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Die Sandsteinbrüche von Wernsbach Leben wie - Landratsamt Roth

EinbettenHerunterladen
ROTHer Landgenuss
Fränkisch genießen
Besondere Freizeittipps und regionale Einkaufserlebnisse Leben wie „anno dazumal“ im Geschichtsdorf
Der Alltag der Steinzeitmenschen, Kelten und Bajuwaren
Mehr Geschichte als im
„lebendigen Geschichtsdorf“
in Landersdorf bei Thalmässing können Besucher anderswo kaum erleben: Am
südlichen Ortsrand ist in den
vergangenen Jahren gleich
eine ganze historische Siedlung entstanden. Innerhalb
weniger Schritte erleben
Besucher dort hautnah, wie
unsere Vorfahren vor 1200,
2500 oder gar 4000 Jahren
gelebt und gearbeitet haben.
Das dortige Steinzeithaus,
Keltenhaus und das Bajuwarische Anwesen wurden auf
der Grundlage von Grabungsbefunden rekonstruiert.
Mehr Informationen
Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit
www.geotope.bayern.de
Wanderweg Nr. 2
„Steinbruchweg“
in der Wanderkarte des
Landkreises Roth:
Landratsamt Roth
Weinbergweg 1
91154 Roth
Tel. 09171 81-329
www.urlaub-roth.de
Den „Grundstein“ für das
heutige Geschichtsdorf legte 1993 die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg
(NHG). Mit einem archäologischen Experiment - der
Errichtung eines Keltenhauses - sollten Hinweise auf
vorgeschichtliche Bautechniken gewonnen werden. Dies
Geschah so, wie es schon
die Kelten machten: Wände aus Rundstämmen, mit
Haselruten
ausgeflochten
und mit einem Gemisch aus
Lehm, Dung und Strohhäcksel „verputzt“, sowie ein mit
langstieligem Roggenstroh
gedeckter Dachstuhl. Beim
Bau wurden ausschließlich
Werkzeuge verwendet, wie
sie auch die Kelten zur Verfügung hatten.
Heute sind die „Freunde der
Vor- und Frühgeschichte Landersdorf e.V.“ Träger des Geschichtsdorfes - und haben
es in den vergangenen Jahren
um das Steinzeithaus (2006)
und das Bajuwarische Anwesen (2011) bereichert. Zwar
haben sich die Bauherren
dieses Mal auch moderner
Technik bedient. Dennoch
legte der Verein sehr großen
Wert darauf, sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen
zu orientieren. Alle sicht-
baren Gebäudeteile wurden
entsprechend der damaligen
Arbeitstechniken hergestellt.
Auch ein vorgeschichtlicher
Garten fehlt im Geschichtsdorf nicht: Dort wachsen
alte Wild- und Nutzpflanzen,
wie Emmer, Dinkel, Einkorn,
Hirse, Schlafmohn oder Leindotter, mit denen sich unsere
frühesten Vorfahren ernährten. Dies alles ist nur durch
das ehrenamtliche Engagement des Vereins und der
tatkräftigen Unterstützung
von Spendern sowie dem
EU-Förderprogramm LEADER
möglich.
Besonderer Tipp für Besucher ist das traditionelle
Keltenfest, jährlich am dritten Sonntag im September:
„Echte“ Kelten in keltischen
Gewändern zeigen keltisches
Handwerk, das Herstellen
von scharfen Pfeilspitzen
oder das Gießen von Bronzeschmuck. Natürlich steht
auch das Essen und Trinken
ganz im Zeichen der Kelten.
Freunde der Vor- und
Frühgeschichte
Landersdorf e.V.
1. Vorsitzender Fritz Loy
Ganzjährig geöffnet!
Eintritt kostenlos.
Meisterwerk der Natur
für den Hausbau begehrten
Quader wurden mit Pferdefuhrwerken in den nördlichen Landkreis Roth und
die nahegelegene Reichsstadt Nürnberg gebracht und
prägen seither so manches
Ortsbild. Erst als moderne
Baustoffe in Mode kamen,
geriet der Naturbaustoff
Sandstein in Vergessenheit.
Heute erstrecken sich in dem
mehrere Quadratkilometer
großen Waldgebiet steile
Abbauwände, lichte Sandflächen, künstliche Gänge, Öffnungen und weitgespannte
Steinbögen. Sie gewähren einen anschaulichen Einblick in
die beschwerlichen Abbautechniken. Bis jetzt sind die
Bearbeitungsspuren erkennbar, die bezeugen, wie mit
einfachsten Mitteln per Hand
zentnerschwere Steinquader
aus den Wänden gebrochen
wurden.
Diese märchenhafte Kulisse
erkannte schließlich auch
Mehr Informationen
Landersdorf 28
91177 Thalmässing
Tel. 09173 79906
Die Sandsteinbrüche von Wernsbach
Ist man als Wanderer auf
dem
Georgensgmünder
Steinbruchweg (Wanderweg
Nr. 2, Länge 11,5 Kilometer)
unterwegs und wandert gemütlich von Petersgmünd
aus in Richtung des Waldgebietes zwischen Wernsbach und Mauk, meint man
fast Märchenfiguren wie
dem Rumpelstilzchen oder
Rotkäppchen zu begegnen:
Sonnenstrahlen scheinen in
Streifen durch den sanft hügeligen fränkischen Steckerleswald hinab. Sie treffen
auf Schwarzbeersträucher zu
Füßen der schlanken, hochgewachsenen Kiefern. Und
auf einmal tut sich die malerisch-wuchtige und zugleich
märchenhaft-verwunschene
Kulisse der aufgelassenen
Sandsteinbrüche vor den Augen des Wanderers auf!
