen dem kurzen Q und dem ebenfalls
kurzen Qf Blütenstande große pfriemenförmige Bliilenrudimente, ebenso der ganze Kolben
oberhalb der
Bl. mit Blütenrudimenten besetzt, die von unten nach oben an Größe b e ­
deutend abnehmen und größtenteils nur dünne Borsten mit verdickter Basis darstellen.
(Vergl. Fig. 94 E.) — B . ähnlich wie bei voriger Gattung, cymös verzweigt; aber die
äußeren Abschnitte um die Seitenrippen spiralig gedreht.
1 Art, H. muscivorus (L. fll.) Engl., auf Corsica und Sardinien. Der untere röhrenför­
mige Teil der schmutzig lilafarbenen Spatha etwa 1 dm lang, der obere Teil breit nachenförmig, sowie der lange schwanzähnliche Kolbenanhang horizontal abstehend. Der aashafte
Geruch des Blütenstandes wirkt wie bei vielen anderen Aroideen anlockend auf Schmeiß­
fliegen ( S o m o n y i a C a e s a r Rdn.), welche bei der Bestäubung mitwirken.
94. Theriophonum Blume,
Bl. mit 1—2 Stb. A . fast sitzend, mit eiförmigen
Thecis, mit Poren oder kurzen Spalten sich öffnend. —- Kleine Knollengewächse mit pfeiloder spießförmigen B. und kurz gestieltem Blütenstand. Kolben kürzer, als die nur leicht
eingeschnürte Spatha. (f Blütenstand cylindrisch, 3—5 mal länger als der Q , von diesem
durch einen langen, teilweise mit Blütenrudimenten besetzten Raum getrennt, oberhalb
der Qp B l . ebenfalls Staminodien und ein dünner, keulenförmiger oder fadenförmiger
Anhang.
Etwa 5 Arten in Ostindien.
S e c t . I. Eutheriophonum Engl. A. mit langem, hervortretendem Connectiv. Thecae mit
Spalten sich öffnend.
S e c t . II. Calyptrocoryne Schott (als Gattung, Tapinocarpus Dalzell). A. ohne verlän­
gertes Connectiv. Thecae mit Poren.
93. Typhonium Schott. Bl. wie bei vorigen; aber Frkn. nur mit 1—2 basalen Sa.
— B . verschiedenartig. Spalha mit zusammengerollter Röhre und dunkelvioletter, innen
sammlarlig glänzender Spreite. Kolben mit wenigen Q B L , darüber mit zahlreichen,
langen, aufsteigenden oder zurückgebogenen Blütenrudimenten (Pistillodien?). Kolben­
anhang meist aus breiterer Basis lang kegelförmig zugespitzt.
Etwa 13 Arten in Ostindien und dem malayischen Gebiet, auch im tropischen
Australien.
S e c t . I, Eutyphonium Engl. Pistillodien (?) lang keulenförmig. Hierher gehört
T. divaricatum Decaisne, mit pfeilförmigen, fast 31appigen B., im ganzen tropischen Ost­
asien von dem indischen Archipel bis nach dem südlichen Japan verbreitet, auch in Ge­
wächshäusern kultiviert.
S e c t . II. HeterostaUs Schott. Pistillodien (?) spateiförmig. Unterhalb der fruchtbaren
c5 Bl. pfriemeriförmige oder warzenförmige Staminodien. Hierher namentlich: T. cuspidatum
Decaisne, mit pfeil- bis spießförmigen B. von Bengalen bis Timor.
9 6. Sauromatum Schott. Stb. mit dünnem Connectiv; Thecae mit ovalen Poren.
Frkn. mit 2—4 basalen Sa. — B. lang gestielt, fußförmig zerschnitten. Blütenstand kurz
gestielt, mit einigen Niederb, im Frühjahr entwickelt. Spatha mit langer geschlossener
Röhre und lang-lanzettlicher Spreile, innseitig dunkel-purpurn, verschiedenartig g e ­
fleckt. Kolben durchweg cylindrisch; oberhalb des Q Blutenstandes zahlreiche lang
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