Über 500 Jahre lang wurde
hier bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg rötlicher Burgsandstein gebrochen. Die
Keltenbier, Keltenwurst, Keltenplätzchen und Met entführen die Gäste auch kulinarisch in längst vergangene
Zeiten. Zusammen mit einem
Besuch des Vor- und Frühgeschichtlichen Museums am
Marktplatz Thalmässing und
einer Wanderung auf dem
Archäologischen
Wanderweg wird ein Ausflug nach
Thalmässing zu einem ganz
besonderen Erlebnis. Der
Wanderweg führt auf einer
landschaftlich reizvollen Route auf die Jurahochfläche zu
vorgeschichtlichen Wohnplätzen, Kultstätten, Grabhügeln - und eben auch zum
Geschichtsdorf Landersdorf!
das Bayerische Umweltministerium. Ende 2010 nahm
es die Wernsbacher Steinbrüche in die Liste der 100
schönsten Geotope Bayerns
auf. Wegweiser und eine Informationstafel weisen seither zu diesem Fenster in die
Erd- und Industriegeschichte und bewahren damit ein
Stück der natürlichen Vielfalt
unserer Heimat.
Liebe Gäste,
liebe Leserinnen und Leser,
kulinarische Leckerbissen wie
Küchle, Brezen oder Feuerspatzen
schmecken nochmal so gut, wenn
sie in handwerklicher Tradition
nach alten Rezepten hergestellt
werden. Leicht zu erkennen sind
die handgefertigten Schmankerl
daran, dass kein Stück ganz dem
Anderen gleicht.
Dass Regionalität nicht nur bei
kulinarischen Spezialitäten ein
Garant für Qualität, ausgewählte
Rohstoffe und umweltbewusstes
Handeln ist beweisen die Schreinerei „hobel und span“ und die
Schuhmanufaktur Hackner.
Gemeinsam ist allen Handwerksbetrieben - ob sie nun Bier, Gebäck, Schuhe oder Möbel herstellen - die große Leidenschaft und
Begeisterung für ihr individuelles,
in traditioneller Weise hergestelltes Produkt.
Genauso einzigartig wie die
regionalen
Handwerksbetriebe
sind auch Ausflüge ins lebendige
Geschichtsdorf, zum Christbaumfällen bei Glühwein und Plätzchen
oder mit dem Nachtwächter und
Burgvogt der Historischen GastroTour durch Hilpoltstein!
Ich wünsche Ihnen interessante
Einblicke in die Vielfalt der
regionalen
Handwerkskunst
und erlebnisreiche Stunden im
Landkreis Roth!
Herbert Eckstein
Landrat
Inhaltsverzeichnis
Seite 1
•Geschichtsdorf
Landersdorf
•Geotop Wernsbach
Seite 2
•Historische GastroTour
•Traditionelles
Schmalzgebäck
Seite 3
•Schloss Mörlach
•Handwerksbäckerei
Salbaum
Seite 4
•Hembacher Bier
•Heimischer Fisch
Seite 5
•Heimische Möbel
„hobel&span“
•Christbaumhof Gerner
Seite 6
•Schuhmanufaktur Hackner
•Umweltstation
2
Historische GastroTour
Mit dem Gaumen auf Spurensuche in Hilpoltstein
Gottfried Gruber und Stefan Ehrenfried schlüpfen
von März bis Oktober jeden
letzten Sonntag in ihre mittelalterlichen Kostüme und
machen sich als Nachtwächter und Burgvogt auf den
Weg durch die Altstadt von
Hilpoltstein. Im historischen
Stadtkern beginnt jeweils um
17 Uhr eine etwas andere
Stadtführung - die „Historische GastroTour“. In sieben
altehrwürdigen Wirtshausgemäuern erfahren Gäste
Wissenswertes über Geschichte und Geschichten
rund um die über 1000jährige mittelalterliche Stadt.
Und „ganz nebenbei“ warten
die Hilpoltsteiner Wirte mit
ihren kulinarischen Gaumenfreuden auf.
Wie wäre es zum Beispiel
mit einem feinen Griebenschmalzbrot als Einstieg?
Danach winken etwa pfiffige
Sülzenideen im Glas serviert,
Kartoffelsuppe mit geröstetem Bauernbrot oder fränkische Bratwurstkreationen.
Ein warmer Weizenbierlikör
mit Sahnehaube, spanische
Tapas und ein Espresso mit
hausgemachtem
Gebäck
runden den kulinarisch-historischen Streifzug durch Hilpoltstein ab.
Unvergessen werden den
Küchle und Kissen
Traditionelles Schmalzgebäck ist heiß begehrt
Der Tag beginnt schon früh
in Reichersdorf, wenn sich
Barbara Birngruber mit ihrer
Schwiegermutter
Hedwig
an das Backen einer neuen
Bestellung Küchle oder Kissen macht: Teig kneten, ausstechen, drehen und ruhen
lassen. Danach die Küchle
erst in der Hand, dann über
einem Holzpilz „ausziehen“.
Vorsichtig ins heiße Fett der
Pfanne gleiten lassen, umdrehen, abtropfen lassen und
mit Puderzucker bestreuen.
Zwei bis drei Mal pro Woche
stehen die beiden Frauen in
der eigens eingerichteten
Backstube und backen für
Familienfeiern, Kirchweihen
oder andere Feste Küchle
und Kissen, sowie Krapfen
über die Faschingszeit.
Die professionelle Küchlebäckerei der dreifachen Mutter
Barbara Birngruber war 2007
aus einer spontanen Idee heraus entstanden. Nachdem
die Familie Birngruber die
Landwirtschaft aufgegeben
hatte, stand das Stallgebäude
leer. „Küchlebacken war eh
schon vorher ein Hobby von
Gästen die Anekdoten bleiben, die Nachtwächter Gottfried Gruber oder Burgvogt
Stefan Ehrenfried zum Besten geben. So begab es sich
etwa, dass im Jahre 1803 der
Hilpoltsteiner Bürgermeister
zu Unrecht wegen Diebstahls
der Stadtkasse in den Kerker
geworfen wurde. Und so sitzt
noch heute eine Bürgermeisterfigur in einem Eisenkäfig
im Gewölbekeller „Zwinger“,
eine der Stationen der GastroTour. Weiter geht es direkt
am Marktplatz. Neben dem
Rathaus befindet sich das
Bistro „1601“, das seinen
Namen vom Datum eines
Brandes hat, in Folge dessen das Vorgängeranwesen
völlig zerstört wurde. Direkt
gegenüber liegen die beiden
Hilpoltsteiner Traditionsgaststätten „Schwarzes Roß“ und
„Zur Post“. Die ehemalige
Posthalterstelle von 1880 beherbergt heute einen Gasthof mit Hotel. Im Brauereigasthof „Schwarzes Roß“ mit
gleichnamigen Museum zur
Stadtgeschichte finden sich
im Keller die ältesten Besiedlungsspuren
Hilpoltsteins:
Ein Stadttor und eine befestigte Straße aus dem 7. oder
8. Jahrhundert. In einer Parallelstraße zum Marktplatz
hält die GastroTour schließlich vor einem wunderschönen Fachwerkhaus, in dem
seit drei Generationen das
„Café Grimm“ zu finden ist,
bevor sie aus dem Stadtkern
in die Vorstadt führt. Etwas
außerhalb der ehemaligen
Stadtmauern befinden sich
noch zwei historisch-kulinarische Stationen der Tour.
Der Gasthof „Zum Hirschen“
uns und warum sollte man
das nicht einfach ausprobieren?“. Die Idee war schnell
in die Tat umgesetzt und die
kleine Backstube dort eingerichtet. Mittlerweile hat sich
die Unternehmung schon
rentiert. Ohne große Werbung verkauft sich Reichersdorfer Schmalzgebäck von
„Mund zu Mund“ im südlichen Landkreis Roth und auf
dem ganzen Jura bis ins Altmühltal, nach Eichstätt oder
Pappenheim. Sogar nach
Donauwörth gehen große
Bestellungen von 100 Küchle
und mehr. „Dabei achten wir
besonders darauf, dass die
Qualität stimmt. Wir wollen
keine Massenproduktion!“
sagt Barbara Birngruber.
Die Zutaten für ihren Küchleteig, wie Eier oder Milch,
stammen von Nachbarn aus
Reichersdorf oder aus der
direkten Thalmässinger Umgebung. Die Verarbeitung regionaler Produkte war auch
ein Kriterium für die Aufnahme in die Interessengemeinschaft „Produkte vom Land
um Stauf“. Eine Verkaufsstelle alle 6 Wochen auf dem Hilpoltsteiner Bauernmarkt ist
zum Beispiel ist seit über
180 Jahren in Familienbesitz. Aus einem Bauernhof
mit Schankrecht aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts
wurde das heutige Hotel
„Zum Burggrafen“.
Wieder zurück am Ausgangspunkt der Tour schmunzelt
Nachtwächter Gottfried Gruber mit einem Augenzwinkern: „Pikante Geschichten
und kulinarische Schmankerl
- die Mischung macht‘s halt“.
Und auch Burgvogt Stefan
Ehrenfried ist sich sicher:
„Hilpoltstein hat sowohl
geschichtlich als auch kulinarisch viel zu bieten.“ Die
Gäste werden ihnen recht
geben. Schließlich wird bei
dieser außergewöhnlichen
Stadtführung nicht nur der
Wissenshunger gestillt.
momentan noch die einzige.
Ab Hof wird das Schmalzgebäck nur auf Vorbestellung
verkauft. Aber eine geringe
Menge hat Barbara Birngruber „für Notfälle“ immer im
Gefrierschrank auf Vorrat.
Recht lange blieben die dort
aber nicht, meint die Hobby-Bäckerin lächelnd. „Sowohl Küchle als auch Kissle
sind heißbegehrt!“. Und ob
Küchle eher in katholischen
Gegenden beheimatet sind
und die Kissen in den evangelischen oder umgekehrt,
ist ob des guten Geschmacks
sowieso egal. Sie schmecken
nämlich beide gleich gut!
Mehr Informationen
Stadt Hilpoltstein
Amt für Kultur
und Tourismus
Kirchenstr. 1
91161 Hilpoltstein
Tel. 09174 978-505
www.hilpoltstein.de
Monatliche Führung
jeden letzten Sonntag
von März - Oktober.
Gruppenführungen
immer sonntags nach
Vereinbarung.
Anmeldung bei der
Stadt Hilpoltstein
Mehr Informationen
Barbara Birngruber
Reichersdorf 7
91177 Thalmässing
Tel. 09173 793288
Tel. 09173 539
backservice-birngruber@web.de
Verkaufsstelle:
Bauernmarkt Hilpoltstein
freitags, 9 bis 13 Uhr,
Marktplatz Hilpoltstein
3
Feste feiern auf dem Land
Zu Gast auf Schloß Mörlach
Den kleinen, beschaulichen
Hilpoltsteiner Ortsteil Mörlach prägt das gleichnamige
Rokokoschloß aus dem 18.
Jahrhundert
maßgeblich.
1775 wurde es nach englischem Vorbild als Landsitz
einer Nürnberger Patrizierfamilie von Christoph Adam
Carl Imhoff erbaut. Imhoffs
zweite Ehefrau, Luise von
Schardt, rückte Schloß Mörlach dann in den Blickpunkt
des späteren geschichtlichen
Interesses, schließlich war
sie die Schwester der Geliebten Goethes. Charlotte von
Stein selbst wohnte hier einige Zeit bei ihrer Schwester
und schrieb viele Briefe an
Goethe in Weimar. Bis kurz
nach dem Zweiten Weltkrieg
verblasste allerdings der alte
adlige Glanz des Schlosses
zunehmend. Bis sich im Jahre 1956 die Familie Helbach
dem Schloß und seiner landwirtschaftlichen Flächen annahm. Mit viel Fleiß und Arbeit gelang es ihr, das Schloß
seinem Dornröschenschlaf
zu entreißen.
Bereits 1989 wurde mit dem
Ausbau der Gaststätte im
ehemaligen
Schweinestall
begonnen. Die ersten Feiern
in der neuen Gewölbegaststätte fanden noch ohne Gardinen an den Fenstern statt,
weil sie regelrecht von Anfragen überrannt wurden. „Da
haben wir im Mai einfach
Birkenzweige in die Fenster
gestellt“, erinnert sich Maria
Helbach zurück. Seit dieser
Zeit finden auf dem Mustergut Familienfeiern auf Vorbestellung statt.
Schwiegertochter Eva Helbach kümmert sich heute
zusammen mit ihrem Mann
Clemens um die vielen
Aufgaben auf dem Hof. Neben der Gastronomie sind
es vor allem zwei weitere
Standbeine, die eigentliche
Landwirtschaft und eine erfolgreiche Pferdezucht. Aus
dieser Konstellation wird
auch der ganzheitliche Ansatz des gastronomischen
Betriebs ersichtlich: „Die
Qualität ist das A und O!
Bei uns wird alles frisch zubereitet und kommt auch
frisch auf den Tisch,“ garantiert Eva Helbach. Nur durch
selbst erzeugte Futtermittel, sowie durch die eigene
Aufzucht von Nutztieren ist
auch später die hohe Qualität der angebotenen Speisen
Feuerspatzen, Brezen, Baunzen & Co.
Beim Spalter „Baulabeck“ wird noch handwerklich gebacken
Manchmal muss sich Josef
Salbaum fühlen wie im Vorspann zu Asterix: Umgeben
von Aufbackbrötchen, Gebäck vom Discounter und
Teiglingen aus China. Das
tut weh, wenn einem das
Handwerk so am Herzen
liegt wie dem Bäckermeister
aus Spalt. Schlimmer noch:
Die Entwicklung, der der
45-Jährige die Stirn bieten
will, führt mittlerweile dazu,
dass es immer schwerer und
teurer wird, die für die „alten“ Rezepte notwendigen
Rohstoffe herzubekommen.
Denn wer braucht in Zeiten
von Teigling und Backmischung noch Rotmehl oder
Purpurweizen wie der Spalter Handwerksbäcker?
Dass Josef Salbaum Wert auf
Tradition legt, hängt natür-
gewährleistet. „Wir können
auf unserem Hof die gesamte Nahrungsmittelkette nachverfolgen. Das ist uns sehr
wichtig.“ Neben den zahlreichen hofeigenen Produkten,
wie Bio-Rind und Wildfleisch
aus der eigenen Jagd, kommen ausschließlich regionale
Erzeugnisse auf die Menükarten. Gesellschaften zwischen 20 und 130 Personen
finden in der historischen
Eingangshalle des Schlosses
mit seinen liebevoll möblierten Nebenräumen, sowie in
der Gewölbegaststätte gemütlich Platz. Die weitläufige
Parkanlage und der große
hufeisenförmige Innenhof
bieten bei gutem Wetter genügend Raum, um sich wie
zuhause zu fühlen.
Diese heimelige Wohlfühlatmosphäre in geschichtsträchtiger Umgebung und
die Rundumbetreuung durch
Familie Helbach haben das
Schloß Mörlach zu einem
„Geheimtipp“ für Hochzeiten, Familienfeiern und Jubiläen gemacht. Und wer weiß,
ob nicht auch schon der
Dichterfürst Goethe vor dem
schmiedeeisernen Tor stand
und die prächtige Fassade
des Schlosses bestaunte.
lich damit zusammen, dass er
schon in der vierten Generation den „Baulabeck“ - so der
Hausname – stellt. Es liegt
aber auch an seiner Mentalität. „Ich kann nur hundertprozentig von dem überzeugt
sein, was ich hundertprozent
selbst gemacht habe“, bringt
es der begeisterte „Trachtler“
und Spalter Nachtwächter
auf den Punkt. Und so finden
sich in seinem Laden in Spalt,
der nicht zufällig einer alten
Apotheke nachempfunden
ist, Produkte, die so längst
wo anders nicht mehr zu finden sind. Genannt seien nur
Spitzwecken,
Dudenreiter
oder Bilderlebkuchen, die es
eben nicht „von der Stange“
oder „aus der Tüte“ geben
kann. Und die oft Namen
haben, die eng mit seiner
Heimatstadt verbunden sind,
wie
Gablerschmied-Rolle
oder Allerseelengeigen.
Dabei sind der Bäckermeister und sein sechsköpfiges
Bäckerei-Team auch Neuem
durchaus
aufgeschlossen,
wofür schon seine Frau Irina sorgt. Denn mit ihr hielt
auch das ein oder andere
russische Gebäckstück „beim
Baulabeck“ Einzug – und
auch dazu greifen die Kunden gerne.
Zum wahren Kult-Status
haben es indes aber „nur“
seine Brezen und KirchweihKüchle gebracht. Wobei der
Hinweis, dass man diesen
die Handwerkskunst ansieht, als Kompliment zu verstehen ist. Denn wie keine
Breze der anderen gleicht,
sind auch Küchle, Semmeln,
Feuerspatzen, Baunzen und
Co. in handwerklicher Tradition hergestellt - und nicht
aus der Maschine. Derer
hat Salbaum gerade einmal
vier – und die auch nur, weil
Teig mischen mit der Hand
nun wirklich nicht sein muss.
Warum hat er nicht mehr
Maschinen? Salbaum lacht:
„Ich muss einfach fühlen,
ob der Teig oder die Masse
passt. Das geht nur, wenn ich
auch damit arbeite“. Rezepte
oder Gewichtsangaben, wie
sie sein Geselle manchmal
„einfordert“, gibt es oft nicht
– handwerkliches Gespür ist
angesagt - unzählbar und im
Grunde unbezahlbar.
Dabei sei es manchmal schon
nicht zum Lachen, gibt er zu.
Mehr Informationen
Familie Helbach
Mörlach C 17
91161 Hilpoltstein
Tel. 09174 9164
schloss-moerlach@t-online.de
Aber spätestens, wenn eine
Karte samt Foto und einem
„Dankeschön“ mit einem
Brautpaar samt BaulabecksHochzeitstorte kommt, auf
der er sich in Marzipan mit
den Hobbies der Frischvermählten samt Motorrad und
(Spalter Faschings-)Fleckla
kreativ ausgetobt hat; oder
wenn eine betagte Kundin
auf einen kurzen Plausch
am legendären BackstubenFenster vorbeischaut, weiß
Josef Salbaum, warum er gegen den Strom schwimmt.
Mehr Informationen
Bäckerei Salbaum
Josef und Irina Salbaum
Spitzenberg 2
91174 Spalt
Tel. 09175 594
4
Exklusives Bier mit ureigenem Charakter
Rednitzhembacher Kleinbrauerei braut vier süffige Biersorten
„Bier aus unserer Heimat“ –
in der Hembacher Brauerei
ist der Slogan Programm:
Edelster Spalter Aromahopfen und kürzeste Vertriebswege garantieren „originalregionale“ (Bier-) Qualität.
Die Anfänge der ungewöhnlichen Hembacher Brauerei
waren klein: 2008 setzte
Braumeister Jürgen Müller
alles auf eine Karte. Im Rednitzhembacher
Gewerbe-
gebiet funktionierte er eine
ehemalige Industriehalle um
und begann mit der Produktion von damals zwei Biersorten. Jürgen Müller ging finanziell ein hohes Risiko ein,
doch es hat sich gelohnt.
Mit nur einer einzigen kleinen Werbeanzeige brachte
der gebürtige Schwander sein
Unternehmen – das er bis
heute als Ein-Mann-Betrieb
führt – zum Laufen. „Die ers-
ten Kunden kauften aus Neugier ein paar Flaschen“, erinnert sich Müller. „Doch der
Geschmack und die Qualität
haben überzeugt.“ In Windeseile verbreitete sich über
Mundpropaganda die Kunde
vom neuen, leckeren „Bier
aus unserer Heimat“. Mittlerweile hat Jürgen Müller sogar
in Nürnberg Stammkunden
gefunden und macht gerade Zukunftspläne: Auf dem
Brauereigelände soll ein kleiner Biergarten entstehen. So
können seine Kunden gleich
vor Ort ein kühles „Hembacher“ genießen.
„Jedes meiner Biere hat seinen ureigenen Charakter“,
erklärt sich Müller den Erfolg seines Bieres. Dazu trägt
aber auch die Person – oder
eher schon Institution – Jürgen Müller bei: Egal ob der
Kunde nun drei Kästen oder
drei Flaschen kauft, der Chef
des Hauses hat immer ein
offenes Ohr. „Ich bin mit fast
allen per Du.“
Auch ein dritter Aspekt
scheint den Erfolg des Hembacher Gerstensaftes auszumachen: Neben dem Direktverkauf an der Brauerei gibt
es nur eine weitere Verkaufsstelle. Zwar fragten schon
nach kurzer Zeit sogar große
Discounter an, doch Müller
erlaubte nur einem guten
Freund, das Hembacher Bier
in dessen Getränkemarkt zu
vertreiben. „Die Mentalität
der ,Großen´ ist meiner Meinung nach falsch. Ich möchte
die Menschen daran erinnern, dass Bier ein Genussmittel und keine Konserve
ist“, erklärt Müller.
Der Erfolg gibt ihm recht: In
den drei Jahren konnte der
Braumeister seine jährliche
Produktion – nun die vier
Sorten Kellerbier, Stöffla,
Zwickel-Pils und Goldweiße
– fast verdreifachen. Dieser
Erfolg hat aber auch eine
„Schattenseite“. Da Jürgen
Müller seinen Betrieb auch
in Zukunft ausschließlich alleine führen möchte, wird er
irgendwann an eine Höchstgrenze stoßen. „Derzeit produziere ich rund 800 Hektoliter Bier im Jahr. Bei 1.000
Hektolitern muss ich die
Bremse ziehen.“ Das Hembacher Bier könnte also durchaus bald zu einer beliebten,
exklusiven Rarität werden.
Mehr Informationen
„Hembacher Bier“
Siemensstraße 45
91126 Rednitzhembach
Tel. 09122 873144
Weitere Verkaufsstelle
Getränkehandel
André Schweiger
Konrad-Adenauer-Str. 13
91126 Schwabach
Tel. 09122 13541
Karpfen und Zander aus heimischen Weihern
Schmackhaft und gut für die Umwelt
Ab September stehen sie
wieder auf dem Speiseplan:
Karpfen haben traditionell
in den Monaten mit „r“ Saison. Dabei wäre in der heutigen Zeit der Verzehr des
leckereren
Speisefisches
durchaus auch ganzjährig
möglich. Der Brauch stammt
noch aus früherer Zeit, als
man im Sommer die Fische
wegen der Hitze nicht transportieren und schon gar
nicht hältern konnte. Aber
es gibt noch andere Gründe, warum mit dem Herbst
auch die Karpfenzeit beginnt.
Im September und Oktober
nämlich werden die Teiche
abgefischt. Im Landkreis
Roth gibt es eine stattliche
Zahl heimischer Teichwirte.
Einer von ihnen ist Dieter
Fleischmann von der Fuchsmühle nahe Hilpoltstein. Dieter Fleischmann betreibt seit
1994 seine Teichwirtschaft.
Nicht ohne Stolz verweist er
darauf, dass die Teichwirtschaft auf der Fuchsmühle
mittlerweile in der dritten
Generation betrieben wird.
Aufzeichnungen aus dem
Jahr 1905 belegen, dass damals bereits der Großvater
Fische gezüchtet hat. 1985
stieg Dieter Fleischmann in
die Fischzucht ein und übernahm 1994 den väterlichen
Mehr Informationen
Dieter Fleischmann
Fuchsmühle 1
91161 Hilpoltstein
Tel. 09177 485 0440
od. Tel. 0171 966 0102
www.direktvermarkter-roth.de
Betrieb. Insgesamt 5 Hektar
Teichfläche werden bewirtschaftet. Dieter Fleischmann
unterstreicht auch, dass die
Speisefische aus seinen Weihern schonend gezüchtet
werden. Die „Original Regional“ Grundsätze sind für ihn
eine Selbstverständlichkeit.
Rund 80 % seiner Fische
sind für heimische Gastwirtschaften, überwiegend in Hilpoltstein und natürlich den
Landgasthof
Fuchsmühle
selbst bestimmt. Die übrigen 20 % werden an private
„Feinschmecker“ verkauft.
Neben dem klassischen
Speisekarpfen, so Karoline
Fleischmann, hat die Fuchsmühle noch Silberkarpfen, Schleien und Zander
im Angebot. Ein „Renner“
sind mittlerweile die Karpfenfilets, die ebenfalls vom
Fuchsmühler Teichwirt zubereitet werden und vielseitig
verwendbar sind, beispielsweise für Karpfensteaks,
Karpfenchips oder auch für
Karpfenspieße. Karpfen haben ein feines, aromatisches
Fischfleisch, das einen ausgezeichneten Geschmack aufweist. Dabei wird besonders
geschätzt, dass der Karpfen
ein eher fettarmes, bissfestes
Fleisch hat.
So bietet heimischer Fisch
vieles – eine gesundeUmwelt, eine günstige Ökobilanz und regionale frische
Spezialitäten. Ein halbes Jahr
lang darf ab September nach
Herzenslust
geschlemmt
werden!
5
Baum – Holz – Möbel
„hobel & span“ setzt auf heimische Hölzer
Holz aus den heimischen
Wäldern boomt wieder.
Die Nachfrage nach diesem Rohstoff ist so groß
wie lange nicht mehr. Beim
Bau von Häusern und Möbeln vertrauen immer mehr
Menschen auf Holz aus heimischen Wäldern. Die Schreinerei „hobel & span“ aus
Eysölden, das sind Schreinermeisterin Edith Baur und
Schreinermeister Matthias
Wittmann, setzt seit ihrer
Gründung im Jahre 1987 auf
einen verantwortungsvollen
Umgang mit der Natur. Deshalb ließ sich der innovative
Betrieb 1998 als eine der ersten Schreinereien in Bayern
mit dem „Öko-Audit“ zertifizieren, berichtet Matthias
Wittmann nicht ohne Stolz.
Herstellung,
Verarbeitung
und Verkauf von Produkten
Christbaumhof Gerner
Elegante Nordmanntannen aus heimischer Kultur
Sich zu den Weihnachtstagen
eine elegante Nordmanntanne ins traute Heim stellen,
ohne aus ökologischer Sicht
ein schlechtes Gewissen
haben zu müssen? Wenn
Sie Ihren Christbaum vom
Christbaumhof Gerner in
Sindersdorf bei Hilpoltstein
beziehen, brauchen Sie sich
keine Sorgen machen: Dieser Baum wurde ganz sicher
nicht bereits im Oktober
geschlagen, hat noch keine
Tausend Kilometer Transportweg aus Dänemark hin-
ter sich und wurde nicht in
Kühlanlagen „frisch“ gehalten. Denn auf den Flächen
der Familie Gerner wachsen
mittlerweile seit mehr als 20
Jahren „original-regionale“
edle Blautannen, elegante
Nordmanntannen, exklusive Nobilis und noch einige
Baumarten mehr. Bis hin zu
Mammutbäumen!
Deren
Äste und Zweige finden aber
vorwiegend als Dekorationsmaterial Verwendung.
Bevor die Bäumchen aber
über einen Zeitraum von
8 bis 12 Jahren langsam zu
zimmerhohen Christbäumen
heranwachsen, werden sie
als vierjährige Jungpflanzen auf dem Gernerhof gepflanzt. Auch diese Setzlinge
kommen aus Deutschland.
In Schleswig-Holstein befindet sich das größte Baumschulengebiet Europas. Dort
deckt sich Betriebsinhaber
Ehrhard Gerner jährlich im
Frühjahr mit 4.000 kleinen
Tannen ein, die pro Saison
gebraucht werden. Ob aus
so einem Pflänzchen auch
aus nachwachsenden Rohstoffen sind Grundlage der
Unternehmensphilosophie.
Dabei stehen, so Edith Baur,
Qualität, Gesundheit und
Umweltschutz ganz oben auf
der Agenda. „hobel & span“
verarbeitet eine Vielzahl heimischer Hölzer, wie Ahorn,
Birke, Buche und Eiche aber
auch Zwetschge, Kirsche,
tatsächlich ein schön gewachsener Baum wird, ist
auch genetisch bedingt: Aus
den Samen schöner Bäume
wachsen meist auch schöne
Nachkömmlinge. Und vor allem viel Handarbeit ist in den
Tannenschonungen
angesagt. Nur aus etwa 20 % würden ansehliche Weihnachtsbäume, würde der Mensch
nicht eingreifen. Da wird
ständig Bambus für ein gerades Wachstum eingebunden
und überzählige Äste geschnitten. „In so einer Baumplantage kann man jeden Tag
mit Arbeit verbringen“, sagt
Juniorchef Michael Gerner.
Noch mehr rege Betriebsamkeit herrscht am Christbaum-
Birne und Holz vom Walnussbaum.
Holz aus der Region fördert
den Klimaschutz. Holz ist als
nachwachsender
Rohstoff
ein umweltfreundliches Material, das beim Wachsen der
Bäume CO₂ aus der Atmosphäre bindet. Holz ist aber
vor allem dann besonders
klimaschonend, wenn es aus
nachhaltig
bewirtschafteten Wäldern stammt und im
Verarbeitungsweg möglichst
kurze Transporte hinter sich
hat.
Seit mittlerweile 25 Jahren
verarbeitet der Meisterbetrieb aus Eysölden sowohl für
die klassische Bauschreinerei
als auch für den kundenorientierten Möbelbau Holz
aus der Region. Das Massivholz wird überwiegend mit
ökologischer Oberflächenbehandlung versehen. Dabei
soll Holz, so Edith Baur „Äste,
Kerne und Verfärbungen haben, darf seine Natürlichkeit
zeigen“. Statt billiger und importierter Massenware und
Einheitsmöbeln liefert „hobel & span“ innovative, hohe
Handwerksqualität - zu wettbewerbsfähigen Preisen mit
Blick auf den Möbelhandel.
Die Nähe zum Kunden ist
beim heimischen Handwerk
besonders wichtig, denn oftmals bedarf es einer intensiven Beratung vor Ort. Die
Arbeitsweise von Edith Baur
hof Gerner 14 Tage vor den
Festtagen. Dann beginnt die
Hochsaison für den Verkauf
der Bäume ab Hof. Kunden
können dort ihren Wunschbaum aber nicht nur selbst
aussuchen - sie können ihn
sogar selbst schlagen. Viele Familien oder Firmen mit
ihren Mitarbeitern zelebrieren das eigene Christbaumschneiden. Sie sind dafür
manchmal einen halben Tag
in Sindersdorf um mit Handsägen und Beilen ausgerüstet
- bei Bratwurst, Glühwein,
Lebkuchen und Plätzchen den richtigen Baum zu fällen.
Gerne organisieren nämlich
die „Gerners“ Familien- oder
Firmenfeste und machen das
Christbaumfällen zu einem
wahren Erlebnis!
„Die Leute werden bewusster. Für viele unserer Kunden zählt die Frische und die
Qualität der Bäume“, sagt
Gerner, der einen Tipp parat
hat: Nach dem schlagen sollte man den Baum bis zu fünf
Tagen ruhen lassen und dann
ins Wasser stellen. Er hält
sich dann länger, weil er noch
„trinkt“. Die Nordmanntanne
ist mit 90 % Nachfrage übrigens der Weihnachtsbaum
Nr. 1. Im ländlichen Raum
sind dabei eher die größeren
Bäume gefragt, wegen der
größeren Wohnzimmer. Der
„perfekte Baum“ ist aber Geschmackssache!
Mehr Informationen
Schreinerei
„hobel & span“ GmbH
Eysölden E 25
91177 Thalmässing
Tel. 09173 77 953
www.hobel-span.de
und Matthias Wittmann ist
darauf zugeschnitten. Ihr
Geschäftsbereich erstreckt
sich auf den Landkreis Roth,
Schwabach und Nürnberg
und weitere Teile der Metropolregion. Die Schreinerwerkstatt befindet sich im
Thalmässinger Ortsteil Eysölden. Im „Hench – Haus“
in der Hilpoltsteiner Straße 4
in Roth ist ein Ausstellungsraum, der jeden Donnerstag
von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet hat. Eine individuelle Terminvereinbarung ist
ebenfalls jederzeit möglich.
Mehr Informationen
Christbaumhof Gerner
Familie Gerner
Sindersdorf 21
91161 Hilpoltstein
Tel. 09179 97240
www.gernerfarm.de
Ab 1. Advent auch
samstags und sonntags
geöffnet!
6
Schuhmanufaktur Hackner
Qualitätsschuhe „Made in Hilpoltstein“
„Zwei Dinge im Leben sind
wirklich wichtig: Ein gutes
Bett und ordentliche Schuhe.
Steckt man nicht in dem Einen, so ist man im Anderen –
am besten in handgenähten
Vitallo Flex!“ Dieser Überzeugung ist Friedrich Hackner, Chef der Schuhmanufaktur Hackner in Hilpoltstein.
Umweltstation Hämmerleinsmühle
Natur und Kunst im Kulturgarten
„Umweltstation
Hämmerleinsmühle – ausgezeichnet mit der Bayerischen
Umweltmedaille“ steht auf
einem Schild am Eingang einer grünen Oase in Georgensgmünd. Umweltstation, was
ist das eigentlich? Spätestens
beim Blick hinter das Schild
werden Besucher neugierig:
Spitzt da etwa ein echtes
Hundertwasser-Bauwerk
durch die Bäume?! Nein, der
Künstler Friedensreich Hundertwasser war nicht persönlich in Georgensgmünd
tätig und dennoch hat er hier
seine Spuren hinterlassen.
Jedes Jahr im Sommer treffen sich Jugendliche aus vielen verschiedenen Nationen
zu einem Jugendcamp, um in
der Umweltstation gemeinsam die Natur zu erleben und
auch etwas mit den eigenen
Händen zu gestalten. Jüngst
war das Jugendcamp-Motto
„Each raindrop is a kiss from
heaven“. Und so entstanden
unter der Leitung von Doris
Hautum und Dieter Schöbel
ein kunstvoller Weidenzaun
sowie phantasievoll gestaltete Wände am Seminarhaus.
Inspiriert wurden die jungen
Künstler von Hundertwasser,
der, so Dieter Schöbel, schon
vor 30 Jahren die Ökologie in
den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt hat. Während
das Seminarhaus von den Jugendlichen verschönert wird,
lernen sie ganz nebenbei viel
über Teamarbeit, Konflikt-
Der kleine Familienbetrieb
garantiert seinen Kunden
seit über 60 Jahren handgearbeitete Schuhe besonderer
Qualität. Inzwischen hat sich
bewältigung und dass trotz
der Impulse der Pädagogen
auch eigene Ideen umgesetzt
werden können.
Der Verein Hämmerleinsmühle, Werkstatt für Ökologie und Sozialarbeit e.V. hat
sich 1988 mit dem Ziel gegründet, umweltbewusstes,
ökologisches Denken und
konkretes Handeln zu fördern. Seit Herbst 2006 ist der
Kulturgarten in Georgensgmünd Heimat des Vereins
und Mittelpunkt aller Aktivitäten. Gefördert wird die
vorbildliche Arbeit beispielsweise vom Bayerischen Umweltministerium sowie von
der Europäischen Union, die
über das Förderprogramm
LEADER den Bau des Seminarraums unterstützte.
Grundidee des Werkstattkonzepts ist es, dass neben theoretischem Wissen
vor allem das praktische
bereits die dritte Generation der Familie Hackner dem
traditionellen Schuhmacherhandwerk und der Leidenschaft für außergewöhnliche
Schuhe verschrieben. Nach
dem Krieg wurde das Gebäude der Schuhmanufaktur,
das sog. „Haus des Lederers“,
von Friedrich Hackner sen.
erworben. Hier wurde schon
vor 400 Jahren „alles was mit
Leder zu tun hatte“ hergestellt.
Besonders stolz ist der
Handwerksbetrieb auf die
von Friedrich Hackner jun.
selbst entwickelten Naturformschuhe, genannt „Vitallo Flex“. Ambition für die
Eigenkreation war es einen
Gegenpol zu billigem Schuhwerk aus Massenfertigung
zu schaffen. Herausgekommen ist ein, in traditioneller
Weise direkt vor Ort gefertigter, hochwertiger Naturformschuh. Anstelle schwitzender Füße in schlechtem
Schuhwerk können „Vitallo
Flex“-Kunden ihre Füße mit
langlebigen Schuhen aus
biologischen
Materialien
mit integrierter Klimaanlage
verwöhnen. Verschiedene
Zertifikate, mit denen der
Betrieb ausgezeichnet wurde, zeugen davon, dass in der
Produktion auf Nachhaltigkeit geachtet wird und ressourcenschonende Rohstoffe
Handeln wichtig ist. „Wir
geben im Kulturgarten einen Raum der Erfahrungen
ermöglicht“ erläutert Doris
Hautum. Die Hasengruppe
aus dem nahe gelegenen
Kindergarten Arche Noah
besucht beispielsweise regelmäßig den Kulturgarten,
um sich auf Insektensafari
zu begeben oder der Klanggeschichte der Fledermaus
Mathilda zu lauschen.
Aber nicht nur die kleinen
zum Einsatz kommen.
Was ist aber nun das Geheimnis der Qualitätsschuhe „Made in Hilpoltstein“?
Für Vitallo-Flex ist das Beste
gerade gut genug: Hochwertiges Leder aus dem Allgäu,
ein Climatocork-Fußbett aus
portugiesischer Korkeiche,
die auch für Champagnerkorken verwendet wird und
eine spezielle Fertigung, bei
der das Futter nicht verklebt
wird, so dass der Fuß atmen
kann.
Zufriedene Kunden sorgen
mit „Mund zu Mund-Propaganda“ dafür, dass Vitallo
Flex – Liebhaber aus dem gesamten Bundesgebiet nach
Hilpoltstein kommen, um
sich die Climatocork-Einlage
an den eigenen Fuß anpassen zu lassen. So werden die
Eigenheiten des jeweiligen
Fußes berücksichtigt und
das Ergebnis ist ein Schuh
der wie „angegossen“ passt.
„Vitallo Flex“ - Man gönnt
seinen Füßen ja sonst nichts!
Oder wie Schuhmachermeister Hackner es ausdrückt:
„Freiheit für die Füße – Raus
aus den Stressschuhen, rein
in die Wohlfühlschuhe“.
Dass sich traditionelles Handwerk und moderne Ideen
nicht ausschließen, beweist
die junge Schuhmacher-Generation Stefan und Michael
Hackner. Mit Innovationen
wie „Be your own designer“
geben sie dem Kunden die
Möglichkeit sich den eigenen
Vitallo-Schuh so zusammen
zu stellen wie er ihm am besten gefällt. Vitallo-Kunden
dürfen also gespannt sein zu
welchen neuen Kreationen
die Leidenschaft für Schuhe,
Leder, Design und Handwerk
künftig führt.
Besucher sind herzlich willkommen. Ein vielfältiges
Jahresprogramm bietet interessante Veranstaltungen,
Seminare und Workshops
für alle Altersgruppen. Ob im
Filzworkshop, beim Basteln
von Flechtwerken für den
Garten oder in der Spinnstube, immer gibt es Impulse für
nachhaltiges Handeln, praktische Anleitungen und viel
Platz für eigene Kreativität.
Und für Alle, die einfach einen „schönen Ort mit Ausstrahlung und Atmosphäre“
suchen, bietet der Kulturgarten Rückzugsorte: Wie
den Schattenplatz unter dem
Apfelbaum zum entspannen, genießen, Geschichten
lauschen, Tiere beobachten
oder Hundertwasser kennen
lernen – Willkommen in der
Umweltstation
Hämmerleinsmühle!
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Schuhmanufaktur
Hackner
Zwingerstraße 5
91161 Hilpoltstein
Tel. 09174 9766951
www.vitallo-schuhe.de
Öffnungszeiten
Montag-Freitag
9.30-12.30 u. 14.30-18 Uhr
Mittwoch und Samstag
9.30-12.30 Uhr
Umweltstation
Hämmerleinsmühle
Am Mühlbuck 4
91166 Georgensgmünd
Tel. 09172 6677863
www.haemmerleinsmuehle.de
Eine weitere, neue
Umweltstation befindet
sich am Rothsee:
LBV Umweltstation
Rothsee
Am Rothsee 10
91161 Hilpoltstein
Tel. 09174 9773773
www.rothsee.lbv.de
Impressum
Herausgeber
Landratsamt Roth
-Kultur und TourismusWeinbergweg 1, 91154 Roth
Tel. 09171 81-329
Fax: 09171 81-399
E-Mail / Internet
tourismus@landratsamt-roth.de
www.urlaub-roth.de
Redaktion
Thomas Gruber
Redaktionelle Mitarbeit
Claudia Durst,
Anne-Karina Landmann,
Nadine Menchen
(ErLebenswelt Roth e.V.),
Thomas Pichl,
Petra Schoplocher
Fotos
Landratsamt Roth
Oliver Frank, Hilpoltstein
Gestaltung & Layout
© by MARTIN Werbeagentur, Roth
info@martin-werbeagentur.de
www.martin-werbeagentur.de
Tel. 09171 895 345
Druck
Emmy Riedel GmbH,
Gunzenhausen
3. Auflage
Oktober 2011 / 7.000 Exemplare
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